Donnerstag, 23. Juni 2016

Frühzeitige Hilfe für pflegende Angehörige bei Sterben und Tod sollte verbessert werden. Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege gibt Empfehlungen

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt vom Zentrum für Qualität in der Pflege 
(ZQP) und Charité Berlin haben Wissenschaftler Ende 2015 erstmalig deutschlandweit die Einstellungen von pflegebedürftigen Menschen in der ambulanten Versorgung und ihren pflegenden Angehörigen zu Sterben und Tod untersucht. Fazit: Um Ängste zum Thema abbauen zu können, müssten zuhause Versorgte und ihre Familien nicht erst in der Sterbephase, sondern schon viel früher Hilfe erfahren. Aus Sicht des ZQP hat das bisherige Hospiz- und Palliativgesetz diese Bedürfnislagen nicht ausreichend im Blick.

„Unsere Forschungsergebnisse zeigen, dass große Sorgen bei pflegebedürftigen Menschen und ihren Nächsten im Hinblick auf das Sterben bestehen – und zwar nicht erst, wenn der Tod sehr bald zu erwarten ist“, sagt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP. Dies zeigt auch die ZQP-Analyse: Die meisten Befragten stehen hier nicht kurz vor dem Tod, dennoch bewegt sie das Thema Sterben stark – genauso wie ihre Angehörigen.


Tabuthema Tod: bessere Kommunikation zwischen Pflegepersonal und Angehörigen erforderlich

Pflegende Angehörige haben Angst vor Sterbeprozess
Denn 47 Prozent der Pflegebedürftigen gaben an, Angst vor körperlichem Leiden zu haben; 42 Prozent befürchten einen Verlust ihrer Würde und 32 Prozent die Einsamkeit im Sterbeprozess. 39 Prozent der pflegenden Angehörigen belastet es, sich mit dem Sterben ihres pflegebedürftigen Angehörigen auseinanderzusetzen. Knapp 60 Prozent machen sich Sorgen darüber, wie sie ihre Angehörigen beim Sterben begleiten könnten.

„Ziel muss es sein, Pflegebedürftige und Angehörige für die Auseinandersetzung mit dem Sterben zu stärken. Informationen über Möglichkeiten der Symptomkontrolle, Versorgung und Begleitung können helfen, Ängste abzubauen. Hierbei spielen professionelle Pflegeberatung, ambulante Dienste und ehrenamtliche Kräfte eine wichtige Rolle. Sie gilt es dafür zu qualifizieren, entsprechende Beratung bedürfnisgerecht anbieten zu können“, erklärt Suhr. 


Professionelle Pflegeberatung nimmt Betroffene ernst
Aufgabe professioneller Pflegeberatung müsse es auch sein, die Kommunikation zwischen Pflegenden und pflegebedürftigen Angehörigen zum Thema Sterben zu unterstützen, so Suhr. Den Pflegenden sind die Versorgungswünsche ihrer Angehörigen oftmals nicht bekannt. Der Studie zufolge haben immerhin 40 Prozent der Befragten noch nie über das Thema Sterben und Tod mit ihren Angehörigen gesprochen. Dies kann dazu führen, dass pflegerische oder ärztliche Maßnahmen lediglich gemäß dem vermuteten Willen durchgeführt oder unterlassen werden, ohne die tatsächlichen Wünsche zu kennen.


 „Erstmals wurde eine derartige Studie im ambulanten Bereich durchgeführt. Umso mehr waren wir überrascht, dass die überwiegende Zahl zu diesem hoch sensiblen Thema Stellung nahm. Das zeigt uns, dass die Menschen zu ihren Ängsten, Sorgen und Wünschen in Bezug auf das Lebensende gehört werden wollen“, sagt PD Dr. Nils Lahmann, Pflegeforscher der Charité Universitätsmedizin.

Juni 2016. Redaktion pflegeinfos.net

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Mittwoch, 22. Juni 2016

Mehr Hospize und Palliativbetten in Baden-Württemberg. Landesregierung aus GRÜNE-CDU will Verbesserungen starten

Die Landesregierung will die Hospiz- und Palliativversorgung in Baden-Württemberg in den kommenden Jahren weiterentwickeln und gemeinsam mit Partnern bedarfsgerecht ausbauen. Das sagte die Staatssekretärin im Sozial- und Integrationsministerium, Bärbl Mielich, auf einem Festakt anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Hospiz- und Palliativverbandes Baden-Württemberg in Stuttgart im Juni 2016.

„Der demografische Wandel führt dazu, dass die Nachfrage an Angeboten der Hospiz- und Palliativversorgung in den kommenden Jahren weiter ansteigen wird. Diesem Bedarf will die Landesregierung entsprechen“, sagte Mielich. Unheilbar kranke Menschen sollten so weit wie möglich schmerz- und beschwerdefrei im Kreise vertrauter und ihnen nahestehender Menschen sterben können. Dabei spiele die Hospiz- und Palliativversorgung eine unverzichtbare Rolle. 


Gutes Versorgungsangebot im Land

Mielich betonte, Baden-Württemberg sei in der Hospiz- und Palliativversorgung gut aufgestellt. Derzeit erfolgt die ambulante Versorgung schwerstkranker und sterbender Patienten im ärztlichen Bereich hauptsächlich über niedergelassene Ärztinnen und Ärzte. Zudem besteht ein flächendeckendes Netz an qualifizierten Pflegediensten, zu deren Versorgungsangebot grundsätzlich auch die häusliche palliativpflegerische Versorgung gehört. Darüber hinaus gibt es zurzeit 253 ambulante Hospizdienste und 34 ambulante Kinder- und Jugendhospize, die über das ganze Land verteilt sind.

In den Krankenhäusern im Land stehen über 200 speziell eingerichtete Palliativbetten zur Verfügung. 28 stationäre Hospize ermöglichen Patientinnen und Patienten, bei denen eine Krankenhausbehandlung nicht erforderlich und eine ambulante Betreuung nicht möglich ist, flächendeckend im Land eine stationäre Palliativversorgung. 


Geschulte Teams begleiten das Sterben zuhause
Die Staatssekretärin kündigte an, die vor zwei Jahren vom Landesbeirat Palliativversorgung im Auftrag des Sozialministeriums erarbeitete Hospiz- und Palliativ-Versorgungskonzeption für Baden-Württemberg konsequent umzusetzen. Einen Schwerpunkt legt Mielich dabei auf den Ausbau der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV). 

Das sind speziell geschulte Teams, die es unheilbar kranken Menschen überall im Land ermöglichen, bis zu ihrem Tod im eigenen Zuhause bleiben zu können. Damit werden auch Angehörige in der Betreuung und Begleitung unterstützt und entlastet. Aktuell gibt es im Land 33 SAPV-Versorgungsregionen, über 80 Prozent der Bevölkerung können auf das Angebot zurückgreifen.
 

Angebot für Kinder  startet im Juli 2016
Auch die Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche soll weiter ausgebaut werden. Mielich begrüßte, dass es inzwischen vier spezialisierte pädiatrische Palliativversorgungsangebote (SAPPV) im Land gibt. Ein weiteres Angebot startet im Juli. Die Aufgabe der SAPPV-Teams besteht in der Beratung und in der Koordination aller beteiligten häuslichen Dienste und Ärzte und/oder in der Teil- oder Vollversorgung des erkrankten Kindes und seiner Familie.

Juni 2016. Redaktion pflegeinfos.net

Montag, 20. Juni 2016

Was tun bei Wunden, die nicht mehr heilen? Vortrag in Bietigheim über Hilfe durch Plastisch-Ästhetische Chirurgie mit Hautverpflanzung


Chronische Wunden – betroffen sind häufig ältere Menschen. Was sind neue chirurgisiche Möglichkeiten? In einer Informationsveranstaltung am Montag, 27. Juni 2016 um 18 Uhr gehen Prof. Dr. Max Haerle und Dr. Andreas Lobmüller auf die Behandlungmöglichkeiten der chronischen Wunden ein. Die Veranstaltung findet im Krankenhaus Bietigheim statt. Nach dem Vortrag gibt es die Möglichkeit zur Diskussion und zur Fragestellung. Der Eintritt ist kostenlos. 

Hintergrund des Patientenvortrages in Bietigheim
Wunden die nicht heilen wollen, sind in jedem Lebensalter ein Ärgernis. Vor allem ältere Menschen mit zusätzlichen Erkrankungen wie Diabetes mellitus und Durchblutungsstörungen sowie der Medikation mit Blutverdünner sind anfällig für Wunden, die länger als eine normale Wunde zur Ausheilung benötigen. Manchmal sind Bagatellverletzungen, wie ein kleiner Kratzer oder ein Mückenstich, die auslösenden Faktoren. Besonders betroffen sind die Unterschenkelregionen. Kommen dann Faktoren wie eine schlechte Durchblutung, Krampfadern und entgleiste Zuckerwerte hinzu, kann es zu jahrelangen offenen „Beinen“ kommen. 


In der Medizin spricht man von einer chronischen Wunde, wenn diese innerhalb von sechs Wochen nicht zur Abheilung kommt. Und chronische Wunden sind in der Regel immer mit Bakterien besiedelt.

Für die betroffenen Patienten bedeuten „offene Beine“ häufig eine jahrelange Leidensgeschichte und Einschränkung ihrer Lebensqualität. Nicht selten suchen sie mehrere Ärzte auf, um Hilfe zu erfahren. Oftmals sind durch Salben und Auflagen Verbesserungen der Wunden zu erreichen, aber Rückschläge sind häufig.

 
Zusammenarbeit von Internisten und Plastischen Chirurgen
Im Krankenhaus Bietigheim hat sich eine neue Interdisziplinäre Wundambulanz auf die Behandlung von chronischen Wunden spezialisiert. Hier kommt die jahrelange Erfahrung von Ärzten und zertifizierten Wundmanagern mit den modernen leitliniengerechten Behandlungsverfahren zusammen. Das neuartige an der Ambulanz ist die Zusammenarbeit von Internisten mit Plastischen Chirurgen. 


Die Plastischen Chirurgen sind für die Sanierung der Wunden zuständig. Sind Wunden zu groß, um eine spontane Abheilung erreichen zu können, oder liegt eine schwere Entzündung vor, ist manchmal eine operative Behandlung mit einem stationärem Aufenthalt und gegebenfalls eine Defektdeckungen notwendig. Hierzu hat die plastische Chirurgie verschiedene Möglichkeiten

Haut- und Gewebeverpflanzung als Alternative
Zunächst wird die Wunde gereinigt und mit einer VAC-Pumpe versorgt. Anschließend kann eine oberflächliche Wunde mit einer Hautverpflanzung verschlossen werden. Falls wichtige Strukturen, wie zum Beispiel eine Sehne oder ein Knochen freiliegt, wird eine Gewebeverpflanzung, eine sogenannte Lappenplastik, wie sie im medizinischen Fachbereich genannt wird, nötig. 

Mehr Informationen, auch zu anderen Veranstaltungen im Krankenhaus von Bietigheim und von Ludwigsburg (Landkreis Ludwigsburg) finden Sie hier: www.klinikum-lb.de

Juni 2016. Redaktion pflegeinfos.net

Pflegestützpunkt Besigheim im Landratsamt Ludwigsburg: Beratung und Kontakte zu Leben mit Demenz, Haushaltshilfen, ambulante Seniorenhilfe und mehr

Eine unabhängige Beratung rund um Wohnen und Leben im Alter sowie Pflege im Heim oder zu Hause erhalten Interessierte in Besigheim beim lokalen Pflegestützpunkt. Diese Einrichtung ist eine neutrale und anbieterunabhängige Beratungsstelle zu allen Fragen rund um das Thema Pflege.

Der Stützpunkt informiert nach eigenen Angaben "über Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige, Leben mit Demenz, Altersgerechtes Wohnen, Ambulante Hilfen im Landkreis LB wie Häusliche Pflege, Essen auf Rädern, Haushaltshilfen, technische und sonstige Hilfsmittel; Tages, Kurzzeit-, Verhinderungs- und Dauerpflege, Pflegeversicherung, SGB XII sowie Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung".


Pflegestützpunkte sind gesetzlich für jeden Landkreis vorgeschrieben. Sie werden von den Krankenkassen und den Landkreisen bzw. Städten organisiert und finanziert – eine Auflistung aller Standorte in Baden-Württemberg finden Sie HIER.

Der Pflegestützpunkt für Besigheim und die Städte Walheim, Erligheim und Hessigheim befindet sich im Landratsamt Ludwigsburg (Hindenburgstr. 40/Eingang Eugenstraße, Zimmer 101/Ebene 1, Telefon 07141 - 144 24 65) und ist per E-mail unter pflegestuetzpunkt@landkreis-ludwigsburg.de zu erreichen. Sprechzeiten sind derzeit Mo-Fr von 8.30 bis 12 Uhr, Mo von 13.30 bis 15.30 Uhr und Do von 13.30 bis 18 Uhr, wobei ein Voranmeldung sehr ratsam ist (Stand Juni 2016, Angabe ohne Gewähr).

   


Daheim alt werden – Pflegestützpunkt Ludwigsburg informiert


Zum Beratungsangebot des Pflegestützpunkts Besigheim zählen auch Wohnberatung und Tipps zur Organisation der häuslichen Pflege (u.U. auch mit externen Haushaltshilfen).

Letztere Dienstleistung (24h Betreuung) bietet in der Weinbaugemeinde und im ganzen Landkreis Ludwigsburg unter anderem der Seniorenservice von riva-care an. 

Pflegebedürftige Senioren und ihre Angehörigen können folgende Dienstleistungen von riva-care in Anspruch nehmen:




• 24h Haushaltsbetreuung daheim in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus

• 24h Grundpflege und Kochen, Wäsche, Freizeitgestaltung

• Besorgungsfahrten und Arztbesuche sowie dauerhafte Anwesenheit

• Urlaubsbetreuung von pflegebedürftigen alten Menschen (mind. vier Wochen)


Für diese Dienstleistungen stehen zuverlässige osteuropäische Betreuerinnen und seit Januar 2015 auch Helferinnen aus Kroatien und Serbien zur Verfügung, die 24 Stunden im Pflegehaushalt bleiben und eine Alltagsbetreuung (mit Hauswirtschaft) gewährleisten. Großer Vorteil: Angehörige werden entlastet.


In der Praxis funktioniert die Zusammenarbeit zwischen der osteuropäischen Betreuerin und der Pflegeperson sehr gut. Die meisten Kräfte sprechen gut deutsch und sind hauswirtschaftlich versiert. Im Verbund mit den ambulanten Diensten, Ärzten und Angehörigen im Raum Besigheim und Hessigheim schaffen die 24-Stunden-Betreuerinnen ein gutes Versorgungsnetz und geben den Familienangehörigen Sicherheit. 

24h Betreuung in Besigheim, Kirchberg/Neckar, Walheim, Erligheim, Hessigheim und anderen Kommunen im Landkreis Ludwigsburg: Nutzen Sie die Erfahrung von riva-care (seit 2010 im Großraum Stuttgart tätig). Die Pflege-Experten beraten auch zu Pflegestufen und Finanzierung der 24h Pflege durch Pflegekassen und den Staat. Beratung und Angebote sind kostenfrei und ohne Verpflichtungen.

Weitere Informationen zur privaten 24h-Stunden-Betreuung in Besigheim erhalten Angehörige unter Telefon (0711) 966 66 533 oder im Internet unter www.riva-care.de 
 
Juni 2016. Redaktion pflegeinfos.net
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Donnerstag, 16. Juni 2016

Seniorenzentrum Albershausen wird ganz neues Quartierhaus mit vier Hausgemeinschaften für ältere Menschen

Wohnen und Leben wie zu Hause: Mit dem Seniorenzentrum in Albershausen verwirklicht die Evangelische Heimstiftung in wenigen Monaten ein Quartierhaus der neuen Generation. Standort ist direkt in der Ortsmitte der Gemeinde im Landkreis Göppingen. 

Der Weg bis zum Start der baulichen Maßnahmen und damit zum Richtfest (Februar 2016) in Albershausen war eine Geduldsprobe. Denn bereits im Frühjahr 2012 hatte die Gemeinde einen öffentlichen Wettbewerb zur Errichtung eines Seniorenzentrums ausgelobt, den die Evangelische Heimstiftung letztlich für sich entscheiden konnte.

„Nun ist das erste Ziel erreicht. Mit dem Richtfest feiern wir hier in Albershausen das Entstehen eines modernen und zukunftsfähigen Quartierhauses, in das die Evangelische Heimstiftung insgesamt 7,9 Mio. Euro investiert“, sagte Bernhard Schneider, Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung. 

Das neue Seniorenzentrum wird über 50 Plätze ausschließlich in modernen, großzügigen Einzelzimmern und mit jeweils eigenem Bewohnerbad verfügen, die in vier Hausgemeinschaften mit je zwölf und 13 Plätzen aufgeteilt werden. Es werden außerdem elf betreute Seniorenwohnungen, ein Andachts- bzw. Mehrzweckraum im Gartengeschoß und ein Friseursalon entstehen. 


Für die zuständige Regionaldirektorin, Karin Stiebler, ist die Lage in der Ortsmitte ausge- zeichnet: „An dieser Stelle sind alle wichtigen Einrichtungen für die Heimbewohner wie Metzger, Bäcker, Arzt und Apotheker vorhanden. Das Rathaus und die Kirche sind in unmit- telbarer Nähe. Trotzdem kann man die Ruhe im rückwärtigen Bereich genießen“. 

Juni 2016. Redaktion pflegeinfos.net

Dienstag, 14. Juni 2016

Hautpflege von älteren Menschen - wie pflegende Angehörige sich am besten um Altershaut kümmern und die richtigen Produkte verwenden

Eine repräsentative Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) zeigt, dass die richtige Hautpflege in der häuslichen Versorgung eine große Herausforderung darstellt: Pflegekräfte drohen im Produkt-Dschungel die Orientierung zu verlieren – Empfehlungen werden oft nicht umgesetzt.

60 Prozent der Menschen, die in Deutschland zuhause von einem Pflegedienst unterstützt werden, benötigen Hilfe bei der Hautpflege. Diese ist bei Pflegebedürftigen sehr wichtig, weil die Haut im hohen Alter oftmals besonders empfindlich ist und unter anderem zu starker Trockenheit neigt. Reizungen, Verletzungen und falsche Behandlung der Altershaut können dann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. 

Welches sind die richtigen Pflegemittel für Altershaut?
Eine bisher einmalige, im amerikanischen Fachjournal „Journal of Advanced Nursing“ (JAN) veröffentlichte Untersuchung des ZQP und der Charité-Universitätsmedizin Berlin zeigt, dass sich viele professionelle Pflegekräfte schwertun, Empfehlungen zur richtigen Hautpflege umzusetzen. Dabei stellen vor allem Reinigungs- und Pflegemittel ein zentrales Problem dar – auch weil die Produktvielfalt von Seifen, Waschgels, Lotionen und Cremes kaum zu überschauen ist.


Wichtig: ein hautfreundlicher ph-Wert
Zu häufig werden Produkte in gutem Glauben oder sogar achtlos eingesetzt. Wirksamkeitsnachweise hingegen sind offenbar kaum ausschlaggebend. Hautpflegeanwendungen scheinen insgesamt oftmals nicht zielgerichtet genug zu erfolgen und die besonderen Anforderungen der Haut des Pflegebedürftigen dabei kaum berücksichtigt zu werden. Auch andere empfohlene Aspekte der angemessenen Hautpflege werden anscheinend vernachlässigt. So wird nicht konsequent darauf geachtet, Produkte mit hautfreundlichem ph-Wert zu verwenden oder besonders trockene Haut mindestens zweimal täglich einzucremen.

Die beschriebenen Herausforderungen für professionell Pflegende weisen auf ein weiteres Problem hin: Wie können pflegende Angehörige ohne fachliche Qualifikation wissen, worauf sie bei der Hautpflege achten sollen?

„Einen Menschen bei der Körperpflege zu unterstützen, gehört zu den Grundanforderungen der Pflege und wird enorm unterschätzt. Intuition allein reicht dabei nicht. Daher müssen wir Pflegenden gesicherte Informationen zu Pflegetechniken und auch Hinweise zur Wahl der richtigen Pflegeprodukte anbieten“ erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP und Mitautor der wissenschaftlichen Publikation im JAN.


Ratgeber des ZQP zur richtigen Hautpflege
Um pflegende Angehörige bei der richtigen Hautpflege ihrer Nächsten zu unterstützen, bietet das ZQP einen kostenlosen Ratgeber mit fachlich korrekten und leicht verständlichen Tipps. Die Broschüre gibt Hinweise, wie pflegende Angehörige passende Reinigungs- und Pflegeprodukte für sensible Altershaut finden.


Zudem informiert der Ratgeber über häufige Probleme wie Hauttrockenheit, Wundheit, Entzündungen durch Inkontinenz sowie Druckgeschwüre, und veranschaulicht, wie die Hautgesundheit bei Pflegebedürftigen verbessert und Komplikationen möglichst vermieden werden können. „Hautveränderungen sollten grundsätzlich beobachtet und im Zweifel ärztlicher Rat hinzugezogen werden“, erklärt Suhr.

Tipp: Die Broschüre zur richtigen Hautpflege kann kostenlos unter www.zqp.de heruntergeladen werden. Versand auf Anfrage.
 
Juni 2016. Redaktion pflegeinfos.net

Montag, 13. Juni 2016

Pflegestützpunkt Waldenbuch und Schönaich: Beratung rund um Pflege, Pflegestufen, barrierefreies Wohnen und häusliche Versorgung

Eine unabhängige Beratung rund um Wohnen und Leben im Alter sowie Pflege im Heim oder zu Hause erhalten Interessierte in Waldenbuch sowie Schönaich beim lokalen Pflegestützpunkt. Diese Einrichtung ist eine neutrale und anbieterunabhängige Beratungsstelle zu allen Fragen rund um das Thema Pflege.

Der Stützpunkt informiert nach eigenen Angaben "über gesetzliche und kommunale Leistungen, gibt Auskünfte über regionale Unterstützungsangebote, unterstützt bei Antragsstellungen im Rahmen der Pflegebedürftigkeit und berät zu Wohnformen und Vorsorge im Alter".

Der Pflegestützpunkt für Schönaich, Steinenbronn und Waldenbuch befindet sich unter folgender Adresse: Im Hasenbühl 16, 71101 Schönaich. Zu erreichen unter Telefon 07031 - 70 204 56. Die Sprechzeiten sind pro Woche begrenzt, eine telefonische Anmeldung ist ratsam.

Zum Beratungsangebot des Pflegestützpunkts im Kreis Böbliingen zählen auch Familienpflege, Kurzzeitpflege, Wohnberatung und Tipps zur Organisation der häuslichen Pflege (u.U. auch mit externen Haushaltshilfen etwas aus Osteuropa).

Letztere Dienstleistung (24h Betreung) bietet in Waldenbuch, Aichtal, Bonlanden, Musberg, Schönaich und Steinenbronn unter anderem der  Seniorenservice von riva-care an. 

Pflegebedürftige Senioren und ihre Angehörigen können folgende Dienstleistungen von riva-care in Anspruch nehmen:
• 24h Haushaltsbetreuung daheim in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus
• 24h Grundpflege und Kochen, Wäsche, Freizeitgestaltung
• Besorgungsfahrten und Arztbesuche sowie dauerhafte Anwesenheit
• Urlaubsbetreuung von pflegebedürftigen alten Menschen (mind. vier Wochen)

Für diese Dienstleistungen stehen zuverlässige osteuropäische Betreuerinnen und seit Januar 2015 auch Helferinnen aus Kroatien und Serbien zur Verfügung, die 24 Stunden im Pflegehaushalt bleiben und eine Alltagsbetreuung (mit Hauswirtschaft) gewährleisten. Großer Vorteil: Angehörige werden entlastet.

24h-Betreuung in Waldenbuch: Mit einer Haushaltshilfe können Senioren in ihren vier Wänden bleiben

In der Praxis funktioniert die Zusammenarbeit zwischen der osteuropäischen Betreuerin und der Pflegeperson sehr gut. Die meisten Kräfte sprechen gut deutsch und sind hauswirtschaftlich versiert. Im Verbund mit den ambulanten Diensten, Ärzten und Angehörigen schaffen die 24-Stunden-Betreuerinnen ein gutes Versorgungsnetz und geben den Familienangehörigen Sicherheit. 

24h Betreuung in Waldenbuch, Schönaich, Steinenbronn und im Landkreis Böblingen: Nutzen Sie die Erfahrung von riva-care (seit 2010 im Großraum Stuttgart tätig). Die Pflege-Experten beraten auch zu Pflegestufen und Finanzierung der 24h Pflege durch Pflegekassen und den Staat. Beratung und Angebote sind kostenfrei und und ohne Verpflichtungen.

Weitere Informationen zur privaten 24h-Stunden-Betreuung in Waldenbuch, Schönaich und Landkreis BB erhalten Angehörige unter Telefon (0711) 966 66 533 oder im Internet unter www.riva-care.de 

Juni 2016. Redaktion pflegeinfos.net
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