Donnerstag, 12. November 2015

Mehr Pflegestützpunkte in Baden-Württemberg: Pflegekassen und kommunale Landesverbände wollen das Beratungsnetz vergrößern

Spitzenvertreter der Kranken- und Pflegekassen sowie der kommunalen Landesverbände haben sich Mitte November 2015 auf ein deutlich dichteres Netz an Pflegestützpunkten in Baden-Württemberg geeinigt. So soll die Anzahl mittelfristig um 24 zusätzliche Pflegestützpunkte auf dann insgesamt 72 im Land steigen. „Die Einigung bezieht sich auf die zwei wesentlichen Kriterien, nämlich einerseits eine eindeutig am Bedarf orientierte Erhöhung um 50 Prozent. Andererseits wird es ebenso klare Qualitätskriterien für die Zulassung der weiteren Stützpunkte geben“, so der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Pflegestützpunkte und Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg, Dr. Christopher Hermann. 

Pflegeberatung Baden-Württemberg: wohnortnah und individuell
Für die kommunalen Landesverbände ist die jetzt erzielte Einigung ein wesentlicher Schritt, um den erhöhten Bedarf an Koordination und Beratung in Pflegefragen befriedigen zu können: „Hier sind die Kommunen stark gefordert, denn die wohnortnahe Versorgung sichert die Lebensqualität von Pflegebedürftigen“, so Joachim Walter, Präsident des Landkreistages Baden-Württemberg. Alle beteiligten Spitzenvertreter begrüßen deshalb die Einigung auf das Ausbaukonzept, das stärker als bisher die Beratung, Koordinierung und Vernetzung als Aufgabe der Pflegestützpunkte definiert. Wesentlich hierbei sei, dass die Konzeption zur Weiterentwicklung immer ein gesamtes Kreisgebiet umfasst und dass im Antragsverfahren der Nachweis des Bedarfs erbracht werden muss. 

Mehr Qualität in den Pflegestützpunkten
Teil des Ausbaukonzeptes soll auch ein Qualitätskonzept sein, das von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg bis zum Frühjahr 2016 erarbeitet wird. Dieses Konzept solle dann Grundlage für die Beurteilung der Anträge zum weiteren Ausbau von Pflegestützpunkten sein. Zwei der 24 neuen Stützpunkte würden bereits unmittelbar auf den Weg gebracht. In der Stadt und im Landkreis Karlsruhe sollen jetzt jeweils sogenannte Pilotstandorte eingerichtet werden, die für Erprobung und Entwicklung des Qualitätskonzeptes der Dualen Hochschule dienen.


Finanzierung durch verschiedene Partner
Die dazu notwendigen Beschlüsse wird der Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Pflegestützpunkte am 26. November 2015 fassen. Für die Einrichtung eines Pflegestützpunktes haben sich die Spitzenvertreter auf einen neuen Förderbetrag ab 2016 in Höhe von 84.000 Euro geeinigt. Die Finanzierung wird zu zwei Drittel von den Kranken- und Pflegekassen sowie zu einem Drittel vom jeweiligen Stadt- oder Landkreis aufgebracht. 


November 2015. Redaktion pflegeinfos.net



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