Informationen für die Generation 60plus und pflegende Angehörige. Tipps und Neuigkeiten rund um häusliche und stationäre Pflege, 24-Stunden-Betreuung sowie Leben und Partnerschaft im Alter. Erstellt von Fachjournalisten und Experten.
Dienstag, 12. Mai 2020
Pflegeunterstützungsgeld soll auf 20 Tage ausgeweitet werden - mehr Hilfe für pflegende Angehörige
Die Tageszeitung Rheinische Post meldet heute: "Hilfe für pflegende Angehörige: Regierung will Pflegeunterstützungsgeld auf 20 Tage ausweiten"
Die Bundesregierung will das Pflegeunterstützungsgeld, das Arbeitnehmer als Lohnersatzleistung erhalten, wenn in der Familie kurzfristig ein Pflegefall auftritt, von zehn auf 20 Tage erhöhen. Das geht aus einem Änderungsantrag zum zweiten Bevölkerungsschutzgesetz hervor, der der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vorliegt.
Zudem gibt es weitere Änderungen, die pflegenden Angehörigen helfen sollen, die in der Corona-Krise wegbrechende Versorgung neu abzusichern. So soll die Verlängerung des Pflegeunterstützungsgeldes auch für Arbeitnehmer gelten, bei deren Angehörigen es aufgrund der Corona-Krise einen Engpass in der Pflege gibt.
"Entsteht aufgrund eines durch die Covid-19-Pandemie verursachten pflegerischen Versorgungsengpasses für nahe Angehörige die Notwendigkeit, ein neues tragfähiges Pflegearrangement zu organisieren, wird dies in vielen Fällen mehr als zehn Arbeitstage in Anspruch nehmen", heißt es in dem Änderungsantrag.
Die Verlängerung des Pflegeunterstützungsgeldes ist dem Antrag zufolge bis zum 30. September 2020 begrenzt. Union und SPD haben sich zudem auf weitere Verbesserungen für pflegende Angehörige geeinigt. So sollen diese ihren Anspruch auf Pflegezeit oder Familienpflegezeit noch nachholen können, wenn sie den Rahmen von jeweils sechs beziehungsweise 24 Monaten noch nicht ausgeschöpft hatten.
Wer Familienpflegezeit bei seinem Arbeitgeber beantragen möchte, soll dies künftig nur zehn Tage zuvor ansagen müssen. Bislang gilt eine Frist von acht Wochen. Auch die bisher gesetzlich geltende Wochenmindestarbeitszeit von 15 Stunden pro Woche in der Familienpflegezeit soll unterschritten werden können.
Mai 2020. Text: ots/Rheinische Post
Montag, 11. Mai 2020
Am 12. Mai ist der Internationale Tag der Pflegenden - dieses Jahr mit besonderer Beachtung wegen Corona und Woche der Pflege
Am 12. Mai ist der "Internationale Tag der Pflegenden", und Florence Nightingales Geburtstag jährt sich zum 200. Mal. Deutschlands großes Seniorenmagazin Senioren Ratgeber nimmt das Jubiläum der Pflegepionierin zum Anlass, eine "Woche der Pflege" auszurufen, weil nicht nur in der Corona-Zeit über dieses wichtige Thema gesprochen werden sollte.
Pflegende leisten Großartiges für die Gesellschaft
Chefredakteurin Claudia Röttger: "Alle, die sich in der Pflege engagieren, professionell oder ehrenamtlich zuhause, verdienen mehr Applaus und Anerkennung. Traditionell werden am 12. Mai die Profis in der Pflegebranche gewürdigt. Wir erweitern diesen Kreis noch um pflegende Angehörige, die mit der Zeit ebenfalls großes Erfahrungswissen ansammeln. Denn ohne dieses Engagement würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren."
Erfahrungsberichte und Interviews
Der Senioren Ratgeber gestaltet die "Woche der Pflege" mit einem spannenden Mix aus Interviews, Geschichten und Erfahrungsberichten. Jeden Tag - von Montag, 11.5., bis Freitag, 15.5. - informiert der Senioren Ratgeber auf seinem Online-Portal www.senioren-ratgeber.de sowie im täglichen Newsletter und auf Facebook über die Bedeutung der Pflege in unserer Gesellschaft, wie der Alltag von Pflegenden aussieht, welche Unterstützung sie sich wünschen und was sich in Zukunft bei der Pflege ändern soll.
Über den Senioren Ratgeber
Der Senioren Ratgeber erscheint im Wort & Bild Verlag und erreicht bei einer monatlichen Auflage von 1.585.892 verkauften Exemplaren (IVW I/2020) 4,71 Millionen Leser (AWA 2019). Das Monatsmagazin aus der Apotheke ist seinen Lesern ein zuverlässiger Partner und Begleiter im Alltag: Themenschwerpunkte sind Rat und Hilfe bei Gesundheitsfragen, praktische Tipps zu Bewegung und Ernährung, Ratschläge zum sicheren Wohnen, zu rechtlichen Aspekten sowie zur allgemeinen Lebensqualität.
Der Senioren Ratgeber wird von 17,7 Prozent aller ab 60-Jährigen in Deutschland gelesen, verfügt über eine außergewöhnlich hohe Leser-Blatt-Bindung und ist damit der erfolgreichste Titel im 60-plus-Segment.
Mai 2020. Text: ots/Wort & Bild Verlag
Copyright Foto: obs
Mittwoch, 29. April 2020
Neue Smartphone-App für Anti-Schnarch-Training: Schnarchen mit täglicher Übung stark reduzieren - einfaches System von Logopäde Dario Lindes
Schnarchen ist keine harmlose Sache und betrifft beide Geschlechter sowie alle Altersgruppen. Gerade in der Corona-Zeit, wenn viele Menschen 24/7 mit Ihrem Partner zu Hause sind, kann Schnarchen zu unangenehmen Streit führen.
snorefree, hat das sehr effektive und durch Studien belegte Anti-Schnarch Workout des Wiener Logopäden Dario Lindes in einer App digital auf Deutsch und Englisch verfügbar gemacht. Mit nur 10 Minuten Workout am Tag sorgt die Anti-Schnarch Gymnastik für Rachen und Zunge für eine deutliche Reduzierung bis zum vollkommenen Verschwinden der Schnarchgeräusche.
Das 2.0. Update für iOS und Android mit neuen Übungen, Tipps und Tricks sowie das UtilityPack sind ab sofort erhältlich. Die ersten 6 Übungen können kostenlos getestet werden.
Schnarchen ist keine harmlose Sache. Nicht nur das es dem Partner oft den Schlaf raubt auch für den Schnarchenden selbst können die lästigen Geräusche – wenn es nämlich beim Schnarchen zusätzlich zu Atemaussetzern kommt – eine Ursache für gesundheitliche Probleme sein, wie z.B. chronische Tagesmüdigkeit, Mikroschlaf, Konzentrationsmangel, Leistungsabfall und im Falle von OSA (Schlafapnoe) sogar Herzinfarkt und Schlaganfall zur Folge haben.
snorefree® macht den Schlaf wesentlich erholsamer und verbessert dadurch auch das tägliche Leben, da tiefer und gesunder Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung für mehr Lebensqualität, Produktivität und Leistungsfähigkeit im Alltag sowie nicht zuletzt Harmonie im Schlafzimmer.
Die snorefree ® Methode ist ein einzigartiges Trainingsprogramm, das vom Wiener Logopäden, Anti-Schnarch Spezialisten und Co-Founder Dario Lindes entwickelt wurde und seit mehr als 12 Jahren erfolgreich praktiziert wird. Bei über 80% seiner PatientInnen tritt bereits nach wenigen Wochen eine markante Verbesserung der Schlafqualität sowie eine deutliche Reduktion der Schnarchgeräusche ein.
Die muskuläre Gewebeschwäche im inneren Hals und Rachen, die dazu führt, dass die Weichteile im Schlaf zusammenfallen und dabei den Atemfluss behindern, wird von der snorefree ® Methode wie bei einem Stimmtraining für Sänger und Sprecher gezielt gestärkt. Studien und Grundlagenforschung auf https://snorefree.com/methode/
Neues Update und Abomodelle
Die snowfree® App kann gratis heruntergeladen werden und bietet in der gratis VErsion 6 Übungen mit weiteren eingeschränkten Funktionalitäten an. Um das snorefree® Programm im vollem Umfang zu nutzen werde folgende Abo-Modelle angeboten: „1 Monat zum Ausprobieren“ um 9,99 Euro, „3 Monate Soft Variante“ 26,99 Euro und „12 Monate Bestpreis“ um 89,99 Euro, ab sofort den neuen „snorefree Life-Time“ Tarif um Einführungspreis von 199,99 Euro statt 379,- Euro, der alle Funktionen der App für den User zeitlich unlimitiert nutzbar macht.
April 2020. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR
Montag, 27. April 2020
Zöliakie im Alter. Wie steht es um die glutenfreie Ernährung in Alters- und Pflegeheimen? Ein Report der Zöliakie Gesellschaft
Ein wesentlicher Bestandteil der Pflege und Betreuung von Seniorinnen und Senioren ist die Ernährung. Nahrungsangebot und Aufnahme werden durch die Mitarbeiter der unterschiedlichen Senioreneinrichtungen gewährleistet. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung steht hier im Mittelpunkt.
Doch was geschieht mit alten Menschen, die an Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Zöliakie leiden und sich nicht mehr selbst versorgen können?
Gluten in Weizen, Dinkel, Hafer
Jeder hundertste Mensch in Deutschland ist an Zöliakie erkrankt, einer chronischen Erkrankung, die auf einer Unverträglichkeit gegenüber Gluten beruht. In Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und handelsüblichem Hafer findet sich Gluten und dieses Gluten zerstört bei Zöliakie-Patienten die Zotten im Dünndarm und verhindert die Nährstoffaufnahme.
Ernährung dauerhaft umstellen
Nehmen an Zöliakie Erkrankte Gluten zu sich, kann dies zu vielfältigen Krankheitssymptomen führen, wie Durchfall, Erbrechen, Wachstumsstörungen, mangelnde Konzentration, Appetitlosigkeit, Mangelerscheinungen, Missmutigkeit oder verminderte Knochendichte. Gegen Zöliakie gibt es kein Medikament, eine lebenslange glutenfreie Ernährung ist die einzige Therapie. Selbst kleinste Fehler in der Ernährung müssen daher vermieden werden.
Sind in einem Lebensmittel 20 ppm Gluten enthalten, gilt dieses als glutenfrei. Nun stelle man sich 21 glutenhaltige Brotkrümel vermischt mit 999 979 glutenfreien Brotkrümeln vor. So gering hier die Verunreinigung durch Gluten auch sein mag, für Zöliakie-Erkrankte ist sie zu hoch.
Altenheime nicht darauf vorbereitet
Hier stellt sich die Frage, kann die Küche eines Seniorenheimes dies leisten? Die Antwort ist einfach, nur sehr wenige Senioreneinrichtungen in Deutschland bieten eine glutenfreie Kost an. Für an Zöliakie erkrankten Senioren gibt es zu wenige Plätze in Seniorenheimen.
Senioren und Familie müssen selbst aktiv werden
Können sich Zöliakiebetroffene nicht mehr selbst versorgen, bleiben ihnen im täglichen Nahrungsangebot der Einrichtung als sichere Nahrungsquelle Obst, Salat und Gemüse, dazu die Hoffnung, dass das Fleisch, Fisch oder Geflügel auf dem Teller nicht glutenhaltig zubereitet oder durch Gluten kontaminiert wurde. Brot und jegliches Getreide werden ebenso zum Tabu, wie Speisen, die damit in Berührung kommen.
Ein Ausweg in der Lebensmittelzwickmühle Zöliakie-Betroffener können Catering-Unternehmen sein, die Senioreneinrichtungen mit glutenfreiem Essen beliefern. Auch Familienangehörige, die für ihre betagten Familienmitglieder glutenfreie Lebensmittel einkaufen und in die Senioreneinrichtung bringen, sind eine Möglichkeit, die glutenfreie Ernährung von Seniorinnen und Senioren sicherzustellen. Eine flexible Lösung, die nur in flexiblen Familienverbänden möglich ist kann nur eine Notlösung sein.
Sperrgebiet bei Pandemie: Problem für Zöliakie-Patienten
Die aktuelle Corona-Pandemie zeigt dies deutlich. Senioreneinrichtungen werden schnell zur Keimzelle von Covid-19. Das Virus greift am Stärksten die Alten und Schwachen in unserer Gesellschaft an. Die Folge: Senioreneinrichtungen werden zu Sperrgebieten, da Angehörige ihre Eltern und Großeltern nicht mehr besuchen dürfen. Fatal für Zöliakie-Patienten, die auf die glutenfreie Versorgung ihrer Familienmitglieder angewiesen sind.
Selbsthilfeverband fordert Sicherheit für Betroffene
Die einzige Lösung für zöliakiebetroffene Seniorinnen und Senioren geeignete Ernährung in Einrichtungen zu gewährleisten, kann nur durch Informationsvermittlung in der Gesellschaft und durch den Dialog mit der Politik geschaffen werden. Das Ziel muss sein, in ganz Deutschland eine glutenfreie Ernährung Zöliakie-Betroffener in stationären Einrichtungen zu gewährleisten. Dies ist ein weites Feld, sind neben Senioreneinrichtungen doch auch Kliniken, Schu- len und Kindergärten betroffen.
Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft ist ein Selbsthilfeverein für Zöliakiebetroffene und vertritt die Interessen von über 40.000 Mitgliedern aller Altersstufen, beginnend bei Kleinkindern bis hin zu zahlreichen Seniorinnen und Senioren. Ein glutenfreies Nahrungsangebot in stationären Einrichtungen ist ungemein wichtig und eines der Haupanliegen der Deutsches Zöliakie-Gesellschaft und ihrer Mitglieder.
www.dzg-online.de
April 2020. Redaktion pflegeinfos.net
Doch was geschieht mit alten Menschen, die an Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Zöliakie leiden und sich nicht mehr selbst versorgen können?
Gluten in Weizen, Dinkel, Hafer
Jeder hundertste Mensch in Deutschland ist an Zöliakie erkrankt, einer chronischen Erkrankung, die auf einer Unverträglichkeit gegenüber Gluten beruht. In Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und handelsüblichem Hafer findet sich Gluten und dieses Gluten zerstört bei Zöliakie-Patienten die Zotten im Dünndarm und verhindert die Nährstoffaufnahme.
Ernährung dauerhaft umstellen
Nehmen an Zöliakie Erkrankte Gluten zu sich, kann dies zu vielfältigen Krankheitssymptomen führen, wie Durchfall, Erbrechen, Wachstumsstörungen, mangelnde Konzentration, Appetitlosigkeit, Mangelerscheinungen, Missmutigkeit oder verminderte Knochendichte. Gegen Zöliakie gibt es kein Medikament, eine lebenslange glutenfreie Ernährung ist die einzige Therapie. Selbst kleinste Fehler in der Ernährung müssen daher vermieden werden.
Sind in einem Lebensmittel 20 ppm Gluten enthalten, gilt dieses als glutenfrei. Nun stelle man sich 21 glutenhaltige Brotkrümel vermischt mit 999 979 glutenfreien Brotkrümeln vor. So gering hier die Verunreinigung durch Gluten auch sein mag, für Zöliakie-Erkrankte ist sie zu hoch.
Altenheime nicht darauf vorbereitet
Hier stellt sich die Frage, kann die Küche eines Seniorenheimes dies leisten? Die Antwort ist einfach, nur sehr wenige Senioreneinrichtungen in Deutschland bieten eine glutenfreie Kost an. Für an Zöliakie erkrankten Senioren gibt es zu wenige Plätze in Seniorenheimen.
Senioren und Familie müssen selbst aktiv werden
Können sich Zöliakiebetroffene nicht mehr selbst versorgen, bleiben ihnen im täglichen Nahrungsangebot der Einrichtung als sichere Nahrungsquelle Obst, Salat und Gemüse, dazu die Hoffnung, dass das Fleisch, Fisch oder Geflügel auf dem Teller nicht glutenhaltig zubereitet oder durch Gluten kontaminiert wurde. Brot und jegliches Getreide werden ebenso zum Tabu, wie Speisen, die damit in Berührung kommen.
Ein Ausweg in der Lebensmittelzwickmühle Zöliakie-Betroffener können Catering-Unternehmen sein, die Senioreneinrichtungen mit glutenfreiem Essen beliefern. Auch Familienangehörige, die für ihre betagten Familienmitglieder glutenfreie Lebensmittel einkaufen und in die Senioreneinrichtung bringen, sind eine Möglichkeit, die glutenfreie Ernährung von Seniorinnen und Senioren sicherzustellen. Eine flexible Lösung, die nur in flexiblen Familienverbänden möglich ist kann nur eine Notlösung sein.
Sperrgebiet bei Pandemie: Problem für Zöliakie-Patienten
Die aktuelle Corona-Pandemie zeigt dies deutlich. Senioreneinrichtungen werden schnell zur Keimzelle von Covid-19. Das Virus greift am Stärksten die Alten und Schwachen in unserer Gesellschaft an. Die Folge: Senioreneinrichtungen werden zu Sperrgebieten, da Angehörige ihre Eltern und Großeltern nicht mehr besuchen dürfen. Fatal für Zöliakie-Patienten, die auf die glutenfreie Versorgung ihrer Familienmitglieder angewiesen sind.
Selbsthilfeverband fordert Sicherheit für Betroffene
Die einzige Lösung für zöliakiebetroffene Seniorinnen und Senioren geeignete Ernährung in Einrichtungen zu gewährleisten, kann nur durch Informationsvermittlung in der Gesellschaft und durch den Dialog mit der Politik geschaffen werden. Das Ziel muss sein, in ganz Deutschland eine glutenfreie Ernährung Zöliakie-Betroffener in stationären Einrichtungen zu gewährleisten. Dies ist ein weites Feld, sind neben Senioreneinrichtungen doch auch Kliniken, Schu- len und Kindergärten betroffen.
Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft ist ein Selbsthilfeverein für Zöliakiebetroffene und vertritt die Interessen von über 40.000 Mitgliedern aller Altersstufen, beginnend bei Kleinkindern bis hin zu zahlreichen Seniorinnen und Senioren. Ein glutenfreies Nahrungsangebot in stationären Einrichtungen ist ungemein wichtig und eines der Haupanliegen der Deutsches Zöliakie-Gesellschaft und ihrer Mitglieder.
www.dzg-online.de
April 2020. Redaktion pflegeinfos.net
Donnerstag, 23. April 2020
Versorgungsengpässe bei häuslicher Pflege wegen Corona: pflegende Angehörige haben Maßnahmenkatalog erstellt – akute Gefährdung droht
Corona bringt Probleme in den Alltag der häuslichen Betreuung von Pflegebedürftigen.
Deshalb der Bundesverband wir pflegen e.V. dringende Forderungen von hunderten pflegenden Angehörigen aufgegriffen und als Maßnahmenkatalog zur Unterstützung der häuslichen Pflege den Bundestagsfraktionen und Ministerien vorgelegt.
Die 11 konkreten Forderungen umfassen u.a.:
- Sofort-Hilfe zur Unterstützung bei Versorgungsengpässen
- Corona Schnelltests und Schutzmaterialien für pflegende Angehörige
- Beratung, Information und Begleitung
- Pflegezeit mit Lohnersatz für berufstätige pflegende Angehörige
- Frei verfügbare Budgets und Unterstützung bei Armut und Armutsgefährdung
Die Sorge um Infektionen der pflegebedürftigen Kinder, Partner, Freunde oder Eltern ist groß, denn die Möglichkeiten der Risikominimierung fehlen aufgrund ausbleibender Schutzkleidung. Viele berufstätige pflegende Angehörige können derzeit ohne Unterstützung Beruf und Pflege nicht vereinbaren.
Tagespflege zu, keine osteuropäischen Betreuerinnen
Viele verzweifeln, da die Tagespflege, ambulante Pflegedienste oder osteuropäische Pflegekräfte ( auch in der Region Stuttgart) weggebrochen sind. Für Armutsgefährdete und von Armut betroffene pflegende Angehörige sind alternative Hilfen oft nicht finanzierbar.
Pflegende Angehörige sind systemrelevant
Die fehlenden Hilfsmaßnahmen bedeuten eine akute Gefährdung für die pflegerische und gesundheitliche Versorgung von pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen. Dazu sagt Susanne Hallermann, Medienbeauftragte des Vereins: "Pflegende Angehörige sind systemrelevant, genauso wie beruflich Pflegende. Die Bundesregierung, Länder und Kommunen dürfen ihnen daher das Recht auf Unterstützung und Absicherung nicht verweigern."
wir pflegen - Interessenvertretung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger e.V.
www.wir-pflegen.net
Text: ots
Copyright Foto: obs/wir pflegen e. V./Shutterstock/ Photographee.eu
Mittwoch, 22. April 2020
24 Stunden Pflege und polnische Pflegekräfte auch in Corona Zeiten: riva-care Stuttgart organisiert Senioren 24h Betreuung
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| Senioren zu Hause (Foto: Lifta) |
Corona unterbricht Lieferketten und bestehende Geschäftsmodelle. Das gilt auch für die häusliche Betreuung 24h Betreuung für Senioren in Stuttgart, Esslingen, Landkreis BB und den Kreisen Tübingen, Reutlingen. Warum? Länder wie Rumänien, Slowakei oder Tschechien haben die Grenzen geschlossen und führen harte Quarantäne-Maßnahmen durch.
Folge: 24 h Betreuerinnen kommen nicht mehr aus dem Land, so entsteht ein größerer Bedarf bei Seniorinnen und Senioren in der Region Stuttgart. Verschärft wird die Situation noch dadurch, dass immer mehr Frauen und Männer aus Angst gar nicht mehr kommen wollen und lieber daheim bleiben.
10 Jahre Erfahrung bei 24h Betreuung
Das Stuttgarter Unternehmen riva-care 24h Betreuung spürt eine größere Nachfrage in diesen Tagen. Wegen Corona rufen mehr Familien an, viele sind verzweifelt, weil die bisherige Betreuerin geht und keine Nachfolge in Sicht ist.
Zum Glück kann das Team von riva-care weiterhelfen, weil seit 2010 viele gute Kontakte zu Personalagenturen in ganz Osteuropa und Kroatien aufgebaut wurden. Vor allem polnische Firmen sichern die Nachfrage nach 24 Stunden Pflege und Haushaltshilfe.
Harte Kontrollen vor der Einreise aus Polen
So kommen nur Frauen und Männer, die bereits 14 Tage in häuslicher Quarantäne waren. In die Kleinbusse dürfen nur 3-4 Passagiere, es gelten Hygienevorschriften wie Mundschutz und Desinfektion. An der Grenze kontrolliert Polen sehr genau: Liegt eine Arbeitserlaubnis vor? Wie ist der Zustand der Reisenden? Wer ist das Entsendeunternehmen in Polen?
Natürlich besteht in Sachen Corona immer ein Restrisiko, doch diese Organisation reduziert es auf ein Minimum.
Haushaltshilfen bereits in Deutschland, Vertragsverlängerung
riva care Stuttgart hilft Familien und pflegenden Angehörigen zudem, indem geprüft wird, ob Betreuerinnen sehr kurzfristig kommen können. Dies gelingt immer wieder, weil osteuropäische Pflegekräfte, die bereits hier sind, nicht ausreisen wollen.
So sind Frauen und Männer sofort einsatzbereit, wenn sie ihre bisherige Stellen verlassen, weil ein Todesfall eingetreten ist oder eine Kündigung erfolgt.
Corona macht viel Aufregung. Für die 24h Hilfe in Stuttgart und Baden-Württemberg aber gilt auch in der Krise: Es ist möglich, jetzt und schnell eine Haushaltshilfe aus Polen zu verpflichten. Unverbindliche Anfragen unter Telefon 0171 - 533 33 69.
April 2020. Redaktion pflegeinfos.net
Labels:
24 Stunden Hilfe,
24 Stunden Pflege,
24h Pflege Polen,
24h Pflege Vermittlungsagentur,
osteuropäische Betreuerinnen,
Polen,
Seniorenbetreuung,
Slowakei,
Ungarn
Dienstag, 21. April 2020
In Corona-Zeiten ein Fortschritt: Arzt kommuniziert via Tablet mit Pflegeheimbewohnern. Projekt im Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg
Die Corona-Krise macht kreativ und sorgt nun für virtuelle Arztbesuche in Einrichtungen des Wohlfahrtswerks Baden-Württemberg: Hier wurde für Hausärzte die Möglichkeit geschaffen, mit
Pflegeheimbewohnern über Tablet-Computer zu kommunizieren.
Wenn
ein Pflegeheimbewohner im Moment eine Sprechstunde außerhalb des Heims
besuchen würde, müsste er anschließend für 14 Tage in Quarantäne. Neben
den üblichen im Heim stattfindenden Arztbesuchen sind deshalb Visiten
aus der Ferne eine gute Alternative.
Alte Menschen sehen Frau/Herrn Doktor
„Eine Sprechstunde via Tablet ist
in der aktuellen Situation eine zusätzliche Möglichkeit für den Kontakt
zwischen Hausärzten und Bewohnern“, erklärt Vorstandsvorsitzende Ingrid
Hastedt. „Es ergänzt die bisherigen Kommunikationsmöglichkeiten per
Telefon um den bildlichen Kontakt.“
Im Wohlfahrtswerk hat man in den
vergangenen Wochen nicht nur für alle Pflegeheime Tablets angeschafft,
die für diesen Zweck eingesetzt werden können. Vielfach mussten in den
Gebäuden auch noch die Voraussetzungen für einen WLAN-Empfang
geschaffen werden.
Pflegekassen fordern Videosprechstunden
Um die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus
zu minimieren, ermuntert die Kassenärztliche Bundesvereinigung derzeit
Ärzte und Psychotherapeuten ausdrücklich, Videosprechstunden als
Alternative zum gewohnten Praxisbesuch anzubieten. Das Wohlfahrtswerk
bietet mit den Tablets nun allen Pflegeheimbewohnern die technische
Voraussetzung hierfür.
April 2020. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Wohlfahrtswerk
April 2020. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Wohlfahrtswerk
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