Sonntag, 14. Januar 2024

Hautkrebs bei Senioren. Infoportal im Internet jetzt unter Schirmherrschaft des Patientenbeauftragten der Bundesregierung

Vor gut einem Jahr hat Stefan Schwartze, der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, die Schirmherrschaft für das NVKH-Pilotprojekt Infoportal Hautkrebs übernommen und unterstützt damit das Ziel, Patientinnen und Patienten mit Hautkrebs eine Orientierungshilfe zu geben und ihre Gesundheitskompetenz zu stärken. 


Hautkrebs - Informationen in verständlicher Sprache

„Das Infoportal Hautkrebs ist das Leuchtturmprojekt der Nationalen Versorgungskonferenz Hautkrebs e.V. (NVKH). Zwar sollen mit den Inhalten der Plattform vornehmlich Hautkrebspatientinnen und -patienten und deren An- und Zugehörige angesprochen werden. Dennoch soll die Plattform für alle Interessierte frei zugänglich sein. Unser Infoportal Hautkrebs soll Betroffenen mit wissenschaftlich gesicherten Informationen in verständlicher Sprache unterstützen und ihnen so die Auseinandersetzung mit der Erkrankung erleichtern“, erklärt Professor Dr. Dirk Schadendorf, Direktor der Klinik für Dermatologie und des Westdeutschen Tumorzentrums (WTZ) der Universitätsmedizin Essen und Vorsitzender der NVKH. 


Hauttumor-Risiko steigt weiterhin in Deutschland

Das auf Initiative der NVKH (www.nvkh.de) ins Leben gerufene Informationsportal Hautkrebs soll einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Patientenorientierung durch die Bereitstellung geprüfter medizinischer Informationen leisten. Trotz stetiger Verbesserungen in der Prävention und Versorgung von Hautkrebs sterben jährlich immer noch mehr als 3.000 Menschen in Deutschland an dieser Erkrankung. Das Risiko an Hauttumoren zu erkranken, steigt seit Jahren kontinuierlich an. Der Bedarf nach seriösen, aktuellen und patientengerecht aufbereiteten Informationsangeboten nimmt dementsprechend zu.

Das Infoportal leistet mit einem umfassenden und wissenschaftlich fundierten Informationsangebot einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Orientierung und Gesundheitskompetenz im Themenbereich Hautkrebs und ist das erste Angebot dieser Art in Deutschland.

„Die Zunahme von widersprüchlichen, fehlerhaften oder bewusst falschen Informationen im Internet und in den sozialen Medien hat ein nie gekanntes Ausmaß und Schadenspotenzial erreicht. Eine hohe Kompetenz ist daher mehr denn je eine Voraussetzung dafür, dass Bürgerinnen und Bürger qualitätsgesicherte Gesundheitsinformationen finden, richtig einordnen und individuell nutzen können. Als Patientenbeauftragter der Bundesregierung ist es mir wichtig, Leuchtturmprojekte wie das Infoportal Hautkrebs – gerade wenn es um den Aufbau von Gesundheitskompetenzen geht – noch bekannter zu machen“, betont Stefan Schwartze.

Hautkrebs vorbeugen - aber wie?
Das in Deutschland in dieser Form einzigartige interdisziplinäre Pilotprojekt schafft für Interessierte nicht nur einen Überblick zu den einzelnen Hautkrebsformen, sondern bietet auch tiefergehend Einblick in die einzelnen Aspekte der Tumorerkrankung und informiert über Diagnostik, Behandlung und Nachsorge zu allen bekannten Hautkrebsformen.


Ein weiterer Themenschwerpunkt des Portals liegt auf der Bereitstellung von Informationen zur Prävention einer Hautkrebserkrankung. Hier bietet das Infoportal Hautkrebs z. B. ausführliche praktische Tipps zum Thema Sonnenschutz und geht auch speziell auf den Schutz sensibler Kinderhaut ein.

Krebs - wie können Ernährung und Sport helfen
Zusätzlich stehen praxisrelevante Alltagshilfen für Betroffene (u.a. Selbsthilfegruppen oder Vorbereitungstipps für das Arztgespräch) zur Verfügung. Zahlreiche Links zu nützlichen Adressen und Neuigkeiten ergänzen das Informationsangebot. Weiterhin sind auf dem Portal gebündelte Informationen zu den Themen Ernährung und Sport während einer Hautkrebserkrankung abrufbar. Der Bereich Veranstaltungen bietet Interessierten  einen Überblick über relevante Events, Konferenzen und Treffen von Selbsthilfegruppen. 



Auch Patientenorganisationen am Portal beteiligt
„Mir als Betroffene und Mitgründerin der Patientenorganisation Melanom Info Deutschland - MID e.V, ist es enorm wichtig, dass verlässliche und gut verständliche Informationen möglichst viele Menschen erreichen. Deshalb liegt mir das Infoportal Hautkrebs besonders am Herzen und ich engagiere mich von Anfang an aktiv im Projektteam. Ich bin sehr glücklich, dass wir mit Herrn Schwartze einen prominenten Unterstützer gewinnen konnten, der uns hilft unser Portal noch bekannter zu machen“, ergänzt Astrid Doppler.

www.infoportal-hautkrebs.de
 

Januar 2024. Redaktion pflegeinfos.net

Copyright Fotos: PR

Dienstag, 9. Januar 2024

Schlagerabend Stuttgart: Raffael König gastiert am 2. Februar 2024 im Ristorante Fuoco in Stuttgart-Möhringen


Heimspiel für den in Stuttgart-Möhringen lebenden Schlagersänger und Schlagerinterpret Raffael König: Am 2. Februar 2024 bringt er im Séparée des Ristorante Fuoco in der Lohäckerstraße 11 Klassiker und Hits der goldenen Schlagerjahre ab 1970 auf die Bühne. Gut Laune ist garantiert, mitsingen und tanzen ausdrücklich erwünscht. Der Eintritt beträgt pro Person 10 Euro.

 

Bereits im Dezember vergangenen Jahres war Raffael König in dem italienischen Lokal zu Gast und begeisterte die Gäste mit seinen neuen eigenen Songs und bekannten Hits der 1970er Jahre.

Songs von Udo Jürgens, Roy Black, Chris Roberts, Peter Alexander, Tony Marschall, Roland Kaiser und anderen Stars wecken alte Erinnerungen. Zwischen die Schlager-Highlights packt Raffael König seine eigenen Lieder. Seit 2022 liegt die erste CD vor, produziert von Franz Halmich, Gründungsmitglied der legendären „Flippers“. 

 

 

CD von Raffael König liegt vor

 

König ist in der Zwischenzeit kein Unbekannter mehr im Schlagergeschäft. Er arbeitet aktuell an seinem zweiten Album. Der legendäre Flippers-Mitgründer sowie Songwriter von"Weine nicht kleine Eva", Franz Halmich, produziert seine Titel.

"Wir bekommen für den Abend im Fuoco ein Séparée gestellt, mit schönen Sofas und Kuschelecken sowie einer kleinen Getränkebar, wo sich das Publikum sehr wohl fühlen wird." erzählt der Sänger stolz.

 

Auch das Mallorca-Lied gibt es am 2. Februar zu hören  

 

Als "König ohne Schloss", der "So viel Glück" hat, präsentiert er an diesem Abend seine eigenen Titel. "Weil die Liebe eine Rose ist" wohl einer der bekanntesten Nummern aus den Radio-Hitparaden, und "Die Gezeiten der Liebe" dürfen auch im Fuoco nicht fehlen. "Ich muss dringend nach Mallorca" durfte Raffael König in Krümels Stadl auf Paguera/Mallorca präsentieren.


"Die Wilde und der Clown", seine letzte veröffentlichte Single, hat es sogar zum Schlagercontest in die Stauferkrone nach Donzdorf geschafft: ein internationaler Schlagerwettbewerb am 6. April 2024 mit Ralph Siegel und Bernhard Brink. 

 

Konzert am Freitag, 2. Februar 2024: Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr, 10 Euro pro Person, Voranmeldungen unter 0152 / 31 92 45 08 sind wünschenswert.


Ristorante Fuoco, Lohäckerstraße 11, 70567 Stuttgart-Möhringen
, Parkplätze sind vorhanden. Nächste ÖNPV-Stationen: U6/U5 Möhringen Freibad, Bus 72 Lohäckerstraße

Januar 2024. Redaktion pflegeinfos

Copyright Foto: PR/Management König


Donnerstag, 4. Januar 2024

Testament und Nachlassregelung: zu Jahresbeginn ist eine gute Gelegenheit, das eigene Erbe zu regeln


Mit einem eigenen Testament gibt es die Möglichkeit, seinen Nachlass nach eigenen Wünschen zu gestalten oder auch Gutes tun.

Etwa drei Viertel der Deutschen nehmen sich stets etwas für das neue Jahr vor. Besonders beliebt: gesünder leben, mehr Sport, mehr Zeit mit Familie und Freunden. Zusätzlich zu diesen Alltagsgewohnheiten kann ein Vorsatz auch die wirklich wichtigen Dinge des Lebens berühren: das eigene Testament machen. 

Nur gut ein Drittel der Deutschen in der zweiten Lebenshälfte haben ein Testament gemacht, das ergab kürzlich eine Befragung des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA). Dabei bietet nur das eigene handgeschriebene Testament die Möglichkeit, den eigenen Nachlass frei zu gestalten. 

Gesetzliche Erbfolge oft nicht fair und realistisch

Für alle, die ihren Nachlass nach eigenen Wünschen gestalten möchten, gehört ein Testament zur Vorsorge. Es setzt die gesetzliche Erbfolge außer Kraft, die in erster Linie Ehe- und eingetragene Lebenspartner, Kinder und Enkel berücksichtigt. Tatsächlich wird die gesetzliche Erbfolge den meisten Familien- und Vermögensverhältnissen jedoch nicht gerecht – soll es doch allen nahestehenden Menschen im Leben gut gehen. 
 
Dennoch hat die Mehrheit der Deutschen keinen letzten Willen hinterlegt. Das kann die Hinterbliebenen schnell vor große Probleme stellen und endet für die Erbengemeinschaften oft im Streit.

Sind die letzten Dinge geordnet, liegt oft die Gegenwart klarer vor einem. Dazu gehören immer auch grundlegende Fragen wie: Was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin? Was möchte ich der Welt hinterlassen? Wer und was war und ist mir wichtig im Leben? – Keine leichten Fragen. Doch wer sich ihnen stellt, nimmt Angehörigen und Freunden oft schwierige Entscheidungen ab. Und bringt zugleich Ordnung ins eigene Leben und blickt oft unbeschwerter in die Zukunft.
 
Testament muss "Herzensangelegenheit" sein

Davon weiß auch die Berliner Anwältin Antje F. Weiser zu berichten. Sie hat sich auf Erb- und Familienrecht spezialisiert und berät Menschen dabei, ihren Nachlass zu regeln. Ihre Erfahrung: „Wer sein Testament verfasst, entledigt sich einer großen Last.“. Mehr noch: „Sich nicht um den eigenen Nachlass zu kümmern und es einfach geschehen zu lassen, kann sehr belastend sein. Viele meiner Klienten haben ihr ganzes Leben lang sparsam und bescheiden gelebt, viel gearbeitet und sich etwas aufgebaut, das Ihnen wichtig ist. Ihren Besitz geordnet und den eigenen Wünschen und Vorstellungen entsprechend zu hinterlassen ist daher zumeist eine Herzensangelegenheit.“, so die Anwältin. 

Das Erbe einer gemeinnützigen Organisation überlassen

Vielen Menschen geht es nicht zur darum, wem sie ihren Wohlstand vermachen möchten. Sie wollen mit ihrem Erbe über das eigene Leben hinaus Gutes bewirken und der Gesellschaft etwas zurückgeben. Vor allem diejenigen, die keine eigenen Nachkommen haben, suchen verstärkt nach alternativen Wegen, ihre Werte an die nächste Generation weiterzugeben und eine lebenswerte Zukunft zu unterstützen.

Rat und Orientierung zu dem Thema und einem Erbe  für den guten Zweck, bietet die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“, ein Zusammenschluss aus 25 namhaften gemeinnützigen Organisationen und Stiftungen. Bereits seit 2013 regt die Initiative dazu an, sich frühzeitig mit dem eigenen Testament auseinanderzusetzen und bietet potenziellen Erblasserinnen und Erblassern Informationen und Unterstützung bei der Gestaltung eines rechtsgültigen Testaments. 

Mehr unter www.mein-erbe-tut-gutes.de

Januar 2024. Redaktion pflegeinfos.net

Copyright Foto: PR/Initiative "Mein Erbe tut Gutes"





Dienstag, 2. Januar 2024

Rückenschule: Experte Munther Sabarini von der Avicenna Klinik gibt Tipps für Menschen ab 50


Neues Jahr, alte Schmerzen. Viele Menschen leiden unter Rückenschmerzen, gerade auch wenn Sie über 50 sind und sich im Alltag zu wenig bewegen. Neues Jahr - neuer Start? Wie aus einem guten Vorsatz ein ständiges kleines Rückentraining wird, sagt Ihnen Munther Sabarini. Er ist Gründer und Leiter Der Avicenna Klinik in Berlin.

Er verrät drei einfache Übungen für den Alltag, mit denen auch Sie im kommenden Jahr Ihren Rücken stärken können!

 „Bereits mit gezielten Übungen von 10–30 Minuten am Tag lässt sich die Wirbelsäule mit den Nerven, Sehen und Muskeln mobilisieren!“

1. Lendenwirbelsäule aktivieren

„Die leichte Übung der Beckenschaukel mobilisiert vor allem die Lendenwirbelsäule mit den Bandscheiben, Wirbelgelenke und die umgebende Muskulatur. Es handelt es sich um eine weiche Beckenkippbewegung in Rückenlage. Ausgangsposition ist das Liegen auf dem Rücken, die Beine sind angestellt und die Arme liegen locker neben dem Körper. Das Becken macht eine rollende Bewegung, sodass es nach vorne und nach hinten kippt. Die Bewegung mindestens eine Minute wiederholen.“

2. Wirbelsäule dehnen

„Die Ausgangsposition ist der Vierfüßlerstand: auf dem Boden kniend, die Hände stützen nach vorne ab und stehen unter den Schultern. Die Ellenbogen sind ganz leicht gebeugt und die Knie stehen hüftbreit auseinander. Der Kopf bildet eine gerade Linie mit der Wirbelsäule. Ein sogenannter Katzenbuckel entsteht, in dem die komplette Wirbelsäule aufgedehnt und im Bereich zwischen den Schulterblättern so weit wie möglich nach oben zur Decke geschoben wird.

Für das Büro lässt sich die Übung im Sitzen ausführen: Hier beugt sich der Oberkörper nach vorne, bis er auf den Schenkeln liegen bleibt. Der Kopf bleibt locker und der Rücken wird rund. Zusätzlich lassen sich die Fußknöchel mit den Händen umfassen und die Dehnung wird durch ein leichtes Ziehen verstärkt.“

3. Dynamische Schulterbrücke

„Die Füße stehen in einer Linie mit der Hüfte, die Finger können die Fersen der Füße fast berühren. Schultern und Arme drücken sich nach unten, das Gesäß spannt sich an. Die Hüfte hebt sich, bis der Oberkörper und die Oberschenkel eine Linie bilden, der Bauchnabel zieht in Richtung Wirbelsäule. Verstärkt wird diese Schulterbrücke durch das abwechselnde Anheben der Füße, wobei nicht nur der Rücken mobilisiert, sondern auch die Bauchmuskeln miteinbezogen werden. Die Übung lässt sich in eigenem Tempo mindestens dreimal ausführen.“

Gute Vorsätze einhalten – aber wie?

Gerade mal 20 Prozent halten an ihren Neujahresvorsätzen länger als ein halbes Jahr fest. Dies zeigt: Es ist schwer, mit seinen Gewohnheiten zu brechen und neue anzufangen. „Mit einer festen Zeit am Tag gelingt die Etablierung einer neuen Routine einfacher: Nehmen Sie sich abends vor dem Schlafengehen oder morgens, während der Kaffee durchläuft, 10 Minuten für eine beliebige Übung“, erklärt Sabarini. 

„Ab 50 Wiederholungen kann man von einer Routine sprechen, die fest im Alltag verankert ist. So wird ganz schnell aus Pflicht eine Freude und Sie werden sehen: Bald schon können Sie gar nicht mehr ohne.“ Eine Variation an verschiedenen Übungen macht es abwechslungsreich und trainiert verschiedene Muskelgruppen.

Auch ein abendlicher Spaziergang oder eine bewegte Mittagspause beugt Rückenproblemen vor. Mit dem Einbinden von Partner, Freunden oder Familie lassen sich zusätzlich Anreize schaffen, die Neujahrsvorsätze einzuhalten.

Weitere Informationen unter www.avicenna-klinik.com

Januar 2024/Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: PR/

Mittwoch, 27. Dezember 2023

Altersarmut - bedroht sind Mütter. VdK Baden-Württemberg wehrt sich gegen Rentenkürzungen jeglicher Art


Aus aktuellem Anlass fordert der Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V. die vollständige Übernahme aller versicherungsfremden Leistungen aus Steuermitteln in der Rentenversicherung und die Einführung einer Erwerbstätigenversicherung, in die alle einzahlen.

Grund für diese Stellungnahme sind Rentenkürzungspläne, wie aktuell von BW-Finanzminister Daniel Bayaz (Die Grünen) vorangetrieben. Diese bergen die Gefahr, dass vor allem noch mehr Frauen in die Falle der Altersarmut geraten. Der VdK-Landesverband lehnt daher diese Vorschläge entschieden ab.

Finanzminister von Ba-Wü kennt nicht die Lage der Rentner

„Minister Bayaz war bereits vor der aktuellen Haushaltskrise regelmäßig mit Vorschlägen zur Kürzung der Renten in den Medien präsent“, gibt der VdK-Landesverbandsvorsitzende Hans-Josef Hotz zu bedenken: „Dass Minister Bayaz nun die Haushaltskrise für Rentenkürzungen instrumentalisiert, zeigt, wie wenig Kenntnis und Verständnis er für die oftmals prekäre finanzielle Lage vieler seiner Bürgerinnen und Bürger hat.“

Grundsicherung im Alter enorm gestiegen

Im Jahr 2022 waren fast 1,2 Millionen Rentnerinnen und Rentner auf Sozialhilfe (Grundsicherung im Alter) angewiesen. Diese Zahl hat sich innerhalb der letzten 20 Jahren fast verdreifacht. Dabei sind gerade Frauen besonders häufig von Altersarmut betroffen. „Das weiß auch Minister Bayaz“, kritisiert Hotz: „Trotzdem schlägt der Finanzminister immer wieder vor, die Mütterrente zu kürzen. Das werden wir nicht zulassen!“

Rente mit 63 – das Ammenmärchen

Finanzielle Einsparung erhofft sich Danyal Bayaz unter anderem durch eine Abschaffung der Rente für besonders langjährige Versicherte. So sagte er in einem Interview mit der FAZ: „Auch soziale Projekte wie die Rente mit 63 oder die Mütterrente sollten nicht in Stein gemeißelt sein“. Der VdK Baden-Württemberg hatte hierzu erst kürzlich einen offenen Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann verfasst. „Darin haben wir klargestellt: Niemand kann ohne Abschläge mit 63 Jahren in Rente gehen!“, erinnert Hotz. 
Aktuell ist dies erst mit 64 Jahren und 2 Monaten möglich und wird schrittweise auf 65 Jahre angehoben.

Steuerfinanzierung der versicherungsfremden Leistungen

Statt der Rentenkürzungen fordert der Sozialverband VdK die vollständige Steuerfinanzierung der versicherungsfremden Leistungen der Rentenversicherung. Davon, dass die versicherungsfremden Leistungen nicht vollständig aus Steuermitteln erstattet werden, profitieren nur Selbständige, Beamtinnen und Beamte, Abgeordnete sowie Ministerinnen und Minister – und somit auch Bayaz, der keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlen muss. 

Laut Gabriele Frenzer-Wolf, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, handelt es sich hier um eine Summe von 40 Mrd. Euro, die aktuell nur von Beitragszahlern getragen wird. Der Steuerzuschuss für die Rente dient zum Ausgleich von Leistungen an Menschen, die keine Beiträge gezahlt haben und ist „keine Wohltätigkeit für die Rentnerinnen und Rentner in Deutschland“, stellt Hotz klar. 

Alle sollen die Mütterrente mitbezahlen
 
Leistungen wie z. B. die Mütterrente, mit der die Erziehungsleistung von Frauen bzw. Eltern in der Rente anerkannt wird, müssen von der Allgemeinheit, also von allen Steuerzahlern, finanziert werden – und nicht nur von den Beitragszahlern der gesetzlichen Rente.

Dezember 2023. Redaktion Pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Archiv

Donnerstag, 21. Dezember 2023

222 Bäume gepflanzt: Hausärzteverband feiert Jubiläum und spendet dem Land junge Bäume

 

222 Bäume zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald gepflanzt! Gute Sache!

Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) hat der Hausärzteverband Baden-Württemberg 222 Bäume gepflanzt. Hausärztinnen und Hausärzte konnten im Vorfeld auf den Postversand ihrer HZV-Unterlagen verzichten und für jeden Verzicht wuchs der Wald um einen weiteren Baum

Mehr Allergien und Atemwegserkrankungen

„Die Klimakrise ist auch eine Gesundheitskrise und das spüren wir in den Hausarztpraxen als Erste. Die Folgen sind mehr Allergien, eine Zunahme von Erkrankungen der Atemwege oder Infektionen, die sich bei Hitze vermehrt ausbreiten können, wie beispielsweise die von Zecken übertragene FSME, die in Baden-Württemberg ein besonders großes Problem ist."

Zum 15. Jubiläum der HZV war es uns ein Anliegen, einen für die Menschen regional erlebbaren Beitrag zu leisten“, erklärt die Vorstandsvorsitzende Dr. Susanne Bublitz

Pflanzfläche in Dunningen

Gemeinsam mit dem Projektpartner PLANT-MY-TREE®, der auf das Pflanzen spendenfinanzierter Bäume auf seinen Pflanzflächen spezialisiert ist, wurden in Dunningen zwischen der Schwäbischen Alb und dem Schwarzwald 222 Bäume gepflanzt. Es wird ein Mischwald aus Stieleichen, Douglasien, Roteichen, Weißtannen, Bergahorn, Vogelkirschen und Roterlen entstehen, in dem keine Forstwirtschaft stattfinden wird. 

HZV-Versorung zuverlässig und effektiv

„Der so gepflanzte Wald soll, wie die HZV, nachhaltig wirken. In der HZV entscheiden sich Patienten für ihr Hausarztpraxisteam als ersten Ansprechpartner für ihre Gesundheit. Die wissenschaftlichen Evaluationen der letzten 15 Jahre zeigen eine durchgehend bessere Versorgung in der HZV im Vergleich zur Regelversorgung. Auch innovative Versorgungsansätze lassen sich schnell und effektiv adressieren“, ergänzt die Co-Vorsitzende Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth. 

Klimaresiliente Versorgung beim Hausarzt

Gemeinsam mit den Vertragspartnern des HZV-Vertrags der AOK Baden-Württemberg hat der Hausärzteverband Baden-Württemberg in diesem Jahr die klimaresiliente Versorgung ins Leben gerufen, mit der Patientinnen und Patienten in den Hausarztpraxen für ihre individuellen klimabedingten Gesundheitsrisiken sensibilisiert werden.

www.hausarzt-bw.de

Foto: Dr. Susanne Bublitz, Vorstandsvorsitzende des Hausärzteverbands Baden-Württemberg und Peter Selenski von PLANT-MY-TREE® auf der Pflanzfläche in Dunningen.

Dezember 2023. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: PR/Hausärzteverband BW



Dienstag, 12. Dezember 2023

Nahversorgung von Senioren in Stuttgart: "Fahrender Supermarkt" von Bonus bringt Lebensmittel in Stadtteile


Neue Wege der Nahversorgung: Seit Anfang November 2023 kommt in acht Stadtteile von Stuttgart das BONUS‐Markt‐Mobil, ein Lebensmittelverkaufswagen des gleichnamigen Unternehmens. Der „fahrende Supermarkt“ bringt frische Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs - optimal für Senioren, Behinderte und Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Stadt Stuttgart kümmert sich um Nahversorgung

Das Team Wirtschaftskoordination Stadtteilzentren der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart hat das Pilotprojekt gemeinsam mit der Firma BONUS gGmbH initiiert und setzt große Hoffnung in diesen neuartigen Ansatz in der Nahversorgung.

Dr. Iris Gebauer, Wirtschaftskoordinatorin Stadtteilzentren, erklärt: „Der Verkaufswagen wird in erster Linie in nicht versorgten oder unterversorgten Stadtteilen oder Quartieren eingesetzt, um die Nahversorgungsstrukturen in diesen Gebieten zu verbessern. Insbesondere für ältere und mobilitätseingeschränkte Bürgerinnen und Bürger kann dieses neue, mobile Versorgungsangebot zur Unabhängigkeit im Alltag und damit zur Steigerung der Lebensqualität beitragen.“

Testphase für Lebensmittelwagen in Stuttgart

Aktuell fährt das BONUS‐Markt‐Mobil in Stuttgart zwei Touren pro Woche, eine am Dienstag und eine am Donnerstag. Bei jeder Tour werden vier Standorte angefahren, so dass in dieser ersten Testphase insgesamt acht Standorte jeweils einmal pro Woche bedient werden können.

Es gibt Wurst, Käse und Drogerieprodukte im Wagen

Karsten Fischer, Geschäftsleiter der BONUS gGmbH, erläutert das Konzept: „Unser Verkaufswagen bietet auf einer Fläche von nur 15 Quadratmetern eine breite Palette von etwa 550 Produkten an. Das Sortiment reicht von Getränken über Wurst und Käse, frisches Obst und Gemüse, bis hin zu Gewürzen und Drogerieprodukten. Per Vorbestellung können die Kundinnen und Kunden darüber hinaus aus dem gesamten BONUS‐Sortiment wählen, mit Ausnahme von Tiefkühlwaren. Vorbestellte Produkte bringt der Verkaufswagen dann bei seiner nächsten Tour mit.“

Weitere Stadtteile wären möglich

Das Pilotprojekt wird von der Landeshauptstadt Stuttgart mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Nahversorgung konkret“ unterstützt. Die Stadt ermutigt die Bürgerinnen und Bürger, von diesem neuen Angebot Gebrauch zu machen und damit das Pilotprojekt zu unterstützen. Sollte sich das Konzept bewähren und von den Stuttgarterinnen und Stuttgartern gut angenommen werden, könnte der Verkaufswagen schon bald auch durch weitere Stadtteile touren, so die Wirtschaftsförderung.

BONUS‐Markt‐Mobil für ältere Menschen - Verkaufszeiten in Stuttgart


Jeden Dienstag: 9−10 Uhr: Feuerbach (Lemberg/Föhrich) Kyffhäuserstraße 59 (Kirche St. Monika)
11−12 Uhr: Zazenhausen‐Ost Pleibelstraße 2 (Nazariuskirche)
13−14 Uhr: Stammheim‐Süd Hornemannweg 10 (Gemeindehaus Arche)
15−16 Uhr: Zazenhausen‐West Herzkirschenweg 1 (Quartiersplatz)

Jeden Donnerstag:9−10 Uhr: Untertürkheim‐Wallmer Ecke Dietbachstraße/Mäulenstraße (Gehweg)
11−12 Uhr: Plieningen/Birkach (Steckfeld) Osumstraße 57 (Kirchengemeinde)
13−14 Uhr: Vaihingen‐Rosental Krehlstraße 60 (Pestalozzischule)
15−16 Uhr: Vaihingen‐Dachswald Barchetstraße 14 (Dachswaldkirche)

Dezember 2023. Redaktion pflegeinfos.net 
Copyright Foto: Bonus