Montag, 20. August 2018

Senioren- und Behinderten-WG mit Betreuung. Selbstbestimmt wohnen - mit professioneller Betreuung. Ein Beispiel aus Berlin

Selbstständigkeit, Eigenbestimmung und Teilhabe. Betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderung sind eine sinnvolle Alternative zu Pflegeheimen, wenn es um den Erhalt eines möglichst eigenständigen Lebens geht, ohne dabei auf zwischenmenschliche Beziehungen verzichten zu müssen. 

Weil sich diese Wohnform immer größerer Beliebtheit erfreut, bietet der ambulante Pflegedienst Futura Berlin einen informativen Überblick zu betreuten Wohngemeinschaften.


Junger Helfer in Senioren-WG


Gemeinsam statt einsam
Gerade für alleinstehende Menschen, die keine stationäre Behandlung benötigen, aber nicht selbstständig leben können, sind betreute Wohngemeinschaften eine gute Wahl. In vielen Fällen bieten betreute Wohngemeinschaften einen sozialen Rahmen, den die Pflegebedürftigen nicht hätten, wenn sie bei den Eltern oder allein leben würden. 

Auf diese Weise kann ein individueller Lebensrhythmus entwickelt werden, während der sozialen Isolation aktiv vorgebeugt wird. Schließlich stellt die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben einen zentralen Aspekt des Rehabilitationsprozesses dar. Ein weiterer Vorteil betreuter Wohngemeinschaften ist, dass das Leben in der Gruppe oftmals kostengünstiger ist als eine eigene Wohnung. Geteilter Wohnraum heißt auch geteilte Kosten. Nicht zuletzt kann das Leben in einer WG auch als Sprungbrett in die erste eigene Wohnung dienen.

Betreuung mit einem Plus an Individualität

Die WG-Bewohner werden regelmäßig von ausgebildetem Personal besucht, welches sich um die persönlichen sowie gemeinschaftlichen Anliegen kümmert. Die Betreuung erfolgt durch Krankenpfleger, Pflegekräfte sowie Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen - beispielsweise aus der Pädagogik oder der Sozialarbeit. Das betreuende Team unterstützt die Bewohner umfassend dabei, ihren eigenen Weg zu finden und zu gehen. Sei es bei der Gestaltung und Strukturierung des Alltags, beim Zusammenleben in der Gemeinschaft, in Haushaltsangelegenheiten, aber auch im Hinblick auf medizinische und private Belange. 

Obwohl man bei einer Wohngemeinschaft vermuten könnte, dass die individuellen Bedürfnisse in den Hintergrund rücken, ist das Gegenteil der Fall. Grundsätzlich wird mit jeder Person einzeln festgelegt, welche unterstützenden Leistungen gewünscht und benötigt werden. Gleichzeitig verfügt jeder Mieter über ein eigenes Zimmer, welches Privatsphäre bietet und als Rückzugsort dient.

Barrierefreiheit hat oberste Priorität

Neben den Privatzimmern der WG-Bewohner setzt sich eine Wohnung in der Regel aus einem Gemeinschaftsraum, der von den Mietern gemeinsam genutzt wird, einem oder mehreren Badezimmern, einer Küche sowie einem Essbereich zusammen. Bei der Wahl einer betreuten Wohngemeinschaft sollte ein besonderes Augenmerk auf die Barrierefreiheit gelegt werden. So sind befahrbare Duschen, rollstuhlgerechte Türbreiten und die stufenlose Erreichbarkeit aller Wohnebenen nur einige der vielen Aspekte, die für ein barrierefreies Wohnumfeld und umfassende Mobilität wichtig sind.  

Über barrierefreie Wohnungen und betreute Wohngemeinschaften hinaus, offerieren Anbieter wie Futura Berlin auch Unterstützung beim Umzug sowie der Ausgestaltung der pflegerischen und hauswirtschaftlichen Assistenz.

August 2018. Text: ots

Copyright Foto: obs/Futura Berlin

Freitag, 17. August 2018

Demenz und Hörprobleme: Hören kann gegen das Vergessen helfen. Hörakustiker sind Ansprechpartner für Angehörige

Im März 2018 fand mit über 60 Gästen der Themenabend "Demenz und Hören" in der Handwerkskammer Rheinhessen in Mainz statt. Veranstalter waren die Bundesinnung der Hörakustiker KdöR (biha), die IKK Südwest und der medhochzwei Verlag. Mit Experten und pflegenden Angehörigen von an Demenz Erkrankten beleuchteten sie den Zusammenhang von Hörverlust und Demenz aus unterschiedlichen Perspektiven.

Anlass zu dieser Sorge gibt es, denn weltweit haben Studien einen Zusammenhang zwischen Hörverlust und Demenz hergestellt. Marianne Frickel, Präsidentin der biha und selbst spezialisierte Hörakustiker-Meisterin, warnt: "Ein unversorgter Hörverlust kann die Entwicklung einer Demenz beeinflussen. Je länger wir nicht mehr gut hören, umso mehr gewöhnt sich unser Gehirn an diese Situation, wir nennen das Hörentwöhnung. Umso schwieriger wird es später, diesen Betroffenen das 'wieder gute Hören' beizubringen", erklärte sie.

Das Hörakustiker-Handwerk mit bundesweit über 6.300 Betrieben leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgung und steht zugleich in einer gesellschaftlichen Verantwortung. 

Expertin für gutes Hören: Marianne Frickel, biha-Präsidentin

Jakob Stephan Baschab, Hauptgeschäftsführer der biha, beleuchtete in seinem Vortrag die verschiedenen Studien zu dem Thema Hörverlust und Demenz. Deutlich stellte er heraus, was bei einem unversorgten Hörverlust passiert. Entscheidende Areale des Gehirns werden nicht mehr beansprucht, bilden sich zurück. Eine Hypothese ist, dass auch dadurch Demenz entstehen kann. 

Hören kann gegen das Vergessen helfen. Die Tätigkeit der Hörakustiker zur Prävention von Demenz ist enorm wichtig. Hörsysteme helfen schwerhörigen Menschen, weiter am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Umgekehrt ziehen sich vor allem ältere Menschen, die schlecht hören, oft zurück. Denn nicht gut zu hören ermüdet und überanstrengt. Die Folge ist soziale Isolation, ein bekannter Risikofaktor für Demenz. Hinzu kommt, dass viele den beginnenden Hörverlust ignorieren.

Ohne Kommunikation keine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
Roland Engehausen, Vorstand der IKK Südwest, sprach in einer Gesprächs- und Fragerunde mit Angehörigen über ihre Erfahrungen. Gemeinsam gaben sie einen Einblick in ihren Lebensalltag als pflegende Angehörige. Eindrucksvoll schilderten sie, wie an Demenz Erkrankte allein durch das Hören wieder mehr am Alltag teilhaben konnten und wie schnell im Gegensatz dazu der Zugang zu ihnen verloren geht, wenn das Hören nicht mehr einwandfrei funktioniert. "Hören und Erinnern sind eng miteinander verknüpft", sagt Roland Engehausen, "speziell bei Menschen mit Demenz. Für die pflegende Familie bedeutet dies viel Feingefühl im täglichen Umgang mit dem betroffenen Angehörigen."

Radio-CD für Demente und ihre Angehörigen
Radiomacherin und Moderatorin Christine Schön stellte eine speziell auf Demenzerkrankte und ihre Angehörigen ausgerichtete CD-Edition vor: "Ich will Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen schöne gemeinsame (Radio)Momente schenken. Denn gemeinsames Hören ist eine ganz selbstverständliche Erfahrung von heute alten Menschen. Im Familien- und Freundeskreis saß man zusammen vor dem Radiogerät und hörte die großen Unterhaltungssendungen, Konzerte und Sportübertragungen." Hören hilft erinnern.

August 2018. Text: ots
Copyright Foto: PR / obs

Donnerstag, 16. August 2018

Private Vorsorge für das Alter notwenig. Trotz Pflegereform 2017 besteht laut DVAG Versorgungslücke im Alter

Schon in gut 30 Jahren wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen doppelt so hoch sein wie heute. Die erste Bilanz zum Erfolg der Pflegereform fällt zwar positiv aus, dennoch entsteht im Bedarfsfall bei vielen Menschen nach wie vor eine Versorgungslücke. Die Experten der DVAG raten, diese durch private Vorsorge zu schließen. 

Stationäre Pflege im Alter ist teuer -  die Pflegekasse zahlt nicht alles



Staatliche Vorsorge reicht nicht aus
Die Bevölkerung altert. Denn mit dem hohen Alter steigt das Risiko, pflegebedürftig zu werden. Und die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder prognostizieren einen gewaltigen Anstieg der Pflegebedürftigkeit: Im Jahr 2050 wird die Anzahl der Pflegebedürftigen doppelt so hoch sein wie heute. "Das Gesundheitsministerium hat auf diese Entwicklung mit einer Reform der Pflegeversicherung reagiert - die staatliche Vorsorge ist jedoch immer noch nicht ausreichend, um den Bedarf an Leistungen decken zu können", erklären die Experten der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG). "Eine private Vorsorge ist deshalb weiterhin dringend notwendig", empfehlen sie.

Pflege-Reform 2017: Eine erste Zwischenbilanz

Millionen Bedürftige erhalten seit 2017 durch die Einstufung in einen der fünf neuen Pflegegrade veränderte Hilfeleistungen. Die Bedürfnisse von Menschen mit sogenannter eingeschränkter Alltagskompetenz, wie etwa Demenzkranke, werden nun stärker berücksichtigt. Im ersten Quartal 2017 wurden nach aktuellen Studien des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) 31 Prozent mehr Anträge eingereicht als im Vorjahr - bisher erhalten rund 80.000 Menschen Leistungen, die vorher leer ausgegangen wären.

Pflege wird teurer 

Doch birgt die Reform nicht nur Verbesserungen: Die staatlichen Leistungen decken noch immer nur einen Teil der Kosten ab - eine Versorgungslücke von mehreren hundert bis tausend Euro pro Monat kann entstehen. Im höchsten Pflegegrad zahlen die Pflegekassen beispielsweise 2.005 Euro für die vollstationäre Pflege, das sind fast 400 Euro mehr als vor der Reform in Pflegestufe 3. Viele Pflegeheime haben ihre Unterbringungskosten jedoch im Zuge der Reform erhöht. Ein Platz im Pflegeheim kostet laut Angaben des Versicherungsjournals, je nach Region, durchschnittlich zwischen 2.640 und 4.590 Euro im Monat - Tendenz steigend.

Frühzeitig privat absichern
Viele rechnen nicht damit, irgendwann einmal pflegebedürftig zu werden", sagen die Vermögensberater der DVAG. "Es jedoch wichtig, schon frühzeitig privat mit einer Pflegetagegeldversicherung oder Pflegerentenversicherung vorzusorgen. Je später die Versicherung abgeschlossen wird, desto höher fallen die Beiträge aus", erklären sie. Welche der beiden Varianten in Betracht kommt, hängt von der individuellen Lebenssituation und den Möglichkeiten einer staatlichen Förderung ab.
 

www.dvag.de

August 2018. Text: ots/DVAG
Copyright Foto: obs/DVAG Deutsche Vermögensberatung AG

 

Mittwoch, 15. August 2018

Kopfschmerzen, Migräne - Therapiebegleitung durch Smartphone-App möglich. Viele praktische Tipps und Entspannungskonzepte für Betroffene

Die junge Berliner Firma Newsenselab bietet mit ihrer Smartphone-App M-sense eine mobile Therapiebegleitung bei Migräne und Kopfschmerz an.

Die jetzt mehr als 150.000 M-sense-Nutzer können sowohl ihre Schmerzen als auch ihre Medikamente reduzieren. Durch Entspannungsverfahren aus der klinischen Praxis können sie künftigen Schmerzattacken vorbeugen und akute Schmerzen lindern. Mit personalisiertem und leicht verständlich aufbereitetem Fachwissen werden sie mit der App außerdem zum Experten für ihre eigene Gesundheit.

M-sense Active verwendet Therapiemethoden, die in der klinischen Praxis die Intensität und Häufigkeit von Attacken im Durchschnitt um 40% reduzieren konnten. Zusammen mit der Charité Berlin und den Unikliniken Rostock und Halle startet nun eine klinische Studie, um die Wirksamkeit von M-sense zu belegen und damit in die Regelversorgung der Krankenkassen übernommen zu werden.


Volkskrankheit Kopfschmerzen - was tun?
Jeder dritte Deutsche leidet mindestens einmal pro Monat unter Spannungskopfschmerzen, zwölf Prozent haben Migräne. Viele Betroffene fühlen sich den Attacken hilflos ausgeliefert und wissen nicht, dass es neben Medikamenten auch andere effektive Behandlungsmethoden gibt. „Das Besondere am Digital- Therapeutics-Ansatz ist, dass Patienten ihre Therapiebegleitung ganz individuell auf ihre eigenen Bedürfnisse, Ziele und Lebensstile anpassen können. Gerade in der Migränebehandlung ist es ein Riesenschritt nach vorn, wenn Betroffene erkennen, dass sie dann weniger Medikamente benötigen, die bei Übergebrauch sogar zu einer Chronifizierung der Kopfschmerzen führen können“, sagt Dr. Markus Dahlem, Migräneforscher und Mitgründer von M-sense.
 

Das Potential erkannten Dr. Dahlem und seine Mitgründer bereits 2016 und entwickelten eine App speziell gegen Migräne und Kopfschmerzen, die Betroffenen Dokumentation und Auswertung erleichtert. Innerhalb kurzer Zeit stieg M-sense auf Platz 1 der App Store Charts im Bereich Medizin und wurde mit dem Eugen Münch-Preis für Netzwerkmedizin und dem VISION.A Award der Apotheken Umschau und Apotheke Adhoc ausgezeichnet. 

Benutzer werden zu Kopfschmerz-Experten
In dem neuen Therapie-Modul „M-sense Active“ werden alternative Methoden eingesetzt, die sich in der Schmerztherapie als sehr wirksam bewährt haben. Dabei ist jedoch nicht nur die Behandlung, sondern auch die Aufklärung über die Hintergründe der eigenen Kopfschmerzen ein wichtiger Bestandteil. In kurzen, gut verständlichen und individuellen Wissenslektionen wird in M-sense Active ein breites Spektrum an Fachwissen an den Nutzer vermittelt, mit dem Ziel, jeden Betroffenen zu seinem eigenen Kopfschmerzexperten zu machen. 


Vorbeugende Therapie-Ideen in der App
Wer eigene Schmerzen besser versteht, kann Attacken gezielter vorbeugen und behandeln. Die neuen Bewältigungsstrategien und der bewusste Umgang mit der Krankheit ermöglichen eine zielgerichtete Therapie und nicht-medikamentöse Behandlungsansätze rücken in den Vordergrund. In M-sense Active finden Betroffene eine Vielzahl an vorbeugenden und akut helfenden Therapiemethoden, die aus der Bewegungs- und Entspannungstherapie bestehen. Ganz nebenbei werden auch noch Schulter- und Nackenverspannungen verbessert und der Bluthochdruck gesenkt.

Dehnungsübungen und Ausdauersport
Übungen wie die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Autogenes Training und Atem-Meditation sind ab sofort durch die Nutzer durchführbar. Zusätzlich stehen Imaginationsübungen und physiotherapeutische Anleitungen für Dehnungs- und Massageübungen zur Verfügung. Neben Entspannungstherapien spielt auch Ausdauersport eine große Rolle bei der Prophylaxe von Kopfschmerzerkrankungen. Deshalb wird künftig auch ein Bewegungsprogramm das Angebot von M-sense Active erweitern.


Faire Preise für Anti-Kopfschmerz- App
Die kostenlose Basisversion von M-sense (www.m-sense.de) enthält das Kopfschmerztagebuch, die Analyse, einen Medikamententracker, Möglichkeiten zur Kommunikation mit dem Arzt uvm. Wer zusätzlich M-sense Active nutzen möchte, zahlt ab 5,42 Euro pro Monat (für ein Jahr Nutzung) oder 7,99 Euro (für einen Monat Nutzung), Stand Sommer 2018. 


August 2018. Redaktion pflegeinfos.net

Dienstag, 14. August 2018

Bluttest auf Altersdemenz? Soll diese präventive Maßnahme in Deutschland eingeführt werden? Ergebnisse einer Studie

Werde ich bis ins hohe Alter gesund bleiben? Und was, wenn nicht? Was bedeutet Krankheit im Alter für den Einzelnen und dessen Lebensplanung? Prognosen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. zufolge werden 2050 rund 3 Millionen Menschen in Deutschland an Demenz erkrankt sein. Ist kein Durchbruch bei Therapie und Prävention in der Forschung zu verzeichnen, wird diese Zahl Realität. 

Ein Konsortium aus Industrie und Wissenschaft forscht derzeit an einem Bluttest, der Auskunft geben soll über eine mögliche Erkrankung an Altersdemenz. Die Vor- und Nachteile eines solchen Tests wägten über 1.000 Befragte aus deutschen Haushalten ab. Ergebnisse der repräsentativen Umfrage finden sich im aktuellen AbbVie Healthcare Monitor. 

Wer das Demenzrisiko, wird anders damit umgehen


Befragte sehen positiven Nutzen vor allem bei Lebensplanung 
Ein Großteil der Befragten sieht einen Planungsvorteil bei einem Bluttest auf Altersdemenz. Jedoch waren die Befragten bei der Frage gespalten, ob sie überhaupt einen solchen Test machen würden. Die Hälfte der Teilnehmer beantwortete dies jedoch positiv und würde sich mit dem Ergebnis auseinandersetzen wollen.

Befragte unter 40 Jahren sahen durch den Test den Vorteil einer besseren Lebensplanung, besonders in den Bereichen Pflegevorsorge, Wohnsituation und Berufsplanung. Dies könnte damit zusammenhängen, dass sich diese Altersgruppe vermehrt in der Familien- und Lebensplanung befindet. Dass sich grundsätzlich Planungsvorteile ergeben, meinen jedoch auch die Befragten, die den Bluttest nicht machen würden.

Angst vor Ausgrenzung bei Älteren stärker ausgeprägt

Lediglich 16 Prozent fürchten, im Falle eines positiven Testergebnisses vom familiären Umfeld ausgegrenzt zu werden. Bei Befragten über 50 Jahren liegt dieser Wert mit sechs Prozent etwas höher als der Durchschnitt. Im beruflichen Bereich werden mögliche Planungsvorteile und Ausgrenzungsbefürchtungen von allen Befragten gleich gewichtet. Dies könnte darin begründet sein, dass Altersdemenz in vielen Fällen erst nach Eintritt ins Rentenalter auftritt.

Hintergrund zur Erhebung

In repräsentativen Zufallsstichproben wurde im Zeitraum von 15. bis 20. März 2018 telefonisch 1.022 Interviews durchgeführt (CATI Dual Frame Omnibus). Eine Auswahl der Befragungsergebnisse wurden im aktuellen AbbVie Healthcare Monitor und in einer Ausgabe des Newsletters "Gerechte Gesundheit" der Presseagentur Gesundheit veröffentlicht. Der AbbVie Healthcare Monitor ist eine repräsentative Erhebung zu den Zukunftsfragen des deutschen Gesundheitssystems. Gemeinsam mit KANTAR EMNID erhebt AbbVie monatlich ein Stimmungsbild der deutschen Bevölkerung zu wechselnden Themenkomplexen und Meinungstrends. 

www.abbvie.de
 

August 2018. Redaktion pflegeinfos.net OTS
Copyright Fotos: PR/ obs/AbbVie Deutschland GmbH & Co KG

Montag, 13. August 2018

Pflegende Angehörige können Entlastungszahlungen der Pflegekasse aus Vorjahren verwenden. Ende 2018 endet Frist für 2015 und 2016

Angehörige, die ihre Partner, Eltern oder Schwiegereltern zu Hause pflegen, leben im Dauerstress. Um ihnen und den Pflegebedürftigen etwas Erleichterung zu verschaffen, zahlen die Pflegekassen seit Anfang 2017 eine Entlastungsleistung von 125 Euro im Monat. Mit diesem Geld können Angehörige die Pflege oder Betreuung für einige Stunden an jemand anderen übertragen. 

Was viele Anspruchsberechtigte nicht wissen: "Bislang ungenutzte Beträge aus den Jahren 2015 und 2016 können noch bis Ende des Jahres 2018 ausgegeben werden. Um diese Beträge optimal zu nutzen, sollte man sich über die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten informieren", rät die Verbraucherzentrale NRW. 

Ansprüche auf Entlastungsleistung
Wer anerkannt pflegebedürftig in einen Pflegegrad eingestuft ist, kann den monatlichen Betrag von 125 Euro nutzen. Menschen mit Pflegegrad 1 erhalten ausschließlich diesen Betrag, Personen mit Pflegegrad 2 bis 5 können das Geld zusätzlich zu anderen Pflegeleistungen nutzen.

Pflegebedürftige, die aus 2015 oder 2016 noch Anspruch auf Betreuungs-Extras haben, können die "aufgesparten Beträge" noch bis zum Jahresende 2018 ausgeben. Dies kann sich lohnen: Ein Pflegebedürftiger, der im Jahr 2016 das Geld für Betreuungsleistungen nicht genutzt hat, kann zusätzlich zu den aktuell bewilligten 125 Euro noch 104 Euro im Monat zusätzlich beantragen. Ab 1. Januar 2019 wird dann jedoch nur noch der reguläre Betrag von 125 Euro monatlich gezahlt.
 

Vielfältige Verwendung
Die finanzielle Hilfe soll in erster Linie pflegende Angehörige entlasten. Das Geld kann vielfältig für Tages- und Nachtpflege oder für einen vorübergehenden Aufenthalt in einer Kurzzeitpflege genutzt werden. Auch Unterstützung im Alltag ist möglich - vorausgesetzt, die Hilfe etwa im Haushalt ist laut Landesrecht anerkannt. Bei einer Einstufung in den Pflegegrad 1 kann der Entlastungsbetrag auch in die Finanzierung eines längeren Aufenthalts im Pflegeheim einfließen. In der Regel bieten Wohlfahrtsverbände und Nachbarschaftsvereine eine Beratung und die benötigten Hilfen zur Entlastung an. 

Speziell geschulte Ehrenamtliche übernehmen meist hilfreiche Aufgaben - etwa Vorlesen, Singen oder Basteln mit Pflegebedürftigen oder Demenzkranken. Außerdem werden Pflegebedürftige auch auf Wunsch ins Konzert oder beim Arztbesuch begleitet. Hilfe beim Einkaufen und im Haushalt - etwa beim Wäschewaschen, Putzen und Kochen - gibt's ebenfalls.
 

Einfache Abrechnung, wenig Bürokratie
Entlastungsleistungen können ohne bürokratischen Aufwand in Anspruch genommen werden. Angehörige suchen und zahlen die zu erbringenden Leistungen zunächst selbst. Anschließend reichen sie die Rechnungen bei der zuständigen Pflegekasse ein. Um dieses Prozedere zu vereinfachen, können Anbieter von Betreuungsleistungen und Pflegekasse auch direkt miteinander abrechnen. Dafür müssen Pflegebedürftige eine Abtretungserklärung des jeweiligen Anbieters unterschreiben.

Detaillierte Informationen über die Verwendungsmöglichkeiten in einzelnen Pflegegraden online unter www.verbraucherzentrale.nrw


Individuelle Beratung zu Pflegethemen bieten außerdem die Pflegestützpunkte vor Ort - zu finden in Rathäusern, Kreisverwaltungen und bei Pflegekassen.

August 2018. Text: ots/Verbraucherzentrale NRW




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Freitag, 10. August 2018

Altersheim in Polen. Auch deutsche Rentner sind in privaten Residenzen willkommen. Kosten deutlich geringer als in Deutschland

Die deutschen Institutionen, die für Seniorenpflege zuständig sind, wollen nicht mit den Seniorenheimen von außerhalb Deutschlands - trotz Binnenmarkt der Europäischen Union zusammenarbeiten. Die polnischen Seniorenheimen bieten jedoch den deutschen Patienten hochqualitative Pflege zu günstigen Preisen an.


Die Gruppe ProAltum bietet den deutschen Senioren einen Aufenthalt in der Seniorenresidenz "Erania" in Ustronie Morskie an. Die Residenz ist ein erstklassiges Haus mit 24-Stunden-Pflege durch medizinische Pflegekräfte. Die Patienten bzw. Bewohner können zwischen zwei Varianten wählen: einem Pflegeheim mit Demenzbereich und der Option des betreuten Wohnens. 


Im Seniorenheim werden hochqualifizierte Arbeitskräfte, die der deutschen Sprache mächtig sind, beschäftigt. Die Gruppe leitet auch ein zweites Haus "Zielony Zaktek" in Mystowice (Schlesien).

"Unsere Seniorenresidenz genügt den höchsten Standards der Seniorenpflege. Die Angabe unseres Angebots in der Auskunft der deutschen Einrichtungen, die für die Seniorenpflege zuständig sind, sollte nichts im Wege stehen. Im Rahmen unserer Gespräche mit den Vertretern dieser Institutionen wurde uns bestätigt, dass es so geschehen wird. Leider, vergebens", so Sylwia Korczak, Verkaufsdirektorin in ProAltum. Ihrer Meinung nach würden die deutschen Institutionen den Patienten erschweren, ein Seniorenheim im Ausland zu wählen, weil sie "mit der Auskunft zur ausländischen Leistungen zögern, obwohl sie dazu verpflichtet sind".

Nach Jakub Granat, Vorsitzendem Geschäftsführer ProAltums, werde das Angebot der polnischen Seniorenheime trotz fehlender Unterstützung seitens deutscher Institutionen immer populärer bei den Patienten, die gerne einen Aufenthalt östlich der Grenze wählen würden. Hauptgrund: Die Aufenthaltskosten in Seniorenheimen in Polen seien niedriger als in Deutschland. www.proaltum.de


August 2018. Text: ots