Dienstag, 14. April 2020

600.000 Euro für das Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart: Soforthilfe für COVID-19-Maßnahmen

Die Eva Mayr-Stihl Stiftung spendet für COVID-19-Sofortmaßnahmen 600.000 Euro an das Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart:

Während ein Großteil der Deutschen mittlerweile im Homeoffice arbeitet, sind die Pfleger und Ärzte des Robert-Bosch-Krankenhauses und seiner Standorte Klinik Schillerhöhe und Klinik Charlottenhaus weiter ständig im Einsatz. Neben COVID-19 Patienten, welche durch das Coronavirus erkrankt sind, werden auch alle anderen Patienten weiter versorgt. Trotzdem kommt es derzeit zu großen finanziellen Einbußen, da alle planbaren Eingriffe bis jetzt verschoben wurden.


Das Robert-Bosch-Krankenhaus freut sich über die großzügige Spende der Eva Mayr-Stihl Stiftung in Höhe von 600.000 Euro. Der in Waiblingen und Stuttgart verwurzelten gemeinnützigen Organisation liegt die gesellschaftliche Verantwortung am Herzen. Mit der Spende will die Stiftung schnell und pragmatisch Hilfe im Kampf gegen die Pandemie leisten und der Bevölkerung in der Region in diesen Krisenzeiten etwas zurückgeben.

Beatmungsgeräte und Virus-Forschung

Die Soforthilfemaßnahme soll dazu eingesetzt werden, notwendige neue Anschaffungen zu finanzieren, für die die bisherigen Unterstützungsmaßnahmen nicht ausreichen. Dies betrifft Beatmungsgeräte, Spritzenpumpen, eigentlich alle notwendigen Gerätschaften zur Einrichtung von zusätzlichen Beatmungsplätzen. Weiter sollen aber auch innovative Ansätze im Kampf gegen das Virus gefördert werden.

Mobile Nachsorge wird unterstützt
Teile der Mittel sollen dafür eingesetzt werden, Corona-Patienten mobil medizinisch zu betreuen, wenn diese bei Vorstellung nur wenige oder gar keine Symptome hatten oder Patienten nach stationärer Entlassung. Das Robert-Bosch-Krankenhaus bietet dafür eine Applikation für mobile Endgeräte an, mit der die Symptome der Patienten einfach nachverfolgt werden können.

Altenheime besser ausstatten
Auch möchte das Robert-Bosch-Krankenhaus helfen, die gesundheitliche Versorgung von Alten- und Pflegeheimen im Einzugsgebiet des Krankenhauses zu verbessern. Dies umfasst neben der Intensivierung von Präventionsmaßnahmen auch verbesserte Testmöglichkeiten für die Mitarbeitenden sowie die Beschaffung von Schutzkleidung.

Mit 1.041 Betten nehmen das RBK, seine Standorte Klinik Charlottenhaus und Klinik Schillerhöhe sowie die Klinik für Geriatrische Rehabilitation im Jahr über 43.000 Patienten stationär auf. Rund 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass sich die Patienten individuell betreut fühlen. Forschungsinstitute zur Klinischen Pharmakologie und zur Medizingeschichte sind dem Krankenhaus angegliedert.

Mehr Informationen unter www.rbk.de


April 2020. Redaktion pflegeinfos.net 
 

Donnerstag, 9. April 2020

Heilung und Wohlfühlkraft durch "schwarzes Gold". Moorprodukte aus Bad Aibling gibt es zum Bestellen nach Hause


Seit hunderten von Jahren ist das Moor für seine außergewöhnliche Heilkraft bekannt. Ein Bad im „schwarzen Gold“, wie das Moor auch genannt wird, steigert nicht nur die Abwehrkräfte, sondern sorgt auch für Stressabbau – was in der aktuellen Zeit mit eingeschränkter Mobilität einen völlig neuen Stellenwert erhält. 

Auch Moorpackungen bringen wahre Wunder – schaffen sie doch Linderung bei rheumatischen Beschwerden oder helfen bei Schmerzen des ganzen Bewegungsapparates. Viele Seniorinnen und Senioren schätzen deshalb Moorkuren.

Das oberbayerische Moorheilbad Bad Aibling hat nun eine clevere Initiative gestartet: Unter dem Motto „Können Gäste gerade nicht zu uns kommen, bringen wir eben die Heilkraft des Moores zu ihnen“ erinnert es gemeinsam mit der Firma Panradl daran, dass man die Moorprodukte  im Online-„Moor-Shop“ für zuhause bestellen kann. 


Moorkissen und -salben bestellen
Hinter dem Projekt stehen die Kurverwaltung AIB KUR sowie das etablierte Bad Aiblinger Familienunternehmen Panradl Moor GmbH, das seit 1964 für die Versorgung mit Moor im oberbayerischen Moorheilbad verantwortlich ist. Statt nun die örtlichen therapeutischen Einrichtungen und Kliniken täglich mit frischem Moor aus der Region zu beliefern, verschickt die Firma Panradl ab sofort die Moorkissen, -bäder, -salben und Heilmoor deutschlandweit nach Hause.

Rabatt beim Gesundsheitsurlaub in Bad Aibling

Bis Ende 2020 können Gesundheitsbewusste die Moor-Produkte zu einem attraktiven Kennenlern-Preis erwerben: Sämtliche Angebote gibt es dann mit einem Rabatt von 15 Prozent. Wer im Anschluss noch einen Gesundheitsurlaub in Bad Aibling bucht, erhält darüber hinaus 15 Prozent Ermäßigung in einem der fünf teilnehmenden Hotels.

Um die sachgerechte Anwendung sicherzustellen, stehen Mitarbeiter der Firma Panradl für eine ausführliche telefonische Beratung unter 08038 / 90 96 56-0 oder per E-Mail unter info@panradl-moor.de zur Verfügung.


Moorkur in Bad Aibling


Mehr Informationen über den Kurort in Bayern: http://www.bad-aibling.de

April 2020. Redaktion pflegeinfos.net

Copyright Fotos: PR/AIB KUR

Samstag, 4. April 2020

Frühjahrszeit, Zeckenzeit: Wie Senioren ihre Hunde und Katzen gut vor den Zecken schützen können




Hunde- und Katzenbesitzer sollten spätestens jetzt mit einem sicheren Zeckenschutz starten: Frühjahr! Aktuelle Tipps vom Bundesverband für Tiergesundheit e.V.

Weil viele Seniorinnen und Senioren Hunde oder Katzen haben, publizieren wir diese Infos hier. Auch Angehörige, Pflegedienste oder 24h Hilfen in Haushalten sollten sich mit dem Thema vertraut machen.

Zecken sind nicht nur Plagegeister, sie können auch ernsthafte Krankheiten auf Tiere und Menschen übertragen. Hunde und Katzen sollten deshalb vor diesen unangenehmen Parasiten geschützt werden. Entscheidend ist die Wahl eines für das Tier passenden Präparates. Anwendungshinweise sollten genau beachtet werden. Für Katzen dürfen z.B. keinesfalls Permethrinhaltige Produkte verwendet werden.

Zecken zählen nicht gerade zu unseren Lieblingstieren. Zum einen sind sie nicht besonders hübsch anzusehen, zum anderen können die kleinen Krabbeltiere eine gefährliche Fracht an Viren, Bakterien und Parasiten beherbergen. 

Hunde und Katzen werden in unseren Breitengraden am häufigsten von Schildzecken - dazu zählt beispielsweise der Holzbock - befallen. Dieser kann die Erreger der Borreliose oder der Anaplasmose übertragen. Die Auwaldzecke ist Überträger der Babesiose, die für den Hund gefährlich werden kann.


Die dritte Zeckenart im Bunde ist die Braune Hundezecke, die trotz ihres Namens auch Katzen und Menschen für eine kleine Blutmahlzeit nicht verschmäht. Sie überträgt ebenfalls die Erreger der Babesiose und der Ehrlichiose, Katzen können durch ihren Stich auch mit Erregern der Tularämie infiziert werden. 

Riesenzecke mit Tropeninfektionen?

In der jüngsten Vergangenheit machte auch die "Riesenzecke" Hyalomma von sich reden, die gefährliche Tropenkrankheiten im Gepäck haben kann. Nach aktuellem Stand befällt die Hyalomma-Zecke vornehmlich große Säugetiere wie Pferde und Rinder. Der Befall von Menschen lässt sich jedoch nicht ausschließen. Für Hunde und Katzen spielen diese Zecken noch eine untergeordnete Rolle. Die Universität Hohenheim beobachtet das Aufkommen der neuen Zeckenarten genau. Nach neuesten Ergebnissen haben die Wissenschaftler für die gefährlichsten Tropenkrankheiten bislang Entwarnung gegeben.

Zecken werden in der Regel ab März aktiv, in warmen Wintern aber auch früher. Je nach Temperatur sind bestimmte Arten sogar ganzjährig zu beobachten. Ein durchgehender Schutz für Hunde und Katzen ist deshalb empfehlenswert. Neben Hunden gehören auch Freigängerkatzen zu den besonders gefährdeten Tieren. Diese Tiere sollte man auf jeden Fall mit Zeckenschutz-Präparaten schützen. Wichtig für Katzen ist, dass bei ihnen ausschließlich solche Mittel angewendet werden, die speziell für sie zugelassen sind.


Manche Präparate, die für andere Tiere, meist Hunde, zugelassen sind, können bei Katzen zu schweren Unverträglichkeiten führen oder sogar tödlich sein. Dies gilt speziell für Präparate mit dem Wirkstoff Permethrin, der für Hunde sehr gut verträglich ist, von der Katze aber nicht verstoffwechselt werden kann. Vorsicht ist auch bei Hausmitteln geboten, die aufgrund ihrer "natürlichen" Herkunft vermeintlich gut verträglich sind.

Gern genutzte Öle wie Teebaumöl können ebenfalls zu schweren Vergiftungen führen. Um hier keine Risiken einzugehen, sollten Tierhalter besser auf zugelassene Tierarzneimittel zurückgreifen. Es empfiehlt sich zudem die Packungsbeilage vor der Anwendung genau zu lesen. Im Zweifel hilft ein Beratungsgespräch mit dem Tierarzt.
 

April 2020. Text: ots
Copyright Foto: obs/Foto: BfT / Klostermann

Donnerstag, 2. April 2020

Corona und alte Menschen: Achtung Betrüger und Verbrecher unterwegs - Polizei Baden-Württemberg klärt auf

Schaffen Sicherzeit auch in Corona-Zeiten: 24h Betreuerinnen

Corona löst eine Welle der Hilfsbereitschaft aus – in der Nachbarschaft bieten Menschen gerade Älteren, Pflegebedürftigen oder ängstlichen Personen ihre Hilfe an: Einkauf, Besorgungen, Hundespaziergang und Sonstiges. 

Weil über diese Kontakte und das Vertrauen aber auch Zutritt zu Häusern und Wohnungen möglich ist, warnt das Landeskriminalamt Baden-Württemberg jetzt zurecht insbesondere älter Menschen. Hier die Tipps der Polizei:

• Überlegen Sie, wer für welche Hilfeleistung ein vertrauensvoller Ansprechpartner wäre.

• Wenden Sie sich zunächst an Personen, die Sie persönlich kennen und denen Sie vertrauen.

• Nehmen Sie organisierte Hilfe zum Beispiel über die Kommunalverwaltung, über das DRK, die Kirchen und andere Hilfsorganisationen in Anspruch. Diese Stellen sollten den Kontakt zwischen Ihnen und den Helfenden koor- dinieren.

Achten Sie bei Übergabe Ihrer Einkäufe auf Ihre Sicherheit:

• Achten Sie auf eine geordnete Übergabe ohne persönlichen Kontakt: Besorgungen sollten vor der Haustür abgestellt werden.
 

• Vereinbaren Sie vorab, ob Sie den Einkauf im Voraus oder bei der Übergabe bezahlen. Händigen Sie keinesfalls EC- oder Kreditkarten aus.
 

• Bevor Sie Ihre Haustür beim Klingeln öffnen: Vergewissern Sie sich, dass es sich um die angekündigte Hilfe handelt. Fragen Sie z.B. durch ein geöff- netes Fenster, durch die bei vorgelegtem Sperrriegel geöffnete Tür oder durch die Gegensprechanlage, wer vor der Tür steht.

• Lassen Sie keine Unbekannten in Ihr Haus oder Ihre Wohnung.

• Ziehen Sie andere Nachbarn für eine Übergabe hinzu, wenn Sie unsicher sind.

• Melden Sie verdächtige Vorfälle unverzüglich bei der Polizei über den Notruf 110.


Weitere Tipps in Corona-Zeiten der Polizei Ba-Wü:


• Nehmen Sie keine Hilfe von Fremden an, die sich unaufgefordert an Sie wenden.

• Kaufen Sie nichts an der Haustür, das gilt auch für Schutzkleidung und Des- infektionsmittel. Seien Sie misstrauisch bei verlockenden Angeboten im Internet.

• Sprechen Sie nicht über Ihre finanziellen Verhältnisse.

• Reagieren Sie nicht auf angebliche Notsituationen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus, in denen Sie jemanden persönlich oder eine Organisation finanziell unterstützen sollen. 


Mehr Infos über Prävention und Beratungsstellen der Polizei in BaWü hier: https://praevention.polizei-bw.de/

Polizei-Notruf: 110


April 2020. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR/Archiv

Mittwoch, 25. März 2020

Best Ager Reiseführer für Berlin veröffentlicht. Partner sind die Luxus-Seniorenresidenzen Tertianum Premium Residences




Senioren reisen anders, Senioren reisen häufiger und viele Senioren haben mehr Geld und Zeit zur Verfügung, wenn sie in der Welt unterwegs sind. Auch wenn aktuell in Corona-Zeiten keine Reisen möglich sind, so können sich ältere Menschen auf die nahe Zukunft und ihren nächsten Urlaub freuen.

Eine passende Lektüre ist der jetzt erschienene Reiseführer für Senioren "Berlin – Reisen kennt kein Alter" mit einem besonderen Blickwinkel der älteren Reisenden. Herausgeber sind die Tertianum Premium Residences, die zum 20-jährigen Jubiläum wieder Vorreiter für die Generation 65+ in Deutschland sind.

Die Autorin Corinna von Bassewitz entführt die Leser in die schönsten und aufregendsten Viertel der deutschen Hauptstadt und nach Potsdam. Beide Städte bieten so viel zum Entdecken – auch für die Älteren und Längerlebenden. Entlang kuratierter Spaziergänge erleben die Leser die Highlights aus Kulinarik, Kultur, Geschichte, Shopping & Co. 

Tertianum-Bewohner steuern Tipps für Berlin bei

Außergewöhnlich persönlich wird der Reiseführer durch die individuellen Tipps prominenter Berliner wie Tim Raue, Judith Haase, Udo Walz oder den Potsdamer Kai Diekmann sowie Insider-Tipps von Bewohnerinnen und Bewohnern der Tertianum Residenz Berlin.


Die Bedürfnisse der älteren Reisenden finden in dem Berlin Reiseführer besondere Beachtung. Er verbindet kulinarische, sehenswerte und kulturelle Highlights mit hilfreichen Informationen wie beispielsweise zur Barrierefreiheit einzelner Orte und zu Sehenswürdigkeiten. 

Anna Schingen, Direktorin Marketing & PR der Tertianum Premium Residences, zur Entstehung: „Als wir im letzten Jahr mit dem Reiseführer begonnen hatten, rechnete niemand damit, dass eine Infektionswelle einritt, die unser Leben, das Reisen und die Bewegungsfreiheit gerade der Älteren so massiv einschränkt. Doch Reisen ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil des Lebens in jedem Alter, daher können wir mit unserem stilvollen Reiseführer gerade jetzt inspirieren, aufmuntern, Freude schenken und Motivation für viele Entdeckungsspaziergänge der Älteren in der hoffentlich nahen Zukunft geben.“

In der Reihe werden alsbald ein Guide für München und die Bodenseeregion erscheinen, wo sich auch Domizile von Tertianum befinden.

„Berlin – Reisen kennt kein Alter“, 128 Seiten, Callwey Verlag, EUR 18,00
ISBN: 978-3-7667-2475-5.

Weitere Infos über Tertianum Premium Residences:

www.mein-tag-im-tertianum.de

März 2020. Redaktion pflegeinfos.net

Copyright Fotos: Cellwey Verlag


Montag, 16. März 2020

Kampf gegen Coronavirus: neue antivirale Wirkstoffe werden mit EU-Projekt schnell erprobt. Ulmer Professor mit dabei

Das neuartige Coronavirus hat weltweit bereits mehrere Tausend Todesopfer gefordert. Eine spezifische Therapie oder eine Schutzimpfung gibt es bisher nicht. In einem jetzt gestarteten EU-Projekt wollen Forschende um die Professoren Jan Münch von der Universität Ulm und Thomas Schrader (Universität Duisburg-Essen) die Entwicklung einer wirksamen antiviralen Therapie beschleunigen.

Dazu sollen zusammen mit weiteren europäischen Partnern verschiedene Wirkstoffe gegen das Coronavirus schnell und effizient erprobt werden. Für das zweijährige Vorhaben „Fight nCoV“, das von der Universität Stockholm geleitet wird, hat das Konsortium 2,8 Millionen Euro eingeworben.


Prof. Jan Münch vom Institut für Molekulare Virologie, Universitätsklinik Ulm
Bei bei anderen Erregern gilt das Eindringen des Coronavirus in die Wirtszelle als vielversprechender Angriffspunkt für antivirale Wirkstoffe. Diesen Vorgang hemmen drei Substanzen, die im Projekt „Fight nCoV“ auf ihre Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2 untersucht und optimiert werden.


Dabei handelt es sich zum einen um die von Thomas Schrader und Jan Münch entwickelten molekularen Pinzetten: Diese binden an die Virushülle und zerstören den Erreger. Des Weiteren werden ein einsträngiges Oligonukleotid untersucht sowie makromolekulare Inhibitoren, welche die Wechselwirkung des Erregers mit der Zielzelle unterbinden.  

Um die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Wirkstoffe zu überprüfen, verwendet die Forschergruppe verschiedene Modelle. Im Ulmer Labor soll die antivirale Wirksamkeit der Substanzen anhand von ungefährlichen viralen Pseudotypen bestimmt werden. 


Die vielversprechendsten Wirkstoffe werden anschließend von europäischen Partnern auf die Hemmung von SARS-CoV-2 in Zellkulturen getestet. Für weitere Untersuchungen werden Tiermodelle bis hin zu Primaten genutzt, um zeitnah klinische Studien zu beginnen. „Wir stehen vor der dringenden Aufgabe, eine wirksame Therapie gegen SARS-CoV-2 zu finden.

Daher stellen wir die Testmodelle schnellstmöglich auch anderen europäischen Forschergruppen zur Verfügung“, betonen der Virologe Münch und der Chemiker Schrader.

Corona-Erreger kommt vom Tier
Bei dem neuartigen Coronavirus handelt es sich um eine Zoonose: Der Erreger ist vom Tier auf den Menschen übergesprungen. Sollten sich die antiviralen Substanzen tatsächlich als wirksam gegenüber SARS-CoV-2 erweisen, können sie womöglich auch bei zukünftigen Zoonosen oder anderen viralen Atemwegserkrankungen eingesetzt werden.

„Fight nCoV“ wird von der EU über das Projekt HORIZON 2020 gefördert. Neben den Universitäten Stockholm (Schweden), Ulm, Duisburg-Essen, und Aarhus (Dänemark) sind die Forschungseinrichtungen CEA (Frankreich) sowie Adlego Biomedical (Schweden) beteiligt.

März 2020. Redaktion pflegeinfos.net

Copyright Foto: PR/Uniklinik Ulm

Freitag, 13. März 2020

Saale-Unstrut: Hier fühlen sich Senioren wohl. 2020 sind viele Garten- und Park-Veranstaltungen zwischen Weimar und Leipzig geplant

Merseburg, Schlossgarten 2020

Saale-Unstrut ist eine hochmittelalterlich geprägte Wein- und Kulturlandschaft im Herzen Deutschlands. Ein weltweit einmaliges architektonisches Erbe aus 1000 Jahren europäischer Geschichte bildet mit malerischen Flusslandschaften, alten Weinbergen, Steilterrassen, Natursteinmauern und Weinberghäuschen ein facettenreiches Nahreiseziel, das anspruchsvolle Wein- und Kulturinteressierte ebenso anzieht wie aktive Naturgenießer.

Seniorinnen und Senioren fühlen sich in der Region wohl. Das liegt auch an der Natur und den vielen Veranstaltungen. In diesem Sommer ist Saale-Unstrut ein Hotspot für Freunde der Gartenkultur. Die Wein- und Kulturlandschaft zwischen Leipzig und Weimar lenkt den Blick auf ihren Schatz historischer Parks und Gärten:

5. bis 7. Juni: Rendezvous in Schloss- und Domgärten

Erstes Highlight des Gartenjahres in Saale-Unstrut ist „Rendezvous im Garten – Tage der Parks und Gärten“ vom 5. bis 7. Juni. Damit schließt sich die Region einer Aktion an, die zeitgleich in 20 europäischen Ländern stattfindet. Es ist eine gemeinsame Initiative der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur, des Französischen Kulturministeriums, des Institut français Deutschland und des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz. Anliegen der Aktion ist es, den Reichtum der europäischen Gartenkultur zu zeigen.

In der Domstadt Merseburg gibt die Hofdame der Herzogin Christiane ihr Wissen über den Schlossgarten an Besucher weiter. Am 6. Juni begleitet sie Interessierte zur Sonderführung „Barocke Schloss- und Gartenträume“ durch das Schloss und den herzoglichen Lustgarten. Dieser wurde zunächst als Barockgarten angelegt, später nach Plänen des bedeutenden Gartenkünstlers Peter Joseph Lenné zum Landschaftspark umgestaltet. 


UNESCO-Welterbe Naumburger Dom

 

Der Domgarten Naumburg öffnet am Aktionswochenende vom 6. bis 7. Juni den Naumburger Meister Markt. Kunsthandwerker präsentieren ihre Arbeiten, Gastronomen und Händler bieten regionale Gerichte und Produkte vor der Kulisse des UNESCO-Welterbes Naumburger Dom.

Die Tour „Es grünt so grün“, die jeweils 12 Uhr startet, führt Besucher durch den Domgarten mit seinen steinernen Bastionen und mittelalterlichen Mauern, alten Teichen, rekultivierten Obst- und Küchengartenbereichen sowie dem modernen Garten des Naumburger Meisters.

Domgarten

Vom Titel „Rendezvous“ hat sich die Stadt Zeitz inspirieren lassen. Sie stellt am 7. Juni ihre sieben Trauorte im Barockschloss und seinem Garten vor. Der Schlossgarten vereint Themengärten mit Landschaftsparks, üppige Blumenbeete mit Spiel- und Sportplätzen. Eine Attraktion ist der Japanische Garten, der 2004 von extra aus Japan angereisten Landschaftsgärtnern nach dem Vorbild eines Tempelgartens gestaltet wurde. Zu Hochzeiten verwandelt er sich in ein grünes Trauzimmer.

Ebenfalls am 7. Juni entführt ein Wandelkonzert Besucher musikalisch durch den Schlosspark Ostrau. An verschiedenen Stationen ist die „Musicalische Land-Lust“, eine Sammlung barocker Kantaten von Reinhard Keiser, zu hören. Der Park wurde um 1700 als Barockgarten mit Orangerie und Melonerie angelegt, 60 Jahre später zu einem Landschaftspark nach englischem Vorbild mit Wassergräben und Teichen umgestaltet.

Musikalisch begleitet auch der Park Dieskau seine Besucher zu „Rendezvous im Garten“. Am 7. Juni erklingen in einer Parkführung Liebeslieder aus zwei Jahrhunderten: vom Barock zur Romanik. Der Park entstand Ende des 18. Jahrhunderts, verfiel nach dem Zweiten Weltkrieg aber zusehends. Ein engagierter Verein und die Gemeinde stellen ihn seit 1998 wieder her.
 

Novalis und Goethe im Blick
 

Der Novalisgarten in Weißenfels präsentiert am 7. Juni ein 60-minütiges Intermezzo zum Thema „Gartenträume“. Der Garten ist bekannt für seine Novalisrose, eine lavendelblaue Beetrose. An den Garten schließt sich die Novalis-Gedenkstätte an, in der an das Leben und Werk des gleichnamigen Literaten erinnert wird.

Am Geiseltalsee, der aus einem gefluteten Tagebau entstand, lockt der Barockgarten und Landschaftspark St. Ulrich in Mücheln am 6. Juni zu einer Führung durch die Anlage. Das Besondere: Der terrassierte Barockgarten und der englische Landschaftspark entstanden etwa zur gleichen Zeit.

Die Kuranlagen und das Goethe-Theater in Bad Lauchstädt laden am Aktionswochenende zu Lesung, Schauspiel und Konzert. Am Freitag liest Autorin Monika Maron aus ihrem Roman „Munin oder Chaos im Kopf“, am Sonnabend ist im Goethe-Theater das Schiller-Drama „Turandot“ zu sehen und am Sonntag erklingen Bach und Beethoven am Klavier im historischen Kursaal.
 

Dornburger Rosenfest

Der zweite Höhepunkt ist das alljährliche Rosenfest auf den Dornburger Schlössern bei Jena in Thüringen – in diesem Jahr am 27. und 28. Juni. Dann wird der prächtige Rosengarten der Anlage in voller Blüte stehen und die Dornburger Rosenkönigin gekürt. Schon Goethe schwärmte von der Aussicht und den gepflegten Gärten der drei Schlösser, die auf einem mit Wein bewachsenen Muschelkalkfelsen hoch über der Saale thronen. Zwischen Altem Schloss, Renaissanceschloss und Rokokoschloss befinden sich mehrere gepflegte Terrassengärten.
 

Gartenträume-Picknicktag

Am 19. Juli folgt der große Gartenträume-Picknicktag mit Kulinarik und Kultur im Grünen. Es ist der Höhepunkt zum 20. Geburtstag des Netzwerks Gartenträume, das 50 besondere und nach historischen Plänen restaurierte Grünanlagen in Sachsen-Anhalt umfasst. In Saale-Unstrut beteiligen sich am Picknicktag der Schlosspark Ostrau, der Schlossgarten Merseburg, der Pfarrgarten in Bad Dürrenberg, der Barockgarten und Landschaftspark St. Ulrich in Mücheln, der Domgarten Naumburg sowie der Schlosspark Moritzburg in Zeitz.


Schlosspark Moritzburg Zeitz
Kleinode in der Region

Auch die kleineren Parks und Gärten setzen im Sommer kulturelle Akzente. Im Kurpark Bad Sulza, der Mitte des 19. Jahrhundert im englischen Stil angelegt wurde, wird am 4. Juli Kurparkfest gefeiert.

Im Kurpark Bad Kösen, eine zweigeteilte Anlage, die durch einen Wanderweg verbunden wird, ist im April die Blüte der Magnolienbäume zu bewundern. Während der Kursaison von Mai bis Oktober kann auch das Gradierwerk besichtigt werden.

Wie eindrucksvoll grüne Architektur sein kann, können Besucher des historischen Dorfes Auerstedt in der Nähe von Bad Sulza erleben. Hier befindet sich der größte lebende Weidenbau der Welt. Der futuristische Auerworldpalast wurde 1998 von 300 Freiwilligen aus aller Welt unter Leitung des Schweizer Architekten Marcel Kalberer und der Gruppe Sanfte Strukturen errichtet. Vom 30. Juli bis 2. August findet rings um den Bau das ehrenamtlich organisierte Auerworld Festival statt.

Alle Infos auf der Website
Alle 50 Anlagen des Netzwerks Gartenträume sowie die Veranstaltungen „Rendezvous im Garten“ und „Gartenträume-Picknicktag“ werden unter www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de vorgestellt. 



März 2020. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos:
Schlossgarten Merseburg: Wolfgang Kubak
Domgarten: Vereinigte Domstifter, Falko Matte
Schlosspark Moritzburg: Kathrin Nerling