Mittwoch, 27. Dezember 2023

Altersarmut - bedroht sind Mütter. VdK Baden-Württemberg wehrt sich gegen Rentenkürzungen jeglicher Art


Aus aktuellem Anlass fordert der Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V. die vollständige Übernahme aller versicherungsfremden Leistungen aus Steuermitteln in der Rentenversicherung und die Einführung einer Erwerbstätigenversicherung, in die alle einzahlen.

Grund für diese Stellungnahme sind Rentenkürzungspläne, wie aktuell von BW-Finanzminister Daniel Bayaz (Die Grünen) vorangetrieben. Diese bergen die Gefahr, dass vor allem noch mehr Frauen in die Falle der Altersarmut geraten. Der VdK-Landesverband lehnt daher diese Vorschläge entschieden ab.

Finanzminister von Ba-Wü kennt nicht die Lage der Rentner

„Minister Bayaz war bereits vor der aktuellen Haushaltskrise regelmäßig mit Vorschlägen zur Kürzung der Renten in den Medien präsent“, gibt der VdK-Landesverbandsvorsitzende Hans-Josef Hotz zu bedenken: „Dass Minister Bayaz nun die Haushaltskrise für Rentenkürzungen instrumentalisiert, zeigt, wie wenig Kenntnis und Verständnis er für die oftmals prekäre finanzielle Lage vieler seiner Bürgerinnen und Bürger hat.“

Grundsicherung im Alter enorm gestiegen

Im Jahr 2022 waren fast 1,2 Millionen Rentnerinnen und Rentner auf Sozialhilfe (Grundsicherung im Alter) angewiesen. Diese Zahl hat sich innerhalb der letzten 20 Jahren fast verdreifacht. Dabei sind gerade Frauen besonders häufig von Altersarmut betroffen. „Das weiß auch Minister Bayaz“, kritisiert Hotz: „Trotzdem schlägt der Finanzminister immer wieder vor, die Mütterrente zu kürzen. Das werden wir nicht zulassen!“

Rente mit 63 – das Ammenmärchen

Finanzielle Einsparung erhofft sich Danyal Bayaz unter anderem durch eine Abschaffung der Rente für besonders langjährige Versicherte. So sagte er in einem Interview mit der FAZ: „Auch soziale Projekte wie die Rente mit 63 oder die Mütterrente sollten nicht in Stein gemeißelt sein“. Der VdK Baden-Württemberg hatte hierzu erst kürzlich einen offenen Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann verfasst. „Darin haben wir klargestellt: Niemand kann ohne Abschläge mit 63 Jahren in Rente gehen!“, erinnert Hotz. 
Aktuell ist dies erst mit 64 Jahren und 2 Monaten möglich und wird schrittweise auf 65 Jahre angehoben.

Steuerfinanzierung der versicherungsfremden Leistungen

Statt der Rentenkürzungen fordert der Sozialverband VdK die vollständige Steuerfinanzierung der versicherungsfremden Leistungen der Rentenversicherung. Davon, dass die versicherungsfremden Leistungen nicht vollständig aus Steuermitteln erstattet werden, profitieren nur Selbständige, Beamtinnen und Beamte, Abgeordnete sowie Ministerinnen und Minister – und somit auch Bayaz, der keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlen muss. 

Laut Gabriele Frenzer-Wolf, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, handelt es sich hier um eine Summe von 40 Mrd. Euro, die aktuell nur von Beitragszahlern getragen wird. Der Steuerzuschuss für die Rente dient zum Ausgleich von Leistungen an Menschen, die keine Beiträge gezahlt haben und ist „keine Wohltätigkeit für die Rentnerinnen und Rentner in Deutschland“, stellt Hotz klar. 

Alle sollen die Mütterrente mitbezahlen
 
Leistungen wie z. B. die Mütterrente, mit der die Erziehungsleistung von Frauen bzw. Eltern in der Rente anerkannt wird, müssen von der Allgemeinheit, also von allen Steuerzahlern, finanziert werden – und nicht nur von den Beitragszahlern der gesetzlichen Rente.

Dezember 2023. Redaktion Pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Archiv

Donnerstag, 21. Dezember 2023

222 Bäume gepflanzt: Hausärzteverband feiert Jubiläum und spendet dem Land junge Bäume

 

222 Bäume zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald gepflanzt! Gute Sache!

Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) hat der Hausärzteverband Baden-Württemberg 222 Bäume gepflanzt. Hausärztinnen und Hausärzte konnten im Vorfeld auf den Postversand ihrer HZV-Unterlagen verzichten und für jeden Verzicht wuchs der Wald um einen weiteren Baum

Mehr Allergien und Atemwegserkrankungen

„Die Klimakrise ist auch eine Gesundheitskrise und das spüren wir in den Hausarztpraxen als Erste. Die Folgen sind mehr Allergien, eine Zunahme von Erkrankungen der Atemwege oder Infektionen, die sich bei Hitze vermehrt ausbreiten können, wie beispielsweise die von Zecken übertragene FSME, die in Baden-Württemberg ein besonders großes Problem ist."

Zum 15. Jubiläum der HZV war es uns ein Anliegen, einen für die Menschen regional erlebbaren Beitrag zu leisten“, erklärt die Vorstandsvorsitzende Dr. Susanne Bublitz

Pflanzfläche in Dunningen

Gemeinsam mit dem Projektpartner PLANT-MY-TREE®, der auf das Pflanzen spendenfinanzierter Bäume auf seinen Pflanzflächen spezialisiert ist, wurden in Dunningen zwischen der Schwäbischen Alb und dem Schwarzwald 222 Bäume gepflanzt. Es wird ein Mischwald aus Stieleichen, Douglasien, Roteichen, Weißtannen, Bergahorn, Vogelkirschen und Roterlen entstehen, in dem keine Forstwirtschaft stattfinden wird. 

HZV-Versorung zuverlässig und effektiv

„Der so gepflanzte Wald soll, wie die HZV, nachhaltig wirken. In der HZV entscheiden sich Patienten für ihr Hausarztpraxisteam als ersten Ansprechpartner für ihre Gesundheit. Die wissenschaftlichen Evaluationen der letzten 15 Jahre zeigen eine durchgehend bessere Versorgung in der HZV im Vergleich zur Regelversorgung. Auch innovative Versorgungsansätze lassen sich schnell und effektiv adressieren“, ergänzt die Co-Vorsitzende Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth. 

Klimaresiliente Versorgung beim Hausarzt

Gemeinsam mit den Vertragspartnern des HZV-Vertrags der AOK Baden-Württemberg hat der Hausärzteverband Baden-Württemberg in diesem Jahr die klimaresiliente Versorgung ins Leben gerufen, mit der Patientinnen und Patienten in den Hausarztpraxen für ihre individuellen klimabedingten Gesundheitsrisiken sensibilisiert werden.

www.hausarzt-bw.de

Foto: Dr. Susanne Bublitz, Vorstandsvorsitzende des Hausärzteverbands Baden-Württemberg und Peter Selenski von PLANT-MY-TREE® auf der Pflanzfläche in Dunningen.

Dezember 2023. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Hausärzteverband BW



Dienstag, 12. Dezember 2023

Nahversorgung von Senioren in Stuttgart: "Fahrender Supermarkt" von Bonus bringt Lebensmittel in Stadtteile


Neue Wege der Nahversorgung: Seit Anfang November 2023 kommt in acht Stadtteile von Stuttgart das BONUS‐Markt‐Mobil, ein Lebensmittelverkaufswagen des gleichnamigen Unternehmens. Der „fahrende Supermarkt“ bringt frische Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs - optimal für Senioren, Behinderte und Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Stadt Stuttgart kümmert sich um Nahversorgung

Das Team Wirtschaftskoordination Stadtteilzentren der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart hat das Pilotprojekt gemeinsam mit der Firma BONUS gGmbH initiiert und setzt große Hoffnung in diesen neuartigen Ansatz in der Nahversorgung.

Dr. Iris Gebauer, Wirtschaftskoordinatorin Stadtteilzentren, erklärt: „Der Verkaufswagen wird in erster Linie in nicht versorgten oder unterversorgten Stadtteilen oder Quartieren eingesetzt, um die Nahversorgungsstrukturen in diesen Gebieten zu verbessern. Insbesondere für ältere und mobilitätseingeschränkte Bürgerinnen und Bürger kann dieses neue, mobile Versorgungsangebot zur Unabhängigkeit im Alltag und damit zur Steigerung der Lebensqualität beitragen.“

Testphase für Lebensmittelwagen in Stuttgart

Aktuell fährt das BONUS‐Markt‐Mobil in Stuttgart zwei Touren pro Woche, eine am Dienstag und eine am Donnerstag. Bei jeder Tour werden vier Standorte angefahren, so dass in dieser ersten Testphase insgesamt acht Standorte jeweils einmal pro Woche bedient werden können.

Es gibt Wurst, Käse und Drogerieprodukte im Wagen

Karsten Fischer, Geschäftsleiter der BONUS gGmbH, erläutert das Konzept: „Unser Verkaufswagen bietet auf einer Fläche von nur 15 Quadratmetern eine breite Palette von etwa 550 Produkten an. Das Sortiment reicht von Getränken über Wurst und Käse, frisches Obst und Gemüse, bis hin zu Gewürzen und Drogerieprodukten. Per Vorbestellung können die Kundinnen und Kunden darüber hinaus aus dem gesamten BONUS‐Sortiment wählen, mit Ausnahme von Tiefkühlwaren. Vorbestellte Produkte bringt der Verkaufswagen dann bei seiner nächsten Tour mit.“

Weitere Stadtteile wären möglich

Das Pilotprojekt wird von der Landeshauptstadt Stuttgart mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Nahversorgung konkret“ unterstützt. Die Stadt ermutigt die Bürgerinnen und Bürger, von diesem neuen Angebot Gebrauch zu machen und damit das Pilotprojekt zu unterstützen. Sollte sich das Konzept bewähren und von den Stuttgarterinnen und Stuttgartern gut angenommen werden, könnte der Verkaufswagen schon bald auch durch weitere Stadtteile touren, so die Wirtschaftsförderung.

BONUS‐Markt‐Mobil für ältere Menschen - Verkaufszeiten in Stuttgart


Jeden Dienstag: 9−10 Uhr: Feuerbach (Lemberg/Föhrich) Kyffhäuserstraße 59 (Kirche St. Monika)
11−12 Uhr: Zazenhausen‐Ost Pleibelstraße 2 (Nazariuskirche)
13−14 Uhr: Stammheim‐Süd Hornemannweg 10 (Gemeindehaus Arche)
15−16 Uhr: Zazenhausen‐West Herzkirschenweg 1 (Quartiersplatz)

Jeden Donnerstag:9−10 Uhr: Untertürkheim‐Wallmer Ecke Dietbachstraße/Mäulenstraße (Gehweg)
11−12 Uhr: Plieningen/Birkach (Steckfeld) Osumstraße 57 (Kirchengemeinde)
13−14 Uhr: Vaihingen‐Rosental Krehlstraße 60 (Pestalozzischule)
15−16 Uhr: Vaihingen‐Dachswald Barchetstraße 14 (Dachswaldkirche)

Dezember 2023. Redaktion pflegeinfos.net 
Copyright Foto: Bonus


Seniorenurlaub an Nordsee und Ostsee: über das Portal Travanto finden Sie die passende Ferienwohnung über Weihnachten


Zum Jahreswechsel sind Nord- und Ostsee in Deutschland beliebte Reiseziele, um das neue Jahr in Ruhe anzugehen. Das Ferienwohnungs-Portal Travanto hat ausgewertet, welche Orte an Nord- und Ostsee „zwischen den Jahren” beliebt sind, wo Urlauber noch freie Ferienunterkünfte finden und welche Preise pro Nacht für die Unterkünfte fällig werden.

Norderney, St. Peter-Ording und Grömitz an der Spitze 


Für den Urlaub zum Jahreswechsel erfreut sich in der Kalenderwoche 52 die ostfriesische Insel Norderney mit einer Verfügbarkeit von 9 Prozent großer Beliebtheit. Mit einer geringfügig höheren Verfügbarkeit folgen das Nordseeheilbad St. Peter-Ording und das Ostseebad Grömitz, wo vom 25.12. bis zum 31.12.23 jeweils 14 Prozent der sofort buchbaren Ferienunterkünfte frei sind. Platz vier und fünf belegen Kühlungsborn mit 15 Prozent freien Ferienwohnungen und die nordfriesische Insel Amrum mit einer Verfügbarkeit von 16 Prozent.

Günstige Ferienwohnung auf Fehmarn, in St. Peter-Ording und Cuxhaven

Urlauber, die für den Jahreswechsel noch auf der Suche nach einem Reiseziel an der Küste sind, finden die günstigsten Übernachtungspreise für aktuell verfügbare Ferienunterkünfte auf Fehmarn. Der Medianpreis pro Nacht für vier Personen liegt hier in der letzten Kalenderwoche bei 129 Euro. Es folgen St. Peter-Ording mit einem Medianpreis von 146 Euro und Cuxhaven mit 160 Euro. Am teuersten sind laut www.travanto.de die wenigen verfügbaren Unterkünfte auf Norderney. Hier beträgt der Medianpreis für vier Personen pro Nacht 245 Euro. Es folgen Sylt mit 230 Euro und Amrum mit 224 Euro (alle Daten wurden am 27.11.2023 erhoben, Angaben ohne Gewähr)

Travanto Ferienwohnungen - großes Angebot

Die Travanto Ferienwohnungen GmbH ist mit über 70.000 Ferienunterkünften einer der führenden Vermittler von Ferienwohnungen in Deutschland. Das Hamburger Unternehmen hat seinen Ursprung in dem bereits 1999 gegründeten Buchungsportal Sylt-Travel. Nach dem Aufbau weiterer regionaler Portale entstand im Jahr 2005 schließlich Travanto als überregionaler Anbieter für Ferienwohnungen. www.travanto.de



Dezember 2023. Redaktion pflegeinfos.net 
Copyright Fotos: PR/Travanto


Montag, 4. Dezember 2023

Spieler der Stuttgarter Kickers zu Besuch in der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Klinikum Stuttgart. Motivation von der Waldau


Vier Spieler der Stuttgarter Kickers, Marian Riedinger, Paul Polauke, Marcel Schmidts und Léon Neaimé, besuchten gemeinsam mit Geschäftsführer Matthias Becher die jungen Patientinnen und Patienten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) des Klinikum Stuttgart. Im Nu glich der Hof einem Fußballplatz mit Torwand und rund 30 bis 40 begeisterten Kindern und Jugendlichen, die ihr Können an der Torwand zeigen und Autogramme von den Spielern erhalten wollten.

Fußballspieler der "Kickers" geben Autogramme

Auch zahlreiche Mitarbeitende der KJP sowie das Kickers-Maskottchen Waldi waren mit dabei. Die Freude und Begeisterung der Patienten von der Kinderstation und den drei Jugendstationen sowie der Tagesklinik waren riesengroß, als ihnen die Profis Tricks und Kniffe zeigten und zahlreiche Fragen rund ums Thema Fußball beantworteten. 

Enge Verbundenheit des Traditionsvereins mit der Olgäle-Stiftung

Seit vielen Jahren ist es bereits gute Tradition, dass sich die Stuttgarter Kickers für das Olgahospital und die Olgäle-Stiftung einsetzen. Regelmäßig schauen Spieler, Trainer und Verantwortliche vorbei, sammeln Spenden, übergeben Spendenschecks und Geschenke – und sorgen so für leuchtende Kinderaugen auf den Stationen.

Durch die Pandemie waren Treffen vor Ort in den vergangenen Jahren nicht mehr möglich. Umso schöner war es jetzt, dass die Spieler die jungen Patienten in der KJP besuchten, da viele von ihnen monatelang in der Klinik sind. Da ist Abwechslung sehr gefragt!

Die Kickers-Spieler mit Maskottchen Waldi

Als Höhepunkt lud Matthias Becher Patienten und Betreuer zu einem der nächsten Fußballspiele ins Stadion auf der Waldau in Degerloch inklusive Führung hinter die Kulissen ein. „Wir wollen unserer sozialen Verantwortung nachkommen und kranke Kinder und Jugendliche unterstützen und kommen daher immer wieder gerne ins Olgäle“, so Becher. Prof. Dr. Oliver Fricke, Ärztlicher Direktor der KJP, und Susanne Dieterich, Vorstandsmitglied der Olgäle-Stiftung, dankten den Blauen sehr herzlich für ihren Besuch und gratulierten zur Herbstmeisterschaft in der Regionalliga Südwest. 

Sport kann Medikamente ersparen

Fricke freut sich auf viele weitere Begegnungen mit den Kickers und erläuterte, wie wichtig Bewegung bei bestimmten psychischen Erkrankungen ist und dass diese häufig sogar Medikamente ersparen kann. Zudem möchte er den psychisch erkrankten Kindern die Gelegenheit geben sich mit Sportlern auszutauschen, um so vielleicht eine Vorliebe für den Sport zu wecken.

Stiftung unterstützt das Klinikum

Die Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V. hat es sich seit über 25 Jahren zur Aufgabe gemacht, den Aufenthalt der oft schwerstkranken Kinder – unabhängig von deren Krankheitsbild - im Stuttgarter Olgahospital durch eine kindgerechte Atmosphäre angenehmer zu gestalten, die psychosoziale Betreuung der kleinen Patienten und ihrer Eltern zu verbessern, modernstes medizinisches Gerät anzuschaffen und Fortbildung und Forschung zu fördern. Weitere Informationen unter: www.olgaele-stiftung.de.

Dezember 2023. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR/Ölgäle-Stiftung