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Mittwoch, 20. Mai 2026

Seniorenbetreuung Pflegehilfe Rutesheim: Der Pflegestützpunkt berät Betroffene und pflegende Angehörige neutral und kostenfrei

 

Schön: Blumenbeet der Stadt Rutesheim

Wer in Rutesheim wohnt und Hilfe und Beratung zur häuslichen Pflege, Wohnen im Alter, Pflegekasse, Antrag von Pflegegraden benötigt, kann sich an den Pflegestützpunkt Rutesheim wenden. Er befindet sich im Bürgerzentrum Stadtmitte von Leonberg und berät pflegebedürftige Menschen und Angehörige zu Fragen rund um das Thema Pflege und zu Leistungen der Kranken- und Pflegekassen.

Die Beratung ist kostenfrei und steht allen Bürgern zur Verfügung.Drei Pflegestützpunkte im Landkreis Böblingen Das Landratsamt unterhält drei Stützpunkte: in Böblingen, Herrenberg und seit November 2021 in Leonberg, zuständig für Bürgerinnen und Bürgern aus Leonberg, Renningen, Rutesheim, Weil der Stadt und Weissach. Es empfiehlt sich eine Anmeldung zu einem Beratungstermin.

Anspruch auf Pflegeberatung und Haushaltshilfe Rutesheim
Ambulante Pflege wird zum immer wichtiger werdenden Teil der Pflegelandschaft. Um diese gut zu gestalten, braucht es Wissen über Leistungen und Angebote. Daher besteht ein Anspruch auf Pflegeberatung. Konkret berät der Pflegestützpunkt pflegebedürftige Menschen und Angehörige zu Fragen rund um das Thema Pflege, informiert über Leistungen der Kranken- und Pflegekassen und unterstützt bei Antragsstellung und Inanspruchnahme von Leistungen.
 
Der Pflegestützpunkt vermittelt an weitere Unterstützungs- und Beratungsangebote, hilft bei der Organisation der Pflege und berät dabei telefonisch, im Büro oder zuhause.

So finden Sie zum Pflegestützpunkt für Rutesheim
Der Pflegestützpunkt ist zu erreichen von montags bis freitags unter den Telefonnummern 07031/663-1184 bzw. -1182 sowie per E-Mail an psp-leonberg@lrabb.de.

24h Betreuung und häusliche Hilfe in Rutesheim
Diese Leistungen werden auch hier und in Weissach, Flacht, Heimsheim und Umgebung angeboten - etwa vom privaten Dienstleister riva-care. Seit über zehn Jahren vermittelt das Team 24h Stunden Betreuerinnen bzw. Haushaltshilfen in den Altkreis Leonberg. Häusliche Hilfe durch osteuropäische Betreuerinnen, Pflege und Seniorenbetreuung. Kontakt über Telefon 0711 - 34 17 00 96.

Mai 2026. Redaktion pflegeinfos.net
 
Copyright Foto: Stadt Rutesheim (auch im Frühhar 2026 gestaltet der städt. Bauhof Blumenrabatte im öffentlichen Raum. Mit Narzissen, Tulpen und anderen Blumen.


Mittwoch, 11. Juni 2025

Pflege-Wohngemeinschaften Stuttgart: Wohlfahrtswerk mit neuen Wohnungen in Stuttgart-Freiberg


Wenn es im Alltag nicht mehr alleine geht, führt manchmal kein Weg mehr an einem Umzug vorbei. Für viele ist dieser Schritt mit Sorgen verbunden. Darin liegt aber auch eine Chance: mehr Sicherheit und mehr soziale Kontakte, zum Beispiel in einer ambulant betreuten Pflege-WG.

Alles barrierefrei, mit offener Wohnküche

In der familiären Atmosphäre der beiden Wohngemeinschaften des Wohlfahrtswerks für Baden-Württemberg in Stuttgart-Freiberg leben acht Menschen mit Hilfebedarf in einem ganz normalen Wohnhaus zusammen. Der Wohnraum ist barrierefrei mit offener Wohnküche und angrenzendem Wohn- und Esszimmer, in dem viel Platz für gemeinsame Aktivitäten ist. Hier wird gespielt, Fernsehen geschaut oder Gymnastik gemacht. 

Wer lieber seine Ruhe hat, zieht sich in sein eigenes Zimmer zurück. Die Mieter richten dieses mit ihren eigenen Möbeln und Gegenständen ein, wie es ihnen gefällt. Damit fühlt sich eine WG gemütlicher an als eine große Pflegeeinrichtung. 

Alternative zum Pflegeheim

Für Mieter und ihre Angehörigen beruhigend: Es ist immer jemand da, wenn Hilfe benötigt wird, denn ausgebildete Alltagsbegleiter sind rund um die Uhr in der Wohnung anwesend. Sie gestalten gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern den Tag. Es wird besprochen, was gekocht wird, damit auch das eigene Lieblingsgericht auf den Speiseplan kommt. Bei der Hausarbeit beteiligt sich jeder so wie er möchte und kann. 

Wer pflegebedürftig ist, bucht dazu einen ambulanten Pflegedienst seiner Wahl. Auch wenn der Pflegebedarf zunimmt, können die Mieter in der WG wohnen bleiben. Für viele kann der Umzug in eine WG daher eine gute Alternative zum Pflegeheim sein.

Mehr Infos finden Interessierte auf www.wohlfahrtswerk.de

Juni 2025. Redaktion Pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Wohlfahrtswerk

 

 


Mittwoch, 25. November 2020

WohnenPlus-Haus Killesberg: Pilotprojekt neues Wohnkonzept der Evangelischen Heimstiftung für ältere Menschen


Auf dem Stuttgarter Killesberg entsteht die sechste Einrichtung der Evangelischen Heimstiftung (EHS) in der Landeshauptstadt und die zweite WohnenPLUS-Residenz.
Rund 10 Millionen Euro investiert die EHS in das Projekt, das im Frühjahr 2022 fertiggestellt werden soll.

 

WohnenPLUS ist eine ambulante Alternative zum klassischen Pflegeheim. 19 Pflegewohnungen mit ALADIEN, zwei betreute Wohngemeinschaften und die direkte Anbindung an die Mobilen Dienste stehen nach Fertigstellung zur Verfügung.

Pilotstandort für WohnenPlus-Residenz

Für die Evangelische Heimstiftung ist Stuttgart auch der Ort der Unternehmensgründung vor fast 70 Jahren. „Es war uns deshalb ein großes Anliegen, unsere innovative Wohnform auch hier zur realisieren“, sagt Hauptgeschäftsführer Bernhard Schneider. 

 

Deshalb ist Stuttgart Pilotstandort für gleich zwei der ersten zehn WohnenPLUS-Residenzen in Baden-Württemberg. Nach der Königin-Olga-Residenz im Westen nun die Herzog-Christoph-Residenz am Killesberg.
 

WohnenPLUS-Konzept für Menschen mit Pflegebedarf

„WohnenPLUS bedeutet, dass Menschen trotz Pflegebedarf zuhause individuell versorgt werden“, erklärt Schneider. Das gelingt, indem verschiedene Wohn- und Pflegeangebote ganz individuell und je nach Bedarf miteinander kombiniert werden können. 


Wohnungen mit Assistenzsystemen 

Die Pflegewohnungen sind 36 bis 59 Quadratmeter groß und verfügen jeweils über ein barrierefreies Bad. Zusätzlich sind sie mit dem Assistenzsystem ALADIEN ausgestattet. Es wird über ein bedienerfreundliches, für Senioren optimiertes Tablet gesteuert, das zur Grundausstattung jeder Wohnung gehört.

Quartieridee mit Christophkirche

Das Besondere an der Herzog-Christoph-Residenz ist auch der generationenübergreifende Charakter. Denn das Gebäude wird die Christophkirche und den auf dem Gelände befindliche Kindergarten räumlich und inhaltlich miteinander verbinden. „Wir setzen von Beginn an auf ein lebendiges Quartiersprojekt“, erklärt Schneider.

EHS mit sechs Senioren-Einrichtungen in Stuttgart

Durch die Herzog-Christoph-Residenz erweitert die EHS ihr Angebot in Stuttgart um eine sechste Einrichtung, nach der Königin-Olga-Residenz am Feuersee, dem Haus auf der Waldau in Degerloch, dem Karl-Wacker-Heim in Botnang, dem Paul-Collmer-Haus in Untertürkheim und dem Württembergischen Lutherstift im Westen. www.ev-heimstiftung.de

 
November 2020. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: EHS/PR

 

Montag, 10. Juni 2019

Bayern Innovationspreis "Zu Hause daheim" geht 2019 auch das Konzept "SoS - Sei ohne Sorge" in Rammingen, Unterallgäu

Landessozialministerin Kerstin Schreyer hat das Quartierskonzept „SoS – Sei ohne Sorge“ in der Gemeinde Rammingen in Schwaben mit dem Innovationspreis „Zu Hause daheim“ ausgezeichnet.

Bereits zum zweiten Mal wurde der landesweite Innovationspreis verliehen. Dieses Jahr ging der Preis an sieben Projekte, die sich in besonderem Maße für ein selbstbestimmtes Älterwerden im Quartier einsetzen.

„Die große Mehrheit von uns will so lange es geht zu Hause wohnen bleiben. Quartierskonzepte sind eines der besten Instrumente, um in den Kommunen hierfür die richtigen Weichen zu stellen. Selbstständig seinen Alltag gestalten, einkaufen oder zum Arzt gehen, Nachbarn treffen – dies Alles gehört dazu“, betont die Ministerin. „Quartiersmanagerinnen und Quartiersmanager stehen der älteren Bevölkerung als Ansprechpartner für all ihre Fragen und Belange zur Verfügung. Gemeinsam bauen sie vor Ort genau die Strukturen auf, die es braucht, damit ältere Menschen dauerhaft zu Hause leben können. 


Ich bin überzeugt: Quartierskonzepte sind ein Modell für die Zukunft. Ich freue mich, das Quartierskonzept ‚SoS – Sei ohne Sorge‘ in der Gemeinde Rammingen im Landkreis Unterallgäu als besonders vorbildliches Konzept mit dem diesjährigen Innovationspreis ‚Zu Hause daheim‘ auszeichnen zu können und gratuliere der Ramminger Nachbarschaftshilfe und Betreuungsgruppe ‚SoS – Sei ohne Sorge‘ als Trägerin des Projekts ganz herzlich.“

Der Innovationspreis ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert. In jedem Regierungsbezirk wurde ein vorbildhaftes Quartierskonzept geehrt. Die Preisverleihung fand im Rahmen eines Staatsempfangs anlässlich der gleichnamigen Aktionswoche „Zu Hause daheim“ im Historischen Rathaussaal in Nürnberg statt.


Foto: Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer mit dem Preisträger aus Schwaben vertreten durch (v.l.) die Quartiersmanagerinnen Carolin Ledermann, Stefanie Natterer, Gemeinderat Christian Reiber und Regierungspräsident Dr. Erwin Lohner .
 

Juni 2019. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: StMAS/Uwe Niklas – Gute Fotografie

Freitag, 3. August 2018

Altersruhesitz Nordsee und Baltrum: ZDF mit Reportage über Pflegedienst "Gode Tied" und Rentner auf der Nordseeinsel

"Im Ruhestand am Nordseestrand - Altwerden auf Baltrum", unter diesem Titel sendete das ZDF dieser Tage eine interessante "37°"-Dokumentation. Sie ist in der Mediathek des Senders verfügbar, Sendung vom 31. Juli 2018, und kann so noch weiterhin angeschaut werden.

Idee des Beitrages: Das ZDF-Team begleitetr ein Jahr lang alteingesessene Insulaner und zugezogene Senioren. Alle leben nun auf Baltrum, betreut über einen selbst gegründeten Pflegedienst "Gode Tied".


Ruhestand an der Nordsee auf der Insel Baltrum
 

Das sind die Personen in dem ZDF-Film:
Fast noch eine heile Welt: Olgas Familie, ihre Kinder, Enkel und Urenkel leben fast alle auf der Nordseeinsel. Nach dem Krieg ist sie nach Baltrum gekommen. Olgas Lebensmotto: so selbstständig wie möglich bleiben. Die Seniorin kocht deshalb manchmal für die Familie, geht allein einkaufen und fährt mit ihrem Elektromobil zum Arzt. Noch kommt der Pflegedienst nur einmal am Tag und versorgt die rüstige Rentnerin mit Kompressionsstrümpfen.

"Die Insel bedeutet mir alles. Ich möchte hier sterben." Nachdem Jupp 1966 mit seiner Frau nach Baltrum kam, ist er als fröhlicher Gastwirt zum "Inseloriginal" geworden. Inzwischen musste er aus Gesundheitsgründen das Restaurant an seine Tochter Martina übergeben. Mehrmals ist er schon mit dem Hubschrauber aufs Festland ins Krankenhaus gebracht worden. Zurück auf der Insel, wird er nun jeden Tag vom Pflegedienst versorgt. Wird das reichen?

"Ich habe schon das Paradies auf Erden", beteuert Renate. Ihr Mann Günther (80) und sie sind "Zugereiste", sie leben erst seit sieben Jahren auf Baltrum. Die Integration war nicht leicht. Renate hat nur noch ein Drittel ihrer Lunge und braucht die Nordseeluft zum Atmen, Günther tut alles, damit es seiner Frau besser geht. Er ist Musiklehrer und hat auf der Insel eine Brassband mit Jugendlichen gegründet.
 

Infos auch hier: http://facebook.com/ZDF37Grad

August 2018. Text: ots
Copyright Foto: obs/ZDF, Ahrens

Freitag, 6. Juli 2018

Gemeinschaftswohnhaus für Senioren - in Reutlingen ist ein privates Modellprojekt entstanden. Vorbildcharakter und zukunftsweisende Bauform

Selbstbestimmt im Alter leben und möglichst lange in der gewohnten Umgebung bleiben: Das ist der Wunsch vieler Menschen. Doch wer später nach seinen Vorstellungen leben will, sollte frühzeitig anfangen zu planen. Die eigene Wohnung oder das Haus altersgerecht umbauen, eine neue Immobilie den individuellen Bedürfnissen entsprechend gestalten, in ein Mehrgenerationenhaus oder eine Alters-WG ziehen: Es gibt viele Möglichkeiten.




Barrierefrei bauen
Das Domizil fürs Alter sollte vor allem immer barrierefrei sein: Breite Türen ohne Schwellen, die bei Bedarf auch im Rollstuhl oder mit Rollator bequem passierbar sind, eine Duschkabine mit einem ebenerdigen Einstieg oder eine Walk-In-Dusche mit viel Bewegungsfreiheit im Badezimmer. "Sinnvoll ist auch das Einplanen eines Extrazimmers mit separatem Badezimmer für Besuch oder, bei Bedarf, für eine Betreuungsperson", erklärt Klaus-Dieter Schwendemann vom Fertighausanbieter WeberHaus. Ausführliche Informationen gibt es unter www.weberhaus.de

Auch Ulrike Droll, Sibylle Höf und Kirsten Levene, die sich für eine besondere Form des altersgerechten Wohnens entschieden, vertrauten auf die Erfahrung des Fertigbauspezialisten. 2010 gründeten sie die "Wigwam Gemeinschaftswohnen GmbH". Zusammen wohnen, leben, essen, sich umeinander kümmern und dennoch eigenständig zu bleiben - das war das Ansinnen der drei Gesellschafterinnen, die in Reutlingen ihre über Jahre gereifte Vision vom gemeinsamen Wohnen mit einem 511 Quadratmeter großen Mehrgenerationenhaus in Holzständerbauweise verwirklichen konnten.

Innovatives Baukonzept

Eine termingerechte Lieferung und Kostentransparenz waren den Frauen dabei ebenso wichtig wie energieffizientes Bauen mit nachhaltigen Materialien. "Wir wollten natürlich nicht die Katze im Sack kaufen, wir haben uns vorher genau im Internet über die Holzständerbauweise informiert", sagt Berta Wolf. Im Herbst 2015 konnten die Bewohnerinnen in ihr neues Domizil einziehen.

I
Barrierefreies Mehrgenerationenhaus auf über 500 qm von WeberHaus
 

Inzwischen wohnt dort auch ein junger Mann, der im Rollstuhl sitzt und die Barrierefreiheit des Hauses zu schätzen weiß. Das zweistöckige Gebäude umfasst sieben Singlewohnungen, große Gemeinschaftsräume sowie eine großzügige Wohnung, in der eine WG mit drei Parteien wohnt. Durch wenige bauliche Veränderungen kann diese Wohnung bei Bedarf in drei einzelne Einheiten geteilt werden. Die Grundrisse des Neubaus sind exakt auf die Wünsche der Bewohner zugeschnitten - inklusive der kommunikativen Laubengänge in den Eingangsbereichen. "Bei einem bestehenden Haus hätte das niemals so genau gepasst", sind die Wigwam-Damen überzeugt.

Juli 2018. djd/Redaktion pflegeinfos.net

Copyright Fotos: djd/WeberHaus.de

Man begegnet sich auf den Terrassen





 

Freitag, 19. August 2016

Altwerden und Aids - Seminar in Stuttgart informiert über Therapien und Lösungen

In den 1980er Jahren war Aids eine Viruserkrankung mit geringer Überlebenschance. Auch viele bekannte Künstler und Sänger wie Freddie Mercury und Keith Haring starben dadurch viel zu früh. Dank der aktuellen Medizin und der  großen Fortschritte in der Behandlung können heute Menschen länger und den Umständen entsprechend gut mit HIV leben.

So gibt es allerorten Betroffene jenseits der 60 oder noch älter, die HIV-positiv sind. In einem Seminar der Deutschen Aids-Hilfe und der Aids-Hilfe Stuttgart geht es am 6. Oktober 2016 um das Thema "Älterwerden mit Aids". Geklärt wird, welche Folgen sich für die Therapie ergeben, wenn Aids-Patienten hochaltrig sind.

Die Veranstaltung läuft von 10 bis 17 Uhr in der Beratungsstelle der Stuttgarter Aids-Hilfe, Referenz ist Helmut Hartl aus München. Eine Anmeldung ist erforderlich, Telefon 0711 - 22 469.

August 2016. Redaktion pflegeinfos.net

Dienstag, 16. August 2016

Tübingen: Beratungsstelle für Wohnen im Alter - Kreisseniorenrat mit kostenlosem Hilfsangebot für Senioren und Angehörige

Nur nicht in ein Altenheim! So denken viele Senioren, wenn sie merken, dass die Kräfte nachlassen und der Verbleib in der eigenen Wohnung fraglich ist. Doch vor dem Gang in ein Alten- und Pflegeheim gibt es noch viele Hilfsangebote und Möglichkeiten, die eigenen vier Wände altersgerecht zu gestalten – auch im Landkreis Tübingen und in der Unistadt Tübingen

Dort bietet der Kreisseniorenrat Tübingen deshalb Hilfe in seiner Beratungsstelle für altersgerechtes Wohnen an. Die Beratung ist eine ehrenamtliche, neutrale und produktunabhängige Beratung für Senioren und pflegende Angehörige. zum Selbstverständnis heißt es: "Wir beraten mit dem Ziel, Selbständigkeit zu erhalten bzw. wieder herzustellen, Pflege zu erleichern und Fragen zur Finanzierung zu klären".

Die Berater des Kreisseniorenrats Tübingen informieren außerdem zu den Alternativen Betreutes Wohnen, Senioren-WG oder Hilfe durch Soziale Dienste oder 24h-Hilfen im Landkreis Tübingen (24 Stunden Betreuung Senioren).

barrierefreies Umbauen
Sicherheit und Mobilität im Hause: Treppenlift

Auf Wunsch kommen die Berater auch ins Haus oder in die Wohnung der Senioren und geben vor Ort gleich praktische Tipps für Verbesserungen. Aus Erfahrung weiß der Kreisseniorenrat Tübingen, dass oft schon kleine Veränderungen eine große Hilfe darstellen – etwa fußbodengleiche Duschkabinen, Haltegriffe im WC oder die Verbreiterung einer Tür. 

Immer häufiger kommt es auch vor, dass ältere Menschen im Landkreis Tübingen eine Wohnung oder ein Haus erwerben, um dort ihren Lebensabend zu verbringen. Auch hier hilft der Service "altersgerechtes Wohnen" weiter – denn bevor ein Kaufvertrag abgeschlossen wird, prüfen die Experten das Objekt auf Wohnen im Alter.

Erste Informationen bietet auch ein Infoflyer "Wohnberatung im Landkreis Tübingen". Er kann beim Kreisseniorenrat angefordert werden, dort ist auch eine Terminvereinbarung möglich: Kreisseniorenrat Tübingen, Schmiedtorstraße 2, 72070 Tübingen, Telefon 0 70 71 / 92 08 86 7. www.kreisseniorenrat-tuebingen.de


August 2016. Redaktion pflegeinfos.net

Copyright Foto: PR/Lifta



Freitag, 20. Mai 2016

Barrierefreiheit in Seniorenwohnungen: Komplettmodernisierung möglich - oder nur bodengleiche Duschen im Bad. Tipps vom Profi

Barrierefrei, seniorengerecht: halbhohe Duschtüre und ebenerdiger Boden

Das altersgerechte Wohnen nimmt bei Überlegungen zum Umbau und zur Modernisierung der eigenen vier Wände heute eine große Rolle ein. Eigenheimbesitzern wie auch Immobilienverwaltungen drängt der demografische Wandel die Möglichkeiten der barrierefreien Wohnraumgestaltung gleichermaßen ins Bewusstsein. Unterschiedlichste Baumaßnahmen wie Treppenlifte, Türenverbreiterungen oder die Einrichtung bodenebener Duschplätze sind letztlich einem Ziel geschuldet: Alltagshindernisse im Zuhause der älteren Bewohner zu beseitigen.

Es existieren viele Förderprogramme

Das Thema Barrierefreiheit im Wohnraum ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Es hat sogar breite politische Dimensionen angenommen. Das spiegelt sich auch in einer weit verzweigten Förderlandschaft wider. Kommunen, Länder, Stiftungen und andere Institutionen wie die bundeseigene Kfw-Bank stellen eine Vielzahl an Finanzierungstöpfen oder Darlehen bereit für bauliche Verbesserungen.

Städte wie Dresden und Heidelberg bieten darüber hinaus eigene Förderprogramme an. Die Situation ist für Senioren und ihre Angehörigen allerdings sehr unübersichtlich. Hinsichtlich des barrierefreien Umbaus gibt es aktuell keinen einheitlichen Überblick, der deutschlandweit aufzeigt, zu welchen Bedingungen es Förderleistungen in welcher Höhe gibt.

Cristian Jacobs empfiehlt, sich deshalb vor einem Umbau genau zu informieren und etwas Zeit in die Nachforschung zu investieren. Das zahle sich meistens aus: „Es ist sinnvoll, auch mal bei Wohnberatungen oder sogar bei den Sozialstellen der Kommunen anzufragen, ob und was es für Fördermöglichkeiten gibt.“


Die Stadt Heidelberg biete beispielsweise mit dem Programm „Barrierefreie Lebenslaufwohnungen“ vielseitige Förderansätze. Jacobs ist Geschäftsführer der Firma GANG-WAY aus Magdeburg. Das Unternehmen nimmt sich dem barrierefreien Umbau von Bädern an. Speziell für die bodenebene Duschplatzgestaltung bietet es alltagstaugliche Lösungen an. 

Von der Komplettmodernisierung bis zur Einzelmaßnahme
Zu den wenigen Institutionen, die barrierefreie Umbauten in Wohnungen generell finanziell unterstützen, zählt Christian Jacobs die Pflegekassen. Ab Pflegestufe 0 können sie Betroffenen einen Zuschuss in Höhe von bis zu 4000 Euro gewähren. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine die Modernisierung einer kompletten Wohnungen handelt oder lediglich um Einzelmaßnahmen wie etwa eine Beseitigung störender Schwellen.


Der Einbau eines barrierefreien Duschplatzes wird auf diesem Weg ebenfalls gefördert. „Material und Handwerkerarbeit sind damit unter Umständen schon zu weiten Teilen finanziert“, sagt Christian Jacobs. Selbst bei ungünstigen baulichen Gegebenheiten.


Die Pumpeninstallation ist hinter einer Revisonsklappe angebracht

Bereitet zum Beispiel die Abwasserführung mit ausreichend Gefälle Schwierigkeiten wegen eines zu niedrigen Bodenaufbaus, empfiehlt der Experte ein Pumpensystem mit dem Namen "Sanftläufer". Das System überwindet das fehlende Gefälleniveau, in dem es das Duschwasser einfach am Ablauf absaugt, ohne störende Schmatzgeräusche.

Die eigentliche Pumpe ist in der Installationswand untergebracht. Das ermöglicht einen sehr niedrigen Aufbau, bis hin zu einem bodengleichen Übergang vom Fußboden in den Duschbereich. „Unterm Strich realisiert man so mit relativ wenig Aufwand einen schwellenlosen Zugang zur Dusche. Die Umbauarbeiten am Boden beschränken sich zudem allein auf den Duschplatz“, führt Christian Jacobs aus.

Bodengleiche Duschen haben viele Vorteile

Gerade weil es auf diese Art machbar ist, Duschen ohne störenden Schwellenzugang zu installieren, warnt der Geschäftsführer von GANG-WAY davor, sich bei einer anstehenden Modernisierung auf faule Kompromisse hinsichtlich der Einstiegshöhe einzulassen: „Einstiege von 6 oder gar 10 Zentimeter Höhe sind nicht förderlich. Ab einem gewissen Alter sind 10 Zentimeter bereits eine gewaltige Hürde.“

Genau geregelt ist dieser Zustand in der DIN 18040-2. Sie hält eine maximale Absenkung von 2 Zentimeter zum angrenzenden Bodenbereich für tolerierbar. Die Kfw-Bank stellt in ihren Vorgaben sogar die Bedingung „Duschplätze müssen bodengleich ausgeführt werden“ und lässt die Toleranz nur in Ausnahmen zu.

Das hat laut dem Profi für Barrierefreiheit im Bad einen weiteren Vorteil, der vor allem bei kleinen Bädern bemerkbar wird. Sie wirken größer, wenn der Boden nur aus einer einzigen durchgehenden Fläche besteht. Vor allem, wenn er einheitlich gefliest ist. Eine zweite Ebene würde das Bad optisch verkleinern, zum Beispiel ein Podest für die Dusche. Zudem führt der Einbau bodengleicher Duschbereiche zu mehr Bewegungsfläche. Beispielsweise kann während des Toilettengangs der Rollator in einem Duschbereich mit wegklappbaren Türen problemlos abgestellt werden.

Antrag bei den Pflegekassen stellen 

Pflegekassen gewähren eine finanzielle Unterstützung in Höhe von höchstens 4000 Euro zum barrierefreien Wohnraumumbau. Die Anträge erhalten Interessierte bei den entsprechenden Pflegekassen. Den Antrag stellen darf, wer mindestens mit Pflegestufe 0 eingestuft ist. Der Antrag sollte unter anderem die Kosten enthalten, es muss also ein konkretes Angebot des zu beauftragenden Handwerkers vorliegen. Eventuell ist zudem die Zustimmung des Vermieters erforderlich, wenn die Wohnung kein Eigentum des Bewohners ist.

Handwerker helfen bei der Antragstelllung

Die Firma GANG-WAY bietet Kunden aus dem Bereich der Immobilienverwalter Unterstützung in diesem Prozess an. Die kommerzielle Wohnberatung umfasst neben dem Antragstellen auch eine Finanzierungsklärung bis hin zur Vermittlung eigener Handwerker.

GANG-WAY wurde als Familienunternehmen mit Sitz in Sülzetal bei Magdeburg im Jahr 1995 gegründet. Seitdem wurden in ganz Deutschland mehr als 5.000 Wohnungen erfolgreich umgewandelt. Die Produktinnovation "Sanftläufer Duschen" entwickelte sich in den letzten Jahren als gute Lösung für bodengleiches Duschen.

Mai 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR/Gang-Way

Sonntag, 13. Dezember 2015

Tertianum Premium Residences: Seniorenresidenzen mit einem besonderen Niveau. Der Betreiber plant mehr Serviceleistungen und Expansion

Toplage in Konstanz am Bodensee: ein Haus der Tertianum Premium Residences

Es ist nur ein kleiner Markt, aber mit steigender Nachfrage: exklusive private Seniorenresidenzen in besten Lagen und mit überdurchschnittlichen Pflege-, Betreuungs- und Service-Leistungen. Bekannt sind die Häuser der Augustinum-Gruppe. Doch es gibt weitere Betreiber, die exklusive Seniorenresidenzen entwickeln.

Zu dieser Gruppe gehört die DPF AG. Sie plant mit ihren Tochter-Unternehmen, den Tertianum Premium Residences, einen neuen Standard für exklusives Wohnen im Alter. Dazu wird in den kommenden Monaten der Markenauftritt in Deutschland überarbeitet, auch neue Serviceleistungen werden hinzukommen.

Hotelprofi Holger König steigt ins Business ein 
Mit dem erfahrenen Hotelier Holger König konnte die DPF AG für die Tertianum Premium Residences einen neuen Regionaldirektor gewinnen, der für alle operativen Abläufe der Residences in Berlin, Konstanz und München verantwortlich zeichnet.


König war vor seinem Engagement bei den Tertianum Premium Residences rund zwei Jahre lang als General Manager im Wyndham Grand Berlin Potsdamer Platz tätig, das als deutsches Flaggschiff der weltweit größten Hotelkette Wyndham zählt. Zuvor hatte er als General Manager mehrere Jahre lang das Grand Hotel Heiligendamm geleitet und zu einigen seiner bisher größten Erfolge geführt. 

Tim Raue feilt am Essen in den Häusern
Aus seiner Hotelzeit brachte König den Kontakt zu dem renommierten Berliner Sternekoch Tim Raue ein. Raue arbeitet mit dem Führungsteam der Seniorenresidenzen an einem neuartigen Gastronomiekonzept. Vorgesehen ist zudem ein erweiterter Concierge-Dienst, der höchsten Ansprüchen gerecht wird.

Weitere Tertianum-Standorte im Visier
Auch eine behutsame Modernisierung in Teilbereichen ist in Vorbereitung. Sobald das gewünschte Serviceniveau in den drei bestehenden Häusern etabliert ist, soll eine Ausweitung des Konzepts geprüft werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass ähnlich attraktive innerstädtische Lagen akquiriert werden können. Für die vorhandenen Häuser in Deutschland bestehen bereits heute lange Wartelisten von Senioren.

Seniorenappartements bis zu 150 qm Fläche

Tertianum gibt es in Deutschland seit dem Jahr 2000. Die drei Häuser verfügen über insgesamt 35.000 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche. Zur Verfügung stehen 281 individuelle Wohnungen und 68 Pflegeapartments auf höchstem Niveau. Angemietet werden können Zwei- bis Vierzimmerapartments mit bis zu 150 Quadratmetern Wohnfläche.

Toplage in Innenstädten und viel Komfort
Ein wesentliches Kennzeichen der drei Premium Residences ist ihre attraktive Lage, etwa im Glockenbachviertel in München, an der Konstanzer Hafenpromenade sowie vis-à-vis des KaDeWe in Berlin. Zur Ausstattung der Residenzen gehören unter anderem Einrichtungen wie Spa, Hallenbad, Kaminzimmer, Bibliothek sowie ein Restaurant der gehobenen Kategorie und ein individuell nutzbarer Weinkeller für jeden Bewohner. Darüber hinaus verfügen alle Häuser über eine Tiefgarage mit ausreichend Stellplätzen.


Pflegewohnbereich in allen Häusern
Für die medizinische und pflegerische Versorgung stehen ein eigener Pflegewohnbereich mit vollstationärer Pflege sowie eine angeschlossene Arztpraxis zur Verfügung. Dies ist selbst im gehobenen Residenz-Segment die absolute Ausnahme. Zu den Annehmlichkeiten im Tertianum zählen außerdem ein abwechslungsreiches Kulturprogramm, Reisedienste und zahlreiche individuelle Fitness- und Wellness-Angebote. www.tertianum-residences.de
 
Dezember 2015. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Tertianum Konstanz

Samstag, 26. September 2015

Barrierefrei umbauen und modernisieren für das Alter: staatliche Förderung für den eigene Altersruhesitz mitnehmen


Das Eigenheim umbauen für Wohnen im Alter: mit KfW-Zuschüssen

In den eigenen vier Wänden alt werden – das wünschen sich die meisten Besitzer einer selbst genutzten Immobilie. Eine umfassende Modernisierung älterer Wohnhäuser stellt hier eine gute Möglichkeit dar, Geld sinnvoll für die Altersvorsorge anzulegen. Um die Investition zu erleichtern, lassen sich dafür auch Fördergelder der KfW nutzen. Kombinieren lassen sich bei Senioren beispielsweise Förderprogramme aus den Bereichen "Altersgerecht umbauen" und "Energieeffizient sanieren" der staatlichen KfW Förderbank.

Auch Aufzüge sind förderfähig
Eine altersgerechte Umgestaltung der Räume macht es einfacher, auch dann noch zu Hause wohnen zu bleiben, wenn die Beweglichkeit mit den Jahren nachlässt. Gefördert werden Maßnahmen, die den Zugang zum Haus erleichtern, Barrieren in oder zwischen den Räumen abbauen und Bewegungsflächen schaffen. Ebenfalls förderfähig sind Aufzüge und Bedienelemente wie etwa Motorantriebe für die Rollläden.


Alle weiteren Informationen gibt es unter www.kfw.de. Nutzen kann man die Förderung als zinsbegünstigte Kreditvariante im Programm Nr. 159 oder als Zuschuss über das Programm Nr. 455, wenn die Umbauarbeiten ohne Kredit finanziert werden sollen.

Energiekosten dauerhaft senken

Eine dauerhafte Senkung der Energiekosten leistet ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Altersvorsorge. Denn Energiekosten stellen in vielen älteren Häusern einen der größten Kostenblöcke dar. Trotz des momentan billigen Ölpreises rechnen Experten langfristig mit steigenden Energiepreisen. Für die energetische Sanierung gibt es vier KfW-Programme, die sich auch mit dem altersgerechten Umbau kombinieren lassen.

Für die energieeffiziente Sanierung steht ebenfalls die Kredit- oder Zuschussvariante zur Verfügung. Zusätzlich kann auch über einen Ergänzungskredit die Umstellung der Heizungsanlage auf erneuerbare Energien gesondert unterstützt werden. Und damit die energetischen Sanierungsmaßnahmen auch zum gewünschten Ziel führen, gibt es zusätzlich einen Zuschuss für die professionelle Baubegleitung durch einen qualifizierten, unabhängigen Sachverständigen.


Auch Photovoltaik lässt sich auf älteren Häusern installieren

Tipp für ältere Hausbesitzer: Eine Kombination von Maßnahmen zum altersgerechten Umbau und zur energetischen Sanierung kann sich lohnen. Zum einen werden alle notwendigen Arbeiten in einem Aufwasch durchgeführt, die Handwerker kommen nur einmal ins Haus. Zum anderen lassen sich viele Maßnahmen kostengünstiger planen. Ein Austausch alter Rollläden durch motorgetriebene Jalousien kann günstiger erfolgen, wenn ohnehin die Fassade gedämmt und zugige alte Rollladenkästen abgedichtet werden. 


Alle Informationen zu den Programmen gibt es im Internet unter ww.kfw.de

September 2015. Text: djd
Copyright Fotos: PR/djd, KfW

Dienstag, 12. Mai 2015

Hausnotruf für ältere Menschen – neue Entwicklung von Karlsruher Gründerfirma easierLife mit Sensoren in der Wohnung

Sich zu Hause sicher fühlen – insbesondere für Ältere spielt das gute und sichere Gefühl eine große Rolle. Zum Glück gibt es mittlerweile viele technische Hilfsmittel für sicheres Wohnen im Alter, dazu gehört insbesondere der sehr verbreitete Hausnotruf.

Was aber ist, wenn die ältere Person den Notrufknopf einmal nicht bei sich trägt, liegen lässt oder in Folge von Demenz, Schwäche alles vergisst? Auch für dieses letzte "Restrisiko" kommen nun neue digitale Hightech-Lösungen zum Einsatz. Eine innovative Anwendung in diesem Bereich ist das easierLife-System einer jungen Karlsruher Firma.

Es funktioniert mit Sensoren in der Wohnung, die Bewegungen und bestimmte Aktionen (z.B. das Verlassen der Wohnung) automatisch registrieren. Sie erkennen kritische Situationen, beispielsweise wenn ein Senior morgens nicht aufsteht oder von einem Spaziergang nicht wie geplant nach Hause zurückkehrt. Oder wenn eine Person zu lange im Badezimmer oder der Toilette verweilt.

Schnelle Notfallmeldung aufs Handy
In solchen Fällen wird umgehend eine zuvor definierte Person vor Ort bzw. in der Nähe per Nachricht auf ihrem Smartphone informiert. Sie kann dadurch den älteren Menschen helfen bzw. Hilfe organisieren, wenn dies den Bewohnern selbst nicht mehr möglich ist. Erste Modellanwendungen laufen im Betreuten Wohnen. Aber easierLife lässt sich auch auf private Haushalte übertragen. In diesem Fall würden – statt der Koordinatorin – einfach die Angehörigen oder andere Bezugspersonen wie Nachbarn oder beste Freunde auf das Handy informiert. Privatanwender können sich über Apple oder bei Google-Android entsprechende Apps besorgen. 

Wohlfahrtswerk testet Sensorensystem im Karl-Walser-Haus
Inzwischen laufen Testphasen des Systems bei renommierten Partnern in der Altenpflege wie etwa dem Deutschen Roten Kreuz, der bruderhausDiakonie und dem Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg. Zum Einsatz beim Wohlfahrtswerk kommt das System im Karl-Walser-Haus in Ludwigsburg. Hier wurden
einige Wohnungen des Betreuten Wohnens mit Sensoren ausgestattet, die Notfallsituationen automatisch erkennen und die Koordinatorin vor Ort in einer kritischen Situation alarmieren. Dadurch genießen die älteren Menschen in Ludwigsburg noch mehr Sicherheit in ihren Wohnungen. Parallel ist jederzeit eine engmaschige Betreuung gewährleistet, ohne dass die Privatsphäre der Bewohner berührt wird. 

Auszeichnung auf der CeBIT 2015
Die clevere und schnell zu installierende Lösung easierLife wurde deshalb nicht umsonst auf der diesjähren IT-Fachmesse CeBIT ausgezeichnet. Im März 2015 erhielt die Start-up-Firma den "IKT Innovativ Preis" von Brigitte Zypries überreicht, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie.

Bewertet wurden neben den Qualifikationen und Erfahrungen des Teams auch das Marktpotenzial und Wettbewerbsfähigkeit des Produkts sowie Umsetzbarkeit und Innovationshöhe der Idee. Die siebenköpfige Jury um Romy Schnelle von der High-Tech Gründerfonds Management GmbH und Alexandra Prümke vom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) sahen diese  bei easierLife gegeben. 

Weitere Informationen: Telefon (0721) 96 54 192, www.easierlife.de

Mai 2015. Redaktion pflegeinfos.net 
Copyright Fotos: PR 

Mittwoch, 3. September 2014

Barrierefrei umbauen in der Mietwohnung: Was ältere Mieter beachten müssen, wo es Förderungen gibt

Das Treppensteigen strengt an, der Einstieg in die Dusche fällt schwer, die Türen sind zu eng für den Rollator: Mieter, die trotz eingeschränkter Beweglichkeit im Alter in ihrer Mietwohnung bleiben möchten, kommen deshalb um Umbaumaßnahmen oft nicht herum.

Doch um Türschwellen zu senken oder Rampen zu bauen, benötigen sie die Zustimmung ihres Vermieters. Und oft auch finanzielle Unterstützung, denn Umbaumaßnahmen kosten meist viel Geld. Welche Rechte ältere Mieter haben und welche Fördermöglichkeiten es für die Umrüstung zu altersgerechten und barrierefreien Wohnungen gibt, zeigt die D.A.S. Rechtsschutzversicherung.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Hälfte der heutigen Generation 50plus würde ihr Zuhause lieber altersgerecht umbauen als umziehen. Umso wichtiger ist es gerade für Bewohner von Mietwohnungen oder -häusern, sich frühzeitig darüber zu informieren. Denn als Mieter, auch wenn man lange Jahre einen Vertrag hat, ist man immer dem Risiko einer Kündigung ausgesetzt.

Vermieter muss Umbaumaßnahmen zustimmen

Das Recht, eine Mietwohnung altersgerecht umzubauen, ist in Paragraph 554a des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) festgelegt: “Wenn ein Mieter seine Wohnung behindertengerecht nutzen möchte, kann er vom Vermieter die Zustimmung zu den notwendigen Umbaumaßnahmen verlangen – sofern der Mieter ein berechtigtes Interesse daran hat. Dies hängt von der Schwere und Art seiner körperlichen Beeinträchtigungen und den Verhältnissen in der Wohnung ab“, erklärt Michaela Zientek, Juristin der D.A.S. Rechtsschutzversicherung. “Da er für bauliche Veränderungen in der Mietwohnung jedoch in jedem Fall die Zustimmung des Vermieters braucht, muss er diesen rechtzeitig vor Beginn des Umbaus kontaktieren.“ 



Barrierefrei umbauen: Immer mit dem Vermieter im Dialog bleiben

Allerdings kann der Vermieter seine Zustimmung auch verweigern. Das gilt vor allem, wenn sein Interesse an einer unveränderten Erhaltung des Gebäudes das Interesse des Mieters am Umbau überwiegt. Auch die Belange der anderen Mieter spielen eine Rolle. Verengt beispielsweise ein Treppenlift das Treppenhaus so sehr, dass andere Bewohner kaum noch in die oberen Stockwerke kommen, kann der Vermieter die Umbaumaßnahmen verweigern.

Zudem kann er den Mieter auch verpflichten, die Umbauten nach dem Auszug wieder rückgängig zu machen. Daher empfiehlt die D.A.S.-Expertin, das persönliche Gespräch mit dem Vermieter zu suchen: “Vielleicht ist er auch bereit, sich an dem Umbau finanziell zu beteiligen.“ Schließlich stoßen bei mehr als 70 Prozent der Wohnungssuchenden altersgerechte bzw. barrierefreie Wohnungen auf großes Interesse. Konkret: ein altersgerechtes Mietobjekt lässt sich jetzt und in Zukunft schneller und teurer vermieten. Der Vermieter sichert durch einen Umbauzuschuss den Werterhalt seiner Immobilie.

Sicherheit für Mieter: Modernisierungsvereinbarung

Einigen sich Mieter und Vermieter auf eine Modernisierung der Wohnung zur altersgerechten Nutzung, ist eine Modernisierungsvereinbarung empfehlenswert. In ihr können die Vertragspartner beispielsweise festlegen, dass der Mieter nach dem Umbau nicht mit einer Mieterhöhung rechnen muss oder der Mietvertrag für eine bestimmte Zeit auf jeden Fall bestehen bleibt. Das gibt dem Mieter die Sicherheit, wirklich bis ins hohe Alter in der Wohnung bleiben zu können. Auch ein teurer Rückbau im Falle eines Auszuges kann vertraglich ausgeschlossen werden.

Finanzielle Unterstützung

Selbst wenn der Vermieter die barrierefreie Gestaltung der Wohnung finanziell unterstützt, bleiben noch genügend Kosten für den Mieter. Erfreulicherweise bieten die landeseigenen Förderbanken sowie die KfW-Bankengruppe verschiedene Fördermöglichkeiten. Mieter mit einer Pflegestufe I-III können außerdem eine finanzielle Unterstützung für die Umbauten bei der Pflegekasse beantragen. Die Höhe ist dabei abhängig von der Einkommenssituation und den geplanten Aufwendungen für die Sanierung.


Rat und Hilfe einholen
Darüber hinaus bieten die gesetzlichen Krankenversicherungen und die gesetzliche Rentenversicherung (diese insbesondere bei Berufstätigen mit einer Behinderung) finanzielle Hilfen. Weitere Anlaufstellen sind die Sozialämter (für einkommensschwache Mieter). Für Bewohner einer Genossenschaftswohnung ist die Genossenschaftsverwaltung der richtige Ansprechpartner bei Fragen zur Barrierefreiheit. Wichtig: Mieter müssen die Fördermöglichkeiten vor dem Bauvorhaben beantragen! Tauschen die Handwerker bereits die Badewanne durch eine Sitzdusche aus, ist es für einen Förderantrag zu spät.

September 2014. Redaktion pflegeinfos.net

Copyright Foto: PR/ERGO Versicherungsgruppe

Dienstag, 25. Juni 2013

Pflegelotsen-App jetzt kostenlos verfügbar. Schnelle Suche nach Pflegeheimen und Vergleichsmöglichkeit

Ab sofort können sich die Nutzer des Internetportals www.pflegelotse.de der Ersatzkassen auch von unterwegs aus einen schnellen Überblick zum Angebot von Pflegeeinrichtungen verschaffen. Die ausschließlich für das iPhone entwickelte App steht zum kostenlosen Download im Apple iTunes Store bereit. 



Einfach in der Suchmaske  "Pflegelotse" eingeben und schnell gelangt man zur Pflegelotsen-App des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek).

Die neue App bietet dem User die gewohnten Features des Internetportals www.pflegelotse.de. Dazu gehören die Umkreissuche, die Übersicht der Pflegeeinrichtungen auf der Trefferliste sowie die Detailansicht mit Adressen, Telefonnummern und Internetauftritten. Dabei vereinfacht die zusätzliche GPS-gesteuerte Standortbestimmung des Nutzers die Umkreissuche.


Darüber hinaus sind im vollständig abgebildeten Pflege-Transparenzbericht, der sogenannten Pflegenote, die Qualitätsdaten der einzelnen Einrichtungen als PDF-Dokument hinterlegt. Auch ein Vergleich einzelner Einrichtungen ist möglich: Im stationären bzw. teilstationären Bereich können Nutzer maximal zwei Einrichtungen in einer Vergleichsliste einander gegenüberstellen.

Der vom Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) entwickelte vdek-Pflegelotse ist eine einfach zu bedienende und leistungsstarke Suchmaschine im Internet (www.pflegelotse.de). Sie informiert aktuell und bundesweit über derzeit 13.325 ambulante und 10.944 stationäre Pflegeeinrichtungen und hilft bei der Suche nach einer geeigneten ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtung.



Juni 2013. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR

Montag, 31. Oktober 2011

Häuser für Generationenwohnen erweitern – das steigert den Wert der Immobilie und ermöglicht Pflege zu Hause

Ein Anbau schafft Raumreserven
Mehrere Generationen einer Familie unter einem Dach vereint – diese Lebensform findet unter den Deutschen immer mehr Anhänger. Schließlich bietet das Zusammenleben von Oma, Opa, Eltern und Enkeln unter einem Dach eine Reihe pragmatischer Vorteile. So können die Großeltern ganz unkompliziert Babysitter spielen, wenn beide Elternteile berufstätig sind. Mindestens genauso wichtig: Das gemeinsame Leben in einem Haus ist zudem eine Alternative zum Altersheim, wenn die Beweglichkeit der Senioren nachlässt. Und wenn Platz vorhanden ist, lässt sich auch ein Pflegezimmer besser einrichten.
 
Raumreserven clever nutzen – oder einen Anbau planen
Ältere Einfamilienhäuser bieten nicht immer genügend Platz für den ganzen "Familienclan" oder einen separaten Bereich für den Pflegebedürftigen. Bei cleverer Planung findet sich aber in den meisten Fällen eine Möglichkeit, zusätzlichen Raum zu schaffen. Wer zum Beispiel auf einen Teil des Gartengrundstücks verzichten kann, liegt mit einem Anbau ans Haus richtig. Wo dies nicht möglich ist, bieten viele Dachböden Raumreserven. In beiden Fällen ist ein Meisterbetrieb des Zimmerhandwerks der richtige Partner. An- und Ausbauten lassen sich nämlich im Holz- und Trockenbau vergleichsweise schnell und einfach durchführen. Unter www.zimmermeister-modernisieren.de gibt es im Internet Informationen dazu und Kontake zu Fachbetrieben.

Barrierefreiheit nicht vergessen
Bei einem Dachausbau empfiehlt es sich in vielen Fällen, den gesamten Dachstuhl ein Stück höher zu setzen. So entsteht auch unter einem niedrigen Dach großzügiger Wohnraum mit großer Kopffreiheit. Mehr Platz schaffen auch größere Dachgauben, die bis an die Gebäudekante reichen und mit bodentiefen Fenstern Licht und Luft einlassen. Ein Anbau dagegen kann direkt an den vorhandenen Baukörper anschliessen oder als eigener, vom Altbau getrennter Baukörper mit Übergang geplant werden. Die Wohnung der älteren Generation wird am besten im Erdgeschoss angelegt – so können sich die Bewohner auch bei körperlichen Einschränkungen noch einfacher selbstbestimmt bewegen. Getrennte Wohnungen sollten auch mit getrenntem Eingang angelegt werden. Liegen sie auf verschiedenen Stockwerken, funktioniert das beispielsweise durch den Anbau einer Außentreppe.
 
Seniorenwohnung ist im Anbau
Geld vom Staat: Fördermittel der KfW abrufen
Wer sein Haus altersgerecht umbauen will, kann sich dafür finanzielle Hilfe vom Staat sichern. Infrage kommen vor allem die Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum "Altersgerechten Umbauen". So gibt es ein zinsgünstiges Darlehen von bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit oder einen Zuschuss von bis zu 2.500 Euro je Wohneinheit. Der Antrag muss jeweils vor Projektbeginn gestellt werden. Für den Kredit wendet man sich an die Hausbank oder Sparkasse, für den Zuschuss direkt an die KfW. Unter www.kfw.de gibt es dazu Informationen. 

Oktober 2011. djd/pt
Copyright Fotos: djd/Fördergesellschaft Holzbau und Ausbau

Donnerstag, 18. August 2011

Altersgerechter Umbau - Stuttgarter Architektin berät Menschen ab 50

Architektin Leire Pagalday
Wer im Alter oder bei Pflegebedürftigkeit in den eigenen vier Wänden bleiben möchte, sollte sich rechzeitig mit der baulichen Situation beschäftigen. Ist eine ebenerdige Dusche im Bad schon vorhanden? Lässt sich ein Treppenlift in das eigene Haus einbauen? Wie sicher sind Herd und andere elektrische Einrichtungen? Wo könnte eine Pflegekraft, zum Beispiel eine 24-Stunden-Betreuerin, wohnen?

Die Architektin und Dipl-Ingenieurin Leire Pagalday aus Stutgart hilft mit ihrem Planungs- und Beratungsbüro AltersTraum Menschen ab 50 in allen Fragen des altersgerechten Wohnens. Ob Information zu staatlichen Fördermitteln, Innenraumgestaltung/Umbauten, Erstellung von individuellen Wohnkonzepten oder altersgerechte Wohnungsanpassungen – die Fachfrau zeigt Möglichkeiten auf und hilft bei der Umsetzung. Immer wieder hält Leire Pagalday auch Vorträge, bei denen die Zuhörer erstaunt sind, mit welch einfachen Mitteln eine vorhandene Immobilie altersgerecht umgebaut werden kann und wie schnell eine Barrierefreiheit hergestellt ist.

Tipp der Architektin von AltersTraum: "Aufgrund der Kosten und kontingierten Fördermittel für den altersgerechten Umbau sollten vor allem Hausbesitzer nicht erst mit 80 entsprechende Maßnahmen planen, sondern je früher, desto besser." Leire Pagalday rät allen jungen Bauherren dazu, die Immobilie so zu gestalten, dass sie später ohne große Mühen altersgerecht umgerüstet werden kann. Auch aus einem weiteren Grund: In Zukunft werden in Deutschland Wohnobjekte mit Barrierefreiheit und altersgerechter Nutzungsmöglichkeit an Wert gewinnen und stark nachgefragt werden.

August 2011. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: AltersTraum Stuttgart