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Donnerstag, 21. Mai 2026

Immobilien: Ältere Eigentümer scheuen oft die Kosten für notwendige Modernisierungen. Was tun?

 

Das eigene Zuhause, vertraute Räume, gelebte Erinnerungen – für viele Menschen ist das Eigenheim mehr als nur eine Immobilie. Rund zwei Drittel der über 60-Jährigen in Deutschland möchten hier ihren Lebensabend verbringen. Doch wie realistisch ist dieser Wunsch, wenn Treppen, Bäder, Energietechnik oder Zugang zum Haus den Anforderungen des Alters nicht mehr entsprechen?

Und vor allem: Reichen die finanziellen Mittel für notwendige Anpassungen? Diesen Fragen ging eine Umfrage der Allianz Baufinanzierung unter mehr als 1.100 Immobilienbesitzern im Alter von über 60 Jahren nach.

Mehrheit erkennt Modernisierungsbedarf

51 Prozent der Befragten beschreiben den Zustand Ihrer Immobilie als renovierungs- oder modernisierungsbedürftig, neun Prozent sehen sogar erheblichen Handlungsbedarf. 13 Prozent halten eine energetische Sanierung für erforderlich. Nur knapp ein Viertel der Befragten gibt an, dass ihre Immobilie nicht modernisiert oder saniert werden muss.

58 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sie Umbau oder Modernisierung sehr wahrscheinlich aus eigenen Mitteln stemmen können. Knapp 40 Prozent jedoch könnten eine Renovierung oder einen Umbau nur zum Teil oder gar nicht aus vorhandenem Kapital bestreiten. Wo das Geld nicht reicht, würden drei Viertel der Befragten auf Maßnahmen verzichten.

"Wenn sich Barrieren abbauen lassen und dies den Menschen ermöglicht, länger im eigenen Zuhause zu bleiben, lohnt es sich, eine Finanzierungsmöglichkeit zu prüfen", rät Rainer Hagenbucher, Leiter der Allianz Baufinanzierung.

Viele kennen die Kosten nur grob

Die möglichen Sanierungsmaßnahmen reichen laut Umfrage vom Einbau eines Treppenlifts über den barrierefreien Zugang bis hin zum Umbau des Badezimmers. Doch nur knapp die Hälfte der über 60-Jährigen hat sich bereits mit den Kosten entsprechender Maßnahmen auseinandergesetzt. Immerhin 29 Prozent haben eine grobe Vorstellung von der Höhe der Kosten, 15 Prozent können den Investitionsbedarf konkret benennen. Etwa ein Fünftel der Befragten, die eine Vorstellung der Kosten haben, gehen von einem Investitionsvolumen von 50.000 Euro und mehr aus.

Finanzierungslösung für ältere Immobilienbesitzer

Wer das eigene Zuhause abbezahlt hat und nun altersgerecht umbauen oder energetisch sanieren möchte, kann sich beispielsweise mit dem BestAger Immobiliendarlehen der Allianz Kapital beschaffen. Dieses Finanzierungsmodell richtet sich speziell an Menschen über 60 Jahren. Die Darlehensnehmer müssen lediglich den Zinssatz bedienen, die Tilgung können sie gegebenenfalls den Erben überlassen.


Mehr Infos über www.allianz.com

Juni 2026. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Text und Foto: DJD/Allianz, Abba stock-adobe (KI-generiert)



Donnerstag, 12. Februar 2026

Rutesheim, Kreis Böblingen: DRK mit Vortragsreihe "Wohnungsanpassung für alle Altersgruppen"


Im März 2026 bietet der DRK-Kreisverband Böblingen auch für Seniorinnen und Senioren aus Rutesheim eine öffentliche Vortragsreihe zum Thema „Wohnungsanpassung für alle Altersgruppen“ an. In acht Online-Vorträgen informieren Referenten darüber, welche Maßnahmen vorgenommen werden können, um Barrieren im häuslichen Bereich zu reduzieren und damit die Selbständigkeit im Alltag zu erhalten. 

Das können verschiedene bauliche Veränderungen, der Einsatz von Technik und Hilfsmitteln, oder die Anpassung von vorhandenen Möbeln sein.

Hier ein Überblick über die Themen und Termine:


Montag, 16. März, 10.30 bis 11.30 Uhr
„Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen“ mit Catherina Doppke

Montag, 16. März, 14 bis 15.15 Uhr
„Technische Hilfen für den Alltag“ mit Bernd Schulte

Dienstag, 17. März, 10.30 bis 11.45 Uhr
„Barrierefreie Badgestaltung Teil 1: Hilfsmittel“ mit Dieter Vogt

Dienstag, 17. März, 14 bis 15.15 Uhr
„Barrierefreie Badgestaltung Teil 2: Badumbau“ mit Dieter Vogt

Mittwoch, 18. März, 10.30 bis 12 Uhr
„Treppenbewältigung – von der Rampe bis zum Lift“ mit Dieter Vogt

Mittwoch, 18. März, 14 bis 15.15 Uhr
„Ortungssysteme – Möglichkeiten und Grenzen“ mit Bernd Schulte

Donnerstag, 19. März, 10.30 bis 12 Uhr
„Sicherheit für mich und mein Zuhause“ mit Dieter Vogt

Freitag, 20. März, 10.30 bis 11.30 Uhr
„ Barrierefreie und rollstuhlgerechte Küchenplanung“ mit Wolfgang Holfelder

Für die Teilnahme benötigt man einen Computer, einen Laptop, ein Tablet oder ein Smartphone mit Ton und Mikrofon, wenn möglich auch Kamera. Eine Einwahl nur über das Telefon ist nicht möglich.


Anmeldung ist bis spätestens drei Tage vor dem jeweiligen Vortrag möglich und erfolgt per E-Mail an wohnberatung@drkbb.org oder unter Telefon 07031 6904403 bei Catherina Doppke vom DRK-Kreisverband Böblingen, Abteilung Wohnberatung. M

Februar 2026. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: Stadt Rutesheim/260305_monkeybusinessimages iStock-1440224128

 

 

WERBUNG:

24h Seniorenhilfe, häusliche Betreuung, osteuropäische Pflegekräfte, Haushaltshifle für Senioren in Rutesheim, Beratung für pflegende Angehörige in Rutesheim. Pflege daheim in Rutesheim. Ihr Partner: riva-care, Herr Bantle, Telefon 0711 - 34 17 00 96.

 

 

 

Mittwoch, 11. Juni 2025

Pflege-Wohngemeinschaften Stuttgart: Wohlfahrtswerk mit neuen Wohnungen in Stuttgart-Freiberg


Wenn es im Alltag nicht mehr alleine geht, führt manchmal kein Weg mehr an einem Umzug vorbei. Für viele ist dieser Schritt mit Sorgen verbunden. Darin liegt aber auch eine Chance: mehr Sicherheit und mehr soziale Kontakte, zum Beispiel in einer ambulant betreuten Pflege-WG.

Alles barrierefrei, mit offener Wohnküche

In der familiären Atmosphäre der beiden Wohngemeinschaften des Wohlfahrtswerks für Baden-Württemberg in Stuttgart-Freiberg leben acht Menschen mit Hilfebedarf in einem ganz normalen Wohnhaus zusammen. Der Wohnraum ist barrierefrei mit offener Wohnküche und angrenzendem Wohn- und Esszimmer, in dem viel Platz für gemeinsame Aktivitäten ist. Hier wird gespielt, Fernsehen geschaut oder Gymnastik gemacht. 

Wer lieber seine Ruhe hat, zieht sich in sein eigenes Zimmer zurück. Die Mieter richten dieses mit ihren eigenen Möbeln und Gegenständen ein, wie es ihnen gefällt. Damit fühlt sich eine WG gemütlicher an als eine große Pflegeeinrichtung. 

Alternative zum Pflegeheim

Für Mieter und ihre Angehörigen beruhigend: Es ist immer jemand da, wenn Hilfe benötigt wird, denn ausgebildete Alltagsbegleiter sind rund um die Uhr in der Wohnung anwesend. Sie gestalten gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern den Tag. Es wird besprochen, was gekocht wird, damit auch das eigene Lieblingsgericht auf den Speiseplan kommt. Bei der Hausarbeit beteiligt sich jeder so wie er möchte und kann. 

Wer pflegebedürftig ist, bucht dazu einen ambulanten Pflegedienst seiner Wahl. Auch wenn der Pflegebedarf zunimmt, können die Mieter in der WG wohnen bleiben. Für viele kann der Umzug in eine WG daher eine gute Alternative zum Pflegeheim sein.

Mehr Infos finden Interessierte auf www.wohlfahrtswerk.de

Juni 2025. Redaktion Pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Wohlfahrtswerk

 

 


Montag, 24. Oktober 2022

Freiburg: mit neuer App VAG Radar kommen blinde und sehbehinderte Menschen besser durch Freiburg


Viele Ältere und Menschen mit Einschränkungen tun sich schwer mit dem ÖPNV. Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) macht deshalb einen weiteren Schritt, um Menschen mit Einschränkungen die Fahrt in Bussen und Stadtbahnen zu erleichtern.

Die neue App "VAG Radar" bietet insbesondere blinden und sehbehinderten Fahrgästen eine Vielzahl von Funktionen, die die Orientierung erheblich erleichtern werden. Doch auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen profitieren von diesem neuen Angebot.

App als Hilfsmittel für ÖPNV

Die App ist in den bekannten App-Stores abrufbar und startet in ihren Testbetrieb. Einmal heruntergeladen empfängt sie per Bluetooth Informationen direkt vom Fahrzeug auf bis zu 50 Meter Entfernung. Dabei werden die Linie, der Zieltext (zum Beispiel „Haid“) und die nächste Haltestelle angezeigt und angesagt.

Was kann das „VAG Radar“?

Fahrzeugradar: An der Haltestelle kündigt die App Busse und Stadtbahnen an, die sich nähern. Das „VAG Radar“ reagiert dabei auf alle Fahrzeuge. Es wird also auch angegeben, wenn sich zum Beispiel eine „Fahrschule“, eine „Sonderfahrt“ oder eine „Werkstattfahrt“ nähert. So erhalten Sehbehinderte die Information, dass das zu hörende Fahrzeug keines ist, dass sie nutzen können. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei Störungen oder Umleitungen die abweichenden Fahrtziele angegeben werden.

Haltestellenansage: Während der Fahrt kann durch eingeschalteten Voice Over oder Talk Back die Haltestellenansage über die App abgespielt werden.

Der Haltewunsch: Vom Smartphone aus kann für die nächste Haltestelle der Haltewunsch betätigt werden. Diese Funktion können natürlich auch Fahrgäste nutzen, die im Rollstuhl sitzen oder etwas unsicher auf den Beinen sind.

Kinderwagen-/Rollstuhl-Knopf: Er bewirkt, dass sich die Tür nicht automatisch nach rund drei Sekunden schließt, sofern in dieser Zeit niemand ein- oder ausgestiegen ist, sondern länger geöffnet bleibt.

Tür-Finde-Signal: Mithilfe der App wird ein akustisches Signal über der Tür ausgelöst das den Fahrgast zur offenen Tür führt.

Über die App wird bei den Stadtbahnen automatisch immer die mittlere Tür geöffnet, bei den Bussen die zweite Tür von vorne. Damit ist sichergestellt, dass unabhängig vom Fahrzeugtyp stets ein barrierefreier Zugang ermöglicht wird, sofern die Haltestellenbeschaffenheit dies zulässt.

Ramon Kathrein, Mitglied des Freiburger Gemeinderates, hat die App bereits ausprobiert: „Für uns Blinde und Sehbehinderte ist ‚VAG Radar‘ eindeutig eine weitere Erleichterung, um uns im Öffentlichen Nahverkehr in Freiburg orientieren zu können. Zusammen mit der VAG arbeiten wir daran dieses hilfreiche Produkt in den kommenden Monaten noch weiter zu optimieren.“

Mischa Knebel, Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehinderten Verein Süd-Baden e.V, der die VAG bei der Entwicklung und Einführung des neuen Angebotes intensiv beraten hat, betont: „Die Realisierung der App hat einen längeren Anlauf benötigt. Ich wünsche mir, dass die App jetzt viel genutzt wird und es viele Rückmeldungen dazu gibt was passt und was vielleicht noch verändert werden könnte.“

Sarah Baumgart, Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen bei der Stadt Freiburg, begrüßt die Einführung der Neuerung: „Der Abbau von Barrieren ist für uns alle eine ständige Herausforderung. Ich bin sehr froh darüber, dass sich die VAG dieser Herausforderung stellt und entsprechend handelt.“

Natürlich ist auch die App barrierefrei nutzbar und unterstützt viele Bedienhilfen wie Zoom, Text-Größe und Farbumkehr sowie die Vorlesefunktion des Endgeräts. Der Standort von Nutzer oder Nutzerin wird in der App nicht verarbeitet.

Oktober 2022. Redaktion Pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/VAG



Montag, 10. Oktober 2022

Renningen, Malmsheim Pflegestützpunkt: Anlaufstelle für Senioren und Interessierte an Pflegeleistungen


Wenn Sie als Senior, Rentner oder pflegender Angehöriger In Renningen und Malmsheim Unterstützung benötigen, können Sie sich an den Pflegestützpunkt für Renningen und Malmsheim wenden. Die neutrale und kostenfreie Beratungsstelle ist ein Angebot und des Landkreises Böblingen und befindet sich im Bürgerzentrum Stadtmitte Leonberg.

Das neue Büro mit zwei Mitarbeitenden im Bürgerzentrum Stadtmitte berät pflegebedürftige Menschen und Angehörige zu Fragen rund um das Thema Pflege und zu Leistungen der Kranken- und Pflegekassen. Es ist der dritte Stützpunkt im Landkreis Böblingen nach Böblingen und Herrenberg. Wichtig: Die Beratung ist kostenfrei und steht allen Bürgern zur Verfügung.

Pflegestützpunkt Renningen und Malmsheim
„Fast 43.000 Menschen im Landkreis Böblingen sind über 75 Jahre alt. Die Leiterin des Amts für Soziales und Teilhabe Michaela Futter erklärt: „Das Landratsamt freut sich, dass wir mit dem Pflegestützpunkt in Leonberg nun Bürgerinnen und Bürgern aus Leonberg, Renningen, Rutesheim, Weil der Stadt und Weissach wohnortnah bei Fragen rund um das Thema Pflege weiterhelfen können.“ 
 
m Jahr 2019 waren im Kreis BB mehr als 15.000 Personen auf Pflege angewiesen. Im Jahr 2015 waren es hingegen erst 6.000. Etwa 76 Prozent davon werden zuhause gepflegt, fast immer teilweise oder ganz durch Angehörige. 
 
Bei der Eröffnung des Pflegestützpunkt Leonberg und Pflegestützpunkt Renningen
 

Seniorenbetreuung und Pflegeberatung in Renningen
Ambulante Pflege wird zum immer wichtiger werdenden Teil der Pflegelandschaft. Um diese gut zu gestalten, braucht es Wissen über Leistungen und Angebote. Daher besteht ein Anspruch auf Pflegeberatung unter anderem durch Pflegestützpunkte wie jetzt in Leonberg. Konkret berät der Pflegestützpunkt pflegebedürftige Menschen und Angehörige zu Fragen rund um das Thema Pflege, informiert über Leistungen der Kranken- und Pflegekassen und unterstützt bei Antragsstellung und Inanspruchnahme von Leistungen. 
 
Der Pflegestützpunkt vermittelt an weitere Unterstützungs- und Beratungsangebote, hilft bei der Organisation der Pflege und berät dabei telefonisch, im Büro oder zuhause.

So finden Sie zum Pflegestützpunkt für Renningen und Malmsheim
Der Pflegestützpunkt Leonberg ist zuständig für Leonberg, Renningen, Rutesheim, Weil der Stadt und Weissach. Zu erreichen ist die Beratungsstelle von montags bis freitags unter den Telefonnummern 07031/663-1184 bzw. -1182 sowie per E-Mail an psp-leonberg@lrabb.de.

24h Betreuung und häusliche Hilfe durch osteuropäische Haushaltshilfen
Diese Leistungen werden auch für Renningen und Malmsheim angeboten - etwa vom privaten Dienstleister riva-care. Seit über zehn Jahren vermittelt das Team 24h Stunden Betreuerinnen bzw. Haushaltshilfen in den Altkreis Leonberg. Häusliche Hilfe durch osteuropäische Betreuerinnen. Kontakt über Telefon 0711 - 966 66 533.

Oktober 2022. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR/Stadt Leonberg; Benjamin Schulz + Stadt Renningen

Mittwoch, 10. August 2022

Stuttgart: Förderprogramm der Stadt für Barrierefreiheit aufgelegt - mehr Mobilität

Stuttgart für alle inklusiv – so der Titel des neuen Förderprogramm für mehr Barrierefreiheit in der Landeshauptstadt. Die Idee: Menschen mit Behinderung benötigen ein barrierefreies Umfeld, um die vielfältigen Dienstleistungen, Freizeit- oder Kulturangebote in Stuttgart nutzen zu können. 

Mit dem städtischen Förderprogramm „Stuttgart für alle inklusiv“ unterstützt die Stadt Stuttgart ganz konkret Dienstleistende, das Gastgewerbe, Veranstaltende, Arztpraxen oder Vereine in der Stadt. Sowohl die Beratung als auch unterschiedliche Maßnahmen werden finanziell gefördert.

Rampen, Leitsysteme, Treppenlift

Eine Beratung zur Barrierefreiheit kann durch den unabhängigen Dachverband Integratives Planen und Bauen (DIPB), anerkannte Verbände, erfahrene Architekten  oder Handwerker erfolgen. Möglich sind Zuschüsse für unterschiedliche Maßnahmen wie Rampen, Schallschutz, barrierefreie Information, Leitsysteme oder Treppenlifter. Die Maßnahmen können unter Einhaltung der Höchstgrenzen voll gefördert werden. 

Noch Zuschüsse für 2022 verfügbar

Antragsberechtigt sind Eigentümer, Eigentümergemeinschaften, Betreiber, Mieter, Pächter oder Veranstalter. Für das Jahr 2022 sind die Mittel noch nicht ausgeschöpft und können noch beantragt werden. Das Antragsformular ist unter www.stuttgart.de,
Stichwort „Stuttgart für alle inklusiv“ als PDF abrufbar.


Weitere Informationenbei der Geschäftsstelle der Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung, Telefon 216-99825, erhältlich.

August 2022. Redaktion pflegeinfos.net

Donnerstag, 30. Juni 2022

Fachmesse Besser Sehen am 8. Juli 2022 in Stuttgart: Aktion der Nikolauspflege auch für ältere Menschen mit Sehschwäche


Die Stuttgarter Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann, eröffnet am Freitag, 8. Juli, als Schirmherrin der Veranstaltung die Fachmesse besser sehen.

Der Eintritt ist frei, Veranstaltungsort ist von 10 bis 17 Uhr das Kongresszentrum Liederhalle stattfindet.

Diabetes und Auge: Experte hält Vortrag

Die Augenklinik im Klinikum Stuttgart Katharinenhospital ist mit einem Informationsstand auf der Messe vertreten. Der Ärztliche Direktor der Augenklinik am Katharinenhospital, Klinikum Stuttgart, Prof. Dr. Florian Gekeler, hält von 13 bis 13.45 Uhr einen Vortrag zum Thema „Diabetes und Auge“ im Schillersaal Ebene 1.

Die Fachmesse „besser sehen“ informiert alle Interessierten zu den Themen Sehen und Barrierefreiheit mit einem vielfältigen Programm und bietet auf einem großen Hilfsmittelmarkt Hilfsmittel für Ausbildung, Schule, Beruf, Haushalt und Freizeit an sowie in Vorträgen zu Augenerkrankungen, zu beruflichen Bildungsmöglichkeiten oder zum Hilfsmitteleinsatz.

Hilfsmittelmesse Stuttgart

Der Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung, Jennifer Langer, ist es eine Herzensangelegenheit, auf bestehende Barrieren im Alltag aufmerksam zu machen und mit Veranstaltungen wie dieser allen Interessierten ein vielfältiges Informationsangebot zu bieten: „Mit dieser großen Hilfsmittelmesse in Stuttgart rückt das Thema in den Fokus der Öffentlichkeit.“

Isolation von Menschen mit Sehschwäche verhindern

Peter Luttringer, Mitglied des Beirats für Menschen mit Behinderung und Vertreter der Menschen mit Seheinschränkung und Blindheit, ergänzt: „Mit eingeschränktem oder nachlassendem Sehvermögen kommt es leicht zur Isolation von Betroffenen, da einer der wichtigsten Informations‐ und Kommunikationswege wegfällt. Daher ist es sehr wichtig, dass über die Erkrankungsformen und mögliche Therapien informiert wird.“

Die Messe wird von der Nikolauspflege gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern ausgerichtet. Mehr unter www.fachmesse‐besser‐sehen.de

Juni 2022. Redaktion pflegeinfos.net

Quelle: Stadt Stuttgart

Dienstag, 25. Februar 2020

Schlagerabend für Senioren in Stuttgart-Rot: Am 14. März 2020 kommt Raffael König mit 1970er Schlagern. Eintritt frei!

Gute Laune garantiert: Schlagerabend mit Raffael König

Gerade eben feierte der Schlagerinterpret Raffael König einen schönen Faschingsfreitag im Café Museo in Stuttgart-Gablenberg, schon steht der nächste Auftritt bevor:  Am Samstag, 14. März 2020 kommt er in das Vereinsheim des SV Rot nach Stuttgart Zuffenhausen. Eintritt frei!

Beginn ist um 19 Uhr. "Ich möchte an diesem Abend speziell Senioren einladen, mit mir zu feiern und die gute alte Schlagerzeit wieder aufleben lassen", sagt der Sänger, der weiß, dass gerade ältere Menschen mit  den Hits Erinnerungen verbinden.

Ob „Sieben Fässer Wein“, „Tanze Samba mit mir“, „Fiesta Mexicana“, „Marmor, Stein und Eisen...“ oder  „Ein Festival der Liebe“ – es waren schöne Zeiten in den 1970er Jahren.

Mitsingen, Mittanzen ist bei Raffael Königs Auftritten ausdrücklich erwünscht.

Der in Stuttgart lebende Schlagersänger Raffael König singt vor allem bei privaten Festen, Firmenfeiern und in ausgewählten Gasthäusern und Clubs. "Oft bin ich auch bei runden Geburtstagen wie einem 80. oder einer Goldenen Hochzeit", so berichtet er.


Aktueller Termin: Samstag, 14. März 2020, 19 Uhr, Vereinsheim des SV Rot (Stuttgart-Zuffenhausen), Fürfelder Straße 15, 70437 Stuttgart.

Die U-Bahn-Station der U7, Fürfelder Straße, liegt nur 150 Meter entfernt.
 

Tischreservierungen möglich unter Telefon 0176 – 413 517 09.


Wer mag, kann zu den Schlagern tanzen


Februar 2020. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR-Archiv König

Donnerstag, 13. Juni 2019

HelpPhone für Senioren: Welche digitalen Dienste helfen Senioren wirklich? Wo schafft Technik Sicherheit bei Senioren und Angehörigen?

E-Mails, Messenger, Wikipedia, Twitter: Ohne digitale Dienste arbeitet und lebt heutzutage niemand mehr. Auch im fortgeschrittenen Alter spielen Computer, Tablet und Smartphone eine wichtige Rolle. Wie Best Ager Internet und technologische Fortschritte bedürfnisgerecht für sich nutzen, zeigt HelpPhone-Hersteller Baser: 



Hilfreiche Helferlein im Alltag
Der Haushalt gehört zu den Dingen, die Menschen das ganze Leben lang begleiten. Wenn im Alter Kräfte und Gelenkigkeit ein wenig nachlassen, helfen Technologien, die Hausarbeit zu vereinfachen. Intelligente Saugroboter beseitigen Hausstaub regelmäßig von alleine. Smarte Kühlschränke checken selbstständig ihren Inhalt und erstellen bei fehlenden Lebensmitteln Einkaufslisten. Mit ganzen Smart-Home-Systemen lassen sich Alarmanlagen, Rauchmelder, Lampen und Heizungen auch von unterwegs per App bedienen und kontrollieren. 

Was nicht passt, wird passend gemacht

Möchten Ältere auch bei schwindender Sehkraft nicht Smartphones und Tablets verzichten, gibt es ein paar einfache Tricks, alle Programme vollumfänglich zu nutzen. Moderne Displays passen sich nämlich an ihren Besitzer an: Für die besser erkennbare Darstellung vergrößern sich Buchstaben beliebig.

In den Telefon-Einstellungen kehren Smartphone-Liebhaber zudem die Farben des Bildschirms um oder stellen auf Schwarz-Weiß-Modus. Das Auge kann Elemente so leichter erkennen. Alle neueren Geräte besitzen außerdem Vorlese-Modi. Damit müssen Nachrichten oder WhatsApp-Mitteilungen nicht mehr mühsam, mit der Nasenspitze fast auf dem Glas klebend, entziffert werden, sondern finden ihren Weg zum erwartungsvollen Empfänger durch den Gehörgang. 

Diese Funktion verwenden auch E-Reader: Auf dem Gerät geladene Bücher und Zeitungen wandeln sich so zu Hörbüchern.

#Stayfit #Stayhealthy

Körperliche und geistige Gesundheit gehen miteinander einher. Auch im besten Alter. Deshalb ist es wichtig, sich bewusst darum zu kümmern. Auch hier stehen digitale Helfer bereit: Kreuzworträtsel-Fans schwingen die virtuellen Bleistifte in zahlreichen kostenlosen Spiele-Apps (zum Beispiel "Kreuzworträtsel Free") und rätseln so oft und lange der Akku hält.

Das gleiche Angebot steht Sudoku-Fans in App- und Playstore zur Verfügung. "Lumosity" macht es sich zur Aufgabe, Erinnerungsvermögen und Wahrnehmung zu schulen. Mit 25 verschiedenen Spielen sichert die Smartphone-Anwendung Senioren die tägliche Runde Gehirnjogging.

Auch dem Pendant zum Geist bietet die smarte Technik Hilfe an: "Tägliche Senioren Fitness Übung" zeigt Übungen, die gezielt Schmerzen im Körper lindern. User bedienen die Applikation nach Belieben und finden schnell in einen eigenen Rhythmus, um Leib und Seele zu stabilisieren.

Neuerungen nutzen

Die engsten Banden knüpft meist die Familie. Da diese oft nicht vor Ort weilt, schafft moderne Technik Abhilfe. Skype und Messenger-Dienste helfen, Kontakt zu halten. Die App "Baloodo" geht noch einen Schritt weiter: Sie vernetzt Familienangehörige über Smartphones und Tablets miteinander. Anwendungen verknüpfen sich standortübergreifend und erleichtern das Bedienen des Geräts, indem Silver Surfer auf
dem eigenen Display externe Unterstützung durch einen Angehörigen bekommen.


Allen mit kleinen und größeren Enkelkindern hilft "A Story Before Bed", die großelterliche Fürsorge zu streuen. Omas oder Opas erstellen Ton- und Videoaufnahmen, während sie Kinderbücher aus der App vorlesen. Das Programm verschickt die Dateien an Sprösslinge zweiter Generation, die zeitgleich mitlesen und Bilder zur Geschichte anschauen. So funktioniert die Kommunikation auch bei großen Entfernungen.

Hilfe zur rechten Zeit

Hausnotrufe dienen dazu, das Sicherheitsempfinden zu steigern und im Notfall Leben zu retten. Ältere Menschen, die sich Aktivität und Unabhängigkeit bewahren möchten, befriedigt ein Hausnotruf oft nicht ausreichend, weil er den Bewegungsradius auf die eigenen vier Wände beschränkt.

Ein ortsunabhängiger Notruf wie das HelpPhone (www.helpphone.de) begleitet seinen Besitzer überall hin. Das Konzept umfasst eine 24-Stunden- Notruffunktion, GPS-Ortungstechnologie sowie Flatrate in alle Netze und einen im In- und Ausland greifenden Schutzbrief. In Misslagen drücken Besitzer die SOS-Taste des mobilen Gefährten - prompt meldet sich die Notrufzentrale des Deutschen Roten Kreuzes.

Eine Fachkraft erhält Einblick in die zuvor angelegte Krankenakte und liefert im Bedarfsfall den herbeieilenden Sanitätern lebensrettende Hinweise.
 

Juni 2019. Text: ots/Baser
Copyright Foto: PR/obs

Mittwoch, 12. Juni 2019

Pflegebad und barrierefreie Umbauten: ebenerdig Dusche ist Mindeststandard in Senioren-Haushalten. Tipps von der Firma Gang-Way aus Sülzetal bei Magdeburg

Von 46 Millionen Bädern in Deutschland sind 9 Millionen kleiner als sechs Quadratmeter, meist ungünstig geschnitten und oft nicht barrierefrei. Werden die Nutzer dieser Bäder pflegebedürftig, müssen diese Kleinstbäder meistens umgebaut werden, denn über 70 Prozent aller Pflegefälle werden zuhause betreut.

Diese Zahlen wurden zum Jahreswechsel 2019 anlässlich der Vorstellung der ZVSHK-Pflegebad-Studie veröffentlicht.

In Bezug auf die Gestaltung der Nasszelle als zentralem Ort für die körperliche Pflege fordern die Autoren eine „ebenerdige Dusche“ als bauliche Minimalanforderung. Als technische Lösung kommen Systeme wie der „Sanftläufer“ der GANG-WAY GmbH in Frage: die bodengleiche Dusche verfügt über ein vollständig wartungsfreies, automatisches Ablaufpumpen-System, welches das Duschwasser rasch
und effektiv abtransportiert. 




"Unsere ebenerdigen Lösungen sind in Bestandswohnungen aller Art realisierbar und erfüllen damit die Forderungen der Studie nach schwellenlosen Nasszellen“, erläutert Christian Jacobs, Geschäftsführer von GANG-WAY. 

Eine weitere zentrale Forderung der ZVSHK-Studie ist, dass das Pflegebad gleichermaßen auf die Bedürfnisse des Pflegers ausgerichtet sein muss. Hierbei geht es zum einen um die Sicherheit durch bodengleiche Systeme, zum anderen um den Komfort. Wichtig ist deshalb etwa ein adäquater Spritzschutz. „Auch hierfür bieten wir praktikable Lösungen, etwa unsere optional montierbaren halbhohen Duschtüren. Diese sind mit unserem Sanftläufer-System kombinierbar“, sagt Pflegebad-Spezialist Jacobs. 

Zuschuss von der Pflegekasse für den Badumbau
Der Umbau bestehender Bäder zum barrierefreien Pflegebad kann finanziell gefördert werden – mit maximal 4.000 Euro von der Pflegekasse. „Bei der Antragstellung ist allerdings unbedingt darauf zu achten, dass sich die Umsetzung der Maßnahmen an der DIN 18040 Teil 2 orientiert, um die finanzielle Förderung sicherzustellen“, betont Christian Jacobs. Weitere Infos unter www.wir-pumpen-duschen.de

Die Autoren der Pflegebad-Studie fordern auch das notwendige Augenmaß bei Auswahl von förderfähigen technischen Lösungen: „Bei Umbaumaßnahmen in Altbaubädern ist die Gefahr groß, dass aus dem Bedarf eines barrierefreien und pflegegerechten Bades eine ungewollte Totalsanierung resultiert. Uns erscheinen daher Fördermaßnahmen sinnvoll, die die Entwicklung von vorgefertigten Lösungen innerhalb einer verlässlichen Preisspanne als Ergebnis haben.“ 


Praxiserfahrene Fachleute wie Christian Jacobs können diese Forderung nur unterstreichen: „Am besten eignen sich universell einsetzbare Systeme, die weitgehend unabhängig von baulichen Gegebenheiten einfach und schnell installiert werden können.“ Jacobs weiß, wovon er spricht, denn der von seinem Unternehmen vertriebene Sanftläufer wird seit mittlerweile 15 Jahren – meist in Altbauten – erfolgreich installiert. 

Forderung der Studie: Bodengleiche Systeme als Standard
Solche Systeme sollten zum technischen Standard erhoben werden, so die Autoren der Studie. Denn die Verletzungsgefahr durch Barrieren im Bad ist nachweislich sehr groß. Die ZVSHK-Studie ergab, dass „aufgrund heute unzureichender Ausstattung vieler Badezimmer fast die Hälfte des heute in häuslicher Pflege engagierten Pflegepersonals (47 Prozent) in der Ausübung ihres Berufes bereits leichte Verletzungen davon getragen haben. 


Fast jede fünfte Pflegekraft (19 Prozent) hat sogar schon ernsthafte Verletzungen erlitten. Ähnlich verhält es sich bei den Folgen für die Pflegebedürftigen. Durch situationsbedingte Unfälle im Badezimmer haben 15 Prozent der Pflegedürftigen bei der Pflege gravierende Verletzungen erlitten.“
 

Das Funktionsprinzip des Sanftläufers
Das Prinzip der bodengleichen Dusche mit Ablaufpumpe ist einfach: Filterlose Sensoren erfassen den Volumenstrom, sobald der Wasserhahn aufgedreht wird. Etwas zeitverzögert startet die Membranpumpe automatisch, saugt das Wasser ab und befördert es in den (meist) höher gelegenen Ablauf. Nach Abdrehen des Wasserhahns pumpt der Sanftläufer den Ablauf leer und schaltet automatisch ab. Nach rund 15 Minuten wird das Restwasser abgesaugt.




GANG-WAY wurde als Familienunternehmen mit Sitz in Sülzetal bei Magdeburg im Jahr 1995 gegründet. Seitdem wurden in ganz Deutschland mehr als 5.000 Wohnungen erfolgreich umgewandelt. Gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft entwickelt der Handwerksbetrieb darüber hinaus ganzheitliche Konzepte für das Wohnen im Alter und betreut ihre Umsetzung.

Barrierefreier Zugang zur Dusche

Juni 2019. Redaktion pflegeinfos.net

Copyright Fotos: PR/Gang-Way

 

Mittwoch, 22. Mai 2019

An deutschen Seen und an der Küste: Auch Rollstuhlfahrer können hier barrierefrei Urlaub machen und sogar selbst Kapitän sein

Trotz Mobilitätseinschränkung Baden, Boot fahren, Strand genießen? In mehreren Regionen in Deutschland ist das schon lange kein Problem mehr. So sind zahlreiche Orte entstanden, an denen Rollstuhlfahrer und Senioren mit Gehproblemen den Spaß am Wasser wiederentdecken können. Die Arbeitsgemeinschaft Leichter Reisen – Barrierefreie Urlaubsziele in Deutschland stellt die schönsten vor:

Ruppiner Seenland: Hausbooturlaub auf der Havel

Urlaub auf dem barrierefreien Hausboot „Febomobil“ von Kuhnle-Tours


Einen Urlaub lang Kapitän sein: Das ist im Ruppiner Seenland, einer idyllischen Seenlandschaft mit mehr als 170 Gewässern, nördlich von Berlin möglich. In Zehdenick verleiht Kuhnle Tours barrierefreie Hausboote für Fahrten auf der Havel. Ein Führerschein ist dafür nicht erforderlich. Die Boote können von Rollifahrern nicht nur bewohnt, sondern auch bedient werden.

Eine Einweisung und ein unterfahrbarer Steuerstand machen es möglich. Gemächlich tuckern die Boote in Fließrichtung dahin. So bleibt genug Zeit für Naturbeobachtungen. Zwischendurch können die Freizeitkapitäne an barrierefreien Anlegestellen an Land gehen. Lohnende Ausflugsziele unterwegs sind der Ziegeleipark Mildenberg und das Schloss Rheinsberg, die beide rollstuhlgerecht ausgebaut sind.

Lausitzer Seenland: Wassersport auf neuen Seen

Sportlicher wird es im Lausitzer Seenland, einer jungen Reiseregion zwischen Berlin und Dresden mit 25 künstlichen Seen, die aus gefluteten und renaturierten Tagebaulöchern entsteht. Hier ist Selbstpaddeln bzw. -rudern angesagt. Ob Kajak, Canadier oder Ruderboot: Der Vermieter expeditours stellt verschiedene Gefährte zur Wahl. 

Am Hafencamp des Senftenberger Sees hilft ein Lift Rollstuhlfahrern beim Einsteigen in die Boote. Auch einem Segeltörn steht nichts im Wege. Mit Segelkutter und einem erfahrenen Skipper geht es gemeinsam auf das Wasser. Mitanpacken ist dabei ausdrücklich erwünscht.

Doch auch wer auf und am Wasser einfach nur entspannen möchte, findet im Lausitzer Seenland genügend Möglichkeiten. Fahrten mit dem Ausflugsschiff und Baden am Strand sind zum Beispiel am Senftenberger See möglich.

Rostock: Strandleben auf Rädern

Mit dem Rollstuhl über den Strand bis ins Meer: Dieser Traum wird 15 Kilometer von Rostock, im Seebad Warnemünde, wahr. Hier lädt ein besonders langer, weißer und feinkörniger Sandstrand zum Baden. Es ist einer der breitesten Strände an der gesamten Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern. Fünf Strandaufgänge sind barrierefrei ausgebaut.

Zu den bei Rollifahrern beliebtesten gehört Strandaufgang vier, wo rutschfeste Platten bis zum Wasser und zu den Strandkörben führen. Die Strandoase Treichel verleiht einen Baderollstuhl mit Ballonreifen, mit dem Gäste bis in die Ostsee fahren können. Auch am Strandaufgang zehn ermöglichen Holzplatten und Gummimatten den Zugang von der Promenade bis zum Wasser.



Neu ab Sommer 2019 ist ein Strandkorb für mobilitätseingeschränkte Menschen. Auch Strand- und Baderollstühle können hier erstmals ausgeliehen werden. Weitere barrierefreie Strandaufgänge gibt es im nur wenige Kilometer entfernten Seebad Markgrafenheide.

Fränkisches Seenland: Badespaß und heimatliche Küche

Das Fränkische Seenland, südwestlich von Nürnberg, bietet eine Seltenheit in Deutschland: Weil es keine Privatgrundstücke am Ufer gibt, sind alle sieben Seen frei zugänglich. An vier dieser Seen wurde auch an Rollstuhlfahrer gedacht: Am Altmühlsee und am Großen Brombachsee können Gäste Strandrollstühle ausleihen und damit direkt ins kühle Nass fahren.

Am Kleinen Brombachsee am Seezentrum Langlau und in der Freizeitanlage Birkach am Rothsee führt jeweils eine Baderampe ins Wasser. Für den großen Hunger nach dem Baden bieten barrierefreie Restaurants wie das Strandhotel Seehof am Kleinen Brombachsee und das Boothaus am Altmühlsee regionale Fisch- und Fleischgerichte. 

Zu einem entspannten Ausflug auf dem Wasser laden die barrierefrei zugänglichen Fahrgastschiffe auf dem Altmühlsee oder dem Großen Brombachsee ein.

Eifel: Nationalparktouren per Schiff

Entspannte Schiffsausflüge mitten im Nationalpark können Gäste mit Behinderungen in der Eifel erleben. Jeden ersten und dritten Montag eines Monats von April bis Oktober starten barrierefreie Schiffstouren auf dem Rursee, einem idyllischen Stausee umrahmt von echter Wildnis.

Ranger der Nationalparkverwaltung gehen mit an Bord und erklären unterwegs das einzigartige Schutzgebiet und seine Naturschätze. Für blinde Gäste haben sie Tastobjekte und duftende Exponate dabei. Rollstuhlfahrer können die Schiffsanleger in Schwammenauel, dem Startpunkt der Tour und Rurberg, dem Ziel problemlos befahren.

Vor oder nach dem Ausflug auf dem Wasser empfiehlt sich eine Wanderung im barrierefreien Naturerlebnisraum Wilder Kermeter. Gäste tauchen hier mitten in das ökologische Herz des 110 Quadratkilometer großen Nationalparks ein.

Mehr unter www.leichter-reisen.info
 

Mai 2019. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR/TVB Thomas Ulrich



Montag, 10. September 2018

Funktionsgerechte Einrichtung für Altersheime: Anbieter Kusch+Co setzt auf Hygiene, Brandschutz, Bariatric Seating sowie Reduced Mobility

Seit fast 80 Jahren steht die Firma Kusch+Co für Qualität und Expertise im Bereich Objekteinrichtungen. Das Unternehmen unterstützt bei der Planung als Ausstatter und Berater für funktionsgerechte Einrichtungen. Sowohl Sitzmöbel als auch Tische entsprechen stets aktuellen Anforderungen.

Dass sich das Hallenberger Unternehmen auch im Bereich des Gesundheitswesens bereits international einen Namen gemacht hat, bestätigt die Wahl zum Komponentenpartner des Fraunhofer Instituts mit der Initiative „Hospital Engineering Labor“. Das Entwicklungs- und Demonstrationslabor, eröffnet 2013 im Fraunhofer-inHaus-Zentrum Duisburg, setzt auf innovative Lösungen im Krankenhaus für zum Beispiel mehr Patientensicherheit und -autonomie, Materialtransparenz und Wettbewerbsfähigkeit.

Bei der Möblierung aller Räume fiel die Entscheidung zu Gunsten von Kusch+Co aus. Der Objektmöbelhersteller überzeugte die Initiatoren mit Erfahrung und Leistungsfähigkeit bei der europaweiten Klinik-Ausstattung.
 
Mindestanforderungen an Hygiene
Hygiene spielt in öffentlichen Gebäuden eine äußerst wichtige Rolle. Vor allem in Krankenhäusern und vergleichbaren Behandlungs- oder Versorgungseinrichtungen dienen klar formulierte Regeln zu hygienischen Mindestanforderungen an Bau, Betrieb und Einrichtung der Verhütung, Erkennung, Erfassung und Bekämpfung von nosokomialen Infektionen. Sauberkeit und Infektionsverhütung unterstützen dies.


Spezialmöbel für Krankenhaus und Altenheim
Die kuschmed® Hygienic-Line bietet in breiter Modellvielfalt Sitzmöbel- und Tischprogramme in modernem Design sowohl für den Einrichtungs- als auch für den Fachbereich. Die einfach sauber zu haltenden Möbel besitzen gut zugängliche, Nässe und Schmutz abweisende Oberflächen sowie hygienedichte und wisch-desinfizierbare Bezüge. Dr. Klaus-Dieter Zastrow, Arzt für Hygiene und Umweltmedizin, Hygiene-Institute Berlin Search Care GmbH bestätigte Kusch+Co die Erfüllung aller Anforderungen der Krankenhaushygiene und Infektionsprävention.

Stuhl- und Tischmöbel für die ganz Dicken
Mit dem Blick in die Zukunft gerichtet, entwickelte Kusch+Co das Programm für Bariatric Seating. Dem Fachgebiet Bariatrie kommt in der heutigen Gesellschaft immer mehr Bedeutung zu. Allein in Deutschland sind rund 70 Prozent der Männer und 50 Prozent der Frauen übergewichtig. Sowohl im Alltag als auch bei der Behandlung der betroffenen Menschen müssen Stuhl- und Tischprogramme den Anforderungen Körperumfang und Gewicht standhalten und dabei gleichen Komfort bieten.


Übergewichtige Menschen im Krankenhaus und im Pflegealltag
Alle Programme werden unter Berücksichtigung der DIN EN 13761 und nach Absprache mit dem TÜV Rheinland gefertigt. Die dynamische Prüfung erfolgt in hoher Zyklenanzahl. Mit bis zu 300 Kilogramm können die Programme Bariatric Seating belastet werden. Neben außergewöhnlichen Sitztiefen von 50 bis 55 Zentimeter, Sitzbreiten zwischen 60 und 70 Zentimeter und Sitzhöhen von 42 bis 50 Zentimeter sowie bis zu zehn Zentimeter breiten Armlehnen besitzen die Bariatric Seating Programme eine speziell ausgerichtete Rückenlehne.

Für weitere Bereiche wie Wartezimmer in Reha-Kliniken oder Altenheime gibt es eine breite Auswahl an Sitzmöbeln aus Holz und Metall, die der sogenannten Reduced Mobility entgegenkommen. Mit serienmäßiger Sitzhöhe von bis zu 55 Zentimeter, senkrechten Beinen, so dass Stolpern vorgebeugt wird, können sie gewohnt hoch belastet werden. Ausgewählte Programme wie 2000 uni_verso besitzen zudem das GS-Zeichen. www.kusch.com


September 2018.Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR/Kusch+Co.

 




Donnerstag, 18. August 2016

Öffentliche Toiletten für Behinderte, Rollstuhlfahrer und alte Menschen und ihre Helfer. Land BaWü fördert 16 neue Standorte

Das Ministerium für Soziales und Integration in Baden-Württemberg stellt in diesem Jahr 2016 rund 300.000 Euro für die Einrichtung von speziellen öffentlichen Toiletten bereit, die auf die Bedürfnisse von Menschen mit besonders schweren Behinderungen und alte Menschen ausgerichtet sind.

Minister Manne Luch (GRÜNE) teilte mit, dass nun in der zweiten Tranche des Förderprogramms „Toiletten für alle“ weitere 16 Anträge bewilligt worden seien. Insgesamt können durch das Programm in Baden-Württemberg bereits 26 der Toiletten eingerichtet werden, nachdem in der ersten Tranche zehn Standorte gefördert wurden.

Viele Betroffene bleiben lieber daheim...
„Bisher gab es in Baden-Württemberg kaum öffentlich zugängliche ‚Toiletten für alle‘. Menschen mit schweren Behinderungen und ihre Angehörigen und Assistenten mussten daher unterwegs improvisieren, etwa indem sie auf den Boden einer Rollstuhltoilette oder die Rückbank eines Autos auswichen. Als Konsequenz haben sie teilweise gar ganz darauf verzichtet, das Haus längere Zeit zu verlassen“, sagte Lucha. Die Toiletten bedeuteten daher für Betroffene und ihre Begleiterinnen und Begleiter eine massive Erleichterung in ihrem Alltag.


Gut aussgestatte Toiletten für Behinderte und alte Menschen
Menschen mit schweren Behinderungen können oftmals weder eine allgemeine noch eine Behinderten-Toilette benutzen, weil sie Assistenz und eine Liege zum Wechseln der Windeln brauchen. In einer „Toilette für alle" finden Betroffene alles, was sie für ihre persönliche Hygiene brauchen. Der Raum beinhaltet eine höhenverstellbare Liege und einen elektrischen Personen-Lifter, der die betroffenen Personen sicher vom Rollstuhl auf das WC oder die Liege hebt. Dort liegen sie bequem und hygienisch, während die Begleitperson die Inkontinenzeinlage wechseln kann.


Bedarf an barrierefreien öffentlichen WCs steigt
Zu den Betroffenen zählen vor allem Menschen mit angeborenen schweren und mehrfachen Behinderungen, Menschen mit Schädel-Hirn-Trauma, Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, Menschen mit Querschnittlähmung sowie ältere Menschen, die schwer pflegebedürftig und/oder dement sind. Angesichts der steigenden Zahl der hochbetagten Menschen kann davon ausgegangen werden, dass die Zahl der Betroffenen künftig weiter zunimmt.


Hier werden in Baden-Württemberg sogenannte 16 neue "Toiletten für Alle" entstehen:

Stuttgart:
Arnulf-Klett-Passage am Hauptbahnhof, Milaneo Einkaufszentrum

Bodelshausen:
Café im Kastanienhof

Metzingen:
Bahnhof

Heilbronn:
Volkshochschule

Freiburg:
Schauinslandbahn, Berg- und Talstation

Friedrichshafen:
CAP, Freizeitanlage mit Campingplatz

Insel Mainau/Bodensee:
Haus Träff, Sanitätsraum an der Schiffsanlegestelle

Reutlingen:
Rathaus

Schwäbisch Hall:
Marktplatz

Lahr:
Haus am See, Sporthalle Plus im Bürgerpark, Stadthalle

Schwarzach:
Wildpark Schwarzach 

August 2016. Redaktion pflegeinfos.net


 

Dienstag, 16. August 2016

Tübingen: Beratungsstelle für Wohnen im Alter - Kreisseniorenrat mit kostenlosem Hilfsangebot für Senioren und Angehörige

Nur nicht in ein Altenheim! So denken viele Senioren, wenn sie merken, dass die Kräfte nachlassen und der Verbleib in der eigenen Wohnung fraglich ist. Doch vor dem Gang in ein Alten- und Pflegeheim gibt es noch viele Hilfsangebote und Möglichkeiten, die eigenen vier Wände altersgerecht zu gestalten – auch im Landkreis Tübingen und in der Unistadt Tübingen

Dort bietet der Kreisseniorenrat Tübingen deshalb Hilfe in seiner Beratungsstelle für altersgerechtes Wohnen an. Die Beratung ist eine ehrenamtliche, neutrale und produktunabhängige Beratung für Senioren und pflegende Angehörige. zum Selbstverständnis heißt es: "Wir beraten mit dem Ziel, Selbständigkeit zu erhalten bzw. wieder herzustellen, Pflege zu erleichern und Fragen zur Finanzierung zu klären".

Die Berater des Kreisseniorenrats Tübingen informieren außerdem zu den Alternativen Betreutes Wohnen, Senioren-WG oder Hilfe durch Soziale Dienste oder 24h-Hilfen im Landkreis Tübingen (24 Stunden Betreuung Senioren).

barrierefreies Umbauen
Sicherheit und Mobilität im Hause: Treppenlift

Auf Wunsch kommen die Berater auch ins Haus oder in die Wohnung der Senioren und geben vor Ort gleich praktische Tipps für Verbesserungen. Aus Erfahrung weiß der Kreisseniorenrat Tübingen, dass oft schon kleine Veränderungen eine große Hilfe darstellen – etwa fußbodengleiche Duschkabinen, Haltegriffe im WC oder die Verbreiterung einer Tür. 

Immer häufiger kommt es auch vor, dass ältere Menschen im Landkreis Tübingen eine Wohnung oder ein Haus erwerben, um dort ihren Lebensabend zu verbringen. Auch hier hilft der Service "altersgerechtes Wohnen" weiter – denn bevor ein Kaufvertrag abgeschlossen wird, prüfen die Experten das Objekt auf Wohnen im Alter.

Erste Informationen bietet auch ein Infoflyer "Wohnberatung im Landkreis Tübingen". Er kann beim Kreisseniorenrat angefordert werden, dort ist auch eine Terminvereinbarung möglich: Kreisseniorenrat Tübingen, Schmiedtorstraße 2, 72070 Tübingen, Telefon 0 70 71 / 92 08 86 7. www.kreisseniorenrat-tuebingen.de


August 2016. Redaktion pflegeinfos.net

Copyright Foto: PR/Lifta



Freitag, 20. Mai 2016

Barrierefreiheit in Seniorenwohnungen: Komplettmodernisierung möglich - oder nur bodengleiche Duschen im Bad. Tipps vom Profi

Barrierefrei, seniorengerecht: halbhohe Duschtüre und ebenerdiger Boden

Das altersgerechte Wohnen nimmt bei Überlegungen zum Umbau und zur Modernisierung der eigenen vier Wände heute eine große Rolle ein. Eigenheimbesitzern wie auch Immobilienverwaltungen drängt der demografische Wandel die Möglichkeiten der barrierefreien Wohnraumgestaltung gleichermaßen ins Bewusstsein. Unterschiedlichste Baumaßnahmen wie Treppenlifte, Türenverbreiterungen oder die Einrichtung bodenebener Duschplätze sind letztlich einem Ziel geschuldet: Alltagshindernisse im Zuhause der älteren Bewohner zu beseitigen.

Es existieren viele Förderprogramme

Das Thema Barrierefreiheit im Wohnraum ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Es hat sogar breite politische Dimensionen angenommen. Das spiegelt sich auch in einer weit verzweigten Förderlandschaft wider. Kommunen, Länder, Stiftungen und andere Institutionen wie die bundeseigene Kfw-Bank stellen eine Vielzahl an Finanzierungstöpfen oder Darlehen bereit für bauliche Verbesserungen.

Städte wie Dresden und Heidelberg bieten darüber hinaus eigene Förderprogramme an. Die Situation ist für Senioren und ihre Angehörigen allerdings sehr unübersichtlich. Hinsichtlich des barrierefreien Umbaus gibt es aktuell keinen einheitlichen Überblick, der deutschlandweit aufzeigt, zu welchen Bedingungen es Förderleistungen in welcher Höhe gibt.

Cristian Jacobs empfiehlt, sich deshalb vor einem Umbau genau zu informieren und etwas Zeit in die Nachforschung zu investieren. Das zahle sich meistens aus: „Es ist sinnvoll, auch mal bei Wohnberatungen oder sogar bei den Sozialstellen der Kommunen anzufragen, ob und was es für Fördermöglichkeiten gibt.“


Die Stadt Heidelberg biete beispielsweise mit dem Programm „Barrierefreie Lebenslaufwohnungen“ vielseitige Förderansätze. Jacobs ist Geschäftsführer der Firma GANG-WAY aus Magdeburg. Das Unternehmen nimmt sich dem barrierefreien Umbau von Bädern an. Speziell für die bodenebene Duschplatzgestaltung bietet es alltagstaugliche Lösungen an. 

Von der Komplettmodernisierung bis zur Einzelmaßnahme
Zu den wenigen Institutionen, die barrierefreie Umbauten in Wohnungen generell finanziell unterstützen, zählt Christian Jacobs die Pflegekassen. Ab Pflegestufe 0 können sie Betroffenen einen Zuschuss in Höhe von bis zu 4000 Euro gewähren. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine die Modernisierung einer kompletten Wohnungen handelt oder lediglich um Einzelmaßnahmen wie etwa eine Beseitigung störender Schwellen.


Der Einbau eines barrierefreien Duschplatzes wird auf diesem Weg ebenfalls gefördert. „Material und Handwerkerarbeit sind damit unter Umständen schon zu weiten Teilen finanziert“, sagt Christian Jacobs. Selbst bei ungünstigen baulichen Gegebenheiten.


Die Pumpeninstallation ist hinter einer Revisonsklappe angebracht

Bereitet zum Beispiel die Abwasserführung mit ausreichend Gefälle Schwierigkeiten wegen eines zu niedrigen Bodenaufbaus, empfiehlt der Experte ein Pumpensystem mit dem Namen "Sanftläufer". Das System überwindet das fehlende Gefälleniveau, in dem es das Duschwasser einfach am Ablauf absaugt, ohne störende Schmatzgeräusche.

Die eigentliche Pumpe ist in der Installationswand untergebracht. Das ermöglicht einen sehr niedrigen Aufbau, bis hin zu einem bodengleichen Übergang vom Fußboden in den Duschbereich. „Unterm Strich realisiert man so mit relativ wenig Aufwand einen schwellenlosen Zugang zur Dusche. Die Umbauarbeiten am Boden beschränken sich zudem allein auf den Duschplatz“, führt Christian Jacobs aus.

Bodengleiche Duschen haben viele Vorteile

Gerade weil es auf diese Art machbar ist, Duschen ohne störenden Schwellenzugang zu installieren, warnt der Geschäftsführer von GANG-WAY davor, sich bei einer anstehenden Modernisierung auf faule Kompromisse hinsichtlich der Einstiegshöhe einzulassen: „Einstiege von 6 oder gar 10 Zentimeter Höhe sind nicht förderlich. Ab einem gewissen Alter sind 10 Zentimeter bereits eine gewaltige Hürde.“

Genau geregelt ist dieser Zustand in der DIN 18040-2. Sie hält eine maximale Absenkung von 2 Zentimeter zum angrenzenden Bodenbereich für tolerierbar. Die Kfw-Bank stellt in ihren Vorgaben sogar die Bedingung „Duschplätze müssen bodengleich ausgeführt werden“ und lässt die Toleranz nur in Ausnahmen zu.

Das hat laut dem Profi für Barrierefreiheit im Bad einen weiteren Vorteil, der vor allem bei kleinen Bädern bemerkbar wird. Sie wirken größer, wenn der Boden nur aus einer einzigen durchgehenden Fläche besteht. Vor allem, wenn er einheitlich gefliest ist. Eine zweite Ebene würde das Bad optisch verkleinern, zum Beispiel ein Podest für die Dusche. Zudem führt der Einbau bodengleicher Duschbereiche zu mehr Bewegungsfläche. Beispielsweise kann während des Toilettengangs der Rollator in einem Duschbereich mit wegklappbaren Türen problemlos abgestellt werden.

Antrag bei den Pflegekassen stellen 

Pflegekassen gewähren eine finanzielle Unterstützung in Höhe von höchstens 4000 Euro zum barrierefreien Wohnraumumbau. Die Anträge erhalten Interessierte bei den entsprechenden Pflegekassen. Den Antrag stellen darf, wer mindestens mit Pflegestufe 0 eingestuft ist. Der Antrag sollte unter anderem die Kosten enthalten, es muss also ein konkretes Angebot des zu beauftragenden Handwerkers vorliegen. Eventuell ist zudem die Zustimmung des Vermieters erforderlich, wenn die Wohnung kein Eigentum des Bewohners ist.

Handwerker helfen bei der Antragstelllung

Die Firma GANG-WAY bietet Kunden aus dem Bereich der Immobilienverwalter Unterstützung in diesem Prozess an. Die kommerzielle Wohnberatung umfasst neben dem Antragstellen auch eine Finanzierungsklärung bis hin zur Vermittlung eigener Handwerker.

GANG-WAY wurde als Familienunternehmen mit Sitz in Sülzetal bei Magdeburg im Jahr 1995 gegründet. Seitdem wurden in ganz Deutschland mehr als 5.000 Wohnungen erfolgreich umgewandelt. Die Produktinnovation "Sanftläufer Duschen" entwickelte sich in den letzten Jahren als gute Lösung für bodengleiches Duschen.

Mai 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR/Gang-Way

Freitag, 1. April 2016

Mit dem Rollstuhl in den Urlaub 2016: gute Vorbereitung und die richtige Hotelwahl sind ganz wichtig. Barrierefreie Hotels in Südeuropa

Hotel Las Costas, Lanzarote – mit Rolli bequem in den Pool

Der Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres – wenn nicht unvorhersehbare Barrieren im Hotel die Stimmung trüben. Der Lift ist zu schmal für den Rollstuhl, die Dusche nicht ebenerdig und am Pool fehlt es an Einstiegshilfen – Menschen mit Gehbehinderung und Senioren sind in Urlaubsunterkünften oft Hindernissen ausgesetzt, die Reisende ohne Handicap kaum wahrnehmen.

Egal, ob es sie auf eine Kanareninsel oder an die Riviera zieht: Mit den folgenden Tipps zur Hotelsuche und den Hotelvorschlägen des Reiseportals HolidayCheck steht dem Sommerurlaub 2016 im Rollstuhl nichts mehr im Wege: 

• HolidayCheck Forum: Von den Erfahrungen anderer Reisender profitieren
Auf HolidayCheck im Internet bieten sich verschiedene Möglichkeiten der Recherche und des Austauschs. Zum einen lassen sich Hotels in einer bestimmten Destination nach dem Merkmal "Barrierefreiheit“ filtern. Wer unabhän
gig von der Theorie wissen möchte, wie es in der Praxis um ein Hotel gestellt ist, kann einen Blick auf einzelne Bewertungen werfen. Überschriften wie Niemals im Rollstuhl“ und "Auch mit Rolli gerne wieder“ liefern ungeschminkte Eindrücke. Wertvolle Tipps erhalten Urlauber auch im HolidayCheck Reiseforum, in dem sich ein Bereich mit dem Thema Handicap- und Barrierefreies Reisen befasst. Neben Ratschlägen zur Anreise finden sich hier länderspezifische Threads.

• Kontaktaufnahme mit dem Wunsch-Hotel
Filterfunktionen ermöglichen in dem Portal eine erste, grundlegende Hotelauswahl mit Bewertungen. Um sicher zu gehen, dass eine Unterkunft tatsächlich den eigenen Ansprüchen entspricht, sollten Reisende nicht zögern, ausgewählte Hotels direkt zu kontaktieren. So können
Fragen und Bedenken direkt angesprochen werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich Hotels vorab auf die Gäste einstellen können. Bei der Ankunft ist dann alles entsprechend vorbereitet und es gibt kein unnötiges Warten, zum Beispiel auf Leihequipment (Rollstuhl, Behindertentaxi).

• Buchen beim Spezialveranstalter
Wer nicht individuell recherchieren und buchen möchte, kann auf einen spezialisierten Reiseveranstalter zurückzugreifen. Anbieter wie Runa Reisen bieten Rollstuhlfahrern maßgeschneiderte Reisen in persönlich geprüfte Unterkünfte und organisieren alles von der Rollstuhl-Anmeldung bei der Airline bis hin zum Haustürtransfer.

• Empfehlenswerte Urlaubshotels für Rollstuhlfahrer und ihre Begleiter
HolidayCheck hat einzelne beliebte Hotels im Süden Europas zusammengestellt, in denen Rollstuhlfahrer ihren Sommerurlaub am Meer unbeschwert genießen können:

Teneriffa: Hotel Mar y Sol
Das 3-Sterne Kurhotel Mar y Sol auf Teneriffa verspricht erholsame Ferien für Menschen mit und ohne Behinderung. Die privat geführte Anlage im Bungalowstil ist vollständig mit dem Rollstuhl befahrbar und alle Zimmer sind barrierefrei. Abkühlung unter der kanarischen Sonne garantieren Hebelifter an den Pools. Auch am Schnuppertauchen können sich in der Mobilität
eingeschränkte Personen versuchen. Wen es ans Meer zieht, erreicht den Strand bequem über eine Holzplattform. HolidayCheck Nutzer berichten: "Für uns war es ein toller Erholungsurlaub. Ich konnte mit Rolli überall hin und auch viele Dinge alleine machen.

Rhodos: Elysium Resort & Spa Hotel
Das Fünf-Sterne Elysium Luxusresort auf Rhodos besticht durch seine moderne Architektur und eine imposante Größe. Die Hotelzimmer, Restaurants und Bars verteilen sich auf acht Stockwerke und mehrere Gebäude. Nicht zur vergessen die weitläufige Gartenanlage, die wie das gesamte Gelände barrierefrei ist. Gehbehinderte Gäste übernachten in komfortablen, rollstuhlgerechten Doppelzimmern. Mit einem Leihrollstuhl kann der Sandstrand in der Bucht von Kalithea besucht werden und auch für die Pools kann das Modell genutzt werden. Im Hotelrestaurant gilt es, sich nach der Rückkehr zwischen den Darbietungen in der Show-Küche und dem Panorama-Meeresblick zu entscheiden.

Mallorca: Hotel Aya Playa de Palma
Nur die lange und rollstuhlgerechte Uferpromenade trennt das 4-Sterne Hotel Ayan am malerischen Sandstrand Playa de Palma. Gehbehinderte Menschen gelangen hier ohne Probleme bis ans Wasser. Sie erwarten sonnenreichen Stunden am Strand oder entspannte Tage am Außenpool des Hotels. Außerhalb der Anlage sind Einkaufsmöglichkeiten nicht weit. Auf HolidayCheck berichten Reisende: "Super Hotel und sehr nette und freundliche Bedienung. Waren mit unserem Sohn, einem Rollstuhlfahrer dort. Zimmer war top und auch der Lift am Pool ideal für ihn, um ins Wasser zu kommen. Überall Rampen, sogar am Strand."

Aya Playa de Palma: rollstuhlgerechte Uferpromenade
 
Türkei: Limak Arcadia Golf & Sport Resort

Das Resort Limak Arcadia liegt in der beliebten Ferienregion Belek an der Türkischen Riviera. Gehbehinderte Gäste kommen im Hotel der gehobenen Mittelklasse in den Genuss von Badevergnügen und Sonne satt. Dank eines Liftersystems ist der Zugang zum Innen- und zum Außenpool problemlos möglich. Zum Glück, denn die ausgefallene Süßwasseranlage mit Blick auf Taurusgebirge und Pinienwälder sollte man sich nicht entgehen lassen. Für kulinarische Highlights sorgen im Limak Arcadia Golf & Sport Resort zahlreiche Restaurants. Von der türkischen über die italienische bis hin zur chinesischen Küche wird hier alles geboten.

Lanzarote: Hotel Las Costas
Direkt im touristischen Zentrum von Puerto del Carmen gelegen, haben Gäste des Hotel Las Costas es nicht weit bis zu zahlreichen kleinen Cafés, Bars und diversen Shoppingmöglichkeiten. In dem mit dem HolidayCheck Award 2016 ausgezeichneten Hotel wird es nicht langweilig: Nach einer Abkühlung im Pool, der über eine Rampe erreichbar ist, lädt die nahegelegene Bar mit ihren erstklassigen Cocktails zum Entspannen und Genießen ein. Die rollstuhlgerechten Zimmer mit Terrasse und Gartenblick befinden sich im Erdgeschoss und wurden erst kürzlich neu möbliert. Auf HolidayCheck wird berichtet: "Dieses Hotel ist wunderbar für Rollstuhlfahrer geeignet. Es gibt einen Fahrstuhl, sowie zu jedem Zimmer eine Rampe!“


Seniorenparadies Madeira: Hotel Golden Residence am Atlantik
Madeira: Hotel Golden Residence
Das Hotel Golden Residence ist von der malerischen Natur Madeiras umgeben. Die portugiesische Atlantikküste liegt nur knapp vier Flugstunden von Deutschland entfernt, bietet aber ganzjährig milde Temperaturen. Den Charme der barrierefreien 4-Sterne-Anlage auf der Blumeninsel“ machen nicht zuletzt die vielen fortschrittlichen Anwendungen und Therapien sowie die hoteleigenen Gärten aus. Der darin eingebettete Süßwasserpool mit Meerblick, die Sonnenterrasse und die Poolbar laden zum Entspannen ein. Eine Rampe ermöglicht unbeschwerte Erfrischung.

April 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR/: Hotel Las Costas ©Balu & Hilde provided by HolidayCheck, Hotel Golden Residence ©Golden Residence