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Montag, 16. Dezember 2019

Roboter, die operieren? Bald Realität in unseren Kliniken? Experten trafen sich im Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart

Anfang Dezember 2019 trafen sich im Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus Experten aus aller Welt und verschiedenen Fachbereichen, um über die Entwicklungen der roboterassistierten Chirurgie zu debattieren. Der „ROBO-Robotics“ Kongress ist die erste interdisziplinäre und gleichzeitig internationale Veranstaltung zur Zukunft der Roboterchirurgie deutschlandweit.
 

Es kam das Operationsrobotersystem DaVinci Xi zunächst unter medizinischer Leitung von Prof. Dr. med. Marc-H. Dahlke, Ph.D., Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie, in der Chirurgie des Bauchraums zum Einsatz. Die neueste Version des DaVinci Roboters, welcher im Robert-Bosch-Krankenhaus ab sofort dauerhaft zur Verfügung steht, ermöglichte in der Folgezeit auch dessen Verwendung für Operationen am Herzen.


Prof. Dr. med. Marc-H. Dahlke, Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie

OP-Roboter in Stuttgarter Klinik
Heute lässt sich ein steigender Einsatz von Robotern in der Medizin beobachten. Am Robert-Bosch-Krankenhaus unterstützt die aktuellste Version des Operationsroboters DaVinci Xi der Firma Intuitive Surgical ® die Chirurgen bei immer mehr chirurgischen Eingriffen. Insgesamt ist die Technologie, die ursprünglich zur Behandlung verwundeter Soldaten oder Astronauten aus der Ferne genutzt werden sollte, in Deutschland jedoch noch nicht flächendeckend etabliert.

Das Treffen sollte deshalb als Plattform für eine interdisziplinäre Debatte über die aktuellsten Themen der roboterassistierten Chirurgie dienen. Das Ziel ist es, den wissenschaftlichen Austausch über zukunftsweisende Technologien wie der computergestützten Chirurgie in der Region zu fördern.
 

Sichere, minimalinvasive OPs
Prof. Dr. med. Marc-H. Dahlke erläutert: „DaVinci dient während des Eingriffes als helfende Hand und unterstützendes System für noch mehr Genauigkeit, insbesondere an schwierigen Lokalisationen. Da nur kleine Schnitte gemacht werden müssen, heilen die Wunden im Allgemeinen viel schneller und die Erholungsphase verkürzt sich. Für den Patienten bedeutet dies weniger Schmerzen und nur kleine Narben nach der Operation.“


Komplizierte Eingriffe mit Roboterhilfe möglich
Durch das neue System erhält der Chirurg allerfeinste Impulse und kann mit Hilfe der vier interaktiven Arme und der biegsamen Instrumente präzise Schnitte und Bewegungen auf kleinstem Raum durchführen. So kann in Winkeln operiert werden, die eine menschliche Hand nicht leisten kann. Die Handbewegungen des Chirurgen werden dabei nahtlos in präzise Bewegungen der OP-Instrumente übertragen und ermöglichen, zusammen mit einer hochleistungsfähigen optischen Vergrößerung, einen verbesserten Zugang sowie eine bessere Visualisierung.

Mehr Informationen unter www.rbk.de

Dezember 2019. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: RBK/Christoph Schmidt





Dienstag, 24. Mai 2016

Fachinfo für Pflegemanager und pflegende Angehörige: Berliner Pflegekonferenz 2016 mit Themen Pflegerobotik und Fachkräftemangel in der Pflege

Auf der nächsten Berliner Pflegekonferenz am 8. und 9. November 2016 im Westhafen Event und Convention Center (WECC) in Berlin werden innovative Lösungsansätze und Pflegeprojekte auch mit Vertretern aus dem diesjährigen Partnerland Japan diskutiert.

Die Sicherung einer finanzierbaren und menschwürdigen Pflege ist eine der zentralen Herausforderungen unserer alternden Gesellschaft. Hierfür Lösungen aufzuzeigen, ist das erklärte Ziel der Berliner Pflegekonferenz, auf der sich Experten und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie professionell Pflegende und pflegende Angehörige zu wichtigen pflegebezogenen Themen austauschen und ihre Ideen und Erfahrungen präsentieren.

Partnerland Japan: Pflegerobotik und andere Innovativen
Mit seinem nach deutschem Vorbild errichteten Sozialversicherungssystem und vergleichbarer demographischer Entwicklung muss sich Japan ähnlichen Herausforderungen stellen wie Deutschland. „Wir freuen uns sehr, in diesem Jahr Japan als Partnerland gewonnen zu haben“, so Yves Rawiel, Geschäftsführer von spectrumK und Initiator der Berliner Pflegekonferenz.


„Ich bin überzeugt, dass wir die Herausforderungen des demografischen Wandels nur gemeinsam meistern können. Ein zentrales Anliegen dieser Konferenz ist es daher auch unterschiedliche Herangehensweisen kennenzulernen. Nur so wird es gelingen, uns für neue unkonventionelle Lösungsansätzen zu öffnen, um diese für uns nutzbar zu machen.“

Berliner Pflegekonferenz 2016: Welche Auswirkungen hat das Pflegestärkungsgesetz III?
 

Fachkräftemangel und Stärkung der Kommunen
Darüber hinaus stehen aktuelle Fragen aus der Pflegepraxis im Fokus der Konferenz 2016. Wie steht es um den viel beschworenen Pflegenotstand und kann die Neuausrichtung der Pflegefachausbildung den akuten Fachkräftemangel beheben? Wie sieht eigentlich eine „kultursensible“ Pflege aus? Wie können digitale und andere Technologien dazu beitragen, eine möglichst lange häusliche Pflege zu ermöglichen? Auch der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und dessen Auswirkungen auf die Praxis in der Pflegeversicherung sowie die neue Rolle der Kommunen durch das Pflegestärkungsgesetz III (es greift ab 2017) werden diskutiert.
 

Pflege-Innovationspreise - jetzt bewerben
Höhepunkt des von spectrumK in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund und den Spitzenverbänden der Betriebs- und Innungskrankenkassen ausgerichteten Events bilden die feierlichen Preisverleihungen: Unter der Schirmherrschaft von Karl-Josef Laumann, Staatssekretär des Bundesministeriums für Gesundheit, werden innovativer Pflegeprojekte mit dem Marie Simon Preis ausgezeichnet. Infos unter www.marie-simon-pflegepreis.de.


Darüber hinaus werden Unternehmen, die sich in besonderer Weise um die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege verdient gemacht haben, mit dem Otto Heinemann Preis gewürdigt. Für diesen Preis hat Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Schirmherrschaft übernommen, um angesichts des wachsenden Bedarfs an qualifizierten Fachkräften zukunftsweisende Konzepte in Unternehmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu fördern. Infos unter www.otto-heinemann-preis.de.

Bewerbungen für beide Preise werden noch bis zum 31. August 2016 entgegengenommen.

Infos und Anmeldung zur Berliner Pflegekonferenz unter: www.berliner-pflegekonferenz.de 

Mai 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: Rainer Sturm/pixelio.de