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Mittwoch, 4. März 2020

Der Grüne Stern geht auch ins Ländle: Guide Michelin würdigt drei Bioland-Lokale mit einer neuen Auszeichung


Das mögen Senioren: gesundes Fleisch von glücklichen Rindern der Region
 

Der Guide MICHELIN ist ein weltbekannter Gourmetrestaurantführer. Jetzt hat er erstmals in seiner Geschichte ein Prädikat für gelebte und zertifizierte Nachhaltigkeit in der Gastronomiebranche vergeben. Von insgesamt 18 Betrieben erhielten fünf biolandzertifizierte Gastronomiepartner einen grünen Stern. 

Darunter sind drei Lokale aus Baden-Wüttemberg:
• Mohren, Kirchgasse 1, 88693 Deggenhausertal, Oberschwaben
• ROSE, Aichelauer Str. 6, 72534 Hayingen, Schwäbische Alb
• Erasmus, Nürnberger Str. 1, 76199 Karlsruhe, Baden
 



„Dass der Guide MICHELIN das Thema Nachhaltigkeit in seine Auszeichnungen aufnimmt, setzt ein wichtiges Zeichen. Es ist an der Zeit, dass der verantwortungsvolle und transparente Bezug von Lebensmitteln sowie der Tierwohlaspekt in der Profiküche weiter an Wertschätzung gewinnt“, so Sonja Grundnig, Geschäftsleiterin Außer-Haus-Markt bei Bioland.

„Unsere Betriebe stechen dadurch heraus, dass sie Bio leben und konsequent ökologisch zertifizierte Lebensmittel aus der Region handwerklich verarbeiten.“


Erhalt der Lebensgrundlage – die Bio-Gastronomen stehen dafür
Immer mehr Gäste fragen nachhaltige Speisen nach. Mit einem Anteil von nur einem Prozent Bio im Außer-Haus-Markt besteht noch viel Potential nach oben. „Mit der Auszeichnung des Guide MICHELIN wird den engagierten Akteuren die Wertschätzung zuteil, die sie für ihr Engagement zum Erhalt unserer Lebensgrundlagen verdienen“, so Grundnig.

Guide MICHELIN beschreibt die Einführung des neuen Prädikats wie folgt: Immer wichtiger für die deutsche Spitzengastronomie wird auch das Thema Nachhaltigkeit. Dies betrifft Herkunft und Transportwege der Produkte ebenso wie die Art des Anbaus, Tierhaltung oder Verarbeitung. Mehr denn je im Fokus der Küchenchefs sind außerdem Speisen, die nicht mehr nur wohlschmeckend sind, sondern auch gesund. Mit einem neuen Piktogramm trägt der Guide MICHELIN dieser Entwicklung Rechnung. www.guide-michelin.com


März 2020. Redaktion pflegeinfos.net 
Copyright Foto: PR/Sonja Herpich für Bioland



Montag, 30. September 2019

Neuenbürg, Nordschwarzwald: Neues Fußzentrum mit Schwerpunkten diabetischer Fuß, Knorpelchirurgie und minimalinvasive Eingriffe

Das Gelenkzentrum Schwarzwald in Neuenbürg wird zum Fußzentrum erweitert. Grund: Das Zentrum hat sich in den letzten dreieinhalb Jahren seit seiner Eröffnung im September 2015 rasant entwickelt. Inzwischen werden pro Jahr bereits über 600 künstliche Gelenke operativ versorgt.

Aber auch der Schwerpunkt Fußchirurgie ist immens gewachsen. „Die Spezialisierung des Gebietes Fuß und seine Bedeutung haben zugenommen. Es ist deswegen wichtig, den Schwerpunkt fachlich auszubauen und zu komplettieren, gleichzeitig aber auch notwendig, hier neue Strukturen zu schaffen“ so Professor Dr. Stefan Sell, Ärztlicher Direktor des Gelenkzentrums Schwarzwald. 


Bereits etabliert sind im Gelenkzentrum die komplette Chirurgie des Vorfußes, des oberen und unteren Sprunggelenks sowie die Rückfußchirurgie.

Prof. Dr. Sell, Gelenkzentrum Schwarzwald
 

Neu hinzu kommen jetzt weitere Schwerpunkte im Bereich Fuß. „Eine besondere Bedeutung wird die minimal invasive Fußchirurgie erlangen. Hier können leichtere Fehlstellungen des Fußes durch ganz kleine Schnitte therapiert werden“, so Sell. So können neben den größeren Korrekturen auch zusätzlich viele kleine Eingriffe in der gleichen Prozedur unternommen werden.

Ebenfalls aufgebaut werden die Knorpelchirurgie und der diabetische Fuß. Bei der Versorgung des diabetischen Fußes wurde ein interdisziplinäres Konzept ins Leben gerufen. Beteiligt sind hier neben den Orthopäden, Gefäßspezialisten und Diabetologen sowie die Radiologen mit Hilfe der Magnetresonanztomographie (MRT).


Das Leistungsspektrum des Fußzentrums umfasst den Vorfuß inklusive minimalinvasiver Eingriffe, den Rückfuß, das Sprunggelenk, die Sehnenchirurgie, die Rheumachirurgie, den Knorpelersatz, die Traumatologie und den Diabetischen Fuß.

September 2019. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: Enzkreis-Kliniken gGmbH

Mittwoch, 14. August 2019

Juckreiz im Alter, was tun? Chronischer Juckreiz bei Senioren lässt sich durch besondere rückfettende Cremes behandeln. Tipps bei Altersjuckreiz


Früher noch mit unkomplizierter Haut gesegnet, klagen mit den Jahren immer mehr Senioren über anhaltenden Juckreiz - etwa 50 Prozent der über 70-Jährigen sind davon betroffen. Der Grund: Im Lauf des natürlichen Alterungsprozesses kommt es zu Hautveränderungen. So nimmt mit der Zeit der Lipidgehalt der Haut ab. Das Bindegewebe verliert nach und nach seine Wasserbindungsfähigkeit, die Spannkraft der Haut sinkt. Auch vermindert sich die Aktivität der Schweiß- und Talgdrüsen.


Die Konsequenz: Feuchtigkeit und Fettstoffe fehlen. Hinzu kommt, dass ältere Menschen dazu neigen, zu wenig zu trinken. Reife Haut erscheint daher häufig trocken und rau, vor allem an Partien, die ohnehin wenig Talgdrüsen aufweisen. Dazu gehören die Hände, die Oberarme, Knie und Schienbeine, der Hals oder auch das Dekolleté.
 

Fehlendes Fett zuführen
Parallel können bestimmte Medikamente, witterungsbedingte Einflüsse oder Erkrankungen wie Diabetes oder Nierenleiden das Altersjucken verstärken. In der Regel ist Juckreiz harmlos. Verläuft er allerdings chronisch, kann das stark belasten. Die durch das Kratzen malträtierten Hautstellen sehen nicht nur unschön aus, auch der erholsame Schlaf leidet unter dem quälenden Kribbeln und Brennen.

Wenn die Haut spannt, gerötet ist, einreißt und schuppt, braucht sie eine Extraportion Pflege. In der kalten Jahreszeit und bei sehr trockener Haut eignen sich dafür fettende Cremes wie Optiderm mit Polidocanol, Urea und Glycerin. Wichtige Fette werden so ersetzt, das Spannungsgefühl lässt nach. Im Sommer benötigt die trockene Haut zudem feuchtigkeitsspendende Lotions.

Stressoren wie raue Kleidung und Wannenbäder meiden

 


Bei empfindlicher Haut ist es wichtig, auf die Inhaltsstoffe der Pflege zu achten. Geeignet sind Produkte, die frei von Kortison, Parfümen sowie Farbstoffen sind. Neben der Versorgung der Haut von außen sollte auch von innen Flüssigkeit zugeführt werden. Empfehlenswert sind etwa zwei Liter Wasser pro Tag.


Um Altersjuckreiz entgegenzuwirken, ist es ratsam, starke Sonneneinstrahlung zu meiden. Übrigens: Ausgedehnte, heiße Wannenbäder stressen die Hautbarriere ebenso wie raue Kleidungsstücke und trockene Raumluft. Zudem kann der Genuss von stark gewürztem Essen sowie Alkohol den Juckreiz fördern.
 

(Referenz: Jing Feng, Jialie Luo, Pu Yang, Junhui Du, Brian S. Kim & Hongzhen Hu: Piezo2 channel-Merkel cell signaling modulates the conversion of touch to itch. Science 04 May 2018: Vol. 360, Issue 6388, pp. 530-533.)
 
August 2019. Text: djd

Copyright Fotos djd/Optimderm/Getty Images



Jucken führt zu Jucken - rückfettende Pflegecrems helfen

Donnerstag, 8. November 2018

Leben mit Diabetes Typ 1 und Typ 2. Ein Diabetologe aus Köln gibt Tipps für Betroffene: Blutzucker messen, Ernährung umstellen und mehr

Laut der Deutschen Diabetes-Hilfe erkranken jeden Tag rund 1.000 Menschen in Deutschland neu an Diabetes. Mediziner unterscheiden dabei je nach Ursache zwischen zwei Typen. Sowohl der Typ 1 als auch der Typ 2 äußern sich in einem chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel aufgrund von Insulinresistenz oder -mangel. 

Bleibt eine Diabeteserkrankung unentdeckt, führt dies zur Schädigung der Blutgefäße und anderer Organe. Damit Betroffene trotz Erkrankung ihr Leben genießen können, gilt es einiges zu beachten. Prof. Stephan Schneider, Chefarzt der Inneren Medizin II, Endokrinologie und Diabetologie im St. Vinzenz-Hospital Köln, gibt fünf Tipps für einen gesunden Alltag mit Diabetes:

Sich selbst und das Umfeld informieren

Für Menschen, die an Diabetes erkranken, ist es wichtig, sich eingehend mit ihrer neuen Lebenssituation vertraut zu machen. Ein Arzt kann hier geeignete Schulungen empfehlen. Doch auch Patienten, die bereits seit einiger Zeit mit Diabetes leben, sollten sich regelmäßig über Neuheiten oder aktuelle Studien informieren. Eventuell bieten sie neue Erkenntnisse, die den Erkrankten das Leben erleichtern. Darüber hinaus empfiehlt es sich, enge Freunde und Verwandte in die neu entstandene Situation einzuweihen. Auch sie müssen lernen, angemessen mit der Situation umzugehen, um im Notfall beispielsweise durch das Spritzen des nötigen Mittels zu reagieren.

Den eigenen Körper kennenlernen

Das Kontrollieren des Blutzuckerspiegels gehört für Betroffene zu den essenziellen Aufgaben. Als besonders gefährlich für Patienten erweist sich ein erhöhter Blutzuckerspiegel, da er im äußersten Fall sogar zu einem Koma führen kann. Daher sollten die Blutzuckerwerte möglichst im Normalbereich liegen. Damit Diabetiker ein Gefühl für ihre Werte bekommen, müssen sie diese mithilfe eines Blutzuckermessgerätes bestimmen und sie auch akribisch notieren. Mediziner oder auch Apotheker geben Ratschläge zur richtigen Handhabung und Lagerung des technischen Helfers. Gleichzeitig sollten Betroffene auch ihren eigenen Körper beobachten. Eine Diabeteserkrankung kann Folgewirkungen mit sich bringen, die Patienten zunächst nicht zwingend als solche erkennen.

Die Seele pflegen

Eine Diabeteserkrankung stellt in vielen Fällen eine große Umstellung für die Betroffenen dar. Sowohl die Angst davor, nicht richtig mit der Krankheit umzugehen, als auch vor etwaigen Folgeerkrankungen oder davor, in Notfallsituationen nicht richtig zu reagieren, belastet manche Patienten sehr. Diese Ängste können mögliche Gründe darstellen, dass Diabetiker häufiger als der Bevölkerungsdurchschnitt unter Depressionen leiden. Erkrankte sollten daher frühzeitig Lösungen suchen, um mit der Diagnose umzugehen. Seien es Gespräche mit Verwandten und Freunden, Selbsthilfegruppen oder eine professionelle Beratung – über die Situation zu reden, hilft vielen Patienten.

Auf die Ernährung achten

Für einige Menschen stellt eine Diabeteserkrankung nur eine geringe Umstellung ihrer Ernährung dar. Andere leiden sehr darunter. Zunächst einmal sollten Betroffene verinnerlichen, dass eine Diabeteserkrankung kein generelles Verbot von gewissen Lebensmitteln bedeutet. Vielmehr gelten für Diabetiker die gleichen Regeln wie auch für andere Menschen: Viel Obst und Gemüse, aber auch Zucker, Fett und Kohlehydrate dürfen auf dem Speiseplan stehen. Spezielle Lebensmittel für Diabetiker oder Diät-Produkte sind nicht notwendig. Stattdessen sollten sich Diabetiker generell mit ihrer Ernährung auseinandersetzen. Mittlerweile gibt es neben Rezeptbüchern auch Apps, mit denen die Berechnung und Abstimmung von Insulindosis oder Kohlehydratgehalt leicht gelingt.

Mehr Bewegung integrieren

Bewegung zählt zu einer gesunden Lebensweise dazu und sollte Bestandteil des Alltags sein. Vor allem Typ-2-Diabetiker können durch körperliche Aktivität teilweise sogar auf Tabletten oder Insulinspritzen verzichten. Durch die Bewegung senken Patienten nicht nur den Blutzuckerspiegel, sondern verbessern auch die Insulinempfindlichkeit der Zellen. 150 Minuten Sport pro Woche sollten Patienten dabei absolvieren, um eine solche Wirkung zu erzielen. Doch auch ein Spaziergang an der frischen Luft oder anstatt des Aufzugs die Treppe zu nutzen, fördert die Leistungsfähigkeit und das allgemeine Wohlbefinden.


Informationen unter www.vinzenz-hospital.de

November 2018. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Borgmeier


 

Donnerstag, 1. Juni 2017

Diabetes und Impotenz: Zusammenhänge und Hilfsangebote für Betroffene – ein Urologe mit Tipps aus der Praxis



Dr. Christian Leiber, Klinik für Urologie, Uniklinik Freiburg


Bei Diabetikern gehört die erektile Dysfunktion zu den Tabuthemen. Etwa vier Millionen Männer leiden in Deutschland unter Erektionsstörungen. Der Hausarzt ist meist der erste Ansprechpartner für den Diabetiker. Aufgrund von Kommunikationsproblemen zwischen Arzt und Patient wird die Erektile Dysfunktion aber häufig tabuisiert.

Bei einer Erektilen Dysfunktion (ED) sind die Ursachen zu etwa 80 Prozent organisch. Vasculäre Faktoren spielen mit etwa 40 Prozent die größte Rolle. Neurogene Ursachen, einige Medikamente, Alkohol- und Nikotinabusus, Hypertonie und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus können weitere auslösende Faktoren sein, so der Androloge und Urologe Dr. Christian Leiber, Oberarzt an der Klinik für Urologie des Universitätsklinikums Freiburg. Ab einem Alter von 60 Jahren nimmt die Impotenz laut der Kölner Studie auf etwa 35 Prozent zu.

Diabetes mellitus und Errektionsstörungen

Bei einer vorliegenden ED und Diabetes mellitus ist bei etwa 30 Prozent der Patienten die Stoffwechselerkrankung die Ursache. Besteht die Stoffwechselstörung bereits etwa 10 Jahre oder länger, sind etwa 50 Prozent der Erektionsstörungen ursächlich beim Diabetes mellitus zu finden. Etwa 60 bis 70 Prozent der Nerven und des Endothels im Penis ist bei den Betroffenen irreversibel geschädigt. „Dadurch kommt es zu Störungen oder zum Ausbleiben der natürlichen Erektionsfähigkeit“, so Leiber.

Kommunikation zwischen Arzt und Patient verbessern

Bei den Patientengesprächen sollte der behandelnde Mediziner seine männlichen Patienten auch auf den Geschlechtsverkehr ansprechen. Die meisten Patienten scheuen sich zwar über das Thema zu sprechen, sind aber häufig sehr froh, wenn Sie auf das Problem vom Arzt angesprochen werden. Häufig leiden das Selbstwertgefühl und ebenso die Beziehung zum Partner.

„Ein großer Teil der Patienten, die bei mir in die Sprechstunde kommen, berichten, dass sie noch nie von ihrem behandelnden Arzt auf die Erektile Dysfunktion angesprochen worden sind“, so Dr. Leiber. „Hier gibt es häufig ein Kommunikationsproblem zwischen Arzt und Patient. Ich wünsche mir, dass über die Erektile Dysfunktion mehr und offener kommuniziert wird, um mit den Patienten offener über die ED zu sprechen. Den Patienten kann dadurch häufig schneller geholfen werden.“

Therapiemöglichkeiten bei einer ED 

Im Vordergrund steht die medikamentöse Therapie mit Phosphodiestherase-5-Hemmern. Sie ist bei Patienten mit einer ED nicht immer zielführend. Voraussetzung für eine adäquate Therapie ist eine umfassende fachärztliche Diagnostik, betont Dr. Leiber. Bei diesem Patientenklientel liegen sehr häufig Schädigungen der Nerven und der blutführenden Gefäße vor. Deshalb bleibt trotz der Medikamente eine Erektion aus. Die Ursache ist unter anderem in der Mikroangiopathie im Penis zu finden.

Der Wirkstoff „Alprostadil“ wird häufig therapeutisch in den Penis injiziert. Diese Therapie ist teilweise von unerwünschten Nebenwirkungen begleitet: Es kann zu erheblichen Schmerzen im Penis kommen, weiterhin zu einer Penisfibrose oder auch zu Hämatomen an den Injektionsstellen.


Antibakterielle Penisprothesen
Neben Vakuumerektionshilfen, die von den meisten Männern kaum akzeptiert werden, stehen Penisimplantate verschiedener Hersteller zur Verfügung. Je nach Erkrankung kann der Operateur verschiedene, technisch sehr ausgereifte Schwellkörperimplantate zum Einsatz bringen. Da insbesondere Diabetes-Patienten durch die Art ihrer Erkrankung einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, wurden die Penisprothesen der Firma Boston Scientific (BSCI) antibakteriell beschichtet. Alternativ können Implantate auch in ein beliebiges flüssiges Antibiotikum eingelegt werden. Implantate dieser Firma werden seit 1973 weltweit implantiert. 

Damit eine Erektion erzeugt werden kann, wird das Implantat mit einer Flüssigkeit aufgefüllt. Die Dauer der Erektion ist durch die Entleerung des Implantats steuerbar. „Nach der Operation und einem kurzen stationären Aufenthalt kann das Implantat nach etwa sechs Wochen vom Patienten erstmals angewendet werden“, erklärt der Androloge Dr. Leiber.

Impotenz steigt mit dem Lebensalter

Nach einigen Monaten der Gewöhnung sind die Patienten und Sexualpartner mit dieser Lösung erfahrungsgemäß zu über 90 Prozent sehr zufrieden und der Leidensdruck hat ein Ende.
 

Tipp: Die Kosten des operativen Verfahrens werden von der GKV und PKV, im Gegensatz zur medikamentösen Therapie, voll erstattet.

Juni 2017. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR

Montag, 20. Juni 2016

Was tun bei Wunden, die nicht mehr heilen? Vortrag in Bietigheim über Hilfe durch Plastisch-Ästhetische Chirurgie mit Hautverpflanzung


Chronische Wunden – betroffen sind häufig ältere Menschen. Was sind neue chirurgisiche Möglichkeiten? In einer Informationsveranstaltung am Montag, 27. Juni 2016 um 18 Uhr gehen Prof. Dr. Max Haerle und Dr. Andreas Lobmüller auf die Behandlungmöglichkeiten der chronischen Wunden ein. Die Veranstaltung findet im Krankenhaus Bietigheim statt. Nach dem Vortrag gibt es die Möglichkeit zur Diskussion und zur Fragestellung. Der Eintritt ist kostenlos. 

Hintergrund des Patientenvortrages in Bietigheim
Wunden die nicht heilen wollen, sind in jedem Lebensalter ein Ärgernis. Vor allem ältere Menschen mit zusätzlichen Erkrankungen wie Diabetes mellitus und Durchblutungsstörungen sowie der Medikation mit Blutverdünner sind anfällig für Wunden, die länger als eine normale Wunde zur Ausheilung benötigen. Manchmal sind Bagatellverletzungen, wie ein kleiner Kratzer oder ein Mückenstich, die auslösenden Faktoren. Besonders betroffen sind die Unterschenkelregionen. Kommen dann Faktoren wie eine schlechte Durchblutung, Krampfadern und entgleiste Zuckerwerte hinzu, kann es zu jahrelangen offenen „Beinen“ kommen. 


In der Medizin spricht man von einer chronischen Wunde, wenn diese innerhalb von sechs Wochen nicht zur Abheilung kommt. Und chronische Wunden sind in der Regel immer mit Bakterien besiedelt.

Für die betroffenen Patienten bedeuten „offene Beine“ häufig eine jahrelange Leidensgeschichte und Einschränkung ihrer Lebensqualität. Nicht selten suchen sie mehrere Ärzte auf, um Hilfe zu erfahren. Oftmals sind durch Salben und Auflagen Verbesserungen der Wunden zu erreichen, aber Rückschläge sind häufig.

 
Zusammenarbeit von Internisten und Plastischen Chirurgen
Im Krankenhaus Bietigheim hat sich eine neue Interdisziplinäre Wundambulanz auf die Behandlung von chronischen Wunden spezialisiert. Hier kommt die jahrelange Erfahrung von Ärzten und zertifizierten Wundmanagern mit den modernen leitliniengerechten Behandlungsverfahren zusammen. Das neuartige an der Ambulanz ist die Zusammenarbeit von Internisten mit Plastischen Chirurgen. 


Die Plastischen Chirurgen sind für die Sanierung der Wunden zuständig. Sind Wunden zu groß, um eine spontane Abheilung erreichen zu können, oder liegt eine schwere Entzündung vor, ist manchmal eine operative Behandlung mit einem stationärem Aufenthalt und gegebenfalls eine Defektdeckungen notwendig. Hierzu hat die plastische Chirurgie verschiedene Möglichkeiten

Haut- und Gewebeverpflanzung als Alternative
Zunächst wird die Wunde gereinigt und mit einer VAC-Pumpe versorgt. Anschließend kann eine oberflächliche Wunde mit einer Hautverpflanzung verschlossen werden. Falls wichtige Strukturen, wie zum Beispiel eine Sehne oder ein Knochen freiliegt, wird eine Gewebeverpflanzung, eine sogenannte Lappenplastik, wie sie im medizinischen Fachbereich genannt wird, nötig. 

Mehr Informationen, auch zu anderen Veranstaltungen im Krankenhaus von Bietigheim und von Ludwigsburg (Landkreis Ludwigsburg) finden Sie hier: www.klinikum-lb.de

Juni 2016. Redaktion pflegeinfos.net

Mittwoch, 26. Juni 2013

Wundbehandlung bei chronischen Wunden wie Diabetes – Tipps für pflegende Angehörige


Rund vier Millionen Menschen mit chronischen Wunden gibt es in Deutschland, darunter viele ältere Pflegebedürftige. Für die Betroffenen bedeutet das: körperliche Schmerzen und eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität. Die Behandlung von chronischen Wunden ist meist langwierig und sollte mehrgleisig erfolgen. 

Tipps für Betroffene und pflegende Angehörige:
• Ist die Haut verletzt, heilt die Wunde normalerweise schnell. Blutplättchen lagern sich an der verletzten Stelle, verschließen die Wunde. Manchmal sieht die Sache anders aus – und zwar wenn eine Grunderkrankung die Wundheilung behindert.

• Vor allem Diabetes und die arterielle Verschlusserkrankung gelten als Ursachen für nicht heilen wollende Wunden. Grund: Die Blutzufuhr ist behindert. Dadurch wird das verletzte Gewebe nicht ausreichend durchblutet. Sauer- und Nährstoffmangel sowie ein gestörtes Feuchtigkeitsgleichgewicht führen zu weiterer Zerstörung von Gewebe. Die Wunde kann nur stark verzögert oder auch gar nicht mehr heilen.

• Rein medizinisch bedeutet „chronisch“, dass die Wunde bereits länger als sechs Monate besteht. Vor allem Pflegebedürftige sind betroffen. Da sie oft in derselben Position liegen, entsteht häufig ein Druckgeschwür, ein so genannter Dekubitus.

• Die Behandlung von chronischen Wunden muss immer mehrgleisig erfolgen. Schmerzmittel sollten unverzüglich verabreicht werden. Auch die Grunderkrankung muss behandelt werden –  zum Beispiel werden bei Diabetes die Blutzuckerwerte optimal eingestellt. 

• Schmierig belegte und infizierte Wunden müssen zunächst gereinigt und desinfiziert werden. Der Wundgrund muss sauber und gut durchblutet sein. Nur so kann die Heilung voranschreiten. Größeres abgestorbenes Gewebe (Nekrosen) wird oft chirurgisch entfernt. Bei deutlicher Wundinfektion wird der Arzt ein Antibiotikum verordnen. Eine Wundinfektion macht sich durch Rötung und Schwellung des Gewebes, durch Schmerzen und üblen Geruch bemerkbar.

Informationen zu Wundauflagen:
Experten debattieren schon länger darüber, welche Wundauflagen besser sind: die trockenen oder die feuchten. Die feuchten werden oft auch als „moderne Auflagen“ bezeichnet, weil sie im Vergleich zu den herkömmlichen trockenen Wundauflagen noch nicht so lange auf dem Markt sind.

Bei Trockenverbänden wird unter anderem der Saugeffekt genutzt (z.B. bei stark nässenden Wunden). Feuchte Auflagen werden häufig zur Behandlung akuter Geschwüre benutzt (z.B. Dekubitus). Durch das abgeschlossene, feuchte Wundmilieu bei gegebenem Gasaustausch soll der natürliche Heilungsprozess unterstützt werden. Welche Auflage man nehmen sollte, hängt aber vor allem von der Art der Wunde ab, sagen Pflegefachkräfte und Ärzte. Es sollte also stets im Einzelfall entschieden werden.
Hilfreich bei Wunden: Anti-Dekubitus-Matratzen

Wichtig bei der Behandlung von chronischen Wunden ist auch die vollständige Druckentlastung der betroffenen Stelle. Nur dadurch kann die Sauerstoffversorgung des betroffenen Hautbereichs wieder normalisiert werden. Wenn keine oder nur eine unzureichende Druckentlastung stattfindet, sind alle weiteren Behandlungsmaßnahmen nutzlos.

Die Druckentlastung erfolgt am besten durch eine gute Matratze. Optimal ist zum Beispiel eine Anti-Dekubitus-Matratze (ein bewähres Modell ist iSUROmed DE). Durch einen speziellen Aufbau und ein besonderes Innenleben aus Kügelchen sinkt der Körper sanft in das Kugelbett ein und vergrößert so seine Auflagefläche. Der Druck wird gleichmäßig auf den Körper verteilt, gefährdete Körperstellen werden geschont. Folge: Die chronische Wunde heilt ab, weiteren Wunden wird effktiv vorgebeugt. Mehr Informationen unter www.oped.de

 Juni 2013. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR/OPED

Querschnitt einer Anti-Dekubitus-Matratze: Innenleben mit Kügelchen

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Diagnose Diabetes. In der Region Nordrhein helfen Schwerpunktpraxen von Beginn an

Diagnose Diabetes – was tun? Wer diese Diagnose erhält, ist verunsichert. Vor allem auch ältere Menschen oder Personen aus der Gruppe 50plus, denn sie haben ja meist auch noch mit anderen altersbedingten kleinen oder großen Beschwerden zu kämpfen.

„Und jeder erzählt mit voller Überzeugung etwas anderes: Diät, Sport, Tabletten, Insulin spritzen, Zwischenmahlzeiten, vermeintliche Geheimtipps wie Zimt, Hafertage, Stevia – die Patienten erhalten so viele teils gegensätzliche Informationen, dass sie kaum einschätzen können, was ihnen wirklich hilft“, erläutert Dr. Matthias Riedel aus dem Berufsverband der diabetologischen Schwerpunktpraxen in Nordrhein (BdSN). 

Menschen mit der Diagnose Diabetes finden zumindest in der Region Nordrhein frühzeitig kompetente Hilfe – wenn sie sich an eine der Mitgliedspraxen im Berufsverband der diabetologischen Schwerpunktpraxen in Nordrhein (BdSN) wenden. Dort haben sich über 100 niedergelassene Diabetologen organisiert. Ziel ist es, die ambulante Versorgung Diabeteskranker weiter zu verbessern.

Die meisten Menschen, bei denen Diabetes festgestellt wird, erkranken an Diabetes Typ 2, dem sogenannten Erwachsenendiabetes. Von dieser Art des Diabetes haben zwar die meisten Patienten schon einmal gehört, jedoch können sie die Risiken, die eine solche Erkrankung mit sich bringt, kaum realistisch einschätzen.

Deshalb arbeiten die Mitglieder des BdSN auch von Beginn an mit dem Patienten und in enger Kooperation mit mit den Hausärzten. Die Patienten werden nach der Diagnose in Disease Management Programme (DMP) eingeschrieben. „Man kann nicht pauschal eine bestimmte Behandlung empfehlen, denn die Therapie des Diabetes ist immer individuell. Was in jedem Fall hilft, sind Bewegung und eine der Krankheit angepasste Ernährung“, erklärt Dr. Riedel.

Alles über Diabetes lernen. Jeder Patient sollte sobald die Diagnose gestellt wird, an einem Schulungskurs für Diabetiker teilnehmen. Dort erfahren die Patienten, wie sie mit ihrer Krankheit umgehen können und erhalten auch Informationen über eine sinnvolle Ernährung. Wenn der behandelnde Hausarzt solche Schulungen nicht anbieten kann, besteht das Angebot auf jeden Fall in der nächstgelegenen diabetologischen Schwerpunktpraxis.

Unterschätzte Volkskrankheit: „Diabetes hat sich in den vergangenen Jahren zu einer richtigen Volkskrankheit entwickelt. Jeder zwölfte Erwachsene, bzw. jeder Zehnte über 50 und sogar jeder fünfte über 65-Jährige in Deutschland hat mittlerweile Diabetes Typ 2“, führt Dr. Riedel aus. Bei über der Hälfte der Patienten wird die Krankheit vererbt, oft über Generationen, in unterschiedlichen Ausprägung und verschiedenen Altersklassen. Dabei erkranken die Betroffenen meist jünger als ihre Vorfahren.

„Die Oma bekommt Diabetes mit 70, der Vater mit 55 Jahren und der Sohn dann bereits mit 40 Jahren. Dies hat viel mit der Lebensweise zu tun. Wir bewegen uns weniger als unsere Vorfahren, essen zu viel und leben häufig zu unbedacht“, erklärt der Mediziner. „Die Krankheit ist zwar sehr verbreitet, aber die Diagnose ist dennoch häufig ein Schock, gerade weil so viel Halbwissen existiert. Deswegen ist es wichtig, sich von Beginn an bestmöglich behandeln zu lassen – am besten im Chronikerprogramm." 

Tipp: Auf der Website des BdSN gibt es einen Praxisfinder. Dort können Interessierte aus der Region Nordrhein schnell den richtigen Diabetes-Experten finden - von Euskirchen bis Kleve und von Wuppertal bis Heinsberg. www.bdsn.de

Dezember 2012. Redaktion pflegeinfos.net

Dienstag, 17. April 2012

Diabetes und Alzheimer – neue Broschüre informiert über Risiken

Infoangebot der Alzheimer Forschung Initiative
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Diabetes und Alzheimer? Wie wirkt sich der Blutzuckerspiegel auf die geistige Leistungsfähigkeit aus? Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) beantwortet in ihrer neuen Broschüre "Diabetes und Alzheimer: Risiken kennen und meiden" die wichtigsten Fragen zu diesem Thema.

"In unserer täglichen Arbeit erreichen uns Anfragen von Diabetikern, die mehr zum Thema Alzheimer wissen möchten", sagt Autorin Dr. Dagmar Salber. "Unsere neue Broschüre fasst die wichtigsten Antworten zumThema Diabetes und Alzheimer übersichtlich und leicht verständlich zusammen."

Das Medium gibt zunächst einen Überblick über Diabetes Typ 2 und die Alzheimer-Krankheit. Anschließend wird das Zusammenspiel beider Erkrankungen beleuchtet. Im Schlusskapitel steht dann die Vermeidung von Risikofaktoren für Diabetiker im Mittelpunkt. "Die goldene Regel sollte ein möglichst im Normalbereich liegender Blutzuckerwert sein. Hilfreich ist dabei nicht nur eine Umstellung der Ernährung sondern auch regelmäßige körperliche Bewegung", erläutert Dr. Dagmar Salber.


Wer ist der Herausgeber der Broschüre? Die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher. Bis heute konnten über 100 Projekte mit rund 5,4 Mio. Euro gefördert werden. Die AFI stellt außerdem kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Ratgeber bestellen. 


Wo gibt es die Broschüre "Diabetes und Alzheimer: Risiken kennen und meiden"? Sie kann kostenfrei bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf. Oder per E-Mail (info@alzheimer-forschung.de) oder einfach über die gebührenfreie Telefonnummer 0800 200 40 01. 

April 2012. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/AFI