Dienstag, 16. August 2016

Tübingen: Beratungsstelle für Wohnen im Alter - Kreisseniorenrat mit kostenlosem Hilfsangebot für Senioren und Angehörige

Nur nicht in ein Altenheim! So denken viele Senioren, wenn sie merken, dass die Kräfte nachlassen und der Verbleib in der eigenen Wohnung fraglich ist. Doch vor dem Gang in ein Alten- und Pflegeheim gibt es noch viele Hilfsangebote und Möglichkeiten, die eigenen vier Wände altersgerecht zu gestalten – auch im Landkreis Tübingen und in der Unistadt Tübingen

Dort bietet der Kreisseniorenrat Tübingen deshalb Hilfe in seiner Beratungsstelle für altersgerechtes Wohnen an. Die Beratung ist eine ehrenamtliche, neutrale und produktunabhängige Beratung für Senioren und pflegende Angehörige. zum Selbstverständnis heißt es: "Wir beraten mit dem Ziel, Selbständigkeit zu erhalten bzw. wieder herzustellen, Pflege zu erleichern und Fragen zur Finanzierung zu klären".

Die Berater des Kreisseniorenrats Tübingen informieren außerdem zu den Alternativen Betreutes Wohnen, Senioren-WG oder Hilfe durch Soziale Dienste oder 24h-Hilfen im Landkreis Tübingen (24 Stunden Betreuung Senioren).

barrierefreies Umbauen
Sicherheit und Mobilität im Hause: Treppenlift

Auf Wunsch kommen die Berater auch ins Haus oder in die Wohnung der Senioren und geben vor Ort gleich praktische Tipps für Verbesserungen. Aus Erfahrung weiß der Kreisseniorenrat Tübingen, dass oft schon kleine Veränderungen eine große Hilfe darstellen – etwa fußbodengleiche Duschkabinen, Haltegriffe im WC oder die Verbreiterung einer Tür. 

Immer häufiger kommt es auch vor, dass ältere Menschen im Landkreis Tübingen eine Wohnung oder ein Haus erwerben, um dort ihren Lebensabend zu verbringen. Auch hier hilft der Service "altersgerechtes Wohnen" weiter – denn bevor ein Kaufvertrag abgeschlossen wird, prüfen die Experten das Objekt auf Wohnen im Alter.

Erste Informationen bietet auch ein Infoflyer "Wohnberatung im Landkreis Tübingen". Er kann beim Kreisseniorenrat angefordert werden, dort ist auch eine Terminvereinbarung möglich: Kreisseniorenrat Tübingen, Schmiedtorstraße 2, 72070 Tübingen, Telefon 0 70 71 / 92 08 86 7. www.kreisseniorenrat-tuebingen.de


August 2016. Redaktion pflegeinfos.net

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Donnerstag, 11. August 2016

Pflegestufe, Pflegegrad 2017 – Pflegegradrechner zum kostenlosen Download von Careonline jetzt erhältlich

Wie inzwischen schon bekannt werden ab 2017 die klassischen Pflegestufen 0-3 eingestellt. Der Begriff „Pflegestufe“ hat sich in den letzten 20 Jahren aber in der Gesellschaft und vor allem bei Pflegediensten, Pflegekassen und pflegenden Angehörigen etabliert.

Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz wird jetzt ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt. Anstelle der Pflegestufen wird es verschiedene Pflegegrade geben. Ermittelt werden diese über ein neues Begutachtungsinstrument – das Neue Begutachtungsassessment (NBA).

Wer sich als Pflegeprofi, Pfleger oder Experte rund um häusliche Betreuung, MDK, Einstufung mit den neuen Bewertungskriterien des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen vertraut machen möchte, kann sich hierfür den CAREOLINE Pflegegradrechner aus dem Internet herunterladen.

Der Download des Rechners ist kostenlos und darf lizenzfrei weitergeben werden. Anbieter ist das Münchener Softwareunternehmen Microcare Systemhaus GmbH, das auch andere Lösungen für die Pflegebranche anbietet.

Download Pflegegradrechner hier:
www.careoline.de/files/pflegegrade.zip


August 2016. Redaktion pflegeinfos.net

Dienstag, 9. August 2016

24h Betreuung /24 Stunden Pflege – was können Familien und pflegende Angehörige steuerlich absetzen?

Immer mehr ältere Menschen greifen auf die Hilfe einer 24h Betreuerin bzw. 24 Stunden Haushaltshilfe zurück. Sehr viele beschäftigen eine Helferin aus Osteuropa direkt, also ohne vernünftigen Arbeitsvertrag und ohne Abgabe von Sozialbeiträgen.

Wer aber rechtlich sauber agiert und eine 24h Betreuerin als Selbständige Betreuerin oder über ein Pflegeunternehmen (EU-Entsendung) verpflichtet, erhält eine Rechnung für die erbrachten Leistungen. Mit diesen Dokumenten und sofern die Rechnung ordentlich beglichen wurde durch Überweisung oder Barauszahlung, kann die persönliche Steuerlast reduziert werden.

24h Betreuung ist haushaltsnahe Dienstleistung Grund: Seit 2009 können sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen in der jährlichen Steuererklärung angezeigt werden. Dazu gehören etwa die Beschäftigung einer Putzfrau, einer Köchin, eines Gärtners oder einer Betreuungskraft, Haushaltshilfe.

Bis zu 4000 Euro pro Jahr Steuerabzug
Dazu heißt es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums (Nr. 4/2010): "Die Finanzverwaltung hat neue Verwaltungsvorschriften herausgegeben, die bestehende Steuervergünstigungen für pflegebedürftige Menschen und ihre Familien enfacher und unbürokratischer gestalten. Konkret geht es um den Steuerabzug für haushaltsnahe Dienstleistungen, der gestattet, 20 Prozent der Kosten für Dienstleistungen in Privathaushalten direkt von der Einkommensteuerschuld abzuzuiehen".
 
Um welche Zahlen geht es genau? Der Steuerbonus gilt für Gesamtkosten bis zu einer Höhe von 20.000 Euro pro Jahr, so dass maximal 4000 Euro pro Jahr abgezogen werden können. (Hinweis: alle Angaben ohne Gewähr, Stand Sommer 2016. Fragen Sie immer Ihren Steuerberater oder Ihr zuständiges Finanzamt nach den konkreten Steuervorteilen.) 

Weiter Möglichkeiten zur Finanzierung 24h Betreuung Pflege
Und noch ein Vorteil hat die ordenliche und rechtlich korrekte Beschäftigung einer Haushaltshilfe aus Osteuropa: Im Zuge der Verhinderungspflege können seit 2015 bis zu sechs Wochen pro Jahr mit der Pflegekasse abgerechnet werden. Das heißt in der Regel können Personen mit einer 24 Stunden Helferin einen Monat und ein paar Tage refinanzieren – sonst ist die Beschäftigung einer 24h Betreuerin in Deutschland eine rein private Investition. Mehr über Verhinderungs-/Urlaubs-Pflege lesen Sie in diesem Beitrag HIER (= Link folgt).

August 2016. Redaktion pflegeinfos.net

Unfälle mit Demenzkranken - wer haftet hier eigentlich? Tipps von Versicherungsexperten

Aktuellen Zahlen des Bundesministeriums für Gesundheit zufolge leiden derzeit rund 1,4 Millionen Deutsche an Demenz. Der Befund wirft auch eine Vielzahl an Fragen zur Versorgung und zur Pflege des Erkrankten auf.

Auch beim Versicherungsschutz von Demenzkranken sind viele unsicher. Die Experten der ERGO Versicherungsgruppe informieren darüber, wer im Schadensfall die Haftung übernimmt und erklären, welche Vorteile Demenzkranken eine Haftpflichtversicherung bieten kann. 

Dass mit einer Demenz auch ein deutlich höheres Risiko für Schäden einhergeht, weiß Rolf Mertens, Versicherungsexperte der ERGO: „Nicht selten kommt es bei Demenzerkrankten vor, dass sie vergessen, nach dem Kochen den Herd auszuschalten. Oder den Wasserhahn nach dem Zähneputzen wieder zuzudrehen.“ Aber auch alltägliche Situationen außerhalb der Wohnung können gefährlich werden: „Läuft ein Demenzkranker beispielsweise unerwartet auf die Straße, zwingt das den Fahrer eines entgegenkommenden Autos möglicherweise zu einem Ausweichmanöver oder einer Vollbremsung. Die Folge können Sach- oder gar Personenschäden sein."

Demenzkranke haften in der Regel nicht
Bei Erwachsenen, die einen Schaden verschuldet haben, kommt in der Regel die private Haftpflichtversicherung für anfallende Kosten auf. Anders verhält es sich dagegen, wenn der Schadensverursacher zum Zeitpunkt des Geschehens nicht bei klarem Bewusstsein war und dadurch die Konsequenzen seines Handelns nicht absehen konnte. „Dann geht der Gesetzgeber von einer eingeschränkten Schuldfähigkeit aus.


Diese schließt eine Haftung des Betroffenen in der Regel aus. Das ist unter anderem auch bei Menschen der Fall, die an Demenz erkrankt sind”, weiß Michaela Zientek, Rechtsexpertin der D.A.S. Rechtsschutzversicherung

Noch im Vollbesitz der geistigen Fähigkeiten?
„Allerdings entwickelt sich eine Demenz erst allmählich. Und selbst bei einer fortgeschrittenen Demenz treten vereinzelt Phasen auf, in denen sich die Erkrankten im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten befinden. Stellt sich heraus, dass der Erkrankte zum Zeitpunkt des Schadens dazu in der Lage war, sein Handeln bewusst zu steuern, muss er auch für den Schaden haften. Dann übernimmt seine Versicherung den Schadenersatz. Andernfalls gehen Geschädigte für gewöhnlich leer aus.” 

Eine Ausnahme von dieser Regel stellt die sogenannte Billigkeitshaftung dar: Auch ein Schuldunfähiger kann gesetzlich zum Schadenersatz verpflichtet sein, wenn er vom persönlichen Vermögen her so viel besser gestellt ist als der Geschädigte, dass es “unbillig” erscheinen würde, diesem einen Schadenersatz zu verweigern. Hat der Schädiger eine Haftpflichtversicherung, heißt dies allerdings nicht, dass er besser gestellt ist und deshalb zahlen muss (AG Halle (Saale), Az. 93 C 4092/11). Zu einer solchen Haftung kommt es nur im Ausnahmefall.

Haftpflichtversicherung für Demenzkranke?

Um dennoch eine Entschädigung für den Geschädigten zu erreichen, bieten einige Versicherer mittlerweile Haftpflichtversicherungen mit einer speziellen Deliktunfähigkeitsklausel an. Bei ERGO ist das die sogenannte „Demenzklausel“ im Rahmen der Privathaftpflicht für Senioren. Das bedeutet: Der Versicherer begleicht selbst dann den Schaden, wenn der Schädiger aufgrund seiner Demenz als nicht deliktfähig gilt. ERGO stellt in solchen Fällen bis zu 50.000 Euro zur Verfügung.


„Gleichzeitig verhilft eine solche Klausel dazu, den Frieden zwischen dem Schadensverursacher und dem Geschädigten zu bewahren“, weiß der ERGO-Experte Mertens. Doch auch ohne eine Deliktunfähigkeitsklausel bietet der Abschluss einer Haftpflichtversicherung Demenzkranken einen entscheidenden Vorteil: Denn der Versicherer prüft bei jedem Streitfall, ob die Ansprüche des Geschädigten gerechtfertigt sind. Unberechtigte Schadenersatzansprüche wehrt er ab, notfalls auch vor Gericht.


Versicherungen für Demenz
Alte Menschen im Straßenverkehr: Unfallgefahr steigt

Aufsichtspflicht von Angehörigen
Entgegen weitverbreiteter Annahmen haften Eheleute nicht grundsätzlich für Schäden, die ihr demenzkranker Ehepartner verursacht hat. „Angehörige oder auch Pflegekräfte müssen nur dann die Konsequenzen für einen Schaden tragen, wenn sie ihrer Aufsichtspflicht nicht ausreichend nachgekommen sind. Konkret bedeutet das: Wenn es vorhersehbar war, dass ein Demenzkranker einen Schaden verursachen könnte, muss der Angehörige mögliche Gefahrenquellen beseitigen und damit die Gefahrensituationen entschärfen”, so die D.A.S. Rechtsexpertin Zientek


Hat er das versäumt, haftet er für den entstandenen Schaden. Allerdings: Ein Angehöriger muss erst einmal eine Aufsichtspflicht haben. Diese besteht in erster Linie dann, wenn der Verwandte rechtlicher Betreuer des Demenzkranken ist oder als sogenannter “Haushaltsvorstand” mit einem demenzkranken Menschen zusammenlebt.
  

 Diese und weitere Verbraucherthemen finden Sie unter www.ergo.com/verbraucher


August 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: ERGO Versicherungsgruppe







WERBUNG:
24h Stundenbetreuung im Großraum Stuttgart, auch für Menschen mit Demenz. Daheim alt werden und nicht in ein Pflegeheim. Beratung und Vermittlung von 24 Stunden Haushaltshilfen unter Telefon 0711 - 966 66 533. riva-care.de
 





 

Freitag, 5. August 2016

Assistierte Ausbildung für Altenpflegerinnen. Land Baden-Württemberg startet Modellprojekt, um den Nachwuchs besser vorzubereiten

Neue Ideen für die Altenpflegeausbildung in Baden-Württemberg: „In der Pflege besteht vielerorts ein Fachkräftemangel. Auf der anderen Seite gibt es junge Menschen, die gerne einen Pflegeberuf ergreifen wollen, aber Unterstützung bei der entsprechenden Ausbildung brauchen. Mit unserem neuen Förderprogramm unterstützen wir die Interessentinnen und Interessenten mit einem bewährten Konzept dabei, eine Berufsausbildung in der Pflege aufzunehmen und erfolgreich abzuschließen“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha.

Das durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und Landesmittel finanzierte Programm „Assistierte Ausbildung für Berufe der Pflegehilfe und Alltagsbetreuung“ (APA) greift das Prinzip einer durch Sozial- und Beratungsmaßnahmen flankierten Ausbildung auf.


Zielgruppe sind junge Menschen mit Startschwierigkeiten und Alleinerziehende
Das Programm richtet sich vorrangig an Unter-25-Jährige, die eine normale Ausbildung voraussichtlich nicht erfolgreich absolvieren könnten. In kleinerem Umfang können auch Personen bis 45 Jahre teilnehmen. Wegen ihrer besonderen Benachteiligung auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sollen Alleinerziehende bevorzugt in das Modellprojekt aufgenommen werden.

Das Förderprogramm mit einem Volumen von rund 1,6 Millionen Euro startet zunächst als Modellprojekt, für das sieben Förderanträge bewilligt worden sind. „Viele Einrichtungen, die auf der Suche nach Auszubildenden sind, zögern bei der Einstellung von Bewerberinnen und Bewerbern mit erkennbar erhöhtem Förderbedarf. Als Lösung hierfür bietet sich die Ausbildungsassistenz an, die sich im Bereich der dualen Ausbildung bereits seit vielen Jahren gut bewährt hat“, sagte Minister Lucha.


Intensive Betreuung und Anschluss-Ausbildung möglich
Nach der abgeschlossenen Ausbildung in einem Beruf der Pflegehilfe oder der Alltagsbetreuung – letztere kann auch ohne Schulabschluss begonnen werden – können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber hinaus mit der Ausbildung zur Pflegefachkraft beginnen. Das Programm eröffnet damit auch den Weg in eine weiterführende Ausbildung. Es beinhaltet eine Vorbereitungsphase, in der die Teilnehmenden sich einen Überblick über Pflege- und Betreuungsberufe verschaffen, ein Bewerbungstraining erhalten sowie bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz in einer Einrichtung unterstützt werden. 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können zudem sozialpädagogische und psychologische Hilfen in Anspruch nehmen. In einer zweiten Phase beginnt die Ausbildung. Während dieser Zeit stehen den Auszubildenden bei allen Fragen im Zusammenhang mit der Ausbildung weiterhin sozialpädagogische Ansprechpartner zur Seite. Auch die ausbildenden Einrichtungen können auf eine auf den besonderen Personenkreis zugeschnittene Unterstützung zugreifen.

Fazit der Redaktion pflegeinfos.net: Ein gut gemeintes Projekt und auf jeden Fall ein Hilfsangebot an Altenhilfe-Einrichtungen in Baden-Württemberg. Was aber auch dieses mit Steuergelden und öffentlichen Subventionen geförderte Programm nicht oder nur minimal erreichen kann – eigenmotivierte junge Menschen, die mit Spaß, Motivation und Ehrgeiz an die Arbeit gehen und Verantwortung für ihr Leben übernehmen.

August 2016. Redaktion pflegeinfos.net

Donnerstag, 4. August 2016

Verletzungsrisiko Sprunggelenk! Mit einfachen Regeln im Alltag sorgen Sie dafür, dass Ihre Füße stabil und beweglich bleiben

Das Sprunggelenk erfüllt eine entscheidende Funktion in unserem Bewegungsablauf und dient der Beweglichkeit sowie der Stabilisierung des Fußes. Es besteht aus einem oberen und einem unteren Anteil. Bei einem Umknicken ist in der Regel nur der obere Anteil des Sprunggelenkes betroffen, also das Gelenk zwischen Schienbein und Wadenbein sowie dem Sprungbein.






Einfache Tipps zur Verletzungsprävention im Alltag. Für ältere Menschen besonders wichtig, aber auch für Junge hilfreich:

1. Handy in der Tasche lassen
Wer laufen oder auch nur spazieren geht, sollte nicht parallel telefonieren oder sein Smartphone benutzen. Unebenheiten im Boden, Randsteine, entgegenkommende Fußgänger, Radfahrer, Rollerfahrer o.ä. sind bei Ablenkung ein Gefahrenpotential. 

 
2. Passendes Schuhwerk beim Sport tragen
Jeder Sport hat sein eigenes Schuhwerk und das aus gutem Grund: Beim Joggen braucht der Läufer Profil für einen sicheren Tritt und um nicht auszurutschen. Außerdem ist es besonders bei Joggingschuhen wichtig auf die richtige Anpassung bezüglich eines von Natur aus pronierenden oder supinierenden Rückfußes zu achten. Tennisschuhe hingehen brauchen die glatte Sohle, damit man bei einem abrupten Stoppen immer noch ein bisschen rutscht und den Schwung ausgleichen kann. Golfschuhe haben Spikes, mit denen man auch auf nassen Rasen nicht ausrutscht.

3. Ausreichend Aufwärmen
Für jeden Sport und gerade draußen bei kühlen Temperaturen ist es wichtig, sich vorab aufzuwärmen, am besten schon kurz vorher in geschlossenen Räumen. Dann langsam starten, so dass sich die Muskulatur gut erwärmen kann.

4. Konzentration auf die Sache
Den Körper beim Laufen ausbalancieren, konzentriert laufen, mit dem ganzen Fuß aufsetzen und bewusst abrollen. Wer nicht bei der Sache ist und seinen Gedanken nachhängt, dem kann es an der nötigen Körperspannung mangeln.


5. Stabilisationsübungen im Alltag
Neben speziellen Trainingsübungen kann man auch einfache Stabilisationsübungen in den All- tag einbauen. Zum Beispiel beim täglichen Zähneputzen auf ein Bein stellen und darauf achten, das Gewicht gleichmäßig auf den ganzen Fuß zu verteilen. Wem das zu leicht ist, der legt ein Kissen oder ein sogenanntes Wackelbrett unter den Fuß.


Weitere Gelegenheiten zum Einbein-Stand bieten sich beim Warten auf den Bus, in der Schlange vor der Kasse, usw. an. Eine wei- tere Übung ist der Fersen- und Zehenspitzenlauf: Schuhe ausziehen und auf Socken 20m auf den Fersen durch die Wohnung laufen, pausieren und dann 2-3 Mal wiederholen. Das Gleiche zwischendurch auf den Zehenspitzen üben. So kräftigt man ohne viel Aufwand die Fußmuskulatur und damit das Sprunggelenk.

6. Barfuß laufen
Enge oder hohe Schuhe begünstigen die Entstehung von Fußfehlstellungen. Regelmäßiges Barfußlaufen ist für eine gesunde Entwicklung des Fußes wichtig. Wer barfuß läuft, trainiert die Fußmuskulatur, da sich der Fuß an die wechselnden Bedingungen des Bodens anpassen muss. 


Mehr Hintergründe zu Sprungelenksverletzungen lesen Sie in diesem Fachbericht der AGA, Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie HIER.

August 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR AGA/Fotolia 

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka auf Sommer-Station in Stuttgarter Senioreneinrichtungen. Projekte NeuroCare und TrinkTracker vorgestellt

Am 26. Juli begann Bundesforschungsministerin Johanna Wanka ihre diesjährige Sommerreise mit einer Station beim Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg. In der Else-Heydlauf-Stiftung im Stadtteil Zuffenhausen wurden Technologien für Senioren gezeigt, die gemeinsam mit Projektpartnern aus Wissenschaft und Wirtschaft entwickelt werden. Bundesweit besucht die Ministerin diesen Sommer unter dem Motto „Forschung heute für ein gutes Leben von morgen“ zehn ausgewählte Standorte.

Beim Wohlfahrtswerk war die Politikerin an der richtigen Adresse: Innovationen zu entwickeln ist Stiftungsauftrag des Wohlfahrtswerks, das zu den großen Altenhilfeträgern im Lande zählt. Beim Besuch der Ministerin wurden zwei Forschungsprojekte vorgestellt sowie ein Beispiel, wie Technik bereits heute im Alltag eines Pflegeheims eingesetzt wird. 
 
Johanna Wanka informierte sich in der Else-Heydlauf-Stiftung Stuttgart über Innovationen in der Seniorenbetreuung

„Die meisten Bürger wünschen sich, im Alter gesund zu bleiben, möglichst lange selbstbestimmt zu Hause zu leben und an der Gesellschaft teilzuhaben. Daher ist es wichtig zu forschen, wie Technik dazu beitragen kann“, erklärte Ministerin Wanka. Zunächst wurde das Projekt NeuroCare vorgestellt: Entwickelt wurde hier ein digitaler Test, durch den eine beginnende Demenz frühzeitig erkannt werden kann sowie ein computergestütztes kognitives Training, das den Krankheitsverlauf hinauszögern soll. „Solche Projekte stimmen mich ein Stück optimistischer, dass es auch beim Thema Demenz, das ja viele Menschen beschäftigt, Methoden zur Erkennung und Unterstützung gibt“, sagte die Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Danach informierte sie sich über das Projekt TrinkTracker, bei dem ein intelligentes Trinkgefäß entwickelt wurde, das die Überwachung einer ausreichenden Flüssigkeitsversorgung bei Pflegeheimbewohnern erleichtern soll. Zum Schluss konnte Johanna Wanka im Wohnbereich für Menschen mit einer demenziellen Erkrankung ein Tablet im Einsatz sehen, mit dem zum Beispiel durch Bilder, Lieder oder Sprichwörter das Gedächtnis gefördert und eine Brücke für Gespräche gebaut werden kann.

August 2016. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung / Steffen Kugler