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Dienstag, 12. Mai 2026

Rente in Sicht - und dann? Neuer Ratgeber gibt Tipps zu Finanzen und Steuern



Die gesetzliche Rente allein wird künftig nicht reichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Diese Prognose von Bundeskanzler Merz sorgt aktuell für Schlagzeilen. Für all jene, deren Abschied aus dem Berufsleben in Sicht ist, kann die Diskussion um die Rente Anstoß sein, die eigenen finanziellen Aussichten in der neuen Lebensphase auf den Prüfstand zu stellen. 

Denn auch für angehende Rentnerinnen und Rentner gilt: Wer weiß, was bei der Rente zu erwarten ist und netto im Portemonnaie bleibt, kann die eigene Finanzplanung rechtzeitig solide angehen. Der Ratgeber „Rente in Sicht“ der Verbraucherzentrale räumt mit häufig falschen Annahmen rund um Steuern und Beiträgen zu Kranken- und Pflegeversicherung auf. Außerdem stellt er die verschiedenen Rentenarten und den Weg zur Antragstellung verständlich vor.

Auch Rentner müssen Kranken- und Pflegeversicherung bezahlen

Auch bei der Rente gilt: Brutto ist nicht gleich netto. Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung werden direkt vom Rentenversicherungsträger einbehalten. Gegebenenfalls sind Steuern zu zahlen. Und wie sich die Rentenhöhe entwickelt und wie stark die Inflation an der Kaufkraft zehrt, weiß niemand zu prognostizieren. Umso wichtiger, rechtzeitig Kassensturz zu machen, um Einkünfte und Ausgaben ins Gleichgewicht zu bringen.

Das Buch begleitet hierbei Schritt für Schritt und stellt anschaulich vor, welche Anlageformen auch im Ruhestand sinnvoll sind. Beleuchtet wird, wie staatlich geförderte und private Vorsorge aufs Einkommen im Alter einzahlt oder ob die eigene Immobilie gute Rendite oder eher hohe Belastung bringt. Auch ist zu erfahren, welche Versicherungen im Ruhestand noch wichtig sind. 

Der Ratgeber „Rente in Sicht“ hat 240 Seiten und kostet 24 Euro, als E-Book 19,99 Euro. Zu bestellen unter shop.verbraucherzentrale.de oder per  Telefon unter 0211 91380-1555. Er ist auch in den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen und im Buchhandel erhältlich.

Mai 2026. Redaktion Pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Verbraucherzentrale


Sonntag, 25. Mai 2025

Ruhestand im Ausland: Was Senioren bei Steuern, Rente und Krankenversicherung beachten müssen


Ob Italien, Spanien oder Thailand – ein Ruhestand im Ausland ist für viele Rentner ein Lebenstraum. Das angenehmere Klima, geringere Lebenshaltungskosten und ein entspannter Alltag versprechen einen sorgenfreien Lebensabend. Um das genießen zu können, ist die richtige Vorbereitung entscheidend. Was Rentner beim Auswandern in puncto Steuern, Krankenversicherung und Co. beachten müssen, erklärt Sabine Brandl, Juristin der ERGO Rechtsschutz Leistungs-GmbH.

Gute Gründe für das Auswandern

2024 erhielten 237.000 Deutsche ihre Rente ins Ausland überwiesen. „Einer der Hauptgründe: Die monatlichen Fixkosten sind in Ländern wie Italien, Spanien, Portugal oder Thailand deutlich geringer und ermöglichen einen höheren Lebensstandard als in Deutschland“, so Sabine Brandl. Doch nicht nur Geld spielt eine Rolle, wie das beliebteste Zielland Österreich zeigt. „Viele Rentner entscheiden sich auch aufgrund einer höheren Lebensqualität, gesundheitlichen Aspekten oder dem Wunsch nach einer Veränderung im Alltag für das Auswandern“, ergänzt Brandl.

Volle Rentenzahlungen sichern

Damit es mit der Rentenzahlung im Ausland klappt, sollten Ruheständler mindestens zwei Monate im Voraus die Deutsche Rentenversicherung (DRV) informieren und ihre neue Adresse und Bankverbindung melden. Ansonsten können sich die Zahlungen verzögern oder ausbleiben.

„Die vollen Bezüge erhalten Rentner innerhalb der EU, in den EFTA-Staaten Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz sowie in Ländern, die ein Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland haben, wie Australien, Brasilien, die Philippinen oder die USA“, erläutert die Rechtsexpertin. „Wenn der Rentenanspruch zum Teil auf ausländischen Beitragszeiten beruht, kann es zu Abzügen kommen. Und auch bei Ländern außerhalb von EU und EFTA und ohne Sozialversicherungsabkommen sind Kürzungen möglich.“ 

Lebensbescheinigung für jedes Jahr
Außerdem verlangt die DRV einmal jährlich eine sogenannte Lebensbescheinigung, die online beim Rentenservice der Deutschen Post zur Verfügung steht. Das ausgefüllte Formular müssen Rentner dann von einer zugelassenen Stelle, zum Beispiel einer Behörde oder Bank im neuen Wohnland, unterzeichnen lassen und anschließend per Post an den Rentenservice der Deutschen Post schicken. „Seit 2024 funktioniert der Nachweis auch vollständig digital“, ergänzt Brandl.

Die Steuer im Blick behalten
Auch im Ruhestand sind Rentner weiterhin steuerpflichtig. Um Ärger mit dem Finanzamt zu vermeiden, sollten sie daher frühzeitig klären, ob Steuern in Deutschland oder dem neuen Zielland fällig sind. Wer dauerhaft im Ausland wohnt, ist in der Regel in Deutschland beschränkt steuerpflichtig. Das bedeutet unter anderem, dass der Grundfreibetrag wegfällt.

Wo Steuern letztendlich zu zahlen sind, hängt davon ab, ob mit dem jeweiligen Land ein sogenanntes Doppelbesteuerungsabkommen besteht und was dieses besagt. Da die Steuerregelungen kompliziert sind und Fehler schnell zu hohen Nachzahlungen führen, empfiehlt Brandl Rentnern mit Auslandsplänen, sich professionell beraten zu lassen.

Wichtige Dokumente nicht vergessen

„Neben einem gültigen Personalausweis oder Reisepass benötigen Rentner Geburts- und Heiratsurkunde, Rentenbescheide und eventuell auch beglaubigte Übersetzungen dieser Dokumente für die Auswanderung“, erklärt die ERGO Juristin. Abhängig vom Land können auch Visum oder Aufenthaltsgenehmigung erforderlich sein. „Medizinische Nachweise über chronische Erkrankungen oder Medikamente erleichtern zudem die Versorgung vor Ort.“ 

Übrigens: Wer als Rentner ins EU-Ausland oder nach Island, Liechtenstein, Norwegen oder in die Schweiz auswandert, kann in der Regel in seiner deutschen gesetzlichen Krankenversicherung bleiben. Anders sieht das im Nicht-EU-Ausland aus. Hier benötigen Rentner im Regelfall eine neue Krankenversicherung.

Weitere Informationen zur Rechtsschutzversicherung unter www.ergo.de/rechtsportal


Mai 2025. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/ERGO Group

Freitag, 1. September 2023

Wenn Kliniken ältere Menschen schnell wieder entlassen - Forschungsprojekt inPortant in Stuttgart zeigt Wege im Entlassmanagement auf



Als Folge des demographischen Wandels werden in Krankenhäusern ältere und chronisch kranke Menschen behandelt, die nach Abschluss der stationären Behandlung auf umfassende Versorgung angewiesen sind. Um diesen Bedarf zu decken, sind Wiedereinweisungen oder die Nutzung von Kurzzeitpflege oder sogar der Umzug ins Pflegeheim häufige Folgen.

Die Möglichkeiten einer ambulanten Versorgung im Wohnumfeld werden leider nicht ausreichend ausgeschöpft und könnten hier Abhilfe schaffen. Das zeigt das neue Forschungsprojekt InPortant auf. Es wurde im Herbst 2022 vom Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg und dem Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart auf den Weg gebracht. Wissenschaftlich begleitet wird es durch die Duale Hochschule Baden-Württemberg.

Ambulante Versorgung nach Klinik optimal planen

Die Idee: Bei guter Planung der ambulanten Versorgung schon vor der Entlassung und enger Abstimmung mit dem behandelnden Krankenhaus, profitieren Menschen mit Pflegebedarf. Sie führt darüber hinaus auch zu einer nachhaltigen Entlastung von Pflegeheimen und Klinken durch den Wegfall von Wiedereinweisungen. Dafür ist ein umfassendes Fall-Management erforderlich, das heißt, die einzelne Person mit ihren Bedarfen wird genau betrachtet und eine individuelle Lösung für ihre Versorgung gefunden.

Ältere Menschen kommen aus der Klinik und bleiben sich selbst überlassen

Doch wird diese koordinierende Aufgabe bisher im Normalfall nur begrenzt wahrgenommen – der Patient wird in die Häuslichkeit entlassen und bleibt mit der Organisation seiner Versorgung auf sich und den behandelnden Hausarzt gestellt. Damit ist häufig eine Überforderung vorprogrammiert. 

Klinik und Sozialdienst in engem Austausch

Hier setzt das Projekt InPortant an: Mit der Rolle eines Fall-Managers, der im Rahmen des Projekts vom Sozialdienst der Else-Heydlauf-Stiftung, einer Einrichtung des Wohlfahrtswerks in Stuttgart, übernommen wird, soll diese Lücke geschlossen werden. Projektpartner der medizinischen Versorgung ist das Robert-Bosch-Krankenhaus. Gemeinsam wird ein Prozess erarbeitet, der insbesondere die Optimierung der Kommunikation über den Patienten und seinen speziellen Bedarf zum Ziel hat.

Ältere Patienten sollten daheim oder nahe des Wohnorts betreut werden

Dazu stehen digitale Kommunikationsmittel zur Verfügung, die für Sektor-übergreifende Fallbesprechungen eingesetzt werden können. Sind die Bedarfe der zu entlassenden Person klar definiert, kann der Sozialdienst diese mit den Möglichkeiten der ambulanten Versorgung abgleichen und eine Lösung erarbeiten, die eine Wiedereinweisung oder einen Umzug in ein Pflegeheim verzögern oder sogar komplett verhindern kann.

„Als Verantwortlicher für das Entlassmanagement von Seiten des Krankenhauses benötige ich einen Ankerpunkt, also ein Gegenüber als Experte für die Versorgungsstrukturen im jeweiligen Quartier, mit dem ich mich beraten und somit den Übergang in die ambulante Versorgung fließend und erfolgreich gestalten kann“, erläutert Thomas Bender, Leiter der RBK-Patientenkoordination.

Fall-Management-Prozess entwickeln

Im ersten Schritt wird eine Analyse durchgeführt, die das bestehende Entlassmanagement von Menschen mit poststationärem Versorgungsbedarf des Robert-Bosch-Krankenhauses beschreibt. Weiterhin wird der Prozess der Unterstützung von ehemaligen Patienten durch den ambulanten Sozialdienst der Else-Heydlauf-Stiftung untersucht. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Schnittstellen und dem Kommunikationsprozess zwischen Krankenhaus und Sozialdienst, da es gilt, alle wichtigen Informationen zumPatienten weiterzugeben. 

Kommunikationsmethoden wie die digitale Plattform „Patientenmanager“, die im Zusammenhang mit einem ärztlichen Konsil (Hinzuziehen eines weiteren Arztes zur Überprüfung einer Diagnose) eingesetzten Fallbögen oder eine Fallbesprechung, werden in diesem Zusammenhang auf ihre Eignung überprüft und ggf. weiterentwickelt. Darüber hinaus ist die Rolle des Fall-Managers zu beschreiben und die Möglichkeiten zu prüfen, wie eine Institutionalisierung dieser Funktion aussehen könnte. 

2024 ist Projektabschluss von InPortant

Am Ende des zweijährigen Projektes sollen Handlungsempfehlungen zur Verfügung stehen, die anderen Trägern und Einrichtungen Transferhilfen bieten, um in ihren je-weiligen Versorgungsgebieten Fall-Management-Strukturen aufzubauen und für Patienten im Entlassungsprozess bessere Versorgungsmöglichkeiten im direkten Wohnumfeld zu identifizieren. 

September 2023. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Wohlfahrtswerk


Dienstag, 21. Februar 2023

Heimkosten in Baden-Württemberg extrem teuer - aktuelle Statistik des Verbands der Ersatzkassen zeigt Kostensteigerung auf

Ganz schön heftig: Im ersten Jahr Heimaufenthalt zahlen die Betroffenen bzw. deren Familien rund 2773 Euro pro Monat an Eigenbeteiligung. Die Zuschüsse der Pflegekasse sind schon rausgerechnet. Bundesweit wurde ein Durchschnitt von 2411 Euro ermittelt. Auch das ist eine Steigerung in den letzten zwölf Monaten von 278 Euro. 

Wie überall, so schlagen in der Verwaltung und Betreuung in Seniorenheimen gestiegene Energiekosten, höhere Löhne und allgemeine Lebenshaltungskosten wie Nahrung zu Buche.

Aktuell wurden diese Zahlen vom Verband der Ersatzkassen ermittelt. Wer als Heimträger mit Pflegekassen abrechnet, ist seit September 2022 verpflichtet, nach Tarif oder angepassten Tarifen die Pflegefachkräfte zu entlohnen. Diese Mehrkosten werden umgelegt - jeder Bewohner bzw. die Angehörigen zahlen es mit.

Entlastungszuschlag Pflegeheim - der Staat schießt zu

Was tut die Bundesregierung dagegen? Die sogenannten "Entlastungszuschläge Pflege" senken den Eigenanteil. Sie werden jedoch erst mehr, je länger eine Person stationär im Altenheim ist. Seit Januar 2022 gilt diese Regelung.

1. Jahr im Heim: 5 Prozent weniger Eigenanteil für den Posten Pflege

2. Jahr: 25 Prozent weinger

3. Jahr: 45 Prozent weniger

ab 4. Jahr: 70 Prozent weniger

In Baden-Württemberg zahlen Heimbewohner am meisten zu

Trotzdem müssen Heimbewohner oder ihre Familien finanziell ran. Wer in Baden-Württemberg nach vier Jahren im Altenheim die höchste Entlastung erhält, muss noch 1833 Euro jeden Monat privat bezahlen. Im Bundesdurchschnitt wurden 1671 Euro ermittelt.

Wichtig zu wissen: Neben den Kosten für Pflege und Betreuung gibt es noch die Punkte Unterkunft/Miete, Essen und Trinken sowie ein Investitionskostenzuschuss für die Einrichtung.


Februar 2023. Redaktion pflegeinfos.net


Mittwoch, 19. Oktober 2022

Basiswissen häusliche Pflege: medizinische Hilfsmittel als treue Begleiter für den Alltag - wer bezahlt sie?




Medizinische Hilfsmittel – was steckt dahinter, wer bekommt sie und wer zahlt dafür? 

Medizinische Hilfsmittel sind aus dem Alltag von Menschen mit einer Krankheit oder altersbedingten Einschränkung nicht wegzudenken. Denn sie helfen dort, wo der eigene Körper eingeschränkt ist, und tragen zu einer höheren Lebensqualität bei. Was zu Hilfsmitteln zählt und wer die Kosten übernimmt, weiß die Debeka, Deutschlands größte private Krankenversicherung.

Was sind medizinische Hilfsmittel?

Hilfsmittel sind Gegenstände, die Menschen mit Erkrankung oder (drohender) Behinderung dabei helfen, ihren Alltag so schmerzfrei und selbstbestimmt wie möglich zu leben. Dazu zählen beispielsweise Hör- und Sehhilfen, Prothesen, Rollstühle, aber auch Spritzen oder Applikationen. Allgemeine Gebrauchsgegenstände des Alltags, wie beispielsweise eine Heizdecke, gehören nicht dazu.

Hilfsmittelkatalog

Die Hilfsmittel müssen medizinisch erforderlich sein und von einem Arzt angeordnet werden. Die jeweilige Krankenversicherung genehmigt die Erstattung der Kosten. Als Orientierung dient das Hilfsmittelverzeichnis, das der Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) erstellt hat. Es ist durchaus möglich, dass die Krankenkasse Hilfsmittel erstattet, die nicht im Verzeichnis stehen. Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

Wer übernimmt die Kosten fürs Hilfsmittel?

Die Kosten für ein Hilfsmittel übernimmt die Krankenversicherung, so berichtet die Debeka. Während bei der gesetzlichen Krankenkasse für jedes Hilfsmittel Zuzahlungen nötig sind, fallen bei der privaten Krankenversicherung je nach Tarif nur für bestimmte Hilfsmittel, beispielsweise orthopädische Schuhe, Eigenbehalte an.

Pflegehilfsmittel nur bei Pflegegrad
Bei den Pflegehilfsmitteln kommt die Pflegeversicherung ins Spiel. Sie gewährt nämlich die Hilfsmittel, die zur häuslichen Pflege notwendig sind. Voraussetzung hierfür ist die Feststellung eines Pflegegrades. Pflegehilfsmittel erleichtern die Pflege und lindern Beschwerden. Dazu zählen Pflegebetten, Notrufsysteme oder Badewannenlifter. Eine klare Zuordnung ist nicht immer möglich, weil Hilfsmittel sowohl eine Behinderung ausgleichen als auch die Pflege erleichtern.

Oktober 2022. Redaktion pflegeinfos.net, Quelle Debeka
Copyright Foto: PR/Debeka, Adobe Stock

Sonntag, 5. Dezember 2021

Krankenkassenwechsel mit 80? Das Vergleichsportal gesetzlichekrankenkassen.de bietet Optionen auch für ältere Menschen

Macht Ihre Krankenkasse auf Wunsch Termine für Sie beim Facharzt? Können Sie sich zu jeder Tages- und Nachtzeit an eine medizinische Hotline wenden? Oder gibt es gar spezielle Programme bei schweren Krankheiten wie Diabetes oder Krebs? 

Wer bestmöglich versorgt sein möchte, sollte sich Gedanken machen und vergleichen! Nicht selten können mehr Leistungen für einen geringeren Beitragssatz herausgeholt werden. Egal ob 25 oder 80 Jahre alt – wer gar Jahrzehnte lang seiner Kasse treu bleibt, stellt sich oft schlechter. 

Denn alle gesetzlich Versicherten haben jederzeit das Recht, ganz ohne Gesundheitsprüfung zu wechseln. Lediglich zwölf Monate ist man dann an die neue Krankenkasse gebunden. Klappt der Wechsel nicht, bleibt man automatisch bei seinem vorherigen Anbieter weiterversichert. „Es kann nichts passieren“, beruhigt Thomas Adolph, Geschäftsführer von gesetzlichekrankenkassen.de, einem der größten unabhängigen Vergleichsportale zu gesetzlichen Krankenkassen.


Besonders ältere Menschen und chronisch Kranke profitieren

Seit über zwanzig Jahren nimmt Thomas Adolph mit seinem Team die Angebote der aktuell noch 102 gesetzlichen Krankenkassen genau unter die Lupe – und ruft zu mehr Bewegung in diesem so wichtigen Sektor auf. „Ein Wechsel zur richtigen Krankenkasse kann enorm viel bringen – ob mehr Service oder die einem persönlich gerade wichtigen Mehrleistungen.

Vor allem ältere Menschen und chronisch Kranke können profitieren: Denn viele Krankenkassen stellen über die Pflichtversorgung hinaus spezielle Angebote zur besonderen Versorgung für ihre Versicherten bereit. Diese sind meist regional ausgerichtet, werden nicht groß beworben, können aber durch die strukturierte Abstimmung von spezialisierten Behandlern einen echten Mehrwert bieten. „Kurz zum Telefon greifen und die eigene Krankenkasse anrufen“, empfiehlt Thomas Adolph auf Basis seiner langjährigen Erfahrung. 

Vergleichsportale nutzen

Die Nutzung eines unabhängigen Vergleichsportals kann daher eine Trendwende in der medizinischen Versorgung einläuten. Einfach zum Beispiel über die Detailsuche unter www.kassensuche.de die bestehende Erkrankung eingeben und schon werden die Krankenkassen aufgelistet, die im eigenen Bundesland entsprechende und verbesserte Angebote im Portfolio haben.  

Um sich im Dickicht aus Gesetzesparagrafen, freiwilligen Mehr- und Zusatzleistungen, Satzungsregelungen und vertraglichen Vereinbarungen zurecht zu finden, verschafft www.gesetzlichekrankenkassen.de den mehr als 70 Millionen Versicherten in Deutschland einen Überblick und gibt Entscheidungshilfen für die Wahl der passenden Krankenkasse.  

Dezember 2021. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: XXX


Montag, 12. April 2021

Corona Impfung beim Hausarzt in Baden-Württemberg: Erste Bilanz des Fachverbandes nach einer Woche Impfen in den Praxen

 „Die Hausärzte in Baden Württemberg ziehen nach der ersten Impfwoche eine positive Bilanz in der Pandemiebekämpfung. Nun muss sichergestellt werden, dass die Hausarztpraxen zuverlässig mit mehr Impfstoff versorgt werden und nicht wie angekündigt über Reduzierungen nachgedacht wird. Wenn Lieferschwankungen auf dem Rücken der Hausarztpraxen ausgetragen werden, wird dies das Vertrauen in die Politik weiter zerstören“, erklärt Dr. Berthold Dietsche, 1. Vorsitzender des Baden Württembergischen Hausärzteverbandes.
 
Welcher Impfstoff kommt zum Hausarzt?
Der 2. Vorsitzende Dr. Frank Dieter Braun ergänzt: "Die Hausarztpraxen sollen ab dem 19.4. den Impfstoff von Astra Zeneca zusätzlich bekommen, aber dafür weniger von Biontech/Pfizer, was für die Hausärzte völlig inakzeptabel ist. Wir müssen dann den verunsicherten Menschen vorwiegend Astra Zeneca Impfstoff impfen. Damit wird das politische Impfchaos in die Hausarztpraxen verlagert, was für uns unzumutbar ist. Durch den Fokus auf Astra Zeneca werden Patientinnen und Patienten unter 60 Jahren weitgehend von der Impfung in der Hausarztpraxis ausgeschlossen, das sollen die Politiker mal Ihren Bürgerinnen und Bürgern erklären“.
 
Warum werden Impfzentren bevorzugt?
Die Hausarztpraxen sind seit Beginn der Pandemie die erste Adresse für Ihr Patienten. Dank der Hausärzte konnte es verhindert werden, dass die Intensivstationen überfüllt sind und die Pandemie nicht das System gesprengt hat. Der aktuelle Zustand, dass der Impfstoff primär an die Impfzentren geliefert wird und die Hausärzte im Nachgang beliefert werden sollen, muss sofort geändert werden. 

Starke Gemeinschaft im Land
Der Hausärzteverband Baden-Württemberg ist einer von 17 Landesverbänden des Deutschen Hausärzteverbands. Er vertritt die Interessen von über 4.000 Hausärztinnen und Hausärzten in Baden-Württemberg gegenüber der Ärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung, den Krankenkassen und den Landesministerien. Alle Aktivitäten des Hausärzteverband Baden-Württemberg stehen auf der Website des Landesverband: www.hausarzt-bw.de
 
April 2021. Redaktion pflegeinfos.net



Mittwoch, 4. März 2020

Neue Zahnklinik in Varna ab April 2020: Implantat Behandlung und Zahnersatz in Bulgarien. Urlaub und Behandlung verbinden

Zahnbehandlungen in Ungarn, der Slowakei und Tschechien sind etabliert und werden von immer mehr Menschen gebucht. Die Qualität ist gut, im Grunde genauso gut wie in Deutschland, aber die Kosten – insbesondere für Zuzahler/Selbstzahler – sind niedriger.

Nun startet auch in Bulgarien der Medizintourismus: Am 4. April 2020 wird der Erweiterungsbau der Dentaprime-Zahnklinik in Varna eröffnet. Varna liegt am Schwarzen Meer und ist gut per Flugreise zu erreichen und bietet angenehme Temperaturen und Urlaubsflair.

Zahnbehandlung in Varna
 

Das Unternehmen untermauert damit seinen Status als modernste Zahnklinik in Europa. Mit insgesamt 71 Behandlungsräumen, ausgelegt auf 12.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr, ist die Dentaprime-Zahnklinik damit die größte nicht-staatliche Zahnklinik in der EU.

Über 50 Prozent günstigere Zahnbehandlung Bulgarien

In dem Behandlungszentrum ist es 350 Mitarbeitern in Zukunft möglich, mithilfe hochmoderner Technik die steigende Anzahl Patientinnen und Patienten vollumfänglich unter einem Dach zu versorgen und ihnen eine Behandlungserfahrung zu bieten, die weltweit ihresgleichen sucht und dazu durchschnittlich 60 Prozent weniger kostet als eine vergleichbare Behandlung in Deutschland.

Schweizer Tugenden garantiert

Swiss Dentaprime ist ein internationales Kompetenzzentrum für Implantologie und implantatgetragenen Zahnersatz, gelegen in der Hafenstadt Varna an der bulgarischen Schwarzmeerküste. Die Firma steht für Schweizer Tugenden wie Genauigkeit, Zuverlässigkeit und konsequentes Streben nach höchster Qualität

Regelversorgung mit Zahnimplantaten
Doch darüber hinaus vor allem für eine Revolution in der Versorgung von Implantatpatienten: Ist bisher eine perfekte, implantologische Versorgung mit hohen Kosten verbunden, erreicht man in Varna durch einen digitalisierten Workflow und Spezialisierung eine Kostenreduzierung um mehr als 60%. Dies ermöglicht Zahnimplantation für den komplett zahnlosen Kiefer als Regelversorgung, nicht als Ausnahme.

Moderne Klinik, Dentaprime
Die im Landesvergleich überdurchschnittlich gut bezahlten Zahnmediziner und -techniker von Swiss Dentaprime verbinden eine hohe dentalmedizinische Kompetenz mit besten biokompatiblen Hightech-Materialien. Auf dieser Grundlage bietet Swiss Dentaprime den Patienten eine lebenslange Garantie für die Behandlungen und Materialien an. Partnerzahnärzte in der Schweiz und der deutschen Bodenseeregion stehen für die Nachsorge zur Verfügung.
 

www.dentaprime.com

März 2020. Redaktion pflegeinfos.net

Montag, 26. August 2019

Pflegeheimsuche Deutschland: Online-Ratgeber EINBLICK zum Download hilft pflegenden Angehörigen

Der neue Kurzratgeber EINBLICK Pflegeheimsuche des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) bietet Orientierung, um ein passendes Pflegeheim zu finden. Angehörige von pflegebedürftigen Menschen erhalten konkrete Tipps, wie sie bei der Suche vorgehen und welche zentralen Aspekte sie bedenken sollten.

Wer ein Pflegeheim für einen nahestehenden Menschen sucht, will sicher gehen, dass es das Richtige ist. Die pflegebedürftige Person soll sich dort wohlfühlen und gut versorgt werden. Aber ein individuell passendes Pflegeheim zu finden, ist nicht immer einfach, erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP: „Aus unserer Arbeit wissen wir: Viele Angehörige belastet die Suche sehr. Sie sind unsicher, wie sie vorgehen sollen und worauf bei der Auswahl zu achten ist. Teilweise kommen auch Schuldgefühle auf, weil Angehörige ihrem Nächsten ein Leben im gewohnten Umfeld nicht mehr ermöglichen können. Besonders schwierig wird es, wenn die Entscheidung für eine stationäre Einrichtung unter Zeitdruck fallen muss, weil die Pflege zu Hause plötzlich einfach nicht mehr geht.“

Fünf Schritte für den richtigen Pflegeheimplatz
Um die Orientierung zu erleichtern, hat das ZQP nun einen Kurzratgeber als Onlineformat herausgegeben. Der EINBLICK Pflegeheimsuche zeigt, wie man in fünf Schritten bei der Suche und Entscheidungsfindung vorgehen kann. Zunächst sollte man den Anspruch auf individuelle und ortsnahe Pflegeberatung nutzen. Dort kann man sich unter anderem zu Versorgungsangeboten beraten lassen. 


Anforderungen an ein Pflegeheim - was ist Ihnen wichtig?
In einem zweiten Schritt sollte mit der pflegebedürftigen Person und weiteren Nahestehenden überlegt werden, welche konkreten Anforderungen an das Pflegeheim gestellt werden. Dabei können die im ZQP-EINBLICK aufgezeigten 10 wichtigen Aspekte bei der Pflegeheim-Wahl hilfreich sein. Dazu gehören zum Beispiel die Umgangsformen der Pflegenden, die Sicherheit bei der pflegerischen und ärztlichen Versorgung sowie die Ausstattung aber auch das Essensangebot oder die Lage der Einrichtung.

Kleine Konferenz in der Familie soll Klarheit bringen
Anschließend steht die Recherche nach Pflegeheimen an – am einfachsten funktioniert das mittlerweile über das Internet. Sind dann potenzielle Heime gefunden, ist es ratsam, sich möglichst gemeinsam mit dem pflegebedürftigen Angehörigen einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. Eine selbst erstellte Checkliste kann hilfreich sein, um die individuellen Anforderungen mit den Gegebenheiten vor Ort zu vergleichen. Um schließlich eine Auswahl zu treffen, eignet sich eine Art Konferenz mit allen für die Entscheidung relevanten Personen. Dabei müssen die Wünsche und Bedürfnisse des pflegebedürftigen Angehörigen im Mittelpunkt stehen.

Der ZQP-EINBLICK Pflegeheimsuche ist werbefrei. Er kann kostenlos über die Webseite des ZQP als PDF-Datei heruntergeladen werden: www.zqp.de/bestellen


August 2019. Redaktion pflegeinfos.net
Quelle: ZQP
 

Apotheker der Pflegerat-Apotheken helfen Angehörigen. Beratung zu Medizin, Pflegehilfsmittel inklusive frei Haus Service


Wenn ein Familienmitglied unerwartet pflegebedürftig wird, steht auch das Leben der Angehörigen häufig von einem auf den anderen Tag kopf. In ihrer Angst und Sorge um den geliebten Menschen fällt es vielen Betroffenen schwer, Entscheidungen zu treffen. 

Dabei müssen die Angehörigen rasch Antworten auf so viele Fragen finden: Können wir die Versorgung des Pflegebedürftigen selbst übernehmen? Welche Hilfsmittel sind für die praktische Pflege sinnvoll? Welcher Pflegegrad steht dem Familienmitglied zu? Welche Leistungen werden von der Pflegeversicherung übernommen? Können uns lokale Anbieter entlasten? 

Die Apotheke bietet mehr als nur Medikamente
Um sich wertvolle Unterstützung und Rat zu holen, empfiehlt Dr. Jan-Niklas Francke, Apotheken als kompetente Anlaufstelle zu nutzen. Der Inhaber einer Apotheke und eines Sanitätshauses bietet Betroffenen mit einem geschulten Team umfassende Beratung. Im Apothekenfinder unter www.pflegerat-apotheke.de finden Interessierte Anlaufstellen in ihrer Nähe, die sich auf alle Fragen rund um die häusliche Pflege spezialisiert haben.  Vor allem in NRW gibt es diese Apoheken.

"Wir wollen den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen so weit wie möglich helfen, mit ihrer schwierigen Situation gut zurechtzukommen - und zwar kostenlos", sagt Dr. Francke, der mit seiner Kompetenz-Apotheke in Emmelshausen eine Vorreiterrolle als vollversorgende Apotheke einnimmt.

Pflegehilfsmittel frei Haus

"Die Pflegerat-Apotheken verstehen sich als zentrale Anlauf- und Beratungsstelle vor Ort. Wir sind mit den örtlichen Pflegedienstleistern vernetzt und können dadurch den Betroffenen helfen, schnell individuelle Lösungen zu finden, mit denen sich die Probleme bewältigen lassen", erläutert Dr. Francke. Darüber hinaus führen die Apotheken der Kooperation ein breites Sortiment an Produkten, die für die Behandlung und Pflege zu Hause benötigt werden.

Darunter sind neben Medikamenten auch Hilfsmittel, die für Hygiene, Körperschutz und Desinfektion verwendet werden. Neben einer individuellen Beratung erhalten Betroffene die Lieferung der Pflege-Hilfsmittel auf Wunsch frei Haus. In Fragen rund um die Kostenerstattung der Krankenkassen können sie sich ebenfalls an ihren Apotheker wenden.

www.pflegerat-apotheke.de

August 2019. Text: djd
Copyright Fotos: djd/Pflegerat-Apoth./Shutterstock

Dr. Jan-Nicklas Francke




Freitag, 28. Juni 2019

Studie von SDK und mhplus Krankenkasse: Generation 55plus will den Kindern als Pflegefall nicht zur Last fallen - wie geht das?

74 Prozent der Bundesbürger ab 55 Jahren wollen im Pflegefall nicht von ihren Kindern betreut werden. Sieben von Zehn wünschen sich stattdessen einen professionellen Pflegedienst, der sie zuhause versorgt. Um die Nachkommen auch vor finanziellen Belastungen zu schützen, haben Menschen mit Kindern besser für Alter und Pflege vorgesorgt. 

Das zeigt eine gemeinsame Studie "55plus - Pflege im Alter" der mhplus Krankenkasse und der Krankenversicherung SDK. Befragt wurden 1.000 Bundesbürger ab 55 Jahren.

"Die Erwartungshaltung der Eltern im Vergleich zu früheren Generationen hat sich deutlich verändert. War es vor 20 Jahren noch üblich, von den Kindern im Pflegefall Hilfe zu bekommen, möchte die heutige Generation 55plus ihren Nachkommen keine Bürde sein", sagt Verena Ortmann, Leiterin der mhplus Pflegekasse.

Dies gilt auch in finanzieller Hinsicht. Lediglich acht Prozent der Studienteilnehmer erwarten von ihren Kindern eine Übernahme der Pflegekosten. Immerhin ein Drittel sorgt vor und legt monatlich Geld für einen möglichen Pflegefall zurück - oder hat bereits ausreichend Geld hierfür gespart. Bei den Teilnehmern ohne Kinder ist der Anteil deutlich geringer - nur jeder Vierte sichert sich finanziell für den Pflegefall ab. "Das Verantwortungsbewusstsein bei Eltern ist erkennbar ausgeprägter. Viele empfinden ein Pflichtgefühl gegenüber ihren Kindern, sie von finanziellen Belastungen freizuhalten", so Olaf Engemann, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK). 


"Sie sollen weder ihren Beruf aufgeben, um Zeit für die Eltern zu haben, noch zusätzlich zum Hauskredit auch deren Pflege finanzieren." Nur in einem Punkt nimmt die Generation 55plus ihre Nachkommen in die Pflicht: Sie sollen sich um die finanziellen Angelegenheiten ihrer Eltern kümmern, wenn diese dazu nicht mehr in der Lage sind.

Immer mehr ältere Menschen interessieren sich für alternative Wohnformen

Doch es geht der Generation 55plus nicht nur darum, die Erben von Belastungen fern zu halten. Sie will auch möglichst lange selbstbestimmt und unabhängig leben. Das eigene Zuhause ist dabei zwar noch immer der Ort, wo die meisten das Alter verbringen möchten. Doch immer mehr Studienteilnehmer können sich auch vorstellen, in einer Senioren-Wohngemeinschaft (33 Prozent) oder in einem Mehrgenerationenhaus zu wohnen (29 Prozent). 

Selbst ein Leben weit weg von Kindern und Enkelkindern im Ausland hält jeder fünfte der "neuen" alten Generation für denkbar. Schließlich ist Pflege dort oft wesentlich günstiger zu finanzieren. Doch reicht das Geld dafür überhaupt? Hier tappen fast zwei von drei Befragten im Dunkeln. Das Thema Pflegefinanzierung ist ihnen viel zu kompliziert. Und wenn es finanziell wirklich eng wird, setzen 55 Prozent auf den Staat - soll er doch für sie einspringen.
 

www.mhplus.de
www.sdk.de

Juni 2019. Text: ots


Montag, 18. März 2019

KKH-Analyse: Generation 75plus hockt fast immer im Wartezimmer. Bis zu 14 Arztkontakte pro Jahr

Mit zunehmendem Alter steigt auch die Zahl der Arztbesuche deutlich an. Das zeigt eine bundesweite Analyse der ambulant-ärztlichen Versorgung von Versicherten der KKH Kaufmännische Krankenkasse für das Jahr 2017. Demnach kontaktierten die 75- bis 84-jährigen am häufigsten einen Arzt - egal ob Allgemeinmediziner oder Facharzt: Sowohl die Frauen als auch die Männer dieser Altersgruppe nahmen rund 14-mal ambulante medizinische Hilfe in Anspruch. Ähnlich sah es bereits fünf Jahre zuvor aus.

"Die Anzahl der Arztbesuche hängt stark mit dem Gesundheitszustand zusammen. Mit zunehmendem Lebensalter steigt etwa die Häufigkeit chronischer Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und Osteoporose. Das ist ein Grund, warum ältere Menschen deutlich häufiger zum Arzt gehen als jüngere", erläutert Daniela Preußner vom KKH-Serviceteam. "Außerdem liegt die Vermutung nahe, dass Senioren, die sich dauerhaft einsam fühlen, häufiger im Wartezimmer sitzen."

Betrachtet man dagegen die jüngeren Versicherten, gehen diese deutlich seltener zum Arzt. Außerdem gibt es - anders als bei den Senioren - große Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Am seltensten kontaktierten laut KKH-Analyse Männer zwischen 20 und 29 Jahre einen Mediziner: im Jahr 2017 rund dreimal - ihre Altersgenossinnen dagegen achtmal. Altersübergreifend gesehen nahmen KKH-versicherte Männer im Durchschnitt rund sechsmal im Jahr ambulante medizinische Versorgung in Anspruch, Frauen dagegen zehnmal.

Die Top fünf der am häufigsten kontaktierten Ärzte (prozentualer Anteil je 100 Versicherte 2017):

1. Allgemeinmediziner (92 %)

2. Laborärzte (44 %)

3. Chirurgen/Orthopäden (28 %)

4. Gynäkologen (26 %)

5. Augenärzte (23 %)

März 2019. Redaktion pflegeinfos.net



Freitag, 27. Juli 2018

Rente im Ausland - müssen Auslandsrentner Steuer bezahlen? Tipps für deutsche Senioren im Ausland zu Grundfreibetrag, Doppelbesteuerung

Immer mehr Rentner spielen mit dem Gedanken, ihren Ruhestand im Ausland zu verbringen. Dort locken niedrige Lebenshaltungskosten und ein angenehmes Klima, etwa in einer Seniorenresidenz in Spanien (Mallorca, Lanzarote, Gran Canaria) oder einer Wohnung in Bulgarien, Portugal oder sogar in Thailand. 

Weit weg von deutscher Bürokratie denkt kaum einer daran, vielleicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet zu sein. Aber: Seit dem Alterseinkünftegesetz 2005 werden sukzessive auch sämtliche Auslandsrentner erfasst. Ob Rentner Steuern zahlen müssen, hängt von der Höhe und dem Zeitpunkt ab, wann sie in Rente gegangen sind: Wer im Jahr 2005 oder früher in Rente gegangen ist, muss nur 50 Prozent versteuern

Steuer für Rentner hängt vom Renteneintritt ab
Für spätere Renteneintritte steigt der steuerpflichtige Anteil um zwei Prozent jährlich. Wer also zum Beispiel 2015 in Rente ging, muss 70 Prozent seiner Rente versteuern. Damit bleiben 30 Prozent steuerfrei. Abhängig vom Jahresbetrag der Rente und dem Jahr des Rentenbeginns wird dann der steuerfreie Teil (sog. Rentenfreibetrag) der Rente ermittelt, der grundsätzlich für die gesamte Laufzeit des Rentenbezugs gilt. 

Die Deutsche Seniorenliga rät, sich in jedem Fall beim Finanzamt "zu melden", schlicht um Klarheit zu haben. Unter Umständen ist eine Beratung durch einen Steuerexperten sinnvoll. Eine Steuererklärung wird immer dann verlangt, wenn die gesamten Einkünfte den Grundfreibetrag übersteigen. Er betrug 2016 für Alleinstehende 8.652 Euro und 17.304 Euro für Ehepaare. Erst bei einem zu versteuernden Einkommen über diesem Wert wird die Einkommensteuer erhoben


Seniorendomizil in Lanzarote: deutsche Rentner lieben das Klima der Insel
 

Auslandsrentnern steht kein steuerfreier Grundfreibetrag zu
Auslandsrentner sind "beschränkt steuerpflichtig". Diese freundliche Umschreibung beschreibt einen Nachteil für Senioren, die sich sorglos im Süden wähnen: Für sie gibt es keinen Steuerfreibetrag in Höhe von 8.652 Euro wie in Deutschland, heißt: Jeder Rentner ist vom ersten Euro an steuerpflichtig. Auch das Ehegattensplitting entfällt. 

Antrag für Grundfreibetrag bei Rente im Ausland möglich
Unter bestimmten Voraussetzungen können Auslandsrentner einen Antrag auf unbeschränkte Steuerpflicht stellen; wird dem Antrag stattgegeben, steht einem der Grundfreibetrag zu. Was sind das für Voraussetzungen? Das Einkommen muss entweder zum weitaus größten Teil – nämlich 90 Prozent – in Deutschland besteuert werden und man darf daneben nur kleine Einkünfte haben. Oder aber die Einkünfte aus dem Ausland, die nicht in Deutschland versteuert werden, liegen nicht über 8.652 Euro. In diesem Fall sollten dem Antrag auf unbeschränkte Steuerpflicht ein Nachweis darüber beigelegt werden, wie viele Einnahmen außerhalb Deutschlands tatsächlich bezogen werden. 
 
Doppelbesteuerungsabkommen mit anderen Staaten

Mit einigen Ländern wurden Abkommen geschlossen, dass die Rente dort versteuert werden kann. Durch dieses Doppelbesteuerungsabkommen ist geregelt, ob entweder der alte Heimat- oder der neue Wohnsitzstaat die Steuer erheben darf. Darüber gilt es, sich vorher beim Finanzamt zu erkundigen. Rentner, die ihren Wohnsitz nicht ins Ausland verlegen, weil sie etwa nur die Wintermonate im sonnigen Süden verbringen, bleiben ganz normal in Deutschland steuerpflichtig.

Kostenloser Ratgeber 

In welchen Fällen müssen Rentner eine Steuererklärung abgeben? Welche Einkommensarten werden versteuert? Was muss beachtet werden bei einem Altersruhesitz im Ausland? Diese und weitere Fragen beantwortet die Broschüre „Steuern zahlen im Ruhestand“. Sie kann kostenlos bei der Deutschen Seniorenliga, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn bestellt werden. www.deutsche-seniorenliga.de

Juli 2018. Text: ots/Deutsche Seniorenliga
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Montag, 9. April 2018

Krankenhausbehandlung für Ältere: Vortrag im Stuttgarter Rathaus am 16. April 2018 - was muss eine Klinik für Ältere tun?

In der erfolgreichen Vortragsreihe „Medizin im Rathaus 2018“ der Landeshauptstadt Stuttgart und des Klinikums Stuttgart geht es am Montag, 16. April 2018, 18.00 Uhr, im großen Sitzungs­saal des Stuttgarter Rathauses, um das Thema „Erfolgreiche Krankenhausbehandlung für Ältere – Modellprojekte am Klinikum Stuttgart.

Unsere Lebenserwartung steigt. Leider nehmen gerade im Alter Krankheiten und Krankenhausbehandlungen zu. Für ältere Patienten ist der Wechsel aus dem vertrauten häuslichen Umfeld in die neue Umgebung oft eine besondere Belastung. 


Gerade in Verbindung mit akuten Erkrankungen, operativen Eingriffen und Narkosen nimmt das Risiko zu, dass der Körper aus der Balance gerät – bis hin zum Delir. Ein altersgerechtes Krankenhaus und die Früherkennung von Risikofaktoren ermöglichen es, diese Gefahr zu reduzieren und eine möglichst sichere Behandlung zu gewährleisten. 

Priv.-Doz. Dr. Christine Thomas, Ärztliche Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie für Ältere, Krankenhaus Bad Cannstatt stellt innovative Ansätze vor und gibt wichtige Hinweise für ältere Patienten und ihre Angehörigen zur eigenen Vorbereitung und aktiven Begleitung eines Krankenhausaufenthaltes.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Dialog mit der Referentin.


April 2018. Redaktion pflegeinfos.net






Werbung: 24h Betreuung, häusliche Betreuung in Stuttgart. Vermittlung und Beratung für pflegende Angehörige durch riva-care.de.  24-Stunden-Hilfen aus Kroatien, Ungarn und Tschechien im Einsatz. Telefonberatung 0171 - 533 33 69.

Dienstag, 3. April 2018

Schulterverletzung bei Senioren: Ist es nur eine Prellung oder Sehnenriss? Tipps für das Gespräch beim Arzt von der Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie

Bei einem Spaziergang stürzt eine ältere Frau und fällt dabei auf ihre Schulter. Die Betroffene verspürt nach dem Sturz starke Schmerzen in der Schulter, verbunden mit einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung. Nach einigen Tagen geht sie zum Arzt und wird klinisch untersucht. Ein ergänzendes Röntgenbild zeigt, dass der Oberarmkopf nicht gebrochen ist.

Da aufgrund der Schmerzen eine Untersuchung der Schulter in alle Bewegungsrichtungen nicht möglich ist, erhält die Patientin zunächst schmerzlindernde Medikamente. Bei einem weiteren Termin nach 1- 2 Wochen soll die Bewegungsfähigkeit nochmals untersucht werden.


Wie bereiten sich Betroffene auf das zweite Arzt-Gespräch vor? Tipps der
AGA, Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie:
 

• Überlegen Sie genau, wo Sie Schmerzen haben, wie sie sich anfühlen (Stechen, Zie- hen?) und wann sie besonders stark sind (in der Bewegung, Belastung oder in der Ru- hephase, z.B. nachts).
 

• Überlegen Sie sich in welchen Alltagssituationen sie eingeschränkt sind und inwiefern sich diese Einschränkungen verbessert haben!

• Notieren Sie Ihre Fragen für das Gespräch. Dabei sollten Sie auch überlegen, welche Fragen für Sie relevant sein könnten, sollte der Arzt zu einem operativen Eingriff raten.
 

• Bringen Sie relevante Befunde (Vorbefunde der Schulter) und eine Medikamentenlisten (z.B. Blutverdünnung/Zuckermedikamente) /Allergiepass mit, um Ihre individuellen Risiken verschiedener Therapiealternativen abschätzen zu können. 

• Lassen Sie sich das Problem an Röntgenbildern, anatomischen Modellen oder Zeich- nungen vom Arzt erklären – eine visuelle Vorstellung erleichtert häufig das Verständnis.

• Nehmen Sie eventuell eine Vertrauensperson mit. Ein Dritter stellt noch mal andere Fragen und merkt sich andere Aussagen des Gesprächs.
 

• Fassen Sie das Gehörte noch mal kurz zusammen. So können Sie mögliche Missver- ständnisse vermeiden.

Wie sinnvoll ist die eigene Recherche zur Diagnose im Internet?

Die Recherche wird von Ärzten eher kritisch betrachtet. Häufig kann ein individueller Fall in den Schilderungen im Internet nicht vergleichbar abgebildet werden. Sollten Sie im Internet etwas nachlesen wollen, achten Sie unbedingt auf seriöse und bekannte Absender wie zum Beispiel Fachgesellschaften. Hilfreich kann die Internetrecherche bei der Suche nach einem Arzt in der Nähe sein oder wenn Sie Fachbegriffe besser verstehen wollen. Vorsicht ist vor dem Angebot neuer oder alternativer Therapieformen geboten!
 

Zweitmeinung: Wann ist es sinnvoll, sich von einem zweiten Facharzt untersuchen zu lassen und wer trägt die Kosten?
Insbesondere vor einer empfohlenen Operation kann es sinnvoll sein, eine Zweitmeinung von einem weiteren Facharzt einzuholen. Viele Krankenkassen bieten ihren Mitgliedern dafür ein Zweitmeinungsprogramm an. Eine Zweitmeinung vor einem größeren Eingriff einzuholen ist Ihr gutes Recht und wird den Patienten von vielen Ärzte auch selbst angeraten.
 

Patientenakte: Wem und wohin gehören die Ergebnisse der bildgebenden Diagnostik?
Sämtliche Bilder und Aufnahmen – Röntgenbilder, MRT, CT – gehören Ihnen! Für die Aushändigung bzw. Vervielfältigung z.B. für eine Zweituntersuchung kann der behandelnde Arzt eventuell eine kleine Aufwandsentschädigung in Rechnung stellen.


Info AGA: Sie ist die größte europäische Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie mit derzeit mehr als 4.600 Mitgliedern. Die Ziele sind unter anderem Nachwuchsförderung, Weiterbildung, Standespolitik im Zusammenhang mit der Arthroskopie und Gelenkchirurgie, Sicherung und Kontrolle der Qualität und die Unterstützung und Finanzierung von wissenschaftlichen und klinischen Projekten  
www.aga-online.de

April 2018. Redaktion pflegeinfos.net

Montag, 24. April 2017

Künstliches Kniegelenk bei Menschen über 70: Frankfurter Klinik sorgt für kurze OP- und Behandlungsdauer dank neuer Schmerztherapie und OP-Routine

Immer mehr Deutsche brauchen ein künstliches Kniegelenk. Vor allem die Zahl der Patienten mit schwerer Arthrose steigt - oft ausgelöst durch intensive Sportaktivitäten. Der Einsatz eines künstlichen Kniegelenks ist dann in vielen Fällen unumgänglich. Im Klinikum Friedrichsheim in Frankfurt werden diese Implantat-Empfänger dank der optimierten Therapien zumindest aber schneller wieder mobil. Viele der Patienten sind bereits am Tag nach der Operation wieder auf den Beinen.

Mit neuen Therapien konnten die Frankfurter Orthopäden in den letzten zehn Jahren aber den Heilungsprozess deutlich beschleunigen und die Liegedauer in der Klinik nahezu halbieren.

Klinikaufenthalt von fünf Tagen machbar
Noch vor zehn Jahren mussten Patienten nach einer solchen Operation mindestens zehn Tage im Krankenhaus bleiben. Im Klinikum Friedrichsheim dürfen die meisten heute bereits nach fünf oder sechs Tagen nach Hause dank speziellem Bewegungstraining und neuen Wegen der Schmerztherapie.


Das Frankfurter Orthopädiezentrum ist damit auch bei der Kürze der Behandlungsdauer im deutschlandweiten Vergleich mit an der Spitze. "Nach drei Monaten können die Patienten dann sogar wieder kniefreundliche Sportarten wie Golf, Radfahren, Wandern oder Schwimmen betreiben", sagt Prof. Dr. Andrea Meurer, Direktorin des Klinikums.



Ein Künstliches Kniegelenk
Ein künstliches Kniegelenk sorgt für neue Lust am Bewegen und Schmerzfreiheit

Operationsroutine: Garant für Behandlungserfolg
Der Austausch eines Kniegelenks stellt auch erfahrene Gelenkchirurgen vor besondere Herausforderungen. Beim Ersatz des größten Gelenks im menschlichen Körper müssen nicht nur Gelenkbestandteile ersetzt, sondern auch Bänder, Kapsel und umgebende Weichteilstrukturen um das neue Kniegelenk herum optimal balanciert werden. Oberstes Ziel ist es dabei, den stabilen Bewegungsumfang eines natürlichen Knies weitgehend wieder herzustellen.

Ein wichtiger Faktor für den Operationserfolg ist die Routine und Erfahrung der Chirurgen. Im Klinikum Friedrichsheim, von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie als Endoprothetik-Zentrum der Maximalversorgung zertifiziert, implantiert jeder der Senioroperateure weit mehr als 100 Gelenkprothesen pro Jahr. Fehlt diese Praxis, sind laut Statistik bei mehr als sieben Prozent der Patienten oft aufwendige und komplizierte Nachoperationen erforderlich.

Mit Knieprothese sportlich aktiver als zuvor

Auch die Wahl des richtigen Implantats ist für den Behandlungserfolg mitentscheidend. Die Prothesen-Technik hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. Ist nur ein Gelenkanteil des Knies verschlissen, gibt es beispielsweise spezielle Implantate, die wie aktuelle Studien zeigen zu 95 Prozent auch nach 15 Jahren noch voll funktionsfähig sind. Und dies, obwohl 70 Prozent der Patienten mit einem künstlichen Kniegelenk aktuellen Untersuchungen zufolge heute nach der Operation mehr Sport betreiben als vor der OP.

Die Universitätsklinik Friedrichsheim steht beim Implantieren künstlicher Gelenke seit Jahren mit an der Spitze in Deutschland - laut Magazin Focus als eine der zwölf besten bei mehr als 1100 Kliniken, in denen derzeit in Deutschland künstliche Gelenke eingesetzt werden. www.friedrichsheim.de


April 2017. Redaktion pflegeinfos.net
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Freitag, 12. September 2014

Vorschläge der Siemens-Betriebskrankenkasse zur Pflegereform: Bürokratieabbau und mehr Hilfe für pflegende Angehörige

Das von der Bundesregierung geplante 1. Pflegestärkungsgesetz soll die Pflegeversicherung stärken. Das Gesetz ermöglicht Pflegebedürftigen eine bessere Versorgung und stärkt die Pflege zu Hause. Gerade bei der Entlastung pflegender Angehöriger besteht jedoch noch Nachbesserungsbedarf, urteilt die Siemens-Betriebskrankenkasse SBK. Die SBK hat Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) deshalb eine Reihe von Vorschlägen vorgelegt, wie die Situation von Pflegebedürftigen und Pflegenden verbessert werden kann.

Die Betreuung eines pflegebedürftigen oder demenzkranken Menschen ist verantwortungsvoll, anstrengend und kann pflegende Angehörige auf Dauer an ihre Belastungsgrenzen führen. „Um pflegende Angehörigen zu entlasten, ist es notwendig, die Leistungen so einfach und unkompliziert wie möglich zu gestalten“, sagt Gertrud Demmler, Vorstand der SBK. „Wir fordern deshalb den Abbau bürokratischer Hemmnisse.“


In einem Papier, das die SBK dem Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe vorgelegt hat, werden Verbesserungen beschrieben, die aus der praktischen Erfahrung heraus dringend geboten sind. Die SBK-Pflegekasse hatte 2013 ein Volumen von insgesamt rund 360 Millionen Euro und unterstützte rund 46.000 Pflegefälle im ambulanten und stationären Bereich mit Leistungsausgaben.

Das sind die Wünsche der SBK:


Bürokratieabbau:So sollte der Ehegatte bzw. Lebenspartner eines Pflegebedürftigen im Bereich Pflege juristisch handlungsfähig gestellt werden, so dass er Pflegeleistungen für den Partner beantragen und quittieren kann. Eine entsprechende Regelung würde aus SBK-Sicht zu mehr Rechtssicherheit beitragen und viele alltägliche Vorgänge vereinfachen. Bei der Notwendigkeitsprüfung von Pflegemitteln für den täglichen Verbrauch schlägt die SBK eine Prüfung durch die Pflegekasse vor, um bürokratische Umwege über den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) abzukürzen. 

Pflegende Angehörige stärker entlasten: Kurzzeit- und Verhinderungspflege sind wichtige Angebote, um pflegende Angehörige zu entlasten. Hinsichtlich der Erstattungshöhe sollte kein Unterschied bestehen, ob der Pflegebedürftige während der Verhinderungspflege durch einen Pflegedienst oder durch Angehörige weitergepflegt wird. Die sechsmonatige Wartezeit, die bis zur Inanspruchnahme bislang eingehalten werden muss, sollte aus SBK-Sicht abgeschafft werden. Das Pflegegeld sollte während der Auszeit in vollem Umfang weitergezahlt werden. Um die Flexibilität zu erhöhen, sollten Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege zudem gegenseitig zu 100% anrechenbar sein. 

Erleichterungen für Pflegebedürftige: Die Vorschläge der SBK sehen außerdem eine flexiblere Handhabung der zusätzlichen Betreuungsleistung vor: Durch die Einführung eines Jahresbudgets sollen Pflegebedürftige größere Flexibilität bei der Beantragung und Auszahlung der Leistung erhalten. Wichtig ist auch eine Verbesserung des Verfahrens zur Feststellung der Pflegestufe. Aus SBK-Sicht sollte bei der Begutachtung durch den MDK immer eine dritte Person hinzugezogen werden, die das Vertrauen des Pflegebedürftigen genießt, so dass der Gutachter einen besseren Eindruck über den Alltag des Pflegebedürftigen erhält. Bericht hierzu finden Sie HIER.

Die Siemens-Betriebskrankenkasse SBK ist Deutschlands größte Betriebskrankenkasse. Die bundesweit tätige gesetzliche Krankenkasse, über 100 Jahre alt, versichert mehr als 1 Million Menschen und betreut über 100.000 Firmenkunden in Deutschland – mit mehr als 1.500 Mitarbeitern in über 100 Geschäftsstellen. 

September 2014. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/SBK

Mittwoch, 20. August 2014

Urlaub in Spanien und Portugal: beste medizinische Versorgung von Senioren und Pflegepersonen mit DAK-Europaservice

Die aktive Generation 60plus reist gerne um die Welt und besonders auch ins warme Spanien oder nach Portugal. Ganz schlecht ist es aber, wenn im Urlaub dann ein Arztbesuch ansteht. In vielen Ländern, auch innerhalb der EU, müssen Rentner sofort ihre Arzt-Rechnung bezahlen, hinzu kommen oft auch Sprachprobleme und die Frage, wer die beste medizinische Betreuung vor Ort übernehmen kann.

Der neue Europaservice der DAK-Gesundheit hilft jetzt dabei, den Ärger möglichst klein zu halten. Versicherte bekommen auch im Ausland die bestmögliche Versorgung und eine deutschsprachige Betreuung ohne Wartezeit. Auch Probleme bei der Abrechnung gehören der Vergangenheit an.

In zwei Urlaubsländern greift der Service schon. Im Focus stehen aktuell Mallorca und Portugal: Auf der Balearen-Insel garantieren Verträge mit 42 Arztpraxen und zwei Kliniken beste Versorgung. In Portugal deckt ein Netz mit zehn Kliniken und acht Arztpraxen die gesamte Küstenregion ab. An der Küste des spanischen Festlands und in Polen können Senioren und ihre Angehörigen ebenfalls bald vom DAK-Europaservice profitieren.

Immer mehr Reisende werden krank im Urlaub
Im vergangenen Jahr 2013 sind knapp zehn Prozent der deutschen Reisenden im Sommerurlaub krank geworden. Gut ein Viertel davon hatte einen Unfall. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit hervor. Obwohl die Europäische Krankenversicherungskarte gewährleistet, dass Urlauber ausländische Gesundheitssysteme in Anspruch nehmen können, gibt es immer wieder Probleme.

Bei Reisen immer auch an gute Hilfe in  Notfällen denken

„Oft ist es schon schwierig, einen geeigneten Arzt zu finden – oder die Versicherungskarte wird nicht akzeptiert“, sagt DAK- Krankenhausexperte Peter Rowohlt. Wenn der nächste erreichbare Mediziner ein Privatarzt ist, seien Urlauber gezwungen, die Behandlungskosten vorzustrecken. „Deshalb haben wir mit allen Vertragspartnern eine Direktabrechnung vereinbart“, sagt Rowohlt.

Um den DAK-Europaservice nutzen zu können, reicht ein Blick ins Internet: Unter www.dak.de/europaservice sind derzeit alle Praxen und Kliniken auf Mallorca, Menorca und in Portugal aufgelistet. Weitere Länder sollen folgen.


Alternativ hilft die DAK-Auslandshotline weiter. Unter Telefon 0049 40 3253 25 900 informieren Experten nicht nur zu Krankheitssymptomen, sie helfen auch bei der Suche nach einem Arzt, der vor Ort mit der DAK-Gesundheit kooperiert. Gerne werden Senioren vor ihrer Reise auch in einer DAK-Geschäftsstelle beraten.

August 2014. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/DAK-Gesundheit/thinkstock