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Sonntag, 12. Juni 2022

Welcome-Center für Pflegefachkräfte in Baden-Württemberg: Auch 2022 gefördert vom Wirtschaftsministerium

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert
das Welcome Center Sozialwirtschaft im Jahr 2022 mit rund 172.000 Euro. „Gerade im Pflege- und Gesundheitsbereich kommen wir ohne internationale Fachkräfte nicht aus. Darum ist es wichtig, dass die wertvolle Arbeit des Welcome Centers auch im nächsten Jahr weitergeführt werden kann“, sagt Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. 

„Sowohl die Unternehmen in der Sozialwirtschaft als auch die interessierten Fachkräfte aus dem Ausland haben allerdings große Hürden zu überwinden, bis ein Beschäftigungsverhältnis und eine nachhaltige Integration zustande kommt.

Beratung zu Aufenthaltsrecht und Zeugnisanerkennung

Hier ist die Unterstützung durch eine kompetente und erfahrene Stelle wie das Welcome Center Sozialwirtschaft Gold wert“, betonte Hoffmeister-Kraut. Das landesweit zuständige Welcome Center sei eine Erstanlaufstelle für alle Einrichtungen und internationalen Fachkräfte im Sektor Sozialwirtschaft. Es berate etwa zu Fragen der Rekrutierung, zu aufenthaltsrechtlichen Themen, zur Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen, zum Spracherwerb und zu Integration und Umgang mit kultureller Vielfalt in den Betrieben.

Sozialwirtschaft wichtig für Wohlstand im Land

„Als Wirtschaftsministerin ist mir klar, dass die Sozialwirtschaft ein wesentlicher Grundpfeiler für unseren wirtschaftlichen Wohlstand ist. Denn wenn Einrichtungen wie Pflegeheime, Krankenhäuser, Sozialstationen oder Kindertagesstätten nicht mit genügend qualifiziertem Personal ausgestattet sind, wirkt sich das letztendlich auf die gesamte Wirtschaft aus“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Deshalb freue es sie, dass es dem Diakonischen Werk Württemberg als Träger des Welcome Centers Sozialwirtschaft Baden-Württemberg gelungen sei, für das kommende Jahr weitere Finanzierungspartner, hauptsächlich aus dem Kreis der Liga der freien Wohlfahrtsverbände, mit ins Boot zu holen.
 

Weitere Informationen zum Welcome Center

Neben dem landesweit zuständigen Welcome Center Sozialwirtschaft Baden-Württemberg, das von einem Konsortium aus Diakonischem Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e. V., Diakonischem Werk der Evangelischen Landeskirche in Baden e. V., Diakonischem Werk Freiburg und Diakonischem Werk Mannheim getragen wird, gibt es aktuell neun regionale Welcome Center für internationale Fachkräfte, die zehn Regionen des Landes abdecken. Seit 2014 gibt es die Welcome-Center.

Weitere Informationen unter www.welcomecenter-bw.de

Juni 2022.Redaktion pflegeinfos.net

Dienstag, 29. Dezember 2020

Mäeutik Pflegekonzept im Altenheim: Im Haus Adam Müller-Guttenbrunn Stuttgart werden so besondere Kontaktmomente geschaffen

Das Haus Adam Müller-Guttenbrunn in Stuttgart nutzt das Mäeutischen Pflege- und Betreuungskonzeptes. Inzwischen sind eine Vielzahl von Mitarbeitern aus allen Arbeitsbereichen der Caritas-Einrichtung geschult. 


Im September 2019 wurde das Konzept bei einem Fachtag präsentiert. "Durch die lebendigen Vorträge und Diskussionen war dies ein gelungener Fachtag, der zur Mäeutik und zum Haus passte”, so Joachim Treiber, der Einrichtungsleiter. "Wir waren auf der Suche nach einem anderen Pflegemodell."  

 

Nach einem Pflegemodell, das mehr "sozialpädagogisch agiere", sich aufbaut auf einer Beziehung zwischen den Menschen und danach sucht, was ein Mensch noch kann. Ein Pflegemodell, das auf Emphatie und auch Intuition der Mitarbeiter beruht und diese als wichtige Kompetenzen in der Pflege wahrnimmt. 


Hebammenkunst & Sokrates

Sie fanden es im Mäeutischen Pflege- und Betreuungskonzept, entwickelt von der Niederländerin Dr. Cora van der Kooij. Der Begriff Mäeutik, wörtlich "Hebammenkunst", wird in Anlehnung an die Gesprächstechniken des Philosophen Sokrates im Sinne einer dialogischen Methode der Wahrheitsfindung verwendet.

 

Dr. Cora van der Kooij versteht Mäeutik als "Hebammenkunst für das Pflegetalent". Lebenserfahrung, Empathie, Kreativität werden dabei in der Pflege als Ressourcen angesehen. Im Zentrum des Mäeutischen Pflege- und Betreuungskonzeptes steht die "erlebnisorientierte Pflege": wichtig ist die Beziehung zwischen den betroffenen Menschen und der Pflegekraft und es gehe darum, immer wieder positive Kontaktmomente zu schaffen.

Beobachtungsbogen zur Lebensgeschichte

 

Das mäeutische Menschenbild geht davon aus, dass alle Menschen verletzlich sind. Und wer sich selbst als verletzlich versteht, der kann auch andere einfühlsam begleiten und sie besser verstehen.

Ein wesentliches Instrument ist dabei der "Beobachtungsbogen", der Fragen zur Lebensgeschichte ebenso beeinhaltet, wie Gewohnheiten der Menschen oder besondere Persönlichkeitsmerkmale. 

 

Zum Konzept in dem Stuttgarter Pflegeheim der Caritas gehört ebenso, dass sich die Pflegeteams regelmäßig in sogenannnten "Bewohnerbesprechungen" austauschen mit dem Ziel, ein ganzheitliches Bild der Patienten zu erhalten. Auch die Angehörigen werden in den Pflegeprozess mit einbezogen. Dabei wird das Verhalten eines Menschen nicht gewertet, sondern angenommen im Sinne von: "Was macht ihn besonders?"

Dezember 2020. Redaktion Pflegeinfo.net

Donnerstag, 5. März 2020

Pflege Plus Messe im Mai 2020 in Stuttgart: großes Begleitprogramm für Pflegeprofis und Entscheider

Noch gibt es keine Corona Absage der Pflege Plus Messe 2020 – hoffentlich bleibt es dabei. Denn die Themen der Fachveranstaltung sind es wert, präsentiert und diskutiert zu werden. Experten zufolge könnte bis 2030 die Marke von fünf Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland überschritten werden.

Entscheidern, Führungskräften und Pflegeprofis bieten vom 26. bis 28. Mai 2020 die mehr als 40 Vorträge und Workshops des begleitenden Fachkongresses umfassend Gelegenheit zu Information, Austausch und zertifizierter Fortbildung. Das Themenspektrum reicht von der Beziehungsgestaltung über Personal- oder Gesundheitsmanagement bis hin zu Qualitätsprüfung und Digitalisierung. Ganz neu im Programm ist der Kongress-Strang „Fokus Management by Health&Care Management“ am ersten Messetag in Stuttgart.



Fokus Fachpersonal: „angespannte Situation mildern“
An das Fachpersonal in der Pflege richten sich die Veranstaltungen des Kongressbereichs „Fokus Fachpersonal – Pflege & Therapie in der Praxis“. Unter den zahlreichen Themen nimmt hier der Umgang mit der Demenz einen prominenten Platz ein, erkranken doch allein in Deutschland mehrere Hunderttausend Menschen pro Jahr an dem Psychosyndrom – Tendenz steigend.


Lebensqualität und subjektives Wohlbefinden seien jedoch auch für Menschen mit Demenz möglich, betont Ute Schienmann, Gesamtleiterin des Bildungszentrums beim Kongresspartner Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg. Voraussetzung hierfür seien „gut geschulte Mitarbeitende“, die beispielsweise „etwas von Erinnerungsarbeit verstehen und diese wertschätzend anwenden“. 

Durch gezielte Arbeit mit dem häufig intakten Langzeitgedächtnis könnten „unnötige Überforderungen“ der Patienten vermieden und stattdessen „positive Emotionen“ geweckt werden (siehe z.B. Vortrag „Erinnerungsimpulse“, 26. 5., 14:00 Uhr). Neben Expertenstandards oder neuen technischen Möglichkeiten in der Pflege sei „auch die meist angespannte Situation des Pflegepersonals vor Ort“ ein wichtiges Thema des Kongresses, das in mehreren Vorträgen behandelt werde, so Schienmann. Führungskräfte könnten hier „mildernd wirken und Ängste nehmen“. 

Neu im Programm: Fokus Management by Health&Care Management
Ein spannendes Highlight für Entscheider und Führungskräfte verspricht außerdem der erstmals stattfindende Kongress „Fokus Management by Health&Care Management“, den das gleichnamige Fachmagazin als Medienpartner der Pflege Plus mitgestaltet.


Die exklusive Veranstaltung widmet sich den Themenschwerpunkten „New Leadership – Neue Arbeitszeit- und Organisationsmodelle“, „New Communication – Krisenkommunikation und Social Media in der Gesundheitsbranche“ und „New Building – Neues Bauen und Gestalten in Pflege- und Altenheimen“.

www.pflegeplus-messe.de


März 2020. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Messe Stuttgart

Dienstag, 1. August 2017

HelloCare Hamburg schlüpft unter das Dach von pflegix.de – Vermittlung von Alltagshelfern für Senioren und Familien als Geschäftsmodell

Pflegix stärkt mit der Übernahme des Hamburger Start-ups HelloCare seine Marktpräsenz, insbesondere im Großraum Hamburg. HelloCare ging 2014 als eines der ersten Startups in der Pflegebranche an den Markt. Das Unternehmen vermittelte Senioren und Familien zuverlässige und qualifizierte Alltagshelfer. Die Plattform war insbesondere in der Stadt Hamburg aktiv.

häusliche Betreuung von Senioren
Pflegix vermittelt Alltagshelfer für Familien und Senioren

Für die weitere Marktdurchdringung war das Unternehmen zuletzt auf der Suche nach einem Zusammenschluss und fand in Pflegix den geeigneten Partner. „Wir freuen uns, dass wir unsere Kräfte nun gemeinsam unter dem Dach von Pflegix bündeln und unsere Kunden und Helfer dort ein neues Zuhause finden“, so HelloCare-Geschäftsführerin Katrin Pietschmann.

Pflegix wurde im Herbst 2016 im Entrepreneurship Zentrum Witten an der Universität Witten/Herdecke gegründet und verfolgt die Vision einer umfangreichen Produkt-, Informations- und Dienstleistungsplattform in den Bereichen Pflege, Betreuung und Alltagshilfe. „Der Zusammenschluss mit HelloCare hilft uns, unsere Marktpräsenz insbesondere im Raum Hamburg zu stärken und unseren Kunden- und Helferstamm auszubauen“, so Geschäftsführer Tim Kahrmann.

Mit mehr als 6.500 Helfern in mehr als 30 deutschen Städten ist das Unternehmen auf starkem Expansionskurs und öffnete vor Kurzem seinen Marktplatz auch für Unternehmen aus dem Gesundheitswesen. Dabei profitiert das Team von Pflegix von einer engen Kooperation mit dem Department für Pflegewissenschaften der Universität Witten/Herdecke sowie dem Lehrstuhl für Künstliche Intelligenz der Technischen Universität Dortmund.


www.pflegix.de

August 2017. Redaktion pflegeinfos.net

Copyright Fotos: PR/Pflegix

Zentrale von Pflegix: Aufbereitung von Daten





Sonntag, 18. Juni 2017

Mittelstand und Familien. Wenn Mitarbeiter plötzlich Angehörige pflegen. Was kann der Arbeitgeber tun? Ohnhäuser GmbH und Firma Juuna realisieren beispielhaft Hilfsangebote

Immer mehr inhabergeführte Unternehmen und Mittelständler setzen auf digitale Unterstützungsangebote bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Ein Best-Practice-Beispiel liefert die Ohnhäuser GmbH aus Schwaben:

DIN ISO zertifiziert, Ausbildungsbetrieb, engagiert in Lehre und Praxis, für seine rund 300 Mitarbeiter und die Region, das ist die Ohnhäuser GmbH. Das mittelständische Unternehmen mit seiner 60-jährigen Firmengeschichte und Tradition ist ein wichtiger Partner der Industrie und Luftfahrt. Mit JUUNA hat der Betrieb einen wichtigen Baustein in im Betrieblichen Gesundheitsmanagement gesetzt.
 

Modul des Betrieblichen Gesundheitsmanagements
Simone Ohnhäuser-Kunzmann, Geschäftsführerin der Ohnhäuser GmbH, erläutert es so: „Wir haben immer schon viel dafür getan, dass wir gute Nachwuchskräfte für das Unternehmen gewinnen und die bestehende Belegschaft sich wohl fühlt. Damit dies auch so bleibt, setzen wir frühzeitig darauf, ein zukünftiges Problem schon jetzt vorausschauend anzugehen. Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf betrifft mittlerweile immer mehr Personen, deshalb möchten wir hier unsere Mitarbeiter in diesem Thema unterstützen und entlasten.“ Das digitale Unterstützungsangebot von JUUNA wird als weiterer Bestandteil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements allen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

Ausbildung und Gesundheitsförderung bei der Ohnhäuser GmbH

Am Produktionsstandort Wallerstein im Ries (bei Nördlingen) werden auf rund 10.500 m² mechanische Bauelemente, Funktionsbaugruppen realisiert. Ohnhäuser ist eine feste Größe für Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeugbau und die Luft- und Raumfahrt. Nur mit hochqualifizierten Mitarbeitern kann man die Spitzenposition in dieser Branche dauerhaft belegen. Die fundierte Ausbildung der Mitarbeiter sieht Ohnhäuser deshalb als wichtige gesellschaftliche Aufgabe und direkte Investition in das Unternehmen.

Insofern hat auch das Betriebliche Gesundheitsmanagement einen hohen Stellenwert und es finden neben den Präventionsmaßnahmen regelmäßig sportliche Freizeitaktivitäten wie dem jährlichen Ipf-Ries Halbmarathon, verschiedene Fußballturniere und andere Teamevents statt. Da ist es nur ein logischer Schritt beim Aufbau von nachhaltigen BGM-Prozessen, dass Ohnhäuser konsequent auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und damit auch auf häusliche Pflege setzt.

Die Entscheidung für JUUNA fiel schnell, nachdem klar war, dass es zwar derzeit für Firmen viele vereinzelte Unterstützungsmaßnahmen gibt, jedoch kein integriertes System, welches Personalabteilung und Mitarbeitern gleichsam aktuellste Gesetzgebungen, Hilfestellungen, individuelle Anwendungen und persönliche Beratung im 24/7 Modus zur Verfügung stellt.

Digital und individuell – Häusliche Pflege braucht Struktur und Organisation

Als digitale Plattform mit persönlichem Telefonservice ist JUUNA die Stelle im Internet, an der Wissen, Beratung und Organisation ineinandergreifen. Arbeitgeber geben mit dem Zugang zum Portal ihren Mitarbeitern ein interaktives und persönliches Hilfe- und Beratungsangebot an die Hand. Dabei sind die digitalen Anwendungen wie bearbeitbare Checklisten, interaktive Pflegeplanung und das Aufgabenmanagement geräteunabhängig und mobil nutzbar.


Dienstleister Juuna  hilft an sieben Tagen in der Woche
Die Wegweiser im Portal liefern Vorlagen und Informationen zu den ersten Maßnahmen im Notfall, wesentlichen Anträgen, und vielen weiteren wichtigen Einstiegspunkten im Bereich der Pflege. Eine Besonderheit sind die JUUNA Pflegelotsen. Diese stehen an 7 Tagen in der Woche telefonisch zur Verfügung, um bei der Bearbeitung von Checklisten zu unterstützen oder bei der Suche nach Ansprechpartnern, Dienstleistern sowie regionalen Hilfsangeboten in der jeweiligen persönlichen Pflegesituation zur Seite zu stehen.

JUUNA ist auch immer Organisations- und Kommunikationstool für den pflegenden Angehörigen, um neben dem Berufsalltag die Pflegeaufgaben zu strukturieren und zu organisieren. Hier steht immer auch der betroffene Mitarbeiter und seine eigene Gesundheit im Fokus.

Videos und weitere Infos zum Arbeitgeberservice:
www.juuna.de/arbeitgeberservice


Juni 2017. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR

Dienstag, 28. März 2017

Neue Datenbank zu Pflege und Versorgung älterer Menschen: www.zqp.de/forschungsdatenbank

Die Forschungslandschaft im Bereich Pflege und Versorgung älterer, hilfebedürftiger Menschen in Deutschland ist vielfältig, aber schwer überschaubar. Bisher fehlte eine zentrale Übersicht, die diese Arbeiten systematisch und detailliert abbildet. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat daher eine neue, frei zugängliche und deutschlandweit einmalige Online-Datenbank mit aktuell über 900 Forschungsprojekten zum Thema veröffentlicht.

Damit bietet sie sowohl für die Pflegeforschung als auch die Pflegepraxis ein relevantes Informationsangebot, das inhaltlich beispielsweise von Wohn- und Versorgungsformen über pflegerische Interventionen und Konzepte, Beratung bis hin zur pflegerischen Bildung, Gesundheitsförderung, Prävention, Rehabilitation und E-Health reicht. Die Datenbank hilft, Forschungsschwerpunkte in Deutschland zu erkennen, Forschungslücken und Förderer zu identifizieren oder einfach aktuelle Forschungsprojekte aufzufinden.

„Mit unserer Datenbank bieten wir eine offene Plattform zum Austausch von Wissen, Erfahrung und Ideen für die Pflegeforschung in Deutschland. Forschungsergebnisse können so noch leichter genutzt und Forschende in der Pflege besser vernetzt werden. In unserer Gesellschaft des langen Lebens ist das gebündelte Fachwissen aus der Wissenschaft hoch relevant für die Weiterentwicklung der Versorgung alter pflegebedürftiger Menschen”, erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP.


Für die Kontaktaufnahme sind die wissenschaftlichen Institutionen mit den projektverantwortlichen Personen und den Kontaktdaten aufgeführt. Außerdem besteht für Forschende die Möglichkeit, ihre Projekte selbst anzulegen, zu verwalten und darzustellen. Jeder kann also kostenlos mitmachen.

Mehr zur Forschungsdatenbank auf /www.zqp.de/forschungsdatenbank

März 2017. Redaktion pflegeinfos.net


Freitag, 5. September 2014

Beruf und Pflege von Angehörigen: So können Arbeitgeber den Bedarf ermitteln. Schnelltest der TU Dresden hilft weiter

Auf Arbeitgeber und Personalabteilungen in Deutschland kommen immer mehr Herausforderungen zu: Nicht nur die Kinderbetreuung von Mitarbeitern will organisiert werden – immer mehr Beschäftige müssen sich um die Pflege ihrer Eltern oder naher Angehöriger kümmern. Ein Balanceakt und oft mit schweren Belastungen verbunden: Nach der Arbeit oder vor der Arbeit hetzen die Mitarbeiter in den Pflegehaushalt, parallel müssen Verwaltungsaufgaben wie Korrespondenz mit Pflegekassen erledigt werden.

Und eine eigene Familie und eigene Wünsche gibt es ja auch noch. Viele Beschäftigte werden durch diese Doppelbelastung in Job und Pflegehaushalt selbst krank oder leiden unter Burn-out. Doch wissen dies die Arbeitgeber? Kennt die Personalabteilung die familiäre Situation ihrer Mitarbeiter? Wie lassen sich Beruf und Pflegetätigkeit gut vereinbaren?

Die Technische Universität Dresden hat nun einen Fragebogen für Unternehmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege entwickelt. Damit können Arbeitgeber ermitteln, ob das Thema für ihre Beschäftigten relevant ist und welche Bedeutung es für diese in Zukunft haben wird. Zudem können Arbeitgeber und Personalexperten in der Firma mit dem Test prüfen, inwieweit das Unternehmen bereits zum jetzigen Zeitpunkt auf den Vereinbarkeitsbedarf der Belegschaft vorbereitet ist.
 
Nicht immer nur fröhlich: Berufstätige, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern

Mithilfe von 15 Fragen (zum Beispiel zur Unternehmensgröße, Branchenzugehörigkeit, Altersstruktur der Beschäftigten) erhalten Personalverantwortliche online eine individuelle Auswertung. Arbeitgeber können über den Online-Test der TU Dresden in Erfahrung bringen, wie sich der Bedarf an Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflegeverantwortung zukünftig im Unternehmen entwickeln wird und welche Maßnahmen sie ergreifen können.

Die Gesamtergebnisse des Tests, die einen Vergleich zu anderen Arbeitgebern ermöglichen, werden Ende des Jahres 2014 den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zur Verfügung gestellt. Im Projektteam der TU Dresden arbeiten Psychologinnen der Arbeits- und Organisationspsychologie und eine Diplom-Geografin zusammen. Beide Bereiche ergänzen sich gut mit unterschiedlichen Schwerpunkten von Arbeitsgestaltung, Organisationsanalysen über Führung und Regionalanalysen bis zur Gesunderhaltung von Pflegekräften. Zwei der Mitarbeiterinnen übernehmen selbst Pflegeverantwortung für eine(n) Angehörige(n).

Zum elektronischen Kurztest Vereinbarkeit Pflege und Beruf von Firmen-Mitarbeitern gelangen Unternehmensleiter und Personalabteilungen HIER!

September 2014. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: Archivfoto/pflegeinfos.net