Mittwoch, 31. Dezember 2014

24 Stunden Pflege von Senioren in Weil der Stadt, Merklingen, Simmozheim und Ostelsheim. Betreuung daheim durch osteuropäische Betreuerinnen

Die Zahl der pflegebedürftigen Senioren steigt, die zu Hause professionell betreut werden müssen. Auch rund um Weil der Stadt und im Landkreis Calw kommt es deshalb zu Betreuungsengpässen, wenn Angehörige die Pflege daheim nicht übernehmen können und eine Einweisung in ein Alten- und Pflegeheim nicht in Frage kommt.

Welche Alternativen gibt es konkret in den Gemeinden Weil der Stadt, Merklingen, Hausen, Simmozheim und Ostelsheim für pflegende Angehörige? Eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung, 24 Stunden am Tag.

Für diese Dienstleistung können sie osteuropäische Betreuerinnen engagieren, die 24 Stunden im Pflegehaushalt bleiben und eine Alltagsbetreuung (mit Hauswirtschaft) gewährleisten und Angehörige entlasten.

In der Praxis funktioniert die Zusammenarbeit zwischen der osteuropäischen Betreuerin und der Pflegeperson sehr gut. Die meisten Kräfte sprechen gut deutsch und sind hauswirtschaftlich versiert. Im Verbund mit den ambulanten Diensten, Ärzten und Angehörigen schaffen die 24-Stunden-Betreuerinnen ein gutes Versorgungsnetz und geben den Familienangehörigen Sicherheit.

Die 24h Betreuerin aus Polen, Tschechien, Rumänien oder der Slowakei bleibt in aller Regel zwei bis vier Monate in Deutschland, macht dann Urlaub, um anschließend wieder nach Weil der Stadt, Grafenau, Malmsheim oder andere Orte im Heckengäu.

Gut zu wissen: Seit Dezember 2011 gehört die Region zum Betreuungsgebiet von riva-care. Das private Beratungs- und Betreuungsbüro aus Stuttgart vermittelt kurzfristig osteuropäische 24-Stunden-Haushaltshilfen bzw. 24h Betreuerinnen.

Gemeinsam mit osteuropäischen Partnerfirmen konnte riva-care bereits älteren Menschen und ihren Angehörigen in Weil der Stadt, Merklingen, Heimsheim und Ostelsheim helfen.

Weitere Informationen zur privaten 24h-Stunden-Betreuung erhalten Angehörige unter Telefon (0171) 533 33 69 oder im Internet unter www.riva-care.de

Dezember 2014. Redaktion pflegeinfos.net

Dienstag, 30. Dezember 2014

Flugfeld Böblingen-Sindelfingen: Bis 2015 entsteht hier eine Pflegeimmobilie. Träger wird das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg

Das Flugfeld Böblingen-Sindelfingen zwischen den beiden Kreisstädten ist eines der größen Entwicklungsgebiete für Wohnen und Gewerbe in Baden-Württemberg. Neben diesen Nutzern wird dort außerdem ein Gebäude für Betreutes Wohnen und ein Pflegezentrum mit 50 stationären Pflegeplätzen entstehen. Investor ist die Kiag Grundbesitz von Peter Kemmer. Als Bezugstermin ist Sommer 2015 angepeilt.

Für den Entwurf konnte Kemmer das Büro Willwersch Architekten aus Stuttgart gewinnen. Idee der Planer: Zwei U-förmige, fünfgeschossige Gebäudekörper bilden ein Quaree mit 15.000 Quadratmetern Gesamtfläche. In einem Trakt ensteht das Pflegezentrum, errichtet von der Kiag-Tochter Seniorenresidenzen Württemberg.

Es besteht aus einer 50 Einzelpflegezimmern nach dem neuen Hausgemeinschaftskonzept, 24 barrierefreien Stiftwohnungen für Angehörige sowie ambulanten Versorgungseinrichtungen. Betreiber des Zentrums wird das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg sein, ein sehr erfahrener Träger der Altenhilfe im Lande. 

Barrierefreie Wohneinheiten mit Pflegeservice
Betreutes Wohnen. Parallel entsteht mit dem „Domizil am See“ ein Wohnprojekt mit 60 barrierefreien Wohnungen, Laubengängen mit zusätzlichen Kommunikationsflächen sowie eigenen Gemeinschaftsräumen. Diese Einheiten werden einzeln an Eigennutzer oder Kapitalanleger verkauft. Den Vertrieb übernehmen HdB Haus der Berater, die Kreissparkassse Böblingen und die Vereinte Volksbank.

Betreuungsvertrag mit Wohlfahrtswerk

Die Wohnungen sind zwischen 56 und 96 Quadratmeter groß und kosten zwischen 175.000 und 369.500 Euro. Ein wichtiger Punkt hierbei: Den Bewohnern stehen im Betreuungsfall Personal und Leistungen des benachbarten Pflegeheims zur Verfügung – durch einen garantierten Service- und Betreuungsvertrag mit dem Betreiber des Pflegezentrums, dem Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg.

Breite Türen, barrierefreie Duschen
Die Wohnungen im "Domizil am See" werden auf Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten: barrierefreie und kurze Wege in den Wohnräumen, großzügige Bewegungsflächen, breite Türen, rutschhemmende Bodenbeläge sowie eine bodenebene Dusche sind Standard. Insgesamt verteilen sich die 60 Eigentumswohnungen über fünf Etagen. Jede Wohnung hat eine Loggia, die Wohnungen im Dachgeschoss verfügen über großflächige Dachterrassen. 

Gute Infrastruktur nebenan
Das neue Senioren- und Pflegezentrum auf dem Flugfeld entsteht direkt neben dem Ärztehaus Medicum. Zudem gibt es ebenerdige Zugänge zu den Naherholungsflächen am Langen See und zur Bahnunterführung, die in die Böblinger Innenstadt führt, wo 2014 das neue große Einkaufscentrum Mercaden eröffnet hat. Hier gibt es auch Grundversorger wie Rewe und Edeka. 

Projektentwickler mit Erfahrung 
Peter Kemmer gehört zu den wenigen Projektentwicklern, die sich auf Pflegezentren spezialisiert haben. In rund zehn Jahren hat er in der Region Stuttgart etwa 1000 Pflegebetten selbst gebaut oder entwickelt, so beispielsweise in Stuttgart das Pflegezentrum im Roser-Areal, das Haus Martin auf dem Pragsattel und das Pflegeheim mit Seniorenwohnungen auf dem Ludwigsburger Walcker-Areal.
 
Dezember 2014. Frank Bantle/Redaktion pflegeinfos.net
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Mehr Geld von Pflegeversicherung ab 2015. Was pflegende Angehörige an Pflegegeld und Pflegesachleistungen abrufen können


Ab 2015 steigen die Sätze vom Pflegegeld und für die Pflegesachleistungen. Auch lassen sich die beiden staatlichen Hilfen besser kombinieren. Und es gibt ein paar attraktive Zusatzangebote, die vor allem pflegende Angehörige besser entlasten.


Häusliche Pflege 2015 von älteren Menschen – was ist neu?

So viel Pflegegeld gibt es ab 1. Januar 2015 pro Monat:

Pflegestufe 0: 123 Euro

Pflegestufe 1: 244 Euro
Pflegestufe 1 mit Demenz: 366 Euro

Pflegestufe 2: 458 Euro
Pflegestufe 2 mit Demenz: 545 Euro

Pflegestufe 3: 728 Euro
Pflegestufe 3 mit Demenz: 728 Euro

Dieses Pflegegeld wird jedem Pflegebedürftigen pro Monat bezahlt, sofern die Pflegestufe durch den MDK (Medizinischen Dienst der Krankenkassen) amtlich bestätigt ist. Das Geld dient dazu, "pflegebedingte Mehrkosten" aufzufangen kann. Außerdem können damit Menschen bezahlt werden, die bei der häuslichen Pflege und Betreuung helfen – also Angehörige, Nachbarn, eine 450-Euro-Aushilfe oder eine 24-Stunden-Betreuerin aus Osteuropa. Wie und ob der Patient und seine Angehörigen das Geld verwenden, ist Privatsache.


So viel Geld gibt es ab 1. Januar 2015 für Pflegesachleistungen pro Monat:
Pflegestufe 0: 231 Euro

Pflegestufe 1: 468 Euro
Pflegestufe 1 mit Demenz: 689 Euro

Pflegestufe 2: 1144 Euro
Pflegestufe 2 mit Demenz: 1289 Euro

Pflegestufe 3: 1612 Euro
Pflegestufe 3 mit Demenz: 1612 Euro

Härtefälle ohne oder mit Demenz: 1995 Euro 

Pflegestärkungsgesetz 2015: mehr Geld und Leistungen für Pflegebedürftige in Deutschland

Pflegesachleistungen sind eine pflegerische und betreuerische Hilfe, die durch Profis erbracht wird: ambulante Pflegedienste, Gemeindeschwestern, freiberufliche Pfleger. Diese Personen helfen bei der sogenannten "Grundpflege": zum Beispiel Waschen, Anziehen, Körperpflege, Kochen, Putzen, Mobilisierung. Die Profis rechnen ihre Leistung nach Nachweis direkt mit der Pflegekasse ab. Angehörige erhalten hier nicht direkt Geld. Wenn die Höchstsumme der monatlichen Pflegesachleistung verbraucht ist, aber noch Hilfe benötigt wird, dann muss diese von der Familie aus eigener Tasche bezahlt werden. Bei finanzieller Bedürftigkeit sind ergänzende Leistungen durch das Sozialamt möglich.

Lassen sich Pflegegeld und Pflegesachleistung kombinieren?
Ja, die häusliche Pflege können sich Angehörige und ambulante Dienste auch teilen. Wird die Pflegesachleistung durch einen Pflegedienst nicht in voller Höhe in Anspruch genommen und ist mindestens eine weitere Person – beispielsweise ein Familienangehöriger oder Bekannter – tätig, kann gleichzeitig ein anteiliges Pflegegeld bezogen werden. Der Anteil berechnet sich nach dem Verhältnis zwischen dem Höchstbetrag und der tatsächlich in Anspruch genommen Pflegesachleistung.

Zum Beispiel so: Eine Frau (84) mit Pflegestufe II nimmt Sachleistungen in Höhe von 800,80 Euro in Anspruch. Der ihr zustehende Höchstbetrag beläuft sich auf 1.144 Euro, sie hat somit die Sachleistung zu 70 Prozent ausgeschöpft. Ihr stehen also noch 30 Prozent vom entsprechenden Pflegegeld (458 € in Pflegestufe II) zu, das heißt 137,40 Euro.


Neuerungen für die häusliche Pflege ab 2015 durch das Pflegestärkungsgesetz
Es bewegt sich langsam etwas hin zu mehr konkreter und sinnvoller Entlastung von pflegenden Angehörigen. Folgende Neuerungen sind in dem Pflegegesetz festgelegt: 

• Mehr Geld: Die Leistungen steigen um bis zu vier Prozent bei Pflegegeld und Pflegesachleistungen (siehe oben). Mehr Hilfe auch für Umbauten, um beispielsweise ein Badezimmer barrierefrei zu machen. Hier zahlen die Pflegekassen ab Januar 2015 statt bisher 2557 Euro nun bis zu 4000 Euro.

• Mehr Leistungen in der Pflegestufe 0
. Der Anspruch für Menschen ohne Pflegestufe wird wie folgt erweitert: Zuschüsse für ambulante Betreuung in Wohngruppen, Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflege sowie Anschubfinanzierung zur Gründung von ambulant betreuten Wohngruppen.


• Mehr Betreuungsleistungen
. Ab 2015 haben alle Pflegebedürftigen, egal in welcher Pflegestufe, Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen, etwa Teilnahme an Alzheimergruppen. Bislang galt dies nur für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz: also psychisch oder demenziell erkrankte Personen. 


• Entlastungsleistungen. Diese sollen pflegende Angehörige entlasten durch: Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung, Hilfe bei allgemeinen und pflegebedingten Anforderungen des Alltags sowie Unterstützung bei der Organisation von Hilfeleistungen. Tipp: Wer seine Pflegesachleistungen in einem Monat nicht ausschöpft, kann außerdem bis zu 40 Prozent davon für solche niedrigschwelligen Angebote verwenden.

• Kombination von Kurzzeit- und Verhinderungspflege. 50 Prozent der Ansprüche auf Kurzzeitpflege kann als Verhinderungspflege genommen werden, das bedeutet Verhinderungspflege kann auf bis zu 42 Tage verlängert werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass die Ansprüche auf Verhinderungspflege zu 100 Prozent in Kurzzeitpflege umgewandelt werden. 


• Tages- und Nachtpflege. Der Anspruch auf Tages- und Nachtpflege ist ab 2015 gleichrangig mit Pflegegeld und Pflegesachleistungen. Diese Leistungen wurden bislang nämlich auf die Sachleistungen angerechnet.

Alle Änderungen und Hintergründe zum neuen Pflegestärkungsgesetz finden Sie auf der offizielle Seite des Bundesgesundheitsministeriums: HIER.


Dezember 2014. Redaktion pflegeinfos.net
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Freitag, 21. November 2014

Altenpflegeheim in Stuttgart-Zuffenhausen von FOCUS ausgezeichnet: Else-Heydlauf--Stiftung ist "Top-Pflegeheim 2015"

Freude beim Altenheimträger Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg: Die Else-Heydlauf-Stiftung in Stuttgart-Zuffenhausen wurde als eines der besten Pflegeheime Deutschlands ausgezeichnet. Für sein aktuelles Sonderheft zum Thema „Leben & Wohnen“ hatte das Nachrichtenmagazin FOCUS mehr als 10.000 Pflegeheime verglichen und eine Liste mit den 856 besten Pflegeheimen veröffentlicht.

Im Kreis Stuttgart wurden insgesamt vier Häuser mit dem Siegel „Top Pflegeheim 2015“ ausgezeichnet. FOCUS hat die Else-Heydlauf-Stiftung in Zuffenhausen besonders gut beurteilt. Folgende Kriterien wurden berücksichtigt:

1. Das Pflegeheim hat bei der Qualitätsprüfung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung im Jahr 2013 eine Gesamtnote 1,0 erzielt. Begutachtet werden durch die MDK-Experten die Pflege und medizinische Versorgung, der Umgang mit Demenzkranken, die soziale Betreuung und Alltagsgestaltung sowie die Themenbereiche Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene.

2. Das Pflegeheim wurde mit einem „Grünen Haken für Verbraucherfreundlichkeit“ ausgezeichnet. Die ehrenamtlichen Gutachter der BIVA (kurz für Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung) verfolgen den Anspruch, die Lebensqualität im Altenheim zu messen und konzentrieren sich auf eher „weiche“ Faktoren wie Menschenwürde, Teilhabe oder Autonomie.

3. Das Pflegeheim wurde empfohlen. Hierzu wurden rund 1.800 Heimleiter sowie rund 300 Pflegeexperten aus Kliniken und Pflegestützpunkten nach ihren persönlichen Einschätzungen befragt.

„Die Auszeichnung ist eine schöne Anerkennung für alle Mitarbeitenden der Else-Heydlauf-Stiftung. Ihr tägliches Engagement für die Bewohner des Hauses und die Nutzer unserer Dienste wird damit gewürdigt“, erklärt Einrichtungsleiter Werner Feil.

Die Else-Heydlauf-Stiftung wurde 1985 eröffnet und liegt am Rande von Stuttgart-Zuffen- hausen. 89 Pflegeplätze gliedern sich in drei Wohnbereiche, darunter befindet sich eine Wohngruppe speziell für Menschen mit Demenz. In der Einrichtung leben 18 Menschen in der Jungen Pflege, außerdem gibt es zwei Kurzzeitpflege- und zwölf Tagespflegeplätze. Träger ist das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg, das noch mit weiteren Altenhilfe-Einrichtungen im Ländle vertreten ist.

Weitere Infos: www.else-heydlauf-stiftung.de


November 2014. Redaktion pflegeinfos.net

Mittwoch, 19. November 2014

Sinnesgarten für Demenzkranke. Alten- und Pflegezentrum Lußhardtheim in Waghäusel ist stolz auf seine besondere Außenanlage

Seit über zwei Jahren schon bietet das Lußhardtheim in Waghäusel (Kreis Karlsruhe) seinen Bewohnern eine ganz besondere Attraktion. Der neu angelegte Sinnesgarten für Menschen mit Demenz blüht und gedeiht und erlebt täglich viele Besucher: Bewohner der Alten- und Pflegeeinrichtung, Angehörige und Mitarbeiter. Doch bis zur Eröffnung war es ein langer Weg, der sich von der Planung durch den Architekten Herbert Sand und der Stadt Waghäusel als Eigentümer über die Bauphase bis hin zur ersten Nutzung über mehrere Jahre erstreckte.

Den größten Teil der Finanzierung des Sinnesgartens übernahm die Stadt Waghäusel, aber auch das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg als Träger des Altenheims sowie der Freundeskreis e.V. haben sich an der Umgestaltung des Gartens finanziell beteiligt.

Während der Planungsphase wurden die wesentlichen Voraussetzungen des entstehenden Gartens deutlich: die Vereinbarkeit von biographieorientiertem Erleben, Sicherheit und Selbstständigkeit. Der Garten musste dabei einfach und klar strukturiert sein. Um die Nutzung des Gartens für alle Bewohner zu ermöglichen, wurde auf einen barrierefreien Zugang geachtet. So ist es auch für Bewohner, die auf einen Rollator oder eine Rollstuhls angewiesen sind, problemlos möglich, gefahrlos und ohne fremde Unterstützung den Sinnesgarten des Lußhardtheims zu begehen.

Da bei Menschen mit Demenz das räumliche Wahrnehmungsvermögen häufig eingeschränkt ist, wurde bei der Farbe des Bodenbelags bewusst ein Kontrast zur Bepflanzung gewählt, die die visuelle Wahrnehmung des Weges und die räumliche Orientierung erhöht. Der Bewegungsdrang wurde durch einen Rundweg berücksichtigt. Dieser ist in Form einer „kinesiologischen Acht“ angelegt, der zur Wegführung dient.

Der Weg im Sinnesgarten verläuft in Schleifen, so dass jeder Spaziergang automatisch wieder am Ausgangspunkt endet. Breite Wege erhöhen die Sicherheit zusätzlich. Durch mehrere Sitzgelegenheiten innerhalb des Gartens sind auch Ruhemöglichkeiten gegeben. Bei der Auswahl der Pflanzen stand neben den biographischen Aspekten die Sicherheit im Vordergrund: keine Verletzungsgefahr bei Stacheln oder Ähnlichem und Giftigkeit der Pflanzen.

Als besonders geeignet zeigten sich dabei unterschiedliche Kräuter wie Salbei, Lavendel und Rosmarin sowie heimische Beeren und Blumen. Diese verbreiten zum Einen einen angenehmen Duft, zum Anderen können diese probiert und als Anknüpfungspunkt für Biographie- oder Erinnerungsarbeit im Altenheim genutzt werden. Die Hochbeete und der im Garten integrierte Brunnen ermöglichen den Bewohnern die Pflanzen selbständig zu pflegen.

Um die räumliche Orientierung zu erleichtern, wurde auf einen stets sichtbaren Bezugspunkt in der Anlage geachtet. Dazu wurde ein Pavillon mit Sitzmöglichkeiten in den Garten integriert, der als Raum für gemeinsame Aktivitäten genutzt wird.

Fazit des neuen Sinnesgarten im Lußhardtheim: Er bietet die Möglichkeit, Natur mit allen Sinnen wahrzunehmen, anzufassen zu riechen, zu sehen, zu schmecken, sich zu betätigen und zu kommunizieren. Gleichzeitig erweitert der Garten den Lebensraum der im Lußhardtheim lebenden Bewohner, was wiederum ein Mehr an Lebensqualität bedeutet.

November 2014. Frank Bantle/Redaktion pflegeinfos.net

Kinderbuch mit CD hilft bei der Trauerarbeit mit Kindern. Hilfreich, wenn Oma oder Opa gestorben sind

Kinderbuch plus CD über Sterben, Trauern, Neubreginn

Trauerexperten sowie fürsorgliche Bestatter raten zu einem offenen Umgang mit dem Tabu-Thema Tod und Sterben in der Familie. Auch Kinder und Jugendliche sollten in Trauerarbeit integriert werden, wenn zum Beispiel die Oma, der Opa oder eine ältere Dame aus der Hausgemeinschaft verstirbt.

Ein neues Kinderbuch schafft es mit vielen Illustrationen und Liedern einfühlsam und ehrlich Fragen zum Thema Sterben und den Umgang mit Tod und Trauer zu formulieren und den Leser nicht alleine zu lassen: "Tavias Reise" erzählt von der Unterwasserwelt, in der das Oktopusmädchen Tavia lebt und sterbenskrank ist. Wie aber soll sie sich auf den Tod vorbereiten, wenn sie gar nicht weiß, "wie Sterben geht"? Weil niemand mit ihr über diese Frage sprechen will, macht sie sich auf die Suche nach Antworten.

Dabei trifft sie verschiedene Meeresbewohner, die von ihren Erfahrungen und dem, was sie über das Sterben wissen, erzählen. Mit jeder Begegnung schwinden Tavias Ängste und sie erkennt, dass Sterben ein Teil des Lebens ist und der Tod eigentlich der Weiterreise in einen Zeitlostraum gleicht. Sie entschließt sich, nach Hause zurückzuschwimmen und im Kreis ihrer Familie und Freunde ihre letzte Reise in den Zeitlostraum anzutreten...

"Tavias Reise" ist ein Familienbuch, das sich kindgerecht und einfühlsam, aber dennoch ehrlich mit den Themen Sterben, Tod und Trauer auseinandersetzt. Es eignet sich als tiefgründig-schöne Geschichte zum Vorlesen, wie auch als Begleitbuch für betroffene Familien, da nicht nur von Tavia erzählt wird. Auch die um Tavia trauernden Familiemitglieder und Freunde kommen zu Wort und beschreiben, wie das Leben nach dem Abschiednehmen weitergeht.
 
Über die Autorin: Sabine Rachl, geboren 1969, war zunächst Grund- und Gesamtschullehrerin und lehrte später als Dozentin an der Universität zu Köln. 2007 erfüllte sie ihren Lebenstraum und gründete die Internationale Friedensschule Köln, die sie in den Aufbaujahren als Schulleiterin und Geschäftsführerin führte. 2012 verließ sie die Schule und gründete die siento-Stiftung gemeinnützige GmbH, ein Informationsnetzwerk für Hoffnungs-, Sterbe- und Trauerunterstützung in Köln, dessen ehrenamtliche Geschäftsführerin sie ist.  

Infos: "Tavias Reise. Unterwegs in den Zeitlostraum", atp Verlag 2014, Hardcover mit beiliegender Song CD, 204 Seiten, € 24,80 zzgl. 3 € Versandpauschale. Zu bestellen unter: www.atp-verlag.de sowie im Internet und Buchhandel.

November 2014. Redaktion pflegeinfos.net

Copyright Foto: atp Verlag/PR
 












Donnerstag, 13. November 2014

Onlineberatung pflegen-und-leben.de wurde für Pflegepreis nominiert: Projekt hilft pflegenden Angehörigen in Deutschland

Das Beratungsportal für pflegende Angehörige pflegen-und-leben.de war im November 2014 auf der Berliner Pflegekonferenz einer von fünf Nominierten für den Marie-Simon-Pflegepreis. Das digitale Entlastungsangebot der gemeinnützigen GmbH Catania wurde im Rahmen eines Festaktes einem großen Publikum vorgestellt. Auch wenn der Preis letztendlich an ein anderes Projekt ging, in der Laudatio des ehemaligen Bundesarbeitsministers Norbert Blüm wurde sehr deutlich, wie bedeutsam jegliches soziales Engagement ist, das sich an Angehörige von an Demenz erkrankten und pflegebedürftigen Menschen richtet.

Lebensqualität von Pflegebedürftigen und Angehörigen fördern
Die psychologische Online-Beratung pflegen-und-leben.de war eines von insgesamt fünf Projekten, das aus einer Vielzahl an Bewerbungen von einer Jury ausgewählt und für die Auszeichnung nominiert war. Prämierungswürdig waren Projekte, die mit neuen Ideen und zielgerichtetem Vorgehen die Versorgung und damit die Lebensqualität von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen nachhaltig verbessern. Der Marie-Simon-Pflegepreis für Innovationen in der Pflege wurde auf der Berliner Pflegekonferenz 2014 von der spectrumK GmbH in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund verliehen.


Bundesweite Beratung und kostenlos
pflegen-und-leben.de bietet kostenfreie psychologische Online-Beratung für pflegende Angehörige bei seelischer Belastung durch den Pflegealltag – bundesweit, anonym und datensicher. Seit April 2014 ermöglichen die drei Pflegekassen Barmer GEK Pflegekasse, TK-Pflegeversicherung und DAK-Gesundheit-Pflegekasse allen gesetzlich versicherten pflegenden Angehörigen die kostenfreie Nutzung dieser persönlichen Online-Beratung.


Das Angebot zur professionellen Entlastung und emotionalen Stärkung richtet sich bundesweit an pflegende Angehörige, die sich im internetbasierten Kontakt mit Psychologinnen ihren Stress und ihre Sorgen von der Seele schreiben möchten.
www.pflegen-und-leben.de


November 2014. Redaktion pflegeinfos.net