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Mittwoch, 13. Mai 2026

Pforzheim: Vortrag zu Vollmachten, Patientenverfügung und Testament am 20. Mai 2026

Im Rahmen der Aktionswochen „Aktiv älter werden in Pforzheim“ informiert die Rechtsanwältin Isabel Hutter-Vortisch am Mittwoch, 20. Mai 2026, von 17 bis 18.30 Uhr in einem Vortrag zum Thema „Was, wenn mir plötzlich etwas passiert? Vorsorgen durch Vollmachten, Patientenverfügung und Testament“. 

Das Thema ist von großer Bedeutung für Seniorinnen und Senioren, aber auch für jüngere Menschen, wenn das Schicksal in Form von Krankheiten, Pflegebedürftigkeit oder Tod zuschlägt.

Um was geht es bei dem Vortrag in Pforzheim?

Was kann eine Vorsorgevollmacht beinhalten? Wie ist eine Patientenverfügung richtig abzufassen und aufzubewahren? Wie ist die gesetzliche Erbfolge und kann ich hierauf mit meinem Testament Einfluss nehmen? Diese und ähnliche Fragen werden im Vortrag beantwortet. Anschließend bleibt noch genügend Raum für Fragen.

Die kostenfreie Veranstaltung findet am 20. Mai im Haus der Evangelischen Kirche, Melanchthonstraße 1, 75173 Pforzheim, statt. Um Anmeldung unter 07231 39-1694 oder unter aktionswochen-senioren(at)pforzheim.de wird gebeten.

Mai 2026. Redaktion pflegeinfos.net

Mittwoch, 19. Oktober 2022

Basiswissen häusliche Pflege: medizinische Hilfsmittel als treue Begleiter für den Alltag - wer bezahlt sie?




Medizinische Hilfsmittel – was steckt dahinter, wer bekommt sie und wer zahlt dafür? 

Medizinische Hilfsmittel sind aus dem Alltag von Menschen mit einer Krankheit oder altersbedingten Einschränkung nicht wegzudenken. Denn sie helfen dort, wo der eigene Körper eingeschränkt ist, und tragen zu einer höheren Lebensqualität bei. Was zu Hilfsmitteln zählt und wer die Kosten übernimmt, weiß die Debeka, Deutschlands größte private Krankenversicherung.

Was sind medizinische Hilfsmittel?

Hilfsmittel sind Gegenstände, die Menschen mit Erkrankung oder (drohender) Behinderung dabei helfen, ihren Alltag so schmerzfrei und selbstbestimmt wie möglich zu leben. Dazu zählen beispielsweise Hör- und Sehhilfen, Prothesen, Rollstühle, aber auch Spritzen oder Applikationen. Allgemeine Gebrauchsgegenstände des Alltags, wie beispielsweise eine Heizdecke, gehören nicht dazu.

Hilfsmittelkatalog

Die Hilfsmittel müssen medizinisch erforderlich sein und von einem Arzt angeordnet werden. Die jeweilige Krankenversicherung genehmigt die Erstattung der Kosten. Als Orientierung dient das Hilfsmittelverzeichnis, das der Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) erstellt hat. Es ist durchaus möglich, dass die Krankenkasse Hilfsmittel erstattet, die nicht im Verzeichnis stehen. Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

Wer übernimmt die Kosten fürs Hilfsmittel?

Die Kosten für ein Hilfsmittel übernimmt die Krankenversicherung, so berichtet die Debeka. Während bei der gesetzlichen Krankenkasse für jedes Hilfsmittel Zuzahlungen nötig sind, fallen bei der privaten Krankenversicherung je nach Tarif nur für bestimmte Hilfsmittel, beispielsweise orthopädische Schuhe, Eigenbehalte an.

Pflegehilfsmittel nur bei Pflegegrad
Bei den Pflegehilfsmitteln kommt die Pflegeversicherung ins Spiel. Sie gewährt nämlich die Hilfsmittel, die zur häuslichen Pflege notwendig sind. Voraussetzung hierfür ist die Feststellung eines Pflegegrades. Pflegehilfsmittel erleichtern die Pflege und lindern Beschwerden. Dazu zählen Pflegebetten, Notrufsysteme oder Badewannenlifter. Eine klare Zuordnung ist nicht immer möglich, weil Hilfsmittel sowohl eine Behinderung ausgleichen als auch die Pflege erleichtern.

Oktober 2022. Redaktion pflegeinfos.net, Quelle Debeka
Copyright Foto: PR/Debeka, Adobe Stock

Mittwoch, 14. September 2022

Aktion Nächstenpflege des VdK mit wichtigen Impulsen für die Politik. Nächstenpflege darf nicht arm machen


Koalition muss bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zügig umsetzen

VdK-Präsidentin Verena Bentele (Foto): „Pflegende Angehörige jonglieren jeden Tag zwischen Beruf, Pflege, Haushalt und Kinderbetreuung, sind oft am Ende ihrer Kräfte“

Der Unabhängige Beirat für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf hat seinen aktuellen Teilbericht verfasst. Der Bericht ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung des Koalitionsvertrags, nach dem pflegende Angehörige eine Lohnersatzleistung zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Pflege erhalten sollen. Der vollständige Bericht des Beirats soll im Jahr 2023 folgen.

VdK-Präsidentin Verena Bentele erklärte dazu: „Der Ankündigung aus dem Koalitionsvertrag müssen jetzt Taten folgen. Die derzeitigen gesetzlichen Regelungen helfen den pflegenden Angehörigen nicht, Pflege und Beruf zu vereinbaren. Sie jonglieren jeden Tag zwischen den Welten von Beruf, Pflege, Haushalt und Kinderbetreuung, sind dadurch oft am Ende ihrer Kräfte. 

Darüber hinaus reicht das Geld häufig nicht, weil sie für die Nächstenpflege ihre Arbeitszeit reduziert haben. Alle, die für die Pflege ihre Arbeitszeit verringern oder den Job ganz aufgeben, werden im Regen stehen gelassen. Wer seinen Beruf für die Pflege aufgibt, gerät in finanzielle Nöte. Und wer weiter Vollzeit arbeitet, hat keine Zeit mehr zum Pflegen. Zeit oder Geld? Diese Entscheidung sollte niemand treffen müssen. Nächstenpflege darf nicht arm machen.“

Im Rahmen einer großen Pflegestudie hatte der VdK mehr als 56.000 pflegende Angehörige und Gepflegte zu ihrer Situation befragt. Ein Großteil gab an, extrem belastet zu sein und Entlastungsangebote auch aus Sorge vor hohen Zuzahlungen nicht in Anspruch zu nehmen.

Bentele: „Wir brauchen endlich gute Möglichkeiten zur Vereinbarung von Pflege und Beruf. Und wir brauchen eine eigene finanzielle Leistung für die Nächstenpflege – damit Pflegende sich von ganzem Herzen der Pflege ihrer Angehörigen widmen können.“

Im Rahmen seiner Kampagne zur Nächstenpflege setzt sich der VdK für bessere Bedingungen für pflegende Angehörige und Gepflegte ein - alle Infos:

www.vdk-naechstenpflege.de

September 2022. Redaktion Pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/VdK

Dienstag, 13. September 2022

VdK fordert: Pflegegeld muss erhöht werden! Letzte Anpassung liegt fünf Jahre zurück


VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Pflegende Angehörige werden noch immer vergessen“.
Kaufkraft des Pflegegeldes ist seit letzter Anpassung vor fünf Jahren enorm gesunken.

Die Ampel-Koalition hat im Koalitionsvertrag angekündigt, 2022 endlich das Pflegegeld zu erhöhen. Doch bislang gibt es dafür keine konkreten Pläne. Leidtragende sind neben den Pflegebedürftigen vor allem pflegende Angehörige, die auch beim dritten Entlastungspaket wieder leer ausgegangen sind. 

Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Wir fordern den Bundesgesundheitsminister auf, endlich die Situation pflegender Angehöriger zu verbessern. Seit fünf Jahren warten Pflegebedürftige und ihre Angehörigen auf die versprochene Erhöhung des Pflegegeldes. Nicht zuletzt wegen der hohen Inflationsrate hat dieses enorm an Kaufkraft verloren.

Gleichzeitig wurden im dritten Entlastungspaket erneut pflegende Angehörige, die nicht mehr arbeiten, aber auch noch nicht in Rente sind, vergessen. Sie bekommen keine Energiepreispauschale.

Pflegende Angehörige brauchen dringend spürbare Entlastungen. Die Ampel-Koalition muss nun schnellstmöglich ihr Versprechen einlösen und das Pflegegeld noch in diesem Jahr deutlich erhöhen.“ www.vdk.de

September 2022. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: VdK/Susie Knoll

Samstag, 3. September 2022

Kurzzeitpflege soll in Baden-Württemberg ausgebaut werden. Anbieter können Projektanträge zur Förderung stellen

Um das Angebot der Kurzzeitpflege im Ländle zu verbessern und weiter auszubauen, wird das Innovationsprogramm Pflege auch im Jahr 2023 fortgeführt. Einrichtungen und Anbieter von Kurzzeitpflegeplätzen können sich bis 23. Januar 2023 um Zuschüsse bewerben.

Entlastung für Angehörige: Kurzzeitpflege

Die meisten Pflegebedürftigen in Baden-Württemberg werden im eigenen Zuhause oder im häuslichen Umfeld von Angehörigen betreut. Sind Angehörige aber beispielsweise aufgrund von Krankheit oder Urlaub verhindert, kann die Kurzzeitpflege für Entlastung sorgen. Um das Angebot zu verbessern und weiter auszubauen, wird das Innovationsprogramm Pflege deshalb fortgeführt, wie Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha mitteilte.

Selbstbestimmt zu Hause leben

Eingereicht werden können ab sofort Projekte, die zu einer besseren Versorgung bei Kurzzeitpflegeaufenthalten oder zu einem hochwertigen Übergangsmanagement beitragen, um etwa Versorgungsbrüche beim Übergang aus dem Krankenhaus in die Kurzzeitpflege zu verhindern. „Angebote der Kurzzeitpflege werden von pflegenden Angehörigen auch in Baden-Württemberg immer stärker nachgefragt“, sagt Manne Lucha. „Angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung wird dieser Trend anhalten. Unser Ziel ist es deshalb, pflegende Angehörige noch besser durch entsprechende Angebote zu entlasten. Pflegebedürftige sollen so lange wie möglich in der eigenen Häuslichkeit selbstbestimmt leben können.“ 

Informationen zur Antragstellung

Die ausgefüllten Antragsunterlagen für das Innovationsprogramm Pflege 2023 müssen bis spätestens 20. Januar 2023 beim Kommunalverband für Jugend und Soziales eingegangen sein. Mit einer Entscheidung über die Mittelvergabe im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel ist voraussichtlich im ersten Halbjahr 2023 zu rechnen.

September 2022. Redaktion pflegeinfos.net

 

Donnerstag, 1. September 2022

Seminar Demenz im Landkreis Böblingen: acht Termine für pflegende Angehörige in Gärtringen

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland steigt und mit ihr auch die Zahl derjenigen, die an einer Demenz erkrankt sind. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft schätzt diese auf ca.1,6 Millionen Menschen deutschlandweit. Viele von ihnen werden in der Häuslichkeit von ihren Familienmitgliedern gepflegt.

Diese leisten damit einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, werden durch diese Aufgabe aber auch oft vor große Herausforderungen gestellt, denn der Umgang mit Menschen mit Demenz verlangt viel Einfühlungsvermögen und Geduld.

Demenz-Infos in Gärtringen

Zur Unterstützung pflegender Angehöriger bietet der Pflegestützpunkt Landkreis Böblingen gemeinsam mit der IAV-Stelle GERN (Gärtringen, Ehningen und Nufringen) ein kostenloses Seminar an. In diesem werden Sachinhalte vermittelt, die ein besseres Verständnis für das Krankheitsbild ermöglichen. Gleichzeitig besteht ausreichend Zeit und Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. 

Kostenlose Veranstaltungsreihe Demenz im Herbst 2022

Geplant sind 8 Termine, die ab dem 5. September jeweils montags von 14 bis 16 Uhr in Gärtringen stattfinden werden. Interessierte können sich bei Referentin Regina Stukenborg, Pflegestützpunkt Landkreis Böblingen, Standort Herrenberg (Tel.: 07031/663-2878) über alles Weitere informieren und anmelden.

September 2022, Redaktion pflegeinfos.net
Quelle: Landratsamt Böblingen

Mittwoch, 31. August 2022

Auskünfte für Senioren vom Verbund Pflegehilfe: täglich im Einsatz mit Kontakten und Telefonberatung zur Pflege


(ots, 2022) "Pflegebedürftige Menschen und pflegende Angehörige nach bestem Wissen und Gewissen die Unterstützung zu geben, die sie benötigen, ist für uns eine Herzensangelegenheit. Unsere Arbeit unterliegt daher einem hohen Qualitätsanspruch, um betroffenen Personen bestmöglich durch oftmals schwierige Situationen zu helfen", erklärt der Gründer und Geschäftsführer des Verbund Pflegehilfe Johannes Haas.

Telefonberatung zu Pflege, 24h Betreuung und Altenheime
Bereits über 27.000 Bewertungen auf Trustpilot und eine "hervorragende" Gesamtbewertung sprechen für die Arbeit des Verbunds. Die Kundenzufriedenheit der Pflegeberatung aus Mainz wurde wiederholt mit "sehr gut" vom TÜV Saarland ausgezeichnet. Alle Mitarbeiter sind täglich im Einsatz, um Pflegebedürftige kostenfrei zu beraten und die geballte Erfahrung zum Thema Pflege weiterzugeben.

Breites Beratungsspektrum, täglich telefonisch erreichbar
"Als Unternehmen mit Hauptsitz in Rheinland-Pfalz haben wir uns in den vergangenen Jahren als erster Ansprechpartner zu Pflege und Barrierefreiheit im deutschsprachigen Raum etabliert. Ich bin stolz auf diese tolle Leistung und freue mich, dass wir weiter wachsen und zunehmend mehr Menschen täglich von 8-20 Uhr beraten können. Unsere Klienten sollen wichtige Informationen und relevante Zuschussmöglichkeiten vermittelt bekommen, um diese erfolgreich in Anspruch nehmen zu können", so Johannes Haas.

Neben der kostenlosen telefonischen Beratung umfasst das Angebot diverse wöchentliche Newsletter zu relevanten Zuschüssen und Regelungen sowie einen umfangreichen Webauftritt. Mit 130 Beratern und bereits über 1,6 Millionen Beratungsgesprächen betreibt der Verbund Pflegehilfe die größte Pflegeberatung Deutschlands.

Weitere Informationen finden Sie unter www.pflegehilfe.org

August 2022. Text ots/2022
Copyright Foto: PR/Verbund Pflegehilfe

Samstag, 13. August 2022

Pflegetelefon des Bundesfamilienministerium existiert jetzt 10 Jahre

Das bundesweite Pflegetelefon unter der Nummer Berlin 030 - 20 17 91 31 ist ein
des Bundesfamilienministeriums. Mehr als zehn Jahre gibt es diese Hotline schon. Sie wurde im Dezember 2011 ins Leben gerufen und richtet sich an Senioren, pflegende Angehörige, Betreuer oder Nachbarn von älteren Menschen.

Das Pflegetelefon ist immer Mo bis Do besetzt, von 9 bis 18 Uhr.

Über das Pflege Telefon werden Basisinformationen, Adressen und Kontakte zu unterschiedlichenThemen weitergegeben. Ob häusliche Pflege, Wahl eines Altenheims, Leistungen aus der Pflegeversicherung, Hilfe für Angehörige, Freistellung vom Beruf oder Pflegehilfsmittel - alles kann erfragt werden.

Vor allem Angehörige nutzen das Angebot der Bundesregierung, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Im Jahr 2020, so teilt das Ministerium mit, sei die Zahl der Anrufer um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Pflegetelefon:  030 - 20 17 91 31
E-Mail-Kontakt für Fragen: info@wege-zur-pflege.de
Infos zu Demenz, Pflege und Familienpflege: www.wege-zur-pflege.de

August 2022. Redaktion pflegeinfos.net

Donnerstag, 26. Mai 2022

VdK-Studie Baden-Württemberg: FDP-Politiker fordert Land auf, Kurzzeitpflegeplätze regelhaft zu fördern

Zur Vorstellung der Ergebnisse der neuen Pflegestudie durch den Sozialverband VdK im Mai 2022 sagt Jochen Haußmann, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP/DVP-Fraktion im baden-württembergischen Landtag:

„Was es jetzt braucht, ist eine legislative Wertschätzungsoffensive für die Pflege, insbesondere für ihre Beschäftigten und pflegende Angehörige. Die Pflege von Angehörigen ist enorm wichtig und sehr viel wert! Ein erster Schritt ist mit der durch die Bundesregierung verabschiedeten Änderung des Pflegebonusgesetzes vollzogen, von dem jetzt auch Pflegekräfte im Leiharbeitsverhältnis sowie Schwesternschaften profitieren. 

Der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP sieht außerdem vor, dass Rentenbeiträge für pflegende Angehörige und pandemiebedingte Zusatzkosten aus Steuermitteln finanziert werden und pflegebedingte Auszeiten, beispielsweise durch eine Lohnersatzleistung kompensiert werden können.

Pflegende Angehörige und Familien von Kindern mit Behinderung sind in unserer Gesellschaft überbelastet, nicht zuletzt aufgrund überbordender Bürokratie. Hier muss der Rotstift ansetzen und beispielsweise Leistungen wie die Kurzzeit- und Verhinderungspflege in einem unbürokratischen, transparenten und flexiblen Entlastungsbudget mit Nachweispflicht zusammengefasst werden.

Um Familien zu entlasten, braucht es den Ausbau der Tages- und Nachtpflege und einer solitären Kurzzeitpflege. Statt befristete Förderprogramme von Kurzzeitpflegeplätzen aufzulegen, sollte die Landesregierung eine regelhafte Unterstützung gewährleisten, um die wichtigen entlastenden Angebote zu verstetigen. Ein weiterer wichtiger Schritt: Die Bundesregierung plant, das Pflegegeld zu dynamisieren.

Die demografische Entwicklung zusammen mit dem Fachkräftemangel macht die Situation in der Pflege dramatisch. Um den Druck aus der stationären Pflege zu nehmen und die pflegerische Versorgung vor Ort zu verbessern, sollte das Sozialgesetzbuch XI (SGB XI) um innovative quartiernahe Wohnformen ergänzt werden und deren Förderung gemeinsam mit Bund, Ländern und Kommunen ermöglicht werden.“

Mai 2022. Redaktion Pflegeinfos.net

Sonntag, 24. Oktober 2021

Unterstützungsleistungen für Pflegedürftige und Pflege bis Ende 2021 gesichert: Corona-Hilfe der Bundesregierung

Pflege zu Hause durch promedica24 aus Polen

Im Rahmen der Aufrechterhaltung der pflegerischen Versorgung hat der Bun
desrat erneut einer Verordnung zugestimmt, die die Corona-Sonderregelungen für pflegende Angehörige verlängert. Alle gilt bis Jahresende 2021.

Doch einige Pflegekassen verwehren Anspruchsberechtigten die Nutzung. Das ist Leistungsverweigerung trotz klarer Gesetzgebung. Vermehrt kommt es beim Beratungsservice Verbund Pflegehilfe zu Anrufen wegen abgelehnter Sonderleistungen oder sogar Rückforderungen seitens der Pflegekasse.  

Pflegende Angehörige sind verunsichert

Verschiedene Kassen behaupten, die Corona-Sonderregelungen für die Pflege seien zum 3 im September bzw. im Mai, ausgelaufen.“ Das ist nicht korrekt!”, versichert Johannes Haas, Geschäftsführer des Verbund Pflegehilfe und beruft sich dabei auf die Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit aufgrund der Fortgeltung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite. “Wir befinden uns noch immer in einer Pandemie. DiePolitik hat also richtig gehandelt und ganz offiziell die Sonderregelungen für die Pflege verlängert. Wenn manche Pflegekassen etwas anderes behaupten, und berechtige Leistungen streichen, dann ist das nicht tragbar”, so der Pflegeprofi weiter.


Die Pflegereform muss kommen in Deutschland 
Es zeigen sich nun beim Abflachen der Pandemie die Versäumnisse der letzten Jahre.
Statt aufzurüsten und sich dem steigenden Alter der Bevölkerung anzupassen, hat die 
Bundesregierung die Zeit verstreichen lassen und in letzter Minute ein “Reförmchen”
verabschiedet, das keinem wirklich hilft. Die Pflege muss deshalb ein zentrales Thema 
der kommenden Legislaturperiode werden. Pflegende Angehörige und professionelle 
Pflegende müssen gleichermaßen entlastet werden und Pflegebedürftige müssen
 endlich wieder eine Perspektive für ein würdevolles Leben im Alter erhalten.
 
 

 


















Folgende Sonderregelungen gelten 
bis 31. Dezember 2021:
 
• Der Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro für Personen mit Pflegegrad 1 in 
häuslicher Pflege kann auch für andere notwendige Hilfen z. B. durch Nachbarn genutzt werden.
 
• Nicht genutzte Entlastungsbeträge aus 2019 und 2020 können noch bis zum
 31.Dezember 2021 verwendet werden und verfallen nicht wie normalerweise.
 
• Die Pflegegradbestimmung findet wieder vor Ort statt, kann jedoch im Einzelfall 
auch weiterhin telefonisch erfolgen.•Die Beratungsbesuche für Pflegegeldempfänger 
müssen verpflichtend abgerufen werden, dürfen allerdings auch weiterhin telefonisch stattfinden.
 
• Arbeitnehmer können sich 20 Tage statt 10 Tage freistellen lassen, um die Pflege 
eines Angehörigen zu organisieren. Das Pflegeunterstützungsgeld dient als Lohnersatz.
 
• Pflegende Angehörige können kurzfristiger und flexibler ihre Arbeitszeit zugunsten 
der Familienpflegezeit reduzieren.
 
• Für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch stehen 60 Euro statt 40 Euro zur Verfügung.
Hierzu zählen u. a. Mundschutze und Desinfektionsmittel.
 
Oktober 2021. Redaktion pflegeinfos/Quelle: Verbund Pflegehilfe
Copyright Fotos: PR/promedica24

Mittwoch, 5. Mai 2021

Online-Veranstaltung: Was tun, wenn der MDK kommt? Infos vom BIVA-Pflegeschutzbund für pflegende Angehörige

Wenn der Medizinische Dienst der Krankenkassen, kurz: MDK, kommt, geht es bei älteren Menschen um die Einstufung oder die Überprüfung von Pflegegraden. Anschließend erhalten die Familien ein Gutachten und einen Förderungsbescheid ihrer Pflegekasse, wie viel Pflegegeld bezahlt wird.

Der BIVA-Pflegeschutzbund informiert in einer Online-Konferenz über das Thema. Der Vortrag mit Fragerunde gehört zur Reihe "Pflegebedürftig – Was nun?

Aktuelles Thema:

„Was tun, wenn der MDK kommt? Alles Wissenswerte zu Pflegegrad & Begutachtung“
 

Termin: Montag, 10.05.2021, 17.00-18.00 Uhr 

Online-Konferenz via Zoom

Teilnahmegebühr: 5 € für BIVA-Mitglieder | 10 € für Nicht-Mitglieder

 Anmeldung hier: DIREKTLINK


Worum geht es?
In dem Vortrag erwartet Sie ausgehend vom Begriff der Pflegebedürftigkeit eine Erläuterung der fünf Pflegegrade. Zudem erfahren Sie, wie eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung abläuft und was dabei zu beachten ist.

Service: Die Teilnehmer erhalten im Nachgang die Präsentation der Veranstaltung als PDF-Datei.

Weitere Infos zu BIVA-Veranstaltungen:


Mai 2021. Redaktion pflegeinfos.net

Dienstag, 13. Oktober 2020

Akuthilfe Corona für pflegende Angehörige bis Jahresende verlängert - freie Tage und Geld für die Versorung zu Hause

Die Akuthilfen pflegende Angehörige in der Corona-Krise werden bis zum 31. Dezember 2020 verlängert. Ein entsprechender Entwurf für ein Krankenhauszukunftsgesetz wurde Anfang September 2020 von der Bundesregierung bestätigt. Diese Akuthilfe nützt Angehörigen, die zu Hause eine Person pflegen und betreuen.

 

Zuständig für die Beantragung sind die Pflegekassen. Dort erfolgt auch eine Beratung. Um was geht es genau?

• Inanspruchnahme der kurzzeitigen Arbeitsverhinderung von bis zu 20 Arbeitstagen pro Akutfall - wenn die neue Pflegesituation aufgrund der Covid-19-Pandemie aufgetreten ist.

• Pflegeunterstützungsgeld für 20 Arbeitstage.

• Flexibilisierungen im Pflegezeitgesetz (PflegeZG) und im Familienpflegezeitgesetz (FPfZG) wie etwa kürzere Ankündigungsfrist der Familienpflegezeit, E-Mail-Ankündigung, aber auch die Nichtberücksichtigung von Monaten mit einem aufgrund der Pandemie geringeren Einkommen bei der Ermittlung der Darlehenshöhe.

• Beschäftigte, die aufgrund der Sonderregelungen Freistellungen in Anspruch genommen haben oder nehmen, können Restmonate der Freistellungsansprüche nach dem Familienpflegezeit- und Pflegezeitgesetz nach Auslaufen dieser Regelungen weiterhin in Anspruch nehmen. 

 
Oktober 2020. Redaktion pflegeinfos.net
Quelle: Bundesgesundheitsministerium

Mittwoch, 15. Juli 2020

Yoga in Griechenland: Im Yoga-Retreat Zen Rocks Mani, Peleponnes neue Kraft danken und die Halbinsel kennenlernen


Griechenland war unter Yoga-Anhängern schon immer ein beliebtes Reiseziel. Eine kleine, feine Adresse ist das Yoga-Retreat Zen Rocks Mani. Es steht ganz für sich zwischen alten Olivenbäumen, duftenden Lavendelbüschen und üppigen Rosmarinsträuchern hoch über der Küste auf der Halbinsel Mani, dem mittleren und schönsten Finger des Peloponnes.

Die ausgebildete Yoga- und Meditations-Lehrerin Vivi Letsou hat hier zusammen mit ihrem Mann Eraj Shakib eine freundliche Rückzugsmöglichkeit für Großstadtnomaden eröffnet. 

Gründerin lernte Zen-Yoga in Kalifornien
„Wir haben mehrere Jahre nach dem richtigen Ort für dieses Projekt gesucht“, erzählt sie, „irgendwann sind wir ins winzige Dorf Kardamili gekommen und wussten: Hier passen wir hin“. Die 56-jährige Griechin war viele Jahre als Filmregisseurin und -produzentin in San Francisco tätig. Aus Kalifornien brachte sie ihre Praxis in Zen-Meditation und Yoga mit sowie den Wunsch, anderen Menschen die Möglichkeit zu bieten, das zu erleben, was sie als Glück empfindet.



Ein Ort der Ruhe:

Als Highlight der Anlage gilt die große, über der Landschaft schwebende Yoga-Plattform mit grandiosem Panoramablick. Um sie herum steht eine Handvoll trutziger Natursteinhäuser, in denen die liebevoll eingerichteten Gästeapartments und Zimmer untergebracht sind. Manche davon sind für Paare, andere für Familien oder kleinere Gruppen gedacht. Maximal 26 Gäste wohnen unter hohen Holzbalkendecken, zwischen weißgetünchten Wänden und maßgefertigtem, schlicht-schönem Mobiliar. 

Gästeappartements mit Meerblick
Von den Terrassen aus blickt man in die unberührte Natur und auf das Meer, großzügige Wohnräume mit integrierten Küchen erlauben Unabhängigkeit. Doch es wäre schade, das luftige, großzügig bemessene Zen Rocks Café außer Acht zu lassen. Seit dem letzten Sommer bietet es leckere vegetarische Küche aus Produkten, die aus dem eigenen Gemüsegarten oder von den Bauernhöfen der Umgebung stammen.

Regenerieren und gesund leben

„Uns geht es nicht nur um Kobra, Krähe oder Hund“, erklärt Vivi Letsou, die selber Yoga unterrichtet, aber auch bekannte Gast-Lehrer wie Libby Love aus Österreich oder Krishna Das aus den USA für ihre ganz unterschiedlichen Retreats nach Griechenland holt, „hier soll man sich regenerieren, gesund leben und einen harmonischen Urlaub verbringen können“. 

Ferienwohnungen für jedermann verfügbar

Dazu muss man übrigens kein Yogi sein: Wer möchte, kann auch einfach eine Wohnung mieten und völlig unabhängig von den angebotenen Aktivitäten einen individuellen, sicheren und entspannten Sommerurlaub am Mittelmeer verbringen.
Anreise: Der Kalamata Airport wird international angeflogen und befindet sich eine knappe Fahrstunde entfernt. Von Athen aus fährt man ca. 3,5 Stunden. Ein Mietwagen ist auf jeden Fall zu empfehlen, um die Halbinsel Mani zu erkunden.
 

Weitere Informationen: https://zenrocksmani.com/

Juli 2020. Redaktion pflegeinfos.net

Copyright Fotos: PR
Yoga unter der Sonne Griechenlands

Dienstag, 12. Mai 2020

Pflegeunterstützungsgeld soll auf 20 Tage ausgeweitet werden - mehr Hilfe für pflegende Angehörige


Die Tageszeitung Rheinische Post meldet heute: "Hilfe für pflegende Angehörige: Regierung will Pflegeunterstützungsgeld auf 20 Tage ausweiten"

Die Bundesregierung will das Pflegeunterstützungsgeld, das Arbeitnehmer als Lohnersatzleistung erhalten, wenn in der Familie kurzfristig ein Pflegefall auftritt, von zehn auf 20 Tage erhöhen. Das geht aus einem Änderungsantrag zum zweiten Bevölkerungsschutzgesetz hervor, der der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vorliegt. 


Zudem gibt es weitere Änderungen, die pflegenden Angehörigen helfen sollen, die in der Corona-Krise wegbrechende Versorgung neu abzusichern. So soll die Verlängerung des Pflegeunterstützungsgeldes auch für Arbeitnehmer gelten, bei deren Angehörigen es aufgrund der Corona-Krise einen Engpass in der Pflege gibt.

"Entsteht aufgrund eines durch die Covid-19-Pandemie verursachten pflegerischen Versorgungsengpasses für nahe Angehörige die Notwendigkeit, ein neues tragfähiges Pflegearrangement zu organisieren, wird dies in vielen Fällen mehr als zehn Arbeitstage in Anspruch nehmen", heißt es in dem Änderungsantrag.

Die Verlängerung des Pflegeunterstützungsgeldes ist dem Antrag zufolge bis zum 30. September 2020 begrenzt. Union und SPD haben sich zudem auf weitere Verbesserungen für pflegende Angehörige geeinigt. So sollen diese ihren Anspruch auf Pflegezeit oder Familienpflegezeit noch nachholen können, wenn sie den Rahmen von jeweils sechs beziehungsweise 24 Monaten noch nicht ausgeschöpft hatten.

Wer Familienpflegezeit bei seinem Arbeitgeber beantragen möchte, soll dies künftig nur zehn Tage zuvor ansagen müssen. Bislang gilt eine Frist von acht Wochen. Auch die bisher gesetzlich geltende Wochenmindestarbeitszeit von 15 Stunden pro Woche in der Familienpflegezeit soll unterschritten werden können. 

Mai 2020. Text: ots/Rheinische Post

Donnerstag, 23. April 2020

Versorgungsengpässe bei häuslicher Pflege wegen Corona: pflegende Angehörige haben Maßnahmenkatalog erstellt – akute Gefährdung droht



Corona bringt Probleme in den Alltag der häuslichen Betreuung von Pflegebedürftigen. 

Deshalb der Bundesverband wir pflegen e.V. dringende Forderungen von hunderten pflegenden Angehörigen aufgegriffen und als Maßnahmenkatalog zur Unterstützung der häuslichen Pflege den Bundestagsfraktionen und Ministerien vorgelegt.

Die 11 konkreten Forderungen umfassen u.a.: 


- Sofort-Hilfe zur Unterstützung bei Versorgungsengpässen 
 - Corona Schnelltests und Schutzmaterialien für pflegende Angehörige
 - Beratung, Information und Begleitung 
 - Pflegezeit mit Lohnersatz für berufstätige pflegende Angehörige 
 - Frei verfügbare Budgets und Unterstützung bei Armut und Armutsgefährdung

Die Sorge um Infektionen der pflegebedürftigen Kinder, Partner, Freunde oder Eltern ist groß, denn die Möglichkeiten der Risikominimierung fehlen aufgrund ausbleibender Schutzkleidung. Viele berufstätige pflegende Angehörige können derzeit ohne Unterstützung Beruf und Pflege nicht vereinbaren.


Tagespflege zu, keine osteuropäischen Betreuerinnen
Viele verzweifeln, da die Tagespflege, ambulante Pflegedienste oder osteuropäische Pflegekräfte ( auch in der Region Stuttgart) weggebrochen sind. Für Armutsgefährdete und von Armut betroffene pflegende Angehörige sind alternative Hilfen oft nicht finanzierbar. 

Pflegende Angehörige sind systemrelevant
Die fehlenden Hilfsmaßnahmen bedeuten eine akute Gefährdung für die pflegerische und gesundheitliche Versorgung von pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen. Dazu sagt Susanne Hallermann, Medienbeauftragte des Vereins: "Pflegende Angehörige sind systemrelevant, genauso wie beruflich Pflegende. Die Bundesregierung, Länder und Kommunen dürfen ihnen daher das Recht auf Unterstützung und Absicherung nicht verweigern."

wir pflegen - Interessenvertretung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger e.V.
www.wir-pflegen.net

Text: ots

Copyright Foto: obs/wir pflegen e. V./Shutterstock/ Photographee.eu




Freitag, 14. Februar 2020

Bad Waldsee, Oberschwaben: Hilfe für pflegende Angehörige - neuer Pflegestützpunkt eröffnet


In der Robert-Koch-Straße 52 in Bad Waldsee gibt es seit Januar 2020 einen Pflegestützpunkt. Informiert und beraten wird – neutral und ohne Kosten – zu allen Fragen rund um die Themen Pflegebedürftigkeit, Alter, Krankheit und Behinderung, altersgerechtem Wohnen und sonstigem Unterstützungsbedarf sowie zur Klärung von Kostenfragen für medizinische, pflegerische und soziale Leistungen.

Der Pflegestützpunkt Bad Waldsee ist telefonisch erreichbar unter 07524/9748-3317 (Email: Pflegestuetzpunkt@rv.de). Er befindet sich in der Außenstelle des Landratsamtes Ravensburg in der Robert-Koch-Straße 52 in Bad Waldsee.

Notwendig gemacht hat diese Änderung die Schließung der Zuhause Leben-Stelle in Bad Waldsee zum 31.12.2019. Für Ratsuchende aus Bad Waldsee, Bad Wurzach und Aulendorf ändert sich aber faktisch nicht viel. Übernommen werden auch die bekannten Sprechzeiten von Montag und Freitag, 9 bis 11 Uhr sowie nach Vereinbarung. Auch Hausbesuche können vereinbart werden.
 

Zentrale Aufgabe des Pflegestützpunktes ist die umfassende sowie unabhängige Auskunft und Beratung einschließlich der Pflegeberatung nach dem SGB XI – Soziale Pflegeversicherung. Ferner gehören Koordinations- und Netzwerkarbeit zu den Aufgaben des Pflegestützpunktes. 

Februar 2020. Redaktion pflegeinfos.net

Dienstag, 26. November 2019

Neues Buch für pflegende Angehörige: "Meine Mutter, das Alter und ich" - ab Januar 2020 erhältlich


 
Wenn die eigenen Eltern alt werden, kehrt sich nach und nach die Rollenverteilung um. Wie es ist, seine Mutter durch Krankheit und Alter zu begleiten, das beschreibt Katja Jungwirth in ihrem neuen Buch „Meine Mutter, das Alter und ich“ (Verlag Kremayr & Scheriau, ab Januar 2020 im Verkauf). 

Katja Jungwirths Mutter ist schwer erkrankt und pflegebedürftig. Es ist also nicht nur das Alter, das ihr zu schaffen macht, sondern auch Schmerzen, Medikamente und deren Nebenwirkungen. 


Die Tochter sorgt sich, der Umgang mit den Stimmungsschwankungen der Mutter wird immer komplizierter – die beiden tauschen immer mehr die Rollen und das Familiengefüge setzt sich neu zusammen. 

In kurzen, kolumnenartigen Texten erzählt die Journalistin, die lange für die Kleine Zeitung in Österreich tätig war, vom Umgang mit der Mutter. Alltagskomik steht neben zutiefst berührenden Momenten voller Zärtlichkeit und Traurigkeit – ein Buch in dem sich viele wiedererkennen werden.
 

November 2019. Redaktion pflegeinfos.net 

Mittwoch, 18. September 2019

Gehörlose Patienten im Krankenhaus. Das Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart mit neuem Behandlungsansatz

Im Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus startete Mitte September 2019 das Projekt „Hand in Hand. Verbesserung der medizinischen Versorgung gehörloser Patienten“. Ziel des Projekts ist es, gehörlosen und hörgeschädigten Menschen eine barrierefreie Kommunikation zu ermöglichen, sei es bei einer geplanten Therapie oder in einer medizinischen Notfallsituation.
 

Immer wieder kommt es insbesondere im medizinischen Bereich zu Missverständnissen, Informationsdefiziten und einer großen Verunsicherung. Edanur Cüre, Assistenzärztin am Robert-Bosch-Krankenhaus, hat deshalb gemeinsam mit Prof. Dr. med. Jörg. G. Albert, Chefarzt der Abteilung für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, das Projekt „Hand in Hand. Verbesserung der medizinischen Versorgung gehörloser Patienten“ ins Leben gerufen.

„Eine adäquate Therapie funktioniert nur mit barrierefreier Kommunikation“, erklärt Edanur Cüre. „Deshalb ist es unsere Aufgabe, diese zu gewährleisten.“ Sie selbst lernt die Gebärdensprache und hat schon als Studentin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena das Wahlfach „Arzt-Patienten-Kommunikation mit gehörlosen Patienten“ etabliert.

Mit Unterstützung der Stiftung Pro Kommunikation in Baden-Württemberg möchte sie nun auch Ärzte und Pflegepersonal des Robert-Bosch-Krankenhauses für einen barrierefreien Umgang mit Gehörlosen sensibilisieren und schulen. Dazu haben die Mitarbeitenden sämtlicher Abteilungen und Stationen inklusive der Notaufnahme Mappen erhalten, die ganz praktische Informationen für eine gelungene Kommunikation enthalten.


Hier erfährt der Mitarbeitende zum Beispiel, dass es für den gehörlosen Patienten hilfreich ist, wenn er langsam, aber nicht in Zeitlupe spricht, dass er sich beim Sprechen nicht vor ein Fenster stellen sollte, weil der Gehörlose so aufgrund der Blendung nur schwer von den Lippen ablesen kann, auch, dass er Fremdwörter vermeiden und in jedem Fall hochdeutsch sprechen sollte.

Nach Angabe des Deutschen Gehörlosen-Bund e.V. leben in Deutschland rund 80.000 Gehörlose, die Dunkelziffer ist jedoch erheblich höher. Etwa 8.000 Gehörlose leben in Baden-Württemberg. Mehr Informationen unter www.rbk.de

September 2019. Redaktion pflegeinfos.net



Donnerstag, 15. August 2019

Muss ich als Kind für Pflegeheimplatz meiner Eltern zahlen? Neues Angehörigen-Entlastungsgesetz bringt Verbesserung ab 2020

Als sinnvolle und überfällige Maßnahme begrüßt der Paritätische Gesamtverband das geplante Angehörigen-Entlastungsgesetz des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Nach Plänen des Ministeriums sollen ab 2020 Angehörige von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen, die Hilfe zur Pflege oder andere Leistungen der Sozialhilfe beziehen, erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro selber zahlen müssen.

Damit wird eine alte Forderung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sowie der Behindertenverbände umgesetzt. "Das ist nicht nur eine notwendige, finanzielle Entlastung, sondern auch eine überfällige Wertschätzung von Menschen, die pflegebedürftige Angehörige haben", erklärt Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes.


Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen profitieren unmittelbar. Nach Angaben des Ministeriums würden die Angehörigen von rund 275.000 Leistungsbeziehern erreicht. Darüber hinaus verschaffe die Regelung weitere Gerechtigkeit, denn die Selbstbeteiligungsgrenze gilt bereits bei älteren und bei erwerbsgeminderten Angehörigen. Schneider: "Dass hier gleichgezogen wird, ist gerecht und nur konsequent."

Darüber hinaus sieht der Gesetzentwurf Verbesserungen für Menschen mit Behinderung vor, die in Werkstätten arbeiten, von denen nach Angabe des Paritätischen Gesamtverbandes viele seiner Mitglieder mit Behinderteneinrichtungen profitieren würden. 


August 2019. Text/Quelle: ots

Donnerstag, 13. Juni 2019

Wohlfahrtswerk Baden-Württemberg: Jetzt mit neuem digitalen Auftritt für Senioren, Angehörige und Personal plus Infos FSJ/BFD


Seit einigen Wochen ist der neue Internet-Auftritt des Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg online. Emotionale Bilder prägen das Erscheinungsbild des Internetauftritts der Stiftung mit Sitz in Stuttgart.

Die vier klar strukturierten Portale für die Schwerpunkte Altenhilfe, Freiwilligendienste, Karriere und Bildungszentrum gehen auf die Informationsbedürfnisse der jeweiligen Nutzer ein.

Das Wohlfahrtswerk spricht mit seinem Angebot ganz unterschiedliche Zielgruppen an: Senioren und deren Angehörige können sich im Altenhilfe-Portal „Wohnen. Betreuen. Pflegen“ zu den verschiedenen Wohnformen und Betreuungsangeboten informieren und finden dank verschiedener Suchfunktionen das passende Angebot in ihrer Nähe.

Karriereportal für Pflegekräfte in BaWü
Im Karriere-Portal präsentiert sich der Arbeitgeber Wohlfahrtswerk mit attraktiven Arbeitsmo-dellen und spannenden Jobchancen. Verschiedene Suchfunktionen führen potenzielle neue Mitarbeiter zur passenden Stelle. Neu ist hier die Möglichkeit, sich einfach und schnell über ein Online-Formular zu bewerben. 

Portal der Freiwilligendienste
Ein weiteres Portal richtigt sich an Interessierte für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD). Statt langer Texte geben Videos Einblicke in die Freiwiligendienste, und Teilnehmer und Teilnehmerinnen erzählen authentisch aus ihrem Alltag und geben Tipps. 

Schulungen für Altenpflege-Fachkräfte und Einsteiger
Unter Fachkräften der Pflegebranche ist das Bildungszentrum Wohlfahrtswerk als Anbieter für Aus-, Fort- und Weiterbildungen bekannt. Interessierte finden im Portal schnell das passende Angebot, können sich zu Fördermöglich-keiten informieren und direkt zu Kursen anmelden – jetzt auch bequem in der S-Bahn mit dem Smartphone.

Da inzwischen fast jeder zweite Zugriff auf die Homepage mit einem mobilen Endgerät wie Smartphone oder Tablet erfolgt, ist das neue Layout „responsive“: Die Seitenansicht passt sich dem Display an, so dass die Inhalte stets optimal lesbar sind.

www.wohlfahrtswerk.de

Juni 2019. Redaktion pflegeinfos.net
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