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Donnerstag, 21. Dezember 2023

222 Bäume gepflanzt: Hausärzteverband feiert Jubiläum und spendet dem Land junge Bäume

 

222 Bäume zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald gepflanzt! Gute Sache!

Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) hat der Hausärzteverband Baden-Württemberg 222 Bäume gepflanzt. Hausärztinnen und Hausärzte konnten im Vorfeld auf den Postversand ihrer HZV-Unterlagen verzichten und für jeden Verzicht wuchs der Wald um einen weiteren Baum. 

Mehr Allergien und Atemwegserkrankungen

„Die Klimakrise ist auch eine Gesundheitskrise und das spüren wir in den Hausarztpraxen als Erste. Die Folgen sind mehr Allergien, eine Zunahme von Erkrankungen der Atemwege oder Infektionen, die sich bei Hitze vermehrt ausbreiten können, wie beispielsweise die von Zecken übertragene FSME, die in Baden-Württemberg ein besonders großes Problem ist."

Zum 15. Jubiläum der HZV war es uns ein Anliegen, einen für die Menschen regional erlebbaren Beitrag zu leisten“, erklärt die Vorstandsvorsitzende Dr. Susanne Bublitz. 

Pflanzfläche in Dunningen

Gemeinsam mit dem Projektpartner PLANT-MY-TREE®, der auf das Pflanzen spendenfinanzierter Bäume auf seinen Pflanzflächen spezialisiert ist, wurden in Dunningen zwischen der Schwäbischen Alb und dem Schwarzwald 222 Bäume gepflanzt. Es wird ein Mischwald aus Stieleichen, Douglasien, Roteichen, Weißtannen, Bergahorn, Vogelkirschen und Roterlen entstehen, in dem keine Forstwirtschaft stattfinden wird. 

HZV-Versorung zuverlässig und effektiv

„Der so gepflanzte Wald soll, wie die HZV, nachhaltig wirken. In der HZV entscheiden sich Patienten für ihr Hausarztpraxisteam als ersten Ansprechpartner für ihre Gesundheit. Die wissenschaftlichen Evaluationen der letzten 15 Jahre zeigen eine durchgehend bessere Versorgung in der HZV im Vergleich zur Regelversorgung. Auch innovative Versorgungsansätze lassen sich schnell und effektiv adressieren“, ergänzt die Co-Vorsitzende Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth. 

Klimaresiliente Versorgung beim Hausarzt

Gemeinsam mit den Vertragspartnern des HZV-Vertrags der AOK Baden-Württemberg hat der Hausärzteverband Baden-Württemberg in diesem Jahr die klimaresiliente Versorgung ins Leben gerufen, mit der Patientinnen und Patienten in den Hausarztpraxen für ihre individuellen klimabedingten Gesundheitsrisiken sensibilisiert werden.

www.hausarzt-bw.de

Foto: Dr. Susanne Bublitz, Vorstandsvorsitzende des Hausärzteverbands Baden-Württemberg und Peter Selenski von PLANT-MY-TREE® auf der Pflanzfläche in Dunningen.

Dezember 2023. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Hausärzteverband BW



Freitag, 15. September 2017

Alte Menschen und Allergien: Hausstaubmilben machen jetzt im Herbst und Winter große Probleme - was tun?

Kopfschmerzen, Hustenreiz, Niesanfälle – aber der ”richtige” Schnupfen bleibt aus? Dann ist es vielleicht keine Erkältung, sondern es sind die Symptome einer Hausstaubmilbenallergie, die den Alltag erschweren.

Rund zehn Prozent der Deutschen leiden unter dieser Allergie. Im Herbst ist die Belastung mit Allergenen besonders hoch, denn die Milben vermehren sich vor allem von Mai bis Oktober. Wenn die Heizperiode beginnt und die Luftfeuchtigkeit geringer wird, sterben die kleinen Spinnentierchen ab – und gleichzeitig erreichen die allergieauslösenden Substanzen im Schlafzimmer und anderen Wohnräumen den Höchststand.


Hausstaubmilben können überall in der Wohnung sein

Die Hausstaubmilbenallergie macht sich vor allem nachts und morgens nach dem Aufstehen bemerkbar. Denn in Matratzen, in Kissen und Bettdecken fühlen sich die Milben, die für die Allergie verantwortlich sind, äußerst wohl. Das liegt daran, dass die winzigen Spinnentiere sich vorwiegend von menschlichen Hautschuppen ernähren.

In einer Matratze finden die Milben besonders viel Nahrung. Zusätzlich kommt ihnen die Feuchtigkeit und Wärme zugute. Alles in allem ideale Bedingungen für die mikroskopisch kleinen Tierchen, die eigentlich harmlos sind: Sie stechen nicht, beißen nicht und übertragen auch keine Krankheiten.

„Ausgelöst wird die Allergie nicht durch die Milben selbst, sondern durch ihre Exkremente und Zerfallsprodukte”, sagt Prof. Dr. med. Martin Mempel, Dermatologe aus Elmshorn. „Diese Allergene trocknen aus, zerfallen in mikroskopisch kleine Teile und verbinden sich mit dem Staub. Wenn Allergiker dieses Gemisch einatmen, kommt es zu den typischen Reaktionen, die einer Erkältung sehr ähnlich sind.“

Von Schutzmaßnahmen bis Hyposensibilisierung

Die Stärke der allergischen Reaktion kann sehr unterschiedlich sein. Wenn die Reaktionen nicht so stark ausgeprägt sind, kommen manche Allergiker gut zurecht, indem sie Anti-Milben-Maßnahmen ergreifen und darüber die Milbenallergene in der Atemluft dezimieren.

Das gelingt zum Beispiel, indem man die Bettwäsche regelmäßig mindestens eine Stunde bei 60 Grad wäscht. Außerdem sollte man nach dem Aufstehen nicht gleich das Bett machen, sondern die Bettdecke zurückschlagen und kräftig lüften – so können Wärme und Feuchtigkeit besser entweichen. Allergendichte Überzüge auf den Matratzen, die sogenannten ”Encasings”, sorgen ebenfalls für eine Reduzierung des allergenen Potenzials im Schlafzimmer. 


Aber: Es ist ein Irrtum zu glauben, dass Milben nur im Schlafzimmer leben, sie sind genauso im Wohnzimmer und in vielen anderen Räumen zu finden. Tatsächlich tritt die höchste Exposition in öffentlichen Verkehrsmitteln auf. Trotzdem sollte man an Schutzmaßnahmen im häuslichen Bereich festhalten: Glatte Fußböden sind für Allergiker nur dann günstiger, wenn sie mindestens zweimal pro Woche feucht gewischt werden. Ansonsten wird auf einem glatten Boden mehr Staub aufgewirbelt als auf einem kurzflorigen Teppichboden – und das gilt ganz besonders in der Heizperiode, in der die Luft trockener ist und mehr Staubpartikel enthält. 

Krankenkasse zahlt Hypnosensibilisierung
Allergiker, die stärkere Symptome haben, bei denen symptomatische Medikamente wie Antihistaminika oder Glukokortikoid-Nasensprays für keine signifikante Besserung der Symptome sorgen und/oder die vermeiden wollen, dass sich ein gefährliches Asthma entwickelt, sollten sich für eine Hyposensibilisierung entscheiden. Diese wird von den Krankenkassen bezahlt und ist die einzige Therapie, mit der die Ursache der Allergie bekämpft werden kann.

Bei der Hyposensibilisierung erhalten Allergiker über drei bis fünf Jahre Tabletten, Tropfen oder Spritzen, die festgelegte Dosen des spezifischen Allergens enthalten. So lernt das Immunsystem, die Hausstaubmilben nicht mehr als Gefahr wahrzunehmen. Diese Behandlung führt bei den meisten Allergikern zum Erfolg: Die Beschwerden werden weniger oder bleiben ganz aus, auch ohne Einnahme von symptomatischen Medikamenten.

Weitere Informationen zur Hausstaubmilbenallergie und der Hyposensibilisierung finden Sie auf www.allergiecheck.de. 



September 2017. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/RF  Masterfile