Posts mit dem Label ambulante Dienste werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label ambulante Dienste werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 19. September 2024

Stuttgart: Das Wohlfahrtswerk startet eine Pflege-WG im Stadtteil Giebel. Nachfrage nach dieser betreuten Wohnform steigt


Das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg betreibt seit über 20 Jahren ambulante Pflege-WGs, unter anderem in Stuttgart-Rot und Tübingen-Hirschau. Nun ist ein dritter Standort hinzugekommen: Stuttgart-Giebel.

In der Mittenfeldstraße 44 hat die Baugenossenschaft „Neues Heim - die Baugenossenschaft eG“ einen neuen Gebäudekomplex errichtet. Im Erdgeschoss bietet das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg ab sofort eine WG mit sechs Plätzen, eine zweite WG dieser Größe ist im Nachbargebäude vorgesehen. Das Angebot richtet sich nicht nur an Ältere mit Unterstützungs- und Pflegebedarf ab Pflegegrad 1. 

Auch für jüngere Menschen, z. B. mit neurologischen Erkrankungen, kann diese Wohnform passen. Denn die barrierefreie Wohnung mit rund 230 Quadratmetern ist für Rollstuhlfahrer nutzbar – beispielsweise haben die Badezimmer bodengleiche Duschen und der Hauszugang ist ebenso wie der Austritt zur Terrasse schwellenfrei.

Rundum betreut und gut versorgt

Für die Einwohner von Giebel ergibt sich mit dieser Wohngemeinschaft eine gute Möglichkeit, um weiter im vertrauten Umfeld im Stadtbezirk zu leben, wenn der Verbleib in der bisherigen Wohnung an Grenzen stößt. Soziale Bezüge und vorhandene Unterstützung können so aufrechterhalten werden. Das WG-Prinzip wirkt zudem der sozialen Isolation entgegen.

Alltagsbegleitung immer vor Ort

Die Kosten für die Anwesenheit einer Alltagsbegleiterin rund um die Uhr teilen sich sechs Personen. Die Alltagsbegleiterinnen sind beim Wohlfahrtswerk fest angestellt, werden nach Tarifvertrag bezahlt und arbeiten abwechselnd in Früh-, Spät- und Nachtschicht. Sie übernehmen Aufgaben im Haushalt, wie die Zubereitung von Mahlzeiten, unterstützen bei der Freizeitgestaltung und sind Ansprechpartner bei Fragen und Problemen. Für pflegerische Unterstützung wählen die Bewohner ihren eigenenPflegedienst, ganz nach ihrem Bedarf.

Das Wohlfahrtswerk vermietet die zwischen 15 und knapp 18 Quadratmeter großen WG-Zimmer samt Gemeinschaftsflächen. Zusätzlich zum Mietvertrag muss ein Betreuungsvertrag für die gemeinsame Alltagsbegleitung abgeschlossen werden.

September 2024. Redaktion pflegeinfos.net 

Copyright Foto: Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg


Bildunterschrift:

In der Mittenfeldstraße im Weilimdorfer Stadtbezirk Giebel hat die Baugenossenschaft „Neues Heim - die Baugenossenschaft eG“ einen neuen Gebäudekomplex errichtet. Das Wohlfahrtswerk hat das EG zur Nutzung als Pflege-WG gemietet.


Montag, 22. Juli 2024

E-Auto-Förderung für Pflegedienste in Baden-Württemberg: FDP kritisiert Verkehrsminister Hermann

Neben seiner Pro-Fahrrad-Politik hat der Verkehrsminister von Baden-Württemberg eine weitere Mission: Baden-Württemberg soll E-Auto-Land werden. Dazu hat er überdimensionierte Förder-Programme aufgelegt, einige hat er schon wieder einstampfen lassen müssen, weil die Nachfrage nicht da war, etwa bei E-Taxis.

Doch Winfried Hermann (Grüne) kann´s nicht lassen: Jetzt will er bis zu 1.000 E-Fahrzeuge für Pflegefirmen mit jeweils bis zu 7.000 Euro subventionieren – aber nur Wagen, die maximal 4,1 Meter lang sein dürfen.

Sieben Millionen Euro an Kaufprämien

Der FDP-Landtagsabgeordnete Friedrich Haag, Sprecher für individuelle Mobilität, sagt: "Das Land ist schlecht beraten, insgesamt bis zu sieben Millionen Euro an stationäre und ambulante Pflegeanbieter auszuschütten. Sogar der grüne Bundeswirtschaftsminister hat erkannt, dass Kaufprämien das falsche Instrument sind und diese abgeschafft. Auf den ersten Blick wirkt es ja positiv, im Bereich der Pflege etwas zu tun. Dabei wird völlig verkannt, dass es zu Abgrenzungsproblemen kommt."

Emissionsfreie E-Fahrzeuge sind Märchen

Haags Bedenken: Warum sollen andere Hilfsangebote außen vor bleiben? Seien es hauswirtschaftliche Hilfen oder häusliche Krankenpflege. Die Frage ist auch, warum so ein Auto nur 4,1 Meter lang sein darf. "Leider wiederholt das Land das Märchen von den emissionsfreien E-Fahrzeugen. Das sind sie bei weitem nicht, denn die elektrische Energie wird oft genug noch mit Kohle erzeugt. Dieses Geld hätte das Land besser für Forschung und den Hochlauf von E-Fuels verwendet", so der FDP-Politiker aus Stuttgart.

Juli 2024. Redaktion pflegeinfos.net


Freitag, 1. September 2023

Wenn Kliniken ältere Menschen schnell wieder entlassen - Forschungsprojekt inPortant in Stuttgart zeigt Wege im Entlassmanagement auf



Als Folge des demographischen Wandels werden in Krankenhäusern ältere und chronisch kranke Menschen behandelt, die nach Abschluss der stationären Behandlung auf umfassende Versorgung angewiesen sind. Um diesen Bedarf zu decken, sind Wiedereinweisungen oder die Nutzung von Kurzzeitpflege oder sogar der Umzug ins Pflegeheim häufige Folgen.

Die Möglichkeiten einer ambulanten Versorgung im Wohnumfeld werden leider nicht ausreichend ausgeschöpft und könnten hier Abhilfe schaffen. Das zeigt das neue Forschungsprojekt InPortant auf. Es wurde im Herbst 2022 vom Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg und dem Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart auf den Weg gebracht. Wissenschaftlich begleitet wird es durch die Duale Hochschule Baden-Württemberg.

Ambulante Versorgung nach Klinik optimal planen

Die Idee: Bei guter Planung der ambulanten Versorgung schon vor der Entlassung und enger Abstimmung mit dem behandelnden Krankenhaus, profitieren Menschen mit Pflegebedarf. Sie führt darüber hinaus auch zu einer nachhaltigen Entlastung von Pflegeheimen und Klinken durch den Wegfall von Wiedereinweisungen. Dafür ist ein umfassendes Fall-Management erforderlich, das heißt, die einzelne Person mit ihren Bedarfen wird genau betrachtet und eine individuelle Lösung für ihre Versorgung gefunden.

Ältere Menschen kommen aus der Klinik und bleiben sich selbst überlassen

Doch wird diese koordinierende Aufgabe bisher im Normalfall nur begrenzt wahrgenommen – der Patient wird in die Häuslichkeit entlassen und bleibt mit der Organisation seiner Versorgung auf sich und den behandelnden Hausarzt gestellt. Damit ist häufig eine Überforderung vorprogrammiert. 

Klinik und Sozialdienst in engem Austausch

Hier setzt das Projekt InPortant an: Mit der Rolle eines Fall-Managers, der im Rahmen des Projekts vom Sozialdienst der Else-Heydlauf-Stiftung, einer Einrichtung des Wohlfahrtswerks in Stuttgart, übernommen wird, soll diese Lücke geschlossen werden. Projektpartner der medizinischen Versorgung ist das Robert-Bosch-Krankenhaus. Gemeinsam wird ein Prozess erarbeitet, der insbesondere die Optimierung der Kommunikation über den Patienten und seinen speziellen Bedarf zum Ziel hat.

Ältere Patienten sollten daheim oder nahe des Wohnorts betreut werden

Dazu stehen digitale Kommunikationsmittel zur Verfügung, die für Sektor-übergreifende Fallbesprechungen eingesetzt werden können. Sind die Bedarfe der zu entlassenden Person klar definiert, kann der Sozialdienst diese mit den Möglichkeiten der ambulanten Versorgung abgleichen und eine Lösung erarbeiten, die eine Wiedereinweisung oder einen Umzug in ein Pflegeheim verzögern oder sogar komplett verhindern kann.

„Als Verantwortlicher für das Entlassmanagement von Seiten des Krankenhauses benötige ich einen Ankerpunkt, also ein Gegenüber als Experte für die Versorgungsstrukturen im jeweiligen Quartier, mit dem ich mich beraten und somit den Übergang in die ambulante Versorgung fließend und erfolgreich gestalten kann“, erläutert Thomas Bender, Leiter der RBK-Patientenkoordination.

Fall-Management-Prozess entwickeln

Im ersten Schritt wird eine Analyse durchgeführt, die das bestehende Entlassmanagement von Menschen mit poststationärem Versorgungsbedarf des Robert-Bosch-Krankenhauses beschreibt. Weiterhin wird der Prozess der Unterstützung von ehemaligen Patienten durch den ambulanten Sozialdienst der Else-Heydlauf-Stiftung untersucht. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Schnittstellen und dem Kommunikationsprozess zwischen Krankenhaus und Sozialdienst, da es gilt, alle wichtigen Informationen zumPatienten weiterzugeben. 

Kommunikationsmethoden wie die digitale Plattform „Patientenmanager“, die im Zusammenhang mit einem ärztlichen Konsil (Hinzuziehen eines weiteren Arztes zur Überprüfung einer Diagnose) eingesetzten Fallbögen oder eine Fallbesprechung, werden in diesem Zusammenhang auf ihre Eignung überprüft und ggf. weiterentwickelt. Darüber hinaus ist die Rolle des Fall-Managers zu beschreiben und die Möglichkeiten zu prüfen, wie eine Institutionalisierung dieser Funktion aussehen könnte. 

2024 ist Projektabschluss von InPortant

Am Ende des zweijährigen Projektes sollen Handlungsempfehlungen zur Verfügung stehen, die anderen Trägern und Einrichtungen Transferhilfen bieten, um in ihren je-weiligen Versorgungsgebieten Fall-Management-Strukturen aufzubauen und für Patienten im Entlassungsprozess bessere Versorgungsmöglichkeiten im direkten Wohnumfeld zu identifizieren. 

September 2023. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Wohlfahrtswerk


Mittwoch, 31. August 2022

Pilotprojekt für Senioren mit chronischen Krankheiten. PROCare4Life setzt auf Smartwatch und Smartphone



Das Wohlfahrtswerk beteiligt sich immer wieder an innovativen Projekten im Bereich der Altenpflege. Jetzt arbeitet der Altenheimträger und Anbieter ambulanter Dienste in Baden-Württemberg im Projekt „PROCare4Life“ erneut mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie sowie Praxispartnern aus der Pflege zusammen.

Worum geht es? Die Selbstständigkeit und die Lebensqualität älterer Menschen mit Demenz, Parkinson oder anderen chronischen Erkrankungen zu verbessern. Aktuell laufen Praxistests, um das Zusammenspiel der eingesetzten Technik zu verbessern. 

Datenerfassung als Grundlage für Hilfebedarf
Die Idee ist es, Senioren zuverlässig und schnell Hilfe zu bietn, wenn sie gebraucht wird. Dabei ermöglicht die laufende Erfassun
g von Gesundheitsdaten, bereits vor Eintreten eines Notfalls zu handeln. Das Forscherteam setzt dazu auf moderne Technik: „Die Senioren werden mit einem Smartphone und einer Smartwatch ausgestattet. Eine Reihe von Gesundheitsdaten wird mit dem Smartphone in das System übertragen. Sie sollen künftig Angehörigen, Pflegekräften oder dem behandelnden Arzt zur Verfügung gestellt werden. Diese können aktiv werden, sobald sich eine kritische Situation ankündigt“, erklärt Elisa Calarota, Projektleitung beim Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg.

Testpersonen helfen mit
„Ich habe vorher noch nie ein Smartphone benutzt“, schmunzelt Iris Schüßler (siehe Foto rechts), die am Projekt als Testperson teilnimmt. Ein Schlaganfall und ein dauerhaft geschwächtes Herz schränken das Leben der 65-Jährigen stark ein. Durch die Begleitung der Projektmitarbeiterinnen hat sie gelernt, die Geräte zu bedienen. Jetzt trägt sie ihre Smartwatch den ganzen Tag und kann ihre Herzfrequenz ganz leicht selbst im Auge behalten. Die Seniorin findet es wichtig, für die kommenden Generationen Erkenntnisse zu sammeln. 

Mehr Sicherheit durch laufende Kontrolle
Die Testpersonen können auch gesundheitlich von der Teilnahme am Projekt „PROCare4Life“ profitieren. „Sie  lernen etwas über ihre Gesundheitsdaten, ihre Gewohnheiten und ihre Bedürfnisse. Damit wird es leichter, die eigene Gesundheit zu stärken“, weiß Elisa Calarota. Durch die laufende Kontrolle verschiedener Werte entsteht ein Gefühl von Sicherheit. Sind diese auffällig, gibt es umgehend Tipps und Hilfestellungen über das Smartphone, zum Beispiel als Aufforderung, etwas zu trinken oder bestimmte Bewegungen zu machen.

Smartwatch mit Schrittzähler
„Mich interessiert besonders der Schrittzähler“, sagt Iris Schüßler. „Ich konnte nach meinem Schlaganfall überhaupt nicht mehr laufen und kann auch jetzt nur kurze Strecken zurücklegen.“ Der Schrittzähler ist eine gute Motivation, sich jeden Tag ein wenig zu steigern. „Das zeige ich dann auch meiner Physiotherapeutin“, ergänzt sie.

September 2022. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Wohlfahrtswerk

Montag, 29. August 2022

Enzkreis, Kreis Böblingen: Mobile Dienste in Heimsheim versorgen Kommunen in den Nachbarlandkreisen


Mobile Dienste für ältere Menschen und Pflegebedürftige, Betreuung zu Hause, Hauswirtschaft, Grundpflege, Behandlungspflege - diese Dieste bietet das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg jetzt auch am neuen Stützpunkt in Heimsheim (Enzkreis) an. 
Zum Start werden neben Heimsheim insbesondere die Gemeinden Friolzheim, Neuhausen, Rutesheim, Renningen, Simmozheim, Tiefenbronn, Weil der Stadt, Weissach und Wimsheim angefahren.

Zentrale im Haus Heckengäu in Heimsheim
In Heimsheim unterhält die Trägerstiftung Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg bereits über 25 Jahren das Pflegeheim Haus Heckengäu. In dessen Gebäude sind auch die Räumlichkeiten der Mobilen Dienste untergebracht. Zunächst wird der Schwerpunkt der Tätigkeiten auf ambulanten Pflegeleistungen liegen. Angebote zur Betreuung und Haushalt können in kleinerem Umfang bereits zum Start geleistet werden. 

Seniorenhilfe soll schrittweise erweitert werden
Auch das Versorgungsgebiet wird nach und nach ausgeweitet. „Wir wissen, dass es einen großen Bedarf an Unterstützung in der eigenen Häuslichkeit gibt, und werden in die Region hineinwachsen“, erklärt die zuständige Leitung, Signe von Weyhe. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass genug Personal gefunden werden kann. Für Fach- und Hilfskräfte, die bisher einen längeren Arbeitsweg auf sich nehmen, sind die neuen Mobilen Dienste eine gute Chance, direkt vor der Haustüre zu arbeiten.

Der Stützpunkt ist erreichbar unter Telefon 07033-539170.
Direkt zum Angebot der Mobilen Dienste Heimsheim gelangen Sie hier.

August 2022. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Wohlfahrtswerk

Mittwoch, 25. November 2020

WohnenPlus-Haus Killesberg: Pilotprojekt neues Wohnkonzept der Evangelischen Heimstiftung für ältere Menschen


Auf dem Stuttgarter Killesberg entsteht die sechste Einrichtung der Evangelischen Heimstiftung (EHS) in der Landeshauptstadt und die zweite WohnenPLUS-Residenz.
Rund 10 Millionen Euro investiert die EHS in das Projekt, das im Frühjahr 2022 fertiggestellt werden soll.

 

WohnenPLUS ist eine ambulante Alternative zum klassischen Pflegeheim. 19 Pflegewohnungen mit ALADIEN, zwei betreute Wohngemeinschaften und die direkte Anbindung an die Mobilen Dienste stehen nach Fertigstellung zur Verfügung.

Pilotstandort für WohnenPlus-Residenz

Für die Evangelische Heimstiftung ist Stuttgart auch der Ort der Unternehmensgründung vor fast 70 Jahren. „Es war uns deshalb ein großes Anliegen, unsere innovative Wohnform auch hier zur realisieren“, sagt Hauptgeschäftsführer Bernhard Schneider. 

 

Deshalb ist Stuttgart Pilotstandort für gleich zwei der ersten zehn WohnenPLUS-Residenzen in Baden-Württemberg. Nach der Königin-Olga-Residenz im Westen nun die Herzog-Christoph-Residenz am Killesberg.
 

WohnenPLUS-Konzept für Menschen mit Pflegebedarf

„WohnenPLUS bedeutet, dass Menschen trotz Pflegebedarf zuhause individuell versorgt werden“, erklärt Schneider. Das gelingt, indem verschiedene Wohn- und Pflegeangebote ganz individuell und je nach Bedarf miteinander kombiniert werden können. 


Wohnungen mit Assistenzsystemen 

Die Pflegewohnungen sind 36 bis 59 Quadratmeter groß und verfügen jeweils über ein barrierefreies Bad. Zusätzlich sind sie mit dem Assistenzsystem ALADIEN ausgestattet. Es wird über ein bedienerfreundliches, für Senioren optimiertes Tablet gesteuert, das zur Grundausstattung jeder Wohnung gehört.

Quartieridee mit Christophkirche

Das Besondere an der Herzog-Christoph-Residenz ist auch der generationenübergreifende Charakter. Denn das Gebäude wird die Christophkirche und den auf dem Gelände befindliche Kindergarten räumlich und inhaltlich miteinander verbinden. „Wir setzen von Beginn an auf ein lebendiges Quartiersprojekt“, erklärt Schneider.

EHS mit sechs Senioren-Einrichtungen in Stuttgart

Durch die Herzog-Christoph-Residenz erweitert die EHS ihr Angebot in Stuttgart um eine sechste Einrichtung, nach der Königin-Olga-Residenz am Feuersee, dem Haus auf der Waldau in Degerloch, dem Karl-Wacker-Heim in Botnang, dem Paul-Collmer-Haus in Untertürkheim und dem Württembergischen Lutherstift im Westen. www.ev-heimstiftung.de

 
November 2020. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: EHS/PR

 

Mittwoch, 26. September 2018

Ambulante Pflegedienste und 24h Betreuung im Oberen Gäu bei Herrenberg, Gäufelden und Bondorf - aktuelle Anbieter und Hilfe für Senioren

Wo finden pflegebedürftige Senioren und Angehörige im Raum Herrenberg und Oberes Gäu schnell eine ambulante Hilfe, ambulante Pflegedienste oder eine Haushaltshilfe mit 24h Pflege? Wer hat Erfahrung in der Senioren Betreuung in den Gemeinden Jettingen, Gäufelden, Nebringen, Affstätt, Herrenberg, Bondorf oder Mötzingen?

Affstätt, ein Ortsteil von Herrenberg
 

Im gesamten Oberen Gäu ist im Bereich der ambulanten Pflege derzeit tätig (Stand Herbst 2018):
 

Sozial-Diakoniestation Oberes Gäu
Heubergring 10, 71131 Jettingen

Telefon 07452 78955

www.Sozial-DiakoniestationOberesGaeu.de
Wir pflegen - Brigitte Seitz und Team
Feldbergstr. 20, 71126 Gäufelden-Nebringen
Telefon 07032 993080


Pflege im Gäu, Häusliche Intensiv- und Palliativpflege

Jettinger Str. 44, 72116 Gäufelden-Öschelbronn
Telefon 07032 202230

www.pflege-im-gaeu.de

Stundenweise Hilfe im Haushalt

Unterstützung für ältere Menschen in Gäufelden durch den Diakonieverein und in Jettingen durch den Krankenpflegeverein

24h Stunden Betreuung und Haushaltshilfe Raum Herrenberg
riva-care - 24h Betreuung
Mörikestr. 67, 70199 Stuttgart
Telefon 0171 - 533 33 69
www.riva-care.de
(Vermittlung von osteuropäischen Haushaltshilfen im Oberen Gäu seit 2010, viele Referenzen, wöchentliche Besuche und Beratungen in der Region)

September 2018. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR, Stadt Herrenberg (G. Holom)











Donnerstag, 19. Juli 2018

Haushaltshilfe für Senioren. Deutsche Seniorenliga bietet Tipps für ältere Menschen mit Broschüre "Hausarbeit bequemer machen"

Die meisten Menschen wünschen sich, auch im Alter in den eigenen vier Wänden zu leben. Selbst bei gesundheitlichen Einschränkungen möchten sie in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und ihre Unabhängigkeit behalten. Dazu gehört aber auch, Wohnung oder Haus in Ordnung zu halten. Damit bei der Hausarbeit die körperlichen Belastungen insbesondere für Rücken und Gelenke so gering wie möglich bleiben, sollte man möglichst ergonomisch arbeiten. Wenn die alltägliche Hausarbeit für Senioren zu mühsam und zeitaufwändig wird, ist es sinnvoll, über eine Haushaltshilfe nachzudenken.

Ergonomisch Hausarbeiten im Seniorenhaushalt

Ein Leben in den eigenen vier Wänden ist für die Lebensqualität von ausschlaggebender Bedeutung, meint Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Seniorenliga: "Je älter wir werden, desto wertvoller werden die eigene Wohnung und das Wohnumfeld." In allen Lebenssituationen und unabhängig vom Alter muss allerdings die Hausarbeit erledigt werden. Gerade ältere Menschen sollten hierbei darauf achten, unnötige körperliche Belastungen zu vermeiden. Mit der richtigen Haltung und durch bewusst ausgeführte, kontrollierte Bewegungen können Rücken und Gelenke geschont werden. So sorgen beispielsweise höhenverstellbare Haushaltsgeräte und verlängerbare Teleskopstiele am Staubsauger dafür, dass man bei aufrechter Körperhaltung rückenschonend arbeitet.

Rentner sollen Hausarbeit mit Hilfen organisieren

Ein mehrstündiger Großputz ist auf keinen Fall ergonomisch. Um nach der Putzaktion nicht völlig erschöpft aufs Sofa zu sinken, legt man besser kleinere Pausen ein, ändert die Körperhaltung und macht leichte Entspannungs- und Lockerungsübungen. Wenn es zunehmend mühsam oder unmöglich wird, alles in Ordnung zu halten, sollte man eine Haushaltskraft einstellen. Eine geeignete Hilfe findet man über Stellenanzeigen in der Tageszeitung, im Internet oder Aushänge am Schwarzen Brett im Supermarkt. Ideal ist es, wenn Bekannte Empfehlungen aussprechen. Unter bestimmten Voraussetzungen gewährt die Krankenkasse finanzielle Unterstützung für eine Haushaltshilfe. Auskunft darüber erteilt die Krankenkasse.

Kostenlose Broschüre mit weiteren Tipps

Die Broschüre "Hausarbeit bequemer machen" ist kostenfrei und kann postalisch oder über das Internet angefordert werden bei der Deutschen Seniorenliga e.V., Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn. Die richtige Körperhaltung und der Einsatz ergonomischer Haushaltsgeräte sind dabei ebenso Thema wie die vernünftige Arbeitseinteilung und fachgerechte Unterstützung durch Haushaltshilfen

www.dsl-hausarbeit.de  
Juli 2018.Text: ots/ Deutsche Seniorenliga


WERBUNG:  Haushaltshilfen auf 24h Basis in der Region Stuttgart-Ulm buchen Senioren bei www.riva-care.de. Seit 2010 im Markt, zuverlässige Frauen und Männer aus Osteuropa helfen bei Haushalt, Betreuung und 24 Stunden Pflege.


Dienstag, 26. Juni 2018

Verband für 24h Betreuung organisierte Branchen-Workshop in Berlin. Es geht um Qualitätssicherung, Rechtssicherheit und Kooperation mit ambulanten Diensten

Betreuung in häuslicher Gemeinschaft (sogenannte „24-Stunden-Betreuung“) ist in der Lebensrealität schon längst ein unverzichtbarer Bestandteil häuslicher Versorgung geworden. In ca. 300.000 Haushalten in Deutschland werden hilfebedürftige Menschen, überwiegend Senioren, von osteuropäischen Betreuungspersonen versorgt. 

Unter dem Titel „Betreuung in häuslicher Gemeinschaft im Pflege-System“ kamen im April 2018 in der Freien Universität Berlin über 100 Unternehmer, Wissenschaftler und Experten aus Polen und Deutschland zum bisher größten Branchen-Workshop zusammen.

Der vom Verband für häusliche Betreuung und Pflege e.V. (VHBP) und der Labour Mobility Initiative Krakau (LMI) organisierte Workshop förderte den intensiven Austausch zu folgenden Fragen: Wie lässt sich Betreuung in häuslicher Gemeinschaft institutionalisieren und in das Pflege-System verlässlich integrieren? Was braucht es, um Betreuung in häuslicher Gemeinschaft und ambulante Pflege anschlussfähig zu machen?
 

Am besten ist: ambulante Dienste und 24h Betreuung kooperieren
Im ersten Themenblock ging es um die Verzahnung von Betreuung in häuslicher Gemeinschaft mit ambulanten Pflegediensten. Diese „Tandemlösung“ bietet eine optimale Betreuung, erfordert aber eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen den Anbietern. Wie dies gelingen kann, konnten die Teilnehmer anschaulich am Best-Practice-Beispiel des Pflegedienstes La Vie und der Seniorenhilfe Pflegeherzen erfahren. Auch bei den „Big Playern“ der Pflegewirtschaft beschäftigt man sich mit den Perspektiven für ambulante Träger, wie Isabell Halletz, Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes Pflege e.V. aufschlussreich schilderte.

Immer mehr alleinlebende Senioren beschäftigen eine 24h Haushaltshilfe

Sprachen lernen per App
Danach widmete sich der Workshop einem Schlüsselthema der Branche: Weiterbildung und Qualifizierung der Betreuungspersonen. Prof. Dr. Arne Petermann von der Linara GmbH in Berlin stellte die verschiedenen, bereits existierenden Zertifikatsprogramme vor. Tomasz Pilat von der Akademia Opiekunów in Krakau lenkte mit seinem Vortrag die Aufmerksamkeit auf das kontroverse Thema: Wie viel Fachkompetenz brauchen die Betreuungspersonen? Wie der Erwerb von Sprachkompetenz per App für Betreuerinnen und Betreuer funktionieren kann und welche Ressourcen es dafür braucht, zeigte im Anschluss Alfred Hofer von der österreichischen Initiative Vision Education.


Rechtslage um die EU-Entsendung
Der dritte Themenblock beschäftigte sich mit den komplexen nationalen sowie internationalen Rechtsvorschriften für die Betreuung in häuslicher Gemeinschaft. Welche rechtlichen Modelle für die Erbringung der Betreuungsdienstleistung in der Praxis anwendbar sind, erläuterte Rechtsanwalt Dr. Tobias Liebau aus Bayreuth. Viele Betreuungspersonen sind auf Grundlage des EU-Entsenderechts in Deutschland tätig. Doch wohin steuert Brüssel bei der zukünftigen Gesetzgebung? Diese Fragen beantworteten die Rechtsexperten Stefan Schwarz und Dr. Marek Benio von der Labour Mobility Initiative aus Krakau (LMI).

In Österreich gibt es schon seit über zehn Jahren das Hausbetreuungsgesetz, mit dem ein wirksames Gerüst von Qualitätsstandards und Qualifikationsanforderungen für die dort tätigen, sogenannten „Personenbetreuer“ und Vermittlungsagenturen geschaffen wurde. Rechtsanwalt Frederic Seebohm aus Bonn erörterte, ob dieses Gesetz ein Vorbild für Deutschland sein könnte.
 

Verband für 24h Betreuung in Deutschland: VHBP
Der 2014 gegründete  "Verband für häusliche Betreuung und Pflege (VHBP) e.V." ist der mitgliederstärkste Verband der Branche. Er ist die erste unabhängige, europaweite Interessensvertretung von Anbietern und Dienstleistern der Betreuung in häuslicher Gemeinschaft (sogenannte 24-Stunden-Betreuung). Er setzt sich für eine legale und qualitativ hochwertige Betreuung und Pflege im häuslichen Umfeld ein. 

Um Schwarzarbeit zu bekämpfen, hat der VHBP e.V. eine Erklärung formuliert, zu deren Einhaltung sich alle 33 Mitgliedsunternehmen verpflichten. Zweck des Vereins sind die Herstellung von Rechtssicherheit für Betreuung in häuslicher Gemeinschaft und der Kampf gegen die Schwarzarbeit. Gleichermaßen sind Qualitätsstandards eine notwendige Voraussetzung im Anerkennungsverfahren gegenüber Behörden auf dem Weg zur angestrebten Zertifizierung von Agenturen in Deutschland durch den VHBP.

Juli 2018. Redaktion pflegeinfos.net 
Copyright Foto: original_R_by_PeterA_pixelio.de

Montag, 25. Juni 2018

Die Hausengel bündeln ihre Pflege- und Betreuungsdienstleistungen nun in einer AG. Zwei Vorstandsmitglieder erklären die Hintergründe und Ziele der Firma

„Die Hausengel“ agieren seit 2005 auf dem deutschen Pflegemarkt. In den letzten Jahren haben sie sich zu einem der größten Anbieter im Bereich der ambulanten Fachpflege sowie Betreuung in häuslicher Gemeinschaft etabliert. Seit Anfang 2018 werden alle Aktivitäten unter dem Dach einer Aktiengesellschaft gebündelt. Ein eher ungewöhnlicher Schritt für Unternehmen im deutschen Gesundheits- und Pflegesystem.


Simon Wenz und Juliane Bohl, Pflegeexperten

Simon Wenz, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Hausengel Holding AG, sowie Juliane Bohl, Vorstandsmitglied der Hausengel Holding AG, erklären die Entwicklung des Unternehmens sowie die Besonderheiten der sogenannten „24-Stunden-Betreuung“:

Herr Wenz, Sie haben die Hausengel 2005 gegründet und sind seitdem sehr erfolgreich am Markt. Wie kam es dazu, dass Sie in so jungen Jahren ein Unternehmen im Bereich der Seniorenbetreuung gründeten?
Wenz: Das Hausengel-Konzept ist für mich eine sehr persönliche Herzensangelegenheit. Wie unzählige andere Familien standen meine Familie und ich damals plötzlich vor der Herausforderung, für meinen Großvater eine würdevolle Betreuung und Pflege im vertrauten, häuslichen Umfeld zu organisieren. Unsere persönliche Geschichte hat uns motiviert, unsere Erfahrungen und unser Wissen an alle Familien weiterzugeben, die in einer ähnlichen Lage nach kompetenten, liebevollen und bezahlbaren Hilfsangeboten suchen.

Und wie kam es nun zu der Gründung einer Aktiengesellschaft?
Bohl: Seit dieser Grundsteinlegung sind wir stetig gewachsen, wir haben sowohl die Bandbreite an Dienstleistungen wie auch die Standorte, an denen wir sie anbieten, deutlich ausgeweitet. Alles vereinen wir unter dem Hausengel-Dach: Von der ambulanten Pflege, mit mittlerweile knapp 10 Standorten, der häuslichen Versorgung in Form der sogenannten „24-Stunden-Betreuung“ sowie weiteren Projekten, wie beispielsweise der Gründung eines Generationenparks im Hausengel-Heimatort Ebsdorfergrund. Darüber hinaus zählen wir mittlerweile fast 300 festangestellte Mitarbeiter an 20 nationalen und internationalen Standorten. Die Gründung der Aktiengesellschaft ermöglicht uns, klarere Strukturen innerhalb unserer Holding sowie für die einzelnen Unternehmensbereiche zu schaffen. Das führt zu Synergieeffekten zwischen den einzelnen Unternehmen, Kostenreduktionen und einer Verdichtung der Angebote für Familien und Betreuungskräfte.

Bedeutet das eine Abkehr vom Familienunternehmen Hausengel?
Wenz: Nein, im Gegenteil. Durch die Gründung der Aktiengesellschaft wird die gesamte Unternehmensstruktur einfacher und deutlicher, es unterstreicht die Ernsthaftigkeit und die Dauerhaftigkeit unseres Unternehmens. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die vielen Gestaltungsmöglichkeiten, wie beispielsweise die problemlose Übertragbarkeit von Aktien und der Möglichkeit an die Börse zu gehen. An der Tradition, der Philosophie und den Werten eines Familienunternehmens wird sich dabei aber nichts ändern!

Warum lag Ihr Fokus schon immer auf Selbständigkeit der Betreuungskräfte? Damit stehen Sie in der Branche ja ziemlich alleine da?
Wenz: Ein wesentlicher Bestandteil der Betreuung in häuslicher Gemeinschaft ist, dass die Betreuungskraft im Haushalt der zu betreuenden Person lebt. Da jedoch auch Bereitschaftszeiten mindestlohnpflichtig sind, würden nicht nur enorme Kosten entstehen, im Angestelltenverhältnis ist diese Dienstleistung der Lebensrealität entsprechend kaum mehr legal umsetzbar. Selbst wenn die Betreuungskraft schläft, aber im Haus sein muss, wäre diese Zeit mit dem Mindestlohn zu vergüten – wer soll das bezahlen können? Außerdem würde nach neuester Rechtsprechung diese Zeit als reguläre Arbeitszeit gelten, so dass sich die gesetzlichen Ruhezeiten zwischen den Arbeitszeiten nicht mehr einhalten lassen.

Wie sehen das denn die osteuropäischen Betreuungskräfte?
Bohl: Auch diese wehren sich gegen die enge vertragliche Bindung, die dem Arbeitsrecht immanent ist. Sie wünschen sich flexible und jederzeit verhandelbare Vertragsbedingungen im Rahmen einer weisungsfreien Tätigkeit. Unser Nachbarland liefert hierfür den Beweis: Betreuungskräfte in Österreich können wählen, ob sie die Dienstleistung in Selbständigkeit oder im abhängigen Beschäftigungsverhältnis erbringen möchten. 95% entscheiden sich aus den genannten Gründen für die Selbständigkeit. Für mich ist es unumstritten, dass das Angestelltenverhältnis bei 24-Stunden-Bereitschaft für unter 5.000 Euro monatlich nicht legal möglich ist. Dabei ist es irrelevant, ob die Betreuungskraft in Deutschland oder im europäischen Ausland angestellt ist.

Aber ein Großteil dieser Dienstleistung wird doch über die Entsendung und damit mit angestellten Betreuungskräften erbracht?
Wenz: Es ist ein Irrglaube, dass jede entsandte Person auch angestellt ist. Die aus den osteuropäischen Ländern entsendeten Betreuungskräfte stehen in ihrem Heimatland meist nicht in einem Angestelltenverhältnis. Die meisten Betreuungskräfte sind in den Heimatländern über Auftragsverträge, also zivilrechtliche Verträge, beschäftigt. Das lässt sich am besten mit unserer „arbeitnehmerähnlichen Selbständigkeit“ vergleichen. Die Betreuungskräfte sind im Heimatland selbständig tätig, ihr Auftraggeber (der Entsender) entrichtet aber Pflichtabgaben an die Sozialversicherung. Hierbei handelt es sich oft auch nur um Mindestabgaben, die sich in einer Größenordnung von rund 20 € im Monat bewegen. Das ganze System der Entsendung ist für uns wenig transparent, daher haben wir uns schon immer auf die Selbständigkeit fokussiert.

Im letzten Jahr haben Sie dennoch damit geworben, nun auch Entsendung anzubieten. Wie passt das zusammen?
Bohl: Da es sich bei der in unserer Branche angewendeten Entsendung im Kern auch um Selbständigkeit der Betreuungskräfte handelt, fanden wir, dass die Entsendung von Selbständigen durchaus in unser Konzept passt. Wir wollten den Betreuungskräften außerdem die Wahl lassen, welches Modell sie selbst bevorzugen.

Nach nur einem Jahr stellen Sie die Entsendung nun wieder ein, woran liegt das?
Wenz: Im operativen Geschäft haben wir gemerkt, dass die Entsendung, so wie sie in unserer Branche betrieben wird, für uns nicht vertretbar ist. Der Entsendung liegt ein Provisionsgeschäft zugrunde, das zwischen deutschen Vermittlungsagenturen und osteuropäischen Entsendeunternehmen läuft. Innerhalb dieses Provisionsgeschäftes ist es üblich, dass das ausländische Entsendeunternehmen dem deutschen Vermittler zwischen 250 und 500 Euro monatliche Provision zahlt. selbst ankommt. Unser Ansatz ist bewusst ein anderer. Denn wir wissen, dass wir nur mit zufriedenen und guten Betreuungskräften nachhaltig erfolgreich sein werden. Und eins ist doch ganz offensichtlich: ohne das klassische Provisionsgeschäft kommt mehr Geld bei der Betreuungskraft selbst an, denn es fällt eine Schnittstelle, die ebenfalls verdienen möchte, weg. 


Daher rekrutieren Sie als einer der wenigen Anbieter Ihre Betreuungskräfte also auch selbst und arbeiten nicht mit einem Partner im Ausland zusammen.

 Bohl: Wir haben einen sehr hohen Qualitätsanspruch. Daher wollen wir die Auswahl geeigneter Betreuungskräfte nicht Dritten überlassen. Mit einer eigenen Struktur im Ausland lassen sich der eigene Qualitätsanspruch und eigene Qualitätssicherungsmaßnahmen einfacher und effektiver umsetzen. Auch die Aus- und Weiterbildung unserer Betreuungskräfte wollen wir an unserer eigenen Akademie verantworten, um auch in Sachen Qualifikation unserer Betreuungskräfte Standards im Markt zu setzen. Unsere eigene Unternehmensstruktur in Osteuropa erleichtert uns darüber hinaus die reibungslose und persönliche Kommunikation mit den Betreuungskräften in deren Heimatländern.

Neben der Betreuung in häuslicher Gemeinschaft bieten Sie auch ambulante Fachpflege an. Auch das ist recht ungewöhnlich.Wenz: Unseren ersten ambulanten Pflegedienst haben wir vor über 10 Jahren gegründet. Zu dieser Zeit wollte sich kaum ein ambulanter Dienst mit unserer Branche auseinandersetzen. Wir wollten zeigen, dass es durchaus möglich ist, dass Pflegefachkräfte und Betreuungskräfte auf Augenhöhe miteinander arbeiten. Im Lauf der Jahre haben wir gemerkt, dass genau diese Verzahnung von Fachpflege und Betreuung dem Wunsch der Kunden entspricht: Pflegebedürftige und ihre Familien wünschen sich eine bedarfsgerechte Rundum-Versorgung in den eigenen vier Wänden. Das kann ein ambulanter Dienst nicht alleine stemmen.

Wie sieht Ihre Lösung aus?
Bohl: Der Schulterschluss zur ambulanten Fachpflege ist uns sehr wichtig. Unsere Vision ist, dass Pflegedienste hier mehr Verantwortung übernehmen, damit Familien die Betreuung nicht alleine organisieren und verantworten müssen. So könnte beispielsweise ein Pflegedienst die Betreuung in häuslicher Gemeinschaft für den Pflegebedürftigen organisieren. Die selbständige Betreuungskraft würde sich dann natürlich den Qualitätskriterien des jeweiligen ambulanten Dienstes unterwerfen. Damit würde sie auch der Qualitätsüberwachung des Dienstes (beispielsweise durch regelmäßige Pflegevisiten) unterliegen. Daher haben wir auch gemeinsam mit Springer Pflege ein E-Learning entwickelt, das inzwischen sogar als IHK-Ausbildung absolviert werden kann.

Im Zuge der AG-Gründung mussten Sie auch einen Aufsichtsrat gründen. Doch auch vorher hatten Sie schon einen Beirat für Ihr Unternehmen etabliert, wieso? 

Bohl: In allen Bereichen müssen grundlegende Entscheidungen mit großer Tragweite für das Unternehmen getroffen werden. Umso wichtiger ist es, für die verschiedenen Dienstleistungen einen Berater vom Fach zur Seite zu haben. Dies kann bspw. in Gesprächsrunden stattfinden, in denen wir uns mit anderen unternehmerisch denkenden und erfahrenen Persönlichkeiten austauschen. Der Beirat kann durch seinen von außen kommenden Rat Betriebsblindheit verhindern, neue Wege aufzeigen und das Risiko von Fehlentscheidungen verringern. Außerdem zwingt er uns, eigene Ideen vor anderen zu begründen, was erfolgreiche Konzepte fördert.

Was ist Ihr Plan für die Zukunft von Hausengel? 

Wenz: In Zei­ten, in denen tendenziell immer mehr Men­schen pfle­ge­be­dürf­tig werden, immer mehr Men­schen zu­hause ver­sorgt wer­den, aber auch immer mehr Men­schen al­leine leben und auf Hilfe vor Ort an­ge­wie­sen sind, ist es unser erklärtes Ziel, die re­gio­nale Pflege und Ver­sor­gung zu ver­bes­sern. Das bedeutet zum Beispiel den Aufbau von Netzwerken auf regionaler Ebene, Unterstützung strukturschwacher Gebiete und vor allem die Vernetzung aller an der Pflege Beteiligten.

Juni 2018. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR




WERBUNG:
Stuttgart - 24h Betreuung für Senioren gesucht? Rund-um-die-Uhr-Betreuung in den eigenen vier Wänden. Pflegerinnen und 24h Hilfen aus Kroatien und Ungarn helfen Ihnen. Auskunft und Vermittlung über riva-care Stuttgart, Telefon 0711 - 966 66 533 und riva-care.de 

Dienstag, 17. April 2018

IHK-Zertifikat "Betreuungskraft in häuslichen Umfeld": Frau aus Litauen ist erste geprüfte Betreuerin als 24h-Kraft bei Firma Hausengel

Betreuung in häuslicher Gemeinschaft (sogenannte „24-Stunden-Betreuung“) durch osteuropäische Betreuungskräfte ist als feste Versorgungssäule im deutschen Pflegesystem nicht mehr wegzudenken. Seit 2017 bietet die Hausengel Akademie als bislang einziges Unternehmen seiner Branche eine IHK-zertifizierte Weiterbildungsmöglichkeit für Betreuungskräfte an. Nun hat die erste Betreuungskraft die Schulung zur „Betreuungskraft im häuslichen Umfeld“ mit IHK-Zertifikat abgeschlossen.


24h-Betreuerin, IHK-geprüft
Die Anforderungen an Betreuungskräfte sind hoch: Abgesehen von der Verrichtung hauswirtschaftlicher Tätigkeiten, müssen sie vor allem im Umgang mit pflegebedürftigen Menschen und deren Erkrankungen versiert sein. Der geschulte Umgang mit Krankheiten wie Demenz erleichtert den Umgang deutlich und gibt Sicherheit. Auch einer etwaigen Notsituation sollten Betreuungskräfte eigenverantwortlich begegnen können. Zu diesen und vielen weiteren, in der häuslichen Betreuung elementaren Themen, vermittelt der E-Learning-basierte Zertifikatskurs relevantes und praxisnahes Wissen.

Weiterbildung alltagskompatibel

Nun hat die erste Hausengel-Betreuungskraft die Weiterbildung mit einem IHK-Zertifikat abgeschlossen. Ausrine Staugaitiene aus Litauen berichtet stolz: „Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, ein solches IHK-Zertifikat zu erhalten. Wenn man sich als Betreuungskraft weiterbilden möchte, ist E-Learning die perfekte Möglichkeit. Ich konnte das Lernen flexibel und unabhängig in meinen Arbeitsalltag integrieren und war an keine festen Zeiten oder Örtlichkeiten gebunden. Natürlich erfordert es Selbstdisziplin, aber der Kurs ist sehr interaktiv und praxistauglich aufgebaut, so dass ich das Gelernte häufig direkt anwenden konnte."

Aktuell durchlaufen weitere rund 1000 Betreuungskräfte aus dem In-und Ausland den 23 Module und 230 Unterrichtseinheiten umfassenden E-Learning Kurs.

Einheitlichen Qualitätsstandard in häuslicher Betreuung

Die Schulung „Betreuungskraft im häuslichen Umfeld (IHK)“ hat die Hausengel Holding AG gemeinsam mit Springer Pflege initiiert. „Für den Bereich der sogenannten „24-Stunden-Betreuung“ existiert keine vergleichbare Ausbildung, wir setzen hier einen europaweiten Branchenstandard“, erklärt Simon Wenz, Vorstandsvorsitzender der Hausengel Holding AG. „Ein einheitlicher Qualitätsstandard fehlte bislang gänzlich. Dabei ist dieser zentral, wenn es um eine optimale Versorgung Pflegebedürftiger im häuslichen Umfeld geht. Die IHK-Zertifizierung belegt den qualitativ hohen Anspruch unserer Schulung. Darüber hinaus sind Weiterbildungsmöglichkeiten grundsätzlich ein starker Motivator, der nun auch endlich dem Berufsfeld der Betreuungskräfte zugutekommt.“ 


Für Angehörige und Ehrenamtliche auch geeignet

Der Kurs liegt in mehreren Sprachen vor und spricht neben Betreuungskräften aus Osteuropa auch jene Personen an, die privat oder ehrenamtlich Angehörige, Nachbarn oder andere betreuungsbedürftige Personen in deren Zuhause versorgen. Weitere Informationen zu dem Kurs „Betreuungskraft im häuslichen Umfeld“ sowie der Möglichkeit einer IHK-Zertifizierung finden Sie unter https://www.hausengel.de/hausengel-akademie/weiterbildung-zertifizierte-betreuungskraft.html.  

April 2018. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Hausengel Akademie

Dienstag, 18. April 2017

Neuer Pflegeratgeber "Gute Pflege erkennen" erschienen. Hilfreich für pflegende Angehörige, die ambulanten Pflegedienst beauftragen

Viele Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sind unsicher, was sie von einem ambulanten Pflegedienst erwarten können. Der neue ZQP-Ratgeber „Gute Pflege erkennen“ hilft ihnen dabei, dies besser einzuschätzen.

„Wir wissen, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen häufig über die Qualität der Pflege verunsichert sind und ihnen nicht klar ist, was sie von professioneller Pflege erwarten können. Dadurch kann es zu Missverständnissen kommen. Unser Ratgeber hilft sowohl bei der Einordnung als auch der Wertschätzung von Pflegeangeboten. Und er trägt zum Austausch zwischen Pflegebedürftigen, pflegenden Angehörigen und professionell Pflegenden bei“, erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP.

Mit dem Ratgeber erhalten pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige unabhängige und qualitätsgesicherte Informationen darüber, wie Pflege aus fachlicher Sicht sein sollte. Im Mittelpunkt stehen hierbei häufig von Pflegediensten erbrachte Leistungen, wie zum Beispiel die Unterstützung bei der Körperpflege, die Vorbeugung von Druckgeschwüren, die Verabreichung von Medikamenten oder die Betreuung von Menschen mit Demenz. 


Zu jedem Thema werden laienverständlich die wichtigsten Hinweise gegeben. Dazu wird erläutert, was zur Beratung und zum Handeln professionell Pflegender gehört und was bei der Pflege nicht sein sollte. Zudem erhält der Leser Tipps, was bei Fragen und Problemen im Rahmen der Pflege zu tun ist.

Alle Informationen entsprechen dem aktuellen Wissensstand und sind in enger Zusammenarbeit mit ausgewiesenen Pflegeexperten erarbeitet worden. Sie basieren insbesondere auf den Expertenstandards des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP). 


Fast drei Viertel (73 Prozent) der rund drei Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause gepflegt. Ein Drittel davon – etwa 690.000 – erhält Unterstützung durch einen ambulanten Dienst. Bundesweit gibt es circa 13.000 ambulante Dienste.

Der Ratgeber kann kostenlos per E-Mail an bestellung@zqp.de bestellt oder als PDF-Datei von www.zqp.de heruntergeladen werden.



April 2017. Redaktion pflegeinfos.net

Dienstag, 13. Dezember 2016

Online-Plattform für Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und Helfer: Pflegix vermittelt Fachkräfte und Haushaltshilfen

Pflegix heißt ein neues Pflege-Startup-Unternehmen aus Witten, das auf den demografischen Wandel einer älter werdenden Gesellschaft mit einem praktischen Hilfsangebot reagiert. Tim Kahrmann, Geschäftsführer des Entrepreneurship Zentrums Witten (EZW) an der Universität Witten/Herdecke, hat gemeinsam mit zwei Informatik-Studenten auf die Nachfrage nach flexiblen Dienstleistungen im häuslichen Umfeld reagiert: „Es gibt einfach immer mehr ältere Menschen, die zwar kleinere Hilfestellungen im Alltag benötigen, aber gern so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben möchten.“

Pflegix bringt Senioren und Alltagsbegleiter zusammen
 

Menschen, die Hilfe benötigen, finden über den neuen Onlinemarktplatz www.pflexix.de passende Unterstützung. Das Startup wendet sich an Senioren, Familien und Menschen mit Unterstützungsbedarf. Mehr als 3.000 Helfer haben sich bereits in 14 Städten in NRW, Frankfurt und Hamburg registriert. Unter den registrierten Helfern befinden sich examinierte Pflegekräfte, Pflegehelfer, zertifizierte Seniorenbetreuer und Alltagsbegleiter, aber auch Haushalts- und Putzhilfen und Menschen, die anderen gern helfen. 

Pflegix listet die Helfer in unmittelbarer Nähe und vereinfacht die Suche mittels verschiedener Filterfunktionen. Die Leistungen der Helfer sind flexibel stunden- oder tageweise buchbar, regelmäßig oder nur nach Bedarf.

Die auf der Plattform registrierten Helfer erbringen ihre Leistungen in selbständiger, gewerblicher Tätigkeit und werden von den Pflegix-Betreibern in einem mehrstufigen Verfahren geprüft und einzeln ausgewählt. Vor der Buchung haben die Auftraggeber die Möglichkeit, die Helfer persönlich kennenzulernen.


Der Helfer oder die Helferin nutzt die Pflegix-Plattform, um die erbrachten Stunden zu dokumentieren. Pflegix übernimmt Rechnungsstellung und Zahlungsabwicklung. Die Registrierung ist für die suchenden Familien kostenlos. Kosten entstehen erst bei der erfolgreichen Vermittlung, bei der eine prozentuelle Gebühr des Stundensatzes berechnet wird.

Pflegix macht darüber hinaus vom Gesetzgeber geschaffene Angebote zur Entlastung pflegender Angehöriger nutzbar, so dass die über die Plattform buchbaren Leistungen für die Familien bezahlbarer werden und zum Teil sogar kostenfrei sind. So bezuschussen die Pflegekassen Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen mit bis zu 2.418 Euro jährlich für die Inanspruchnahme von Angeboten zur Ersatzpflege (Stand Dezember 2016, ohne Gewähr). Dies beträgt bei einem Stundensatz von beispielsweise 15 Euro pro Stunde mehr als 160 Stunden kostenfreier Unterstützung pro Jahr.


Noch jung und fit: die Gründer des digitalen Portals Pflegix
 

"Pflegix als virtueller Alltagshelfer und die UW/H sind die geborenen Partner“, sagt UW/H-Vizepräsident Rudi Wimmer. „Denn die Pflegewissenschaft ist in Witten mit erfunden worden und genießt einen hervorragenden Ruf. Pflegix als innovatives Pflegestartup wird viele Problemlösungen für Unterstützungsbedarfe liefern und erfolgreich arbeiten.“  

Fazit der Redaktion pflegeinfos.net: 
Jedes Engagement rund um Betreuungsangebote für Senioren und Pflegebedürftige ist zu begrüßen. Doch auch Pflegix kann ein Problem nicht lösen – den Mangel an motivierten, empathischen Menschen, die Spaß an der Betreuung haben und vor allem flexibel und nachhaltig zur Verfügung stehen. Immer wieder interessieren sich Menschen für einen Job oder ein Ehrenamt in diesem Bereich. Doch schon nach kurzer Zeit starten sie etwas Neues oder setzen sich selbst zur Ruhe. Oder sie nehmen anderswo einen bezahlten Job an, der schnell mehr Geld bringt. Deshalb wird Pflegix nur Erfolge verbuchen, wenn die Datei gut gefüllt und vor allem aktuell ist. Denn "Karteileichen" nützen niemandem und lassen das Interesse an so einem Portal schnell schwinden.

Dezember 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Pflegestützpunkt Denkendorf berät pflegende Angehörige – Tipps zu ambulante Pflege, Seniorenunterstützung und Pflegesachleistungen im Landkreis Esslingen

Eine unabhängige Beratung rund um Wohnen und Leben im Alter sowie Pflege im Heim oder zu Hause erhalten Interessierte in Denkendorf beim lokalen Pflegestützpunkt. Diese Einrichtung ist eine neutrale und anbieterunabhängige Beratungsstelle zu allen Fragen rund um das Thema Pflege.

Der Stützpunkt informiert nach eigenen Angaben "über gesetzliche und kommunale Leistungen, gibt Auskünfte über regionale Unterstützungsangebote, unterstützt bei Antragsstellungen im Rahmen der Pflegebedürftigkeit und berät zu Wohnformen und Vorsorge im Alter". 

Der Pflegestützpunkt befindet sich in der Furtstraße 1, 73770 Denkendorf. Zu erreichen per Telefon unter (0711) 341 680 38. Die Sprechzeiten sind pro Woche begrenzt, eine telefonische Anmeldung ist ratsam. 

Zum Beratungsangebot des Pflegestützpunks in Denkendorf zählen auch Familienpflege, Kurzzeitpflege, Wohnberatung und Tipps zur Organisation der häuslichen Pflege (u.U. auch mit externen Haushaltshilfen etwas aus Osteuropa).

Letztere Dienstleistung (24h Betreung) bietet in Denkendorf, Köngen, Wendlingen, Wernau, Bodelshofen und Deizisau unter anderem der Seniorenservice von riva-care an

Pflegebedürftige Senioren und ihre Angehörigen können folgende Dienstleistungen von riva-care in Anspruch nehmen:
• 24h Haushaltsbetreuung daheim in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus
• 24h Grundpflege und Kochen, Wäsche, Freizeitgestaltung
• Besorgungsfahrten und Arztbesuche sowie dauerhafte Anwesenheit
• Urlaubsbetreuung von pflegebedürftigen alten Menschen (mind. vier Wochen)

Für diese Dienstleistungen stehen zuverlässige osteuropäische Betreuerinnen und seit Januar 2015 auch Helferinnen aus Kroatien und Serbien zur Verfügung, die 24 Stunden im Pflegehaushalt bleiben und eine Alltagsbetreuung (mit Hauswirtschaft) gewährleisten. Großer Vorteil: Angehörige werden entlastet.

24h Betreuung Denkendorf, Deizisau
24h-Betreuung in Denkendorf: Mit einer Haushaltshilfe können Senioren in ihren vier Wänden bleiben

In der Praxis funktioniert die Zusammenarbeit zwischen der osteuropäischen Betreuerin und der Pflegeperson sehr gut. Die meisten Kräfte sprechen gut deutsch und sind hauswirtschaftlich versiert. Im Verbund mit den ambulanten Diensten, Ärzten und Angehörigen in Denkendorf schaffen die 24-Stunden-Betreuerinnen ein gutes Versorgungsnetz und geben den Familienangehörigen Sicherheit. 

24h Betreuung in Denkendorf, Köngen, Deizisau und anderen Kommunen im Landkreis EsslingenNutzen Sie die Erfahrung von riva-care (seit 2010 im Großraum Stuttgart tätig). Die Pflege-Experten beraten auch zu Pflegestufen und Finanzierung der 24h Pflege durch Pflegekassen und den Staat. Beratung und Angebote sind kostenfrei und und ohne Verpflichtungen.

Weitere Informationen zur privaten 24h-Stunden-Betreuung in Denkendorf erhalten Angehörige unter Telefon (0711) 966 66 533 oder im Internet unter www.riva-care.de 

Oktober 2015. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Fotolia

Montag, 5. Mai 2014

Innovationsprogramm Pflege 2014 fördert in Baden-Württemberg neue Wege in der Altenpflege plus Ideen für "Junge Pflege"

Die baden-württembergische Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) stellt in diesem Jahr drei Millionen Euro für innovative Pflegeprojekte zur Verfügung. Interessierte Projektträger können sich bis Juli 2014 um die Mittel aus dem  „Innovationsprogramms Pflege 2014“ bewerben.

„Ältere Menschen wollen auch bei Unterstützungsbedarf und Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben bleiben. Deshalb wollen wir mit unserem Förderprogramm insbesondere familiäre Pflegearrangements unterstützen und stärken, um älteren Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund und auch demenzkranken Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen“, erklärt die Ministerin.


Sozialministerin Karin Altpeter: "Angebote für pflegebedürftige Migranten schaffen"

Ein Förderschwerpunkt des Pflege-Programms, das auch online einsehbar ist (HIER), liegt auf Projekten, die sich mit der Weiterentwicklung sozialraumorientierter und innovativer Versorgungsstrukturen beschäftigen. Damit werden etwa die Initiatoren von Quartierskonzepten angesprochen, die im direkten lokalen Wohnumfeld der Menschen die Versorgung weiter entwickeln wollen. Wesentlich dabei ist, das Zusammenspiel familiärer und professioneller Hilfen voran zu bringen. Dabei sollten ambulante Wohnformen ebenso wie stationäre Einrichtungen ins Quartier eingebunden werden.

Pflegebedürftige Migranten - was tun?
Hier knüpfen weitere Förderschwerpunkte an: wie Projekte der kultursensiblen Pflege und Projekte, in denen Einrichtungen mit innovativen Ansätzen die Versorgung demenzkranker Menschen voranbringen. Ministerin Karin Altpeter: „In den nächsten Jahren rechnen wir verstärkt mit rat- und hilfesuchenden, zunehmend auch pflegebedürftigen Migrantinnen und Migranten". 


Das stellt einerseits die Einrichtungen und Dienste in Baden-Württemberg vor die große Herausforderung, ihre bestehenden medizinischen und pflegerischen Angebote auf den spezifischen Bedarf älterer und pflegebedürftiger Migrantinnen und Migranten auszurichten. Andererseits erleben Migrantinnen und Migranten die Schwierigkeit, sich in einem fremden kulturellen und sozialen Gesundheits- und Pflegesystem zu orientieren.

Weitere Förderschwerpunkte liegen auf Projekten, die den Ausbau des teilstationären Pflegeangebots (z.B Tagespflege) vor allem im ländlichen Raum betreiben. Als besonders förderwürdig gelten auch Projekte, die sich gezielt der Weiterentwicklung pflegerischer Angebote für pflegebedürftige junge Menschen in besonderen Lebenssituationen – der so genannten „Junge Pflege“ – widmen sowie Projekte im Bereich der technikgestützten Pflege.

Mai 2014. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Archiv