Dienstag, 4. Oktober 2022

Auch Wohlfahrtswerk Baden-Württemberg macht in Quartierarbeit. Tagespflege in Stuttgart-Rot, Wohncafé und Angebote für Senioren


Ab sofort hat eine neue Tagespflege mit 12 Plätzen in Stuttgart-Rot geöffnet. Das innovative Konzept mit jüngerer Zielgruppe und angrenzendem Wohncafé ergänzt das Angebot der Else-Heydlauf-Stiftung im Stuttgarter Norden. Träger ist das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg.

Während die Tagespflege innerhalb der Else-Heydlauf-Stiftung in Stuttgart-Zuffenhausen vor allem für Ältere mit Demenz konzipiert ist, werden mit der neuen Tagespflege in der nah gelegenen Prevorster Str. 21 weitere Personengruppen angesprochen: Neben Älteren ohne dementielle Erkrankung auch jüngere Menschen, die aufgrund eines Pflegegrades von der Tagespflege profitieren können.

Mit Wohncafé für Kontakte im Stuttgarter Norden

Die Tagespflege und das so genannte „WohnCafé+“, ein Nachbarschaftstreff, der in Kooperation mit Neues Heim – Die Baugenossenschaft Neues Heim eG betrieben wird, liegen direkt nebeneinander und die Räumlichkeiten können bei Bedarf verbunden werden. Eingebettet ist dies in einen Neubau mit 40 Mietwohnungen der Genossenschaft. Diese Nähe ist gewünscht, denn sie ermöglicht auf unkomplizierte Weise gemeinsame Veranstaltungen. Auch durch die von beiden Besuchergruppen genutzte Terrasse ist ein ungezwungener Austausch möglich.

Quartierkoordinatorin bietet Hilfe an

Zur Förderung des Dialogs ist von hier aus eine Quartierskoordinatorin des Wohlfahrtswerks unterwegs. Ihr Ziel ist es, die Integration der älteren Menschen in Stuttgart-Rot auszubauen und die Gäste der Tagespflege im Einzelfall ganz konkret zu beraten. Dort, wo Unterstützungsbedarf besteht, zeigt sie vor Ort verfügbare Lösungsmöglichkeiten auf. Als Baustein der Quartiersentwicklung ist dies ein Kooperationsprojekt, das in den Räumen der Baugenossenschaft Neues Heim und gemeinsam mit lokalen Akteuren im Quartier umgesetzt wird.

Für mehr Lebensqualität, Isolation Älterer vermeiden

„Anlaufstellen für die Menschen in ihrem Wohnumfeld zu schaffen ist mehr als ein Trendthema. Wir handeln seit Jahrzehnten nach dieser Idee und sind überzeugt, dass insbesondere ein offenes Angebot wie ein WohnCafé viel gegen die Isolation Älterer bewirken kann. Es ist ein Ort zum Treffen mit Nachbarn jeden Alters und bei Bedarf gibt es Beratungsmöglichkeiten und Unterstützung vor Ort", erklärt Ingrid Hastedt, Vorstandsvorsitzende des Wohlfahrtswerks. 

Wohlfahrtswerk hilft im Bezirk

Durch ambulante Angebote baut das Wohlfahrtswerk in Stuttgart-Rot ein engmaschiges Netz um die Else-Heydlauf-Stiftung herum auf. So befinden sich in der nah gelegenen Schozacher Straße der Stützpunkt des Mobilen Dienstes sowie eine Senioren-WG. Vom Stützpunkt in Feuerbach aus ist der Alltagsbegleiterdienst im gesamten Stuttgarter Norden unterwegs. Mit dem Menü Mobil steht ein Essensangebot zur Verfügung. Der Bedarf für Unterstützung bei älteren Menschen ist groß und die Möglichkeit,
 

Tipp für Interessierte: Die Tagespflege Stuttgart-Rot in derPrevorster Str. 21 ist von Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet, ebenso das WohnCafe+

News zum neuen Quartier: www.quartier-am-rotweg.de/wq/

Oktober 2022. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Wohlfahrtswerk

Montag, 3. Oktober 2022

Heilbronn: 50 Jahre Haus am Staufenberg - Altenpflege der Evangelischen Heimstiftung in Baden-Württemberg

Stolze 50 Jahre ist das Haus am Staufenberg in Heilbronn schon alt. Die Einrichtung hat sich über die Grenzen Heilbronns hinaus zu einer etablierten Adresse für Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf entwickelt. 

Etablierte Pflegeadresse in Heilbronn
Die ersten Gespräche zu einem möglichen Pflegeheim in Heilbronn-Sontheim gab es bereits 1962. Die damalige Vorsitzende und Gründerin der Evangelischen Heimstiftung. Dr. Antonie Kraut, wickelte die Verhandlungen mit der Stadt ab. Einige Jahre später, 1969, folgte der Spatenstich und 1972 dann die Eröffnung. 124 Pflegeplätze bot das damalige Haus am Staufenberg mit insgesamt 37 Mitarbeitenden. „Seither ist sehr viel passiert und wir sind stolz auf unser Haus am Staufenberg, das zu einer etablierten Adresse für gute Pflege in Heilbronn geworden ist“, sagt Bernhard Schneider, der Chef der Ev. Heimstiftung

Mobile Dienste für Senioren in Heilbronn
Seit Gründung ist die Einrichtung mehrfach saniert und erweitert worden, vor allem in den 1980er und 1990er Jahren, als der Bedarf an Pflege stark gestiegen war. Seit 1998 sind auch die Mobilen Dienste der Heimstiftung vor Ort und versorgen Menschen im eigenen Zuhause. Im Jahr 2012 folgte eine Generalsanierung mit Erweiterungsbau, durch welche auch Betreute Wohnungen sowie Räumlichkeiten für die Pflegeschule des Diakonischen Instituts entstanden. 

Heute leben hier 100 Menschen in acht Wohngruppen und werden von einem Team an Pflegekräften und Alltagsbegleitern betreut. www.ev-heimstiftung.de

Oktober 2022. Redaktion pflegeinfos.net

 

 

Dienstag, 20. September 2022

Begleiter für die Chemo-Therapie - das Buch von Jessica Bartling und Tanja Stüvecke hilft Frauen in schwieriger Zeit



Krebs. Chemotherapie. Angst. Hoffnung. Was bringen die nächsten Wochen? Viele Frauen sind verzweifelt. Der neue Ratgeber „Chemo und nun?“ ist mit seinem integrierten Tagebuch ein unterstützender Begleiter in der herausfordernden Zeit der Chemotherapie. Die Vision der beiden Autorinnen, Jessica Bartling und Tanja Stüvecke, war es, die Leserinnen liebevoll durch ihre Ausnahmesituation zu führen und ihre Selbstfürsorge für sich und ihren Körper zu unterstützen.

Arbeits- und Tagebuch zugleich ist

In diesem Ratgeber werden die grundlegenden Informationen zu den Fragen, die bei beginnender Chemotherapie immer wieder auftauchen, beantwortet. Dazu gehören der Therapieablauf, Nebenwirkungen, das Aussehen mit eventuellem Haarverlust, Kosmetik, Ernährung, Bewegung, Schlaf und Entspannung genauso wie der seelische Zustand. Die Leserinnen bekommen bei ausgewählten Themen die Möglichkeit Aufzeichnungen zu machen und mit sich und dem Buch zu arbeiten.

Dieser Ratgeber ist eine Herzensangelegenheit


Für Tanja Stüvecke sind Haare und Gesichter seit 30 Jahren ihre große Leidenschaft. Sie ist Friseurmeisterin und Haar & Make-up Artist. Viele Jahre hat sie international für große Foto- und Filmproduktionen gearbeitet und dabei ihre Begeisterung für Perücken entdeckt. Heute führt sie ein Zweithaarstudio im Bereich der medizinischen Hilfsmittel im Mammazentrum des Krankenhauses Jerusalem in Hamburg.

In ihrer täglichen Arbeit nimmt sie die Ängste und die Hilflosigkeit der Frauen wahr. Es entstand in ihr die Idee und der tiefe Wunsch, den Frauen in dieser Phase einen liebevollen Ratgeber für ihre äußeren und inneren Bedürfnisse und ihre wiederkehrenden Fragen zu den Themen der Chemotherapie an die Hand zu geben.

Zusätzliche professionelle Unterstützung für den Ratgeber erhielt Tanja Stüvecke von ihrer Freundin Jessica Bartling. Sie berät und begleitet Menschen in schwierigen Situationen. Durch eigene Krankheiten beschäftigte sie sich jahrelang mit der Auswirkung unterschiedlicher Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten und Nahrungsmitteln auf unseren Organismus. 

www.chemoundnun.de

September 2022 Redaktion Pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Verlag


Montag, 19. September 2022

Psychologische Beratung im Internet: Angebot der Diakonie Baden-Württemberg für ältere Menschen

Die Diakonie Württemberg ermöglicht schon länger Beratung zu unterschiedlichen Themen übers Internet. Mit der psychologischen Beratung gibt es ein weiteres Beratungsangebot. „Wir freuen uns, dass wir Menschen, die sich in einer Lebenskrise befinden, einen digitalen, also leicht zugänglichen Zugang zur Beratung anbieten können“, sagt Oberkirchenrätin Dr. Annette Noller, Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg. 

Trauerberatung für ältere Menschen online 

Die Anlässe für eine Beratung können Probleme in der Beziehung oder Familie sein, psychische Belastungen auch bei Lebensübergängen wie Trennung und Trauer, Stresssituationen, Erziehungsprobleme, Verlust von nahestehenden Menschen, Einsamkeit, Ängste, das Gefühl der Überforderung oder seelisch bedingte körperliche Beschwerden. Ratsuchende können das neue Angebot unter www.dww-psychologischeberatung.de nutzen.

Auch Suchtberatung wird angeboten

Mehr als 60 fachlich qualifizierte Beraterinnen und Berater in ganz Württemberg haben sich bisher zusätzlich schulen lassen, um Menschen auch digital ein Beratungsangebot zu machen. Neben der psychologischen Beratung besteht bereits ein digitales Beratungsangebot der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, der Suchthilfe und der Sozial- und Lebensberatung. 

Barrierefreier Internet-Auftritt

Die Darstellung und Handhabung des Angebots ist übersichtlich. Dadurch können die Ratsuchenden schneller online einen Beratungstermin buchen oder eine Mailanfrage stellen. Außerdem ist der Internetauftritt nun weitgehend barrierefrei und die Webseite ist mit den Anforderungen der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV) größtenteils vereinbar. 

Kostenfreie Online-Beratung Psychologie für Senioren

Das gesamte Angebot der Onlineberatung findet sich im Internet unter www.dww-beratung.de. Der Dienst ist für die Nutzerinnen und Nutzer kostenfrei.

September 2022. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Diakonie

Freitag, 16. September 2022

Kirchliche und soziale Beratungsdienste brauchen mehr dauerhafte Förderung - das fordert FDP-Experte Rudi Fischer

Rudi Fischer ist haushaltspolitischer Sprecher der FDP im Landtag

Immer mehr Menschen nehmen eine soziale oder psychosoziale Beratung in Anspruch, darunter auch ältere Personen. Sie finden Ansprechpartner bei kirchlichen Trägern, Sozialvereinen und anderen Institutionen. Doch die Ressourcen sind begrenzt. Das ist auch im Rems-Murr-Kreis so, wie die zwei liberalen Landespolitiker Jochen Haußmann und Rudi Fischer erfahren mussten.

Jochen Haußmann ist gesundheitspolitischer Sprecher und Rudi Fischer der haushaltspolitischer Sprecher der Landtags-FDP. Beide waren Mitte September 2022 vor Ort beim Kreisdiakonieverband des Rems-Murr-Kreises.

Mittel aktuell nur befristet verteilt

„Immer mehr Menschen im Rems-Murr-Kreis nehmen die Beratungs- und Unterstützungsdienste der Diakonie und anderer sozialer Träger in Anspruch. Die sozialen Problemlagen verschärfen sich, Personal fehlt, Sachkosten steigen, Mittel werden befristet verteilt. Die Situation für kirchliche und soziale Träger wird immer schwieriger“, sagt Jochen Haußmann
 
Vertrauen der Landesregierung erwünscht

Dazu ergänzt Rudi Fischer: „Sozial oder psychosozial benachteiligte Menschen dürfen in der jetzigen Zeit nicht vergessen werden. Was es braucht ist mehr Augenmaß und Pragmatismus von Seiten der Landesregierung. Statt ständiger ‚Projektitis‘ sollte die Landesregierung außerdem lieber bereits bestehende Kosten förderfähig machen statt immer wieder neue, kurzfristige Sondertöpfe zu schaffen. Soziale Träger brauchen von Seiten der Landesregierung mehr Beinfreiheit und Vertrauen, damit sie sich Menschen in Notlagen statt immer weiterer Vorgaben widmen können.“

Menschen mit Sorgen noch mehr unter Druck 
 
Dem stimmt Gerhard Rall, Geschäftsführer des Kreisdiakonieverbands, zu. Weiterhin macht den Trägern der Wohnraummangel als Querschnittsthema und die Energiekostenkrise massive Probleme: „Menschen die bereits Sorgen haben, geraten mehr und mehr unter Druck und das macht sie krank.“

Reinhard Bihlmeyer, stellvertretender Geschäftsführer, ergänzt: „Für unsere Beratungsdienste brauchen wir außerdem eine gesicherte und auskömmliche Finanzierung durch die Landesförderungen und keine ‚Blendprojekte‘. Dazu gehört auch, dass alle relevanten Kosten als förderfähig anerkannt werden, wie beispielsweise bei den Sozialpsychiatrischen Hilfen auch die Raumkosten, und dass die steigenden Aufwände für Anschaffungen und Unterhalt insbesondere für moderne Datenkommunikation entsprechend förderfähig sind.“

September 2022. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/FDP-Fraktion

Donnerstag, 15. September 2022

Winter im Ausland verbringen. Für Senioren immer mehr eine Option - Tipps von Profis


Mildes Klima, keine Gefriergrade, gute Luft und entspannte Menschen - so lässt sich der Winter gut überstehen. Aber nicht in Deutschland. Immer mehr Seniorinnen und Senioren überwintern deshalb im Ausland.

Was dabei zu beachten ist, weiß die Debeka, eine der größten Versicherungsgruppen und Bausparkassen in Deutschland. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Winter im Ausland optimal vorbereiten:

In welchem Land können Rentner am besten überwintern?
Innerhalb der EU sind Spanien (Kanaren oder Andalusien) oder Portugal (Algarve oder Madeira) beliebte Ziele, weltweit Florida (USA), Thailand, Südafrika oder auch die Türkei. Der Vorteil: Man beugt dem möglichen Vitamin-D-Mangel durch zu wenig Sonne vor und kann dem Winterblues entgehen. Außerdem helfen Wärme und das Seeklima bei Krankheiten wie Asthma, Arthrose oder Neurodermitis.

Wie lange darf man im Ausland überwintern?
In den EU-Ländern ist ein Daueraufenthalt ohne Visumspflicht problemlos möglich. Bleibt man länger als drei Monate, muss man sich bei der zuständigen Behörde (oft Rathaus oder die örtliche Polizeistation) melden. In den USA ist ein Aufenthalt von maximal 90 Tagen ohne Visum möglich, danach benötigt man ein Besuchervisum. 

Bei der Einreise nach Südafrika erhält man ein dreimonatiges Touristenvisum, das vor Ort um drei weitere Monate verlängert werden kann. Das Touristenvisum in Thailand ermöglicht einen Aufenthalt von bis zu 180 Tagen, das in der Türkei bis zu 90.

Woran muss im Vorfeld gedacht werden?
Bevor es auf Reisen geht, sollte man sich mit dem Land und der Kultur vertraut machen. Zur Verständigung ist es hilfreich, zumindest ein bisschen die Landessprache zu sprechen. Das ist ein Zeichen der Wertschätzung. Englisch ist mit Sicherheit auch ein großer Vorteil. 

Was passiert mit dem eigenen Zuhause, während man weg ist? Untervermieten? Da sollte man sich genug Zeit nehmen, um das zu planen. Wer kümmert sich sonst um die Wohnung und schaut nach dem Rechten? Leert den Briefkasten, gießt die Pflanzen oder füttert die Tiere? Gerade für die Post sollte man eine vertrauenswürdige Person beauftragen, die Briefe zu öffnen und möglicherweise zu handeln.

Überwintern im Ausland – wie ist es versichert?
Die Haftpflichtversicherung und die private Unfallversicherung gelten weltweit. Bei der Krankenversicherung wird es schon ein bisschen kniffliger. Privatversicherte sollten ggf. ihre Versicherungsleistungen erweitern. Die gesetzliche Krankenversicherung deckt nur die medizinische Grundversorgung ab. Rücktransporte oder aufwendigere Behandlungen zählen nicht dazu. Da macht eine Auslandsreisekrankenversicherung Sinn. Beim Abschluss sollte man darauf achten, wie lange und wo der Schutz gilt. Die Debeka bietet beispielsweise einen 70 Tage Schutz für nur acht Euro im Jahr an, der weltweit gilt (Stand September 2022) .

September 2022. Redaktion Pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Debeka Adobe Stock



Mittwoch, 14. September 2022

Aktion Nächstenpflege des VdK mit wichtigen Impulsen für die Politik. Nächstenpflege darf nicht arm machen


Koalition muss bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zügig umsetzen

VdK-Präsidentin Verena Bentele (Foto): „Pflegende Angehörige jonglieren jeden Tag zwischen Beruf, Pflege, Haushalt und Kinderbetreuung, sind oft am Ende ihrer Kräfte“

Der Unabhängige Beirat für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf hat seinen aktuellen Teilbericht verfasst. Der Bericht ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung des Koalitionsvertrags, nach dem pflegende Angehörige eine Lohnersatzleistung zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Pflege erhalten sollen. Der vollständige Bericht des Beirats soll im Jahr 2023 folgen.

VdK-Präsidentin Verena Bentele erklärte dazu: „Der Ankündigung aus dem Koalitionsvertrag müssen jetzt Taten folgen. Die derzeitigen gesetzlichen Regelungen helfen den pflegenden Angehörigen nicht, Pflege und Beruf zu vereinbaren. Sie jonglieren jeden Tag zwischen den Welten von Beruf, Pflege, Haushalt und Kinderbetreuung, sind dadurch oft am Ende ihrer Kräfte. 

Darüber hinaus reicht das Geld häufig nicht, weil sie für die Nächstenpflege ihre Arbeitszeit reduziert haben. Alle, die für die Pflege ihre Arbeitszeit verringern oder den Job ganz aufgeben, werden im Regen stehen gelassen. Wer seinen Beruf für die Pflege aufgibt, gerät in finanzielle Nöte. Und wer weiter Vollzeit arbeitet, hat keine Zeit mehr zum Pflegen. Zeit oder Geld? Diese Entscheidung sollte niemand treffen müssen. Nächstenpflege darf nicht arm machen.“

Im Rahmen einer großen Pflegestudie hatte der VdK mehr als 56.000 pflegende Angehörige und Gepflegte zu ihrer Situation befragt. Ein Großteil gab an, extrem belastet zu sein und Entlastungsangebote auch aus Sorge vor hohen Zuzahlungen nicht in Anspruch zu nehmen.

Bentele: „Wir brauchen endlich gute Möglichkeiten zur Vereinbarung von Pflege und Beruf. Und wir brauchen eine eigene finanzielle Leistung für die Nächstenpflege – damit Pflegende sich von ganzem Herzen der Pflege ihrer Angehörigen widmen können.“

Im Rahmen seiner Kampagne zur Nächstenpflege setzt sich der VdK für bessere Bedingungen für pflegende Angehörige und Gepflegte ein - alle Infos:

www.vdk-naechstenpflege.de

September 2022. Redaktion Pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/VdK