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Freitag, 23. Februar 2018

Entscheide selbst, wie alt du bist! Prof. Sven Voelpel gibt auf Messe BEAUTY in Düsseldorf Tipps, wie man lange jung bleibt!

Die Lebenserwartung in Deutschland steigt. Es ist also nicht vermessen, sich vorzunehmen, möglichst alt zu werden. Und noch besser: Gleichzeitig möglichst lange jung zu bleiben, ist ebenfalls kein unrealistischer Wunsch mehr. Wie kann man älter werden und doch jung bleiben? Mit dieser Frage beschäftigt sich Sven Voelpel schon seit mehr als einem Jahrzehnt und gilt als einer der führenden Altersforscher. 

Experte für Anti-Aging und gesunde Lebensführung: Prof. Voelpel
Auf der BEAUTY DÜSSELDORF, der internationalen Leitmesse der Branche, referiert Professor Dr. Sven Voelpel am Samstag, 10. März, um 14 Uhr im Trend Forum zum Thema: „Entscheide selbst, wie alt du bist - was die Forschung über das Jungbleiben weiß“. Die Veranstaltung ist aber eine Fachveranstaltung, kein Zutritt für Privatpersonen!

Altersforscher an der Jacobs University in Bremen
Dr. Sven Voelpel ist Professor für Betriebswirtschaft an der Jacobs University Bremen und Gründungsdirektor des WDN – WISE Demographienetzwerks sowie Leiter der WISE Forschergruppe. Diese Forschergruppe untersucht Veränderungen, die durch den demographischen Wandel verursacht werden und deren Effekte innerhalb der Arbeitswelt. Professor Dr. Sven Voelpel studierte Betriebswirtschaft, Psychologie und Soziologie an der Universität Augsburg, der Universität von Westminster in London sowie an der Harvard University in den USA und der Universität St. Gallen in der Schweiz.


Er lehrt an den führenden Universitäten und Business Schools weltweit, berät Regierungen und Organisationen, referiert für Vorstände und Führungskräfte zahlreicher Unternehmen und ist häufig Gast in Rundfunk- und TV-Sendungen. Seit 2004 forscht und lehrt er zum Thema Lifelong Learning an der Jacobs University in Bremen.

Biologische Alter ist beinflussbar!
Die Forschung hat ergeben, dass das Altern nur zu 30 Prozent durch die Gene bestimmt wird und die anderen 70 Prozent beeinflusst werden können. „Wir wissen heute, dass man das biologische Alter durch bestimmte Maßnahmen deutlich beeinflussen kann. Mit kleinen Veränderungen bei Ernährung, Bewegung oder Schlaf lassen sich biochemische Prozesse im Körper anstoßen, die die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöhen, gesund alt zu werden“, sagt Sven Voelpel. 


Viel zu Fuß erledigen
Zu Ernährung und Bewegung hat Sven Voelpel auch zahlreiche Selbstversuche gestartet. Gesunde Ernährung war schon in seiner Kindheit ein Thema, sein Großvater hatte 1948 ein Unternehmen für Heilpflanzen gegründet. Auch in Bewegung ist Sven Voelpel ständig, unterwegs zu Terminen und mit seinen beiden Kindern erledigt er fast alles zu Fuß – meist in Turnschuhen. 


Soziale Kontakte pflegen
Aber nicht nur körperliche Faktoren spielen eine Rolle, auch die Lebensführung, soziale Kontakte, die Arbeit und Hobbys können viel dazu beitragen, geistig und körperlich jung zu bleiben. Neugierde, eine positive Einstellung und nette soziale Kontakte sind eine gute Basis für ein erfülltes Alter. 


Man ist so alt, wie man sich fühlt
Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse hat Professor Voelpel in mehr als 300 Publikationen veröffentlicht. Sein Buch „Entscheide selbst, wie alt du bist“ wurde zum Spiegel-Bestseller. Er beschreibt die unterschiedlichen Formen von Alter – das kalendarische, das biologische, das gefühlte und das soziale Alter und formuliert zehn Gebote für ein glückliches Alter. Sein Fazit: „Alter ist Kopf- und Einstellungssache. Die Redewendung, `Man ist so alt, wie man sich fühlt´ stimmt auch vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen. Es ist also gut, sich jung zu fühlen!“

Februar 2018. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR

 

Mittwoch, 7. September 2016

Neues Sonderheft für die Generation 50plus von Reformhaus: Tipps für Ernährung, Bewegung und Work-Life-Balance in der zweiten Lebenshälfte

Alt sein will niemand, älter werden schon! Die über 50-jährigen Deutschen sind heute so fit und gesundheitsbewusst wie keine gleichaltrige Generation vor ihnen. Wie man sich optimal an neue Phasen anpassen und sich lange eine hohe Lebensqualität erhalten kann, erfahren die jungen Alten im neuen Sonderheft „Reformhaus® - gesund & schön: Lust auf 50+ - Gesund, fit und entspannt in jedem Alter“. 

Das Magazin ist ab dem 15. September 2016 in allen teilnehmenden Reformhäusern bundesweit zum Preis von 2,50 Euro erhältlich.

Die über 50-Jährigen bilden jetzt schon die Mehrheit der Bevölkerung. Doch als „alt“ verstehen sie sich nicht. 81 Prozent der über 50-Jährigen fühlt sich vielmehr gesundheitlich gut, belegt die Generationen-Studie „50+“ des Meinungsforschungsinstituts INSA. Diese Generation gestaltet ihren Alltag aktiv, ist konsumfreudig und kaufkräftig.


Tipps für Generation 50 plus
Fundierte Tipps für Best Ager ab 50

Was ist mein biologisches Alter?
Das Sonderheft will den über 50-Jährigen Starthilfe für ihre zweite Lebenshälfte geben. Die Lektüre ist vielseitig: Übungen von ExpertInnen geben Hilfestellungen, die mühelos in den Alltag zu integrieren sind. Das Magazin stellt Yogaübungen für SpäteinsteigerInnen ebenso wie Tipps zur Verwöhnpflege mit Anti-Aging-Wirkstoffen vor. Auch Strategien gegen Stress und ein Best-Aging-Coaching gehören zu den Themen des Magazins. Spielerisch kann man bei einem großen Test herausfinden, welches das eigene wahre biologische Alter ist.


Ernährung, Bewegung und Entspannung helfen
„Wer gesund 100 Jahre alt werden will, sollte in seine Gesundheit auch lebenslang investieren“, sagt Rainer Plum, Vorstand der Reformhaus eG. „Der Schlüssel liegt in der Achtsamkeit bei der Auswahl qualitativ hochwertiger Produkte ebenso wie beim Umgang mit Stress.“ Für ein langes, gesundes Leben braucht es den harmonischen Dreiklang aus Ernährung, Bewegung und Entspannung. Wer regelmäßig aktiv ist und sich überwiegend pflanzlich ernährt, wirkt den Top 10 der heutigen Krankheiten entgegen – so lautet das Credo von Prof. Dr. Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. www.reformhaus.de

September 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Reformhaus

Sonntag, 17. April 2016

Rollator-Tanz: Wie ältere Menschen in Bewegung kommen - neues Buch des ADTV für Senioreneinrichtungen und Betreuungsassistenten

Spaß und Abwechslung beim Rollator-Tanz

Der ADTV hat im Frühjahr 2016 ein neues Nachschlagewerk publiziert: „Agil im Alter – Das Rollator-Tanz-Handbuch“. Es ist ein Fachbuch und Handbuch für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter in Senioreneinrichtungen sowie Tanzlehrer. ADTV steht für "Allgemeiner Deutscher Tanzlehrerverband e.V. ". Der Berufsverband vertritt über 2.800 Tanzlehrende. 

Autorinnen des Werkes mit 90 Seiten sind Sylvia Scheerer und Heidi Schumacher, das Layout besorgte Karl-Werner Wiemers, die Projektleitung lag beim Leiter der ADTV- Tanzlehrerakademie, Jürgen Ball. Sylvia Scheerer aus Ludwigsburg ist die offizielle Rollator-Tanzbeauftragte des Verbandes.
 

Was bietet das Handbuch für Rollator-Tanz alles?
Neben vielen praktischen Übungen sind auch Fachbeiträge integriert, die untermauern, welche Chancen Tanz und Bewegung mit einem Rollator den Teilnehmern bieten. Es schreibt Dr. Hubert R. Dinse, Neural Plasticity Lab, Institut für Neuroinformatik, Ruhr-Universität Bochum; Neurologische Klinik, BG-Kliniken Bergmannsheil. Sein Thema: „Das kulturelle Erbe Tanzen und seine Heilkraft – Tanzen im Alter und Rollator-Tanzen“.


Sanitätsrat Dr. Günter Gerhardt, Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin/ Psychotherapie; Vorstandsvorsitzender der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz hat diesen Beitrag verfasst: „Rollator-Tanz: Eine ganzheitliche Behandlung – mit Spaß und ohne Nebenwirkungen“

Tanzbeschreibungen für Rollator-Tanz
Im größten Teil des Buches geht es natürlich um Anleitungen, damit der Rollator-Tanz erfolgreich gelingt in der Gruppe. Die Choreographien wurden durch die ADTV-Rollator-Tanzbeauftragte Sylvia Scheerer aus Ludwigsburg entwickelt. Dabei hat sie die ursprüngliche Charakteristik der verschiedenen Tanzrhythmen erhalten und diese an die Bewegungsmöglichkeiten von Rollator-Nutzenden angepasst.
 

Beschrieben werden Standard-Tänze (Foxtrott, Langsamer Walzer, Wiener Walzer, Slowfoxtrott, Tango) sowie die Lateinamerikanischen Tänze (Rumba, Samba) und Volkstänze (Linientanz, Kreistanz, Polonaise). Hinzu kommen Tanzbeschreibungen für Tänze im Sitzen – die Choreographien wurden vom Bundesverband Seniorentanz entwickelt. Tänze im Sitzen bieten weitere Bewegungsmöglichkeiten, die zum Teil im Stehen nicht möglich sind. Ein dritter Bereich sind Gymnastische Tänze und Tänze mit Handgeräten (etwa eine Holzstange oder ein Ball).
 
Bewegung mit dem Rollator: in der Gruppe macht es Spaß

Ältere Menschen in Bewegung halten
In ganz Europa bewegt sich die Zahl von Menschen jenseits des 65. Lebensjahres konstant nach oben. Liegt sie derzeit in Deutschland noch unter 20 Prozent, so haben Statistiker für die kommenden Jahrzehnte einen Anstieg auf deutlich über 20 Prozent vorausberechnet.

Bei einer steigenden Lebenserwartung stellen sich die meisten Menschen die Frage nach der Lebensqualität: Wie können Gesundheit, Unabhängigkeit und Selbständigkeit möglichst lange erhalten werden? Körperliches und geistiges Training kann dazu beitragen. Dazu gehört auch das Tanzen. Zahlreiche Studien belegen, dass Tanzen nicht einfach nur ein Vergnügen ist, sondern höchst positive Wirkungen für Körper, Geist und Seele hat.


Tanzen erfordert die Bewegung des eigenen Körpers in Raum und Zeit, es schult die Fitness, die Balance und das Rhythmusgefühl. Es spricht in besonderer Weise emotionale und soziale Aspekte an. Darauf sollten auch bewegungseingeschränkte Menschen nicht zu verzichten brauchen.
 
Rollator bringt individuelle Autonomie
Die Erfindung des Rollators hat das Leben vieler Menschen erleichtert. Nach Schätzungen nutzen in Deutschland etwa 2 Millionen Menschen dieses praktische Gerät. Es ermöglicht nicht nur eine bessere und sichere Mobilität, sondern auch nichts weniger als individuelle Autonomie und eine höhere Lebensqualität. Und der Rollator kann auch Tanzpartner sein. Tanzen mit dem Rollator ist ein von Medizinern und Krankenkassen empfohlenes Training zur Verbesserung der körperlichen, seelischen und geistigen Fitness.


Rollator-Tanz als Gruppenerlebnis im Heim 
Rollator-Tanz ist geeignet, auch diejenigen in die Reihen der Tanzenden aufzunehmen, die nicht mehr an einer „normalen“ Seniorentanzstunde teilnehmen können. Menschen, die zwar noch ohne Stock und Rollator langsam gehen, aber Tanzkombinationen ohne Unterstützung nicht mehr bewältigen können, zum Beispiel Rheumakranke oder MS-Erkrankte.

Der Rollator bietet allen die Möglichkeit wieder Spaß an der Bewegung zu bekommen, sie können das Erlebnis „Tanz“ für sich neu entdecken. Ein ebenso wichtiger Aspekt ist die kommunikative Komponente des Tanzens. Älteren Menschen fällt es nicht immer leicht, Kontakte zu anderen aufrecht zu halten.
 

Zielgruppe des Handbuches ist groß
Seit einigen Jahren beschäftigen sich ADTV-Tanzlehrende intensiv mit dem Thema Rollator-Tanz. Beim alljährlichen Internationalen Tanzlehrerkongress INTAKO werden regelmäßig entsprechende Schulungen angeboten. Parallel begann der ADTV mit dreistufigen Seminaren für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende von Senioreneinrichtungen. Die Teilnehmenden erhalten nach Abschuss jeder Stufe ein entsprechendes Zertifikat, das ihnen die Fähigkeit zum selbständigen Rollator-Tanz-Unterricht attestiert.

Das neue Handbuch soll dazu dienen, das sehr umfangreiche Material an Vorübungen, Schrittfolgen und Bewegungsoptionen zum Nachschlagen parat zu haben. Es enthält „Spickzettel“ für vergessene Tanzelemente, aber auch Ratschläge für mögliche Notsituationen. www.adtv.de



Der Rollator gibt Halt

April 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: ADTV/ Wiemers