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Dienstag, 23. Mai 2023

Ambulante Vorsorgeleistung - so kommen Sie an eine geförderte Kur im Jahr 2023 und 2024


Gesetzlich Versicherte haben einen Anspruch, mit erheblichem finanziellen Zuschuss ihrer Krankenkasse in Deutschlands Heilbädern viel für die eigene Gesundheit und die Gesundheitsvorsorge zu tun.

Neue Regelungen eröffnen gesetzlich Krankenversicherten viele Möglichkeiten, die gesunde Kraft der deutschen Kurorte zu genießen. Jeder hat die Möglichkeit, alle drei Jahre eine solche in der Regel zwei oder drei Wochen andauernde Vorsorgeleistung in einem anerkannten Kurort zu beantragen und damit viel beispielsweise für Rücken, Gelenke und Wohlbefinden zu tun.

Stichwort Ambulante Vorsorgeleistung

Bei einer Ambulanten Vorsorgeleistung, früher auch als offene Badekur bekannt, übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Aufwendungen für ärztliche Behandlungen vollständig sowie 90 Prozent der Kosten für verordnete Anwendungen wie Bäder, Massagen und andere Therapieangebote. Zu den Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Kurtaxe und Fahrt können Versicherte von der Kasse zudem einen Zuschuss erhalten.

Der erste Schritt: der Weg zum Hausarzt

Der erste Schritt hin zu einer solchen klassischen Vorsorgekur ist der Weg zum Hausarzt. Dieser muss die Ambulante Vorsorgeleistung verordnen. Die Mediziner sind es auch, die den Antrag bei der Krankenkasse einreichen. Erfolgt die Genehmigung, erhalten Versicherte von ihrer Krankenkasse eine Bescheinigung für die Übernahme der Kosten, einen so genannten Kurarztschein. 

Versicherte können dann in der Regel frei zwischen den mehr als 300 anerkannten Kurorten wählen, die jeweils individuelle ortsgebundene Heilmittel bieten. Kurgäste können sich auch ihre Unterkunft selbst aussuchen und entscheiden, ob sie sich in einer Rehaklinik oder einem Hotel wohler fühlen.

Wie hoch ist der Eigenanteil an Kosten für Versicherte?
Für eine zweiwöchige Ambulante Vorsorgeleistung sollten Versicherte etwa in Europas beliebtestem Kurort Bad Füssing in Bayern für die Unterkunft im Drei-Sterne-Komforthotel und Halbpension mit einem verbleibenden Eigenanteil von rund 700 Euro kalkulieren, wenn die Krankenkasse dafür pro Tag 15 Euro beisteuert, heißt es beispielsweise von den Johannesbad Hotels. Diese sind gemeinsam mit Fach- und Rehakliniken in ganz Deutschland Teil der Johannesbad Gruppe, einem der führenden Gesundheitsdienstleister von Ambulanten Vorsorgeleistungen in der Bundesrepublik.

Johannesbad-Unternehmenssprecherin Isabel Zündorff nennt ein weiteres Beispiel: Für eine dreiwöchige Vorsorgekur sollten Interessenten in der orthopädischen Fachklinik Raupennest in Sachsen, ebenfalls Teil der Unternehmensgruppe, etwa mit rund 1.200 Euro für Vollpension und Logis inklusive Nutzung der Bäderlandschaft planen.

Dieser Tagesablauf erwartet die Gäste
Eine exemplarische Drei-Wochen-Kur kann in Bad Füssing für einen Kurgast mit Rückenschmerzen neben dem täglichen Aufenthalt im Thermal-Mineralwasser beispielsweise jeweils neun Massagen und Fango-Doppelpackungen sowie ebenso viele Einheiten physikalischer Therapie, Lymphdrainagen und Elektro-Therapien umfassen. In diesem Beispiel liegt der von den Versicherten selbst zu tragende zehnprozentige Eigenanteil dafür bei rund 140 Euro für den gesamten dreiwöchigen Aufenthalt.


Angebote in einer Kureinrichtung der Johannesbad Gruppe

In der Fachklinik Raupennest gehören zu den Angeboten etwa auch Kältetherapien und warme Naturheilschlammpackungen (Pelose). Den optimalen Behandlungsplan besprechen Kurgäste gemeinsam mit einem Badearzt im Kurort. Dieser verschreibt die Therapien auch.

Widerspruch bei einer Ablehnung hat Erfolgsaussichten
Viele Krankenkassen sind bei der Genehmigung von Ambulanten Vorsorgeleistungen noch immer sehr zurückhaltend - obwohl Versicherte einen gesetzlich verbrieften Anspruch haben. Häufige Begründung: Heilmittel- und Therapieangebote am Wohnort seien nicht ausgeschöpft worden. "Oft scheuen sich Versicherte vor einem Widerspruch bei ihrer Krankenkasse", sagt Johannesbad-Sprecherin Zündorff, und ergänzt: "Dabei sind die Erfolgsaussichten eines solchen Widerspruchs gut und wir können nur dazu ermutigen."

Für weitere Informationen besuchen Sie www.johannesbad.com 

Mai 2023. Redaktion pflegeinfos.net

Copyright Fotos: PR/Johannesbad Gruppe







Mittwoch, 8. August 2018

Kompressionsstrümpfe mal anders. Eine Betroffene entwirft neue modische Modelle für eine Ödemtherapie

Ursula Thomé gewann den mediven® Flachstrick-Kreativwettbewerb für das neue Fashion- Element. Der Preis: Ein Shopping-Tag mit Mode-Bloggerin und Outfit-Expertin Caroline Sprott sowie 30 Euro Taschengeld.

Am Vorabend des Shopping-Tages treffen zwei auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Frauen in einem Würzburger Hotel aufeinander - doch es sollte nicht lange dauern, bis das Eis gebrochen und die Gemeinsamkeiten aufgedeckt waren! Die eine - groß, blond gewelltes Haar, 28 Jahre alt - ist die Mode-Bloggerin und Lipödempatientin Caroline Sprott. Neben ihrem Engagement für www.lipoedemmode.de modelt die Mediengestalterin auch für die Flachstrick-Kampagnen von medi.

Siegerin Ursula Thomé, links, mit Bloggerin Caroline Sprott

Nach dem Aufruf zum Entwerfen des neuen mediven Fashion-Elements gingen über 160 Vorschläge bei medi ein. Einer stammt von der Frau, die Caroline nun herzlich begrüßt - Ursula Thomé. An der zierlichen 61-Jährigen fallen sofort ihre lange Silbermähne und die glitzernden Swarovski® Kristalle an ihrem schwarzen mediven Flachstrick-Kompressionsstrumpf auf.

Ein Tattoo inspirierte zum Gewinner-Muster

Neben Caroline als Mode-Beraterin und 300 Euro Taschengeld nimmt Ursula ein besonderes Highlight mit auf Shopping-Tour: ihre Kompressionsversorgung in den neuen Farben Lila und Rosa, verziert mit ihrem selbst entworfenen Fashion-Element Flower. "Die Blumenranke sah ich bei einem Mädchen als Tattoo, vom Knöchel bis zur Hüfte. Bei der Suche nach neuen Mustern für die nächste Versorgung stieß ich auf den Kreativwettbewerb. Dass mein Muster so toll umgesetzt wird, ist einfach der Wahnsinn!" Ursula hat Würzburg zum Shoppen ausgewählt. "Ich komme aus der Nähe von Rothenburg ob der Tauber, da ist Würzburg naheliegend - ich mag die Stadt", erklärt Ursula ihre Wahl.

Nach der Operation kam das Lymphödem
2017 entdeckte man bei Ursula  einen endokrinen Tumor in der Bauchregion. Es folgten zwei Operationen, wochenlange Klinikaufenthalte und tägliche, aufmunternde Briefe von ihrem Mann. Es entwickelten sich Lymphödeme am Bauch, der Leiste und den Oberschenkeln. Die Krankenkasse lehnte die Kompressionsversorgung zunächst ab. "Aber durch Carolines Blog habe ich erfahren, dass ein Widerspruch möglich ist", erklärt Ursula.

Mit farbigen Strümpfen der Krankheit den Kampf ansagen

Seit einem Jahr trägt Ursula eine flachgestrickte Kompressionsversorgung. "Ich habe mir zuerst schwarze Oberschenkelstrümpfe samt Radlerhose sowie eine Strumpfhose in Grau mit dem Fashion-Element Animal ausgesucht." Gelegentlich hat sie noch Schmerzen und Taubheitsgefühle in den Beinen, doch es geht ihr inzwischen viel besser. Sie ist begeistert von der Kompression und ermutigt andere Frauen, sich dem Thema zu öffnen. "Die Kompression hilft wirklich und wer es ganz dezent will, zieht schwarze Strümpfe an, die sehen aus wie normale Leggins", stellt Ursula klar. Als sie die Fashion-Elemente entdeckte, war sie Feuer und Flamme. "Es war wie ein Fenster, das sich öffnet. Farbige Strümpfe zum Minirock, wilde Muster - genau mein Stil!"

Alles eine Frage der Einstellung

Kleinen Hürden begegnet Ursula mit Improvisationstalent: "Auf dem Land ist es schwer, zweimal in der Woche eine Lymphdrainage zu bekommen. Aber Aqua-Fitness ist ein guter Ersatz!" Diese positive Einstellung teilt sie mit Caroline, die erklärt: "Natürlich wäre der Alltag ohne Ödem leichter. Trotzdem sollte der Fokus auf den schönen Dingen im Leben liegen." Bei Caroline sind das der Blog und das Ausprobieren von Neuem - gerade lernt sie beispielsweise Japanisch. Bei Ursula sind es die Musik sowie ihr Ehrenamt in der Pflege und sie ergänzt: "Es hilft, Vorbilder wie Caroline zu haben, die persönliche Erfahrungen veröffentlichen und Wissen teilen, das sich jeder Neuling erst mühsam zusammensuchen müsste." 

Lymph- und Lipödemerkrankungen sind aktuell noch nicht heilbar, aber sehr gut therapierbar. Ein wichtiger Baustein: Kompression. Der Hersteller medi bestärkt Patientinnen, selbstbewusst ihre Kompressionsstrümpfe zu tragen. Farben, Muster und individuelle Ausstattungsdetails kombinieren Funktion und Design für mehr Tragekomfort und einen schicken Look. Der Arzt kann bei medizinischer Notwendigkeit flachgestrickte Kompressionsstrümpfe verordnen. Im medizinischen Fachhandel werden die maßgefertigten Strümpfe angemessen.

Informationsmaterial zur Ödemtherapie mit Kompressionsstrümpfen gibt es im medi Verbraucherservice, Telefon 0921 / 912-750. Muster-Farb-Finder rund um die Varianten der mediven Flachstrick-Vielfalt unter www.medi.biz/style


August 2018. Text: ots
Copyright Foto: obs/medi GmbH & Co. KG/www.medi.de

Dienstag, 27. November 2012

Tagespflege und Therapie. Neues Konzept am Bahnhof in Stuttgart-Vaihingen kommt an

Tagespflege: Das Essen wird immer frisch zubereitet
Eine neue Tagespflegeeinrichtung am Bahnhof Stuttgart-Vaihingen bietet fachlich-versierte Betreuung und kooperiert mit einem privaten Therapie- und Rehazentrum. Worin liegt die Besonderheit dieser Zusammenarbeit?

Fünf Tage geöffnet. Die Tagespflege von älteren Menschen oder jüngeren Pflegebedürftigen entlastet Angehörige und gewährleistet eine gute Versorgung. Abends ist der Tagespflegegast dann wieder in seiner gewohnten Umgebung. Ein neues Tagespflegekonzept ist vor Kurzem am Bahnhof des Stuttgarter Stadtteils Vaihingen gestartet – dort bietet der Eigenbetrieb Leben & Wohnen (ELW), ein Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Stuttgart, 14 Tagespflegeplätze an. Die Gäste können von Montag bis Freitag zwischen acht und 16.30 Uhr in der Gemeinschaft verweilen und werden hierbei von einem multiprofessionellem Team begleitet.


Nachbar Rehazentrum. Ganz besonders ist die Kooperation mit dem Therapie- und Rehabilitationszentrum „rehamed-neuro“, das sich auf dem gleichen Stockwerk befindet. Zu den Leistungen gehören zum Beispiel medizinische Trainingstherapie, Ergotherapie, Testung und Training von kognitiven Fähigkeiten, aber auch physikalische Therapien wie etwa Massagen, Fußreflexzonen, Lymphdrainage, Kinesiotape oder Shiatsu. Weitere Bereiche sind Logopädie (mit Schlucktraining) und Neuropsychologie. Für die Durchführung der Therapien bei „rehamed-neuro“ ist eine ärztliche Verordnung erforderlich.
 

Vorteil der Kooperation: Die ELW-Kunden haben sehr kurze Wege zu ihren Therapien, unnötige Aufregung wird vermieden. Zudem fließen Erkenntnisse aus den Therapieanwendungen in die persönliche Betreuung der Tagespflegegäste ein. Denn auch dort achten die ELW-Mitarbeiter auf eine ganzheitliche Förderung und Aktivierung der Menschen mit dem Ziel: Erhalten von Lebensqualität und Stärken von Eigeninitiative und Ressourcen. Dies gelingt in der Stuttgarter Tagespflegeeinrichtung durch therapeutische Gruppen- und Einzelangebote oder Aktivitäten wie zum Beispiel gemeinsames Kochen, handwerkliche Arbeiten, Gedächtnisspiele oder Gymnastik.

Frisches Essen. Großen Wert legt man in der ELW-Tagespflege am Vaihinger Bahnhof auf eine gesunde, regelmäßige und individuelle Ernährung. Alle Speisen werden täglich und unter Mithilfe der Gäste frisch zubereitet.

Kontakt: Eigenbetrieb Leben & Wohnen, Tagespflege am Vaihinger Bahnhof, Industriestr. 3, 70565 Stuttgart, Tel. (0711) 216-59 726. www.leben-und-wohnen.de

November 2012. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR/ELW 

Tagespflege am Bahnhof Stuttgart-Vaihingen: große, helle Räume