Freitag, 17. August 2018

Demenz und Hörprobleme: Hören kann gegen das Vergessen helfen. Hörakustiker sind Ansprechpartner für Angehörige

Im März 2018 fand mit über 60 Gästen der Themenabend "Demenz und Hören" in der Handwerkskammer Rheinhessen in Mainz statt. Veranstalter waren die Bundesinnung der Hörakustiker KdöR (biha), die IKK Südwest und der medhochzwei Verlag. Mit Experten und pflegenden Angehörigen von an Demenz Erkrankten beleuchteten sie den Zusammenhang von Hörverlust und Demenz aus unterschiedlichen Perspektiven.

Anlass zu dieser Sorge gibt es, denn weltweit haben Studien einen Zusammenhang zwischen Hörverlust und Demenz hergestellt. Marianne Frickel, Präsidentin der biha und selbst spezialisierte Hörakustiker-Meisterin, warnt: "Ein unversorgter Hörverlust kann die Entwicklung einer Demenz beeinflussen. Je länger wir nicht mehr gut hören, umso mehr gewöhnt sich unser Gehirn an diese Situation, wir nennen das Hörentwöhnung. Umso schwieriger wird es später, diesen Betroffenen das 'wieder gute Hören' beizubringen", erklärte sie.

Das Hörakustiker-Handwerk mit bundesweit über 6.300 Betrieben leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgung und steht zugleich in einer gesellschaftlichen Verantwortung. 

Expertin für gutes Hören: Marianne Frickel, biha-Präsidentin

Jakob Stephan Baschab, Hauptgeschäftsführer der biha, beleuchtete in seinem Vortrag die verschiedenen Studien zu dem Thema Hörverlust und Demenz. Deutlich stellte er heraus, was bei einem unversorgten Hörverlust passiert. Entscheidende Areale des Gehirns werden nicht mehr beansprucht, bilden sich zurück. Eine Hypothese ist, dass auch dadurch Demenz entstehen kann. 

Hören kann gegen das Vergessen helfen. Die Tätigkeit der Hörakustiker zur Prävention von Demenz ist enorm wichtig. Hörsysteme helfen schwerhörigen Menschen, weiter am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Umgekehrt ziehen sich vor allem ältere Menschen, die schlecht hören, oft zurück. Denn nicht gut zu hören ermüdet und überanstrengt. Die Folge ist soziale Isolation, ein bekannter Risikofaktor für Demenz. Hinzu kommt, dass viele den beginnenden Hörverlust ignorieren.

Ohne Kommunikation keine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
Roland Engehausen, Vorstand der IKK Südwest, sprach in einer Gesprächs- und Fragerunde mit Angehörigen über ihre Erfahrungen. Gemeinsam gaben sie einen Einblick in ihren Lebensalltag als pflegende Angehörige. Eindrucksvoll schilderten sie, wie an Demenz Erkrankte allein durch das Hören wieder mehr am Alltag teilhaben konnten und wie schnell im Gegensatz dazu der Zugang zu ihnen verloren geht, wenn das Hören nicht mehr einwandfrei funktioniert. "Hören und Erinnern sind eng miteinander verknüpft", sagt Roland Engehausen, "speziell bei Menschen mit Demenz. Für die pflegende Familie bedeutet dies viel Feingefühl im täglichen Umgang mit dem betroffenen Angehörigen."

Radio-CD für Demente und ihre Angehörigen
Radiomacherin und Moderatorin Christine Schön stellte eine speziell auf Demenzerkrankte und ihre Angehörigen ausgerichtete CD-Edition vor: "Ich will Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen schöne gemeinsame (Radio)Momente schenken. Denn gemeinsames Hören ist eine ganz selbstverständliche Erfahrung von heute alten Menschen. Im Familien- und Freundeskreis saß man zusammen vor dem Radiogerät und hörte die großen Unterhaltungssendungen, Konzerte und Sportübertragungen." Hören hilft erinnern.

August 2018. Text: ots
Copyright Foto: PR / obs

Donnerstag, 16. August 2018

Private Vorsorge für das Alter notwenig. Trotz Pflegereform 2017 besteht laut DVAG Versorgungslücke im Alter

Schon in gut 30 Jahren wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen doppelt so hoch sein wie heute. Die erste Bilanz zum Erfolg der Pflegereform fällt zwar positiv aus, dennoch entsteht im Bedarfsfall bei vielen Menschen nach wie vor eine Versorgungslücke. Die Experten der DVAG raten, diese durch private Vorsorge zu schließen. 

Stationäre Pflege im Alter ist teuer -  die Pflegekasse zahlt nicht alles



Staatliche Vorsorge reicht nicht aus
Die Bevölkerung altert. Denn mit dem hohen Alter steigt das Risiko, pflegebedürftig zu werden. Und die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder prognostizieren einen gewaltigen Anstieg der Pflegebedürftigkeit: Im Jahr 2050 wird die Anzahl der Pflegebedürftigen doppelt so hoch sein wie heute. "Das Gesundheitsministerium hat auf diese Entwicklung mit einer Reform der Pflegeversicherung reagiert - die staatliche Vorsorge ist jedoch immer noch nicht ausreichend, um den Bedarf an Leistungen decken zu können", erklären die Experten der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG). "Eine private Vorsorge ist deshalb weiterhin dringend notwendig", empfehlen sie.

Pflege-Reform 2017: Eine erste Zwischenbilanz

Millionen Bedürftige erhalten seit 2017 durch die Einstufung in einen der fünf neuen Pflegegrade veränderte Hilfeleistungen. Die Bedürfnisse von Menschen mit sogenannter eingeschränkter Alltagskompetenz, wie etwa Demenzkranke, werden nun stärker berücksichtigt. Im ersten Quartal 2017 wurden nach aktuellen Studien des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) 31 Prozent mehr Anträge eingereicht als im Vorjahr - bisher erhalten rund 80.000 Menschen Leistungen, die vorher leer ausgegangen wären.

Pflege wird teurer 

Doch birgt die Reform nicht nur Verbesserungen: Die staatlichen Leistungen decken noch immer nur einen Teil der Kosten ab - eine Versorgungslücke von mehreren hundert bis tausend Euro pro Monat kann entstehen. Im höchsten Pflegegrad zahlen die Pflegekassen beispielsweise 2.005 Euro für die vollstationäre Pflege, das sind fast 400 Euro mehr als vor der Reform in Pflegestufe 3. Viele Pflegeheime haben ihre Unterbringungskosten jedoch im Zuge der Reform erhöht. Ein Platz im Pflegeheim kostet laut Angaben des Versicherungsjournals, je nach Region, durchschnittlich zwischen 2.640 und 4.590 Euro im Monat - Tendenz steigend.

Frühzeitig privat absichern
Viele rechnen nicht damit, irgendwann einmal pflegebedürftig zu werden", sagen die Vermögensberater der DVAG. "Es jedoch wichtig, schon frühzeitig privat mit einer Pflegetagegeldversicherung oder Pflegerentenversicherung vorzusorgen. Je später die Versicherung abgeschlossen wird, desto höher fallen die Beiträge aus", erklären sie. Welche der beiden Varianten in Betracht kommt, hängt von der individuellen Lebenssituation und den Möglichkeiten einer staatlichen Förderung ab.
 

www.dvag.de

August 2018. Text: ots/DVAG
Copyright Foto: obs/DVAG Deutsche Vermögensberatung AG

 

Mittwoch, 15. August 2018

Kopfschmerzen, Migräne - Therapiebegleitung durch Smartphone-App möglich. Viele praktische Tipps und Entspannungskonzepte für Betroffene

Die junge Berliner Firma Newsenselab bietet mit ihrer Smartphone-App M-sense eine mobile Therapiebegleitung bei Migräne und Kopfschmerz an.

Die jetzt mehr als 150.000 M-sense-Nutzer können sowohl ihre Schmerzen als auch ihre Medikamente reduzieren. Durch Entspannungsverfahren aus der klinischen Praxis können sie künftigen Schmerzattacken vorbeugen und akute Schmerzen lindern. Mit personalisiertem und leicht verständlich aufbereitetem Fachwissen werden sie mit der App außerdem zum Experten für ihre eigene Gesundheit.

M-sense Active verwendet Therapiemethoden, die in der klinischen Praxis die Intensität und Häufigkeit von Attacken im Durchschnitt um 40% reduzieren konnten. Zusammen mit der Charité Berlin und den Unikliniken Rostock und Halle startet nun eine klinische Studie, um die Wirksamkeit von M-sense zu belegen und damit in die Regelversorgung der Krankenkassen übernommen zu werden.


Volkskrankheit Kopfschmerzen - was tun?
Jeder dritte Deutsche leidet mindestens einmal pro Monat unter Spannungskopfschmerzen, zwölf Prozent haben Migräne. Viele Betroffene fühlen sich den Attacken hilflos ausgeliefert und wissen nicht, dass es neben Medikamenten auch andere effektive Behandlungsmethoden gibt. „Das Besondere am Digital- Therapeutics-Ansatz ist, dass Patienten ihre Therapiebegleitung ganz individuell auf ihre eigenen Bedürfnisse, Ziele und Lebensstile anpassen können. Gerade in der Migränebehandlung ist es ein Riesenschritt nach vorn, wenn Betroffene erkennen, dass sie dann weniger Medikamente benötigen, die bei Übergebrauch sogar zu einer Chronifizierung der Kopfschmerzen führen können“, sagt Dr. Markus Dahlem, Migräneforscher und Mitgründer von M-sense.
 

Das Potential erkannten Dr. Dahlem und seine Mitgründer bereits 2016 und entwickelten eine App speziell gegen Migräne und Kopfschmerzen, die Betroffenen Dokumentation und Auswertung erleichtert. Innerhalb kurzer Zeit stieg M-sense auf Platz 1 der App Store Charts im Bereich Medizin und wurde mit dem Eugen Münch-Preis für Netzwerkmedizin und dem VISION.A Award der Apotheken Umschau und Apotheke Adhoc ausgezeichnet. 

Benutzer werden zu Kopfschmerz-Experten
In dem neuen Therapie-Modul „M-sense Active“ werden alternative Methoden eingesetzt, die sich in der Schmerztherapie als sehr wirksam bewährt haben. Dabei ist jedoch nicht nur die Behandlung, sondern auch die Aufklärung über die Hintergründe der eigenen Kopfschmerzen ein wichtiger Bestandteil. In kurzen, gut verständlichen und individuellen Wissenslektionen wird in M-sense Active ein breites Spektrum an Fachwissen an den Nutzer vermittelt, mit dem Ziel, jeden Betroffenen zu seinem eigenen Kopfschmerzexperten zu machen. 


Vorbeugende Therapie-Ideen in der App
Wer eigene Schmerzen besser versteht, kann Attacken gezielter vorbeugen und behandeln. Die neuen Bewältigungsstrategien und der bewusste Umgang mit der Krankheit ermöglichen eine zielgerichtete Therapie und nicht-medikamentöse Behandlungsansätze rücken in den Vordergrund. In M-sense Active finden Betroffene eine Vielzahl an vorbeugenden und akut helfenden Therapiemethoden, die aus der Bewegungs- und Entspannungstherapie bestehen. Ganz nebenbei werden auch noch Schulter- und Nackenverspannungen verbessert und der Bluthochdruck gesenkt.

Dehnungsübungen und Ausdauersport
Übungen wie die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Autogenes Training und Atem-Meditation sind ab sofort durch die Nutzer durchführbar. Zusätzlich stehen Imaginationsübungen und physiotherapeutische Anleitungen für Dehnungs- und Massageübungen zur Verfügung. Neben Entspannungstherapien spielt auch Ausdauersport eine große Rolle bei der Prophylaxe von Kopfschmerzerkrankungen. Deshalb wird künftig auch ein Bewegungsprogramm das Angebot von M-sense Active erweitern.


Faire Preise für Anti-Kopfschmerz- App
Die kostenlose Basisversion von M-sense (www.m-sense.de) enthält das Kopfschmerztagebuch, die Analyse, einen Medikamententracker, Möglichkeiten zur Kommunikation mit dem Arzt uvm. Wer zusätzlich M-sense Active nutzen möchte, zahlt ab 5,42 Euro pro Monat (für ein Jahr Nutzung) oder 7,99 Euro (für einen Monat Nutzung), Stand Sommer 2018. 


August 2018. Redaktion pflegeinfos.net

Dienstag, 14. August 2018

Bluttest auf Altersdemenz? Soll diese präventive Maßnahme in Deutschland eingeführt werden? Ergebnisse einer Studie

Werde ich bis ins hohe Alter gesund bleiben? Und was, wenn nicht? Was bedeutet Krankheit im Alter für den Einzelnen und dessen Lebensplanung? Prognosen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. zufolge werden 2050 rund 3 Millionen Menschen in Deutschland an Demenz erkrankt sein. Ist kein Durchbruch bei Therapie und Prävention in der Forschung zu verzeichnen, wird diese Zahl Realität. 

Ein Konsortium aus Industrie und Wissenschaft forscht derzeit an einem Bluttest, der Auskunft geben soll über eine mögliche Erkrankung an Altersdemenz. Die Vor- und Nachteile eines solchen Tests wägten über 1.000 Befragte aus deutschen Haushalten ab. Ergebnisse der repräsentativen Umfrage finden sich im aktuellen AbbVie Healthcare Monitor. 

Wer das Demenzrisiko, wird anders damit umgehen


Befragte sehen positiven Nutzen vor allem bei Lebensplanung 
Ein Großteil der Befragten sieht einen Planungsvorteil bei einem Bluttest auf Altersdemenz. Jedoch waren die Befragten bei der Frage gespalten, ob sie überhaupt einen solchen Test machen würden. Die Hälfte der Teilnehmer beantwortete dies jedoch positiv und würde sich mit dem Ergebnis auseinandersetzen wollen.

Befragte unter 40 Jahren sahen durch den Test den Vorteil einer besseren Lebensplanung, besonders in den Bereichen Pflegevorsorge, Wohnsituation und Berufsplanung. Dies könnte damit zusammenhängen, dass sich diese Altersgruppe vermehrt in der Familien- und Lebensplanung befindet. Dass sich grundsätzlich Planungsvorteile ergeben, meinen jedoch auch die Befragten, die den Bluttest nicht machen würden.

Angst vor Ausgrenzung bei Älteren stärker ausgeprägt

Lediglich 16 Prozent fürchten, im Falle eines positiven Testergebnisses vom familiären Umfeld ausgegrenzt zu werden. Bei Befragten über 50 Jahren liegt dieser Wert mit sechs Prozent etwas höher als der Durchschnitt. Im beruflichen Bereich werden mögliche Planungsvorteile und Ausgrenzungsbefürchtungen von allen Befragten gleich gewichtet. Dies könnte darin begründet sein, dass Altersdemenz in vielen Fällen erst nach Eintritt ins Rentenalter auftritt.

Hintergrund zur Erhebung

In repräsentativen Zufallsstichproben wurde im Zeitraum von 15. bis 20. März 2018 telefonisch 1.022 Interviews durchgeführt (CATI Dual Frame Omnibus). Eine Auswahl der Befragungsergebnisse wurden im aktuellen AbbVie Healthcare Monitor und in einer Ausgabe des Newsletters "Gerechte Gesundheit" der Presseagentur Gesundheit veröffentlicht. Der AbbVie Healthcare Monitor ist eine repräsentative Erhebung zu den Zukunftsfragen des deutschen Gesundheitssystems. Gemeinsam mit KANTAR EMNID erhebt AbbVie monatlich ein Stimmungsbild der deutschen Bevölkerung zu wechselnden Themenkomplexen und Meinungstrends. 

www.abbvie.de
 

August 2018. Redaktion pflegeinfos.net OTS
Copyright Fotos: PR/ obs/AbbVie Deutschland GmbH & Co KG

Montag, 13. August 2018

Pflegende Angehörige können Entlastungszahlungen der Pflegekasse aus Vorjahren verwenden. Ende 2018 endet Frist für 2015 und 2016

Angehörige, die ihre Partner, Eltern oder Schwiegereltern zu Hause pflegen, leben im Dauerstress. Um ihnen und den Pflegebedürftigen etwas Erleichterung zu verschaffen, zahlen die Pflegekassen seit Anfang 2017 eine Entlastungsleistung von 125 Euro im Monat. Mit diesem Geld können Angehörige die Pflege oder Betreuung für einige Stunden an jemand anderen übertragen. 

Was viele Anspruchsberechtigte nicht wissen: "Bislang ungenutzte Beträge aus den Jahren 2015 und 2016 können noch bis Ende des Jahres 2018 ausgegeben werden. Um diese Beträge optimal zu nutzen, sollte man sich über die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten informieren", rät die Verbraucherzentrale NRW. 

Ansprüche auf Entlastungsleistung
Wer anerkannt pflegebedürftig in einen Pflegegrad eingestuft ist, kann den monatlichen Betrag von 125 Euro nutzen. Menschen mit Pflegegrad 1 erhalten ausschließlich diesen Betrag, Personen mit Pflegegrad 2 bis 5 können das Geld zusätzlich zu anderen Pflegeleistungen nutzen.

Pflegebedürftige, die aus 2015 oder 2016 noch Anspruch auf Betreuungs-Extras haben, können die "aufgesparten Beträge" noch bis zum Jahresende 2018 ausgeben. Dies kann sich lohnen: Ein Pflegebedürftiger, der im Jahr 2016 das Geld für Betreuungsleistungen nicht genutzt hat, kann zusätzlich zu den aktuell bewilligten 125 Euro noch 104 Euro im Monat zusätzlich beantragen. Ab 1. Januar 2019 wird dann jedoch nur noch der reguläre Betrag von 125 Euro monatlich gezahlt.
 

Vielfältige Verwendung
Die finanzielle Hilfe soll in erster Linie pflegende Angehörige entlasten. Das Geld kann vielfältig für Tages- und Nachtpflege oder für einen vorübergehenden Aufenthalt in einer Kurzzeitpflege genutzt werden. Auch Unterstützung im Alltag ist möglich - vorausgesetzt, die Hilfe etwa im Haushalt ist laut Landesrecht anerkannt. Bei einer Einstufung in den Pflegegrad 1 kann der Entlastungsbetrag auch in die Finanzierung eines längeren Aufenthalts im Pflegeheim einfließen. In der Regel bieten Wohlfahrtsverbände und Nachbarschaftsvereine eine Beratung und die benötigten Hilfen zur Entlastung an. 

Speziell geschulte Ehrenamtliche übernehmen meist hilfreiche Aufgaben - etwa Vorlesen, Singen oder Basteln mit Pflegebedürftigen oder Demenzkranken. Außerdem werden Pflegebedürftige auch auf Wunsch ins Konzert oder beim Arztbesuch begleitet. Hilfe beim Einkaufen und im Haushalt - etwa beim Wäschewaschen, Putzen und Kochen - gibt's ebenfalls.
 

Einfache Abrechnung, wenig Bürokratie
Entlastungsleistungen können ohne bürokratischen Aufwand in Anspruch genommen werden. Angehörige suchen und zahlen die zu erbringenden Leistungen zunächst selbst. Anschließend reichen sie die Rechnungen bei der zuständigen Pflegekasse ein. Um dieses Prozedere zu vereinfachen, können Anbieter von Betreuungsleistungen und Pflegekasse auch direkt miteinander abrechnen. Dafür müssen Pflegebedürftige eine Abtretungserklärung des jeweiligen Anbieters unterschreiben.

Detaillierte Informationen über die Verwendungsmöglichkeiten in einzelnen Pflegegraden online unter www.verbraucherzentrale.nrw


Individuelle Beratung zu Pflegethemen bieten außerdem die Pflegestützpunkte vor Ort - zu finden in Rathäusern, Kreisverwaltungen und bei Pflegekassen.

August 2018. Text: ots/Verbraucherzentrale NRW




WERBUNG:
Pflegeberatung und Beratung häusliche Pflege/24h Betreuung gibt es in Stuttgart, Reutlingen, Tübingen und Böblingen bei riva-care.de

Freitag, 10. August 2018

Altersheim in Polen. Auch deutsche Rentner sind in privaten Residenzen willkommen. Kosten deutlich geringer als in Deutschland

Die deutschen Institutionen, die für Seniorenpflege zuständig sind, wollen nicht mit den Seniorenheimen von außerhalb Deutschlands - trotz Binnenmarkt der Europäischen Union zusammenarbeiten. Die polnischen Seniorenheimen bieten jedoch den deutschen Patienten hochqualitative Pflege zu günstigen Preisen an.


Die Gruppe ProAltum bietet den deutschen Senioren einen Aufenthalt in der Seniorenresidenz "Erania" in Ustronie Morskie an. Die Residenz ist ein erstklassiges Haus mit 24-Stunden-Pflege durch medizinische Pflegekräfte. Die Patienten bzw. Bewohner können zwischen zwei Varianten wählen: einem Pflegeheim mit Demenzbereich und der Option des betreuten Wohnens. 


Im Seniorenheim werden hochqualifizierte Arbeitskräfte, die der deutschen Sprache mächtig sind, beschäftigt. Die Gruppe leitet auch ein zweites Haus "Zielony Zaktek" in Mystowice (Schlesien).

"Unsere Seniorenresidenz genügt den höchsten Standards der Seniorenpflege. Die Angabe unseres Angebots in der Auskunft der deutschen Einrichtungen, die für die Seniorenpflege zuständig sind, sollte nichts im Wege stehen. Im Rahmen unserer Gespräche mit den Vertretern dieser Institutionen wurde uns bestätigt, dass es so geschehen wird. Leider, vergebens", so Sylwia Korczak, Verkaufsdirektorin in ProAltum. Ihrer Meinung nach würden die deutschen Institutionen den Patienten erschweren, ein Seniorenheim im Ausland zu wählen, weil sie "mit der Auskunft zur ausländischen Leistungen zögern, obwohl sie dazu verpflichtet sind".

Nach Jakub Granat, Vorsitzendem Geschäftsführer ProAltums, werde das Angebot der polnischen Seniorenheime trotz fehlender Unterstützung seitens deutscher Institutionen immer populärer bei den Patienten, die gerne einen Aufenthalt östlich der Grenze wählen würden. Hauptgrund: Die Aufenthaltskosten in Seniorenheimen in Polen seien niedriger als in Deutschland. www.proaltum.de


August 2018. Text: ots

Donnerstag, 9. August 2018

Pflegestützpunkt Herrenberg und 24h Haushaltshilfe und Pflege in der Region Schönbuch und Gäu - Hilfe für pflegende Angehörige

In der Gemeinde Herrenberg sowie in den benachbarten Dörfern im Landkreis Böblingen, Calw und Tübingen ist seit fünf Jahr der Seniorenservice von riva-care tätig. Pflegebedürftige Senioren und ihre Angehörigen können in Herrenberg folgende Dienstleistungen von riva-care in Anspruch nehmen:

24h Haushaltsbetreuung daheim in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus
• 24h Grundpflege und Kochen, Wäsche, Freizeitgestaltung
• Besorgungsfahrten und Arztbesuche sowie dauerhafte Anwesenheit
• Urlaubsbetreuung von pflegebedürftigen alten Menschen (mind. vier Wochen)

Für diese Dienstleistungen stehen zuverlässige osteuropäische Betreuerinnen und seit Januar 2017 auch Helferinnen aus Kroatien und Rumänien zur Verfügung, die 24 Stunden im Pflegehaushalt bleiben und eine Alltagsbetreuung (mit Hauswirtschaft) gewährleisten. Großer Vorteil: Angehörige werden entlastet.
24h-Betreuung und 24h Pflege Herrenberg: Mit einer Haushaltshilfe können Senioren in ihren vier Wänden bleiben

In der Praxis funktioniert die Zusammenarbeit zwischen der osteuropäischen Betreuerin und der Pflegeperson sehr gut. Die meisten Kräfte sprechen gut deutsch und sind hauswirtschaftlich versiert. Im Verbund mit den ambulanten Diensten, Ärzten und Angehörigen schaffen die 24-Stunden-Betreuerinnen ein gutes Versorgungsnetz und geben den Familienangehörigen Sicherheit. 

24h Betreuung in Herrenberg, Hildrizhausen, Nufringen, Affstätt, Oberjesingen, Gäufelden oder Kuppingen, Nebringen und Deckenpfronn: Nutzen Sie die Erfahrung von riva-care (seit 2010 im Großraum Böblingen und Tübingen tätig). Die Pflege-Experten beraten auch zu Pflegegraden und Finanzierung der 24h Pflege durch Pflegekassen und den Staat. Beratung und Angebote sind kostenfrei und und ohne Verpflichtungen.

Weitere Informationen zur privaten 24h-Stunden-Betreuung in Herrenberg, Mötzingen, Gäufelden und Nagold erhalten Angehörige unter Telefon (0711) 966 66 533 oder im Internet unter www.riva-care.de

Eine unabhängige Beratung rund um Wohnen und Leben im Alter sowie Pflege im Heim oder zu Hause erhalten Interessierte außerdem beim staatlich geförderten Pflegestützpunkt in Herrenberg: 

Pflegestützpunkt Böblingen
Rathaus Bondorf
Hindenburgstraße 33
71149 Bondorf
Telefon 07457 - 946 39 69
www.pflegestuetzpunkt-boeblingen.de

August 2018. Redaktion pflegeinfos.net
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Mittwoch, 8. August 2018

Prävention in der Pflege: neues Internetportal für pflegende Angehörige gestartet. ZQP mit praktischen Tipps für häusliche Pflege

Prävention ist für die Gesundheit pflegebedürftiger Menschen von erheblicher Bedeutung. So sieht es auch die deutsche Bevölkerung: 79 Prozent halten den Schutz und die Verbesserung der Gesundheit von alten und pflegebedürftigen Menschen für sehr wichtig. Dies ergab eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP). Jedoch weiß die Hälfte der Befragten offenbar wenig darüber, wie man gesundheitlichen Problemen bei Pflegebedürftigen vorbeugen kann. Auch etwa ein Drittel der Befragten mit eigener Pflegeerfahrung fühlt sich dabei unsicher.

Um hier weiterzuhelfen, hat das ZQP ein frei zugängliches Internetportal mit Informationen rund um das Thema Prävention von gesundheitlichen Problemen in der Pflege entwickelt. Es bietet einfach verständliches Basiswissen sowie Praxis-Tipps für den Pflegealltag. Ein kurzer Erklärfilm ermöglicht einen leichten inhaltlichen Einstieg. Weiterführende Links ergänzen das Onlineangebot und erschließen damit ein Wissensnetzwerk verschiedener Organisationen. Das neue Portal des ZQP richtet sich in erster Linie an Pflegende ohne fachliche Vorbildung.


Das neue ZQP-Portal bietet zahlreiche Tipps, zum Beispiel wie man Bewegung fördern, beim Essen und Trinken aktivieren oder soziale Einbindung unterstützen kann.

Zudem erhalten Pflegende Hinweise, wie sie ihre eigene Gesundheit schützen und Überlastung, Infektionen, Haut- oder Rückenproblemen vorbeugen können. Auch finden sie Informationen über Beratung und Schulung zur Pflege, auf die Pflegebedürftige und pflegende Angehörige einen Anspruch haben. Das neue Informationsangebot folgt fachlich anerkannten Standards zur Aufbereitung von gesundheitsbezogenen Informationen für Verbraucherinnen und Verbraucher.

Zum Portal: www.pflege-praevention.de


August 2018. Redaktion pflegeinfos.net

Kompressionsstrümpfe mal anders. Eine Betroffene entwirft neue modische Modelle für eine Ödemtherapie

Ursula Thomé gewann den mediven® Flachstrick-Kreativwettbewerb für das neue Fashion- Element. Der Preis: Ein Shopping-Tag mit Mode-Bloggerin und Outfit-Expertin Caroline Sprott sowie 30 Euro Taschengeld.

Am Vorabend des Shopping-Tages treffen zwei auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Frauen in einem Würzburger Hotel aufeinander - doch es sollte nicht lange dauern, bis das Eis gebrochen und die Gemeinsamkeiten aufgedeckt waren! Die eine - groß, blond gewelltes Haar, 28 Jahre alt - ist die Mode-Bloggerin und Lipödempatientin Caroline Sprott. Neben ihrem Engagement für www.lipoedemmode.de modelt die Mediengestalterin auch für die Flachstrick-Kampagnen von medi.

Siegerin Ursula Thomé, links, mit Bloggerin Caroline Sprott

Nach dem Aufruf zum Entwerfen des neuen mediven Fashion-Elements gingen über 160 Vorschläge bei medi ein. Einer stammt von der Frau, die Caroline nun herzlich begrüßt - Ursula Thomé. An der zierlichen 61-Jährigen fallen sofort ihre lange Silbermähne und die glitzernden Swarovski® Kristalle an ihrem schwarzen mediven Flachstrick-Kompressionsstrumpf auf.

Ein Tattoo inspirierte zum Gewinner-Muster

Neben Caroline als Mode-Beraterin und 300 Euro Taschengeld nimmt Ursula ein besonderes Highlight mit auf Shopping-Tour: ihre Kompressionsversorgung in den neuen Farben Lila und Rosa, verziert mit ihrem selbst entworfenen Fashion-Element Flower. "Die Blumenranke sah ich bei einem Mädchen als Tattoo, vom Knöchel bis zur Hüfte. Bei der Suche nach neuen Mustern für die nächste Versorgung stieß ich auf den Kreativwettbewerb. Dass mein Muster so toll umgesetzt wird, ist einfach der Wahnsinn!" Ursula hat Würzburg zum Shoppen ausgewählt. "Ich komme aus der Nähe von Rothenburg ob der Tauber, da ist Würzburg naheliegend - ich mag die Stadt", erklärt Ursula ihre Wahl.

Nach der Operation kam das Lymphödem
2017 entdeckte man bei Ursula  einen endokrinen Tumor in der Bauchregion. Es folgten zwei Operationen, wochenlange Klinikaufenthalte und tägliche, aufmunternde Briefe von ihrem Mann. Es entwickelten sich Lymphödeme am Bauch, der Leiste und den Oberschenkeln. Die Krankenkasse lehnte die Kompressionsversorgung zunächst ab. "Aber durch Carolines Blog habe ich erfahren, dass ein Widerspruch möglich ist", erklärt Ursula.

Mit farbigen Strümpfen der Krankheit den Kampf ansagen

Seit einem Jahr trägt Ursula eine flachgestrickte Kompressionsversorgung. "Ich habe mir zuerst schwarze Oberschenkelstrümpfe samt Radlerhose sowie eine Strumpfhose in Grau mit dem Fashion-Element Animal ausgesucht." Gelegentlich hat sie noch Schmerzen und Taubheitsgefühle in den Beinen, doch es geht ihr inzwischen viel besser. Sie ist begeistert von der Kompression und ermutigt andere Frauen, sich dem Thema zu öffnen. "Die Kompression hilft wirklich und wer es ganz dezent will, zieht schwarze Strümpfe an, die sehen aus wie normale Leggins", stellt Ursula klar. Als sie die Fashion-Elemente entdeckte, war sie Feuer und Flamme. "Es war wie ein Fenster, das sich öffnet. Farbige Strümpfe zum Minirock, wilde Muster - genau mein Stil!"

Alles eine Frage der Einstellung

Kleinen Hürden begegnet Ursula mit Improvisationstalent: "Auf dem Land ist es schwer, zweimal in der Woche eine Lymphdrainage zu bekommen. Aber Aqua-Fitness ist ein guter Ersatz!" Diese positive Einstellung teilt sie mit Caroline, die erklärt: "Natürlich wäre der Alltag ohne Ödem leichter. Trotzdem sollte der Fokus auf den schönen Dingen im Leben liegen." Bei Caroline sind das der Blog und das Ausprobieren von Neuem - gerade lernt sie beispielsweise Japanisch. Bei Ursula sind es die Musik sowie ihr Ehrenamt in der Pflege und sie ergänzt: "Es hilft, Vorbilder wie Caroline zu haben, die persönliche Erfahrungen veröffentlichen und Wissen teilen, das sich jeder Neuling erst mühsam zusammensuchen müsste." 

Lymph- und Lipödemerkrankungen sind aktuell noch nicht heilbar, aber sehr gut therapierbar. Ein wichtiger Baustein: Kompression. Der Hersteller medi bestärkt Patientinnen, selbstbewusst ihre Kompressionsstrümpfe zu tragen. Farben, Muster und individuelle Ausstattungsdetails kombinieren Funktion und Design für mehr Tragekomfort und einen schicken Look. Der Arzt kann bei medizinischer Notwendigkeit flachgestrickte Kompressionsstrümpfe verordnen. Im medizinischen Fachhandel werden die maßgefertigten Strümpfe angemessen.

Informationsmaterial zur Ödemtherapie mit Kompressionsstrümpfen gibt es im medi Verbraucherservice, Telefon 0921 / 912-750. Muster-Farb-Finder rund um die Varianten der mediven Flachstrick-Vielfalt unter www.medi.biz/style


August 2018. Text: ots
Copyright Foto: obs/medi GmbH & Co. KG/www.medi.de

Pflegeheim für Ehepaare: Doppelte Haushaltsersparnis wird von der Steuer anerkannt - Tipps der LBS

Wer für seinen Platz in einem Alten- oder Pflegeheim selbst zuzahlen muss, der kann diese Kosten als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen. Allerdings zieht der Fiskus von diesem Betrag die sogenannte "Haushaltsersparnis" ab. Nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS gilt diese Anrechnung bei Ehepaaren sogar in doppelter Höhe (siehe Urteil Bundesfinanzhof, Aktenzeichen VI R 22/16).

Der Fall: Auf ein Ehepaar kamen nach dem gesundheitlich bedingten Umzug in ein Heim erhebliche Kosten zu. Alleine in einem Steuerjahr waren für beide Partner 27.500 Euro fällig. Den Betrag machten sie in der Steuererklärung geltend - abzüglich einer abzurechnenden Haushaltsersparnis von knapp 3.400 Euro. Das zuständige Finanzamt bestand jedoch auf der Verdoppelung dieser Summe, denn schließlich handle es sich um zwei Personen, bei denen die Haushaltsersparnis anfalle.

Das Urteil: Der Bundesfinanzhof schloss sich der Rechtsmeinung des Fiskus an. Beide betroffenen Personen kämen nach dem Umzug ins Heim in den Genuss der Haushaltsersparnis (für Miete, Strom und Verpflegungskosten), weswegen er auch für beide in Anschlag gebracht werden müsse. Alles andere stelle eine Doppelbegünstigung für (Ehe-)Paare gegenüber Singles dar.




August 2018. Text: ots/LBS
Copyright Grafi: obs/Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen (LBS)/Tomicek


Freitag, 3. August 2018

Altersruhesitz Nordsee und Baltrum: ZDF mit Reportage über Pflegedienst "Gode Tied" und Rentner auf der Nordseeinsel

"Im Ruhestand am Nordseestrand - Altwerden auf Baltrum", unter diesem Titel sendete das ZDF dieser Tage eine interessante "37°"-Dokumentation. Sie ist in der Mediathek des Senders verfügbar, Sendung vom 31. Juli 2018, und kann so noch weiterhin angeschaut werden.

Idee des Beitrages: Das ZDF-Team begleitetr ein Jahr lang alteingesessene Insulaner und zugezogene Senioren. Alle leben nun auf Baltrum, betreut über einen selbst gegründeten Pflegedienst "Gode Tied".


Ruhestand an der Nordsee auf der Insel Baltrum
 

Das sind die Personen in dem ZDF-Film:
Fast noch eine heile Welt: Olgas Familie, ihre Kinder, Enkel und Urenkel leben fast alle auf der Nordseeinsel. Nach dem Krieg ist sie nach Baltrum gekommen. Olgas Lebensmotto: so selbstständig wie möglich bleiben. Die Seniorin kocht deshalb manchmal für die Familie, geht allein einkaufen und fährt mit ihrem Elektromobil zum Arzt. Noch kommt der Pflegedienst nur einmal am Tag und versorgt die rüstige Rentnerin mit Kompressionsstrümpfen.

"Die Insel bedeutet mir alles. Ich möchte hier sterben." Nachdem Jupp 1966 mit seiner Frau nach Baltrum kam, ist er als fröhlicher Gastwirt zum "Inseloriginal" geworden. Inzwischen musste er aus Gesundheitsgründen das Restaurant an seine Tochter Martina übergeben. Mehrmals ist er schon mit dem Hubschrauber aufs Festland ins Krankenhaus gebracht worden. Zurück auf der Insel, wird er nun jeden Tag vom Pflegedienst versorgt. Wird das reichen?

"Ich habe schon das Paradies auf Erden", beteuert Renate. Ihr Mann Günther (80) und sie sind "Zugereiste", sie leben erst seit sieben Jahren auf Baltrum. Die Integration war nicht leicht. Renate hat nur noch ein Drittel ihrer Lunge und braucht die Nordseeluft zum Atmen, Günther tut alles, damit es seiner Frau besser geht. Er ist Musiklehrer und hat auf der Insel eine Brassband mit Jugendlichen gegründet.
 

Infos auch hier: http://facebook.com/ZDF37Grad

August 2018. Text: ots
Copyright Foto: obs/ZDF, Ahrens

Altersruhesitz Baden-Baden. Immobilienverband Deutschland IVD mit aktuellen Zahlen und Daten zum Immobilienmarkt in der Kurstadt

Bei Senioren liegt Baden-Baden in hoher Gunst. Nicht nur als Stadt für einen Besuch oder Tagesausflug oder Kurzurlaub – viele Rentner und Pensionäre suchen in der Stadt oder der Umgebung im Schwarzwald eine Wohnung.

Inzwischen gibt es auch neue Wohneinheiten, die seniorengerecht und vor allem barrierefreie ausgestattet sind. Leider aber ist die Nachfrage nach Senioren Wohnen in Baden-Baden sehr hoch, wenngleich die Mietpreise recht konstant bleiben.

Der soeben veröffentlichte "CityReport Baden-Baden 2018" des IVD-Marktforschungsinstituts analysiert die Marktentwicklung auf dem Wohnimmobilienmarkt der Stadt und gibt Auskunft über das aktuelle Kauf- und Mietpreisniveau. "Auch das erste halbe Jahr 2018 zeigt eine stabile Entwicklung des Immobilienmarktes", so Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts. "In den Stadtteilen Baden-Badens ist die Entwicklung der Immobilienpreise nicht ganz so ausgeprägt wie im Zentrumsbereich und den dort vorhandenen Villengebieten." 

Große Nachfrage nach Wohneigentum in Baden-Baden
Die Nachfrage nach eigengenutzten Immobilien ist nach wie vor größer als das überschaubare Angebot an Immobilien in den bevorzugten Wohnlagen von Baden- Baden. Aufgrund fehlender Entwicklungen in der Vergangenheit ist in den innen- stadtnahen Wohnbereichen auch kurzfristig keine Veränderung dieser Situation in Sicht.


Wohnen in Baden-Baden: für Senioren sehr attraktiv
 

In den vergangenen 5 Jahren haben die Kaufpreise für Wohnimmobilien in Baden- Baden deutlich angezogen. Gegenüber Frühjahr 2013 nahmen im Frühjahr 2018 die Kaufpreise für Eigentumswohnungen/Bestand und freistehende Einfamilienhäuser in Baden-Baden um jeweils +11 % zu. 

Bis zu 5900 Euro pro qm Kosten bei Neubauwohnungen
Die Preise für freistehende Einfamilienhäuser liegen in Baden-Baden im Frühjahr 2018 bei 1.000.000 € und für Doppelhaushälften bei 500.000 € (jeweils auf den guten Wohnwert bezogen). Bei den Eigentumswohnungen/Bestand werden Quadrat- meterpreise zwischen 1.200 € (einfacher Wohnwert) und 5.000 € (sehr guter Wohnwert) bezahlt. Der Kaufpreis für eine Neubauwohnung liegt je nach Wohnwert zwischen 3.230 €/m2 (mittlerer Wohnwert) und 5.900 €/m2 (sehr guter Wohnwert).

Die durchschnittliche Angebotsdauer für Häuser und Eigentumswohnungen ist im Jahresvergleich zurückgegangen und spiegelt somit das Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage wider. Wurden Häuser vor einem Jahr noch durchschnittlich 18,5 Wochen angeboten, so liegt die Angebotsdauer aktuell unter 16 Wochen. Analog ist die Entwicklung bei Eigentumswohnungen. 


Seniorenwohnung Baden-Baden zum Mieten
Die Mieten liegen in Baden-Baden im Durchschnitt bei 10,00 €/m2 sowohl bei Altbau- als auch bei Bestandswohnungen, Erstbezugsmieten betragen 12,00 €/m2 (jeweils auf den guten Wohnwert bezogen). Im sehr guten Wohnwert (moderne überdurchschnittliche Ausstattung und erstklassige Wohnlage) werden im Bestand Mietpreise von 15,00 €/m2 bezahlt.

"Im unteren und mittleren Preissegment in den Stadtteilen entstehen verstärkt Akti- vitäten im Mietwohnungsbau", so Wolfgang Peiffer vom IVD-Mitgliedsunternehmen Böhm Immobilien GmbH, "während der innerstädtische- und Kurhausbereich für Wohnimmobilien schwerpunktmäßig durch Eigennutzer geprägt ist."

Ausführliche Informationen zu Entwicklungen können dem "CityReport Baden-Baden 2018" entnommen werden. Dieser und weitere CityReporte für Groß- und Mittelstädte Baden-Württembergs sind im IVD-Onlineshop unter www.ivd-sued-shop.de oder beim IVD-Institut (Gabelsbergerstr. 36, 80333 München, Tel. 089/29082020, info@ivd- institut.de) erhältlich.

August 2018. Redaktion pflegeinfos.net

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