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Samstag, 22. April 2023

Essen für Demenzpatienten: Was sollten pflegende Angehörige und Betreuer beachten? Tipps vom "Senioren Ratgeber"

Das Thema Essen kann für Angehörige von Demenzpatienten zur Herausforderung werden. Die Lust am Essen fehlt, viele leiden an Schluckstörungen, die Zähne bereiten Probleme. In einer Ausgabe von 2022 gab das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" Tipps, wie Angehörige jetzt unterstützen können.

So bekommen Demenzpatienten Lust auf Essen

Manchmal macht schon ein liebevoll gedeckter Tisch mit schönem Geschirr Appetit, passierte Kost sieht appetitlicher aus, wenn sie in Form gebracht wird, zum Beispiel mit Backförmchen. Auch Gesellschaft regt den Appetit an. Und Bewegung: Ermuntern Sie Ihren Angehörigen, mindestens eine halbe Stunde am Tag aktiv zu sein.

Bei Verschlucken gilt: nicht auf den Rücken klopfen! Häufig kommen die Betroffenen mit einer gleichmäßigen Konsistenz der Nahrung besser zurecht, also Suppe ohne feste Einlage, Joghurt ohne Fruchtstücke. Manche tun sich mit der Nahrungsaufnahme leichter, wenn kleine Portionen zum Naschen in der Wohnung verteilt sind. 

Übrigens: Viele ältere Menschen mögen es etwas stärker gewürzt.

Das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" berichtete darüber. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter www.senioren-ratgeber.de sowie auf Facebook.
 

April 2023. Redaktion Pflegeinfos.net

Quelle: Senioren-Ratgeber.de

Donnerstag, 23. März 2023

Seniorenurlaub in Bad Liebenzell: Flyer informiert über "Erlebnisangebote 2023" im Nordschwarzwald

 

In Bad Liebenzell, Landkreis Calw, ist viel geboten in den Sommermonaten. Ob Sie nun Lust hast auf eine E-Bike-Tour haben oder richtig lecker schlemmen wollen, ob Sie lieber den "Akku" bei einer entspannenden Yoga-Session im Kurpark wieder auffüllen wollen: Bad Liebenzell bietet auch 2023 wieder viele neue Erlebnisangebote zur Auswahl.

In dem Erlebnisangebote-Flyer finden sich alle möglichen Angebote, wie z.B. eine gesellige Schnapswanderung mit dem Bürgermeister, heilsame Wald-Meditation sowie regenerierendes Yoga im Kurpark.

Abendliche Stadtführung Bad Liebenzell

Aber auch Klassiker wie Kulinarische E-Bike-Touren, wohltuendes Waldbaden, naturnahe Schwarzwald-Guide-Touren zum Thema Wildkräuter oder die informativen Abendstadtführungen zu malerischen Ecken in Bad Liebenzell können in diesem Jahr wieder gebucht werden.

Per QR-Code direkt anmelden 

Die Veranstaltungen finden an mehreren Terminen statt, damit Interessierte ihren Wunschtermin wahrnehmen können. Mit einem QR-Code kommen Sie ganz bequem auf die Buchungsseite und können mit wenigen Klicks die meisten Erlebnisse direkt online buchen. Unter www.tourismus-bad-liebenzell.de/erlebnisangebote

Die Broschüre ist ab sofort in der Tourist-Info Bad Liebenzell (Tel. 07052 408333 E-Mail: tourismus@bad-liebenzell.de) oder in der Trinkhalle erhältlich und steht unter www.bad-liebenzell.de zum Download bereit.

Auf der Suche nach Erlebnissen im ganzen Nordschwarzwald? Unter www.mein-schwarzwald.de sind über die Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald nahezu 100 Angebote in der Region buchbar. 

März 2023. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR

 

Sonntag, 23. Oktober 2022

Endlich wieder Gänseabend im Parkrestaurant Bad Liebenzell - alte Erinnerungen an früher

Der große Gänseabend im Parkrestaurant in Bad Liebenzell findet wieder statt - viele ältere Menschen aus der Region schätzen diese festliche Veranstaltung. Schön, dass das Traditionsprogramm in dem Kurort fortgesetzt wird. 

Gans-Essen für Genießer

Gemütliche Atmosphäre, draußen vor dem Fenster die winterlich-kühle Dämmerung und ein herzhafter Duft aus dem Backofen - Was könnte uns neben der Nascherei besser in die Weihnachtszeit einstimmen, als der wohl beliebteste Braten zu den Festtagen - die Gans.

Vier-Gang-Menü vom Feinsten in Bad Liebenzell

Der traditionelle Weihnachtsvogel vom Neubulacher Geflügelhof Nothacker ist am Freitag, 11. November 2022 Star des Abends im Kurhaus. Das Parkrestaurant verwöhnt seine Gäste ab 18 Uhr mit einem fein abgestimmten Genießer-Menü rund um die Gans in vier Gängen. Nachfolgende regionale und saisonale Gaumenfreuden werden das Genießer-Herz höherschlagen lassen:

Cappuccino von der Gans, serviert mit Maronen-Häubchen

Gebratene Gänseleber an jungem Feldsalat in Avocado-Balsamico-Dressing, serviert mit Granatapfelkernen, karamellisierten Nüssen und einem Hauch Chili-Kresse

Zarte Tranchen von der Gans an würziger Orangen-Gänse-Jus, dazu Apfel-Glühwein-Rotkohl, Rotwein-Maronen und handgemachte Kartoffelknödel mit Schmelze

Winterlicher warmer Bratapfel auf Vanillesauce, begleitet von cremigem Walnusseis und Schlagrahm

Reservieren im Kurhaus Parkrestaurant 

Eine Tischreservierung für den Genussabend rund um die Gans ist erforderlich und bis Dienstag, 01. November 2022 unter Tel. 07052 408-523 oder per E-Mail an kurhaus@bad-liebenzell.de möglich. Der Preis für das Genießer-Menü beträgt 60,00 € pro Gast zzgl. Getränken. 

Alle Informationen auch auf www.kurhaus-bad-liebenzell.de

Oktober 2022. Redaktion pflegeinfos.net

Dienstag, 11. Oktober 2022

Ein ausgeglichener Wasserhaushalt ist für ältere Menschen wichtig. Tipps vom Forum Trinkwasser

 

(ots, 2022) Jede/r siebte Über-65-Jährige und jede/r vierte Über-85-Jährige trinkt zu wenig. Das ergab eine Befragung zur Ernährungssituation über 65Jähriger am Institut für Ernährungswissenschaften der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn. Die Ergebnisse sind alarmierend, denn Wassermangel bringt den Flüssigkeitshaushalt des Körpers aus dem Gleichgewicht, die Betroffenen können dehydrieren.

"Die große Bedeutung einer ausreichenden Wasserzufuhr im hohen Alter wird unterschätzt. Viele körperliche Beeinträchtigungen lassen sich auf Wassermangel zurückführen oder werden durch diesen begünstigt", warnt Dr. Stefan Koch vom Forum Trinkwasser e. V.

Kognitive Leistungsfähigkeit kann zurückgehen

So kann schon ein geringes Wasserdefizit zu einem Rückgang der kognitiven Leistungsfähigkeit führen - Verwirrtheit oder Demenzerscheinungen werden so verstärkt. Auch die Wirkung vieler Medikamente kann durch einen gestörten Wasserhaushalt beeinträchtigt werden. Zudem holt sich der Körper Wasser dort, wo er es bekommen kann: Verringerter Speichelfluss oder vermindertes Schwitzen mit entsprechenden Nachteilen für die Regulation der Körpertemperatur sind die Folgen.

Kreislauf muss stimmen

Ist die Kreislauffunktion beeinträchtigt, kann es schneller zu Stürzen mit gravierenden Folgeschäden kommen. An heißen Tagen, an denen ohnehin mehr getrunken werden muss, kann die Situation für Hochbetagte schnell lebensbedrohlich werden. 

1,3 Liter Wasser trinken

Auf eine ausreichende Wasserzufuhr ist im hohen Alter deshalb besonders zu achten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine durchschnittliche Menge von 1,3 bis 1,5 Litern täglich, bei Älteren kann der Bedarf jedoch individuell stark variieren. Wird etwa sehr wenig gegessen, fehlt der Flüssigkeitsanteil, der sonst über die Nahrung aufgenommen wird. Aber auch rüstige Senioren, die sich viel bewegen und Sport treiben, haben unter Umständen einen höheren Trinkbedarf. Andererseits gibt es Krankheiten wie Nierenschäden oder Herzinsuffizienz, die eine geringere Flüssigkeitsaufnahme erfordern. Eine Rücksprache mit dem Arzt ist hier angeraten.

Tipps für die Praxis: so wird Trinken nicht vergessen

Um Wassermangel vorzubeugen, gibt es eine Reihe von Tipps: Getränke zu allen Mahlzeiten reichen, wenn nötig mit entsprechender Hilfestellung. Trinkrituale wie "Aufwach-Wasser", "5-Uhr-Tee" oder Nachmittagskaffee schaffen zusätzliche Anreize. Getränke in Sicht- und Reichweite an verschiedenen, vielfrequentierten Orten bereithalten. Ein "Trinkwecker" oder "Trinkprotokoll" erinnert an die regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme. Lieblingsgetränke und wasserhaltiges Obst unterstützen zusätzlich.

Dr. Stefan Koch vom Forum Trinkwasser ergänzt: "Wir erleben oft, dass besonders im hohen Alter transparente Dinge wie beispielsweise Wasser in durchsichtigen Gläswern nicht so gut wahrgenommen werden. Unsere Empfehlung lautet deshalb, die Flüssigkeit mit etwas Fruchtsaft zu färben oder auf bunte, ansprechende Trinkgefäße zurückzugreifen. Viele Senioren haben auch ihre ,Lieblingstasse', aus der es sich gleich viel leichter trinkt." www.forum-trinkwasser.de

Oktober 2022. Redaktion pflegeinfos.net

Bildrechte: Ingo Bartussek - stock.adobe.com

 

Donnerstag, 25. März 2021

Bad Liebenzell: Trinkhalle wieder geöffnet & Maultaschen to go im Kurpark-Restaurant


Auch Bad Liebenzell leidet unter den Corona-Einschränkungen: keine Gastronomie, keine Therme, kein Saunabetrieb, keine Events im schönen Kurpark. Dennoch empfiehlt sich dieser Tage oder ab Ostern 2021 herum ein Besuch im Nordschwarzwald.

Denn Bad Liebenzell vermeldet: Die Trinkhalle im Kurpark darf wieder Besucher willkommen heißen. Zahlreiche Schätze und Überraschungen warten bereits darauf, entdeckt zu werden und ein neues Zuhause zu finden. Lassen Sie sich von den angenehmen Düften der neuen Bad Liebenzeller Wellness-Produkte verzaubern und freuen Sie sich auf ein unglaubliches Wohlfühlerlebnis!

Sicherheit und Hygiene - alles passt

Natürlich steht das Wohl der Besucher an erster Stelle, weshalb umfassende Vorkehrungen zur Einhaltung der Hygienevorschriften getroffen werden. Aufgrund von Wartungsarbeiten darf vorerst kein Quellwasser genossen werden. Auch die Sitzmöglichkeiten im Innenbereich stehen nicht zur Verfügung. 

Jedoch können bei einem Spaziergang durch den wundervollen Kurpark oder einer kleinen Atempause auf einer Parkbank, die verschiedenen aromatisch frischen Kaffeespezialitäten To-go genossen werden. Wann ist die Trinkhalle offen? Von Montag bis Sonntag zwischen 10 und 13 Uhr sowie 13:30 und 16:00 Uhr

Hausgemachte Kurhaus Maultaschen für zu Hause

Ein weiterer Tipp sind die Angebote zum Mitnehmen an der Sommerbar Oleander: Das Gastroteam bietet jeden Freitag dort die beliebten hausgemachen Kurhaus-Maultaschen für zu Hause an. Von 10 bis 16 Uhr kann man sich an der Bar hausgemachte Kurhaus-Maultaschen abholen.  Zur Ergänzung werden auch alkoholfreie Getränke angeboten.

Alle aktuellen News unter www.tourismus-bad-liebenzell.de

März 2021. Redaktion pflegeinfos.net 
Copyright Foto: PR/Tourismus Bad Liebenzell


Montag, 27. April 2020

Zöliakie im Alter. Wie steht es um die glutenfreie Ernährung in Alters- und Pflegeheimen? Ein Report der Zöliakie Gesellschaft

Ein wesentlicher Bestandteil der Pflege und Betreuung von Seniorinnen und Senioren ist die Ernährung. Nahrungsangebot und Aufnahme werden durch die Mitarbeiter der unterschiedlichen Senioreneinrichtungen gewährleistet. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung steht hier im Mittelpunkt.

Doch was geschieht mit alten Menschen, die an Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Zöliakie leiden und sich nicht mehr selbst versorgen können?


Gluten in Weizen, Dinkel, Hafer

Jeder hundertste Mensch in Deutschland ist an Zöliakie erkrankt, einer chronischen Erkrankung, die auf einer Unverträglichkeit gegenüber Gluten beruht. In Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und handelsüblichem Hafer findet sich Gluten und dieses Gluten zerstört bei Zöliakie-Patienten die Zotten im Dünndarm und verhindert die Nährstoffaufnahme.

Ernährung dauerhaft umstellen

Nehmen an Zöliakie Erkrankte Gluten zu sich, kann dies zu vielfältigen Krankheitssymptomen führen, wie Durchfall, Erbrechen, Wachstumsstörungen, mangelnde Konzentration, Appetitlosigkeit, Mangelerscheinungen, Missmutigkeit oder verminderte Knochendichte. Gegen Zöliakie gibt es kein Medikament, eine lebenslange glutenfreie Ernährung ist die einzige Therapie. Selbst kleinste Fehler in der Ernährung müssen daher vermieden werden.

Sind in einem Lebensmittel 20 ppm Gluten enthalten, gilt dieses als glutenfrei. Nun stelle man sich 21 glutenhaltige Brotkrümel vermischt mit 999 979 glutenfreien Brotkrümeln vor. So gering hier die Verunreinigung durch Gluten auch sein mag, für Zöliakie-Erkrankte ist sie zu hoch. 


Altenheime nicht darauf vorbereitet
Hier stellt sich die Frage, kann die Küche eines Seniorenheimes dies leisten? Die Antwort ist einfach, nur sehr wenige Senioreneinrichtungen in Deutschland bieten eine glutenfreie Kost an. Für an Zöliakie erkrankten Senioren gibt es zu wenige Plätze in Seniorenheimen. 


Senioren und Familie müssen selbst aktiv werden

Können sich Zöliakiebetroffene nicht mehr selbst versorgen, bleiben ihnen im täglichen Nahrungsangebot der Einrichtung als sichere Nahrungsquelle Obst, Salat und Gemüse, dazu die Hoffnung, dass das Fleisch, Fisch oder Geflügel auf dem Teller nicht glutenhaltig zubereitet oder durch Gluten kontaminiert wurde. Brot und jegliches Getreide werden ebenso zum Tabu, wie Speisen, die damit in Berührung kommen.

Ein Ausweg in der Lebensmittelzwickmühle Zöliakie-Betroffener können Catering-Unternehmen sein, die Senioreneinrichtungen mit glutenfreiem Essen beliefern. Auch Familienangehörige, die für ihre betagten Familienmitglieder glutenfreie Lebensmittel einkaufen und in die Senioreneinrichtung bringen, sind eine Möglichkeit, die glutenfreie Ernährung von Seniorinnen und Senioren sicherzustellen. Eine flexible Lösung, die nur in flexiblen Familienverbänden möglich ist kann nur eine Notlösung sein.

Sperrgebiet bei Pandemie: Problem für Zöliakie-Patienten

Die aktuelle Corona-Pandemie zeigt dies deutlich. Senioreneinrichtungen werden schnell zur Keimzelle von Covid-19. Das Virus greift am Stärksten die Alten und Schwachen in unserer Gesellschaft an. Die Folge: Senioreneinrichtungen werden zu Sperrgebieten, da Angehörige ihre Eltern und Großeltern nicht mehr besuchen dürfen. Fatal für Zöliakie-Patienten, die auf die glutenfreie Versorgung ihrer Familienmitglieder angewiesen sind. 

Selbsthilfeverband fordert Sicherheit für Betroffene
Die einzige Lösung für zöliakiebetroffene Seniorinnen und Senioren geeignete Ernährung in Einrichtungen zu gewährleisten, kann nur durch Informationsvermittlung in der Gesellschaft und durch den Dialog mit der Politik geschaffen werden. Das Ziel muss sein, in ganz Deutschland eine glutenfreie Ernährung Zöliakie-Betroffener in stationären Einrichtungen zu gewährleisten. Dies ist ein weites Feld, sind neben Senioreneinrichtungen doch auch Kliniken, Schu- len und Kindergärten betroffen.

Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft ist ein Selbsthilfeverein für Zöliakiebetroffene und vertritt die Interessen von über 40.000 Mitgliedern aller Altersstufen, beginnend bei Kleinkindern bis hin zu zahlreichen Seniorinnen und Senioren. Ein glutenfreies Nahrungsangebot in stationären Einrichtungen ist ungemein wichtig und eines der Haupanliegen der Deutsches Zöliakie-Gesellschaft und ihrer Mitglieder.


www.dzg-online.de


April 2020. Redaktion pflegeinfos.net


Sonntag, 8. März 2020

Intervallfasten im Frühjahr. Wie geht das und ist diese Diätform gut für den Körper? Expertin der Uniklinik Ulm mit Tipps


 
Fastenzeit bis Ostern: Viele Menschen nehmen sich in diesem vierzigtägigen Zeitraum vor, zum Beispiel auf Süßigkeiten, Fastfood oder Alkohol zu verzichten. Einer immer größeren Beliebtheit erfreut sich allerdings auch das Intervallfasten. 

Warum der vorübergehende Verzicht auf Nahrung so gut für unseren Körper ist und was wir beim Intervallfasten beachten müssen erklärt eine Expertin vom Institut für Allgemeinmedizin der Uniklinik Ulm: PD Dr. Dorothea Kesztyüs.

6/8, 5-zu-2-Diät oder „Alternate Day Fasting“. Es gibt verschiedene Arten, Intervallfasten zu betreiben. Welche Methode können Sie – vor allem für Anfänger– empfehlen?

Einsteigern empfehle ich die 16/8-Methode, das heißt an 16 Stunden am Tag wird gefastet, an acht Stunden darf gegessen werden. Wie gut Menschen mit dieser Fastenmethode zurechtkommen, ist individuell ganz verschieden. Bei den einen klappt es sehr gut, nur in einem Zeitraum von acht Stunden zu essen, weil sie diesen auch selbst bestimmen dürfen. Die meisten lassen bei dieser sehr flexiblen Methode entweder das Frühstück oder das Abendessen weg.


Es gibt aber auch Menschen – vor allem diejenigen, die starkes Übergewicht haben – die sich sehr schwer tun, da sie ein ganz anderes Verhältnis zum Essen und auch zu Hunger haben. Es gibt also zwei Lager: die einen bekommen das Fasten sehr gut hin und die anderen haben eher Probleme damit. Für diese Menschen ist es empfehlenswert, das Intervallfasten ärztlich begleiten zu lassen oder sich noch besser zu informieren, was sie am Ende der acht Stunden essen sollten, um nicht in ein Hungerloch zu fallen.

Bei den anderen Formen zum Beispiel der 5-zu-2-Diät, die an zwei Tagen in der Woche nur 500 Kalorien erlaubt, sollte man sich ebenfalls genau informieren, welche Nahrungsmittel geeignet sind. Nimmt man hier die falschen Dinge zu sich, kann das den Effekt zunichtemachen.

Allgemein sollte sich jeder bewusst sein, dass alle Fastenmethoden eher eine Lebensstilumstellung sind und keine Diät, an die man sich über eine gewisse Zeit hält. Man muss das Fasten in den Alltag einbauen und dafür ist die 16:8 Methode die einfachste, die ich deshalb auch Einsteigern empfehle. Hier kann man natürlich auch langsam einsteigen und muss nicht mit 16 Stunden Fasten beginnen.

Viele sehen im Intervallfasten die neue Zauberformel für gesundes Abnehmen. Aber welche positiven Effekte bewirkt das tägliche Fasten tatsächlich im Körper?


Das Fasten an sich ist relativ gut untersucht. Ein Effekt ist zum Beispiel, dass der Stoffwechsel, besonders das Insulin, reguliert wird. Daher schützt das Fasten vor Erkrankungen wie Diabetes Typ II und dadurch auch koronaren Herzerkrankungen. In der Zeit, in der der Körper nicht mit Verdauung beschäftigt ist, kann er sich außerdem selbst reinigen. Das heißt in den Zellen läuft ein Prozess ab, der sich Autophagie nennt. Hierbei wird der ganze „Zellmüll“, der im Laufe der Zeit entsteht, abgebaut. Die Zelle macht also regelrecht Hausputz. Dazu ist es natürlich wichtig, eine gewisse Fastenzeit einzuhalten. Denn 16 Stunden sind das Minimum für den Anstoß der Autophagie. Diese Autophagie und die Hormonregulation verlangsamen zudem das Altern.

Der tägliche Verzicht auf Nahrung in einem bestimmten Zeitraum hat auch einen positiven Effekt auf das Immunsystem und wir werden widerstandsfähiger gegen Krankheiten wie beispielsweise Allergien. Längeres Heilfasten bewirkt sogar, dass sich das Immunstem regelrecht erneuert.

Durch Intervallfasten werden Menschen außerdem resistenter gegen oxidativen Stress, das heißt der Körper kann sich besser gegen freie Radikale wehren. Das sind Moleküle, Ionen oder Atome mit einem ungepaarten Elektron, die besonders reaktionsfreudig sind und Schäden in unseren Zellen und in unserem Körper anrichten können. Eine zu hohe Konzentration an freien Radikalen führt zu oxidativem Stress, der wiederum das Risiko für bestimmte Krankheiten erhöht.

Worauf muss ich achten, wenn ich Intervallfasten betreibe und welche Fehler sollte ich unbedingt vermeiden?

Manche Menschen machen den Fehler, dass Sie am Ende der Essensphase viel zu viel essen, weil sie Angst vor auftretenden Hungergefühlen in der Fastenphase haben. Diese Menschen nehmen beim Intervallfasten eventuell sogar noch zu. Man sollte also vermeiden, nach den 16 Stunden Fasten sehr große Mengen zu essen. Besonders kohlenhydratreiche Mahlzeiten sind nicht empfehlenswert, da sie den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen.


Wenn dieser wieder abfällt, kommt aber der Hunger. Nehme ich am Ende der Fastenphase allerdings eine eiweißreiche Mahlzeit zu mir, dann bin ich gesättigt ohne in dieses Tief des abfallenden Blutzuckerspiegels zu fallen. Neben der Menge ist auch die Auswahl der Nahrungsmittel entscheidend für den Fastenerfolg. Viele denken beim Intervallfasten, sie dürften während der acht „Essens-Stunden“ zu sich nehmen, was sie möchten. Das stimmt aber so nicht. Man sollte Fasten immer zum Anlass nehmen, seine Ernährung und seinen Lebensstil zu überdenken und gegebenenfalls zu ändern.

Ich würde daher jedem empfehlen, sich gut zu informieren bevor man mit dem Intervallfasten beginnt und sich zu überlegen, ob man zum Beispiel eher der Frühstücks-Typ ist oder lieber Abends gemeinsam mit der Familie isst. 


www.uniklinik-ulm.de


März 2020. Quelle: Uniklinik Ulm
Copyright Fotos: PR




Mittwoch, 4. März 2020

Der Grüne Stern geht auch ins Ländle: Guide Michelin würdigt drei Bioland-Lokale mit einer neuen Auszeichung


Das mögen Senioren: gesundes Fleisch von glücklichen Rindern der Region
 

Der Guide MICHELIN ist ein weltbekannter Gourmetrestaurantführer. Jetzt hat er erstmals in seiner Geschichte ein Prädikat für gelebte und zertifizierte Nachhaltigkeit in der Gastronomiebranche vergeben. Von insgesamt 18 Betrieben erhielten fünf biolandzertifizierte Gastronomiepartner einen grünen Stern. 

Darunter sind drei Lokale aus Baden-Wüttemberg:
• Mohren, Kirchgasse 1, 88693 Deggenhausertal, Oberschwaben
• ROSE, Aichelauer Str. 6, 72534 Hayingen, Schwäbische Alb
• Erasmus, Nürnberger Str. 1, 76199 Karlsruhe, Baden
 



„Dass der Guide MICHELIN das Thema Nachhaltigkeit in seine Auszeichnungen aufnimmt, setzt ein wichtiges Zeichen. Es ist an der Zeit, dass der verantwortungsvolle und transparente Bezug von Lebensmitteln sowie der Tierwohlaspekt in der Profiküche weiter an Wertschätzung gewinnt“, so Sonja Grundnig, Geschäftsleiterin Außer-Haus-Markt bei Bioland.

„Unsere Betriebe stechen dadurch heraus, dass sie Bio leben und konsequent ökologisch zertifizierte Lebensmittel aus der Region handwerklich verarbeiten.“


Erhalt der Lebensgrundlage – die Bio-Gastronomen stehen dafür
Immer mehr Gäste fragen nachhaltige Speisen nach. Mit einem Anteil von nur einem Prozent Bio im Außer-Haus-Markt besteht noch viel Potential nach oben. „Mit der Auszeichnung des Guide MICHELIN wird den engagierten Akteuren die Wertschätzung zuteil, die sie für ihr Engagement zum Erhalt unserer Lebensgrundlagen verdienen“, so Grundnig.

Guide MICHELIN beschreibt die Einführung des neuen Prädikats wie folgt: Immer wichtiger für die deutsche Spitzengastronomie wird auch das Thema Nachhaltigkeit. Dies betrifft Herkunft und Transportwege der Produkte ebenso wie die Art des Anbaus, Tierhaltung oder Verarbeitung. Mehr denn je im Fokus der Küchenchefs sind außerdem Speisen, die nicht mehr nur wohlschmeckend sind, sondern auch gesund. Mit einem neuen Piktogramm trägt der Guide MICHELIN dieser Entwicklung Rechnung. www.guide-michelin.com


März 2020. Redaktion pflegeinfos.net 
Copyright Foto: PR/Sonja Herpich für Bioland