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Montag, 22. Juli 2024

E-Auto-Förderung für Pflegedienste in Baden-Württemberg: FDP kritisiert Verkehrsminister Hermann

Neben seiner Pro-Fahrrad-Politik hat der Verkehrsminister von Baden-Württemberg eine weitere Mission: Baden-Württemberg soll E-Auto-Land werden. Dazu hat er überdimensionierte Förder-Programme aufgelegt, einige hat er schon wieder einstampfen lassen müssen, weil die Nachfrage nicht da war, etwa bei E-Taxis.

Doch Winfried Hermann (Grüne) kann´s nicht lassen: Jetzt will er bis zu 1.000 E-Fahrzeuge für Pflegefirmen mit jeweils bis zu 7.000 Euro subventionieren – aber nur Wagen, die maximal 4,1 Meter lang sein dürfen.

Sieben Millionen Euro an Kaufprämien

Der FDP-Landtagsabgeordnete Friedrich Haag, Sprecher für individuelle Mobilität, sagt: "Das Land ist schlecht beraten, insgesamt bis zu sieben Millionen Euro an stationäre und ambulante Pflegeanbieter auszuschütten. Sogar der grüne Bundeswirtschaftsminister hat erkannt, dass Kaufprämien das falsche Instrument sind und diese abgeschafft. Auf den ersten Blick wirkt es ja positiv, im Bereich der Pflege etwas zu tun. Dabei wird völlig verkannt, dass es zu Abgrenzungsproblemen kommt."

Emissionsfreie E-Fahrzeuge sind Märchen

Haags Bedenken: Warum sollen andere Hilfsangebote außen vor bleiben? Seien es hauswirtschaftliche Hilfen oder häusliche Krankenpflege. Die Frage ist auch, warum so ein Auto nur 4,1 Meter lang sein darf. "Leider wiederholt das Land das Märchen von den emissionsfreien E-Fahrzeugen. Das sind sie bei weitem nicht, denn die elektrische Energie wird oft genug noch mit Kohle erzeugt. Dieses Geld hätte das Land besser für Forschung und den Hochlauf von E-Fuels verwendet", so der FDP-Politiker aus Stuttgart.

Juli 2024. Redaktion pflegeinfos.net


Sonntag, 10. März 2024

VdK Baden-Württemberg fordert Care-Gehalt für pflegende Angehörige

Nach wie vor verdienen Frauen weniger als Männer Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März 2024 hat der VdK Baden-Württemberg folgende Pressemeldung seines Vorsitzenden Hans-Josef Hotz veröffentlicht:

„Der Gender-Care-Gap von 48,3 Prozent zeigt drastisch: Frauen in Baden-Württemberg leisten noch immer deutlich mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer, nämlich 19,5 Stunden pro Woche und damit 9,5 Stunden mehr als die Männer. Das führt die Frauen in die Altersarmut. Wir fordern schon seit Jahren ein Care-Gehalt! 

Pflegende Angehörige brauchen endlich eine eigene finanzielle Leistung für die Nächstenpflege – ein Pflegegehalt und damit eine bessere Absicherung in der Rente. Mehr als 80 Prozent aller pflegebedürftigen Menschen werden in Deutschland zuhause gepflegt. Die häusliche Pflege leisten zu 72 Prozent die Frauen.“


März 2024. Redaktion pflegeinfos.net
Quelle: VdK Baden-Württemberg e.V.

Donnerstag, 21. Dezember 2023

222 Bäume gepflanzt: Hausärzteverband feiert Jubiläum und spendet dem Land junge Bäume

 

222 Bäume zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald gepflanzt! Gute Sache!

Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) hat der Hausärzteverband Baden-Württemberg 222 Bäume gepflanzt. Hausärztinnen und Hausärzte konnten im Vorfeld auf den Postversand ihrer HZV-Unterlagen verzichten und für jeden Verzicht wuchs der Wald um einen weiteren Baum

Mehr Allergien und Atemwegserkrankungen

„Die Klimakrise ist auch eine Gesundheitskrise und das spüren wir in den Hausarztpraxen als Erste. Die Folgen sind mehr Allergien, eine Zunahme von Erkrankungen der Atemwege oder Infektionen, die sich bei Hitze vermehrt ausbreiten können, wie beispielsweise die von Zecken übertragene FSME, die in Baden-Württemberg ein besonders großes Problem ist."

Zum 15. Jubiläum der HZV war es uns ein Anliegen, einen für die Menschen regional erlebbaren Beitrag zu leisten“, erklärt die Vorstandsvorsitzende Dr. Susanne Bublitz

Pflanzfläche in Dunningen

Gemeinsam mit dem Projektpartner PLANT-MY-TREE®, der auf das Pflanzen spendenfinanzierter Bäume auf seinen Pflanzflächen spezialisiert ist, wurden in Dunningen zwischen der Schwäbischen Alb und dem Schwarzwald 222 Bäume gepflanzt. Es wird ein Mischwald aus Stieleichen, Douglasien, Roteichen, Weißtannen, Bergahorn, Vogelkirschen und Roterlen entstehen, in dem keine Forstwirtschaft stattfinden wird. 

HZV-Versorung zuverlässig und effektiv

„Der so gepflanzte Wald soll, wie die HZV, nachhaltig wirken. In der HZV entscheiden sich Patienten für ihr Hausarztpraxisteam als ersten Ansprechpartner für ihre Gesundheit. Die wissenschaftlichen Evaluationen der letzten 15 Jahre zeigen eine durchgehend bessere Versorgung in der HZV im Vergleich zur Regelversorgung. Auch innovative Versorgungsansätze lassen sich schnell und effektiv adressieren“, ergänzt die Co-Vorsitzende Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth. 

Klimaresiliente Versorgung beim Hausarzt

Gemeinsam mit den Vertragspartnern des HZV-Vertrags der AOK Baden-Württemberg hat der Hausärzteverband Baden-Württemberg in diesem Jahr die klimaresiliente Versorgung ins Leben gerufen, mit der Patientinnen und Patienten in den Hausarztpraxen für ihre individuellen klimabedingten Gesundheitsrisiken sensibilisiert werden.

www.hausarzt-bw.de

Foto: Dr. Susanne Bublitz, Vorstandsvorsitzende des Hausärzteverbands Baden-Württemberg und Peter Selenski von PLANT-MY-TREE® auf der Pflanzfläche in Dunningen.

Dezember 2023. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Hausärzteverband BW



Mittwoch, 25. Oktober 2023

Alte Menschen in Baden-Württemberg: steigende Lebenserwartung und immer mehr über 100 Jahre

Wir werden älter und älter. Auch in Baden-Württemberg. Das Statistische Landesamt hat dieser Tage aktuelle Zahlen veröffentlicht. Fazit: Ende 2022 waren rund 3300 Bürgerinnen und Bürger im Ländle 100 Jahre oder älter.

Außerdem wurde ermittelt: mehr wie 350.000 Menschen waren älter wie 85 Jahre. Insgesamt sind es mehr Frauen in dieser hohen Altersgruppe. Festzuhalten ist ferner, dass es aktuell fünfmal so viele ganz alte Menschen zwischen Mannheim und Konstanz gibt als im Jahr 1980.er a

Schön alt werden in Baden-Baden

Wo leben prozentual die meisten Hochaltrigen? In Baden-Baden mit 4,2 Prozent über 85. Wetten, dass hier einige vermögende Senioren dabei sind, die es sich in der Kurstadt gut gehen lassen? Auf Gemeindeebene sticht Untermarchtal mit seinem Kloster hervor. Der Ort im Alb-Donau-Kreis weist 12,2 Prozent Bewohner aus, die 85 oder älter sind.

Oktober 2023. Redaktion Pflegeinfos.net

Donnerstag, 14. September 2023

Ohne Abschläge mit 63 in Rente? Der VdK Baden-Württemberg widerspricht dem Wunschdenken von Winfried Kretschmann

VdK-Landesvorsitzender Hotz

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (75) meint, man könne mit 63 ohne Abschläge in die Rente gehen - was für ein Irrtum.

Der VdK Sozialverband für Baden-Württemberg protestiert in einem Offenen Brief:

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

wir müssen Ihrer Aussage zur Rente mit 63 Jahren in der Medienberichterstattung am 7. September 2023 entschieden widersprechen, da sie falsch ist. Niemand kann in Deutschland ohne Abschläge mit 63 Jahren in Rente gehen!

Das Eintrittsalter bei der Altersrente für besonders langjährig Versicherte wird für nach dem 1. Januar 1953 Geborene schrittweise auf 65 Jahre angehoben. Aktuell kann der Jahrgang 1959 frühestens mit 64 Jahren und 2 Monaten abschlagsfrei die Rente für besonders langjährig Versicherte beziehen.

Weiter muss man eine Wartezeit von 45 Jahren erfüllen, um überhaupt in den Genuss dieser Rentenart zu kommen. Menschen, die nach der Hauptschule oder mittleren Reife eine Ausbildung begonnen haben und immer berufstätig waren, haben dann 50 oder mehr Jahre in die Rente eingezahlt.

Unsere Erfahrungen aus der Beratung unserer über 262.000 Mitglieder in 34 Geschäftsstellen in ganz Baden-Württemberg zeigen uns tagtäglich, dass eine Anhebung des Renteneintrittsalters für sehr viele Menschen tatsächlich eine Rentenkürzung bedeutet, da sie schon heute nicht bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter arbeiten können, sei es aus gesundheitlichen Gründen oder wegen Arbeitslosigkeit.

Weiter haben Menschen mit niedriger Bildung eine deutlich kürzere Lebenserwartung und beziehen auch entsprechend weniger lang Rente. Diese Umverteilung von unten nach oben darf nicht mit einer weiteren Anhebung des Rentenalters noch vergrößert werden.

Bevor das Renteneintrittsalter erhöht wird, müssen endlich alle versicherungsfremden Leistungen aus Steuermitteln finanziert werden. Und weiter sollten alle in die Rente einzahlen, auch Selbstständige, Beamte und Politiker. Gerade bei Abgeordneten wäre dann auch sichergestellt, dass sie aus eigener Erfahrung wissen, über was sie bei der Rente sprechen und entscheiden.

Wir bitten Sie, in den Medien klarzustellen, dass niemand in Deutschland mit 63 Jahren in Rente gehen kann.

Falls gewünscht stehen wir gerne für ein Gespräch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Josef Hotz, Landesverbandsvorsitzender


= Mehr Informationen zu Renten- und Sozialthemen unter www.vdk.de

September 2023. Redaktion Pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/VdK

Donnerstag, 13. April 2023

Jochen Haußmann MdL: "Pflegenotstand in Ba-Wü muss vermieden werden."


Die Meldung, wonach die die Anzahl der Auszubildenden in der Pflege im Jahr 2022 zurückgegangen ist, kommentiert der gesundheitspolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion im Landtag Ba-Wü, Jochen Haußmann, wie folgt:

„Die Zahlen geben Anlass zur Sorge und offenbaren den dringenden Handlungsbedarf. Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt enorm an, das Personal fehlt, der Mix verschiedener fachlicher Qualifikationen ändert sich, die Kosten steigen – das ist die heutige Situation in der Altenpflege im Land.

Ausbildung muss in Teilzeitform möglich sein

Bereits im Juli 2022 haben wir Freie Demokraten ein 10-Punkte Akut Programm zur Altenpflege in Baden-Württemberg vorgestellt. Unter anderem fordern wir darin, dass die Ausgestaltung der generalistischen Pflegeausbildung auch in Teilzeitform endlich vorangetrieben wird. Die Vereinbarkeit von Familienaufgaben – wie beispielsweise Kinderbetreuung oder die Pflege naher Angehöriger – mit der Berufsausbildung erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und erleichtert den Ausbildungszugang.

Evaluierung der generalistischen Ausbildung 


Wichtig ist auch, die Beibehaltung und Steigerung der Attraktivität der einjährigen Pflegeausbildung durch Anrechnung von Leistungen für die generalistische Ausbildung. Eine Evaluierung der generalistischen Ausbildung auch im Hinblick auf die Absolventenzahlen und hohen Abbruchquoten in der Altenpflege halten wir ebenfalls für dringend geboten.


Ausländische Personen schnell in Arbeit bringen 

Wir fordern das Innenministerium auf, zu prüfen, wie für Beschäftigte aus Drittstaaten, die eine Ausbildung im Pflegesektor absolvieren, eine temporäre, für den Zeitraum der Ausbildung vorbehaltlose Eintragung in den Aufenthaltstitel durch die zuständige Behörde ermöglicht werden kann, die dem Beschäftigten auch einen Arbeitsplatzwechsel mit sofortiger Arbeitsaufnahme ermöglicht, ohne den Aufenthaltstitel zu gefährden. 


Auch die Zeit bis zur Ausstellung eines Abschlusszeugnisses darf nicht zur einem Beschäftigungsverbot führen. Wir dürfen nicht auf einen Pflegenotstand zusteuern!“


(Quelle: www.fdp-landtag-bw.de)


April 2023. Redaktion Pflegeinfos.net

Montag, 27. März 2023

Arthrose-Experte Wolfgang Packi in Bad Krozingen: "Großteil der Therapien bei Arthrose setzt falsch an. Gelenk-Operationen sind vermeidbar"


Arthrosepatienten und -patientinnen leiden oft unter starken Schmerzen, die den gesamten Alltag begleiten. Bewegung und ein aktives Leben werden mit der Zeit immer weniger – auch in der Hoffnung, durch Ruhe den weiteren Verschleiß der Gelenke aufzuhalten. 

„Genau das ist falsch“, weiß Wolfgang Packi, Leiter der Packi Klinik in Bad Krozingen und erläutert: „Und zwar in vielerlei Hinsicht, denn erstens handelt es sich bei Arthrose nicht um einen Gelenkverschleiß und zweitens liegt der Auslöser der Schmerzen nicht im Gelenk selbst.“
 
Innovative Biokinematik setzt bei Arthrose an der Schmerzursache an

Arthrose ist eine Veränderung der Gelenkknorpel. „Oft wird hier von ‚Abnutzung oder Verschleiß‘ gesprochen, doch handelt es sich viel mehr um eine Kompression“, erklärt Wolfgang Packi. Ein Knorpel verhält sich ähnlich wie ein Schwamm. Wird er zusammengedrückt, entweicht die im Knorpel enthaltene verbrauchte, nährstoffarme Flüssigkeit. Lässt der Druck nach, saugt sich der Knorpel wieder mit neuer, nährstoffreicher Flüssigkeit voll. Diese dient als Nährgrundlage und ermöglicht Entwicklung und auch Regeneration von Schäden. 

Gelenk wackelt bei jeder Bewegung

Dieser Prozess funktioniert jedoch nur, wenn sich Zusammenpressen und Entspannen abwechseln. Sonst ‚verhungert‘ der Knorpel könnte man sagen. Im Fall einer Arthrose ist das der Fall. Doch auch Unfälle oder Verletzungen haben häufig eine Arthrose zur Folge. Hier kommt es mitunter zum Funktionsverlust der Gelenkbänder. Sie sind dafür verantwortlich, dass die Knochen und Gelenke bei Bewegungen optimal geführt werden. Fällt diese Funktion weg, entsteht ein unkontrollierter ‚Spielraum‘, das Gelenk „wackelt“ bei jeder Bewegung. Es wirken sogenannte Scherkräfte und üben ebenfalls Druck auf das Gelenk aus.

Die wahre Schmerzursache für Arthrose 

Nun erfolgen bei Schmerzen viele Behandlungen am Gelenk. „Im äußersten Fall kommt es sogar zu einer Operation mit Gelenkersatz. Doch im Anschluss klagen behandelte Personen oft weiter über Schmerzen“, sagt Wolfgang Packi und erklärt: „Hier wird die offensichtliche Strukturveränderung behandelt. Im Fall von Bewegungsschmerz, wie es bei Arthrose der Fall ist, ist es allerdings zielführender zu ermitteln, warum die Funktion eingeschränkt ist. Warum arbeitet das Gelenk oder vielmehr der Knorpel nicht mehr so, wie von der Natur vorgesehen? 

In der Regel liegt das an einer Asymmetrie der beteiligten Muskulatur.“ Diese können durch Verletzungen oder rheumatische Erkrankungen entstehen, doch viel häufiger sind es Aspekte wie langes Sitzen, wenig oder einseitige Bewegung im Alltag, falsche Körperhaltung oder extreme Belastungen.

Bewegung: richtig und ausreichend

Ebenso wie falsche oder zu wenig Bewegung zu Arthrose und damit zu Schmerzen führen kann, kann richtige und ausreichende Bewegung diese auch therapieren. Diesen Ansatz verfolgt die Biokinematik. „Bei der Behandlung von Arthrosepatienten mit der Biokinematik arbeiten wir an den Regulationsmechanismen des Bewegungsapparates. Das sind die Muskeln. Bänder, Knochen und Gelenke können sich nicht selbst bewegen, das bewerkstelligen die Muskeln. Sind sie in ihrer Funktion gestört, zieht das eine Kettenreaktion nach sich.“ 

In der einwöchigen stationären Therapie arbeiten Fachärzte und Physiotherapeuten in der Packi Klinik ganz individuell an der Wiederherstellung an der Symmetrie und ausgeglichenen Funktion betroffener Muskelgruppen. „Bei sportlich bedingten Funktionsstörungen der Gelenkbänder arbeiten wir zum Beispiel am umliegenden muskulären Bereich. Dieser kann so umgebaut werden, dass er die fehlende Funktion übernimmt und Gelenk und Knorpel bei Bewegung wieder optimal geführt werden.

Im besten Fall regeneriert der Knorpel 

Sofern die Arthrose im Knorpel noch nicht zu weit fortgeschritten ist, kann durch die Biokinematik der natürliche Prozess der Nährstoffaufnahme und somit der Zellbildung wiederhergestellt werden. „Regelmäßige Bewegung ist Grundvoraussetzung, damit sich Knorpelzellen bilden. 

Ist das der Fall, können wir durch den langfristig angelegten Therapieablauf operative Eingriffe oder gar den Einsatz von künstlichen Gelenken für unsere Patienten abwenden“, so Packi. Betroffene erhalten dazu in der Packi Klinik einen Bewegungsplan, den sie im Alltag Zuhause allein weiterführen können.
 

Weitere Informationen unter https://packi-klinik.de/

März 2023. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Packi Klinik

Samstag, 3. September 2022

Kurzzeitpflege soll in Baden-Württemberg ausgebaut werden. Anbieter können Projektanträge zur Förderung stellen

Um das Angebot der Kurzzeitpflege im Ländle zu verbessern und weiter auszubauen, wird das Innovationsprogramm Pflege auch im Jahr 2023 fortgeführt. Einrichtungen und Anbieter von Kurzzeitpflegeplätzen können sich bis 23. Januar 2023 um Zuschüsse bewerben.

Entlastung für Angehörige: Kurzzeitpflege

Die meisten Pflegebedürftigen in Baden-Württemberg werden im eigenen Zuhause oder im häuslichen Umfeld von Angehörigen betreut. Sind Angehörige aber beispielsweise aufgrund von Krankheit oder Urlaub verhindert, kann die Kurzzeitpflege für Entlastung sorgen. Um das Angebot zu verbessern und weiter auszubauen, wird das Innovationsprogramm Pflege deshalb fortgeführt, wie Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha mitteilte.

Selbstbestimmt zu Hause leben

Eingereicht werden können ab sofort Projekte, die zu einer besseren Versorgung bei Kurzzeitpflegeaufenthalten oder zu einem hochwertigen Übergangsmanagement beitragen, um etwa Versorgungsbrüche beim Übergang aus dem Krankenhaus in die Kurzzeitpflege zu verhindern. „Angebote der Kurzzeitpflege werden von pflegenden Angehörigen auch in Baden-Württemberg immer stärker nachgefragt“, sagt Manne Lucha. „Angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung wird dieser Trend anhalten. Unser Ziel ist es deshalb, pflegende Angehörige noch besser durch entsprechende Angebote zu entlasten. Pflegebedürftige sollen so lange wie möglich in der eigenen Häuslichkeit selbstbestimmt leben können.“ 

Informationen zur Antragstellung

Die ausgefüllten Antragsunterlagen für das Innovationsprogramm Pflege 2023 müssen bis spätestens 20. Januar 2023 beim Kommunalverband für Jugend und Soziales eingegangen sein. Mit einer Entscheidung über die Mittelvergabe im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel ist voraussichtlich im ersten Halbjahr 2023 zu rechnen.

September 2022. Redaktion pflegeinfos.net

 

Mittwoch, 24. August 2022

Baden-Württemberg: immer mehr ältere Menschen im Land

Baden-Würtemberg überaltert. Das Statistische Landesamt hat jetzt aktuelle Zahlen veröffentlicht: Derzeit sind schon 2,3 Mio Menschen älter als 64. Im Jahr 2040 werden es knapp 3 Mio sein. Das bedeutet, dass jeder Vierte im Bundesland dann zu dieser Seniorengruppe gehört.

Woran es liegt? Die Menschen werden immer älter, die Lebenserwartung steigt. Seit den 1970er Jahren stieg die Lebenserwartung um mehr als elf Jahre bei Männern und um knapp zehn Jahre bei Frauen.

Für Gesellschaft, Gesundheit, Soziales und Seniorenbetreuung kommen hier große Herausforderungen, aber auch Chancen auf uns zu.

August 2022. Redaktion pflegeinfos.net

Sonntag, 12. Juni 2022

Welcome-Center für Pflegefachkräfte in Baden-Württemberg: Auch 2022 gefördert vom Wirtschaftsministerium

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert
das Welcome Center Sozialwirtschaft im Jahr 2022 mit rund 172.000 Euro. „Gerade im Pflege- und Gesundheitsbereich kommen wir ohne internationale Fachkräfte nicht aus. Darum ist es wichtig, dass die wertvolle Arbeit des Welcome Centers auch im nächsten Jahr weitergeführt werden kann“, sagt Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

„Sowohl die Unternehmen in der Sozialwirtschaft als auch die interessierten Fachkräfte aus dem Ausland haben allerdings große Hürden zu überwinden, bis ein Beschäftigungsverhältnis und eine nachhaltige Integration zustande kommt.

Beratung zu Aufenthaltsrecht und Zeugnisanerkennung

Hier ist die Unterstützung durch eine kompetente und erfahrene Stelle wie das Welcome Center Sozialwirtschaft Gold wert“, betonte Hoffmeister-Kraut. Das landesweit zuständige Welcome Center sei eine Erstanlaufstelle für alle Einrichtungen und internationalen Fachkräfte im Sektor Sozialwirtschaft. Es berate etwa zu Fragen der Rekrutierung, zu aufenthaltsrechtlichen Themen, zur Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen, zum Spracherwerb und zu Integration und Umgang mit kultureller Vielfalt in den Betrieben.

Sozialwirtschaft wichtig für Wohlstand im Land

„Als Wirtschaftsministerin ist mir klar, dass die Sozialwirtschaft ein wesentlicher Grundpfeiler für unseren wirtschaftlichen Wohlstand ist. Denn wenn Einrichtungen wie Pflegeheime, Krankenhäuser, Sozialstationen oder Kindertagesstätten nicht mit genügend qualifiziertem Personal ausgestattet sind, wirkt sich das letztendlich auf die gesamte Wirtschaft aus“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Deshalb freue es sie, dass es dem Diakonischen Werk Württemberg als Träger des Welcome Centers Sozialwirtschaft Baden-Württemberg gelungen sei, für das kommende Jahr weitere Finanzierungspartner, hauptsächlich aus dem Kreis der Liga der freien Wohlfahrtsverbände, mit ins Boot zu holen.
 

Weitere Informationen zum Welcome Center

Neben dem landesweit zuständigen Welcome Center Sozialwirtschaft Baden-Württemberg, das von einem Konsortium aus Diakonischem Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e. V., Diakonischem Werk der Evangelischen Landeskirche in Baden e. V., Diakonischem Werk Freiburg und Diakonischem Werk Mannheim getragen wird, gibt es aktuell neun regionale Welcome Center für internationale Fachkräfte, die zehn Regionen des Landes abdecken. Seit 2014 gibt es die Welcome-Center.

Weitere Informationen unter www.welcomecenter-bw.de

Juni 2022.Redaktion pflegeinfos.net

Montag, 6. Juni 2022

Sänger Raffael König startete erfolgreich seine Frühjahrsauftritte 2022. Neue eigene Songs kommen bei den Fans an


Endlich wieder Auftritte! Auch für den Schlagersänger und 70 Jahre Schlagerinterpreten Raffael König geht es seit April 2022 wieder in die Wirtshäuser, Säle und auch Altenheime in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen. In diesen Bundesländern hat er sich eine Fangemeinde ersungen, die ebenso froh ist wie er, wieder schöne Schlagerabende live zu erleben.

Schlagerabend im Sportheim und im Landgasthof

Die ersten Auftritte von Raffael König waren denn auch gut besucht - ob im Wirtshaus Adler in Aidlingen und im Sportheim Bühl in Rutesheim oder Mitte Mai beim Musikverein Magstadt im eigenen Vereinsheim. Premiere war in Mühlacker/Enzkreis, wo die Inhaberin der Musikschule Gutmann zu einem Schlagerabend in die Villa Bauer einlud.

Melodien von Roberto Blanco bis Udo Jürgens

Überall wird mitgesungen, geschunkelt, getanzt und gelacht. Mit seinem Programm schafft es Raffael König sowohl die Großeltern-Generation wie auch die Enkel zu begeistern. Das liegt an der Mischung der Songs: Die großen Klassiker der 1970er Jahre kommen bei ihm groß raus - etwa "Ein bisschen Spaß muss sein" (Roberto Blanco), "Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben" (Jürgen Marcus), "Der letzte Sirtaki" (Rex Gildo) oder "Griechischer Wein" (Udo Jürgens).

Zwischendrin aber widmet Raffael König Passagen des Abends legendären Titeln, die auch Jüngere gerne mitsingen - etwa "Alice" (Howard Carpendale) oder mal - mit Schunkelfaktor - "Tulpen aus Amsterdam".

Bombenstimmung im "Adler", Aidlingen


Fester Bestandteil der Konzerte von Raffael König sind zudem die neuen eigenen Songs. Seit Herbst 2021 liegt die erste CD "So viel Glück" vor, die er gemeinsam mit Franz Halmich (Ex-Flipper) im Ländle produzierte. Vor allem die Titel "Weil die Liebe eine Rose ist", "Bin ein König ohne Schloss" und "Drehbuch des Lebens" kommen bei den Fans an. Auch in einigen der wichtigsten Online-Schlagerradios konnte der Sänger aus Stuttgart schon vordere Platzierungen belegen und bekam gute Votings von den Hörern.

Schlager auf YouTube: Raffael König

Ausgewählte Hits seiner CD hat Raffael König in Videoclips verpackt, die auf YouTube aufgerufen werden können.So etwa "Bin ein König ohne Schloss": Link HIER

Oder auch den Song "Wenn du jetzt gehst": Link HIER

Weitere eigene Schlagerlieder können ebenfalls im Internet angehört werden, natürlich auch der Cover-Song, der am meisten bei YouTube aufgerufen wird: "Weil die Liebe eine Rose ist": Link HIER

Im Musikverein Magstadt wurde getanzt

Sänger für Altenheim, Sänger für runden Geburtstag

Tipp: Raffael König kommt gerne auch in Ihr Alten- und Pflegeheim zu kurzen Auftritten am Mittag oder frühen Abend. Gerade in Pandemie-Zeiten brachte er so musikalische Momente in Einrichtungen. "Oft sang ich in Innenhöfen oder vor den Pflegeheimen, und die Bewohner und Mitarbeiter sangen an den Fenstern mit", erinnert sich der Schlagerinterpret. Schon eine Stunde Schlager live, so König, zaubern den älteren Menschen ein Lächeln ins Gesicht.

Auch für Familienfeste, Hochzeiten oder besondere Geburtstage (50,60,70,80...) ist der Schlagersänger buchbar. Alle Kontaktdaten finden Sie auf www.raffael-koenig.de

Juni 2022. Redaktion pflegeinfos.net

Copyright Fotos: PR/Presseteam König

Dank an den Sänger: Herta Gutmann, Inhaberin der Musikschule Gutmann und Gastgeberin des Schlagerabends in Mühlacker



 

 

Donnerstag, 26. Mai 2022

VdK-Studie Baden-Württemberg: FDP-Politiker fordert Land auf, Kurzzeitpflegeplätze regelhaft zu fördern

Zur Vorstellung der Ergebnisse der neuen Pflegestudie durch den Sozialverband VdK im Mai 2022 sagt Jochen Haußmann, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP/DVP-Fraktion im baden-württembergischen Landtag:

„Was es jetzt braucht, ist eine legislative Wertschätzungsoffensive für die Pflege, insbesondere für ihre Beschäftigten und pflegende Angehörige. Die Pflege von Angehörigen ist enorm wichtig und sehr viel wert! Ein erster Schritt ist mit der durch die Bundesregierung verabschiedeten Änderung des Pflegebonusgesetzes vollzogen, von dem jetzt auch Pflegekräfte im Leiharbeitsverhältnis sowie Schwesternschaften profitieren. 

Der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP sieht außerdem vor, dass Rentenbeiträge für pflegende Angehörige und pandemiebedingte Zusatzkosten aus Steuermitteln finanziert werden und pflegebedingte Auszeiten, beispielsweise durch eine Lohnersatzleistung kompensiert werden können.

Pflegende Angehörige und Familien von Kindern mit Behinderung sind in unserer Gesellschaft überbelastet, nicht zuletzt aufgrund überbordender Bürokratie. Hier muss der Rotstift ansetzen und beispielsweise Leistungen wie die Kurzzeit- und Verhinderungspflege in einem unbürokratischen, transparenten und flexiblen Entlastungsbudget mit Nachweispflicht zusammengefasst werden.

Um Familien zu entlasten, braucht es den Ausbau der Tages- und Nachtpflege und einer solitären Kurzzeitpflege. Statt befristete Förderprogramme von Kurzzeitpflegeplätzen aufzulegen, sollte die Landesregierung eine regelhafte Unterstützung gewährleisten, um die wichtigen entlastenden Angebote zu verstetigen. Ein weiterer wichtiger Schritt: Die Bundesregierung plant, das Pflegegeld zu dynamisieren.

Die demografische Entwicklung zusammen mit dem Fachkräftemangel macht die Situation in der Pflege dramatisch. Um den Druck aus der stationären Pflege zu nehmen und die pflegerische Versorgung vor Ort zu verbessern, sollte das Sozialgesetzbuch XI (SGB XI) um innovative quartiernahe Wohnformen ergänzt werden und deren Förderung gemeinsam mit Bund, Ländern und Kommunen ermöglicht werden.“

Mai 2022. Redaktion Pflegeinfos.net

Donnerstag, 12. Mai 2022

FDP-Politiker Jochen Haußmann am Tag der Pflege: "Landesregierung Ba-Wü setzt zu wenig Impulse in der Pflege"

Gesundheitspolitiker Jochen Haußmann, FDP

Worum geht es? Neuausrichtung der Helfer- und Assistenzausbildung sowie Übergangsregelung.

Anlässlich des Internationalen Tags der Pflege am 12.Mai 2022 sagte Jochen Haußmann, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP/DVP-Fraktion im baden-württembergischen Landtag:

„Auf Baden-Württemberg rast der Zug der neuen Personalbemessung ab 1.7.2023 zu. Diese geht mit einem drastischen Mehrbedarf von 74 Prozent bei Assistenzkräften einher. Das Land muss jetzt dringend die richtigen Weichenstellungen vornehmen, damit die Pflege eine gute Zukunft hat und nicht aus der Spur gerät. Schon jetzt ist klar, dass die Umsetzung bis zu diesem Termin unmöglich ist, denn die Einrichtungen haben bisher keinerlei Informationen. Es fehlt an einem klaren Fahrplan über die konkrete Umsetzung des Qualifikationsmixes.

Pflegeeinrichtungen werden sich selbst überlassen
Minister Manfred Lucha/Grüne muss dringend klären, wie der Übergang von der Fachkraftquote hin zur neuen Systematik der Qualifikationsmixe in Baden-Württemberg vollzogen werden soll - und zwar nicht nur für die Pflegeeinrichtungen, sondern auch als Handlungsleitfaden für die Heimaufsichtsbehörden. Außerdem brauchen Einrichtungen Unterstützung bei der Organisations- und Personalentwicklung. 

Erst jetzt hat Minister Lucha eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Dabei hat die FDP-Landtagsfraktion bereits im Sommer 2021 in einem Antrag auf das Problem aufmerksam gemacht. Minister Lucha verweist auf die Pflegeselbstverwaltung und schiebt den Schwarzen Peter von sich. Es ist ein Unding, wie Minister Lucha die baden-württembergischen Pflegeeinrichtungen im Regen stehen lässt.

Frust bei Altenpflegepersonal ist groß
Woher die zusätzlichen Assistenzkräfte in Baden-Württemberg kommen sollen, steht in den Sternen. Fachleute gehen davon aus, dass die Kapazitäten im Bereich der Assistenzausbildung um ein vierfaches aufgestockt werden muss. Doch wie die erheblichen zusätzlichen Ausbildungskapazitäten aufgebaut und finanziert werden sollen, ist bisher völlig unklar. Es braucht dringend einer mehrjährigen Übergangsregelung. Ich fordere Minister Lucha auf, hier auch auf den Bund einzuwirken und endlich selbst in die Gänge zu kommen, moderne und zielgruppenspezifische Ausbildungsformate im Assistenzbereich umzusetzen und die Kapazitäten zu erhöhen.

Der Frust in den Einrichtungen ist groß. Das sehe ich mit großer Sorge. Die Pflege verdient deshalb mehr politische Aufmerksamkeit und Aktivität im Land. Ich bedanke mich herzlich für den beeindruckenden Einsatz der Pflegenden.“

Mai 2022. Redaktion Pflegeinfos.net
Copyright Foto: FDP-Fraktion Ba-Wü

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Montag, 17. Januar 2022

Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg: Manuel Arnold neu im Vorstand des großen Altenhilfeträgers


An der Spitze des Wohlfahrtswerk für Baden-Württembeg gab es einen Wechsel: Für den 2021 verstorbenen Thomas Göbel rückt Manuel Arnold (42) nach – er ist jetzt der Stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Wohlfahrtswerks aufgenommen. Er verantwortet die Bereiche Personal, Einkauf, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Bau- und Immobilienmanagement, Allgemeine Organisation und IT.
 
Zuletzt war er als Leiter des Konzern-Controlling und Rechnungswesen bei der gemeinnützigen Stiftung Rehabilitation Heidelberg (SRH) tätig. Das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg treibt als Stiftung bürgerlichen Rechts in den großen Entwicklungsfeldern Ambulantisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit Innovationen in der Altenhilfe voran.

Insbesondere neue Rahmenbedingungen im Bereich der Pflege stellen die Stiftung vor die Herausforderung der kontinuierlichen Reorganisation und Effizienzsteigerung der Prozesse. Aktuelle Beispiele dafür sind die gedeckelten Eigenanteile im Pflegeheim ab Januar 2022 und die Finanzierung der Bezahlung nach Tarif.
 
Das große Thema der Personalgewinnung steht ebenso auf der Agenda des Stellv. Vorstandsvorsitzenden, was auch die Bewältigung der Bürokratie des Ausländerrechts einschließt und ein Engagement im Arbeitgeberverband. Im Bereich der Immobilien gilt es neue Nachhaltigkeitsziele zu berücksichtigen und weiter in den Bestand zu investieren. Darüber hinaus lassen sich im Bildungsbereich Entwicklungspotenziale nutzen und im Wettbewerb neue Akzente setzen.

„Wir freuen uns, dass wir die durch den Tod meines Vorstandskollegen Thomas Göbel entstandene Vakanz nun wieder besetzen können und wünschen Manuel Arnold einen guten Start“, erklärt Ingrid Hastedt, Vorstandsvorsitzende des Wohlfahrtswerks (Foto: links).

Januar 2022. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR

Freitag, 14. Februar 2020

Bad Waldsee, Oberschwaben: Hilfe für pflegende Angehörige - neuer Pflegestützpunkt eröffnet


In der Robert-Koch-Straße 52 in Bad Waldsee gibt es seit Januar 2020 einen Pflegestützpunkt. Informiert und beraten wird – neutral und ohne Kosten – zu allen Fragen rund um die Themen Pflegebedürftigkeit, Alter, Krankheit und Behinderung, altersgerechtem Wohnen und sonstigem Unterstützungsbedarf sowie zur Klärung von Kostenfragen für medizinische, pflegerische und soziale Leistungen.

Der Pflegestützpunkt Bad Waldsee ist telefonisch erreichbar unter 07524/9748-3317 (Email: Pflegestuetzpunkt@rv.de). Er befindet sich in der Außenstelle des Landratsamtes Ravensburg in der Robert-Koch-Straße 52 in Bad Waldsee.

Notwendig gemacht hat diese Änderung die Schließung der Zuhause Leben-Stelle in Bad Waldsee zum 31.12.2019. Für Ratsuchende aus Bad Waldsee, Bad Wurzach und Aulendorf ändert sich aber faktisch nicht viel. Übernommen werden auch die bekannten Sprechzeiten von Montag und Freitag, 9 bis 11 Uhr sowie nach Vereinbarung. Auch Hausbesuche können vereinbart werden.
 

Zentrale Aufgabe des Pflegestützpunktes ist die umfassende sowie unabhängige Auskunft und Beratung einschließlich der Pflegeberatung nach dem SGB XI Soziale Pflegeversicherung. Ferner gehören Koordinations- und Netzwerkarbeit zu den Aufgaben des Pflegestützpunktes. 

Februar 2020. Redaktion pflegeinfos.net

Dienstag, 31. Dezember 2019

Häusliche Betreuung und Beratung Waghäusel: Pflegestützpunkt Waghäusel, Kreis Karlsruhe. Kostenlose Beratung für pflegende Angehörige

Pflegebdürftigte und ältere Menschen, die jetzt Hilfe benötigen, können sich an einen Pflegestützpunkt wenden. Dort arbeiten qualifizierte Personen, meist Sozialarbeiter und Sozialpädagogen mit geriartrischem Fachwissen.

Die Pflegestützpunkte in Baden-Württemberg informieren und beraten Pflegebedürftige sowie Angehörige neutral und kostenfrei bei allen Fragen rund um das Thema Alter und Pflege. Sie befinden sich in Rathäusern, Landratsämtern und anderen Beratungseinrichtungen.

In Waghäusel und Umgebung gibt es seit Mai 2019 den Pflegestützpunkt Waghäusel. Frau Janette Köhler und Frau Stephanie Lorei sind die Ansprechpartnerinnen im Pflegestützpunkt Waghäusel, Landkreis Karlsruhe.

Sie haben ihren Dienstsitz im Valentin-Wohlfart-Weg 1 (2. OG), 68753 Waghäusel
Telefon: 0721/936-71410. E-Mail: pflegestuetzpunkt.waghaeusel@landratsamt-karlsruhe.de
 

Seniorenberatung und Pflegeberatung Waghäusel gibt es dort nach telefonischer Voranmeldung an fünf Tagen in der Woche.
 

Wichtig: Nach Absprache werden Termine außerhalb der Sprechzeiten vereinbart. Bei Bedarf sind auch Hausbesuche möglich. 

Für eine Haushaltshilfe, Betreuung 24h in Waghäusel, Bad Schönborn und Nachbargemeinden wie Hambrücken und Kronau hilft auch riva-care 24h Betreuung Stuttgart. Das Team organisiert zuverlässige Betreuerinnen aus Osteuropa, die vor Ort bleiben. Auch aus Kroatien und Bulgarien kommen Kräfte nach Waghäusel. 

Interessiert an einer 24 Stunden Pflege, 24h Betreuerin? Sprechen Sie das Team von riva-care an - Sie erhalten eine kostenfreie Beratung unter Telefon 0171 - 533 33 69.

Dezember 2019. Redaktion pflegeinfos.net

Mittwoch, 18. September 2019

Kurzzeitpflege in BaWü: Land schwenkt auf FDP-Kurs ein - Doppelzimmer werden in Altenheimen weiter genutzt

Die Stuttgarter Zeitung titelte vom 31. August 2019:„Kurzzeitpflege wird erlaubt im Doppelzimmer“. Zur Berichterstattung, wonach das Sozialministerium entgegen der bisherigen Auffassung nun doch im Bereich der Kurzzeitpflege bereits vorhandene Doppelzimmer in Pflegeheimen weiterhin nutzbar machen möchte, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der FDP/DVP Fraktion Jochen Haußmann:

„Es freut mich, dass das Sozialministerium im Bereich der Kurzzeitpflege auf den Kurs der FDP einschwenkt. Ich fordere seit Jahren, dass es zur Vermeidung einer Pflegeplatzknappheit erforderlich ist, vorhandene Doppelzimmer weiterhin zu nutzen, vor allem im Bereich der Kurzzeitpflege".
 
Noch im April wurde dem FDP-MdB auf Initiative vom Amtschef des Ministeriums detailliert erklärt, warum meine Forderung nicht umgesetzt werden kann. "Heute bin ich froh, dass im Sinne der betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen pragmatische Lösungen Platz greifen sollen. Es nützt nämlich niemandem, wenn man stur auf Vorschriften beharrt, die dann dazu führen, dass bewährte Angebote nicht mehr genutzt werden können. Die jetzt vom Sozialministerium gezeigte neue Flexibilität sollte nun auch beispielgebend für die Handhabung der Übergangsvorschriften für bestehende Pflegeheime sein.“ www.fdp-dvp.de
 
September 2019. Quelle: FDP-Landtagsfraktion BaWü

Donnerstag, 13. Juni 2019

Wohlfahrtswerk Baden-Württemberg: Jetzt mit neuem digitalen Auftritt für Senioren, Angehörige und Personal plus Infos FSJ/BFD


Seit einigen Wochen ist der neue Internet-Auftritt des Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg online. Emotionale Bilder prägen das Erscheinungsbild des Internetauftritts der Stiftung mit Sitz in Stuttgart.

Die vier klar strukturierten Portale für die Schwerpunkte Altenhilfe, Freiwilligendienste, Karriere und Bildungszentrum gehen auf die Informationsbedürfnisse der jeweiligen Nutzer ein.

Das Wohlfahrtswerk spricht mit seinem Angebot ganz unterschiedliche Zielgruppen an: Senioren und deren Angehörige können sich im Altenhilfe-Portal „Wohnen. Betreuen. Pflegen“ zu den verschiedenen Wohnformen und Betreuungsangeboten informieren und finden dank verschiedener Suchfunktionen das passende Angebot in ihrer Nähe.

Karriereportal für Pflegekräfte in BaWü
Im Karriere-Portal präsentiert sich der Arbeitgeber Wohlfahrtswerk mit attraktiven Arbeitsmo-dellen und spannenden Jobchancen. Verschiedene Suchfunktionen führen potenzielle neue Mitarbeiter zur passenden Stelle. Neu ist hier die Möglichkeit, sich einfach und schnell über ein Online-Formular zu bewerben. 

Portal der Freiwilligendienste
Ein weiteres Portal richtigt sich an Interessierte für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD). Statt langer Texte geben Videos Einblicke in die Freiwiligendienste, und Teilnehmer und Teilnehmerinnen erzählen authentisch aus ihrem Alltag und geben Tipps. 

Schulungen für Altenpflege-Fachkräfte und Einsteiger
Unter Fachkräften der Pflegebranche ist das Bildungszentrum Wohlfahrtswerk als Anbieter für Aus-, Fort- und Weiterbildungen bekannt. Interessierte finden im Portal schnell das passende Angebot, können sich zu Fördermöglich-keiten informieren und direkt zu Kursen anmelden – jetzt auch bequem in der S-Bahn mit dem Smartphone.

Da inzwischen fast jeder zweite Zugriff auf die Homepage mit einem mobilen Endgerät wie Smartphone oder Tablet erfolgt, ist das neue Layout „responsive“: Die Seitenansicht passt sich dem Display an, so dass die Inhalte stets optimal lesbar sind.

www.wohlfahrtswerk.de

Juni 2019. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR
 

Montag, 10. Juni 2019

Assistierte Ausbildung für Pflegeberufe in BaWü: Sozialministerium fördert das neue Programm für mehr Helfer in der Pflege


Chance für Alleinerziehende und Migranten: Assistierte Ausbildung

Mit dem Programm „Assistierte Ausbildung für Berufe der Pflegehilfe und Alltagsbetreuung“, das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und dem Land Baden-Württemberg finanziert wird, werden junge Menschen mit Förderbedarf beim Berufseinstieg in der Pflege unterstützt. Ab Herbs 2019 fließen 3,75 Millionen Euro in zwölf Projekte.

In der Pflege besteht vielerorts ein Fachkräftemangel. Auf der anderen Seite gibt es junge Menschen, die gerne einen Pflegeberuf ergreifen wollen, aber Unterstützung bei der Ausbildung brauchen. Das Programm „Assistierte Ausbildung für Berufe der Pflegehilfe und Alltagsbetreuung“ (APA), das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Land finanziert wird, soll hier Abhilfe schaffen. 


Unterstützung für junge Menschen mit Förderbedarf
„Mit dem Programm helfen wir jungen Menschen mit Förderbedarf beim Berufseinstieg in der Pflege“, so Sozialminister Manne Lucha. Das Programm greift das Prinzip einer sozialpädagogisch begleiteten Ausbildung auf und richtet sich vorrangig an Unter-25-Jährige, die eine Ausbildung ohne Unterstützung voraussichtlich nicht erfolgreich absolvieren könnten. Wegen ihrer besonderen Benachteiligung auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sollen Alleinerziehende und Menschen mit Migrationshintergrund bevorzugt in das Programm aufgenommen werden.

„Viele Einrichtungen, die auf der Suche nach Auszubildenden sind, zögern bei der Einstellung von Bewerberinnen und Bewerbern mit erkennbar erhöhtem Förderbedarf. Als Lösung hierfür bietet sich die Ausbildungsassistenz an, die sich im Bereich der dualen Ausbildung bereits seit vielen Jahren gut bewährt hat“, sagte Minister Lucha. Das Programm eröffne auch den Weg in eine weiterführende Ausbildung als Pflegefachkraft


Sozialpädagagogische Begleiter helfen beim Jobeinstieg
In einer Vorbereitungsphase können sich die Teilnehmenden einen Überblick über Pflege- und Betreuungsberufe verschaffen, ein Bewerbungstraining erhalten sowie bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz in einer Einrichtung unterstützt werden. In einer zweiten Phase beginnt die Ausbildung. Während dieser Zeit stehen den Auszubildenden sozialpädagogische Ansprechpartner zur Seite. Falls erforderlich, können die Teilnehmenden auch Förderunterricht einschließlich Sprachförderung erhalten. Darüber hinaus können auch die ausbildenden Einrichtungen unterstützt werden.
 

Geld von Europa
Die ESF-Förderperiode 2014 bis 2020 steht europaweit unter der Überschrift „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“. Unter dem Motto „Chancen fördern" unterstützt der ESF in Baden- Württemberg Projekte, die Menschen und Unternehmen in Zeiten sich wandelnder Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt fit für die Zukunft machen. Zur Umsetzung des operationellen Programms stehen Baden-Württemberg insgesamt rund 260 Millionen Euro aus dem ESF zur Verfügung.

Juni 2019. Redaktion pflegeinfos.net

Quelle: Sozialministerium BaWü

Freitag, 3. August 2018

Altersruhesitz Baden-Baden. Immobilienverband Deutschland IVD mit aktuellen Zahlen und Daten zum Immobilienmarkt in der Kurstadt

Bei Senioren liegt Baden-Baden in hoher Gunst. Nicht nur als Stadt für einen Besuch oder Tagesausflug oder Kurzurlaub – viele Rentner und Pensionäre suchen in der Stadt oder der Umgebung im Schwarzwald eine Wohnung.

Inzwischen gibt es auch neue Wohneinheiten, die seniorengerecht und vor allem barrierefreie ausgestattet sind. Leider aber ist die Nachfrage nach Senioren Wohnen in Baden-Baden sehr hoch, wenngleich die Mietpreise recht konstant bleiben.

Der soeben veröffentlichte "CityReport Baden-Baden 2018" des IVD-Marktforschungsinstituts analysiert die Marktentwicklung auf dem Wohnimmobilienmarkt der Stadt und gibt Auskunft über das aktuelle Kauf- und Mietpreisniveau. "Auch das erste halbe Jahr 2018 zeigt eine stabile Entwicklung des Immobilienmarktes", so Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts. "In den Stadtteilen Baden-Badens ist die Entwicklung der Immobilienpreise nicht ganz so ausgeprägt wie im Zentrumsbereich und den dort vorhandenen Villengebieten." 

Große Nachfrage nach Wohneigentum in Baden-Baden
Die Nachfrage nach eigengenutzten Immobilien ist nach wie vor größer als das überschaubare Angebot an Immobilien in den bevorzugten Wohnlagen von Baden- Baden. Aufgrund fehlender Entwicklungen in der Vergangenheit ist in den innen- stadtnahen Wohnbereichen auch kurzfristig keine Veränderung dieser Situation in Sicht.


Wohnen in Baden-Baden: für Senioren sehr attraktiv
 

In den vergangenen 5 Jahren haben die Kaufpreise für Wohnimmobilien in Baden- Baden deutlich angezogen. Gegenüber Frühjahr 2013 nahmen im Frühjahr 2018 die Kaufpreise für Eigentumswohnungen/Bestand und freistehende Einfamilienhäuser in Baden-Baden um jeweils +11 % zu. 

Bis zu 5900 Euro pro qm Kosten bei Neubauwohnungen
Die Preise für freistehende Einfamilienhäuser liegen in Baden-Baden im Frühjahr 2018 bei 1.000.000 € und für Doppelhaushälften bei 500.000 € (jeweils auf den guten Wohnwert bezogen). Bei den Eigentumswohnungen/Bestand werden Quadrat- meterpreise zwischen 1.200 € (einfacher Wohnwert) und 5.000 € (sehr guter Wohnwert) bezahlt. Der Kaufpreis für eine Neubauwohnung liegt je nach Wohnwert zwischen 3.230 €/m2 (mittlerer Wohnwert) und 5.900 €/m2 (sehr guter Wohnwert).

Die durchschnittliche Angebotsdauer für Häuser und Eigentumswohnungen ist im Jahresvergleich zurückgegangen und spiegelt somit das Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage wider. Wurden Häuser vor einem Jahr noch durchschnittlich 18,5 Wochen angeboten, so liegt die Angebotsdauer aktuell unter 16 Wochen. Analog ist die Entwicklung bei Eigentumswohnungen. 


Seniorenwohnung Baden-Baden zum Mieten
Die Mieten liegen in Baden-Baden im Durchschnitt bei 10,00 €/m2 sowohl bei Altbau- als auch bei Bestandswohnungen, Erstbezugsmieten betragen 12,00 €/m2 (jeweils auf den guten Wohnwert bezogen). Im sehr guten Wohnwert (moderne überdurchschnittliche Ausstattung und erstklassige Wohnlage) werden im Bestand Mietpreise von 15,00 €/m2 bezahlt.

"Im unteren und mittleren Preissegment in den Stadtteilen entstehen verstärkt Akti- vitäten im Mietwohnungsbau", so Wolfgang Peiffer vom IVD-Mitgliedsunternehmen Böhm Immobilien GmbH, "während der innerstädtische- und Kurhausbereich für Wohnimmobilien schwerpunktmäßig durch Eigennutzer geprägt ist."

Ausführliche Informationen zu Entwicklungen können dem "CityReport Baden-Baden 2018" entnommen werden. Dieser und weitere CityReporte für Groß- und Mittelstädte Baden-Württembergs sind im IVD-Onlineshop unter www.ivd-sued-shop.de oder beim IVD-Institut (Gabelsbergerstr. 36, 80333 München, Tel. 089/29082020, info@ivd- institut.de) erhältlich.

August 2018. Redaktion pflegeinfos.net

Copyright Fotos: PR/Stadt Baden-Baden