Mittwoch, 8. Juni 2016

Gesundheitsrisiko Sommerhitze und hohe Temperaturen! So kommen Pflegebedürftige und alte Menschen gut durch die heiße Jahreszeit

Der Sommer 2016 steht vor der Türe und wer weiß, vielleicht wird auch dieser Sommer wieder so heiß wie im letzten Jahr, als es tagelang 40 Grad in Deutschland gab. Für alte und insbesondere für pflegebedürftige Menschen bergen solche Tagen große Strapazen. 

Der Kreislauf wird stärker belastet und die natürliche Temperaturregulierung kann schnell gestört sein. Auch das Durstgefühl ist bei alten Menschen oft reduziert, sodass sie häufig nicht ausreichend trinken. Dies kann dramatische Folgen haben: Nicht selten führt der Flüssigkeitsmangel zur sogenannten Hitzeerschöpfung oder im schlimmsten Fall zu einem lebensbedrohlichen Hitzschlag.

Vor allem ältere Menschen, die alleine leben, haben ein höheres Risiko, da kontinuierliche Unterstützung – wie beispielsweise regelmäßiges Anreichen von Getränken – fehlen. Nicht umsonst gab es in den letzten Hitzesommern in Europa auch tote ältere Menschen zu beklagen, die in ihren Wohnungen alleine waren.

Ältere Menschen im Sommer: viel trinken, Sonne meiden und unter Beobachtung bleiben
 

In solchen Fällen ist es dann besonders wichtig, dass sich zum Beispiel Nachbarn oder Angehörige oder andere Bezugspersonen um die ältere Person im Sommer kümmern.

Vor diesem Hintergrund hat die Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) zehn wichtige Tipps zusammengestellt, um ältere pflegebedürftige Menschen gegen Hitzegefahren zu schützen:
 

1.
In der Regel sollte ein älterer Mensch täglich etwa 1,5 bis 2 Liter in Form von Getränken zu sich nehmen. Beachten Sie bitte, dass bei bestimmten Erkrankungen (z. B. bei Herz- und Nierenerkrankungen) andere, ärztlich verordnete Trinkmengen erforderlich sein können. Sprechen Sie dazu mit dem Arzt. Führen Sie auch ein Trinkprotokoll, damit die aufgenommene Flüssigkeitsmenge kontrolliert werden kann.
 

2.
Durch starkes Schwitzen steigt der Flüssigkeitsbedarf des Körpers. Je nach festgelegtem täglichem Flüssigkeitsbedarf sollten stündlich ein bis zwei Gläser Flüssigkeit zur Verfügung stehen bzw. angeboten werden. Das Durstgefühl ist bei alten Menschen oft eingeschränkt. Deshalb ist es wichtig, immer wieder an das regelmäßige Trinken zu erinnern. Falls als Getränk (Mineral-)Wasser nicht akzeptiert wird, können beispielsweise auch kühle Kräuter und Früchtetees, Saftschorlen oder kalte Suppen gereicht werden. Eisgekühlte Getränke sind nicht empfehlenswert, da das Durstgefühl schneller nachlassen kann und so die Trinkmenge geringer bleibt.
 

3.
Einige Medikamente beeinflussen den Wasserhaushalt oder die Anpassungsfähigkeit des Körpers bei Hitze und erhöhen das Risiko einer Hitzeerschöpfung und eines Hitzschlags. Zu den Medikamenten, die den Flüssigkeitshaushalt beeinflussen, gehören unter anderem Entwässerungstabletten, Beruhigungstabletten und bestimmte Herzmedikamente. Fragen Sie den Hausarzt, ob die Medikamentendosis oder der Verabreichungszeitpunkt angepasst werden sollten.
 

4.
Ebenso sollte die Ernährung an die hohen Temperaturen angepasst werden. Beispielsweise bieten sich Wassermelonen, Apfelmus, Joghurt, Buttermilch und andere flüssigkeitsreiche, erfrischende und wenig gesüßte Speisen an. Als Hauptspeise sind leichte Gerichte wie Geflügel oder Fisch sinnvoll.
 

5.
Räume sollten ausreichend belüftet oder gekühlt werden. Es sollte vermieden werden, dass sich die pflegebedürftige Person in der Zugluft befindet. Zudem sollten die Räume tagsüber mit Rolläden oder Vorhängen abgedunkelt sein.
 

6.
Auch auf luftdurchlässige Kleidung ist zu achten. Daneben sollten leichte Bettwäsche oder nur ein Laken als Zudecke und so wenig Kissen wie möglich verwendet werden. Das Kopfkissen sollte mit einem schweißsaugenden Frotteehandtuch bedeckt und häufig gewechselt werden.
 

7.
Kalte Fußbäder oder kühle Kompressen auf der Stirn können gegen Überhitzung helfen. Auch Abreibungen mit einem lauwarmen oder leicht kühlen Waschlappen bieten sich an.
 

8.
Bei großer Hitze sollte die Körpertemperatur des pflegebedürftigen Menschen mehrmals täglich kontrolliert werden. Bei Fieber muss die Flüssigkeitszufuhr erhöht werden. Zum Beispiel sollte die erkrankte Person wenigstens 500 ml zusätzliche Flüssigkeit pro Tag trinken, wenn die Körpertemperatur von 37 auf 38 Grad steigt.
 

9.
Symptome wie Unruhe, Verwirrtheit oder Erbrechen können auf eine Überhitzung und erheblichen Flüssigkeitsmangel des Körpers hinweisen. In diesem Fall sollte umgehend der Haus- oder ein Notarzt verständigt werden.
 

10.
Alte und pflegebedürftige Menschen, die kaum oder keine Flüssigkeit zu sich nehmen können, benötigen ggf. eine Infusion. Daher sollte in solchen Fällen dringend der Hausarzt hinzugezogen werden. Zudem ist es besonders wichtig, Lippen und Mundschleimhaut des Pflegebedürftigen regelmäßig mit einem feuchten Waschlappen zu befeuchten. Angehörige sollten sich dann aber auch die korrekte Mundpflege von einer ausgebildeten Pflegekraft zeigen lassen. 

Juni 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

Montag, 6. Juni 2016

Haus auf dem Wimberg in Calw besteht nun 40 Jahre. Seniorenheim mit Demenz-Sinnesgarten ist bestens in der Stadt verankert

Mit einem Festakt zum 40-jährigen Bestehen feierte die Evangelische Heimstiftung in Calw Ende Mai 2016 eine ganz besondere Altenhilfeeinrichtung: „40 Jahre Haus auf dem Wimberg bedeuten nicht nur 40 Jahre voller Einsatz, volles Engagement und Hingabe für unsere Bewohnerinnen und Bewohner. 40 Jahre, das ist auch fast ein halbes Leben. Daher hat diese Einrichtung auch richtig Geschichte“, freute sich Bernhard Schneider, Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung. 

Erst mal einen Förderverein gründen
Die Geschichte des Hauses geht zurück auf das Jahr 1970. Damals beschließt der evangelische Kirchengemeinderat Calw eine Initiative bezüglich des Baues eines nicht kommerziell betriebenen Altenheimes. Und damit fing alles an. Noch weit vor der offiziellen Eröffnung des Hauses und sogar noch vor dem ersten Spatenstich fand die Grün- dungsversammlung für einen Förderverein „Alten- und Pflegeheim Calw und Umgebung“ statt. Am 11. Mai 1971 traten 65 Mitglieder in den Förderverein ein und wählten den ersten Vorstand.

Erste Leiterin selbst Bewohnerin im Haus auf dem Wimberg
Und dass das Haus etwas Besonderes ist, zeigt auch die Tatsache, dass mit Anna Jüngert die damals erste Heimleitung nun seit einigen Jahren selbst im Haus auf dem Wimberg lebt. Auf ihre Amtszeit, gemeinsam mit ihrem Mann Heinz Jüngert, geht auch der Aufbau der hiesigen Altenpflegeschule sowie der Erweiterungsbau Anfang der 1980er Jahre zurück. 

Backhaus und Sinnesgarten
Damit nicht genug, dem tatkräftigen Einsatz des Fördervereins in Calw ist es zu verdanken, dass die Einrichtung heute sowohl über ein Kino, ein Backhaus als auch über eine Dachterrasse mit Sinnesgarten verfügt. „Ein wundervoller Ort insbesondere für unsere Demenz erkranken Bewohnerinnen und Bewohner“, freut sich Hausdirektorin Monika Volaric. "Gemeinsam wollen wir auch in Zukunft dafür sorgen, dass sich unsere Bewohner bei uns wohlfühlen und die Familien ihre Angehörigen gut versorgt und betreut wissen“, so die Hausdirektorin.


Seit vielen Jahren pflegt das Haus auf dem Wimberg eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt Calw und der dortigen Kirchengemeinde. Beweis dafür waren die freundschaftlichen Grußworte zum Festtag durch Oberbürgermeister Ralf Eggert, Sozialdezernent Norbert Weiser sowie Pfarrer Walter Hummel. 

Mehr zum Senionenheim in Calw und Infos für pflegende Angehörige: 
www.haus-auf-dem-wimberg.de

Juni 2016. Redaktion pflegeinfos.net









WERBUNG:

Daheim alt werden in den Landkreisen Calw und Böblingen. Mit Hilfe einer 24h-Betreuung aus Osteuropa möglich. riva-care vermittelt zuverlässige Betreuerinnen. Seit 2010 in der Region tätig. Unverbindliche Angebote unter 0711 - 966 66 533.

Ältere Menschen auf Reisen: Neue Reiseversicherung übernimmt Sofortzahlung bei medizinischen Behandlungen

Mit der Einführung des Real-Time-Reiseschutzes hat die Allianz Global Assistance (AGA) eine neue Reiseversicherungs-Ära eingeläutet. Versicherte, die auf Reisen krank werden, müssen ab sofort kein Geld mehr für die Behandlung vorstrecken und keine lästigen Schadenmeldungen bei ihrer Heimkehr ausfüllen.

Die Bearbeitung durch die AGA erfolgt sofort bei Eintritt des Schadens. Denn dank des Real-Time Reiseschutzes im Bereich Reisekranken- und Reisegepäck-Versicherung begleicht die AGA anfallende Behandlungskosten sowie Geld für notwendige Ersatzkäufe bei nicht angekommenem oder verspätetem Reisegepäck in Echtzeit. Möglich macht dies eine Karte, die in Kooperation mit PassportCard eingeführt wurde, und über eine klassische Bezahlfunktion verfügt.

Wie funktioniert`s? Das Prinzip des Real-Time Reiseschutzes ist einfach: Im Krankheitsfall
wendet sich der Reisende über eine Rufnummer an die Notrufzentrale der AGA,
die ihm sowohl einen passenden Arzt benennt als auch die Übernahme der
Kosten garantiert. Die AGA lädt sofort den erforderlichen Geldbetrag auf die
Real-Time Reiseschutz-Karte. Kunden können dann mit der Karte direkt beim
Arzt oder in der Apotheke bezahlen. Der Schadenfall wird in Echtzeit
bearbeitet.

 
Wem hilft‘s? Hohes Fieber in Kroatien, Zeckenbiss in Litauen, Grippe in Costa Rica, Ankunft in New York ohne Gepäck – die Liste lässt sich beliebig lang weiterführen. So vielfältig die Reiseziele der Kunden sind, so unterschiedlich sind auch die größeren oder kleineren Krankheiten oder Gepäcknotfälle, die sie im Urlaub treffen können.

Mit dem Real-Time Reiseschutz werden Arztrechnungen im Ausland sofort übernommen

Wie sind die Konditionen? Der Real-Time Reiseschutz mit der Versichertenkarte wird künftig unter anderem als Real-Time Reise-Krankenversicherung ab einer Prämie von 16,- Euro pro Person ohne Selbstbehalt angeboten. Im Real-Time Komplettschutz ab
einer Prämie von 20,- Euro pro Person sind außerdem noch zahlreiche andere
Versicherungsleistungen (z.B. Rücktritt, Abbruch, Gepäck) enthalten.


Die Karte hat außerdem den Vorteil, dass sie für weitere Reisen mit einem neuen
Versicherungsschutz wieder aktiviert werden kann. Ab einer Prämie von 25,-
Euro können die Produkte auch auf Jahresbasis abgeschlossen werden.


Der neue Auslandsreisekrankenschutz  ist in allen Partner-Reisebüros der AGA und unter
www.allianz-reiseversicherung.de/realtime-jahresschutz erhältlich.

Juni 2016. Redaktion pflegeinfos.net

Copyright Foto: PR/AGA

Bessere Inkontinenzhilfsmittel: Patientenbeauftragter der Bundesregierung fordert mehr Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen


Nach einer Mitteilung des GKV-Spitzenverbandes, die Qualität der Inkontinenzhilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis angehoben zu haben, fordert Staatssekretär Karl-Josef Laumann, dass die besseren Produkte umgehend bei den Versicherten ankommen: „Der GKV-Spitzenverband hat endlich auf die vielen Beschwerden der Patientinnen und Patienten reagiert und das Hilfsmittelverzeichnis geändert. Ich werde mir das allerdings weiterhin ganz genau anschauen. Denn Ankündigungen alleine reichen nicht. Entscheidend ist, dass die Versicherten tatsächlich die Hilfsmittel erhalten, die sie benötigen. Das heißt: Sie müssen qualitativ und quantitativ dem aktuellen Stand der Medizin entsprechen. Das war bislang in vielen Fällen ganz klar nicht der Fall“.
 

Laumann ist der Patientenbeauftragte der Bundesregierung. Er mahnt daher, bei der Umsetzung der neuen Vorschriften ein deutlich höheres Tempo vorzulegen. Laumann: „Ich fordere die Krankenkassen auf, die Versorgung schnellstens umzustellen. Es wäre unverantwortlich, die Übergangsfrist von einem Jahr bis zum Ende auszureizen. Versicherte, die auf vernünftige Inkontinenzhilfsmittel angewiesen sind, können nicht so lange warten.“

Staatssekretär Karl-Josef Laumann: "Versicherte sollen bei Inkontinenzhilfsmitteln nicht draufzahlen!"
 

Laumann begrüßt in seiner Funktion als Patientenbeauftragter zugleich die Ankündigung des Vorstandes des GKV-Spitzenverbandes, Gernot Kiefer, dass künftig kein Versicherter mehr Aufzahlungen leisten müsse, um wirklich gut versorgt zu werden. „Es ist ein Unding, dass Patientinnen und Patienten bisher oftmals aus eigener Tasche draufzahlen müssen, um eine ausreichende Qualität zu bekommen. Ich hoffe, dass das bald der Vergangenheit angehört.

Der Patientenbeauftragte ist der Meinung, dass dafür künftig jeder Leistungserbringer mehrere aufzahlungsfreie Hilfsmittel anbieten muss. Denn nicht jedes Produkt sei für jeden Versicherten geeignet. "Darüber hinaus brauchen wir Klarheit, wie viele Versicherte welcher Krankenkasse in welcher Höhe Aufzahlungen leisten. Hier brauchen wir eine klare Verpflichtung zur Veröffentlichung der entsprechenden Daten.“

Diese und weitere Forderungen zur Reform der Hilfsmittelversorgung hatte der Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit erst kürzlich in einem Positionspapier veröffentlicht. Dieses ist auf der Internetseite des Patientenbeauftragten und Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung HIER abrufbar.


Was macht der Patientenbeauftragte sonst noch? Mehr lesen Sie unter www.patientenbeauftragter.de

Juni 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Laumann

Freitag, 3. Juni 2016

Private Pflegevorsorgeversicherung sichert Vermögen im Alter und garantiert optimale Betreuung im Pflegefall

Die gute Nachricht: Wir werden immer älter. Die schlechte: Immer mehr Menschen erreichen daher ein Alter, in dem sie sich mit dem Thema Pflege und Pflegebedürftigkeit auseinandersetzen müssen. Das Problem: Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen meist nicht aus, wenn man ein optimale Betreuung für die Ältere Person wünscht

Gesetzliche Pflegeversicherung bietet nur Teilfinanzierung
Wer sich und seine Familie vor den finanziellen Folgen bewahren möchte, kann dieses Risiko durch eine private Pflegevorsorgeversicherung absichern. Denn unabhängig davon, ob der Betroffene in Pflegestufe I, II oder III eingestuft wird, die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt immer nur einen Teil der tatsächlichen Kosten. So kommt zu der emotionalen Belastung häufig eine finanzielle hinzu.


Pflegestufe III – und die Ersparnisse sind weg...
Besonders dramatisch ist die Situation für Familien mit Angehörigen in Pflegestufe III. Bundesweit kostet ein Platz in einem Pflegeheim bis zu 4.000 Euro im Monat, während die Pflegeversicherung maximal und nur in besonderen Härtefällen 1.950 Euro zahlt. Weil sie die Differenz selbst aufbringen müssen, geraten viele Familien in finanzielle Not: Oft müssen sie einen Teil ihrer Ersparnisse aufzehren, um die Pflegekosten zu decken.

Pflege im Alter kann richtig teuer werden – Pflegevorsorgeversicherung schütz vor Risiken
 

"Eine private Pflegevorsorgeversicherung bietet sowohl Einzelpersonen als auch ganzen Familien die im Ernstfall so dringend nötige Unterstützung“, sagt Oliver Lay, Bezirksdirektor bei den Barmenia Versicherungen in Stuttgart. Die Barmenia arbeitet bei den Pflegeleistungen bundesweit mit den Johannitern zusammen und hat in diesem Jahr die Kooperation sogar ausgeweitet. Die Hilfsorganisation verfügt über umfassende Erfahrungen im Umgang mit kranken und pflegebedürftigen Menschen und kennt die Sorgen und Nöte der Angehörigen aus der täglichen Praxis.

Kooperation mit Johannitern
Als Ergänzung zur gesetzlichen bieten praktisch alle Versicherungsunternehmen private Pflegeversicherungen an. Deren Leistungen reichen von der Zahlung eines festgelegten Geldbetrags im Pflegefall bis zur Absicherung vertraglich vereinbarter Pflegeleistungen. Wichtig für die Auswahl der richtigen Pflegezusatzversicherung ist eine individuelle Beratung. Sie stellt sicher, dass der Gesundheitszustand korrekt eingestuft wird und der Versicherte die entsprechenden Leistungen erhält. Durch die Kooperation mit den Johannitern steht stets ein fester Ansprechpartner zur Verfügung, an den sich der Versicherte und seine Familie wenden können.


Die Barmenia zählt zu den großen unabhängigen Versicherungsgruppen in Deutschland mit mehr als einer Million Kunden und einem Bestand von über 1,9 Millionen Versicherungsverträgen. Das Produktangebot reicht von Kranken- und Lebensversicherungen über Unfall- sowie Kfz-Versicherungen bis hin zu Haftpflicht- und Sachversicherungen.www.barmenia.de

(Hinweis: Die Einstufung in Pflegestufen 0-III gibt es in Deutschland nur noch bis Ende 2016, dann tritt ein neues, differenziertes System in Kraft. Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung werden sich in Summe aber nicht verbessern.)

Juni 2016. Redaktion pflegeinfos.net 
Copyright Foto: PR/Barmenia

Donnerstag, 2. Juni 2016

Deutsche Schlaganfall-Hilfe mit "Hilfsmittelpass". Einführung 2017 geplant, bessere Koordination in der Reha-Phase nach Schlaganfall

Am bundesweiten Tag gegen den Schlaganfall 2016, am 10. Mai, erhielten Patienten am Klinikum Ibbenbüren erstmals einen sogenannten "Hilfsmittelpass". Die Deutsche Schlaganfall-Hilfe will ihn nach einer Testphase im nächsten Jahr 2017 bundesweit einführen. Bei der Konzeption und im Praxistest wird die Initiative von der praxisHochschule unterstützt.

Hintergrund: Jährlich erleiden 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Die Volkskrankheit ist die häufigste Ursache für Behinderungen, viele Betroffene sind nach dem Schlaganfall auf Hilfsmittel angewiesen. Doch die optimale Versorgung bleibt hier oft ein Manko unseres Gesundheitssystems. Ein Grund: An der Behandlung und Versorgung eines Schlaganfall-Patienten sind viele Spezialisten beteiligt und die Koordination ist nicht immer die beste.

„Eine Zusammenarbeit über die so genannten Sektoren hinweg ist nicht selbstverständlich“, erläutert Christina Habig, Projektleiterin der Schlaganfall-Hilfe. „Häufig ist der Patient selbst das Medium, das die Informationen von A nach B tragen muss.“ Schwierig werde es dann, wenn er dazu nicht in der Lage ist. Und das trifft auf den Großteil der Schlaganfall-Patienten zu, die zudem noch medizinische Laien sind

Hilfsmittelpass für Schlaganfall-Patienten. Am Modellprojekt sind u.a. beteiligt (v.l.): Daniel Koopmeiners, Dr. Florian Bethke, Christina Habig und Prof. Dr. Michael Wessels
 

Dabei sind Betroffene oft ihr Leben lang auf Behandlungen und Hilfsmittel angewiesen. Hilfsmittel müssen immer individuell angepasst werden, und im Verlauf der Erkrankung können sich Änderungen im Bedarf ergeben. Studien zeigen, dass viele Hilfsmittel schon nach kurzer Zeit ungenutzt in der Ecke landen. 

Praktisch für Ärzte, Therapeuten und Sanitätshäuser
Ein zusätzliches Problem: Der Markt an Hilfsmitteln ist heute so groß und spezialisiert, dass sich nur Experten wirklich damit auskennen. Umso wichtiger ist es, dass alle an der Versorgung Beteiligten ein Medium haben, über das sie kommunizieren können. Der neue Pass in Heftgröße (DIN A5) enthält alle wichtigen Informationen über Therapien, Therapieziele, Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel des Schlaganfall-Patienten.

Zudem dokumentiert er die Entwicklungen im Zeitverlauf. Alle Beteiligten können Eintragungen vornehmen. Klinik-, Fach- und Hausärzte, Therapeuten und Sanitätshausmitarbeiter können auf diese Weise miteinander kommunizieren. Datenschutz ist gewährt, denn der Patient oder ein pflegender Angehöriger bleibt Besitzer des Passes und Hüter der Daten.

Die Testphase läuft jetzt am Klinikum Ibbenbüren (Betriebsstätte St.-Elisabeth-Hospital) an. Chefarzt Dr. Florian Bethke und sein Team der Neurologischen Klinik werden den Pass an 80 Patienten der Stroke Unit (Schlaganfall-Station) ausgeben, sofern diese bereit sind, an dem Modellprojekt teilzunehmen.

praxisHochschule begleitet Modellprojekt

Gegen Ende 2016 wird die Gruppe dann durch Prof. Dr. Michael Wessels von der praxisHochschule Campus Rheine zu ihren Erfahrungen befragt. „Ein spannendes Projekt“, urteilt der Hochschullehrer, „ weil es einen echten Mehrwert für die Patienten und die Versorger bieten kann“. Auch eine Kontrollgruppe von 80 Patienten ohne Heil- und Hilfsmittelpass wird interviewt. So erhalten die Projektpartner Aufschluss darüber, wie sehr die Patienten von dem Pass profitieren können, und bekommen gleichzeitig Rückmeldungen zur Optimierung. 

Bundesweite Einführung für 2017 geplant
Unterstützt wird das Projekt durch das Netzwerk Schlaganfall Steinfurt e.V. (NeSSt). „Wir freuen uns, dass die Schlaganfall-Hilfe uns als Modellregion ausgewählt hat“, sagt dessen Vorsitzender Daniel Koopmeiners aus Rheine. „In der Schlaganfall-Nachsorge können wir noch einiges optimieren, deshalb haben wir das Projekt von Beginn an unterstützt“.

Mit den im nördlichen Kreis Steinfurt gemachten Erfahrungen wird die Deutsche Schlaganfall-Hilfe den Hilfsmittelpass dann überarbeiten, um ihn 2017 deutschlandweit allen Patienten anbieten zu können.

Infos zur Hilfe bei Schlaganfall auch unter www.schlaganfall-hilfe.de


Juni 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/praxisHochschule




Montag, 30. Mai 2016

24h Betreuung in Stuttgart, 24 Stunden Haushaltshilfe für Senioren in Stuttgarter Stadtteilen – wer hilft?

  


Daheim alt werden in Stuttgart: mit einer 24h Betreuerin aus Polen, Ungarn oder Tschechien möglich

Die Demenz schreitet voran und die eigene Mutter, der eigene Vater oder Verwandte im hohen Alter können nicht mehr alleine im Haus oder der Wohnung bleiben. Eine ältere Person aus der Familie ist gestürzt und plötzlich eingeschränkt in ihrer Mobilität – Hilfe daheim wird benötigt. Nach einer OP und Rehaphase kommt die Mutter mit 91 wieder nach Hause und braucht Begleitung für die nächsten Wochen.

Wer bietet hierfür am Standort Stuttgart schnelle und professionelle Hilfe in Form einer 24h Betreuung bzw. 24 Haushaltshilfe? Wer kann pflegende Angehörige sofort entlasten? Seit 2010 können sich pflegende Angehörige oder Betroffene selbst an das Seniorenbüro riva-care in Stuttgart-Heslach wenden.   

Pflegebedürftige Senioren und ihre Angehörigen in Stuttgart-Mitte, Stuttgart-West, Stuttgart-Ost, in den Gebieten Vaihingen, Rohr, Dürrlewang,snau und Botnang sowie am Killesberg und in den Neckarvorten Obertürkheim, Untertürkheim, Wangen und Hedelfingen können folgende Dienstleistungen von riva-care in Anspruch nehmen: 

+ 24h Haushaltsbetreuung daheim in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus
+ 24h Grundpflege sowie Kochen, Wäsche waschen

+ Anziehhilfe, Körperpflege, baden, waschen, kämmen und frisieren
+ Besorgungsfahrten und Arztbesuche sowie dauerhafte Anwesenheit

+ Urlaubsbetreuung/Verhinderungspflege von pflegebedürftigen alten Menschen (mind. vier Wochen)

Für diese Dienstleistungen stehen in Stuttgart zuverlässige osteuropäische Betreuerinnen aus Polen, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Tschechien zur Verfügung. Seit Januar 2015 kommen auch Helferinnen aus Kroatien und Serbien nach Stuttgart, die 24 Stunden im Pflegehaushalt bleiben und eine Alltagsbetreuung (mit Hauswirtschaft) gewährleisten. 

Sehr positiv: Viele der Betreuerinnen aus Serbien und Kroatien sprechen sehr gut deutsch und haben zum Teil ihre Jugend im Großraum Stuttgart verbracht oder haben hier noch Angehörige und wollen deshalb nur in Stuttgart als 24 Stunden Hilfe arbeiten. 

In der Praxis funktioniert die Zusammenarbeit zwischen der osteuropäischen Betreuerin und der Pflegeperson sehr gut. Im Verbund mit den ambulanten Diensten, Ärzten und Angehörigen in Stuttgart schaffen die 24-Stunden-Betreuerinnen ein gutes Versorgungsnetz und geben den Familienangehörigen Sicherheit. 

24h Betreuung in Stuttgart, alle Stadtteile, und den FilderortenNutzen Sie die Erfahrung von riva-care (seit 2010 im Großraum Stuttgart tätig). Die Pflege-Experten beraten auch zu Pflegestufen und Finanzierung der 24h Pflege durch Pflegekassen und den Staat. Beratung und Angebote sind kostenfrei und ohne Verpflichtungen.

Weitere Informationen zur privaten 24h-Stunden-Betreuung in Stuttgart erhalten Angehörige unter Telefon (0711) 966 66 533 oder im Internet unter www.riva-care.de 
 
Mai 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Fotolia