Samstag, 10. Dezember 2011

Land Baden-Württemberg fördert Tagespflege – ältere Menschen sollen möglichst lange in vertrauter Umgebung bleiben

Das Land Baden-Württemberg hat 2011 ein Programm zur Förderung von Tagespflegeprojekten aufgelegt. Ziel ist es, insbesondere im ländlichen Raum mehr Kapazitäten zu schaffen, damit ältere Menschen möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. "Für diese Förderlinie sind mehr als eine Million Euro vorgesehen", sagt Landes-Sozialministerin Katrin Altpeter. "Damit soll die ambulante Pflege gestärkt, die pflegenden Angehörigen entlastet und die familiäre Pflegebereitschaft erhalten werden."

Besonders der letzte Aspekt spielt eine immer wichtiger Rolle in der Betreuung von Pflegebedürftigen. Immer mehr Familien können keine Vollzeitpflege zu Hause mehr leisten und sind froh, wenn die Pflegeperson an bestimmten Tagen in einer Tagespflegeeinrichtung von Profis versorgt wird. So können Angehörige an diesen Tagen einer Arbeit nachgehen, liegen gebliebene Besorgungen erledigen oder auch nur mal selbst zur Ruhe kommen, entspannen und neue Kraft tanken.

Mit Hilfe der Fördergelder werden rund 80 neue Tagespflegeplätze in Baden-Württemberg geschaffen. Folgende Altenpflegeeinrichtungen profitieren von dem Programm der Landesregierung:
•  Seniorenzentrum St. Elisabeth, 72800 Ehningen unter Achalm:
Umbau, 10 Plätze
•  Haus am Hofgarten, 74613 Öhringen: Neubau, 12 Plätze
•  Gerontopsychiatrische Tagespflege, 74722 Buchen-Hainstadt: Neubau, 20 Plätze
•  Sozialstation Oberer Hegau, 78234 Engen: Neubau, 9 Plätze
•  St. Martin Seniorenzentrum, 78655 Dunningen: Erweiterung, 15 Plätze
•  Erich-Burger-Heim, 77815 Bühl: Umbau, 16 Plätze

Von den Projekten ist SPD-Ministerin Katrin Altpeter überzeugt: "Das ist gut angelegtes Geld. Wir wollen eine wohnortnahe Betreuung sicherstellen und Einrichtungen fördern, die in das Gemeindeleben integriert sind. Das erhöht die Lebensqualität für die pflegebedürftigen Menschen."

Dezember 2011/Redaktion pflegeinfos.net

Freitag, 9. Dezember 2011

Pflegestützpunkt Sigmaringen - Infostelle für Pflege und Betreuung im Landkreis Sigmaringen

Wer als Pflegefall oder pflegender Angehöriger im Landkreis Sigmaringen Beratung und Hilfe sucht, dem hilft der Pflegestützpunkt Sigmaringen. Die unabhängige und kostenfreie Beratungsstelle befindet sich im Landratsamt bei Dezernat Jugend und Soziales: Leopoldstraße 4, 72488 Sigmaringen, Telefon( 07571) 102-0, pflegestuetzpunkt@lrasig.de

Informationen zum Pflegestützpunkt Sigmaringen: Im 2008 erlassenen Pflege-Weiterentwicklungsgesetz ist festgelegt, dass es wohnortnah eine neutrale Beratung geben soll. Seitdem sind im ganzen Land die Pflegestützpunkte entstanden. Die Einrichtungen gehören zum Konzept der wohnortnahen Beratung, Versorgung und Betreuung der Bevölkerung (§92c Sozialgesetzbuch SGB XI). Die Träger sind die Landesverbände der Pflegekassen und Krankenkassen sowie die kommunalen Verbände Gemeindetag, Städtetag und Landkreistag.

Vorteil für ratsuchende Bürger, zum Beispiel pflegende Angehörige in Mengen, Sigmaringendorf, Veringenstadt oder Hohentengen: Sie erhalten vor Ort eine unabhängige Beratung rund um die Pflege, Pflegeversicherung, stationäre oder häusliche Pflege oder 24-Stunden-Betreuung. Die Berater, meist Sozialarbeiter und Sozialpädagogen mit Erfahrung in der Altenarbeit, helfen auch mit lokalen Adressen und Tipps weiter.

Die Mitarbeiter im Pflegestützpunkt Sigmaringen:
beraten unabhängig und frei von eigenen wirtschaftlichen Interessen
• sind komplett kostenfrei für Sie als Bürgerin oder Bürger
• sind offen für alle Bürger, egal wo er versichert ist und egal, wo er wohnt
• bieten viele lokale Informationen zur häuslichen und stationären Pflege
• koordinieren für Sie verschiedene Hilfsangebote
• bleiben auf Wunsch auch langfristig Ihr Ansprechpartner in der Pflegephase

Neben dem Pflegestützpunkt in Sigmaringen gibt es noch rund 50 weitere Anlaufstelle in ganz Baden-Württemberg. Wo sich diese befinden, erfahren Sie hier: Auf der Internetseite www.bw-pflegestuetzpunkt.de der Landesarbeitsgemeinschaft Pflegestützpunkte e.V. in Baden-Württemberg. Oder telefonisch unter 0711 - 123 36 40.

Tipp: Sie erfahren im Pflegestützpunkt auch, ob es bei Ihnen vor Ort eine 24-Stunden-Betreuung gibt. Im Raum Sigmaringen und Oberschwaben ist auf jeden Fall die Betreuungsfirma riva-care aktiv, die Betreuerinnen und Haushaltshilfen in Pflegehaushalte vermittelt. Kontakt: Telefon 0171 - 533 33 69.

November 2011. Redaktion pflegeinfos.net 
Copyright Foto: Landratsamt Sigmaringen

Demenz und eingeschränkte Alltagskompetenz – mehr Geld von der Pflegekasse

Demenzkranke oder Personen mit einer anderen pychischen Störung, die von einem Arzt festgestellt wurde, erhalten von der Pflegekasse auf Antrag zusätzliche Zuschüsse. Das Kriterium lautet: Lässt sich bei der Person eine sogenannte "eingeschränkte Alltagskompetenz" feststellen?

Falls ja, werden seit 2008 im Rahmen des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes monatlich 100 Euro als Grundbetrag oder 200 Euro als erhöhter Betreuungsbetrag von der Pflegekasse gewährt. Ebenso wie bei der Einstufung in die Pflegestufen wird der Demenzkranke vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) besucht. Die Einstufung ist übrigens unabhängig davon, ob eine Pflegestufe besteht oder die Pflegestufe trotz Demenz abgelehnt wurde. So kann es also sein, dass Senioren mit leichter bis mittelschwerer Demenz das "Demenzgeld" erhalten, auch wenn Sie noch in keiner Pflegestufe erfasst sind. 

Auszahlung nicht in bar – nur Betreuungsangebote werden bezuschusst
Ganz wichtig: Die Leistungen bei eingeschränkter Alltagskompetenz werden nicht als Geldleistungen ausgezahlt. Versicherte erhalten die Zuschüsse nur auf qualitätsgesicherte Betreuungsangebote, die sie nutzen und die mit der Pflegekasse abrechenbar sind oder für eine Tages-, Nacht- bzw. Kurzzeitpflege. Die Leistungen umfassen meistens eine stundenweise Betreuung in Gruppen (z.B. in einer Tagespflegeeinrichtung) oder direkt in der Wohnung des Demenzkranken. Da diese Leistungen pro Monat oft teurer als die 100 oder 200 Euro Zuschuss sind, bleibt auch hier wieder ein Anteil vom Versicherten oder den Angehörigen zu leisten. Und ganz schlecht ist natürlich auch, dass pflegende Angehörige oder Nachbarn, die Zeit für den Demenzkranken aufwenden, in keinster Weise berücksichtigt werden.

Wer erhält die Leistung? Wie wird der Bedarf bei dementen Personen ermittelt? Der MDK hat einen Kriterienkatalog mit insgesamt 13 Einzelaspekten erstellt. Anhand dieser Kriterien wird vor Ort ermittelt, ob ein „erheblicher allgemeiner Betreuungsbedarf“ vorliegt. Die Kriterien sind:
1. Weglauftendenz
2. Verkennen oder Verursachen gefährlicher Situationen
3. unsachgemäßer Umgang mit gefährlichen Gegenständen
4. tätlich oder verbal aggressives Verhalten
5. in der Situation nicht angemessenes Verhalten
6. Unfähigkeit, die eigenen körperlichen oder seelischen Gefühle oder
Bedürfnisse wahrzunehmen
7. Unfähigkeit zur Kooperation aufgrund einer Depression oder
Angststörung
8. Beeinträchtigung des Gedächtnisses und herabgesetztes Urteilsvermögen,
die zu Problemen bei der Alltagsbewältigung führen
9. Störung des Tag-/Nacht-Rhythmus
10. Unfähigkeit, den Tagesablauf eigenständig zu planen
11. Verkennen von Alltagssituationen und inadäquates Reagieren in
Alltagssituationen
12. ausgeprägt labiles und unkontrolliertes emotionales Verhalten
13. Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit aufgrund einer nicht
therapierbaren Depression
 

Um Anspruch auf den monatlichen Grundbetrag von 100 Euro zu haben, müssen
zwei verschiedene Kriterien mit „Ja“ beantwortet werden. Mindestens ein Kriterium muss aus den Feldern 1 bis 9 positiv beantwortet werden.
 

Den erhöhten Betreuungsbedarf in Höhe von 200 Euro gibt es von der Pflegekasse nur, wenn zusätzlich zu den genannten Kriterien mindestens einmal bei den Feldern 1, 2, 3, 4, 5, 9 oder 11 ein „Ja“ angegeben wird.

Auskünfte zu den Zuschüssen und Terminvereinbarungen mit dem MDK erhalten Sie bei Ihrer Kranken- und Pflegekasse.


Dezember 2011. Redaktion pflegeinfos.net

Samstag, 26. November 2011

Region Tuttlingen: 24-Stunden-Betreuung entlastet pflegende Angehörige

Auch im Landkreis Tuttlingen steigt die Zahl der Pflegebedürftigen, die zu Hause professionell betreut werden müssen. Das Netz an ambulanten Diensten, die von Kirchen, Wohlfahrtsverbänden oder privaten Unternehmen angeboten werden, ist groß. Doch in vielen Fällen benötigen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung.

Für diese Dienstleistung können sie osteuropäische Betreuerinnen engagieren, die 24 Stunden im Pflegehaushalt bleiben und eine Alltagsbetreuung (mit Hauswirtschaft) gewährleisten und Angehörige entlasten. Seit 2004 ist es möglich, über das EU-Entsendeabkommen eine Betreuerin zu beschäftigen. Dies erfolgt über Pflegefirmen zum Beispiel in Warschau oder Budapest und ist zeitlich befristet. Die Betreuerin wohnt und lebt im Haushalt der Pflegeperson.

In der Praxis funktioniert die Zusammenarbeit zwischen der osteuropäischen Betreuerin und der Pflegeperson sehr gut. Die meisten Kräfte sprechen gut deutsch und sind hauswirtschaftlich versiert. Im Verbund mit den ambulanten Diensten, Ärzten und Angehörigen schaffen die 24-Stunden-Betreuerinnen ein gutes Versorgungsnetz und geben den Familienangehörigen Sicherheit.

Gut zu wissen: Seit November 2011 vermittelt riva-care auch im Landkreis Tuttlingen 24-Stunden-Betreuerinnen. Das private Beratungs- und Betreuungsbüro betreut gemeinsam mit osteuropäischen Partnerfirmen bereits ältere Menschen in Spaichingen, Wurmlingen, Dürbingen, Neuhausen ob Eck, Immendingen und Friedingen.

Weitere Informationen zur 24h-Stunden-Betreuung im Kreis Tuttlingen unter Telefon (0711) 966 66 533 oder im Internet unter www.riva-care.de

November 2011. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: Archiv

Donnerstag, 24. November 2011

Stolperfallen in der Seniorenwohnung erkennen und beseitigen. So schaffen Sie Sicherheit in den eigenen vier Wänden.

Gesund, mobil und bis ins hohe Alter unabhängig bleiben, das wünscht sich jeder. Doch ein Sturz kann alles verändern. Mehr als vier Millionen Senioren stürzen mindestens ein Mal im Jahr - 80 Prozent der Stürze ereignen sich in der eigenen Wohnung, im Treppenhaus oder im Garten. Dabei könnten viele solcher Unfälle vermieden werden: bei jedem Vierten findet sich ein erhöhtes Sturzrisiko durch gefährliche Kanten, mangelndes Licht oder unzureichende Haltegriffe. 

Das Internet-Serviceportal www.AXA-Pflegewelt.de des Versicherungskonzerns AXA zeigt in einem Kurzfilm mögliche Ursachen von Stürzen und bietet praktische Lösungen, um sie zu vermeiden. Wer einen Computer hat und die neuesten Internetprogramme, der kann den Film bequem am Rechner oder Laptop anschauen.

"Wie schnell stolpert man über eine Teppichkante oder rutscht auf dem nassen Badezimmerboden aus. In jungen Jahren geht so etwas in der Regel gut aus, aber für ältere Menschen ist es meist nicht mehr so einfach einen Sturz abzufangen - die Folgen sind häufig schwerwiegend", so Hajo Schmitz, Leiter des Produktmanagements der AXA Krankenversicherung AG. "Dabei ist es relativ einfach, das Sturzrisiko auf ein Minimum zu reduzieren. Unsere Pflegetipps zeigen wie".
 

Fast jeder Deutsche über 60 möchte auch im Alter eigenständig und unabhängig in der eigenen Wohnung leben. Altersgerecht wohnen bedeutet dabei vor Allem, sich sicher zu fühlen und sicher bewegen können in den eigenen vier Wänden. Loses Schuhwerk, weite Hosenbeine oder eingeschränkte Sehkraft können ebenso gefährlich werden wie schlechte Beleuchtung, zu enge Gehwege innerhalb der Wohnung oder mangelnde Haltemöglichkeiten. 

Die AXA-Pflegetipps zeigen, wie einfach es ist, Stolperfallen zu beseitigen und mehr Sicherheit zu gewinnen. Eine gute Idee: Das Portal bietet eine praktische Checkliste für Senioren oder pflegende Angehörige, anhand derer man die verschiedenen Gefahrenbereiche der Senioren-Wohnung abgehen kann.

Noch mehr Informationen für Senioren, die zu Hause wohnen wollen: Der Kurzfilm Sturzprävention macht den Anfang einer Reihe von Pflegetipps, die zukünftig
auf der AXA-Pflegewelt veröffentlicht werden. Die Pflegetipps werden alle in kurzen
Filmsequenzen dargestellt, um schnell, anschaulich und umfassend zu informieren. Auch zu Vorsorgemaßnahmen, zur Pflegeversicherung und zur Situation von pflegenden Angehörigen hält das Portal www.AXA-Pflegewelt.de viele Fakten bereit.
 

November 2011. ddp direct/Redaktion pflegeinfos.net

Dienstag, 22. November 2011

Chronische Rückenschmerzen im Alter vermeiden – wo Best-Ager ab 50 und Senioren Tipps finden

Rückentraining auch im Alter wichtig
Unternehmungslustig, sportlich und ungeheuer aktiv: Menschen ab Mitte 50 sind heute so agil wie nie. Mit fortschreitenden Jahren kommt es jedoch immer häufiger vor, dass Rückenschmerzen die Unternehmungslust bremsen. Dabei ist gerade die Chronifizierung der Schmerzen ein Problem, denn die Nerven "lernen" den Schmerz. Das heißt: Hat sich ein Schmerzgedächtnis entwickelt, können schon kleinste Reize die unangenehmen Kreuzbeschwerden auslösen.

Der Aufbau einer gesunden Muskulatur ist deshalb enorm wichtig, um bis ins hohe Alter mobil und unabhängig zu bleiben. Das gilt auch für ältere Menschen, die ihren Lebensabend in den eigenen vier Wänden verbringen wollen. Nur wer sich sicher in der eigenen Wohnung, über Treppen und bei Besorgungen außer Haus bewegen kann, bewahrt sich seine Selbständigkeit. Expertentipps für einen gesunden Rücken:

1. Muskeln brauchen ständig Training – auch im Alter
Früher schien Krafttraining jungen Menschen vorbehalten, doch diese Vorstellung kann man inzwischen getrost als überholt betrachten. Die meisten Fitnessstudios bieten heute nicht nur spezielle Kurse an, sondern verfügen auch über moderne Geräte, die bedürfnis- und altersgerecht eingestellt werden können. Fragen Sie gezielt an Ihrem Ort nach Seniorenkursen in Fitnesstudios nach! Oder wählen Sie gezielt Studios mit Gesundheitskompetenz – wie zum Beispiel die Einrichtungen von Kieser Training. Gerade im Alter ist Muskeltraining wichtig. Denn: Wird die Muskulatur nicht ausreichend stimuliert, baut sie kontinuierlich ab. Das schränkt Ihren Bewegungsradius ein, macht Sie unsicher und steigert Ihre Verletzungsanfälligkeit.

2. Fachinformationen sammeln und medizinische Erkenntnisse berücksichtigen

Leicht entsteht bei Senioren eine Schmerzspirale, wenn sie nicht reagieren: Die unangenehmen Beschwerden treten immer häufiger auf und bestimmen zusehends den Alltag. Um diese Spirale zu vermeiden, empfehlen Experten nicht zuletzt all jenen Patienten, die gern einmal die Zähne zusammenbeissen und den Schmerz sogar über Monate tapfer aushalten, sich frühzeitig behandeln zu lassen. Werden die Schmerzen effektiv gelindert, können Betroffene wieder in Bewegung kommen – die beste Grundlage für dauerhafte Schmerzfreiheit. Unter www.special-rueckenschmerz.de gibt es im Internet umfassende Informationen dazu.

3. Verspannungen effektiv lösen

Seniorenkurs im Fitnessstudio
Einen möglichen Ausweg aus Schmerz, Schonhaltung und weiteren Beschwerden bieten Mittel, die die Schmerzen lindern und zusätzlich Verspannungen lösen. Dabei haben sich insbesondere muskelentspannende Wirkstoffe wie Flupirtin, etwa in Trancolong, bewährt. Der Wirkstoff kann für Schmerzfreiheit sorgen und fördert zugleich die Normalisierung des Muskeltonus sowie die Lösung von chronischen Verspannungen. Ist die Beweglichkeit wieder hergestellt, empfehlen Experten ein spezielles Krafttraining, das die Rückenmuskulatur gezielt kräftigt und stabilisiert.

November 2011. djd/Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: djd/thx/Trancolong

Mittwoch, 16. November 2011

Altershirndruck verhindern - wichtig für Menschen ab 60. Experten helfen im Klinikum Stuttgart


Demenz, Parkinson, Alzheimer? Nein: Es ist nur der Altershirndruck! Rund 60.000 Menschen in Deutschland leiden unter Altershirndruck. Betroffen sind meist Frauen und Männer ab sechzig Jahren aufwärts. Was sind die Symptome?  Unsicherer Gang, Gedächtnisverlust, Blasenschwäche – alles ähnliche Anzeichen wie bei Demenz, Parkinson, Alzheimer oder Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch. Das erschwert vielen Hausärzten oft eine Diagnose.

So kann der Altershirndruck ungestört seinen Lauf nehmen – mit weitreichenden Einschränkungen durch die Druckschädigung des Gehirns. Dabei ist es gerade die frühzeitige Diagnose, die Chance auf eine wirksame Behandlung bietet. Obwohl Altershirndruck bereits in den 60er-Jahren entdeckt worden ist, gilt die Ursache der Krankheit nach wie vor als nicht heilbar. Allerdings kann sie gut behandelt werden.

So beispielsweise bei einem 79-jährigen Patienten, der müde und antriebslos unter Gangstörungen, Blasenschwäche und Gedächtnisverlust litt. Im Neurozentrum des Klinikums Stuttgart, das über eine besondere Expertise und Erfahrung in Diagnostik und Therapie des Altershirndrucks (Normaldruckhydrozephalus, NPH) verfügt, wurde aufgrund der Symptome in der Neurochirurgischen Klinik im Katharinenhospital eine sogenannte Lumbalpunktion durchgeführt und etwa 50 ml Flüssigkeit aus dem Rückenmarkskanal entnommen. Unmittelbar danach konnte der Patient wieder gut laufen.

Prof Dr. Nikolai Hopf
Dies war für den Ärztlichen Direktor der Klinik, Prof. Dr. Nikolai Hopf, eine typische Reaktion für NPH-Patienten. „Im Normalfall wird das Nervenwasser, der sogenannte Liquor, über die Hirnhäute und im Rückenmarkskanal wieder abgeführt. Beim Altershirndruck ist dieses Aufsaugen jedoch gestört. Es kommt zum Aufstau, zur Erweiterung der Hirnkammern und langsamen Druckschädigung des Gehirns“, so der Chefarzt. Für die Behandlung des Altershirndrucks hat sich die sogenannte Shunt-Therapie etabliert. Dabei wird im Rahmen eines schonenden Eingriffs ein kleiner Katheter in die Hirnkammern implantiert. Von außen unsichtbar wird die überschüssige Flüssigkeit über einen dünnen Schlauch in die Bauchhöhle umgeleitet. So erklärt sich auch der Name der Therapie: Shunt heißt Umleitung. Und dank eines programmierbaren Ventils kann die Menge der umgeleiteten Flüssigkeit ohne zusätzlichen Eingriff jederzeit von außen fein justiert und in Sekundenschnelle verändert werden. 

Altershindruck frühzeitig erkennen – Angehörige sollten auf bestimmte Verhaltensweisen achten
„Eine erfolgreiche Therapie setzt voraus, dass die Krankheit möglichst frühzeitig nach dem Auftreten der ersten Symptome erkannt und behandelt wird“, so Prof. Dr. Hansjörg Bäzner, Ärztlicher Direktor der Neurologischen Klinik im Bürgerhospital – Klinikum Stuttgart, bei dem sich häufig Patienten mit solcher Symptomatik vorstellen. Dazu gehören:
• Schwierigkeiten beim Gehen
• Gedächtnisprobleme
• Blasenschwäche
• Kopfschmerzen, Sehunschärfen
• Reizbarkeit, Müdigkeit, Gleichgewichtsstörungen
• Schwierigkeiten beim Aufwachen und Wachbleiben
• Wesensveränderungen
•  Leistungsabfal und Konzentrationsprobleme

Prof. Dr. Hansjörg Bäzner
Diese Symptome machen deutlich: Altershirndruckpatienten brauchen die Unterstützung ihrer Angehörigen, weil die Betroffenen selbst die Symptome oft gar nicht bewusst an sich feststellen. Deshalb sind die Angehörigen aufgerufen, die Symptome aufmerksam zu beobachten, um dem Arzt den Krankheitsverlauf schildern zu können und frühzeitig den Kontakt zu einem Arzt herzustellen.

Weitere Informationen unter Telefon (0711) 278-0, Neurozentrum des Klinikums Stuttgart

November 2011. Ann-Kathrin Borell/Redaktion pflegeinfos.net


 

Pflegestützpunkt Esslingen – Anlaufstelle für pflegende Angehörige im Kreis Esslingen

Wer als Pflegefall oder pflegender Angehöriger im Landkreis Esslingen Beratung und Hilfe sucht, dem hilft der Pflegestützpunkt Esslingen. Die unabhängige und kostenfreie Beratungsstelle befindet sich im Landratsamt Esslingen. Es gibt einen Stützpunkt für de Nordwesten des Landkreises und einen für den Südosten. Kontakt: Pulverwiesen 11, 73726 Esslingen, Telefon 0711 - 3902-0, pflegestuetzpunkte@lra-es.de

Informationen zum Pflegestützpunkt Esslingen: Im 2008 erlassenen Pflege-Weiterentwicklungsgesetz ist festgelegt, dass es wohnortnah eine neutrale Beratung geben soll. Seitdem sind im ganzen Land die Pflegestützpunkte entstanden. Die Einrichtungen gehören zum Konzept der wohnortnahen Beratung, Versorgung und Betreuung der Bevölkerung (§ 92c Sozialgesetzbuch SGB XI). Die Träger sind die Landesverbände der Pflegekassen und Krankenkassen sowie die kommunalen Verbände Gemeindetag, Städtetag und Landkreistag.

Vorteil für ratsuchende Bürger, zum Beispiel pflegende Angehörige im Landkreis Esslingen: Sie erhalten vor Ort eine unabhängige Beratung rund um die Pflege, Pflegeversicherung, stationäre oder häusliche Pflege oder 24-Stunden-Betreuung. Die Berater, meist Sozialarbeiter und Sozialpädagogen mit Erfahrung in der Altenarbeit, helfen auch mit lokalen Adressen und Tipps weiter.

Die Mitarbeiter im Pflegestützpunkt Esslingen:
beraten unabhängig und frei von eigenen wirtschaftlichen Interessen

• sind komplett kostenfrei für Sie als Bürgerin oder Bürger
• sind offen für alle Bürger, egal wo er versichert ist und egal, wo er wohnt
• bieten viele lokale Informationen zur häuslichen und stationären Pflege
• koordinieren für Sie verschiedene Hilfsangebote
• bleiben auf Wunsch auch langfristig Ihr Ansprechpartner in der Pflegephase

Neben dem Pflegestützpunkt in Esslingen gibt es noch rund 50 weitere Anlaufstelle in ganz Baden-Württemberg. Wo sich diese befinden, erfahren Sie hier: Auf der Internetseite www.bw-pflegestuetzpunkt.de der Landesarbeitsgemeinschaft Pflegestützpunkte e.V. in Baden-Württemberg. Oder telefonisch unter 0711 - 123 36 40.

Tipp: Sie erfahren im Pflegestützpunkt auch, ob es bei Ihnen vor Ort eine 24-Stunden-Betreuung gibt. Im Kreis Esslingen ist auf jeden Fall die Betreuungsfirma riva-care aktiv, die Betreuerinnen und Haushaltshilfen in Pflegehaushalte vermittelt.

November 2011. Redaktion pflegeinfos.net

Sonntag, 13. November 2011

Pflegestützpunkt Ostalbkreis - Beratung für pflegende Angehörige in Aalen und Umgebung

Wer als Pflegefall oder pflegender Angehöriger im Ostalbkreis Beratung und Hilfe sucht, dem hilft der Pflegestützpunkt Ostalbkreis. Die unabhängige und kostenfreie Beratungsstelle befindet sich im Landratsamt: Stuttgarter Straße 41, 73430 Aalen, Telefon 07361 - 503-0, pflegestuetzpunkt.ostalbkreis.de

Informationen zum Pflegestützpunkt Ostalbkreis: Im 2008 erlassenen Pflege-Weiterentwicklungsgesetz ist festgelegt, dass es wohnortnah eine neutrale Beratung geben soll. Seitdem sind im ganzen Land die Pflegestützpunkte entstanden. Die Einrichtungen gehören zum Konzept der wohnortnahen Beratung, Versorgung und Betreuung der Bevölkerung (§ 92c Sozialgesetzbuch SGB XI). Die Träger sind die Landesverbände der Pflegekassen und Krankenkassen sowie die kommunalen Verbände Gemeindetag, Städtetag und Landkreistag.

Vorteil für ratsuchende Bürger, zum Beispiel pflegende Angehörige in Aalen, Westhausen oder Oberkochen: Sie erhalten vor Ort eine unabhängige Beratung rund um die Pflege, Pflegeversicherung, stationäre oder häusliche Pflege oder 24-Stunden-Betreuung. Die Berater, meist Sozialarbeiter und Sozialpädagogen mit Erfahrung in der Altenarbeit, helfen auch mit lokalen Adressen und Tipps weiter.

Die Mitarbeiter im Pflegestützpunkt Ostalbkreis:
beraten unabhängig und frei von eigenen wirtschaftlichen Interessen
• sind komplett kostenfrei für Sie als Bürgerin oder Bürger
• sind offen für alle Bürger, egal wo er versichert ist und egal, wo er wohnt
• bieten viele lokale Informationen zur häuslichen und stationären Pflege
• koordinieren für Sie verschiedene Hilfsangebote
• bleiben auf Wunsch auch langfristig Ihr Ansprechpartner in der Pflegephase

Neben dem Pflegestützpunkt in Aalen gibt es noch rund 50 weitere Anlaufstelle in ganz Baden-Württemberg. Wo sich diese befinden, erfahren Sie hier: Auf der Internetseite www.bw-pflegestuetzpunkt.de der Landesarbeitsgemeinschaft Pflegestützpunkte e.V. in Baden-Württemberg. Oder telefonisch unter 0711 - 123 36 40.

Tipp: Sie erfahren im Pflegestützpunkt auch, ob es bei Ihnen vor Ort eine 24-Stunden-Betreuung gibt. In der Region Ostalb und Schwäbische Alb ist auf jeden Fall die Betreuungsfirma riva-care aktiv, die Betreuerinnen und Haushaltshilfen in Pflegehaushalte vermittelt. Kontakt: Telefon 0171 - 533 33 69.

November 2011. Redaktion pflegeinfos.net

Freitag, 11. November 2011

Demenzkranke dürfen Essen und Trinken nicht vergessen - Tipps für Betreuer von dementen Personen

Für viele Menschen, die an Demenz erkrankt sind, wird die Nahrungsaufnahme zu einer großen Herausforderung. Manche lehnen plötzlich die bisherigen Lieblingsspeisen ab, einige vergessen ganz zu essen, andere dagegen essen zu viel oder zu einseitig und wieder andere sitzen hilflos vor einem gefüllten Teller, ohne zu wissen, was sie tun sollen.
 

"In solchen Situationen brauchen Betreuende nicht nur viel Einfühlungsvermögen und eine große Portion Geduld, sondern auch ganz praktische Tipps, um Menschen mit Demenz optimal unterstützen zu können", sagt Marianne Rudischer, Ernährungsmedizinische Beraterin bei der Barmer GEK. Genau diese Tipps erhalten Interessierte in den zwei neuen Broschüren für Demenzkranke: "Essen und Genießen – Was Menschen mit Demenz gut tut" sowie "Das Trinken vergessen? Menschen mit Demenz und ihr Flüssigkeitsbedarf". Erstellt und verteilt werden die Informationen von der Barmer GEK.


Schon mit  kleinen Anregungen können pflegende Angehörige den Alltag für alle Beteiligten leichter machen:
• Für eine ruhige Umgebung sorgen, gutgemeinte Dekoration besser weglassen
• Farbiges Geschirr und bunte Gläser benutzen
• Nur ein oder zwei Mahlzeitenkomponenten auf einmal
servieren

• Eventuell sogar auf Besteck verzichten und den an Demenz Erkrankten stattdessen
mundgerechte Happen mit den Fingern essen lassen


In den beiden aktuellen Flyern der Barmer GEK finden Interessierte zahlreiche Lösungsvorschläge für typische Problemsituationen. Kurz, prägnant und leicht nachvollziehbar erfahren Betreuende, wie sie eine Situation schaffen können, die die Aufmerksamkeit des Betroffenen weckt, seinen Bedürfnissen gerecht wird und ihm die größtmögliche Selbstständigkeit bewahrt. 

Die Flyer sind in jeder Barmer GEK-Geschäftsstelle erhältlich oder können im Internet unter www.barmergek.de/123854 (Essen und Genießen) sowie www.barmer-gek.de angefordert werden.

November 2011. PR/ddp direct

Donnerstag, 10. November 2011

Ausländische Pflegekräfte - seit Mai 2011 können Personen aus Osteuropa direkt und legal angestellt werden

Osteuropäische Betreuerin mit Kundin
Die Pflege kranker und hilfsbedürftiger Angehöriger wird in den kommenden Jahrzehnten aufgrund des demografischen Wandels für immer mehr Bundesbürger zum Alltag gehören. Viele können und wollen diese aufreibende Aufgabe nicht leisten und stellen deshalb eine Pflegekraft ein. Schätzungen zufolge werden rund 50.000 Menschen derzeit zu Hause legal in Vollzeit gepflegt. 

Viele dieser Betreuerinnen sind ausländische Frauen. Hinzu kommen rund 100.000 "Schwarzarbeiterinnen" – vor allem aus Osteuropa. Ein Grund für diese hohe Quote: Bisher durften diese Kräfte keinen direkten Arbeitsvertrag mit dem Pflegebedürftigen oder dessen Angehörigen abschließen. 

Viele Bundesbürger würden ausländische Pflegekraft beschäftigen
Dabei hätten sehr viele Familien schon längst eine Pflegekraft beschäftigt. Eine repräsentative Umfrage des Immobilienportals immowelt.de kam zum Ergebnis: 43 Prozent der Bundesbürger sind bereit, für die Pflege ihrer Angehörigen eine ausländische Pflegekraft einzustellen und sie auch dort wohnen zu lassen. 21 Prozent der Befragten sehen finanzielle Vorteile: Sie halten die Beschäftigung einer ausländischen Pflegekraft für kostengünstiger als einen hiesigen Pflegedienst. Nur 18 Prozent der Befragten äußerten die Sorge, dass ausländische Pflegekräfte nicht vertrauenswürdig sein könnten.

Neue Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa, raus aus der Grauzone 

Seit 1. Mai 2011 gibt es durch die Einführung der neuen Arbeitnehmerfreizügigkeit eine neue Rechtslage in Deutschland: Pflegekräfte oder Haushaltshilfen aus den neuen osteuropäischen EU-Ländern können nun direkte Arbeitsverträge mit den Pflegebedürftigen oder den Familien abschließen. Eine gesonderte Arbeitsgenehmigung ist nicht mehr erforderlich. 

Für welche Staaten gilt diese neue Regelung?
• Seit 1. Mail 2011 für Staatsangehörige aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Slowenien. 
• Ab 2014 dann auch für Staatsangehörige aus den EU-Beitrittsländern  Rumänien und Bulgarien.

Wo können sich Pflegebedürftige bzw. deren Angehörige informieren und Personal suchen? Annsprechpartner in Zulassungsfragen ist die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesarbeitsagentur in Bonn. Unter www.zav.de gibt es alle weiteren Informationen zum Thema. Aber auch bei der örtlichen Arbeitsagentur oder den Pflegestützpunken erhalten Interessiert Informationen. 

Wie gut ist die Lösung mit den angestellten Pflegekräften oder Betreuerinnen aus Osteuropa? Zunächst handelt es sich nicht um Schwarzarbeit oder Ausbeutung, weil die Pflegerinnen legal hier tätig sind und über die Qualitätskontrolle der ZAV und der Arbeitsbehörden in den entsprechenden Ländern nach Deutschland kommen. Sie erhalten außerdem einen Mindestlohn (variiert je nach Bundesland), haben Anspruch auf Urlaub und eine 40-Stunden-Arbeitswoche. Auch Sozial- und Rentenabgaben entrichtet die Familie für ihre Angestellte. Oft entstehen enge Bindungen zwischen der Pflegeperson und seiner "persönlichen Betreuerin". 

Osteuropäische Betreuerin selbst anstellen oder Pflegeagentur bauftragen
Als Nachteil ist zu sehen, dass die Familie zum Arbeitgeber wird – mit allen Rechten und Pflichten, wie zum Beispiel Personalverwaltung, Arbeitgeberanteilen und der Organisation und Fürsorge der Pflegerin. Es muss eine Urlaubsvertretung organisiert werden oder auch eine Betreuung, wenn die osteuropäische Angestellte "frei" hat. Das überfordert viele pflegende Angehörige - sie wollen nicht wie eine Firma agieren bzw. können das nicht. 

Deshalb etabliert sich neben der direkten Beschäftigung einer Pflegekraft auch der 24-Stunden-Service durch osteuropäische Pflegeagenturen und deutsche Partner, die Betreuerinnen nach Deutschland entsenden und automatisch eine Urlaubsvertretung stellen. Hier schließt die Pflegeperson nur einen Dienstleistungsvertrag und bezahlt eine Rechnung. Die Betreuerin bleibt bei der Agentur angestellt, alle Sozial- und Rentenbeiträge werden korrekt im jeweiligen Heimatland abgeführt.
 

Pflege zu Hause muss nicht illegal sein
So oder so – rechtzeitig für die Pflege daheim vorsorgen
Unabhängig davon, ob ein Pflegebedürftiger zu Hause von den Angehörigen beziehungsweise einer Pflegekraft oder im Heim betreut wird: Von der gesetzlichen Pflegeversicherung wird stets nur ein Teil der Pflegekosten getragen, der Rest muss über die Rente und das Vermögen des zu Pflegenden erbracht werden. 

Die persönlichen Ressourcen sind dann oft schnell verbraucht. Danach müssen die Kinder für ihre Eltern aufkommen. Susanne Besold von den Ergo Direkt Versicherungen: "Mit dem rechtzeitigen Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung kann das finanzielle Risiko der Pflege für die Familie erheblich gemindert werden." Beim Fürther Direktversicherer gibt es beispielsweise den Tarif "Pflege-Premium", der alle drei Pflegestufen absichert.

November 2011. djd/pt/Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: djd/Ergo Direkt Versicherungen

Mittwoch, 9. November 2011

24-Stunden-Pflege im Landkreis Ludwigsburg - Entlastung für pflegende Angehörige

Auch im Landkreis Ludwigsburg steigt die Zahl der Pflegebedürftigen, die zu Hause professionell betreut werden müssen. Das Netz an ambulanten Diensten, die von Kirchen, Wohlfahrtsverbänden oder privaten Unternehmen angeboten werden, ist groß. Doch in vielen Fällen benötigen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung.

Für diese Dienstleistung können sie osteuropäische Betreuerinnen engagieren, die 24 Stunden im Pflegehaushalt bleiben und eine Alltagsbetreuung (mit Hauswirtschaft) gewährleisten und Angehörige entlasten. Seit 2004 ist es möglich, über das EU-Entsendeabkommen eine Betreuerin zu beschäftigen. Dies erfolgt über Pflegefirmen zum Beispiel in Warschau oder Budapest und ist zeitlich befristet. Die Betreuerin wohnt und lebt im Haushalt der Pflegeperson.

In der Praxis funktioniert die Zusammenarbeit zwischen der osteuropäischen Betreuerin und der Pflegeperson sehr gut. Die meisten Kräfte sprechen gut deutsch und sind hauswirtschaftlich versiert. Im Verbund mit den ambulanten Diensten, Ärzten und Angehörigen schaffen die 24-Stunden-Betreuerinnen ein gutes Versorgungsnetz und geben den Familienangehörigen Sicherheit.

Gut zu wissen: Seit November 2011 vermittelt riva-care auch im Landkreis Ludwigsburg 24-Stunden-Betreuerinnen. Das private Beratungs- und Betreuungsbüro betreut gemeinsam mit osteuropäischen Partnerfirmen bereits ältere Menschen in Gerlingen, Besigheim, Remseck, Kornwestheim, Riexingen, Grossbottwar, Oberstenfeld und Hemmingen.

Weitere Informationen zur 24h-Stunden-Betreuung im Kreis Ludwigsburg unter Telefon (0171) 533 33 69 oder im Internet unter www.riva-care.de

November 2011. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: Archiv

Dienstag, 8. November 2011

24-Stunden-Betreuung mit Qualität: Promedica24 nach ISO 9001:2008 zertifiziert

Die polnische Firma Promedica24, europäischer Marktführer für Betreuungsdienstleistungen in Privathaushalten sowie in der Vermittlung von medizinischem Pflegepersonal aus Mittel- und Osteuropa, ist seit März 2011 nach ISO 9001:2008 zertifiziert. Damit ist das Unternehmen sowohl in Polen als auch in Deutschland der erste Anbieter mit einer ISO-Zertifizierung der Betreuungsdienstleistung.

Immer mehr ältere Menschen nutzen die Alternative, sich mit Hilfe einer Betreuungs- und Haushaltshilfe zu Hause zu versorgen und so im gewohnten Umfeld bleiben zu können. Das ist ein Geschäftsbereich von Promedica24 mit Sitz in Warschau und seinen zahlreichen Vertriebspartnern in Deutschland. Mit der Zertifizierung ist die Promedica24 das erste Unternehmen, das auf dem Markt der Betreuungs- und Haushaltshilfen zur Rundum-Betreuung auf ein geprüftes Qualitätsmanagementsystem setzt. 

Gesicherte Qualität schafft Vertrauen – Dekra führte Zertifizierung durch 
„Über 1.100 private Haushalte in Deutschland haben im letzten Jahr 2010 unsere Dienstleistung in Anspruch genommen, um die Versorgung von Angehörigen in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen“, so Rafał Rzeźniczak, Gründungsmitglied und CEO der Promedica24-Gruppe. „Als langfristige Qualitätssicherungsmaßnahme bietet die ISO-Zertifizierung unseren Kunden die Sicherheit, dass unsere Betreuungsdienstleistungen nachweisbar einer geprüften Qualitätsnorm entsprechen. Dabei ist ein perfekter und bezahlbarer Service unser Ziel“, so Rzeźniczak. „Dass uns das in der Praxis gelingt und unsere Leistungen die Erwartungen der Betroffenen erfüllen, zeigt das Ergebnis einer Kundenbefragung in 2010 mit einer Zufriedenheit von 93 Prozent.


Qualität in allen Bereichen – auch bei der Personalauswahl
Das Prüfungsverfahren wurde von der Dekra, eine der weltweit führenden
Expertenorganisationen
für nachhaltige Sicherheit, Qualität und Umweltschutz, durchgeführt. Gegenstand der Zertifizierung waren Organisation und Arbeitsabläufe in den Geschäftsbereichen: Personaleinstellung, Vertragsverwaltung, Vertriebsunterstützung, Lieferantenbeziehung sowie Aufsicht der Dokumentationen und Vertragsbestimmungen


„In Zukunft wird es gelten, sowohl die Bekanntheit der häuslichen Rundum-Betreuung als auch die qualitative Marktführerschaft von Promedica24 weiter auszubauen“, erklärt Rzeźniczak. „Wir wollen unser Dienstleistungsangebot kontinuierlich weiterentwickeln und Promedica24 als Marke im deutschen Pflegemarkt für die menschliche Betreuung und Hilfe im Haushalt etablieren“. Experten rechnen bis 2025 mit einem zusätzlichen Bedarf von über 100.000 Fachkräften und Pflegehilfen. Bereits in den letzten Jahren ist die Nachfrage für Betreuungskräfte zur Rundum-Betreuung und Hilfe im Haushalt stark gestiegen. 

Die Promedica24-Gruppe wurde 2004 in Warschau (Polen) gegründet. Die Vermittlung der 24-Stunden-Kräfte erfolgt in Deutschland aber durch unabhängige Vertriebspartner vor Ort. Über diese deutschen Partner werden Kunden und ihre Angehörigen so optimal beraten. Das Unternehmen arbeitet nach geltendem deutschen, polnischen und EU-Recht. Promedica24 ist Mitglied der Arbeitsvermittlungsagentur (SAZ).

Mehr Informationen zu den Leistungen der 24-Stunden-Betreuung in Deutschland unter Telefon (0711) 966 66 533 oder im Internet unter www.promedica24.de

November 2011. ddp direct/Redaktion pflegeinfos.net 
Copyright Abbildung: promedica24

Samstag, 5. November 2011

Pflege-Urlaub im Nordschwarzwald: das Hotel am Kurpark in Bad Herrenalb verschafft auch pflegenden Angehörigen eine Erholung


Das Pflegehotel liegt ruhig im Grünen
Pflegende Angehörige kennen das Dilemma: Zu gerne würden sie ein paar Tage ausspannen, die Seele baumeln lassen, neue Kraft tanken. Aber was tun, wenn man keine Betreuung für den Pflegepatienten findet? Oder wenn die Person auch gerne einmal aus den eigenen vier Wänden raus möchte? Hier bieten Pflegehotels eine Lösung – sie bieten alle Annehmlichkeiten eines Hotels, kombiniert mit Pflegedienstleistungen.

Ein ganz neues und modernes Pflegehotel findet sich seit 2008 in Bad Herrenalb (Kreis Calw) im wunderschönen Nordschwarzwald. Das „Hotel am Kurpark“ ist ein Vier-Sterne-Haus und zu 100 Prozent barrierefrei. Das Gebäude liegt zentral im Zentrum der traditionsreichen Kurstadt, umgeben von Grünanlagen. Und das erwartet die Gäste im Pflegehotel: eine stufenlos erreichbare Empfangshalle mit Rezeption (24 Std. besetzt) und Hotelbar, gemütliche Aufenthaltsräume, ein Restaurant mit Wintergarten, eine Café-Terrasse sowie ein barrierefreier Tagungsraum (105 qm) und Gruppenräume.

Ausgebildete Pflegekräfte sind im Hotel sofort rufbereit 
Viel Platz in den Zimmern, alles ist barrierefrei
Die Gäste wohnen in 61 rollstuhlgerechten Hotelzimmern. Davon sind 34 Appartements mit zwei Räumen, die miteinander verbunden sind. Eines der Zimmer ist mit einem Pflegebett ausgestattet, das Zweite verfügt über ein Doppelbett. Jedes der Zimmer hat eine rollstuhlgerechte Dusche/WC mit Haltegriffen und unterfahrbarem Waschbecken, Telefon, Safe, Sat-TV/Radio, DSL-Internetzugang und zentrale Notrufanlage. Ein Fahrstuhl und ein Pflegebad sind im „Hotel am Kurpark“ vorhanden. Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Rollator können sich optimal im ganzen Hotel bewegen, denn die Mindesttürbreite beträgt 90 Zentimeter. Das Team der Sozial- und Diakoniestation hat seine Räume im Nordflügel des Hotels bezogen. So steht Pflegegästen, wenn sie die Dienste der Sozialstation nutzen, auch nachts eine ausgebildete Pflegekraft zur Seite, die in pflegerischen Notfällen durch Rufbereitschaft erreichbar ist.

Erholung im Schwarzwald – Genuß wird groß geschrieben 
Zahlreiche Gaumenfreuden erwarten die Gäste im „Hotel am Kurpark“. Vom reichhaltige Schwarzwälder Frühstücksbuffet über das abwechslungsreiche Mittagsmenü und hausgemachte Torten bis hin zu Abendmenüs. Gut ausgebildete Köche sorgen dafür, das Gäste jede erforderliche Diät einhalten können. Auch Vegetarier und Veganer werden hier bestens kulinarisch versorgt. Wer die Natur liebt und gerne vor die (Hotel-)Tür geht, der wird sich in Bad Herrenalb wohlfühlen.

Hotel am Kurpark: Service und Freundlichkeit beim Essen
Der Ort liegt zwischen Karlsruhe, Baden-Baden und Pforzheim – in der Nähe von Straßburg. Durch die zentrale Lage des Pflegekurhotels im Ort sind gemütliche Cafés, kleine Boutiquen und Geschäfte ohne nennenswerte Steigungen schnell zu erreichen. Im angrenzenden Kurpark hat man die Möglichkeit zum Spazierengehen – auch er ist rollstuhlgerecht angelegt, wie auch teilweise die Erlebnis- und Wanderpfade in der Umgebung. Entspannung finden Gäste des Pflegehotels auch in der hauseigenen Sauna oder der zu Fuß erreichbaren Siebentäler Therme. 

Preise und Kontakt zum Hotel:
Erstbucher bezahlen für Vollpension im Doppelzimmer je nach Saison ab 68 Euro pro Nacht (jeweils pro Person und ab 5 Übernachtungen). Einzelzimmer kosten in diesem Buchungspaket ab 78 Euro.

Hotel am Kurpark: Kurpromenade 23/1, 76332 Bad Herrenalb, Telefon (07083) 500 20. www.hotelak.de 

November 2011. Frank Bantle, Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Fotos: Hotel am Kurpark

Montag, 31. Oktober 2011

AOK-Chef von Baden-Württemberg fordert Pflegereform

Dr. Christopher Hermann
Die angekündigten Pflegereformen soll die Bundesregierung endlich in Angriff nehmen – das hat Dr. Christopher Hermann 
beim Landesseniorentag Baden-Württemberg 2011 gefordert. “Pflege ist eine unverzichtbare Säule des Sozialstaates“, so der Vorstandvorsitzende der AOK Baden-Württemberg. Aber ohne entsprechende Reformen sei ihre Finanzierung nicht sichergestellt.

Zum „Jahr der Pflege“ ist 2011 vom ehemaligen Bundesgesundheitsminister Phillip Rösler ernannt worden. „Dieser Ankündigung muss das Bundesgesundheitsministerium endlich Taten folgen lassen“, so Dr. Christopher Hermann beim 28. Landesseniorentag in der Singener Stadthalle. Vor allem bei der Finanzierung fordert die AOK Reformen. „Eine wirkliche Pflegereform geht nicht kostenneutral.“ 


Die Politik müsse bereit sein, mehr Geld in den Ausbau der Pflege zu investieren. Dazu gehört auch, die Pflegebedürftigkeit neu zu definieren. „Bislang erhalten Menschen mit Demenz keine ausreichenden Leistungen“, so Hermann. Und auch Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz kommen zu kurz. Mit seiner Forderung spricht er vielen Betroffenen und ihren pflegenden Angehörigen aus der Seele: „Wir müssen weg von Pflegestufen zu Bedarfsgraden.


Neue Wohnformen fördern, pflegende Angehörige entlasten 
Die Versorgungsstrukturen müssten weiterentwickelt werden, fordert Dr. Christopher Hermann weiter. „Dazu gehört der Ausbau wohnortnaher Betreuungsangebote, die Förderung neuer Wohnformen – Stichwort Mehrgenerationenhäuser – sowie die Entlastung der pflegenden Angehörigen.“ Aber auch bei der Ausbildung des Pflegepersonals gebe es Handlungsbedarf. „Wir brauchen eine integrative Pflegeausbildung.“ Dass dies alles nicht kostenneutral zu haben ist, liege auf der Hand. Forderungen nach einer kapitalgedeckten Pflegefinanzierung erteilt der AOK-Vorstandsvorsitzende eine klare Absage. „Die Kapitalmarktkrise hat gezeigt, dass die angesparten Beträge letztlich nicht sicher sind.“ 

Solidarische Gesamtfinanzierung  – weg mit der Zweiteilung gesetzlich/privat
Nach wie vor gilt für Dr. Christopher Hermann daher: „Die solidarische Finanzierung, an der Versicherte und Arbeitgeber zu gleichen Teilen beteiligt sind, ist das solide Zukunftsmodell.“ Wer die Herausforderungen der Zukunft bewältigen wolle, müsse den Abbau der zweigeteilten Pflegeversicherung in Angriff nehmen. Gesetzliche und private Pflegeversicherung nebeneinander – das werde den Notwendigkeiten einer immer älter werdenden Gesellschaft nicht mehr gerecht. Hermann: „Wir brauchen eine solidarische Gesamtfinanzierung.“

Oktober 2011. PR/Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: AOK Baden-Württemberg



Häuser für Generationenwohnen erweitern – das steigert den Wert der Immobilie und ermöglicht Pflege zu Hause

Ein Anbau schafft Raumreserven
Mehrere Generationen einer Familie unter einem Dach vereint – diese Lebensform findet unter den Deutschen immer mehr Anhänger. Schließlich bietet das Zusammenleben von Oma, Opa, Eltern und Enkeln unter einem Dach eine Reihe pragmatischer Vorteile. So können die Großeltern ganz unkompliziert Babysitter spielen, wenn beide Elternteile berufstätig sind. Mindestens genauso wichtig: Das gemeinsame Leben in einem Haus ist zudem eine Alternative zum Altersheim, wenn die Beweglichkeit der Senioren nachlässt. Und wenn Platz vorhanden ist, lässt sich auch ein Pflegezimmer besser einrichten.
 
Raumreserven clever nutzen – oder einen Anbau planen
Ältere Einfamilienhäuser bieten nicht immer genügend Platz für den ganzen "Familienclan" oder einen separaten Bereich für den Pflegebedürftigen. Bei cleverer Planung findet sich aber in den meisten Fällen eine Möglichkeit, zusätzlichen Raum zu schaffen. Wer zum Beispiel auf einen Teil des Gartengrundstücks verzichten kann, liegt mit einem Anbau ans Haus richtig. Wo dies nicht möglich ist, bieten viele Dachböden Raumreserven. In beiden Fällen ist ein Meisterbetrieb des Zimmerhandwerks der richtige Partner. An- und Ausbauten lassen sich nämlich im Holz- und Trockenbau vergleichsweise schnell und einfach durchführen. Unter www.zimmermeister-modernisieren.de gibt es im Internet Informationen dazu und Kontake zu Fachbetrieben.

Barrierefreiheit nicht vergessen
Bei einem Dachausbau empfiehlt es sich in vielen Fällen, den gesamten Dachstuhl ein Stück höher zu setzen. So entsteht auch unter einem niedrigen Dach großzügiger Wohnraum mit großer Kopffreiheit. Mehr Platz schaffen auch größere Dachgauben, die bis an die Gebäudekante reichen und mit bodentiefen Fenstern Licht und Luft einlassen. Ein Anbau dagegen kann direkt an den vorhandenen Baukörper anschliessen oder als eigener, vom Altbau getrennter Baukörper mit Übergang geplant werden. Die Wohnung der älteren Generation wird am besten im Erdgeschoss angelegt – so können sich die Bewohner auch bei körperlichen Einschränkungen noch einfacher selbstbestimmt bewegen. Getrennte Wohnungen sollten auch mit getrenntem Eingang angelegt werden. Liegen sie auf verschiedenen Stockwerken, funktioniert das beispielsweise durch den Anbau einer Außentreppe.
 
Seniorenwohnung ist im Anbau
Geld vom Staat: Fördermittel der KfW abrufen
Wer sein Haus altersgerecht umbauen will, kann sich dafür finanzielle Hilfe vom Staat sichern. Infrage kommen vor allem die Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum "Altersgerechten Umbauen". So gibt es ein zinsgünstiges Darlehen von bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit oder einen Zuschuss von bis zu 2.500 Euro je Wohneinheit. Der Antrag muss jeweils vor Projektbeginn gestellt werden. Für den Kredit wendet man sich an die Hausbank oder Sparkasse, für den Zuschuss direkt an die KfW. Unter www.kfw.de gibt es dazu Informationen. 

Oktober 2011. djd/pt
Copyright Fotos: djd/Fördergesellschaft Holzbau und Ausbau

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Landkreis Calw: 24-Stunden-Seniorenbetreuung durch Spezialanbieter gewährleistet

Auch im Landkreis Calw steigt die Zahl der Pflegebedürftigen, die zu Hause professionell betreut werden müssen. Das Netz an ambulanten Diensten, die von Kirchen, Wohlfahrtsverbänden oder privaten Unternehmen angeboten werden, ist groß. Doch in vielen Fällen benötigen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung.

Für diese Dienstleistung können sie osteuropäische Betreuerinnen engagieren, die 24 Stunden im Pflegehaushalt bleiben und eine Alltagsbetreuung (mit Hauswirtschaft) gewährleisten und Angehörige entlasten. Seit 2004 ist es möglich, über das EU-Entsendeabkommen eine Betreuerin zu beschäftigen. Dies erfolgt über Pflegefirmen zum Beispiel in Warschau oder Budapest und ist zeitlich befristet. Die Betreuerin wohnt und lebt im Haushalt der Pflegeperson.

In der Praxis funktioniert die Zusammenarbeit zwischen der osteuropäischen Betreuerin und der Pflegeperson sehr gut. Die meisten Kräfte sprechen gut deutsch und sind hauswirtschaftlich versiert. Im Verbund mit den ambulanten Diensten, Ärzten und Angehörigen schaffen die 24-Stunden-Betreuerinnen ein gutes Versorgungsnetz und geben den Familienangehörigen Sicherheit.

Gut zu wissen: Seit Jahresbeginn 2011 vermittelt riva-care auch im Landkreis Calw und Nordschwarzwald erfahrene 24-Stunden-Betreuerinnen. Das private Beratungs- und Betreuungsbüro betreut gemeinsam mit osteuropäischen Partnerfirmen bereits ältere Menschen in Bad Liebenzell, Oberkollbach, Neubulach, Bad Teinach, Schömberg, Wildbad und Althengstett.

Weitere Informationen zur 24h-Stunden-Betreuung im Kreis Calw unter Telefon (0171) 533 33 69 oder im Internet unter www.riva-care.de

Oktober 2011. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: Archiv

Freitag, 30. September 2011

24h Stunden Seniorenbetreuung im Landkreis Böblingen

Auch im Landkreis Böblingen steigt die Zahl der Pflegebedürftigen, die zu Hause professionell betreut werden müssen. Das Netz an ambulanten Diensten, die von Kirchen, Wohlfahrtsverbänden oder privaten Unternehmen angeboten werden, ist groß. Doch in vielen Fällen benötigen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung.

Für diese Dienstleistung können sie osteuropäische Betreuerinnen engagieren, die 24 Stunden im Pflegehaushalt bleiben und eine Alltagsbetreuung (mit Hauswirtschaft) gewährleisten und Angehörige entlasten. Seit 2004 ist es möglich, über das EU-Entsendeabkommen eine Betreuerin zu beschäftigen. Dies erfolgt über Pflegefirmen zum Beispiel in Warschau oder Budapest und ist zeitlich befristet. Die Betreuerin wohnt und lebt im Haushalt der Pflegeperson.

In der Praxis funktioniert die Zusammenarbeit zwischen der osteuropäischen Betreuerin und der Pflegeperson sehr gut. Die meisten Kräfte sprechen gut deutsch und sind hauswirtschaftlich versiert. Im Verbund mit den ambulanten Diensten, Ärzten und Angehörigen schaffen die 24-Stunden-Betreuerinnen ein gutes Versorgungsnetz und geben den Familienangehörigen Sicherheit.

Gut zu wissen: Seit Jahresbeginn 2011 vermittelt riva-care auch im Landkreis Böblingen 24-Stunden-Betreuerinnen. Das private Beratungs- und Betreuungsbüro betreut gemeinsam mit osteuropäischen Partnerfirmen bereits ältere Menschen in Böblingen, Sindelfingen, Grafenau, Herrenberg, Weil der Stadt, Nufringen, Aidlingen, Darmsheim und Schönaich.

Weitere Informationen zur 24h-Stunden-Betreuung im Kreis Böblingen unter Telefon (07031) 236 136 oder im Internet unter www.riva-care.de

September 2011. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: Archiv

Montag, 26. September 2011

Polnische 24h-Betreuerin rettet Rentner vor Feuertod

Selbstlos hatte sich die polnische Betreuerin Ewa Mazur bei einem Hausbrand in Gefahr begeben, um den 88-jährigen Eigentümer zu retten. Am 7. Juli 2011 erhielt sie dafür die öffentliche Anerkennung als Lebensretterin des Landes Baden-Württemberg.


Ewa Mazur hatte im August 2010 einem Rentner, für den sie als Betreuungs- und Haushalthilfe arbeitete, bei einem Hausbrand beherzt das Leben gerettet. Dabei erlitt sie selbst Verbrennungen und verlor ihre Kleider und persönliche Gegenstände. „Ich lebe und ich bin gesund - das ist die Hauptsache", so Lebensretterin Mazur, für die die Auszeichnung völlig überraschend kam. 

Ewa Mazur bei der Auszeichnung
Die 50-jährige Mutter von drei Söhnen kommt aus Stettin in Polen. Seit fast drei Jahren arbeitet sie für Promedica24 als Betreuungs- und Haushaltshilfe in Deutschland. Zurzeit versorgt sie einen 96-Jährigen in Schlier (Landkreis Ravensburg). "Nachdem sich mein Vater den Arm gebrochen hatte, haben wir jemanden gesucht, der ihn versorgt", so die Tochter. "Uns war es wichtig, dass mein Vater im vertrauten Umfeld bleiben kann. Es ist jetzt eine riesige Erleichterung zu wissen, dass jemand so vertrauenswürdiges wie Frau Mazur da ist, der aufpasst, kocht und notfalls auch nachts Hilfe holen kann."

Die feierliche Auszeichnung mit einer Ehrengabe fand durch Bürgermeister Reimund Hausmann im Rathaus von Schlier statt. Auch die Familie von Ewa Mazur aus Polen sowie der Sohn des damals Geretteten nehmen an den Feierlichkeiten teil.

Betreuungs- und Haushaltshilfen aus Osteuropa: Der durch die Altersentwicklung bedingte Bedarf an Pflege und Versorgung wird in Zukunft deutlich zunehmen. Experten gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2030 allein die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland von heute über zwei Mio. auf 3,4 Mio. steigen wird - pflegebedürftigen Menschen, die noch nicht in einer Pflegestufe sind, nicht mit eingerechnet. Haushaltshilfen wie Ewa Mazur leben in der Regel bei der zu betreuenden Person im Haushalt und ermöglichen den Betroffenen so eine Versorgung in den eigenen vier Wänden. Gleichzeitig trägt die soziale Interaktion zum Erhalt und Steigerung der Lebensqualität bei.

Die Dienstleistung der Promedica24 für private Haushalte wird regional von unabhängigen Vertriebspartnern vermittelt, die den Kunden auch über die gesamte Vertragslaufzeit begleiten. 2004 in Warschau/Polen gegründet, ist die Promedica24 Gruppe europäischer Marktführer für Betreuungsdienstleistungen in Privathaushalten sowie in der Vermittlung von medizinischem Pflegepersonal aus Mittel- und Osteuropa. Allein im Jahr 2010 hat Promedica24 osteuropäische Betreuungskräfte in über 1.100 deutsche Privathaushalte entsendet. Das Unternehmen ist Mitglied der Arbeitsvermittlungsagentur (SAZ) und nach ISO 9001 zertifiziert. Weitere Informationen unter www.promedica24.de oder für den Standort Baden-Württemberg unter Telefon (0711) 966 66 533.

September 2011. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: promedica24

Mittwoch, 14. September 2011

Rollator von schwäbischem Hersteller mit Gesamtnote "gut" bei ÖKO-TEST-Prüfung

Note "gut" für diesen Rollator
Das Magazin ÖKO-TEST prüfte in seiner Ausgabe August 2011 zehn Rollatoren unterschiedlicher Hersteller in einem umfangreichen Belastungstest. Darunter war auch das Modell "Diamond Deluxe" des schwäbischen Herstellers Drive Medical aus Insy. Mit dem Gesamturteil "gut" gehört dieser Rollator zu den Gewinnern des anerkannten Test-Magazins.

In die Gesamtnote flossen Kriterien wie die Stabilität, Sicherheit und Handhabung der Rollatoren ein. So wurden die Hilfsmittel unter anderem einem ausführlichen Praxistest unterzogen. Positiv befand die Redaktion von ÖKO-TEST die Stabilität und Sicherheit des Diamond Deluxe sowie seine Flexibilität. Er war bei den getesteten Modellen der einzige Rollator, der sich besonders klein zusammenklappen und bei Bedarf für den Transport mit einer Pflegeperson verwenden lässt.

Zwar bemängelte die Redaktion die Breite des Rollators von Drive Medical - nach Angaben des Herstellers wurde diese jedoch bewusst gewählt, um besondere Stabilität sowie ein sicheres und bequemes Fahrverhalten des Diamond Deluxe zu gewährleisten. Weiter lobt die Test-Zeischrift: "Er ist mit seinen abnehm- und schwenkbaren Fußstützen als einziger Rollator im Test auch als Transportstuhl verwendbar".


Wer sich für die Anschaffung eines Rollators interessiert, dem sei die August-Ausgabe 2011 von ÖKO-TEST empfohlen. In dem Beitrag werden sehr viele Tipps zum Rollator-Kauf mitgeteilt. Der Leser erfährt genau, worauf er achten soll und was ein guter Rollator können muss. Das Heft kann über die Internet-Adresse www.oeko-test.de oder telefonisch beim Verlag bestellt werden (gegen Gebühr). Telefon Frankfurt 069 -365 06 26 26. 

September 2011. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: Drive Medical, Isny

Montag, 5. September 2011

Pflegestützpunkt in der Landeshauptstadt Stuttgart offiziell eröffnet

Sozialministerin Karin Altpeter
In der baden-württembergischen Landeshauptstadt wurde jetzt der Pflegestützpunkt Stuttgart offiziell eröffnet. Im Beisein der Landessozialministerin Karin Altpeter (SPD) sowie Vertretern des Stuttgarter Stadtseniorenrats und der AOK Stuttgart-Böblingen informierten die dort tätigen Mitarbeiterinnen über die Funktion und die Aufgaben dieser neuen Beratungseinrichtung. Sie richtet sich an Pflegebedürftige und ihre Angehörigen, die in Stuttgart leben.

Sie finden in dem Pflegestützpunkt eine wohnortnahe, neutrale, unabhängige und kostenfreie Beratung zu allen Fragen der Pflegebedürftigkeit, Kostenübernahme durch die Pflegekasse, häusliche und stationäre Pflege sowie Angehörigenbetreuung. Schon jetzt gibt es in Stuttgart rund 12.000 pflegebedürftige Menschen, und es werden in den kommenden Jahren immer mehr.

Angesiedelt ist der Pflegestützpunkt Stuttgart im Sozialamt (Eberhardstr. 22, Stuttgart-Mittte). Dort gibt eine Stelle für die inneren und eine für die äußeren Stadtbezirke von Stuttgart. Kontakttelefon für die innneren Bezirke: 0711 - 216-32 64, Kontakttelefon für die äußeren Bezirke: 0711 - 216-64 00. Als offizielle Sprechzeiten bietet der Pflegestützpunkt derzeit folgende Termine an: Mo, Mi und Fr von 9-12 Uhr und Do von 16-17 Uhr.

Wichtig: Der Pflegestützpunkt Stuttgart berät nur Bürgerinnen und Bürger mit Wohnsitz in Stuttgart. Aber auch in allen anderen Stadt- und Landkreisen von Baden-Württemberg gibt es inzwischen Pflegestützpunkte, insgesamt rund 50 Anlaufstellen. Ein genaues Verzeichnis mit Kontaktdaten finden Interessierte im Internet unter www.bw-pflegestuetzpunkt.de. Pflegestützpunkte wurden bundesweit aufgebaut – aufgrund des 2008 verabschiedeten Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes, das eine wohnortnahe und bedarfsgerechte medizinische Versorgung von Pflegebedürftigen zum Ziel hat.

Sozialministerin Karin Altpeter unterstrich bei der Einweihung des Stuttgarter Pflegestützpunkts die Bedeutung dieser Einrichtungen: "Wenn jemand aus der Familie oder aus der nahen Verwandtschaft plötzlich zum Pflegefall werde, ist das für die Angehörigen eine schwierige Situation. Sie müssten nicht nur den Schicksalsschlag verkraften, sondern sich auch ganz schnell darum kümmern, wer die Pflege übernimmt und woher das Geld dafür kommt. Genau für solche Fragen bieten die Pflegestützpunkte ihre umfassenden Beratungsangebote an“.

September 2011. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: Sozialministerium BaWü

Samstag, 3. September 2011

Pflege-Urlaub auf den Kanarischen Inseln entlastet Angehörige

Die Kanarischen Inseln sind ein Urlaubs- und Erholungsraum gerade auch für ältere Menschen. Mit dem milden Klima und den idealen Tages- und Nachttemperaturen bieten sich Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und die anderen Insel deshalb als Reiseziele für alte oder behinderte Menschen an.

Der Flug von Deutschland dauert je nach Abflughafen nur vier bis fünf Stunden. Hinzu kommt: Die Reisenden sind in Europa, in Spanien, und damit im EU-Raum mit all seinen Sicherheiten und Vorteilen. In den meisten Hotels, Restaurants, Läden, Praxen und Medizincentern wird deutsch gesprochen bzw. es sind viele deutsche Ärzte und Pfleger auf den Kanarischen Inseln tätig. Inzwischen gibt es auf den Inseln auch spezielle Angebote für einen Pflege-Urlaub.

Was heißt Pflege-Urlaub? Ausgewählte Hotels und Bungalow-Anlagen sind umgebaut worden und bieten Barrierefreiheit und Sicherheit für ältere oder pflegebedürftige Urlauber und ihre Angehörigen. Eine ganze Reihe von Dienstleistungen gibt es außerdem kostenlos oder gegen Aufpreis dazu: Notfall-Telefon, 24-Stunden-Rufbereitschaft von Pflegepersonal, ambulante Pflege oder Tagespflege, Hilfsmittelverleih (Scooter, Rollatoren, Rollstühle), Sauerstofftherapie oder Essensservice. Alle Partnerhotels für den Pflegeurlaub sind zudem in unmittelbarer Nähe von Ärztecentern.

Ein Hotel, das sich auf die Bedürfnisse von alten und behinderten Menschen eingestellt hat, ist zum Beispiel die Bungalow-Anlage Miraflor Suites auf Gran Canaria. Sie liegt wunderschön in einer großen Gartenanlage, zentral in Playa del Inglés. Erst 2010 wurde sie auf die Bedürfnisse von älteren Menschen und ihren Angehörigen hin umgebaut.

Alle Bungalows verfügen über breite Türen und befahrbare, ebene Duschen. So können auch Menschen mit Rollator oder einem Rollstuhl bequem Bad und WC erreichen. Auf Anfrage werden zusätzlich für die Dauer des Aufenthaltes Haltegriffe und ein Duschstuhl installiert. Natürlich sind die Ferienbungalows mit Telefon, TV, Kitchenette mit Kühlschrank, Kaffeemaschine und Mikrowelle ausgestattet. Gegenüber der Anlage befindet sich das Euroklinikum im Hotel Rondo, so dass immer schnell eine medizinische Versorgung gewährleistet ist.

Und noch ein Plus bietet der Pflegeurlaub auf Gran Canaria, Lanzarote oder einer anderen Insel: Der Pflegedienst Spanien ist mit Personal und einem Dienstleistungsangebot präsent - wie ein deutscher ambulanter Pflegedienst. Aufgrund einer Kooperation mit der Diakonie Stiftung Salem in Deutschland hat das Pflegepersonal eine kompetente Ausbildung. Über den Pflegedienst Spanien werden die Urlauber auf Wunsch versorgt. Einige Leistungen werden in aller Regel von der deutschen Pflegekasse sogar finanziert.

Enlastung für die Angehörigen - der große Vorteil eines Pflege-Urlaubs. Menschen, die sich kaum noch vorstellen können, Urlaub zu machen, finden auf den Kanaren neben Sonne, Sand und Meer vor allem eines: viel Zeit! Zeit zum Durchatmen, Kraft tanken. Einige Tage ohne Verpflichtungen.

Sie wünschen ein unverbindliches Angebot für einen Pflege-Urlaub auf den Kanaren? Dann rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine E-mail. Bei schriftlichen Anfragen bitte Ihre genaue Anschrift und den Wunschreisetermin nennen. Gerne erhalten Sie von uns ein unverbindliches Angebot.

Kontakt: riva-care, Büro für Seniorendienstleistungen,
Telefon Stuttgart 0711 - 966 66 533. E-mail: info@riva-care.de

September 2011. Redaktion pflegeinfos.net
Copyright Foto: Hoteles Lopez

Dienstag, 30. August 2011

Wohnberatung für ältere Menschen im Landkreis Esslingen

Ältere Mitbürger im Landkreis Esslingen können eine Wohnberatung für Ältere in Anspruch nehmen. In sechs Gemeinden stehen unabhängige Wohnberaterinnen und Wohnberater zur Verfügung, die dabei helfen, dass Senioren bzw. Pflegebedürftige ihre Selbstständigkeit und Mobilität in den eigenen vier Wänden bewahren.

Im Mittelpunkt der neutralen und unabhängigen Beratungen stehen die Themen barrierefreies Wohnen, altersgerechte Umbaumaßnahmen und Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Gesucht werden jeweils praktische und zweckmäßige Lösungen wie z.B. rutschfeste Bodenbeläge, Haltegriffe in Bad und Toilette, Einbau von Rampen, Treppenliften oder bodengleichen Duschen. Die Berater bilden sich regelmäßig fort und geben älteren Menschen und ihren Angehörigen wertvolle Ratschläge.

Wichtig: Die Umsetzung von Umbaumaßnahmen müssen die Kunden selbst veranlassen. Die Wohnberatung im Landkreis Esslingen will die Betroffenen vor allem auf die Themen und mögliche Gespräche mit Fachhandwerkern und Architekten fit machen. Für die neutrale Beratung bezahlen Kunden lediglich einen Auslagenersatz in Höhe von 15 Euro (Stand: August 2011).

Wohin können sich ältere Mitbürger im Landkreis Esslingen wenden? Wer bietet die unabhängige Wohnberatung für Senioren an?

• Esslingen: Forum Esslingen, Telefon (0711) 35 12 31 08

• Filderstadt: IAV-Stelle, Telefon (0711) 70 03 303

• Kirchheim/Teck: Buefet e.V., Telefon (07021) 50 23 34

• Leinfelden-Echterdingen: Seniorenfachberatung, Tel. (0711) 16 00 299

• Nürtingen: Bürgertreff Nürtingen, Tel. (07022) 75 367

• Ostfildern: Leitstelle für ältere Menschen, Tel. (0711) 44 20 71

Generelle Tipps zum Wohnen im Alter und zur häuslichen Pflege bietet im Landkreis Esslingen auch der Pflegestützpunkt Esslingen an. Er hat seinen Sitz im Landratsamt Esslingen , Pulverwiesen 11, 73726 Esslingen, Telefon (0711) 3902-0, E-mail: Pflegestuetzpunkte@lra-es.de

August 2011. Redaktion pflegeinfos.net

Montag, 29. August 2011

Barrierefrei wohnen mit komfortablen Elektroinstallationen

Gute Elektroinstallationen schaffen Komfort im Alter
Barrierefreies Wohnen und Bauen ist längst kein Nischenthema mehr. Denn das Durchschnittsalter der Deutschen nimmt immer mehr zu und die meisten Menschen möchten bis ins hohe Alter selbstbestimmt in vertrauter Umgebung leben.

Vor allem Eigenheimbesitzer, aber auch junge Bauherren sollten sich deshalb mit dem Thema barrierearmes bzw. barrierefreies Wohnen beschäftigen und dieses Thema bei ihren Planungen berücksichtigen. Ein Grund: Im Schnitt kaufen oder modernisieren die Deutschen ein Haus im Alter von 40 Jahren. Da lohnt es sich, schon an später zu denken.

Voraussetzung für ein sorgloses Wohnen im Alter in den eigenen vier Wänden ist unter anderem eine altersgerechte Elektroinstallation – ein Aspekt, der häufig vergessen wird. Tipp: Denken Sie schon bei der Planung eines Neubaus oder einer Modernisierung daran und sparen Sie so Kosten. Was heißt altersgerecht in diesem Zusammenhang? Zentrales Element einer zukunftsorientierten Installation, so die Fachleute, sind sogenannte "Elektro-Leerrohre". Selbst wer aus Kostengründen zunächst eine einfachere Ausstattung wählt, kann später Leitungen ohne aufwändige und schmutzige Stemm- und Putzarbeiten nachverlegen.

Der große Vorteil von solchen Leerrohren in Seniorenhaushalten: Über sie lassen sich Jalousien-, Markisen- oder Rollladenantriebe nachrüsten, Alarm- und Störmeldesysteme mit Notruf einbauen oder Treppenlifte, Gegensprechanlagen, Kommunikationsanlagen oder zusätzliche, leicht erreichbare Schalter anschliessen. Auch ein nachträglicher Einbau von Präsenzmeldern zum automatischen Ein- und Ausschalten des Lichts ist einfach umzusetzen.

Wichtig ist es, bei der Planung oder Modernisierung eines altergerechten Objekts eine ausreichende Anzahl von Steckdosen vorzusehen. Diese sollten hoch genug angebracht werden, dann erreicht man sie auch noch, wenn das Bücken schwerer fällt oder man im Rollstuhl sitzt. Interessierte finden unter der Internetadresse www.elektro-plus.de mehr Infos zur zukunftssicheren Elektroinstallation.

August 2011. djd/pt

Copyright Foto: djd/Elektro+


Sonntag, 28. August 2011

Unmöglich - Kürzungen im Förderprogramm altersgerechtes Bauen

Das soll mal wieder einer verstehen! Da werden in der Berliner Regierung große Reden geschwungen, Pflegegipfel zur Verbesserung der häuslichen Pflege abgehalten – und in der Praxis werden bewährte Fördermaßnahmen mal einfach so gekürzt! Aktuelles Beispiel ist die Förderung des alters- und behindertengerechten Umbaus von Bestandswohnungen. 

Eine wichtige Angelegenheit, weil Wohnen und Pflege zu Hause oder 24-Stunden-Betreuung in den eigenen vier Wänden nur möglich ist, wenn die Räume auf die Bedürfnisse ausgerichtet sind. Die beste pflegende Tochter oder die beste 24-Stunden-Betreuerin nützt nichts, wenn etwa der Zugang zum Bad zu eng ist oder keine Stufen im Haus die Bewegungsfreiheit einschränken.
 
Zur Lage: Nachdem für die Haushaltsjahre 2009 bis 2011 noch jeweils 80 und 100 Mio. Euro Programmmittel für die Förderung des alters- und behindertengerechten Umbaus von Bestandswohnungen vorgesehen waren, sieht der Kabinettsbeschluss zum Bundeshaushalt 2012 keinerlei Mittel für neue Maßnahmen mehr vor. Es sollen nur noch die in den vergangenen Jahren bereitgestellten Budgets abgewickelt werden.
 
Diesen Beschluss hält der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Felix Pakleppa, für kurzsichtig: "Die Streichung eines auch nach Ansicht der Bundesregierung erfolgreichen Programms mit einer Etatgröße von 0,1 Mrd. Euro ist angesichts der demografischen Herausforderungen nicht nachvollziehbar und kurzsichtig. Denn über kurz oder lang bekommen wir in vielen Regionen Deutschlands eine graue Wohnungsnot, weil barrierearme oder barrierefreie Wohnungen für Senioren fehlen."
 
Die aktuelle Studie "Wohnen im Alter" vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zeigt, dass kurzfristig einen Mehrbedarf von 2,5 Millionen altersgerechten und barrierereduzierten Wohnungen besteht, der bis 2030 auf drei Millionen ansteigen wird. Felix Pakleppa: "Dass die Bundesregierung vor diesem Hintergrund zwei Monate später ihre Meinung um 180 Grad ändert, ist nicht zu verstehen. Die demografische Entwicklung ist eine der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft. Angesichts der auf uns zukommenden Aufgaben sind 100 Millionen Euro ohnehin nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Der energetische Umbau des Wohnungsbestandes und demografisch bedingte Sanierungsmaßnahmen sind eigentlich essentielle Bestandteile einer konsistenten Wohnungsbaupolitik."

August 2011. Redaktion pflegeinfos.net/obs