Dienstag, 28. März 2017

Neue Datenbank zu Pflege und Versorgung älterer Menschen: www.zqp.de/forschungsdatenbank

Die Forschungslandschaft im Bereich Pflege und Versorgung älterer, hilfebedürftiger Menschen in Deutschland ist vielfältig, aber schwer überschaubar. Bisher fehlte eine zentrale Übersicht, die diese Arbeiten systematisch und detailliert abbildet. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat daher eine neue, frei zugängliche und deutschlandweit einmalige Online-Datenbank mit aktuell über 900 Forschungsprojekten zum Thema veröffentlicht.

Damit bietet sie sowohl für die Pflegeforschung als auch die Pflegepraxis ein relevantes Informationsangebot, das inhaltlich beispielsweise von Wohn- und Versorgungsformen über pflegerische Interventionen und Konzepte, Beratung bis hin zur pflegerischen Bildung, Gesundheitsförderung, Prävention, Rehabilitation und E-Health reicht. Die Datenbank hilft, Forschungsschwerpunkte in Deutschland zu erkennen, Forschungslücken und Förderer zu identifizieren oder einfach aktuelle Forschungsprojekte aufzufinden.

„Mit unserer Datenbank bieten wir eine offene Plattform zum Austausch von Wissen, Erfahrung und Ideen für die Pflegeforschung in Deutschland. Forschungsergebnisse können so noch leichter genutzt und Forschende in der Pflege besser vernetzt werden. In unserer Gesellschaft des langen Lebens ist das gebündelte Fachwissen aus der Wissenschaft hoch relevant für die Weiterentwicklung der Versorgung alter pflegebedürftiger Menschen”, erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP.


Für die Kontaktaufnahme sind die wissenschaftlichen Institutionen mit den projektverantwortlichen Personen und den Kontaktdaten aufgeführt. Außerdem besteht für Forschende die Möglichkeit, ihre Projekte selbst anzulegen, zu verwalten und darzustellen. Jeder kann also kostenlos mitmachen.

Mehr zur Forschungsdatenbank auf /www.zqp.de/forschungsdatenbank

März 2017. Redaktion pflegeinfos.net


Dienstag, 13. Dezember 2016

Online-Plattform für Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und Helfer: Pflegix vermittelt Fachkräfte und Haushaltshilfen

Pflegix heißt ein neues Pflege-Startup-Unternehmen aus Witten, das auf den demografischen Wandel einer älter werdenden Gesellschaft mit einem praktischen Hilfsangebot reagiert. Tim Kahrmann, Geschäftsführer des Entrepreneurship Zentrums Witten (EZW) an der Universität Witten/Herdecke, hat gemeinsam mit zwei Informatik-Studenten auf die Nachfrage nach flexiblen Dienstleistungen im häuslichen Umfeld reagiert: „Es gibt einfach immer mehr ältere Menschen, die zwar kleinere Hilfestellungen im Alltag benötigen, aber gern so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben möchten.“

Pflegix bringt Senioren und Alltagsbegleiter zusammen
 

Menschen, die Hilfe benötigen, finden über den neuen Onlinemarktplatz www.pflexix.de passende Unterstützung. Das Startup wendet sich an Senioren, Familien und Menschen mit Unterstützungsbedarf. Mehr als 3.000 Helfer haben sich bereits in 14 Städten in NRW, Frankfurt und Hamburg registriert. Unter den registrierten Helfern befinden sich examinierte Pflegekräfte, Pflegehelfer, zertifizierte Seniorenbetreuer und Alltagsbegleiter, aber auch Haushalts- und Putzhilfen und Menschen, die anderen gern helfen. 

Pflegix listet die Helfer in unmittelbarer Nähe und vereinfacht die Suche mittels verschiedener Filterfunktionen. Die Leistungen der Helfer sind flexibel stunden- oder tageweise buchbar, regelmäßig oder nur nach Bedarf.

Die auf der Plattform registrierten Helfer erbringen ihre Leistungen in selbständiger, gewerblicher Tätigkeit und werden von den Pflegix-Betreibern in einem mehrstufigen Verfahren geprüft und einzeln ausgewählt. Vor der Buchung haben die Auftraggeber die Möglichkeit, die Helfer persönlich kennenzulernen.


Der Helfer oder die Helferin nutzt die Pflegix-Plattform, um die erbrachten Stunden zu dokumentieren. Pflegix übernimmt Rechnungsstellung und Zahlungsabwicklung. Die Registrierung ist für die suchenden Familien kostenlos. Kosten entstehen erst bei der erfolgreichen Vermittlung, bei der eine prozentuelle Gebühr des Stundensatzes berechnet wird.

Pflegix macht darüber hinaus vom Gesetzgeber geschaffene Angebote zur Entlastung pflegender Angehöriger nutzbar, so dass die über die Plattform buchbaren Leistungen für die Familien bezahlbarer werden und zum Teil sogar kostenfrei sind. So bezuschussen die Pflegekassen Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen mit bis zu 2.418 Euro jährlich für die Inanspruchnahme von Angeboten zur Ersatzpflege (Stand Dezember 2016, ohne Gewähr). Dies beträgt bei einem Stundensatz von beispielsweise 15 Euro pro Stunde mehr als 160 Stunden kostenfreier Unterstützung pro Jahr.


Noch jung und fit: die Gründer des digitalen Portals Pflegix
 

"Pflegix als virtueller Alltagshelfer und die UW/H sind die geborenen Partner“, sagt UW/H-Vizepräsident Rudi Wimmer. „Denn die Pflegewissenschaft ist in Witten mit erfunden worden und genießt einen hervorragenden Ruf. Pflegix als innovatives Pflegestartup wird viele Problemlösungen für Unterstützungsbedarfe liefern und erfolgreich arbeiten.“  

Fazit der Redaktion pflegeinfos.net: 
Jedes Engagement rund um Betreuungsangebote für Senioren und Pflegebedürftige ist zu begrüßen. Doch auch Pflegix kann ein Problem nicht lösen – den Mangel an motivierten, empathischen Menschen, die Spaß an der Betreuung haben und vor allem flexibel und nachhaltig zur Verfügung stehen. Immer wieder interessieren sich Menschen für einen Job oder ein Ehrenamt in diesem Bereich. Doch schon nach kurzer Zeit starten sie etwas Neues oder setzen sich selbst zur Ruhe. Oder sie nehmen anderswo einen bezahlten Job an, der schnell mehr Geld bringt. Deshalb wird Pflegix nur Erfolge verbuchen, wenn die Datei gut gefüllt und vor allem aktuell ist. Denn "Karteileichen" nützen niemandem und lassen das Interesse an so einem Portal schnell schwinden.

Dezember 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR

Montag, 12. Dezember 2016

Pflegekräfte in Bayern erhalten Auszeichnung: Bayrischer Heilbäder-Verband organisiert außerdem Urlaubstage für engagierte Personen

Unter dem Motto „Pflegenden den Rücken stärken“ fordert der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV) die Kur als Pflichtleistung der Krankenkassen für Arbeiter in Pflegeberufen sowie pflegende Angehörige.

„Pflegekräfte und Angehörige leisten einen unersetzlichen Dienst an der Gesellschaft“, sagte der BHV-Vorsitzende Klaus Holetschek (MdL) Anfang Dezember 2016 in München. „Sie sind besonders gefährdet, an Burnout zu erkranken, sie haben außerordentliche physische und psychische Belastungen. Deshalb muss es für sie ohne Wenn und Aber einen Anspruch auf eine Kur geben.“


Bei der Preisverleihung: Pflegekräfte und die Gastgeber
Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen lud Holetschek gemeinsam mit Bayern Gesundheitsministerin Melanie Huml zehn ausgewählte Pflegekräfte aus den unterschiedlichsten Gegenden Bayerns in den Bayerischen Landtag nach München.

In einer symbolischen Geste überreichten Ministerin und Vorsitzender jeweils einen Freiaufenthalt in einem bayerischen Heilbad oder Kurort. Zwei dieser Hotel-Gutscheine wurden dabei von Bodenmaiser Vier-Sterne-Betrieben gestiftet.

Das Wellness- und Wohlfühlhotel Waldeck und das Wander- und Aktivhotel Adam Bräu stellten den verdienten Mitarbeitern jeweils eine Woche Urlaub mit Halbpension inklusive drei Anwendungen zur Verfügung. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Bodenmais Tourismus und Marketing GmbH, Elke Brem und Marco Felgenhauer, war Adam Bräu-Geschäftsführer Roland Pongratz nach München gereist, um seinen Gutschein persönlich zu übergeben.

Für Bodenmais im Bayrischen Wald, gerade erst wieder in den erlesenen Kreis der Bayerischen Heilbäder zurück gekehrt, war es eine Selbstverständlichkeit, sich an der besonderen Aktion zu beteiligen. www.bodenmais.de 

Dezember 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR

Mittwoch, 30. November 2016

Stuttgarter Kammerorchester "arcata stuttgart" spielt vor Menschen mit Demenz – bundesweites Projekt "Auf Flügeln der Musik"

Dirigent Patrick Strub und das Orchester "arcata stuttgart"

Der folgende Beitrag erschien in der Hauszeitschrift WeitWinkel des Wohlfahrtswerks für Baden-Württemberg, Ausgabe 2.2016:

Es ist eine doppelte Premiere an diesem Pfingstsamstag im Ludwigstift Stuttgart: Über 50 Bewohnerinnen und Bewohner kommen zu einem Konzert des Kammerorchesters „arcata stuttgart“ in den Gemeinschaftssaal und zum ersten Mal beteiligt sich die Einrichtung am Projekt „Auf Flügeln der Musik“. Dahinter verbirgt sich ein Programm zur Kulturteilhabe von Menschen mit Demenz durch Besuche von Konzerten oder Orchesterproben.

2012 wurde es vom Institut für Bildung und Kultur e.V. in Remscheid ins Leben gerufen – vor dem Hintergrund, „dass Demenz immer noch angst- und tabubesetzt ist und oftmals zu sozialer Isolation führt“. Konzerte für Menschen mit Demenz zu veranstalten sei ein kleiner Schritt in Richtung einer demenzfreundlichen Gesellschaft. Die Veranstaltung im Ludwigstift ist der Geschäftsführerin von „arcata stuttgart“, Mechthild Fischer, zu verdanken, die an das Heim herangetreten ist. Das Orchester nimmt an dem Projekt teil und erhält hierfür vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Stuttgart eine Förderung – pro Jahr können so drei lokale Auftritte stattfinden.

Melodien zum Mitsingen

Für den Nachmittag im Ludwigstift hat Dirigent Patrick Strub drei Stücke von W. A. Mozart, Ottorino Respighi und Samuel Barber ausgewählt. Vor und nach diesem Klassik-Block stimmt das Kammerorchester die bekannten Volkslieder „Komm lieber Mai und mache“ und „Alle Vöglein sind schon da“ an. Liedtexte liegen auf den Stühlen, so dass die älteren Menschen mitsingen können. Dirigent wie auch Einrichtungsleiter Günter Kassühlke bestätigen, dass die Akustik im Raum exzellent ist und der Klangkörper seine volle Wirkung entfaltet. 

Es ist zudem die sehr klare Kommunikation von Patrick Strub mit dem Publikum, die zum Erfolg der Veranstaltung beiträgt. Bevor er Respighis „Antiche Danze III“ anstimmt, eine fröhlich-leichte Komposition, erzählt er von der Reise nach Italien, von Meer und Sonne, von Jugend und Unbekümmertheit. Einige Köpfe im Saal nicken und erinnern sich vielleicht an eigene Aufenthalte in Bella Italia.

Zuhörer aus der Domus-Wohngruppe

Damit wäre schon ein Ziel von „Auf Flügeln der Musik“ erreicht, wie die Gründer ausführen: „Es geht nicht um das Vermitteln von kognitiven Inhalten. Vielmehr werden ein Rahmen und eine Atmosphäre geschaffen, die stimulierend wirken und einen Austausch über das Musikerlebnis oder andere damit assoziierte Gedanken oder Erinnerungen erleichtern“. Unter den Gästen des Konzerts befanden sich neben Senioren aus dem Betreuten Wohnen und den Pflegegruppen auch Bewohner aus der Domus-Wohngruppe des Ludwigstifts. Bis zu 20 schwer dementiell erkrankte Menschen finden hier eine Heimat und professionelle Betreuung.

Tipp für Interessierte: arcata stuttgart wird auch 2017 wieder Konzerte für Senioren und pflegende Angehörige in der Region Stuttgart geben. Termine unter www.arcata-stuttgart.de

November 2016. Frank Bantle

Copyright Fotos: Bantle




Musiker vor dem Konzert in Räumen der Tagespflege

Mittwoch, 7. September 2016

Neues Sonderheft für die Generation 50plus von Reformhaus: Tipps für Ernährung, Bewegung und Work-Life-Balance in der zweiten Lebenshälfte

Alt sein will niemand, älter werden schon! Die über 50-jährigen Deutschen sind heute so fit und gesundheitsbewusst wie keine gleichaltrige Generation vor ihnen. Wie man sich optimal an neue Phasen anpassen und sich lange eine hohe Lebensqualität erhalten kann, erfahren die jungen Alten im neuen Sonderheft „Reformhaus® - gesund & schön: Lust auf 50+ - Gesund, fit und entspannt in jedem Alter“. 

Das Magazin ist ab dem 15. September 2016 in allen teilnehmenden Reformhäusern bundesweit zum Preis von 2,50 Euro erhältlich.

Die über 50-Jährigen bilden jetzt schon die Mehrheit der Bevölkerung. Doch als „alt“ verstehen sie sich nicht. 81 Prozent der über 50-Jährigen fühlt sich vielmehr gesundheitlich gut, belegt die Generationen-Studie „50+“ des Meinungsforschungsinstituts INSA. Diese Generation gestaltet ihren Alltag aktiv, ist konsumfreudig und kaufkräftig.


Tipps für Generation 50 plus
Fundierte Tipps für Best Ager ab 50

Was ist mein biologisches Alter?
Das Sonderheft will den über 50-Jährigen Starthilfe für ihre zweite Lebenshälfte geben. Die Lektüre ist vielseitig: Übungen von ExpertInnen geben Hilfestellungen, die mühelos in den Alltag zu integrieren sind. Das Magazin stellt Yogaübungen für SpäteinsteigerInnen ebenso wie Tipps zur Verwöhnpflege mit Anti-Aging-Wirkstoffen vor. Auch Strategien gegen Stress und ein Best-Aging-Coaching gehören zu den Themen des Magazins. Spielerisch kann man bei einem großen Test herausfinden, welches das eigene wahre biologische Alter ist.


Ernährung, Bewegung und Entspannung helfen
„Wer gesund 100 Jahre alt werden will, sollte in seine Gesundheit auch lebenslang investieren“, sagt Rainer Plum, Vorstand der Reformhaus eG. „Der Schlüssel liegt in der Achtsamkeit bei der Auswahl qualitativ hochwertiger Produkte ebenso wie beim Umgang mit Stress.“ Für ein langes, gesundes Leben braucht es den harmonischen Dreiklang aus Ernährung, Bewegung und Entspannung. Wer regelmäßig aktiv ist und sich überwiegend pflanzlich ernährt, wirkt den Top 10 der heutigen Krankheiten entgegen – so lautet das Credo von Prof. Dr. Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. www.reformhaus.de

September 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Reformhaus

Montag, 5. September 2016

Trinkbedarf von älteren Menschen im Auge behalten. Eine wiederbefüllbare Trinkflasche am besten immer mitführen

Gerade ältere Menschen trinken häufig zu wenig – sei es weil sie es vergessen, sie Angst vor zu häufigen Toilettengängen haben oder unterwegs keinen Trinkbehälter dabei haben. „Da sich das Durstgefühl mit dem Alter verringert, bemerken Senioren einen Flüssigkeitsmangel oft erst sehr spät“, erklärt Gesundheitsexpertin Katja Schneider von Ratgeberzentrale.de. Als Folge könnten etwa Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Schwindel oder auch Verwirrtheit auftreten. 


Tipp für Senioren: Trinkflasche mitnehmen
 

Das Lieblingsgetränk immer dabei
Wichtig ist speziell für Senioren, regelmäßig und über den Tag verteilt zu trinken. Denn Trinken auf Vorrat nützt wenig, da der Körper nur kleine Mengen auf einmal verarbeiten kann – der Rest wird einfach wieder ausgeschieden. Problematisch ist dies häufig, wenn man unterwegs ist, etwa bei einem Ausflug. Die oft aufwändige Suche nach einem Kiosk oder einer Gaststätte kann man sich sparen, wenn man beispielsweise eine wiederbefüllbare Glasflasche in der Tasche dabei hat.


Produkttipp - ein gutes Geschenk für ältere Menschen
„Emil die Flasche“ etwa steckt gut geschützt in einem stabilen Thermobehälter und einer Stoffhülle, so kann sie nicht zerbrechen. Die Getränke halten lange Zeit ihre Temperatur – egal ob warm oder kalt. Der Schraubverschluss verhindert ein Auslaufen der Flasche, sogar bei kohlensäurehaltigen Getränken. Der Trinkbehälter, der in verschiedenen Größen unter www.emil-die-flasche.de bestellt werden kann, ist geschmacksneutral und zudem umweltfreundlicher als Kunststoffflaschen.

Abwechslung bei den Durstlöschern

Gute Durstlöscher sind Mineralwässer, ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees sowie verdünnte Fruchtsaftschorlen. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und schwarzer Tee gelten – anders als früher vermutet – nicht als Flüssigkeitsräuber, sondern tragen ebenso zum Wasserhaushalt bei. Am besten variiert man ab und zu, um den Trinkspaß zu fördern. Über wasserhaltige Lebensmittel wie Gemüse und Obst kann man die aufgenommene Flüssigkeitsmenge ebenso erhöhen.


Wie hoch ist der Trinkbedarf bei Senioren?
Die Bundesärztekammer empfiehlt allgemein, täglich 1,5 Liter bis zwei Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Bei hohen Temperaturen oder auch sportlichen Aktivitäten sollte es deutlich mehr sein. Den individuellen Trinkbedarf besprechen Senioren am besten mit ihrem Hausarzt. Durch feste Gewohnheiten – etwa, wenn man zu jeder Mahlzeit ein Glas Wasser oder Saftschorle zu sich nimmt – lässt sich das Trinkverhalten verbessern. Wer die gesamte Flüssigkeitsration für den Tag schon morgens gut sichtbar bereitstellt, behält dabei einen guten Überblick. 


September 2016. Text: djd
Copyright Fotos: PR/djd (EmilR-Knetschke, Fotolia)

Ombudstelle des Kreisseniorenrats Tübingen: Hier können ältere Menschen Dampf ablassen, wenn sie schlecht behandelt werden!

Immer wieder kommt es vor, dass ältere Menschen beleidigt oder aber vorsätzlich herabgestuft und betrogen werden: in einem Ladengeschäft, wenn das Personal wenig Zeit hat, beim Warten in einer Schlange, an einem Fahrkartenautomaten, wenn es etwas langsamer dauert. Dies ist nicht schön und führt häufig dazu, dass ältere Menschen unsicher werden und sich immer weniger aus dem Haus trauen.

Hinzu kommen Verträge, die älteren Menschen oft aufgenötigt werden. Leider gibt es immer mehr Ganoven, die es ausschließlich auf Senioren abgesehen haben.

Für Betroffene im Raum Tübingen gibt es allerdings eine Anlaufstelle für ihre Sorgen: die Ombudstelle des Kreisseniorenrates. Sie ist eine Beschwerdestelle gegen Benachteiligungen und Herabsetzungen älterer Bürgerinnen und Bürger und kann von jedermann angefragt werden.


Denn oft wissen sich Seniorinnen und Senioren in solchen Fällen allein oder zusammen mit Angehörigen, Freunden und Bekannten zu wehren. Es gibt aber auch immer wieder Fälle, in denen sich ältere Menschen nicht in der Lage sehen, ihre Belange selbst wahrzunehmen und ihnen auch keine Person ihres Vertrauens zur Seite steht.

Hier will die Ombudsstelle als unabhängige, ehrenamtliche und neutrale Beschwerdestelle für Seniorinnen und Senioren weiterhelfen. An sie kann man sich wenden, wenn man einerseits allein nicht mehr weiter weiß und andererseits eine Auseinandersetzung etwa vor Gericht vermeiden möchte. Auch Nachbarn, Angehörige und andere Personen können sich melden, wenn sie sehen, dass ein älterer Mensch schlecht behandelt oder über den Tisch gezogen wurde.

Kontakt zur Beschwerdestelle: Kreisseniorenrat Tübingen Schmiedtorstraße 2, 72070 Tübingen, Tel.: 0 70 71 / 92 08 86 7


September 2016. Redaktion pflegeinfos.net




WERBUNG:
24h Betreuerinnen für Senioren- und Pflegehaushalte. Seit 2010 hilft das Team von riva-care im Landkreis Tübingen und entlastet pflegende Angehörige.
Mehr unter www.riva-care.de und telefonisch unter 0171 - 533 33 69.