Freitag, 20. Mai 2016

Einkaufs-Service für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen: drei Beispiele aus dem Südwesten zeigen Ideen und Lösungen



Der nachfolgende Beitrag wurde in der Hauszeitschrift des Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg (www.wohlfahrtswerk.de) im Frühjahr 2016 veröffentlicht: 

Was tun, wenn man als Bewohnerin oder Bewohner ein paar Produkte des täglichen Bedarfs benötigt, aber die Einrichtung nicht mehr verlassen kann oder auf Hilfe beim Einkaufen angewiesen ist? Drei Lösungen aus dem Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg im Kurzporträt.

1. Altenburgheim Stuttgart Bad-Cannstatt: Hilfe von der Schülerfirma 

„Was steht auf unserer Einkaufsliste?“ – Sulaf und Sanela, beide 14 Jahre alt, lesen vor: „Ein Glas saure Gurken, 500 Gramm Apfelsinen, helle Trauben ohne Kerne, Feuchtigkeitscreme und eine Packung Meisenknödel“. Gemeinsam mit Kristina (14) und Melanie (16) starten sie an diesem Nachmittag vom Altenburgheim aus zu einer kleinen Shoppingrunde, begleitet von Margareta Kirchhoff, pädogogische Fachkraft an der Steigschule. Die Bestellungen wurden am Vortag von Bewohnern der Einrichtung aufgegeben. Nach einer Stunde sind die vier Teenager wieder da und bringen nun die Artikel persönlich bei jedem älteren Menschen vorbei. In aller Regel hat eine Schülerin für je einen Bewohner die Waren in ihrer Tasche, überreicht sie und listet die Kosten auf. 

Entweder bezahlen die „Kunden“ dann sofort in bar – oder der Betrag wird vom Heim über das Taschengeldkonto abgebucht. Zwei bis drei Mal pro Monat läuft dieser Einkaufsservice zum Wohl der Beteiligten im Altenburgheim und in der benachbarten Förderschule. „Unsere Bewohner kommen dadurch an Süßigkeiten, Drogerieartikel, Zeitschriften oder exotische Früchte, die es sonst im Haus nicht gibt“, berichtet Sabine Hogh vom Sozialdienst. Sie kümmert sich gemeinsam mit einer FSJ-Mitarbeiterin darum, dass die Bestellungen auf einer Einkaufsliste gebündelt werden – die Schülerinnen können dann gleich in die umliegenden Supermärkte und Läden ausschwärmen.

Das Projekt läuft in der Stuttgarter Steigschule als Schülerfirma: Alle vier „Mitarbeiterinnen“ mussten sich für den Job bewerben und erhalten auch ein kleines Entgelt dafür. Die Kosten trägt die Dr. Klaus Lang Stiftung. Sanela, Sulaf, Kristina und Melanie profitieren also doppelt vom Einkaufsservice: Sie bekommen so Kontakte zu älteren Menschen und einer Altenhilfeeinrichtung (Arbeitgeber) – außerdem lernen sie reale Abläufe einer professionellen Dienstleistung kennen.


 
Wohnzentrum Grüne Burg, Pfullendorf: "Marktlädele" für Bewohner

2. Wohnzentrum Grüne Burg, Pfullendorf: Marktlädele rollt durchs Haus

Nach einer mehrmonatigen Pause startete im Januar 2016 im Wohnzentrum Grüne Burg das „Marklädele“ wieder seinen Betrieb. Mit dem kleinen Wagen versorgt die Einrichtung in Pfullendorf Bewohnerinnen und Bewohner mit Körperpflegeprodukten, Zeitschriften oder Süßem. „Gerade unsere autonomen Bewohner sind sehr glücklich, dass es nun weitergeht mit dem Projekt“, berichtet Verwaltungsmitarbeitern Sonja Braun. „Es gibt ihnen vermutlich das Gefühl von Selbstbestimmtheit, ohne jemanden um Besorgungen bitten zu müssen.“ Zusammen mit Helena Hensch-Senin (Betreuungsassistentin) organisiert sie jeden Dienstagmittag die Verkaufstour.

Zu den Terminen und den angebotenen Produkte hängt in jeder Wohngemeinschaft sowie im Aufzug ein Infoblatt. Im Angebot des rollenden Minimarkts sind Körperpflegeprodukte (Duschgel, Deo, Creme, Rasierutensilien, Zahn- bzw. Prothesenpflege) und eine stets gut bestückte "Süßwarenabteilung" mit Keksen, Erdnüssen, Schokolade, Schokoküsse, Bonbons und Gummibärchen. Sonja Braun: „Wir beginnen unsere Runde mit frisch gefülltem ‚Lädele’ und besuchen alle Personen auf den Zimmern oder im Aufenthaltsbereich. Manche warten schon freudig, andere stöbern nur kurz und gehen dann wieder.“

Durch den persönlichen Kontakt erfährt das Marktlädele-Team auch von Sonderwünschen, die dann in der nächsten Woche mitgebracht werden. Renner im Sortiment sind neben Schokoküssen derzeit Schokolade und Kekse, die aber vielfach an Besucher, Familienangehörige oder Mitarbeiter der Grünen Burg weiterverschenkt werden.

3. Haus Heckengäu, Heimsheim: Einkaufen mit Chauffeur

So macht Einkaufen besonders Spaß: mit Chauffeur, einem geräumigen Kleinbus, Ausstieghilfe und immer netten Gesprächen auf der Fahrt und in den Läden. Im Haus Heckengäu (Enzkreis) profitieren rüstige und mobile Senioren von diesem Angebot. Zweimal pro Monat fahren sie Ehrenamtliche zu zwei Lebensmitteldiscountern und einem Drogeriemarkt in Heimsheim. Dann können sie dort in Ruhe persönliche Einkäufe tätigen, den einen oder andern Schwatz halten und vor allem einmal was anderes sehen. Bequem und schnell geht es anschließend mit dem „Busle“ wieder in die Einrichtung, die auf einer Anhöhe liegt.

Bei entsprechender Nachfrage, so Leiterin Tina Laubengeiger, würde es im Frühjahr und Sommer auch eine Tour in ein Gartencenter nach Leonberg geben. Der hauseigene Kleinbus ist zudem an weiteren Tagen im Shopping-Einsatz: Seit Juli 2015 bietet der Stadtseniorenrat Heimsheim für ältere Mitbürger einen Einkaufs-Fahrdienst an – den Bus stellt das Haus Heckengäu, zehn Ehrenamtliche übernehmen die Touren.

Jeden Dienstag- und Donnerstagnachmittag können sich Senioren im Ort an ihrer Haustüre abholen und zu Wunschadressen chauffieren lassen. Die Resonanz auf dieses Angebot ist sehr gut. Sowohl die Fahrer wie auch die älteren Fahrgäste berichten von netten Unterhaltungen und neuen Kontakten während der Einkaufsrunden.

Mai 2016. Frank Bantle/Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg








Barrierefreiheit in Seniorenwohnungen: Komplettmodernisierung möglich - oder nur bodengleiche Duschen im Bad. Tipps vom Profi

Barrierefrei, seniorengerecht: halbhohe Duschtüre und ebenerdiger Boden

Das altersgerechte Wohnen nimmt bei Überlegungen zum Umbau und zur Modernisierung der eigenen vier Wände heute eine große Rolle ein. Eigenheimbesitzern wie auch Immobilienverwaltungen drängt der demografische Wandel die Möglichkeiten der barrierefreien Wohnraumgestaltung gleichermaßen ins Bewusstsein. Unterschiedlichste Baumaßnahmen wie Treppenlifte, Türenverbreiterungen oder die Einrichtung bodenebener Duschplätze sind letztlich einem Ziel geschuldet: Alltagshindernisse im Zuhause der älteren Bewohner zu beseitigen.

Es existieren viele Förderprogramme

Das Thema Barrierefreiheit im Wohnraum ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Es hat sogar breite politische Dimensionen angenommen. Das spiegelt sich auch in einer weit verzweigten Förderlandschaft wider. Kommunen, Länder, Stiftungen und andere Institutionen wie die bundeseigene Kfw-Bank stellen eine Vielzahl an Finanzierungstöpfen oder Darlehen bereit für bauliche Verbesserungen.

Städte wie Dresden und Heidelberg bieten darüber hinaus eigene Förderprogramme an. Die Situation ist für Senioren und ihre Angehörigen allerdings sehr unübersichtlich. Hinsichtlich des barrierefreien Umbaus gibt es aktuell keinen einheitlichen Überblick, der deutschlandweit aufzeigt, zu welchen Bedingungen es Förderleistungen in welcher Höhe gibt.

Cristian Jacobs empfiehlt, sich deshalb vor einem Umbau genau zu informieren und etwas Zeit in die Nachforschung zu investieren. Das zahle sich meistens aus: „Es ist sinnvoll, auch mal bei Wohnberatungen oder sogar bei den Sozialstellen der Kommunen anzufragen, ob und was es für Fördermöglichkeiten gibt.“


Die Stadt Heidelberg biete beispielsweise mit dem Programm „Barrierefreie Lebenslaufwohnungen“ vielseitige Förderansätze. Jacobs ist Geschäftsführer der Firma GANG-WAY aus Magdeburg. Das Unternehmen nimmt sich dem barrierefreien Umbau von Bädern an. Speziell für die bodenebene Duschplatzgestaltung bietet es alltagstaugliche Lösungen an. 

Von der Komplettmodernisierung bis zur Einzelmaßnahme
Zu den wenigen Institutionen, die barrierefreie Umbauten in Wohnungen generell finanziell unterstützen, zählt Christian Jacobs die Pflegekassen. Ab Pflegestufe 0 können sie Betroffenen einen Zuschuss in Höhe von bis zu 4000 Euro gewähren. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine die Modernisierung einer kompletten Wohnungen handelt oder lediglich um Einzelmaßnahmen wie etwa eine Beseitigung störender Schwellen.


Der Einbau eines barrierefreien Duschplatzes wird auf diesem Weg ebenfalls gefördert. „Material und Handwerkerarbeit sind damit unter Umständen schon zu weiten Teilen finanziert“, sagt Christian Jacobs. Selbst bei ungünstigen baulichen Gegebenheiten.


Die Pumpeninstallation ist hinter einer Revisonsklappe angebracht

Bereitet zum Beispiel die Abwasserführung mit ausreichend Gefälle Schwierigkeiten wegen eines zu niedrigen Bodenaufbaus, empfiehlt der Experte ein Pumpensystem mit dem Namen "Sanftläufer". Das System überwindet das fehlende Gefälleniveau, in dem es das Duschwasser einfach am Ablauf absaugt, ohne störende Schmatzgeräusche.

Die eigentliche Pumpe ist in der Installationswand untergebracht. Das ermöglicht einen sehr niedrigen Aufbau, bis hin zu einem bodengleichen Übergang vom Fußboden in den Duschbereich. „Unterm Strich realisiert man so mit relativ wenig Aufwand einen schwellenlosen Zugang zur Dusche. Die Umbauarbeiten am Boden beschränken sich zudem allein auf den Duschplatz“, führt Christian Jacobs aus.

Bodengleiche Duschen haben viele Vorteile

Gerade weil es auf diese Art machbar ist, Duschen ohne störenden Schwellenzugang zu installieren, warnt der Geschäftsführer von GANG-WAY davor, sich bei einer anstehenden Modernisierung auf faule Kompromisse hinsichtlich der Einstiegshöhe einzulassen: „Einstiege von 6 oder gar 10 Zentimeter Höhe sind nicht förderlich. Ab einem gewissen Alter sind 10 Zentimeter bereits eine gewaltige Hürde.“

Genau geregelt ist dieser Zustand in der DIN 18040-2. Sie hält eine maximale Absenkung von 2 Zentimeter zum angrenzenden Bodenbereich für tolerierbar. Die Kfw-Bank stellt in ihren Vorgaben sogar die Bedingung „Duschplätze müssen bodengleich ausgeführt werden“ und lässt die Toleranz nur in Ausnahmen zu.

Das hat laut dem Profi für Barrierefreiheit im Bad einen weiteren Vorteil, der vor allem bei kleinen Bädern bemerkbar wird. Sie wirken größer, wenn der Boden nur aus einer einzigen durchgehenden Fläche besteht. Vor allem, wenn er einheitlich gefliest ist. Eine zweite Ebene würde das Bad optisch verkleinern, zum Beispiel ein Podest für die Dusche. Zudem führt der Einbau bodengleicher Duschbereiche zu mehr Bewegungsfläche. Beispielsweise kann während des Toilettengangs der Rollator in einem Duschbereich mit wegklappbaren Türen problemlos abgestellt werden.

Antrag bei den Pflegekassen stellen 

Pflegekassen gewähren eine finanzielle Unterstützung in Höhe von höchstens 4000 Euro zum barrierefreien Wohnraumumbau. Die Anträge erhalten Interessierte bei den entsprechenden Pflegekassen. Den Antrag stellen darf, wer mindestens mit Pflegestufe 0 eingestuft ist. Der Antrag sollte unter anderem die Kosten enthalten, es muss also ein konkretes Angebot des zu beauftragenden Handwerkers vorliegen. Eventuell ist zudem die Zustimmung des Vermieters erforderlich, wenn die Wohnung kein Eigentum des Bewohners ist.

Handwerker helfen bei der Antragstelllung

Die Firma GANG-WAY bietet Kunden aus dem Bereich der Immobilienverwalter Unterstützung in diesem Prozess an. Die kommerzielle Wohnberatung umfasst neben dem Antragstellen auch eine Finanzierungsklärung bis hin zur Vermittlung eigener Handwerker.

GANG-WAY wurde als Familienunternehmen mit Sitz in Sülzetal bei Magdeburg im Jahr 1995 gegründet. Seitdem wurden in ganz Deutschland mehr als 5.000 Wohnungen erfolgreich umgewandelt. Die Produktinnovation "Sanftläufer Duschen" entwickelte sich in den letzten Jahren als gute Lösung für bodengleiches Duschen.

Mai 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR/Gang-Way

Donnerstag, 19. Mai 2016

Pflegestützpunkt Markgröningen und Landkreis LB ist neutrale Anlauf- und Beratungsstelle für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige

Eine unabhängige Beratung rund um Wohnen und Leben im Alter sowie Pflege im Heim oder zu Hause erhalten Interessierte in Markgröningen beim lokalen Pflegestützpunkt. Diese Einrichtung ist eine neutrale und anbieterunabhängige Beratungsstelle zu allen Fragen rund um das Thema Pflege.

Der Stützpunkt informiert nach eigenen Angaben "über Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige, Leben mit Demenz, Altersgerechtes Wohnen, Ambulante Hilfen im Landkreis LB wie Häusliche Pflege, Essen auf Rädern, Haushaltshilfen, technische und sonstige Hilfsmittel; Tages, Kurzzeit-, Verhinderungs- und Dauerpflege, Pflegeversicherung, SGB XII sowie Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.


Pflegestützpunkte sind gesetzlich für jeden Landkreis vorgeschrieben. Sie werden von den Krankenkassen und den Landkreisen bzw. Städten organisiert und finanziert – eine Auflistung aller Standorte in Baden-Württemberg finden Sie HIER.

Der Pflegestützpunkt für Markgröningen und die Stadtteile Unterriexingen, Talhausen sowie Hardt- & Schönbühlhof befindet sich im Landratsamt Ludwigsburg (Hindenburgstr. 40/Eingang Eugenstraße, Zimmer 101/Ebene 1, Telefon 07141 - 144 24 65) und ist per E-mail unter pflegestuetzpunkt@landkreis-ludwigsburg.de zu erreichen. Sprechzeiten sind derzeit Mo-Fr von 8.30 bis 12 Uhr, Mo von 13.30 bis 15.30 Uhr und Do von 13.30 bis 18 Uhr, wobei ein Voranmeldung sehr ratsam ist (Stand Mai 2016, Angabe ohne Gewähr).

   


Daheim alt werden – Pflegestützpunkt Ludwigsburg und Markgröningen informiert


Zum Beratungsangebot des Pflegestützpunkts Markgröningen zählen auch Wohnberatung und Tipps zur Organisation der häuslichen Pflege (u.U. auch mit externen Haushaltshilfen).

Letztere Dienstleistung (24h Betreuung) bietet in der Schäferlaufstadt und im ganzen Landkreis Ludwigsburg unter anderem der Seniorenservice von riva-care an

Pflegebedürftige Senioren und ihre Angehörigen können folgende Dienstleistungen von riva-care in Anspruch nehmen:




• 24h Haushaltsbetreuung daheim in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus

• 24h Grundpflege und Kochen, Wäsche, Freizeitgestaltung

• Besorgungsfahrten und Arztbesuche sowie dauerhafte Anwesenheit

• Urlaubsbetreuung von pflegebedürftigen alten Menschen (mind. vier Wochen)


Für diese Dienstleistungen stehen zuverlässige osteuropäische Betreuerinnen und seit Januar 2015 auch Helferinnen aus Kroatien und Serbien zur Verfügung, die 24 Stunden im Pflegehaushalt bleiben und eine Alltagsbetreuung (mit Hauswirtschaft) gewährleisten. Großer Vorteil: Angehörige werden entlastet.


In der Praxis funktioniert die Zusammenarbeit zwischen der osteuropäischen Betreuerin und der Pflegeperson sehr gut. Die meisten Kräfte sprechen gut deutsch und sind hauswirtschaftlich versiert. Im Verbund mit den ambulanten Diensten, Ärzten und Angehörigen im Raum Markgröningen schaffen die 24-Stunden-Betreuerinnen ein gutes Versorgungsnetz und geben den Familienangehörigen Sicherheit. 

24h Betreuung in Markgröningen, Unterriexingen, Möglingen, Tamm, Hohenasperg, Hemmingen und anderen Kommunen im Landkreis LudwigsburgNutzen Sie die Erfahrung von riva-care (seit 2010 im Großraum Stuttgart tätig). Die Pflege-Experten beraten auch zu Pflegestufen und Finanzierung der 24h Pflege durch Pflegekassen und den Staat. Beratung und Angebote sind kostenfrei und ohne Verpflichtungen.

Weitere Informationen zur privaten 24h-Stunden-Betreuung in Markgröningen erhalten Angehörige unter Telefon (0711) 966 66 533 oder im Internet unter www.riva-care.de 
 
Mai 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Fotolia

Mittwoch, 11. Mai 2016

Buchtipp Demenz: Wie sieht die Lebenswelt der Betroffenen aus? Wie gehen wir mit Demenz um?

Demenz rückt immer mehr in die Gesellschaft, seit Frauen und Männer unterschiedlichen Alters davon betroffen sind – und vor allem auch Prominente mit der Krankheit leben müssen oder daran sterben. Erst Anfang 2016 wurde bekannt, dass der Ex-Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Lothar Späth, verstorben am 18- März 2016, daran litt. 

Betroffene sowie Angehörige und Betreuer verarbeiten den Schicksalsschlag Demenz immer häufiger auch künstlerisch – oder in Buchform. So auch in diesem neuen Werk „Wenn der Kopf hinausgeht, ganz weit fort. Wie Menschen mit Demenz das Leben sehen“ (Patmos Verlag)

Die Autorinnen Kathrin Feldhaus und Margarethe Mehring-Fuchs beschreiben die Situation aus der Perspektive dementer Menschen. Humorvoll und realistisch erzählt das von der Veronika-Stiftung in Auftrag gegebene Projekt von der Lebenswelt der Betroffenen und zeigt Wege auf, konstruktiv und bejahend mit Demenz umzugehen. 

Im engen Dialog mit an Demenz erkrankten Menschen in drei unterschiedlichen stationären Pflegeeinrichtungen der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung erlebten die Autorinnen starke Persönlichkeiten – von der Puppensammlerin bis zum Philosophen, der eigentlich Maschinenbauer war. Sie zeigen auf, dass eine neue Perspektive auf Demenz ein persönlicher Gewinn sein kann. Voraussetzung ist die Bereitschaft, die eigenen Vorstellungen von Normalität und Kommunikation infrage zu stellen.

Buch (136 Seiten; 16.99 Euro) mit Audio-CD: Ergänzend fügt Slam-Poet Tobias Gralke die fragmentarischen Gespräche, Originalzitate und Lieder auf der Audio-CD „Bruchstücke“ zu neuen Stücken zusammen, die sich der Erfahrungswelt der Betroffenen auf rhythmische, sinnliche und poetische Weise nähern.


Mai 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR

Montag, 9. Mai 2016

Demenz als Angehöriger, Betreuer oder Nachbar erkennen - Tipps zum Welt-Alzheimertag 2016

In Deutschland leiden aktuell mehr als 1,3 Millionen Menschen unter einer Demenzerkrankung, bis 2050 wird ein Anstieg auf 2,6 Millionen Alzheimer-Patienten prognostiziert. Viele von ihnen leben ohne ausreichende Unterstützung. Die Zahl der Erkrankten steigt mit dem Lebensalter, am häufigsten tritt Alzheimer bei Personen über dem 65. Lebensjahr auf. 

Bis zum Jahr 2060 wird nach den Vorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes in Deutschland jeder Dritte über 65 Jahre alt sein. Dementsprechend ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Alzheimererkrankten künftig weiter ansteigen wird. Die Firma Hausengel GmbH weist darauf hin, Anzeichen von Demenz früh zu erkennen. Welche Tipps gibt es?
 

So erkennen Angehörige, Nachbarn und Freunde erste Anzeichen von Demenz:

Das Krankheitsbild ist gekennzeichnet durch Gedächtnis- und Orientierungsstörungen sowie Störungen des Denk- und Urteilsvermögens.

Die Erkrankten sind zunehmend auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Dabei sind Alzheimer-Kranke keine einheitliche Gruppe, sondern Individuen mit ganz unterschiedlichen Lebensläufen, Kompetenzen und Defiziten, die in ganz unterschiedlichen sozialen Situationen leben. 

Erste Warnzeichen einer Demenzerkrankung können sein:
 

1. Der Erkrankte wiederholt immer die gleiche Frage.
2. Der Erkrankte erzählt immer häufiger die gleiche Geschichte.
3. Der Erkrankte weiß teilweise nicht mehr, wie alltägliche Dinge wie Kochen oder die Handhabung der TV-Fernbedienung funktionieren.
4. Der Erkrankte findet viele Gegenstände nicht mehr oder er legt sie an ungewöhnliche Plätze.
5. Der Erkrankte vernachlässigt sein Äußeres, bestreitet dies aber häufig.
6. Der Erkrankte antwortet auf Fragen, indem er die gestellte Frage wiederholt.
 

Die mit der Hausengel GmbH kooperierenden Betreuungsdienstleister bieten hier die passende Lösung, da sie für die Erkrankten die Organisation der Alltagsabläufe
individuell anbieten
und so eine maßgeschneiderte Begleitung gewährleisten. Ihr Ziel ist dem Vergessen möglichst lange Einhalt zu gebieten und für das Wohlergehen des Erkrankten optimal zu sorgen.



Mit einer sogenannten 24-Stunden-Betreuung kann die demenzerkrankte Person in ihrem gewohnten Umfeld leben und individuell betreut werden. Der Umzug in eine stationäre Einrichtung, in der sie sich neu zurechtfinden müsste und eventuell nicht angemessen betreut werden kann, wird ihr so erspart. Da die Hausengel Betreuungsdienstleister auf die jeweilige persönlichen Störungen des Krankheitsbildes eingehen, schaffen sie in der gewohnten Umgebung eine geeignete Atmosphäre, so dass die Betroffenen die Möglichkeit gewinnen, trotz ihrer Krankheit, in ihren eigenen vier Wänden gefördert zu werden. 

Mai 2016. Redaktion pflegeinfos.net

Freitag, 6. Mai 2016

Haushaltshilfe Senioren in Weil der Stadt – Pflegestützpunkt Weil der Stadt mit Tipps zur häuslichen Betreuung und barrierefreiem Wohnen

Eine unabhängige Beratung rund um Wohnen und Leben im Alter sowie Pflege im Heim oder zu Hause erhalten Interessierte in Weil der Stadt beim lokalen Pflegestützpunkt. Diese Einrichtung ist eine neutrale und anbieterunabhängige Beratungsstelle zu allen Fragen rund um das Thema Pflege.

Der Stützpunkt informiert nach eigenen Angaben "über gesetzliche und kommunale Leistungen, gibt Auskünfte über regionale Unterstützungsangebote, unterstützt bei Antragsstellungen im Rahmen der Pflegebedürftigkeit und berät zu Wohnformen und Vorsorge im Alter". 

Der Pflegestützpunkt für Weil der Stadt und die Teilorte Hausen, Merklingen, Münklingen und Schafhausen befindet sich in der Sozialstation Weil der Stadt (www.sozialstation-wds.de) unter folgender Adresse: An der Woldecke 7, 71263 Weil der Stadt (Kreis Böblingen). Aktuell ist Frau Angelika Gutekunst die Ansprechpartnerin im Pflegestützpunkt Weil der Stadt (Stand Mai 2016, Angabe ohne Gewähr). Telefonisch erreichbar unter 07033 - 30 94 398.


Zum Beratungsangebot des Pflegestützpunks in Weil der Stadt zählen auch Familienpflege, Kurzzeitpflege, Wohnberatung und Tipps zur Organisation der häuslichen Pflege (u.U. auch mit externen Haushaltshilfen).

Letztere Dienstleistung (24h Betreuung) bietet in der Kepplerstadt und im ganzen Landkreis Böblingeunter anderem der Seniorenservice von riva-care an

Pflegebedürftige Senioren und ihre Angehörigen können folgende Dienstleistungen von riva-care in Anspruch nehmen:

• 24h Haushaltsbetreuung daheim in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus
• 24h Grundpflege und Kochen, Wäsche, Freizeitgestaltung
• Besorgungsfahrten und Arztbesuche sowie dauerhafte Anwesenheit
• Urlaubsbetreuung von pflegebedürftigen alten Menschen (mind. vier Wochen)

Für diese Dienstleistungen stehen zuverlässige osteuropäische Betreuerinnen und seit Januar 2015 auch Helferinnen aus Kroatien und Serbien zur Verfügung, die 24 Stunden im Pflegehaushalt bleiben und eine Alltagsbetreuung (mit Hauswirtschaft) gewährleisten. Großer Vorteil: Angehörige werden entlastet.


In der Praxis funktioniert die Zusammenarbeit zwischen der osteuropäischen Betreuerin und der Pflegeperson sehr gut. Die meisten Kräfte sprechen gut deutsch und sind hauswirtschaftlich versiert. Im Verbund mit den ambulanten Diensten, Ärzten und Angehörigen im Raum Weil der Stadt schaffen die 24-Stunden-Betreuerinnen ein gutes Versorgungsnetz und geben den Familienangehörigen Sicherheit. 

24h Betreuung in Weil der Stadt, Weil der Stadt Hausen, Weil der Stadt Manklingen und anderen Kommunen im Landkreis BöblingenNutzen Sie die Erfahrung von riva-care (seit 2010 im Großraum Stuttgart tätig). Die Pflege-Experten beraten auch zu Pflegestufen und Finanzierung der 24h Pflege durch Pflegekassen und den Staat. Beratung und Angebote sind kostenfrei und ohne Verpflichtungen.

Weitere Informationen zur privaten 24h-Stunden-Betreuung in Weil der Stadt erhalten Angehörige unter Telefon (0711) 966 66 533 oder im Internet unter www.riva-care.de 

Mai 2016. Redaktion pflegeinfos.net


Montag, 2. Mai 2016

Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz: Beratung und Hilfe für Wohngemeinschaften – mehr Selbstbestimmung der Bewohner

Am 12. Mai 2016 ist wieder internationaler Tag der Pflege. Angesichts des demografischen Wandels und der damit steigenden Zahl an Pflegebedürftigen einerseits und dem derzeitigen Fachkräftemangel in der Pflege andererseits ein Thema mit hoher gesellschaftlicher Relevanz.

In Deutschland sind bereits jetzt rund 2,6 Millionen Menschen pflegebedürftig, bis 2030 wird sich diese Zahl um knapp eine Million auf rund 3,5 Millionen erhöhen. Das Thema Demenz spielt hierbei eine große Rolle, denn es sind aktuell über 1,5 Millionen Menschen in Deutschland an Demenz erkrankt.


Gibt es neue Wege für die Pflege von Menschen mit Demenz?
Der Wunsch, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben, ist bei den meisten Menschen groß. Über 70 Prozent der Pflegebedürftigen - und das gilt auch für Demenzerkrankte - werden zu Hause versorgt. Für die Angehörigen oft eine große Herausforderung, denn diese stehen meist mitten im Leben. Beruf, Kinder und das eigene Haus oder die Wohnung in Schuss halten, diese Aufgaben bestimmen ihren Alltag. Ein pflegebedürftiger Angehöriger kommt dann noch hinzu.
 

Herausforderung für pflegende Angehörige: Demenz
Im Anfangsstadium lässt sich die Pflege zu Hause oft noch mit Hilfe von mehreren Familienangehörigen, Freunden oder ambulanten Pflegediensten realisieren. Doch bei fortschreitender Erkrankung kann eine Betreuung rund um die Uhr benötigt werden. Dann ist es für die Angehörigen meist unmöglich, die Versorgung weiter zu übernehmen. Es folgt die Herausforderung, eine geeignete Wohn- und Versorgungsform zu finden. Betreutes Wohnen, Demenz-WG oder gar Pflegeheim? 

Alters-WGs sind machbar
Die Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz haben das Ziel, Demenzerkrankten und ihren Angehörigen in ihrer Umgebung eine bestmögliche Unterstützung zu bieten. Auch zu Wohnformen und Pflege von Demenzkranken bieten einige Lokale Allianzen ihre Hilfe an. Zu einer noch neuen Wohnform berät zum Beispiel die Lokale Allianz Wohnkonzepte Schneider in Köln. Hier dreht sich alles um selbst verantwortete Wohngemeinschaften. Das Konzept ist gleichermaßen reiz- wie anspruchsvoll, denn die Vorbereitung für eine selbst verantwortete Senioren-Wohngemeinschaft ist vielfältig. Die Gruppe muss sich finden, eine gemeinsame Leitlinie für sich erarbeiten und konsequent durchsetzen. Es sind Verwaltungsaufgaben zu meistern und auch finanzielle Themen müssen offen besprochen werden. 


Pflicht in Senioren-Wohngemeinschaften: barrierefreie Bäder

Selbstbestimmung in der Wohngemeinschaft
"Die große Herausforderung liegt darin, dass die Mitbewohner einen gemeinsamen Konsens zu ihrer Wohnform finden müssen. Jeder hat ein eigenes Verständnis von Gemeinschaft. Der besondere Vorteil der selbstverwalteten Wohngemeinschaft liegt in der Selbstbestimmung", so die Beraterin Monika Schneider von Wohnkonzepte Schneider. Welcher Pflegedienst soll in welchem Umfang beauftragt werden? Welche Aufgaben werden selbst übernommen? "Eine selbstbestimmte Wohnform bedeutet auch mehr Arbeit, es werden mehr Entscheidungen abverlangt, aber die eigenen Interessen können so am besten gewahrt werden." 


Neue WG-Bewohner müssen sich vorstellen Wird in einer selbstverwalteten Wohngemeinschaft für Senioren ein Platz frei, bewerben sich manchmal viele Personen. Die bereits bestehende WG wählt dann danach aus, wer am besten zu ihnen passt. Auch für Angehörige ist das ein ganz wichtiger Punkt, denn so können sie ihren Familienmitgliedern eine individuelle und selbst gewählte Wohnsituation bieten, die zudem eine gute Betreuung sicherstellt. Bei Demenz-WGs von Pflegediensten und im Pflegeheim können individuelle Parameter in dieser Form selten berücksichtigt werden.

Lokale Allianzen werden vom Bund gefördert
Bis 2016 entstehen 500 Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz in ganz Deutschland. Über 1,5 Millionen Menschen sind heute in Deutschland an Demenz erkrankt. Die Unterstützung der an Demenz erkrankten Menschen und ihrer Angehörigen gehört daher in den kommenden Jahren zu den dringlichsten Herausforderungen unserer Gesellschaft. Deshalb hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in ganz Deutschland Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz ins Leben gerufen. Das Ziel ist es, Demenzerkrankten und ihren Angehörigen in ihrer Umgebung bestmögliche Unterstützung zu bieten. 

Mehr Infos zu den Projekten der Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz unter www.lokale-allianzen.de oder Telefon Berlin, 030 - 288 8378-38.
 


Mai 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR/Firma Gang-Way






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24h Betreuung in Baden-Württemberg – zu Hause alt werden. Vermittlung von osteuropäischen Haushaltshilfen. riva-care Stuttgart hilft! Seit 2010 für pflegende Angehörige tätig. Unverbindliche Angebote unter 0711 - 966 66 533