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Dienstag, 25. April 2023

Gürtelrose in Stuttgart. Immer größere Ausbreitung, aber Impfen kann helfen


Die Zahl der Gürtelrose-Fälle in der Landeshauptstadt Stuttgart steigt wieder. Nicht nur bei älteren Menschen, sondern auch bei jungen und gesunden. Auslöser können ein geschwächtes Immunsystem oder Stress sein. Gerade im Alter kann eine Vorsorge-Impfung schützen.

Es beginnt mit Schmerzen, dann kommt der Ausschlag. Erst brennt die Haut, dann tauchen kleine rote Erhebungen auf und wachsen schnell zu Bläschen heran. Eine Gürtelrose kann überall am Körper auftreten. Oft ist nur eine Region betroffen, etwa die Brust oder der Rumpf. 

Bläschen kommen über Nacht und jucken
„Die Symptome einer Gürtelrose sind zuerst Abgeschlagenheit und Fieber. Nach 2-3 Tagen kommt ein brennender oder stechender Schmerz im betroffenen Bereich hinzu, gefolgt von leichten Hautrötungen mit kleinen Knötchen, aus denen sich innerhalb weniger Stunden Bläschen entwickeln, die jucken können. Insgesamt dauert es in der Regel zwei bis vier Wochen, bis die Erkrankung ausgestanden ist“, erklärt David Mahier, Leiter für Präventionsleistungen bei der AOK Stuttgart-Böblingen.

Gürtelrose in Stuttgart: viele Fälle in der Generation 60plus

In Stuttgart waren 2021 insgesamt 1.767 AOK-Versicherte von diesen Symptomen betroffen. Damit steigt die Zahl der Betroffenen nach einem leichten Rückgang im Jahr 2020 um knapp 80 Fälle innerhalb eines Jahres. Frauen sind häufiger von Gürtelrose betroffen als Männer. Die meisten Krankheitsfälle treten bei den Stuttgarterinnen und Stuttgartern ab 50 auf und erreichen ihren Höhepunkt in der Landeshauptstadt im Alter von 65-69 Jahren mit 191 Fällen.

Auslöser für die Gürtelrose kann ein geschwächtes Immunsystem sein, aber auch Stress, bestimmte Medikamente oder zu wenig Sonnenschutz. „Der häufigste Grund an einer Gürtelrose zu erkranken ist jedoch die Reaktivierung der im Körper verbliebenen Varizella-Zoster-Viren nach einer überstandenen Windpockeninfektion“, sagt David Mahier. 

Vorbeugen durch Impfen ab 50 Jahre
Um sich vor einer Gürtelrose zu schützen, empfiehlt die Ständige Impfkommission (StiKo) daher den Menschen über 60 Jahren und Menschen mit einem höheren Risiko für Komplikationen bereits ab 50 Jahren die Impfung gegen Gürtelrose. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten, darunter antivirale Medikamente, Schmerzmittel und topische Cremes. Es ist wichtig, frühzeitig mit der Behandlung zu beginnen, um die Symptome zu lindern und Komplikationen zu vermeiden. 

Schutzimpfung: Diese Leistungen übernimmt die AOK
Gürtelrose (Herpes zoster)

Wer und wie oft? Die AOK übernimmt die Kosten für die zweimalige Impfung für bestimmte Personengruppen (https://www.aok.de/pk/leistungen/impfungen/ueberblick/)

April 2023. Redaktion Pflegeinfos.net /Quelle AOK
Copyright Foto: AOK

Montag, 12. April 2021

Corona Impfung beim Hausarzt in Baden-Württemberg: Erste Bilanz des Fachverbandes nach einer Woche Impfen in den Praxen

 „Die Hausärzte in Baden Württemberg ziehen nach der ersten Impfwoche eine positive Bilanz in der Pandemiebekämpfung. Nun muss sichergestellt werden, dass die Hausarztpraxen zuverlässig mit mehr Impfstoff versorgt werden und nicht wie angekündigt über Reduzierungen nachgedacht wird. Wenn Lieferschwankungen auf dem Rücken der Hausarztpraxen ausgetragen werden, wird dies das Vertrauen in die Politik weiter zerstören“, erklärt Dr. Berthold Dietsche, 1. Vorsitzender des Baden Württembergischen Hausärzteverbandes.
 
Welcher Impfstoff kommt zum Hausarzt?
Der 2. Vorsitzende Dr. Frank Dieter Braun ergänzt: "Die Hausarztpraxen sollen ab dem 19.4. den Impfstoff von Astra Zeneca zusätzlich bekommen, aber dafür weniger von Biontech/Pfizer, was für die Hausärzte völlig inakzeptabel ist. Wir müssen dann den verunsicherten Menschen vorwiegend Astra Zeneca Impfstoff impfen. Damit wird das politische Impfchaos in die Hausarztpraxen verlagert, was für uns unzumutbar ist. Durch den Fokus auf Astra Zeneca werden Patientinnen und Patienten unter 60 Jahren weitgehend von der Impfung in der Hausarztpraxis ausgeschlossen, das sollen die Politiker mal Ihren Bürgerinnen und Bürgern erklären“.
 
Warum werden Impfzentren bevorzugt?
Die Hausarztpraxen sind seit Beginn der Pandemie die erste Adresse für Ihr Patienten. Dank der Hausärzte konnte es verhindert werden, dass die Intensivstationen überfüllt sind und die Pandemie nicht das System gesprengt hat. Der aktuelle Zustand, dass der Impfstoff primär an die Impfzentren geliefert wird und die Hausärzte im Nachgang beliefert werden sollen, muss sofort geändert werden. 

Starke Gemeinschaft im Land
Der Hausärzteverband Baden-Württemberg ist einer von 17 Landesverbänden des Deutschen Hausärzteverbands. Er vertritt die Interessen von über 4.000 Hausärztinnen und Hausärzten in Baden-Württemberg gegenüber der Ärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung, den Krankenkassen und den Landesministerien. Alle Aktivitäten des Hausärzteverband Baden-Württemberg stehen auf der Website des Landesverband: www.hausarzt-bw.de
 
April 2021. Redaktion pflegeinfos.net