Positiv: Immer mehr Kommunen und Länder reagieren auf die Überalterung unserer Gesellschaft und der damit verbundenen Herausforderung. In Nordrhein-Westfalen werden jetzt 12 sogenannte "Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz" eingerichtet.
Mitte September 2019 gab Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) gemeinsam mit den Pflegekassen den Startschuss für das neue Projekt. Die 12 Regionalbüros und eine Fach- und Koordinierungsstelle haben das Ziel, haupt- und ehrenamtliche Akteure rund um die Themen Alter, Pflege und Demenz zu unterstützen und zu vernetzen.
Wohnortnahe Ansprechpartner finden Betroffene und pflegende Angehörige in NRW unter www.alter-pflege-demenz-nrw.de
Oktober 2019. Redaktion pflegeinfos.net
Informationen für die Generation 60plus und pflegende Angehörige. Tipps und Neuigkeiten rund um häusliche und stationäre Pflege, 24-Stunden-Betreuung sowie Leben und Partnerschaft im Alter. Erstellt von Fachjournalisten und Experten.
Posts mit dem Label Pflegereform werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Pflegereform werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Dienstag, 15. Oktober 2019
Samstag, 14. Juli 2018
Mehr Einsatz für Pflegekräfte in Deutschland: Drei Ministerien starten "Aktion Pflege" für bessere Ausbildung und Arbeitsbedingungen in Heimen und bei sozialen Diensten
Mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung will die Bundesregierung mehr Menschen für die Pflege begeistern. Dafür starten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Franziska Giffey und Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, die Konzertierte Aktion Pflege.
Ziel ist, den Arbeitsalltag und die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften spürbar zu verbessern, die Pflegekräfte zu entlasten und die Ausbildung in der Pflege zu stärken.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, CDU: „Gute Pflege bedeutet Zuwendung. Die benötigt Zeit und genügend Personal. Deshalb starten wir die Konzertierte Aktion Pflege. Wir wollen mehr Menschen dazu bringen, diesen verantwortungsvollen Beruf zu ergreifen. Wir wollen Pflegekräfte ermuntern, in den Job zurückzukehren oder wieder Vollzeit darin zu arbeiten. Täglich leisten die Pflegekräfte in unserem Land Großartiges für unsere Gesellschaft. Dafür verdienen sie mehr Wertschätzung im Beruf, gute Arbeitsbedingungen und eine gerechte Bezahlung.“
Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, SPD: „Ab heute gehen wir gemeinsam gegen den Pflegenotstand vor. Das geht nur mit mehr Pflegerinnen und Pflegern. Wir wollen mehr Menschen für den Pflegeberuf begeistern und dazu die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen verbessern. Pflegen nach der Stoppuhr muss ein Ende haben. Gute Pflege braucht Zeit, um für Menschen da sein zu können. Die Pflegekräfte leisten viel, sie haben höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und Entlastung im Alltag mehr als verdient.“
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil von der SPD: „Bei guter Pflege dreht sich alles um Menschen. Gute Pflegekräfte sind mehr als bloße Versorger. Darum werben wir dafür, dass es künftig deutlich mehr Frauen und Männer in Deutschland gibt, die sich um Pflegebedürftige kümmern. Wir wollen mit unserer Konzertierten Aktion den Pflegenden und den Pflegebedürftigen endlich die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die ihnen zusteht. Dazu ist es nötig, in dem Bereich mehr Tarifbindung zu schaffen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“
Die Aktion Pflege soll die Potentiale der in der Pflege beteiligten Akteure nutzen, um gemeinsam Maßnahmen auf den Weg zu bringen, die die Situation nachhaltig verbessern. Bund, Länder und die relevanten Akteure in der Pflege (Pflegeberufs- und Pflegeberufsausbildungsverbände, Verbände der Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser, die Kirchen, Pflege- und Krankenkassen, Betroffenenverbände, die Berufsgenossenschaft, die Bundesagentur für Arbeit sowie die Sozialpartner) sollen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der beruflich Pflegenden entwickeln und deren Umsetzung durch die jeweiligen Akteure verbindlich vereinbaren.
Die Maßnahmen sollen binnen eines Jahres, also bis 2019, entwickelt werden. Dazu wurden fünf Arbeitsgruppen eingerichtet:
• „Ausbildung und Qualifizierung“
Ziel ist, den Arbeitsalltag und die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften spürbar zu verbessern, die Pflegekräfte zu entlasten und die Ausbildung in der Pflege zu stärken.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, CDU: „Gute Pflege bedeutet Zuwendung. Die benötigt Zeit und genügend Personal. Deshalb starten wir die Konzertierte Aktion Pflege. Wir wollen mehr Menschen dazu bringen, diesen verantwortungsvollen Beruf zu ergreifen. Wir wollen Pflegekräfte ermuntern, in den Job zurückzukehren oder wieder Vollzeit darin zu arbeiten. Täglich leisten die Pflegekräfte in unserem Land Großartiges für unsere Gesellschaft. Dafür verdienen sie mehr Wertschätzung im Beruf, gute Arbeitsbedingungen und eine gerechte Bezahlung.“
Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, SPD: „Ab heute gehen wir gemeinsam gegen den Pflegenotstand vor. Das geht nur mit mehr Pflegerinnen und Pflegern. Wir wollen mehr Menschen für den Pflegeberuf begeistern und dazu die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen verbessern. Pflegen nach der Stoppuhr muss ein Ende haben. Gute Pflege braucht Zeit, um für Menschen da sein zu können. Die Pflegekräfte leisten viel, sie haben höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und Entlastung im Alltag mehr als verdient.“
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil von der SPD: „Bei guter Pflege dreht sich alles um Menschen. Gute Pflegekräfte sind mehr als bloße Versorger. Darum werben wir dafür, dass es künftig deutlich mehr Frauen und Männer in Deutschland gibt, die sich um Pflegebedürftige kümmern. Wir wollen mit unserer Konzertierten Aktion den Pflegenden und den Pflegebedürftigen endlich die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die ihnen zusteht. Dazu ist es nötig, in dem Bereich mehr Tarifbindung zu schaffen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“
| Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister |
Die Aktion Pflege soll die Potentiale der in der Pflege beteiligten Akteure nutzen, um gemeinsam Maßnahmen auf den Weg zu bringen, die die Situation nachhaltig verbessern. Bund, Länder und die relevanten Akteure in der Pflege (Pflegeberufs- und Pflegeberufsausbildungsverbände, Verbände der Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser, die Kirchen, Pflege- und Krankenkassen, Betroffenenverbände, die Berufsgenossenschaft, die Bundesagentur für Arbeit sowie die Sozialpartner) sollen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der beruflich Pflegenden entwickeln und deren Umsetzung durch die jeweiligen Akteure verbindlich vereinbaren.
Die Maßnahmen sollen binnen eines Jahres, also bis 2019, entwickelt werden. Dazu wurden fünf Arbeitsgruppen eingerichtet:
• „Ausbildung und Qualifizierung“
• „Personalmanagement, Arbeitsschutz und
Gesundheitsförderung“
• „Innovative Versorgungsansätze und
Digitalisierung“
• „Pflegekräfte aus dem Ausland“
• „Entlohnungsbedingungen in der Pflege“
Gesundheitsförderung“
• „Innovative Versorgungsansätze und
Digitalisierung“
• „Pflegekräfte aus dem Ausland“
• „Entlohnungsbedingungen in der Pflege“
Koordiniert wird die Aktion vom
Bundesgesundheitsministerium, das dafür eine Geschäftsstelle einrichtet. Weitere Informationen unter:
www.bundesgesundheitsministerium.de
Juli 2018. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/BMG
Juli 2018. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/BMG
Montag, 9. April 2018
Krankenhausbehandlung für Ältere: Vortrag im Stuttgarter Rathaus am 16. April 2018 - was muss eine Klinik für Ältere tun?
In der erfolgreichen Vortragsreihe „Medizin im Rathaus 2018“ der Landeshauptstadt Stuttgart und des Klinikums Stuttgart geht es am Montag, 16. April 2018, 18.00 Uhr, im großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses, um das Thema „Erfolgreiche Krankenhausbehandlung für Ältere – Modellprojekte am Klinikum Stuttgart.
Unsere Lebenserwartung steigt. Leider nehmen gerade im Alter Krankheiten und Krankenhausbehandlungen zu. Für ältere Patienten ist der Wechsel aus dem vertrauten häuslichen Umfeld in die neue Umgebung oft eine besondere Belastung.
Gerade in Verbindung mit akuten Erkrankungen, operativen Eingriffen und Narkosen nimmt das Risiko zu, dass der Körper aus der Balance gerät – bis hin zum Delir. Ein altersgerechtes Krankenhaus und die Früherkennung von Risikofaktoren ermöglichen es, diese Gefahr zu reduzieren und eine möglichst sichere Behandlung zu gewährleisten.
Priv.-Doz. Dr. Christine Thomas, Ärztliche Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie für Ältere, Krankenhaus Bad Cannstatt stellt innovative Ansätze vor und gibt wichtige Hinweise für ältere Patienten und ihre Angehörigen zur eigenen Vorbereitung und aktiven Begleitung eines Krankenhausaufenthaltes.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Dialog mit der Referentin.
April 2018. Redaktion pflegeinfos.net
Unsere Lebenserwartung steigt. Leider nehmen gerade im Alter Krankheiten und Krankenhausbehandlungen zu. Für ältere Patienten ist der Wechsel aus dem vertrauten häuslichen Umfeld in die neue Umgebung oft eine besondere Belastung.
Gerade in Verbindung mit akuten Erkrankungen, operativen Eingriffen und Narkosen nimmt das Risiko zu, dass der Körper aus der Balance gerät – bis hin zum Delir. Ein altersgerechtes Krankenhaus und die Früherkennung von Risikofaktoren ermöglichen es, diese Gefahr zu reduzieren und eine möglichst sichere Behandlung zu gewährleisten.
Priv.-Doz. Dr. Christine Thomas, Ärztliche Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie für Ältere, Krankenhaus Bad Cannstatt stellt innovative Ansätze vor und gibt wichtige Hinweise für ältere Patienten und ihre Angehörigen zur eigenen Vorbereitung und aktiven Begleitung eines Krankenhausaufenthaltes.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Dialog mit der Referentin.
April 2018. Redaktion pflegeinfos.net
Werbung: 24h Betreuung, häusliche Betreuung in Stuttgart. Vermittlung und Beratung für pflegende Angehörige durch riva-care.de. 24-Stunden-Hilfen aus Kroatien, Ungarn und Tschechien im Einsatz. Telefonberatung 0171 - 533 33 69.
Montag, 5. Mai 2014
Innovationsprogramm Pflege 2014 fördert in Baden-Württemberg neue Wege in der Altenpflege plus Ideen für "Junge Pflege"
Die baden-württembergische Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) stellt in diesem Jahr drei Millionen Euro für innovative Pflegeprojekte zur Verfügung. Interessierte Projektträger können sich bis Juli 2014 um die Mittel aus dem „Innovationsprogramms Pflege 2014“ bewerben.
„Ältere Menschen wollen auch bei Unterstützungsbedarf und Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben bleiben. Deshalb wollen wir mit unserem Förderprogramm insbesondere familiäre Pflegearrangements unterstützen und stärken, um älteren Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund und auch demenzkranken Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen“, erklärt die Ministerin.
Ein Förderschwerpunkt des Pflege-Programms, das auch online einsehbar ist (HIER), liegt auf Projekten, die sich mit der Weiterentwicklung sozialraumorientierter und innovativer Versorgungsstrukturen beschäftigen. Damit werden etwa die Initiatoren von Quartierskonzepten angesprochen, die im direkten lokalen Wohnumfeld der Menschen die Versorgung weiter entwickeln wollen. Wesentlich dabei ist, das Zusammenspiel familiärer und professioneller Hilfen voran zu bringen. Dabei sollten ambulante Wohnformen ebenso wie stationäre Einrichtungen ins Quartier eingebunden werden.
Pflegebedürftige Migranten - was tun?
Hier knüpfen weitere Förderschwerpunkte an: wie Projekte der kultursensiblen Pflege und Projekte, in denen Einrichtungen mit innovativen Ansätzen die Versorgung demenzkranker Menschen voranbringen. Ministerin Karin Altpeter: „In den nächsten Jahren rechnen wir verstärkt mit rat- und hilfesuchenden, zunehmend auch pflegebedürftigen Migrantinnen und Migranten".
Das stellt einerseits die Einrichtungen und Dienste in Baden-Württemberg vor die große Herausforderung, ihre bestehenden medizinischen und pflegerischen Angebote auf den spezifischen Bedarf älterer und pflegebedürftiger Migrantinnen und Migranten auszurichten. Andererseits erleben Migrantinnen und Migranten die Schwierigkeit, sich in einem fremden kulturellen und sozialen Gesundheits- und Pflegesystem zu orientieren.
Weitere Förderschwerpunkte liegen auf Projekten, die den Ausbau des teilstationären Pflegeangebots (z.B Tagespflege) vor allem im ländlichen Raum betreiben. Als besonders förderwürdig gelten auch Projekte, die sich gezielt der Weiterentwicklung pflegerischer Angebote für pflegebedürftige junge Menschen in besonderen Lebenssituationen – der so genannten „Junge Pflege“ – widmen sowie Projekte im Bereich der technikgestützten Pflege.
Mai 2014. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Archiv
„Ältere Menschen wollen auch bei Unterstützungsbedarf und Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben bleiben. Deshalb wollen wir mit unserem Förderprogramm insbesondere familiäre Pflegearrangements unterstützen und stärken, um älteren Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund und auch demenzkranken Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen“, erklärt die Ministerin.
![]() |
| Sozialministerin Karin Altpeter: "Angebote für pflegebedürftige Migranten schaffen" |
Ein Förderschwerpunkt des Pflege-Programms, das auch online einsehbar ist (HIER), liegt auf Projekten, die sich mit der Weiterentwicklung sozialraumorientierter und innovativer Versorgungsstrukturen beschäftigen. Damit werden etwa die Initiatoren von Quartierskonzepten angesprochen, die im direkten lokalen Wohnumfeld der Menschen die Versorgung weiter entwickeln wollen. Wesentlich dabei ist, das Zusammenspiel familiärer und professioneller Hilfen voran zu bringen. Dabei sollten ambulante Wohnformen ebenso wie stationäre Einrichtungen ins Quartier eingebunden werden.
Pflegebedürftige Migranten - was tun?
Hier knüpfen weitere Förderschwerpunkte an: wie Projekte der kultursensiblen Pflege und Projekte, in denen Einrichtungen mit innovativen Ansätzen die Versorgung demenzkranker Menschen voranbringen. Ministerin Karin Altpeter: „In den nächsten Jahren rechnen wir verstärkt mit rat- und hilfesuchenden, zunehmend auch pflegebedürftigen Migrantinnen und Migranten".
Das stellt einerseits die Einrichtungen und Dienste in Baden-Württemberg vor die große Herausforderung, ihre bestehenden medizinischen und pflegerischen Angebote auf den spezifischen Bedarf älterer und pflegebedürftiger Migrantinnen und Migranten auszurichten. Andererseits erleben Migrantinnen und Migranten die Schwierigkeit, sich in einem fremden kulturellen und sozialen Gesundheits- und Pflegesystem zu orientieren.
Weitere Förderschwerpunkte liegen auf Projekten, die den Ausbau des teilstationären Pflegeangebots (z.B Tagespflege) vor allem im ländlichen Raum betreiben. Als besonders förderwürdig gelten auch Projekte, die sich gezielt der Weiterentwicklung pflegerischer Angebote für pflegebedürftige junge Menschen in besonderen Lebenssituationen – der so genannten „Junge Pflege“ – widmen sowie Projekte im Bereich der technikgestützten Pflege.
Mai 2014. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Archiv
Montag, 31. Oktober 2011
AOK-Chef von Baden-Württemberg fordert Pflegereform
![]() |
| Dr. Christopher Hermann |
Die angekündigten Pflegereformen soll die Bundesregierung endlich in Angriff nehmen – das hat Dr. Christopher Hermann
beim Landesseniorentag Baden-Württemberg 2011 gefordert. “Pflege ist eine unverzichtbare Säule des Sozialstaates“, so der Vorstandvorsitzende der AOK Baden-Württemberg. Aber ohne entsprechende Reformen sei ihre Finanzierung nicht sichergestellt.
Zum „Jahr der Pflege“ ist 2011 vom ehemaligen Bundesgesundheitsminister Phillip Rösler ernannt worden. „Dieser Ankündigung muss das Bundesgesundheitsministerium endlich Taten folgen lassen“, so Dr. Christopher Hermann beim 28. Landesseniorentag in der Singener Stadthalle. Vor allem bei der Finanzierung fordert die AOK Reformen. „Eine wirkliche Pflegereform geht nicht kostenneutral.“
Die Politik müsse bereit sein, mehr Geld in den Ausbau der Pflege zu investieren. Dazu gehört auch, die Pflegebedürftigkeit neu zu definieren. „Bislang erhalten Menschen mit Demenz keine ausreichenden Leistungen“, so Hermann. Und auch Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz kommen zu kurz. Mit seiner Forderung spricht er vielen Betroffenen und ihren pflegenden Angehörigen aus der Seele: „Wir müssen weg von Pflegestufen zu Bedarfsgraden.“
Neue Wohnformen fördern, pflegende Angehörige entlasten
Die Versorgungsstrukturen müssten weiterentwickelt werden, fordert Dr. Christopher Hermann weiter. „Dazu gehört der Ausbau wohnortnaher Betreuungsangebote, die Förderung neuer Wohnformen – Stichwort Mehrgenerationenhäuser – sowie die Entlastung der pflegenden Angehörigen.“ Aber auch bei der Ausbildung des Pflegepersonals gebe es Handlungsbedarf. „Wir brauchen eine integrative Pflegeausbildung.“ Dass dies alles nicht kostenneutral zu haben ist, liege auf der Hand. Forderungen nach einer kapitalgedeckten Pflegefinanzierung erteilt der AOK-Vorstandsvorsitzende eine klare Absage. „Die Kapitalmarktkrise hat gezeigt, dass die angesparten Beträge letztlich nicht sicher sind.“ Solidarische Gesamtfinanzierung – weg mit der Zweiteilung gesetzlich/privat
Nach wie vor gilt für Dr. Christopher Hermann daher: „Die solidarische Finanzierung, an der Versicherte und Arbeitgeber zu gleichen Teilen beteiligt sind, ist das solide Zukunftsmodell.“ Wer die Herausforderungen der Zukunft bewältigen wolle, müsse den Abbau der zweigeteilten Pflegeversicherung in Angriff nehmen. Gesetzliche und private Pflegeversicherung nebeneinander – das werde den Notwendigkeiten einer immer älter werdenden Gesellschaft nicht mehr gerecht. Hermann: „Wir brauchen eine solidarische Gesamtfinanzierung.“
Oktober 2011. PR/Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: AOK Baden-Württemberg
Abonnieren
Posts (Atom)

